Kommentare

Denken und lenken

Die Verantwortung für das Fahren muß immer beim Fahrzeugführer liegen. Also besser die Hände weg vom autonomen fahren, und statt dessen die Selben an das Lenkrad gelegt.

Kann jederzeit eingreifen

Was bisher sehr ausgeblendet wird
ist die psychologische Komponente.
Das man theoretisch jederzeit praktisch
eingreifen kann und nach Signal des
System eingreifen muss, heisst nicht,
das der Mensch auch objektiv in der
Lage ist einzugreifen. Wenn ich beim Autofahren im Internet surfe und die
Verkehrssituation nicht verfolge, kann
ich nicht einfach mal so binnen weniger
Sekunden zurueckschalten und reagieren
- das scheint mir eher utopisch. Ein
Formel 1 Fahrer mag das koennen aber
ein z.B. 60ig jaehriger nach hartem Arbeitstag vielleicht nicht. Zudem ist nicht jede Verkehrssituation durch das System mit 'viel' (wieviel eigentlich) Vorwarnzeit einschaetzbar. Wenn das System dann kurz vor dem Crash piept und ich nicht mehr schnell genug reagieren kann hab ich dann als Fahrer den Unfall verbockt - oder? Schoene neue Welt ... vielleicht sollte man erstmal einige Nutzerstudien machen.

Humaner Faktor bei Unfällen...

"Wenn der Computer fährt, dann haftet am Schluss der Hersteller", sagte Dobrindt.

Solange diese Aussage von unserem Mautminister nicht in rechtsverbindliche Paragraphen geschrieben wurde, sollte man das autonome Fahren besser als Utopie betrachten.

Sowieso sehe ich das autonome Fahren kritisch, denn im Falle eines drohenden Zusammenstosses mit einem Kind oder einer Mauer zählt für den Computer im Auto nicht der humane Faktor, sondern lediglich Schadensbegrenzung. Dies und viele weitere Punkte sind alle noch offen...

Vollautomatisierung

"Roboterautos mit reinen Passagieren auf der Rückbank sind echte Zukunftsmusik." das mag für Deutschland stimmen, in anderen Länder wird es Roboterautos vermutlich sehr viel früher geben als es die deutsche Automobilindustrie erwartet.

"Wenn der Computer fährt,

"Wenn der Computer fährt, dann haftet am Schluss der Hersteller", sagte Dobrindt. Ganz so einfach ist es jedoch offenbar nicht. In der Versicherungsbranche wird diese"

Hm ... mit ganz viel Phantasie lässt sich da sogar ein Zusammenhang zur PKW-Maut herstellen?

na, abwarten

..und der Hersteller macht dann den Programmierer der für ihn arbeitet für Unfälle verantwortlich. Ein PC-Programm zu Hause kann ja mal abstürzen, aber im Auto auf der Straße.....

Ein Auto fährt man selber...

jaja, so konservativ sich das anhören mag: Ich kann den ganzen Quark mit den selbstfahrenden Autos nicht mehr hören. AUTO: Fahre ich, lenke ich, passe ich auf... BAHN: setze ich mich rein, lass mich fahren. Alles andere ist Quark in (großen) Tüten.

An die Automobilindustrie: Niemals würde ich auch nur eine Kopeke dafür hinlegen, dass ich ein Produkt (Auto) erwerbe, dass ich nicht selber fahren kann. Und ich denke, dass so millionenfach gedacht wird...

"Wir ermöglichen damit, dass

"Wir ermöglichen damit, dass der Fahrer während der hochautomatisierten Fahrt die Hände vom Lenker nehmen darf, um etwa im Internet zu surfen oder E-Mails zu checken." Die "Rückübernahme" des Lenkrads wird dann vorgeschrieben, wenn der Computer dazu auffordert oder wenn die automatisierte Fahrfunktion gestört wird, zum Beispiel durch einen geplatzten Reifen.

