Ihre Meinung zu: Brexit-Gespräche: Bürgerrechte als Verhandlungssache?

28. März 2017 - 10:47 Uhr

Bei Millionen Menschen wächst die Unsicherheit: Dürfen EU-Bürger künftig in Großbritannien bleiben und arbeiten wie bisher? Und umgekehrt fragen sich auch Briten in der EU, welche Rechte sie künftig noch haben. Von Kai Küstner.

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Kommentare

In GB bleiben und arbeiten , Der Markt regelt sich von allein

Dieses Problem regelt sich selbst.
Sobald die Arbeitsplätze fehlen beginnt die Völkerwanderung.
Banken und Unternehmen werden in der EU
ihre eigenständigen Hauptsitze schaffen und
den kleinen Markt in Smal Briten nur noch mit
Tochterunternehmen bestücken.

Als Brite in Deutschland

Als Brite in Deutschland gehöre ich zu den Millionen der Betroffenen und kann nur mit einer Kombination aus Scham und Wut zuschauen, wie mein Geburtsland mit meinen Familien- und Arbeitsverbindungen herumhantieren, als wenn sie nur als Druckmittel gegen die EU dienen sollte.

Mit den Behauptungen von meinen "Landmännern", dass es "alles gut wird", und dass Deutschland es "nicht wagen" würde, mich zu benachteiligen, nur weil ich einen britischen Pass besitze, reibt man mit solcher Ignoranz nur noch Salz in die Wunde. Dank Ignoranz sowie der weit verbreitete Gelbe-Presse-Bildung und Ausländerfeindlichkeit sehe ich jetzt meinen eigenen Lebensunterhalt hier in Deutschland in Gefahr. Auch mein Kind könnte eventuell nach Brexit nicht mehr ihre Großeltern dort besuchen, weil es eventuell zu teuer und zu bürokratisch wird, spontan nach GB zu fahren. Das sind nur einige Probleme, die mir bevorstehen.

In diesem Augenblick kann ich mich nur abgrundtief für mein Land schämen!

Wenn die Banken wegen Brexit

Wenn die Banken wegen Brexit Sonderregeln bekommen, sollten es auch die BÜRGER Sonderregeln geben. Für die ist das Ganze (Politik) schliesslich gemacht. Das vergessen im alltäglichen Geschäft die Politiker nur sehr oft.

Andererseits habe ich so einen Hals, dass ich es liebend gerne sehen würde, wie man die Banken mal zugrunde gehen lässt. Dass sie jetzt ausserhalb des Marktes keinen "Gewinn" mehr machen. Vielleicht wächst dann ja mal was gutes in dieser Welt empor.

Aber wetten, dass man die Banken über alle Maße begünstigt, und die Bürger nur gerade so, wie es dem Finanzsektor bzw. Banken passt? Stets wenn es um Politik geht, und dadurch entstehende wirtschaftliche Fragen, kommen sie alle schnell an, und beglücken die Wirtschaft. Wie lange der Bürger darauf warten müste.

Rund 4,5 Menschen im Ungewissen

Der fünfte ist sich nicht ganz sicher?

Ich denke, dass hier auch alle Beteiligten nachgeben werden. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Man lotet jetzt Handelspositionen aus und prüft, wer der Stärkere ist. Relativ albern, wenn man es so betrachtet.

Zentraler Punkt des Brexit

Ein zentraler Beweggrund für viele Briten, für den Brexit zu stimmen, war die Sorge vor der Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt durch viele EU-Bürger - die "Flüchtlinge" spielten hier keine Rolle, weil UK praktisch keine aufnimmt. Im UK leben schon sehr viele Menschen aus den ehemaligen Kolonien; das ist akzeptiert, denn es erinnert an die eigene Weltherrschaft. Aber Leute vom Kontinent, das geht gar nicht. Also kann die englische Regierung hier gar nicht nachgeben und wird die eigenen in der EU lebenden Bürger auf dem Altar des nationalen Hochmutes opfern. Und hoffen, dass die EU die (sehr hohen) Pensionen für die britischen Mitarbeiter brav zahlen wird. Hierzu besteht seitens der EU aber nur eine Verpflichtung, soweit auch UK sonst seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommt. Das will man aber nicht. Wenn ich britischer EU-Mitarbeiter wäre, würde ich mir langsam Sorgen machen.

lernen

die EU bürger müssen vor einem referendum viel intensiver, vor allem transparenter über vor und nachteile informiert werden.

auf der anderen seite können ja auch wiedereintritts anträge an die EU gestellt werden!?

Politische Kurzsicht

Diese Frage hätte mit Gründung der EU bereits geklärt sein müssen und vertraglich festgehalten.
Sie hätte geklärt werden können in dem Moment als der erste Kandidat evtl. aus der EU ausgetreten wäre, spätestens also als Schottland die Unabhängigkeit von GB wollte.
Sie hätte aller spätestens diskutiert werden müssen, als GB aus der EU austreten wollte und einen Termin für eine Volksabstimmung festgelegt hatte.
Von was für komplett inkompetenten, kurzsichtigen und ignoranten Politikern werden wir regiert, dass diese wichtige Frage noch immer nicht geklärt ist? Es wir zeit für eine neue Regierung, dieses "wir lassen es mal auf uns zukommen, und machen dann Flickschusterei" muss, MUSS!!!, ein Ende haben!

Wie wird es schon werden? Im

Wie wird es schon werden?
Im Grunde wird sich nichts ändern. Die Briten werden weiter von der eu profitieren, ohne einen einzigen Nachteil zu haben. Dafür wird Deutschland schon sorgen. Den lächerlich kleinen eu Beitrag der briten wird von deutschland ausgeglichen. Und weil england nichts mehr bekommt, wird Deutschland das Geld geben. Wir schaffen das.

"Rund 4,5 Menschen im Ungewissen"

Das geht eigentlich.

Ich hätte mit deutlich mehr Menschen im Ungewissen gerechnet, sagen wir mit 5,3 oder vielleicht 6, maximal 8 Menschen.

Wo ein Wille ist ist auch ein Weg..

in der Schweiz klappt das ja auch.

Wahrscheinlich wird es so etwas wie "Bestandschutz"geben und für zukünftige Einwanderer ,nach Interessenlage entschieden werden.

Die Einwanderung soll ja nach Medienberichten der Ausschlag für die Entscheidung für den Austritt gewesen sein,dann kann es ja nicht so bleiben wie es ist.
Man hat es immer noch nicht verkraftet das die Briten aus der EU raus möchten.
Jetzt werden schon Rechnungen aufgemacht,so tief sitzt der Stachel.

wie hoch die Forderungen auf beiden Seiten sind ist fraglich,weil jeder seine eigenen Berechnungen machen wird.

Kirche im Dorf lassen

Himmel. Man tut ja so, als müsse man sich gegenseitig das Leben zur Hölle machen.

Oder als würden am Stichtag alle Ausländer mit dem Katapult in die Heimat geschossen werden.

Echt jetzt.

Das mag dann etwas komplizierter werden, als zuvor, aber mal ehrlich: aus meiner Erfahrung in einer Personalabteilung kann ich sagen: Arbeiten im Ausland, Versetzungen ins Ausland etc... dafür braucht es keine EU.

Etwas mehr Papierkram. Ein paar Bescheinigungen mehr. Ja und häufigere Behördengänge.

Aber man tut ja gerade so, als sei die EU ein grenzenloser Arbeitsmarkt.
Nein. Als deutscher Staatsbürger braucht man in Frankreich trotz EU eine Arbeitserlaubnis.

Und meine Französisch-Lehrerin hat mir erzählt, dass sie hier erst mal unterschreiben musste, dass sie keine Sozialleistungen beantragen wird.

Natürlich. Die letzten Jahre haben bequem gemacht.
Aber: Expatriates gab es schon immer. Vor der EU, während der EU und wird es auch geben, wenn es die EU längst nicht mehr gibt.

Volk will Personenfreizügigkeit einschränken

Die Niederlassungsfreiheit ist kein universales Menschenrecht, da irrt sich der Herr Abbott aber ganz gewaltig. Da eines der Hauptargumente bei der Brexit-Abstimmung die Personenfreizügigkeit innerhalb der EU war, muss die britische Regierung hier auch klare Beschränkungen aushandeln. Denn nur so wird sie dem Volkswillen auch gerecht.

@Kaffee1337 @El Chilango

Vielen herzlichen Dank für den dezenten Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.

Beste Grüße
Die Moderation

um 12:22 von Kaffee1337

Volle Zustimmung. Gruß.

12:32 von Einerer

GB zahlt wenig ?
GB bekommt viel von der EU ?
Dann braucht D doch nichts bezahlen, im Gegenteil, die EU macht noch Gewinn !

Die EU ist schwach

Die EU ist schwach, und das sieht man beim Thema Brexit sehr deutlich. Das Ende muss hart für GB sein, alles andere wäre auf lange Sicht ein enormes Problem für die EU.
GB muss beim Brexit unbedingt deutlichen Schaden nehmen. Es kann nur das Ziel sein das GB in wenigen Jahren auf Knien an gekrochen kommt und um erneute Beitrittsverhandlungen bettelt. Alles andere ist ein Signal das die EU unwichtig ist und wird zwangsläufig zum Zerfall führen.

Zu den EU Bürgern in GB und umgekehrt... wer ist so dumm und wirft Fachleute aus seinem Land? Die EU wohl kaum, also können die Bürger aus GB sehr gerne in der EU bleiben. Auch GB ist nicht so dumm und will wirklich die Fachleute aus der EU aus dem eigenen Land werfen, das ist wie immer nur ein großer Bluff seitens GB, man sollte in der EU endlich mal aufhören auf den Quatsch hereinzufallen. Selbst wenn, mit den Fachleuten kommen dann auch die Firmen zurück in die EU, also gerne doch!

Bitte keine Tür zuknallen.

Wenn bei einer Trennung im privaten Bereich einer von Beiden oder gar Beide die Tür zuknallen und/oder eine Scheidung mit Schlammschlacht betreiben ist das schon schlecht. Erstens verbaut man sich so die Rückkehr und zweitens sehen oft Andere zu, merken sich dies und halten solche Menschen oft von sich fern. Aber da sind es private Entscheidungen, die oft nur einen selbst und den Anderen treffen - falls Mann/Frau nicht auf Kinder achten müssen.