Ich fürchte, das kann nicht klappen. Wenn bei Autobahngeschwindigkeit ein Reifen platzt, hat man sehr wenig Zeit, um zu reagieren (ich hatte das "Vergnügen" schon mal). Bis man sich gedanklich von Internet oder Mails getrennt hat, wenn der Alarm losgeht, ist es längst zu spät.

Eine Mobilitätsrevolution

ist, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel endlich in den Vordergrund rücken. Wer keine Lust zum Selberfahren hat, kann dann klimafreundlich umsteigen. Jetzt wird mit Steuermitteln wieder eine Technologie gefördert, die sich Ottonormalverbraucher nicht leisten kann und der öffentliche Nahverkehr wird immer teurer. Bitte ganz schnell ausbremsen!

Zeit ist reif

Auch wenn es nur eine erste Fassung solcher Gesetze ist, die Zeit ist allemal reif, um in der Regierung solche Fragen anzugehen.

Was nutzt es

wenn der Fahrer dasitzen und wie ein Schiesshund aufpassen muss was der fahrende Computer als nächstes anstellt. Wenn das Gerät auf dem Schreibtisch abstürzt, dann ist nicht viel kaputt, aber hier. Deshalb fahre ich lieber selbst, da weiss ich was als nächstes passiert. Das ist wesentlich entspannender und sicherer.

Selbst lenken und denken

Wer nicht Willens oder in der Lage ist ein Fahrzeug zu "führen", sollte auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen oder einen Fahrer einstellen. Der Maschine die Verantwortung quasi überlassen ist Beihilfe zur fahrlässigen Tötung!

"Wir ermöglichen damit, dass [...]"

"Wir ermöglichen damit, dass der Fahrer die Hände vom Lenker nehmen darf, um etwa im Internet zu surfen oder E-Mails zu checken".

Oder sich mit seinen Beifahrern zu unterhalten oder ein Buch zu lesen.

Das geht übrigens auch in Zügen ganz gut, die fahren nämlich jetzt schon ziemlich automatisch, zumindest wenn man Fahrgast ist. Oder in Bussen, Straßenbahnen, etc.

Eine Diskussion über die ökonomische und ökologische Sinnhaftigkeit von weiteren Abermillionen Autos werde ich hier jetzt aber nicht starten.

18:52 von ednew

...Ein PC-Programm zu Hause kann ja mal abstürzen, aber im Auto auf der Straße.....

Das ist nicht schlimm. Sie müssen nur alle Fenster schließen und neu durchstarten. Gibt besimmt bald eine App dafür.

Zumindest gibt es einige Gewißheiten

Es gibt Gewißheiten, die von den Herstellern gerne verschwiegen und von der Politik mit aller Macht ignoriert werden:

Wo der Computer menschliche Aufgaben übernimmt, da neigt der Mensch zum Träumen und zum Schlafen.

Es gibt keine umfangreiche Software, die wirklich fehlerfrei ist.

Es gibt keine Neuentwicklung, bei der Kriminelle nicht schon im Voraus darüber nachdenken, wie sie so etwas zu ihrem Vorteil mißbrauchen können.

Es gibt keine dümmere Entscheidungshilfe als die menschliche Begehrlichkeit. Sie ist sogar bestens geeignet, jedwede Vernunft zum unerwünschten Störer zu erklären.

Die Gegenwart wird zeigen, daß solche Ansichten bei vielen Zeitgenossen zu Schaum vor dem Mund führen. Und die Zukunft wird zeigen, daß auch noch so viel Schaum nichts an der Wahrheit ändert.

Es wird dringend Zeit!

Wer sich auch nur einen Tag den Verkehr auf deutschen Autobahnen (und allen anderen Strassen) genau ansieht, muß doch eigentlich zu dem Schluß kommen, dass es nur besser werden kann! Die Autobahnen sind die größte offene Psychatrie die wir haben....
Frank

Noch ein P.S:

ich bin kein Maschinenstürmer...war Elektroniker und tolerant gegen PC und Co.!
Aber auch Techniker dürfen abtrünig werden, wenn die Technik pervers wird.