Aber in diesem Fall betrifft es Millionen von Menschen für deren Wohlergehen die Politik verantwortlich ist?, jedenfalls sein sollte. Daher sollte Scheidung so geräuschlos wie möglich erfolgen und möglichst wenig negative Auswirkungen auf den Einzelnen Bürger haben.

Europa kann vor Kraft kaum laufen

Die Verselbständigung der Briten und der europafeindliche Populismus wirken wie Kraftfutter für die Gemeinschaft. Noch nie war auch dem zähesten Nationalisten so klar, dass es keinen Rückschritt geben kann. Dass die große Mehrheit der Europäer die Gemeinschaft will. Nicht nur die Politiker.
Die Briten hängen zwischen allen Stühlen. Besonders jetzt, da sie erkannt haben, dass der Erbverbündete USA nicht die sichergeglaubte Bank ist.
Europa wird sich des Südostens besinnen. Mit Bulgarien, Rumänien, Griechenland und den Balkan-Mitgliedern steht ein unglaubliches Potential in den Startlöchern. Mit dem Wegfall des Empire wird ein Vakuum erzeugt, in das sie ungehindert einströmen werden. In 20-30 Jahren - so viel Zeit braucht so ein Prozess - wird die EU so stark sein wie nie zuvor.
Dieses Selbstbewusstsein entsteht schon bald. Die britischen Bürger werden sehen, dass sich die Separation ihres Landes auf die Wirtschaft bezieht und nicht gegen die Bürger richtet. Welcome Britons!

Brexit sollte hart für Großbritannien

aber menschlisch für betroffene Bürger sein. Das wäre die richtige Mischung. Grundsätzlich glaube ich aber an die Intelligenz und den Eigennutzen der Briten, die sicherlich keine guten Fachkräfte aus Europa rauswerfen. Da wird es in jedem Fall eine Regelung innerhalb GB geben. Und wenn das erste Jahr ohne Helfer aus Polen die Ernte auf den Felder bleibt weil die Briten das nicht machen, dann wird auch wieder eine begrenzte Zahl an Arbeitskräfte ins Land kommen.

Aber warten wir mal ab, denn in Scheidungsverhandlungen wird häufig auch schmutzuge Wäsche gewaschen.

Ich frage mich immer, warum

Ich frage mich immer, warum die Sache mit dem Brexit so dramatisiert wird. Auch die Türkei genießt Vorteile der europäischen Wirtschaftszone. Meines Wissens herrscht dort jedoch keine Freizügigkeit von EU-Arbeitnehmern. Der Eindruck entsteht immer mehr, dass die EU mit GB ein Exempel statuieren möchte, damit es in Zukunft keine Nachahmer gibt. Das ist jedoch der falsche Weg und erinnert mich an Sandkastenspielchen. Was ist schon dabei, wenn ein Land einen anderen Weg gehen möchte? Es wird Zeit, dass die EU sich dahingehend verändert, dass die einzelnen Staaten mehr Freiraum bekommen. Der Mehrheitswille ist jedenfalls nicht ein politisch vereintes Europa.

@13:22 von Donidon

"Die EU ist schwach, und das sieht man beim Thema Brexit sehr deutlich. Das Ende muss hart für GB sein, alles andere wäre auf lange Sicht ein enormes Problem für die EU.
GB muss beim Brexit unbedingt deutlichen Schaden nehmen. Es kann nur das Ziel sein das GB in wenigen Jahren auf Knien an gekrochen kommt und um erneute Beitrittsverhandlungen bettelt. Alles andere ist ein Signal das die EU unwichtig ist und wird zwangsläufig zum Zerfall führen. "

Was soll das denn?
Kindergarten?
Du böser, du willst nichtmehr nach meinen Regeln mitspielen dann hetze ich all meine Freunde auf dich?
Was sind das den für Manieren?
Soll das die zivilisierte EU sein?
Na dann gute Nacht.

Danke für die Demonstration, UK

Man sieht am Brexit und seinen Folgen sehr schön, was zwischen den europäischen Ländern so abgehen würde, wenn die EU sich tatsächlich auflösen würde. Alle, die sich immer über die Nachteile der EU beklagen, sollten mal darüber nachdenken, welche Nachteile es gäbe, wenn es die EU nicht mehr gäbe. Und dieses Theater mit England fängt jetzt erst an. Da wird noch sehr viel schmutzige Wäsche gewaschen werden und letztlich wird sowohl England als auch die anderen europäischen Länder nichts als Nachteile haben.

Und all das nur, um einmal mit der Faust auf den Tisch geschlagen zu haben. Irrsinn.

Im März soll also der Austritt Englands aus dem EU-Moloch beginn

Wir Spötter könnten Unrecht bekommen, denn nun hat die englische Regierung verkündet, daß sie im März Anno 2017 tatsächlich den Austritt Englands beim EU-Moloch beantragen will. Bis dahin wird freilich noch viel Wasser die Themse hinabfließen und schon jetzt zeichnet sich ab, daß der Austritt Englands ein ziemlicher Schlag ins Wasser werden dürfte: Die englische Regierung will nämlich das EU-Unrecht in englisches Recht verwandeln und verspricht den Engländer allenfalls einzelne Änderungen am Sankt Nimmerleinstag vorzunehmen. Dies überrascht nicht, stellt doch nicht die englische Unabhängigkeitspartei, welche die treibende Kraft hinter der Volksabstimmung gewesen ist, die englische Regierung, sondern diese wird von den englischen Scheinbewahrern gestellt, die mit der Volksabstimmung eigentlich der besagten Unabhängigkeitspartei den Wind aus den Segeln nehmen wollte. Spannend ist nun vor allem die Frage, womit sich England den Zutritt zum Markt des EU-Molochs wird erkaufen müssen...

Ich verstehe hier viele nicht.

Ein EU Land hat sich dazu entschieden aus der EU auszutreten und wieder eigene Wege zu gehen.
Und viele denken nur daran diese Entscheidung zu kritisieren und zu fordern dieses Land zu strafen, isolieren, usw.
Was haben wir doch für gehässige Menschen.
Anstatt eine Lösung zu suchen mit der alle gut leben können, haben diese nur Missgunst im Sinn.
Und von welschen Popolisten wird diese gelenkt?!

Ach Emil66 ...

... lass uns statt der Schelte auf Leute, die sich die Mühe gemacht haben, ihren Standpunkt zu äußern, doch an deinen Vorschlägen für das weitere Verhalten einer Rest-EU teilhaben.

Es gab immer Veränderungen

und
den kleinen Markt in Smal Briten nur noch mit
Tochterunternehmen bestücken.
Zitat:
Aber es kann auch umgekehrt sein, weil plötzlich die überbordenden Gängelungen der EU fehlen, ist Gb plötzlich hochatraktiv.
Und wie sagt der Kölsche:
Et hät noch immer jutjegonne.

Sache ist doch eindeutig,

Brexit heisst Brexit und alle damit verbundenen Konsequenzen. Wenn sich GB jetzt das Sahnestück (Personenverkehrsfreiheit) heraussuchen will, damit in der EU lebende Engländer dort bleiben dürfen, ist das unfair und wird Nachahmer produzieren. Dann sollte Deutschland auch sofort aus der EU austreten unter dem Vorbehalt, sich alle Vorteile zu sichern und sämtliche Verpflichtungen abzulegen. Sowas ist kein geeintes Europa. Man kann nicht Europa häppchenweise verteilen und jeder sucht sich raus, was für sich am Besten ist. Europa gibt es nur als Ganzes oder gar nicht! Deshalb ist auch ein Europa mit zwei Geschwindigkeiten unsinnig.

@13:30 von Klara Rinnsal

"...In 20-30 Jahren - so viel Zeit braucht so ein Prozess - wird die EU so stark sein wie nie zuvor....."
#
#
Schönes Wunschdenken und totales ausblenden der Realität.
Die Länder verschulden sich trotz Null Zins immer mehr, einige Länder müßten in der freien Wirtschaft insolvenz anmelden.
Die BRICS werden in wenigen Jahren den Takt für den Globalen Handel vorgeben, leider will die EU mit einem dieser Länder keinen Handel mehr betreiben.
Ich wünsche unseren Kinder das Sie recht haben, die Vorzeichen sehen aber anders aus.

Am 28. März 2017 um 12:04 von BumblingBrite

ich denke Sie können sich entspannen, Deutschland wird nichts gegen die Briten die in Deutschland sind irgend etwas unternehmen. Und Deutschland hat auch kein Interesse ein schlechtes Verhältnis mit GB zu haben, hängt zu viel Export dran.
Und Deutschland soll ja den Vorreiter in der EU machen und deshalb wird in die richtigen Bahnen gelenkt.

Was die EU Barden jetzt machen ist ein wenig Säbel-rasseln aus dem Frust heraus.

Cool bleiben, nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird, ist wie mit dem Schulz Hype.
Viel in den Medien aber es wird auch wieder normal und ruhiger.

Gruß

Nochmal: Buergerrechte u. Menschenrechte keine Verhandlungsmasse

Nochmal:

Abbot hat mit dem hier:

Doch nun ist fraglich, ob das so bleiben kann. "Das macht mir wirklich Sorgen. Ich bin mit einer Französin verheiratet, meine Eltern, die Briten sind, leben in Frankreich. In meiner Familie weiß niemand genau, was passieren wird", sagt Abbott. "Null Klarheit" gebe es derzeit über die Frage, welche Rechte in der EU lebende Briten künftig genießen werden, beklagt er.

absolut recht. Genauso ist es. Menschenrechte und Buergerrechte sind unteilbar, unverhandelbar und unveräußerlich und gelten fuer und gegen alle Menschen gleichermaßen.
Ergo: hier in der EU lebende Briten muessen die gleichen Rechte haben wie die EU-Buerger und in England lebende EU-Buerger muessen dieselben Rechte haben wie EU-Buerger.

Hier duerfen keine Unterschiede gemacht werden. Der Brexit ändert daran nichts. Menschenrechte und Buergerrechte sind keine Verhandlungsmasse!

@13:44 von Klara Rinnsal

Einfach so handeln wie es zivilisierte Menschen tun.
Den Austritt verhandeln, das weitere zusammenarbeitet oder anders wo man zusammen arbeiten möchte regeln, verhandeln und wo man nicht mitmachen will lässt man es.
Aber bitte alles ohne Missgunst und der Gleichen.
Da geht es um Fischereirechte, um Öl, um Agra Handel, Zölle und vieles mehr.
Aber bitte bitte sachlich, unvoreingenommen und friedlich.
Ist für zivilisiert machbar, nur Populisten haben damit Probleme.