Da fehlt mir die Vorstellungskraft

Was mich in Extremsituationen so beeindruckt: man sieht alles im Zeitlupentempo und die Reaktionszeit ist kürzer.

Und was noch wichtig ist: Jeder Fahrer denkt für alle mit. Wenn dann doch einer abgelenkt ist oder von der Sonne geblendet wird, dann passiert nichts.

Die üblichen Situationen auf der Straße wie: "Schau mir in die Augen KleineR" (würde ich bemerkt?), Wink mit der Hand, sinnvoll andere vorlassen wenn die Straße verstopft ist, Krankenwagen vorbeilassen, beim Fußgänger auf der Fahrbahn erkennen, in welche Richtung er gehen will, oder ob er herumirrt - ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Computer das schaffen kann.

Ausschliesslich Geldmacherei!

Der Verbrennungsmotor lebt bereits seit Jahren, wie ein Todkranker im Koma und nur die Technik hält ihn noch warm! Jetzt muss die Mikroelektronik her und ihn wieder beleben! Autos mit Verbrennungsmotoren aus dem 18 ten Jahrhundert - obwohl die Elektromotoren
dem Verbrennungsmotor fast grenzenlos überlegen sind - sind bereits vergoldet!
Die Zeit wird es beweisen, dass der Käufer schon wieder hinter das Licht geführt wird!
Man stelle sich vor, ein Opa, 85, lässt sich mit 180 Km/h, automatisch von München
nach Frankfurt donnern! Gigantische FehlEntwicklung, der jede Vernunft fehlt!
Kein sachlich denkender Ingenieur oder Physiker würde so eine Spielerei verantworten! Fehlentwicklung.

Gewöhnung

Die Erfahrung und Untersuchungen zeigen, dass sowohl im Alltag (Gedächtnis<>Google/Wikipedia) als auch besonders bei Autofahrten (Navi-Standard<>Orientierungsfähigkeit) die moderne Computertechnik/KI zwar bequem ist, jedoch der Fähigkeiten des Menschen, sich zu orientieren/erinnern (beides Intelligenzmerkmale) abträglich ist.

Was das Reagieren im Straßenverkehr betrifft, ist Übung und Gewohnheit – also Erfahrung – ein zentraler Faktor für die Vermeidung schrecklicher Unfälle.

Wenn man davon ausgeht, dass in 99% der Fahrzeit keine solche Risikosituation vorkommt, dann wäre beim autonomen Fahren idealerweise so gut wie nie ein Eingreifen nötig. – Dann aber fehlt dem Fahrer die notwendige Übung für das korrekte Reagieren völlig.

Geht das zu weit über den Tellerrand des geblendeten Verkehrsministers?

Das einzige was sinnvoll

Das einzige was sinnvoll wäre, ist ein automatisierter ÖPNV. Der individuelle Verkehr kann dann völlig wegfallen.

Laienhaftes Chaos

Ich habe Jahrzehnte im Computerbereich und hier vorwiegend in der Fehleranalyse gearbeitet.
Kann dieser möchtegern Verkehrsminister wenigstens eine Kaffeemaschine bedienen.
Was hier geschieht ist schlimm aber wird leider wohl irgendwann (hoffentlich nicht so schnell) Realität werden.
Hoffentlich muss/kann ich mir die Folgen dann von unten oder oben anschauen.
Da vertraue ich immer noch meinem 12 Jahre alten Auto und dem Fahrer, der immerhin seit 1968 unfallfrei fährt und dies bei hoher Jahres Kilometerleistung.
Aber wahrscheinlich muss erst wieder was dramatisches passieren, bis diese Technikblinden -verliebten -hörigen aufwachen.

Es gibt Dinge die braucht man

Es gibt Dinge die braucht man nicht!

Die Industrie will es nur aufschwatzen. Die Regierung lässt sich wieder einmal davon unterbuttern, dass es hier um ein "Geschäftsfeld" geht. Einfach Nein sagen ohne Wenn und Aber. Klarheit schaffen.