Bürger oder Ausländerrechte

Es geht hier eindeutig um Ausländerrecht und nicht Bürgerrechte. Bitte keinen falschen Eindruck erwecken.

@Emil66 - Was haben wir doch für gehässige Menschen

Die Populisten wollen die EU Zerstören,
fordern einen harten Brexit und sind dann
wenn die Briten kommen.
Die ersten welche diese dann als Wirtschaftsflüchtlinge betitulieren.

@Emil66 13:44

Jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern. Wenn es die Meinung vieler ist, dass diese Entscheidung für den Brexit falsch war und Großbritannien bestraft, isoliert werden muss, dann ist es so. Sie vergessen ganz schnell wie gehässig die Brexit Seite gegenüber der EU war und gegenüber uns EU Bürgern und alles und jeden diffamiert hat der eine andere Meinung hatte. Respekt gab es im Leave Lager nicht und daher sollten diese Leute auch keinen Respekt entgegengesetzt bekommen. Missgunst? Das ist ja wohl ein großer Scherz. Worauf soll man bitte neidisch sein? Großbritannien hat sich mit der Entscheidung für den Brexit sein eigenes Grab geschaufelt. Schottland wird aus dem Königreich austreten und wenn man nicht Vernunft annimmt in London wird Belfast bezw Nordirland folgen.

England kann die Einwanderung gar nicht eindämmen

Von daher ist zu diesem Punkt:

Auch wenn es derzeit kaum vorstellbar scheint, dass man sich in diesem Punkt überhaupt nicht einigt - verkompliziert wird die Sache zweifelsohne dadurch, dass eines der Hauptversprechen der Brexit-Wahlkämpfer lautete, man würde "Kontrolle über die eigenen Grenzen" zurückgewinnen und die EU-Einwanderung eindämmen.

mit Blick auf die UN-Menschenrechts-Charta und die EU-Grundrechte-Charta festzustellen, dass England genau dass hier nicht machen kann, weil alle Menschen die gleichen Grundrechte und Freiheiten haben und auch England kann das nicht negieren und daher kann England die EU-Einwanderung nicht eindämmen.

Genau aus diesem Grunde möchte ich NICHT, dass es bei diesem Brexit zu schmutziger Wäsche kommt, sondern dass man hier anständig miteinander umgeht und dass die Menschenrechte und die EU-Grundrechte auch danach wechselseitig akzeptiert werden und auch gueltig bleiben.

@Emil66

Das hat rein gar nichts mit Kindergarten zu tun!

Was meinen Sie würde passieren, wenn der Brexit "soft" ( also Streichung fast aller Verpflichtungen, aber weiterhin die relevantesten Vorteile behalten dürfen) über die Bühne geht?
Das wäre Wasser auf die Mühlen sämtlicher EU Kritiker in den anderen Mitgliedsländern.

Was Europa/die EU meiner Meinung nach jetzt dringend braucht, ist Glaubwürdigkeit und eine Politik mit Konsequenz.

@Juergen 13:29

Sorry aber so wie sich das Leave Lager verhalten hat gibt es keine andere Option als die Tür zuzuknallen und eine Scheidung mit allem mit allem drum und dran. Dies mag hier einigen Foristen die gerne die EU scheitern sehen wollen nicht gefallen, aber die EU muss knallhart bleiben. Keine Zugeständnisse für GB und ein knüppelharter Brexit. Die Briten haben erst mal riesigen Probleme an der Backe und nicht die EU. Man muss alle Verträge neu aushandeln, denn die sind von der EU ausgehandelt und dann ungültig. Es wird sicher ein Heidenspaß für die Briten mit Herrn Trump neue Verträge auszuhandeln. Wer glaubt, dass Trump die Verträge zu Gunsten der Briten und zu Ungunsten der USA aushandeln wird, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

@Emil66 13:34

Hätte sich das Leave Lager und die Brexit Befürworter wie Farage normal verhalten, dann wäre ein geräuschloser Abgang möglich. Sie haben sich aber nicht normal verhalten und anstatt dessen die EU und ihre Bürger diffamiert. Mit Kindergarten hat dies nichts zu tun, wer meint EU Bürger und die EU zu beleidigen muss eben mit den Konsequenzen leben. Wir bestimmen die Regeln, denn ein Mehrheit der Briten wollte aus der EU austreten und nicht andersherum. Daher gelten auch unsere Regeln, ob dies Ihnen und anderen Brexit Freunden gefällt oder nicht. Unzivilisiert und unmanierlich war die Art mit der Brexit Befürworter mit Dreck um sich geworfen haben vor dem Referendum. Wer also mit Dreck wirft muss sich nicht wundern, wenn er später selbst richtig was abbekommt.

@tagesschlau2012 13:53

Ob die BRICS irgendeinen Takt vorgeben muss abgewartet werden oder sind Sie jetzt Hellseher? Zudem gehört doch China zu den BRICS und mit China will die EU Handel betreiben, genauso mit anderen BRICS Staaten wie Brasilien, Südafrika gleiches gilt für Indien. Es gibt einen einzigen BRICS Staat mit dem man derzeit handelstechnisch nicht viel zu tun haben will und dies ist Russland. Wenn Sie also Dinge behaupten überprüfen Sie doch bitte deren Richtigkeit.