Selbstfahrende Autos dürfen die Firmen ja wie Spielkastensand erforschen, aber auf Teststrecken fern des normalen Verkehrs. Die Verkehrsteilnehmer kennen wir als Menschen. Ein Flaschenpfandautomat ist das eine, wo es um Sicherheit geht, sollte man keine Kompromisse zulassen. Solange Autos oder Räder auch von Menschen geführt werden, wird ein Computer niemals imstande sein, darauf jederzeit angemessen zu reagieren. Der Traum einen künstlichen Menschen zu schaffen, ist auch nur ein traum.

Zum derzeitigen Zeitpunkt Schwachsinn!

- Wer haftet denn, wenn das System von außen gehackt wird und ich fremdgesteuert werde?
- Wer haftet, wenn das System zwar einen Fehler anzeigt, ich also eigentlich wieder selbst das Steuer ergreifen müsste, aber gerade abgelenkt bin?
- Wer regelt die Geschwindigkeit?
- Können Wetterbedingungen einen Einfluss auf das System haben (z.B. Gewitter oder Starkregen)?
Etc. ...

M.M.n. sollte eine Auto IMMER handgesteuert werden. Wer das nicht möchte, sollte auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Ich möchte jedenfalls nicht durch computergesteuerte Fahrzeuge gefährdet werden. Dann steige ich doch lieber wieder auf´s Fahrrad um. Wobei ... wie sicher bin dabei, wenn ich im Stadtverkehr fahren muss?

Also ... vielleicht ein guter Gedanke, aber zum derzeitigen Zeitpounkt einfach noch nicht ausgereift bzw. nicht zu Ende gedacht.

Wann dürfen Computer Autos lenken?

so rationalisiert sich der Mensch weg .Computer fahren Autos kaufen Waschmaschinen füllen den Kühlschrank auf
überwachen den Staat etc ... wofür brauchen wir noch Menschen? im Moment ist alles Super aber der Preis ist die Freiheit das eigene Denken und Handeln.

@oldlindi

das sagte ich auch schon...nur noch CityAutos...die Dicken PS-Schleuder-Hersteller machen zu! Heulll...wie bewege ich mich mit Hayabusa und Ferrari zwischen den Schleichern?

Was sinnvolles tun

Ich finde es absolut cool, wenn man während der Autofahrt z.B. im Brummi, aber auch im PKW, etwas sinnvolles machen kann, wie im Internet surfen, Filme oder kurze Videos anschauen, Mails checken oder spielen. Das kann der Staat unmöglich verbieten.

@riewekooche

ich gebe Ihnen recht...ist mir passiert bei einem Überholvorgang: Reifenplatzer: nicht auszudenken wenn ich länger als 0,3 Sek. hätte warten müssen was der Autocomputer sagt.

@ heinzdecke

"Was bisher sehr ausgeblendet wird
ist die psychologische Komponente.
Das man theoretisch jederzeit praktisch
eingreifen kann und nach Signal des
System eingreifen muss, heisst nicht,
das der Mensch auch objektiv in der
Lage ist einzugreifen."

Ich denke schon, dass man praktisch jederzeit theoretisch eingreifen kann. In 99 von 100 Fällen ist es aber nicht sinnvoll als Mensch einzugreifen, da das System wesentlich besser und präziser reagiert, als ein Mensch. Also sollte man besser die Finger vom Lenkrad lassen.

@tada

Ich muss Ihnen widersprechen.

"Jeder Fahrer denkt für alle mit."

Das ist schlicht falsch. Dann würde es nicht Millionen Mittelspurblockierer und Nichtblinker geben.

" ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Computer das schaffen kann."

Die von Ihnen beispielhaft genannten Situationen würden teilweise mit Computerautos gar nicht erst auftreten bzw. von ihnen besser als von Menschen gelöst.

Schreckliche Vorstellung

dass ein Computerprogramm zukünftig ethische Entscheidungen treffen soll, in welche Gruppe das Auto im Extremfall steuert. Ich bin kürzlich mit einem guten Freund in der neuen C-Klasse mit Fahrassistenzsystemen auf der Autobahn unterwegs gewesen. Als ein Autofahrer vor uns die Spur wechselte, bremste die C-Klasse derart stark ab und zog sofort die Gurte an, dass ich fast einen Herzkasper bekam, wirklich erschreckend! Ich würde nie einem Auto mehr vertrauen als meiner Aufmerksamkeit und Übersicht- wer nicht mehr in der Lage ist, sein Auto zu steuern, sollte auf Bus und Bahn umsteigen oder ein Taxi nehmen

Die volle Automatisierung

Die volle Automatisierung haben wir dann erreicht, wenn LKW und weitere Zulieferfahrzeuge ohne Fahrer und PKW ohne Fahrer und Passagiere unsere Straßen verstopfen.

@m.s.

"Oder sich mit seinen Beifahrern zu unterhalten oder ein Buch zu lesen.

Das geht übrigens auch in Zügen ganz gut,"

Ein Buch in einem Zug lesen?
Ich hatte ein Jahr lang eine BahnCard 100 und bin danach kein einziges Mal mehr Zug gefahren. Und ich hoffe, dass ich es nie wieder machen muss. Es ist für mich schlicht und ergreifend eine der unkomfortabelsten Arten zu reisen, ganz einfach, weil ich auf engstem Raum mit wahnsinnig vielen fremden Menschen zusammengepfercht bin.

Ich freue mich jedenfalls sehr darüber, dass unsere Politik endlich anfängt, die Zukunft zu regeln. Denn auch in der Zukunft wird es millionen Autos geben. Die dann allerdings zum größten Teil vom Computer gesteuert werden wie jetzt schon Züge und Flugzeuge.

@ riewekooche

"Wenn bei Autobahngeschwindigkeit ein Reifen platzt, hat man sehr wenig Zeit, um zu reagieren (ich hatte das "Vergnügen" schon mal). Bis man sich gedanklich von Internet oder Mails getrennt hat, wenn der Alarm losgeht, ist es längst zu spät."

Völlig richtig. Wenn ein ABS oder ESP eingreift, hat ein Mensch sowohl gedanklich, als auch von der Reaktionszeit keine Chance, diese Systeme zu toppen. Die Elektronik reagiert auf den geplatzen Reifen im Rahmen des physikalisch möglichen wesentlich schneller und effektiver, als es ein Mensch könnte. Also ist es doch völlig falsch, eingreifen zu wollen. Sie können gar nicht so schnell entscheiden, welches Rad gerade wie stark gebremst oder gelöst werden muss.

@Thomas Wohlzufrieden

"Die Verantwortung für das Fahren muß immer beim Fahrzeugführer liegen."

Es ist egal, wie oft Sie das noch schreiben. Es wird ganz sicher anders kommen. Und deswegen ist es gut, wenn die Regierung sich endlich an die Regulierung macht.

Verlern-Effekt

Das Problem an der ganzen Halb-Automatisierung ist aber, dass der Mensch sich immer mehr abgewöhnt, bzw. verlernt, richtig Auto zu fahren und gerade in ohnehin schon seltenen Ausnahmesituationen korrekt zu reagieren. Man merkt ja schon bei einem Ampelausfall an einer mäßig frequentierten Kreuzung, wie plötzlich alle immer unsicherer werden und nicht mehr wissen, wie sie sich eigentlich zu verhalten haben – obwohl Schilder als Rückfallvariante an jeder Kreuzung stehen.

Haftungsfrage

Ich denke, ein Reifenplatzer ist kein passendes Beispiel für eine Situation, in der der Fahrer plötzlich eingreifen muss. Das reagiert der Computer im Zweifel schneller und besser. Zum Eingreifen wird das System vielleicht eher aufrufen, wenn es Schwierigkeiten bekommt, sich zu orientieren o.ä.