@BumblingBrite

ihre persönliche Situation tut mir sehr leid,
in ihrem Interesse hoffe ich, dass die von ihnen erwähnten yellow-press Anhänger möglichst schnell merken wie sehr sie sich selbst ins Knie geschossen haben.

Denn was wohl unbestritten ist, ist dass Isolationismus in einer durch und durch globalisierten Welt wenigstens wirtschaftlich sehr große Probleme erzeugt.

Ich bin absolut kein Wirtschaftsexperte, aber ich bin trotzdem der Meinung, das England noch vor 2025 den Wiederbeitritt beantragen wird.

@um 14:22 von Demokratieschue...

"mit Blick auf die UN-Menschenrechts-Charta und die EU-Grundrechte-Charta festzustellen, dass England genau dass hier nicht machen kann, weil alle Menschen die gleichen Grundrechte und Freiheiten haben und auch England kann das nicht negieren und daher kann England die EU-Einwanderung nicht eindämmen."

Da Sie in gefühlt jedem zweiten Kommentar die Niederlassungsfreiheit als Bestandteil der UN-Menschenrechtscharta bezeichnen: Das ist schlicht und einfach falsch!

Artikel 13 (Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit)
- Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.
- Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.

Hier steht aber so gar nichts davon dass ein Staat verpflichtet ist einen Bürger eines anderen Staates aufzunehmen.

Aja, und EU-Grundrechte und solches Zeugs gilt für GB nach dem Austritt selbstverständlich nicht mehr. Ist ja dann kein EU Mitglied mehr.

"It's not as bad as it looks

"It's not as bad as it looks like - it is worse". Dieser- typisch britische - sarkastische Spruch englischer Freunde kommt mir in den Sinn, wenn ich an den Brexit denke. Die völlig rückwärts gewandte Mrs. Thatcher (pardon May) auf der einen Seite, EU Apparatschiks auf der anderen. Das kann garnicht gut gehen.

Wo ist eigendlich das Problem?

Deutsche Unternehmer gehen in die USA, werden US-Bürger oder bleiben Deutsche.
Umgekehrt genauso.
(Interessant dabei ein Unternehmer, der US-Bürger wurde, es gern noch ist, obwohl er weltweit US-Steuern bezahlen muß)
Die USA ist KEIN EU-Mitglied. Trotzdem hört man aus dieser Ecke kein Jammern.
Ähnlich sieht es mit anderen Ländern aus. Vieleicht hat sich hier eine Bequemlichkeit breitgemacht, die eigentlich nichts mit den ständigen Reden von Globalisierung zu tun hat.

ändern,,,

sich die Verhältnisse fallen solche Sachen wie EU-Bürger in Great Britain natürlich weg...das ist doch klar...und von den Wählern so gewollt...alles andere ist Kindergarten und sehr unglaubwürdig...

@ Demokratieschue...

"Ergo: hier in der EU lebende Briten muessen die gleichen Rechte haben wie die EU-Buerger und in England lebende EU-Buerger muessen dieselben Rechte haben wie EU-Buerger."

Die Rechte der EU-Bürger der einzelnen Mitgliedsländer definieren sich selbstverständlich daran, ob ein Land Mitglied ist oder nicht. (Besitz eines Passes vorausgesetzt)
Wenn GB nicht mehr Teil der EU ist, entfällt auch das Niederlassungsrecht von Briten in der EU, wie auch das Niederlassungsrecht von EU-Bürgern in GB.
GB hätte damit die volle Kontrolle seiner Grenzen zurück und hat hierfür auch einen Preis zu bezahlen.
Das hat mit der Einhaltung von Menschenrechten nichts zu tun. Niederlassungsfreiheit in einem fremden Staat ist kein "Menschenrecht".

Es geht hier vor allem um Arbeitsmigration nicht um Asyl.
Ich darf Sie aber daran erinnern, dass es u.a. das "liberale" Schweden ist, welches im Hinblick auf die Möglichkeiten des Landes, die Genfer Flüchtlingskonvention nicht mehr einhält.

Drohkulisse?

Wo ist das reale Problem? Die Schweiz und Norwegen sind auch nicht in der EU und trotzdem arbeiten in den beiden Ländern viele Deutsche und umgekehrt habe ich noch nie gehört, dass Schweizer oder Norweger ein Problem haben, nach Deutschland zu kommen. Es leben und arbeiten auch US-Amerikaner, Australier usw. in allen möglichen Ländern, auch in Deutschland.
Warum sollte das nach einem Brexit nicht möglich sein.
Ich glaube kaum, dass die Briten nach einem Brexit alle aussperren. Vor dem Brexit wurde viel über viele Einwanderer aus den osteuropäischen EU-Länder in GB gejammert. Die betrifft das vielleicht stärker als einen deutschen Banker. Aber auch nur, wenn dann in GB nicht plötzlich die Arbeitskräfte fehlen.
Für die Banken wurde ja gestern auch schon eine pragmatische Übergangslösung für´s Zocken gefunden.

Dass diese ganze

Dass diese ganze Arbeitnehmerfreizügigkeit so derart hochgehängt wird, geht doch völlig an seiner eigentlichen Bedeutung vorbei.
Von allen EU Bürger arbeiten lediglich 3% nicht in ihrem Heimatland.
Oder anders ausgedrückt: Würde man die ach so tolle Freiheit, seinen Arbeitsplatz in der EU frei wählen zu dürfen abschaffen, würde sich für 97% der Menschen rein gar nichts ändern....

Grossbritannien lebt unter

Grossbritannien lebt unter anderem vom Tourismus. Deshalb wird es nicht möglich sein das Land "abzuschotten", weshalb auch für Menschen die dort arbeiten eine einfache Regelung gefunden werden wird und MUSS. Einige Bereiche der Wirtschaft sind ja von ihren ausländischen Arbeitern geradezu abhängig.

stupid stupid stupid

Auf einem Plakat in London stand:
Brexit is vandalism

Irgendwann werden die Engländer einsehen, dass es besser wäre, in einem Team zu spielen, statt Königin Victoria für unsterblich zu halten.

Ich hoffe nur, dass dieser Prozess der Einsicht nicht zu viel Leid auslöst.

... und das alles nur wegen der unverbindlichen "Konsultation" zur Erhaltung des Jobs für Cameron, Geschichte kann so gruselig sein!

@um 12:04 von BumblingBrite

"Auch mein Kind könnte eventuell nach Brexit nicht mehr ihre Großeltern dort besuchen, weil es eventuell zu teuer und zu bürokratisch wird, spontan nach GB zu fahren."

Das ist Jammern auf hohem Niveau und Anspruchsdenken. Früher sind wir von Berlin nach Westdeutschland gefahren und mussten stundenlange Wartezeiten in Kauf nehmen UND HABEN ES AUCH ÜBERLEBT. Vielleicht sollte die "Billigflug-Gesellschaft" sich mal wieder an eine andere Art des Verreisens gewöhnen anstatt "eben mal kurz rüberzuhüpfen".

Grossbritannien ist eine Insel und genau dies sollte man auch "erleben" wenn man dorthin reist. Die Bequemlichkeit billiger Flugreisen ist ja auch ein Faktor in der globalen Erwärmung ... und da müsste man eben auf "seltener aber dafür intensiver" umschalten.

hauptsache Horrorszenarien produzieren

es werden Verträge mit den Briten ausgehandelt ... gut ist es
haben wir Probleme mit der Schweiz oder den Norwegern ?
warum soll es mit den Briten nicht ebenso funktionieren

Dass jetzt nicht gleich klar

Dass jetzt nicht gleich klar gemacht wird, dass alle EU-Bürger, die sich bereits in GB niedergelassen haben, dort auch bleiben dürfen (und auch andersherum) hat wohl einen einfachen Grund: Solche Äußerungen könnten einen regelrechten Run erzeugen, bei dem viele Osteuropäer es so gerade noch schaffen wollen, Bleiberecht in GB zu ergattern. Genau diesen Zuzug wollten die Brexit-Befürworter aber unterbinden.
Dieser Brexit, bei dem ja relativ deutlich ist, dass die Wähler vor dem Referendum heftig belogen wurden, ist für mich ein eingängiges Beispiel dafür, wie problematisch Volksentscheide sind. Ein anderes solches Beispiel läuft gerade in der Türkei. Da die Mehrheit im Parlament nicht hinreichend groß ist, um die von Erdogan gewollte Verfassungsänderung beschließen zu können, hält er ein Referendum ab, bei dem dann die einfache Mehrheit (50% + x) reicht. Im Wahlkampf kann er dann hinausposaunen, was auch immer er will, wenn er es nur schafft, die Stimmung für sich zu gewinnen.

@15:49 von HamburgerHumanist - "Nur" 3 %

"Dass diese ganze Arbeitnehmerfreizügigkeit so derart hochgehängt wird, geht doch völlig an seiner eigentlichen Bedeutung vorbei.
Von allen EU Bürger arbeiten lediglich 3% nicht in ihrem Heimatland.
Oder anders ausgedrückt: Würde man die ach so tolle Freiheit, seinen Arbeitsplatz in der EU frei wählen zu dürfen abschaffen, würde sich für 97% der Menschen rein gar nichts ändern...."

Hochgerechnet auf die Anzahl der Menschen die es betrifft sind 3 % ziemlich viele.

Und - bei einer Wahl mit einer Wahlbeteiligung von 60 % entsprechen 3 % der Wahlberechtigten 5 % der abgegebenen Stimmen. Bei einem Mehrheitswahlrecht wie in GB können diese 3 % sogar leicht die kompletten Machtverhältnisse umkehren.

"Nur 3 %" trifft es also nicht ganz...

Verständnis

Ein bißchen weniger Zuzug von EU-Bürgern und alles andere bleibt beim Alten. Diese Bürokratie hilft nur den Behörden.

Ohne "Wenn" und "Aber"!