Zur Haftungsfrage: Vielleicht wäre es am sinnvollsten, das über die Versicherungsprämie zu regeln? D.h. jedes autonome Fahrzeug wird speziell versichert, und im Schadensfall ist dann die Schuldfrage gar nicht mehr relevant. Wenn beispielsweise Fahrzeug Modell XY in der autonomen Version 10% häufiger an Unfällen beteiligt ist, dann müsste der Beitrag einfach entsprechend angehoben werden. So wäre es auch ein Anreiz für die Hersteller, ihre Systeme immer weiter zu entwickeln, denn irgendwann werden die Versicherungen dann günstiger und sinken vielleicht sogar unter die Preise für die entsprechenden manuell gesteuerten Modelle.

Die Maschine ist immer im Vorteil

Mindestens 90% der Autofahrer/innen reagieren völlig falsch, wenn in einer Kurve das Heck des Wagens ausbricht und es kommt dadurch häufig zu Unfällen. Wer glaubt, er wird das schon hinbekommen, soll mal ein Fahrsicherheitstrainig absolvieren.
Ein Computer verhindert nach Möglichkeit das Ausbrechen und reagiert auf ein Ausbrechen wesentlich effektiver, als ein menschlicher Fahrer.

NIEMALS ... sollte die simple

NIEMALS ... sollte die simple Antwort lauten, denn damit gewöhnen sich die Benutzer daran und verlernen es selber zu tun. Einfachstes Beispiel ist da der Taschenrechner; wer kann heute denn noch im Kopf rechnen?

@Gnom

Sie haben sicherlich recht, dass viele Punkte noch offen sind. Das bestreitet auch niemand und u.a. deshalb gibt es auch noch keine vollautonomen Autos.
Aber
"im Falle eines drohenden Zusammenstosses mit einem Kind oder einer Mauer zählt für den Computer im Auto nicht der humane Faktor, sondern lediglich Schadensbegrenzung."
ist kein Argument. Denn das ist lediglich eine Frage der Programmierung. Und in dem von Ihnen genannten Fall auch noch eine Frage der Programmierung, die per Gesetz geregelt werden könnte.

@oldlindi

"Niemals würde ich auch nur eine Kopeke dafür hinlegen, dass ich ein Produkt (Auto) erwerbe, dass ich nicht selber fahren kann. Und ich denke, dass so millionenfach gedacht wird..."

Das mag ja sein. Aber es wird auch millionenfach anders gedacht.

Es wird Zeit brauchen,

aber irgendwann wird der Mensch einsehen, dass die Maschine dem Menschen haushoch überlegen ist, auch beim Autofahren.

@tagesard09

"Deshalb fahre ich lieber selbst, da weiss ich was als nächstes passiert. Das ist wesentlich entspannender und sicherer."

Das sehen Sie vielleicht jetzt noch so, weil Sie sich noch nicht umgewöhnt haben. Aber zum einen überschätzen Sie Ihre und unterschätzen die Fähigkeiten der Computer, und zum anderen gehen selbst die Versicherungen (die sich wirklich damit auskennen sollten) davon aus, dass es sicherer ist, wenn Sie nicht fahren.
(Bitte das "Sie" nicht persönlich nehmen. Ist ganz allgemein gemeint.)

@Gerhard Apfelbach

" Der Maschine die Verantwortung quasi überlassen ist Beihilfe zur fahrlässigen Tötung!"

Das ist, mit Verlaub, ganz schöner Unsinn, den Sie da geschrieben haben. Dann sollten Sie nämlich ganz schnell alle Fluglinien dieser Welt wegen massenhafter Beihilfe zur fahrlässigen Tötung verklagen.

Nein, umgedreht wird eher ein Schuh draus: Wer selber fahren will statt den Computer fahren zu lassen, sollte einen Risikoaufschlag zahlen. Und sehr wahrscheinlich wird es genau dazu früher oder später kommen. Einfach, weil der Mensch ein mehr oder weniger unberechenbarer Risikofaktor ist.