Die Briten haben für den Brexit gestimmt, "jaa, wir wollen nicht dauernd nach Brüssel Kohle abdrücken". Als ihnen dann bewusst wurde: Dann ist auch nix mehr mit Teilhabe an den "Segnungen" der EU und vor allem mit der Teilnahme am EU-Binnenmarkt: "...jaaa, soooo war das doch gaaar nicht gemeint, können wir nicht einfach nochmal abstimmen, bis es so ist, wie es uns passt: Weiter Fördermittel, weiter Binnenmarkt - aber eben nicht mehr nach Brüssel löhnen?" - Nein, wieso sollten sie? In einen gemeinsamen Topf, muß jeder was reinwerfen, damit auch jeder was rausholen kann! Sie haben sich entschieden, und punkt. Den Blick zurück in die Zeit VOR der britischen EU-Mitgliedschaft - ich sage nur "British Elend", als Beispiel - hätte man sich VOR dem Referendum überlegen sollen! Und genausowenig gibt es Grund, den britischen Banken entgegenzukommen. Entschieden ist entschieden! Wem die Schei... passt - der trägt sie gefälligst auch!

americafl, 13:16

||@ 12:32 von Einerer

GB zahlt wenig ?
GB bekommt viel von der EU ?
Dann braucht D doch nichts bezahlen, im Gegenteil, die EU macht noch Gewinn !||

=D
So manch einer(er) hat's halt nicht so mit der Logik und der Mathematik ...

@15:38 von dr.bashir

"Wo ist das reale Problem? Die Schweiz und Norwegen sind auch nicht in der EU und trotzdem arbeiten in den beiden Ländern viele Deutsche (...) Es leben und arbeiten auch US-Amerikaner, Australier usw. in allen möglichen Ländern, auch in Deutschland."

Die Schweiz und Norwegen profitieren von der Freizügigkeit der EU, diese wird von UK jedoch abgelehnt und ist ein wichtiger Austrittsgrund gewesen.

Vor dem Hintergrund, dass viele Briten massiv von diesen Vorteilen profitieren (vielfach aber gar nicht am Brexit-Referendum teilnehmen durften, wie z.B. Teile meiner Verwandschaft) ist das ein interessantes Pfand für die Verhandlungen. Ganz auf die Freizügigkeit verzichten will man in UK wohl nicht - der Preis wäre zu hoch.

Bei einem harten Brexit würden alle Briten erstmal ihre Arbeitserlaubnis verlieren und ein (Arbeits-)Visum benötigen. Darauf haben sie keinen Rechtsanspruch. Möglich bleibt die Arbeit hier natürlich weiterhin - es bedeutet nur mehr Aufwand und Reibungsverluste.

@15:49 von HamburgerHumanist

"Würde man die ach so tolle Freiheit, seinen Arbeitsplatz in der EU frei wählen zu dürfen abschaffen, würde sich für 97% der Menschen rein gar nichts ändern...."

Ja, und 15,3 Millionen Menschen stünden plötzlich ohne Job da.
Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist zum Einen für Unternehmen interessant die Spezialisten suchen - die sind nur begrenzt verfügbar. Zum Anderen ist sie z.B. auch für Menschen interessant in denen der Heimatmarkt auf die Nase gefallen ist (z.B. spanische Baubranche)

Die Auswirkungen der Abschaffung würden mehr als 3% der Bevölkerung betreffen - auch wenn viele nur indirekt betroffen wären.

12:28 von Kessl

"Politische Kurzsicht"

Bitte, seit wann ist die EU verantwortlich für die Austrittsprobleme von GB?
Vollversorgung, damit jeder zu jeder Zeit durchgeplant und organisiert ein- und austreten kann?
Unsere Politiker hätten an der Stelle nicht mehr "alle Tassen im Schrank". Dann dürfte man sie als vollkommen inkompetent bezeichnen.

@16:07 von Johannes48

"Dass jetzt nicht gleich klar gemacht wird, dass alle EU-Bürger, die sich bereits in GB niedergelassen haben, dort auch bleiben dürfen (und auch andersherum) hat wohl einen einfachen Grund: Solche Äußerungen könnten einen regelrechten Run erzeugen, bei dem viele Osteuropäer es so gerade noch schaffen wollen, Bleiberecht in GB zu ergattern."

Wäre das der Fall könnte man den Stichtag für das Bleiberecht in die Vergangenheit verlegen. Im Nachhinein nach GB zu ziehen wäre damit nicht mehr relevant.

Ich denke, dass man dieses Stück Verhandlungsmasse einfach nicht aus der Hand geben will ohne etwas dafür zu bekommen.

12:47 von schaunwamal

Lieber schaunwamal,

Mitgleid in der EU bedeutet nicht nur Kuschelhof, sondern knallharte Verpflichtungen, die die einzelnen Staaten füreinander eingehen. Und die sind nun mal vertraglich geregelt.
Was würden Sie denn sagen, wenn ein Vertragspartner, mit dem Sie langfristig geplant haben, plötzlich keine Lust mehr hat, und all die vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen will?
Noch einfacher folgende Annahme:
Sie vermieten eine Mietwohnung und plötzlich will der Mieter ausziehen. Dann wollen Sie ja auch die Planungssicherheit, indem der Mieter sich an die Regel hält, die entstehenden Kosten im Kündigungszeitraum zu tragen.
Also,was soll das Gemecker? Das ist Vertragswerk und kein phsychologisch motivierter Racheakt.

Das Problem haben die Rechtspopulisten verursacht!

Die Idee eines Brexit war die Idee von Rechtspopulisten.

Eine der wichtigsten Forderungen war die Begrenzung der innereuropäische Zuwanderung.

Hier zeigt sich, dass davon Abermillionen betroffen sind und viele zu leiden drohen, wenn diese Forderung in die Tat umgesetzt wird. Helfen wird das niemandem, ganz im Gegenteil!

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