@ Rainer-Bergen

"...ist mir passiert bei einem Überholvorgang: Reifenplatzer: nicht auszudenken wenn ich länger als 0,3 Sek. hätte warten müssen was der Autocomputer sagt."

Ein Mensch hat eine Reaktionszeit von deutlich über 0,3 Sekunden, wenn er nicht vorgewarnt ist. Das kann man ja testen.
Der Autocomputer hingegen sagt gar nichts, er reagiert einfach, und zwar in weniger als 0,003 Sekunden. Und er tut zielgerichtet genau das, was physikalisch sinnvoll getan werden kann, um die Situation zu beherrschen.

"Der "schwarze Peter" bleibe

"Der "schwarze Peter" bleibe beim Autofahrer, kritisierte auch der Deutsche Anwaltverein. "Bei einer immer stärkeren Automatisierung des Straßenverkehrs wäre eine stärkere Einbeziehung der Hersteller in die Haftung nur konsequent", forderte Präsident Ulrich Schellenberg".

Wer, glaubt denn bitte der durchschnittsbegabte Bürger bzw. Wähler,....hat dieses Gesetz maßgeblich mitgestaltet bzw. hat Einfluss auf das Gesetzgebungsverfahren genommen, sich quasi maßgeschneidert ???

Natürlich wird die Haftung für die Hersteller erheblich begrenzt !

Augenwischerei !

Offenbar hat man schon vergessen das demnächst die StVO verschärft wird, damit Autofahrer selbst an der Ampel nicht mehr in ihr Smartphone tippen dürfen ! Und da sagt Dobrindt die Leute könnten zukünftig im Auto während der Fahrt ihre e-Mail checken ? Das passt nicht zusammen. Ich kann Ihnen sagen wann das selbstfahrende Auto kommt: sobald eindeutig alle Verantwortung dem Fahrer zugeschrieben wird, selbst bei technischen Problemen ! Alles andere wird weder von der Bundesregierung oder der Autoindustrie akzeptiert werden. Die "große Freiheit" am Steuer ist nichts als Augenwischerei. Ich brauche kein "selbstfahrendes Auto" - ich nehme mir lieber die Freiheit, selbst zu fahren.

@LifeGoesOn

Ich denke nicht, dass es zum derzeitigen Zeitpunkt Schwachsinn ist. Denn auch, wenn es im Moment noch nicht ausgereift ist, wird das selbstfahrende Auto in absehbarer Zeit kommen, und dann ist es gut, jetzt damit zu beginnen, die Regeln dafür festzulegen. Zumal dann die Hersteller auch bei der Entwicklung und den damit verbundenen Testfahrten wissen, woran sie sind.

"Können Wetterbedingungen einen Einfluss auf das System haben (z.B. Gewitter oder Starkregen)?
Etc. ..."

Insofern, als dass für das System "Computerauto" weder ein Gewitter noch ein Starkregen ein unlösbares Problem darstellen wird. Für das System "Mensch" sieht das ganz anders aus. Viele Exemplare dieses Systems kommen nämlich nach wie vor bei den von Ihnen genannten Wetterereignissen nicht einmal auf die Idee, das Licht einzuschalten.

Jedenfalls wird Ihnen zukünftig aller Wahrscheinlichkeit nach von den Computerautos weniger Gefahr drohen als aktuell von den menschengesteuerten.

Na ja ganz so schwarz darf man das nicht sehen

Reifenplatzer>Quatsch, es gibt doch schon jetzt überwachte Notlaufreifen. Da kommen ein paar mehr Sensoren an die Achse und der Computer erkennt, ob das Rad zu viel Spiel hat wackelt, vibriert etc. Was soll denn ein Mensch besser können als ein Computer?
Gar nichts, im Gegenteil ein Teil der Probleme werden dann sein die Fahrer die alte Autos haben und den Vollautomaten in die Parade fahren. Dann bleibt ein wichtiges Thema, wie soll sich ein Computer entscheiden, wenn ein Unfall unvermeidbar ist? Draufhalten, Ausweichmanöver und evtl. Unbeteiligte gefährden? Das der Fahrer selber schnell eingreifen kann/muss/soll ist eher Quatsch, bis er im Geschehen ist, ist der Unfall da. Das automatisierte Fahren wird die nächsten 20j nichts, weil nicht zuverlässig genug. Jeder Sensor und jedes Programm muss ja eigentlich 3 fach vorhanden sein, unabhängig voneinander, damit zwei sich gegenseitig überwachen und der dritte als Referenz läuft, um zu entscheiden welcher Rechner oder Sensor falsch ist.

Mannoman..

Das sind eine Menge Vorurteile.
Alleine die Tatsache das die Versicherungs Branche davon ausgeht das die Unfallzahlen SINKEN, sollte jeden der Skeptisch ist zu denken geben.
Das größte Umfallrisiko im Verkehr ist immer noch der Mensch! Eine Einschätzung die ich jeden Tag auf meinem Weg zur Arbeit immer wieder selber mache. Manchmal sogar durch mein eigenes Verhalten.

@ Pflasterstein

"Einfachstes Beispiel ist da der Taschenrechner; wer kann heute denn noch im Kopf rechnen?"

Nach meiner Beobachtung sind die Leute, die mit einem Taschenrechner wirklich umgehen können und wissen, was eine Wurzel oder ein Logarithmus tatsächlich ist, auch die besten Kopfrechner.

Dobrindtsche Wunschvorstellungen...

Analysiert man Unfallgeschehen, so wird deutlich, dass das unfallauslösende Verhalten ( sprich der letzlich auslösende Fahrfehler) in fast allen Fällen eine Sache von Sekundenbruchteilen ist. Natürlich gibt es beim Entstehen der Fahrfehlersituation die dazugehörige Vorgeschichte ( Geschwindigkeit, Abstand, Unaufmerksamkeit etc...), der dann absolut letztlich entscheidende Fahrfehler oder dessen fahrphysikalische Folgewirkungen
bleiben aber auch DANN eine Sache von "Augenblicken".

Wer Emails liest oder im Internet surft, hat seine Aufmerksamkeit definitiv nicht da, wo sie hingehört - nämlich auf der Straße und auf die Verkehrssituation, um eben im Falle des Technikversagens eventuell noch verhindernd eingreifen zu können.

Hinzu kommt, dass nicht nur EIGENE Fehler zu Unfällen führen können, sondern auch die falsche oder mangelde zeitliche Reaktion auf Fahrfehler DRITTER, die sich zeitgleich mit einem auf der Straße befinden.

Und dieser Faktor ist UNWÄGBAR.

@Pandor

"Manche vergleichen das mit dem schon stark automatisierten Fliegen. Der Vergleich ist aber nur auf technischen Gebiet sinnvoll, nicht bei der Haftung."

Tut mir leid, aber meiner Meinung nach ist es genau anders herum: Die Haftung lässt sich relativ einfach regeln über Gesetze und Versicherungen.
Dagegen ist es so, dass der (auch von mir gebrachte) Vergleich mit dem Fliegen gerade in technischer Hinsicht noch eher hinkt, weil das Autofahren eine für Computer wesentlich komplexere Situation ist als das Fliegen.

Aber wie gesagt: Die Haftungsfrage kann man regeln. Und so wenig ich von Herrn Dobrindt halte, so denke ich doch, dass es eine gute Idee war, damit anzufangen.

Kommt drauf an..

Wenn es eine Strecke ist,die das Auto (fast) täglich fährt..z.b. die 35 km Landstraße,die ich zur Arbeit fahre,dann ist ein automatisches Fahren durchaus denkbar..jedoch nicht abgelenkt,aber entspannt..

Bei unbekannten Strecken und viel Verkehr würde ich dies bleiben lassen..

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