Kommentare

Das Tragen eines Kopftuchs ist nicht nur ein religiöses Zeichen,

sondern wird auch mit einer bestimmten Gesellschaftsform verbunden. Und diese ist, so wie sie bei Muslimen in weiten Teilen verstanden und gelebt wird, mit der laizistischen Lebensweise in freiheitlich demokratischen Gesellschaften nicht kompatibel( Stichwort: Scharia ). Insofern sollten Muslime schon aus eigenem Interesse darauf verzichten. Dies würde dazu führen, dass die Anfeindungen gegen ihre Trägerinnen und letztlich gegen Muslime allgemein zurückgehen würden, da dies als Rücksichtnahme gegenüber Andersgläubigen verstanden werden würde. Und das würde das Zusammenleben erheblich erleichtern.

@um 11:40 von Garfield215

Gut, dann sollen bitte die Nonnen auch keine Kopfbedeckung mehr tragen und Sonntags sollen die Kirchenglocken nicht läuten, das stört mich am Schlaf, den ich mir bis zum Wochenende hart verdient habe. Was Anfeindung betrifft, da denke ich kaum das sowas helfen würde, schließlich ist Religion nicht irgendwas, das man selber alles entscheidet ohne das es vorgeschriebene Regeln gibt, die man einzuhalten, wer sich anfeindet der sit selber schuld und muss dann eben damit rechnen das die andere Seite auch feindlich handelt, einfache Kiste: Wer mich nicht akzeptiert, den akzeptiere ich auch nicht. Wie hätten Sie es den mein Herr und Gebieter am liebsten? Sollten die Muslime gar Miniröcke tragen? Wenn ja in welcher Farbe?

Ein Kopftuch ist also etwas

Ein Kopftuch ist also etwas böses "religiöses"

Kann man dies mal bitte all den CHRISTLICHEN Frauen in den Südeuropäischen Ländern sagen - die so ein Kopftuch NICHT nur in der Kirche tragen??

DANKE!!

Kult und Religion

Für manche ist Rasta Kult und Religion, dürfen dann diese auch keine mehr tragen? Andere haben Tatoos die fast über den ganzen Körper gehen und verschiedenste Motive anzeigen, was ist damit? Manche tragen ein Kreuz um den Hals, der muss auch abgenommen werden? Warum war das denn vorher kein Problem und muss nun als solcher herhalten?

Tatsächlich nicht nur ein religiöses "Zeichen"

Mir hat mal eine Muslimin den Sachverhalt mit dem Kopftuch folgendermaßen erklärt: In ihrem Kulturkreis seien entblößte Haare vergleichbar mit entblößten weiblichen Brüsten, in vielen (nicht in allen!) Kulturkreisen ein sexuell bedingtes No Go. Für mich nachvollziehbar, da lange Haare tatsächlich eine sexuelle Wirkung haben können. Also: Frage: würde eine westliche "aufgeklärte" Frau in einigen Regionen, z. B. in der Südsee, irgendwo in Afrika oder im Amazonas, wo tatsächlich Frauen oben ohne herumlaufen, nicht trotzdem ein Oberteil tragen (vielleicht auch, weil es ihr Mann so möchte)? Selbst wenn sie dann als "unterdrückt" gelten würde? Ich finde, jeder sollte sich so kleiden dürfen, wie er sich aufgrund seiner Erziehung und seiner Herkunft am besten fühlt.

Kopftuch und Schulen in Bayern

"Äußere Symbole und Kleidungsstücke, die eine religiöse oder weltanschauliche Überzeugung ausdrücken, dürfen von Lehrkräften im Unterricht nicht getragen werden, sofern die Symbole oder Kleidungsstücke bei den Schülerinnen und Schülern oder den Eltern auch als Ausdruck einer Haltung verstanden werden können, die mit den verfassungsrechtlichen Grundwerten und Bildungszielen der Verfassung einschließlich den christlich-abendländischen Bildungs- und Kulturwerten nicht vereinbar ist."
Gesetzestext aus dem BayEUG - und das ist auch gut so

Demokratie, Menschenrechte, Diskriminierung

Ich dachte, die Europäische Union würde die Menschenrechte achten?
Ich dachte, hier wären alle Menschen Frei?
Ich dachte, hier wird niemand diskriminiert?
Ich dachte hier herrsche freie Berufswahl?

Ich dachte viel zu viel, ich dachte viel zu viel.....

Ich habe mich getäuscht.

Die wahrheit ist, ich lebe in einer Welt in der Muslime nicht mehr die Rechte haben die andere haben.

Also, ist es wirklich so?
Sind wir Muslime die Bösen?
Was tun wir euch nur an mit unserem Glauben?

Scharia hin Scharia her blablabla.....

Kopftuch nicht nur religiöses Symbol

Tatsächlich kann ein Kopftuch nicht nur ein religiöses Symbol sein, weil der islamische Glaube per definitionem keine Trennung von Religion, Gesellschaft und Staat kennt. Ebenso kennt er kein rein säkulares Recht. Das Kopftuch ist daher immer auch ein Symbol mit gesellschaftspolitischer Aussagekraft. Selbst wenn seine Trägerin das nicht primär beabsichtigt.
Die häufig und auch hier zu lesende Polemik gegen Nonnen greift hier nicht; denn diese sind im weiteren Sinn Kleriker und leben meist sogar in geschlossener, zurückgezogener Lebensform (Kloster oder klosterähnlich). Außerdem kennt das Christentum sehr wohl die Trennung von Religion und Gesellschaft und akzeptiert eine rein säkulare, positive Rechtsgebung.

@ Hackonya

Was würden Sie denn darüber denken, wenn islamische Gelehrte sich durchringen könnten auch eine Kopfbedeckung für Männer zu fordern, so wie sie von einigen für Frauen gefordert wird? Wäre interessant, ob die Diskussion dann nicht ganz anders aussehen würde...

@miauzi

Nein, es ist eben nicht nur etwas Religiöses. Und genau darum geht es in diesem Urteil.
Siehe mein vorheriger Beitrag.

@Hackonya2

"Für manche ist Rasta Kult und Religion, dürfen dann diese auch keine mehr tragen?"
Religiöse Symbolik -gleich welcher Art- kann untersagt werden.
"Andere haben Tatoos die fast über den ganzen Körper gehen und verschiedenste Motive anzeigen, was ist damit?"
Bedecken oder abdecken - so, wie es jetzt schon von z.B. Polizisten verlangt wird.
"Manche tragen ein Kreuz um den Hals, der muss auch abgenommen werden?"
Nein, der Hals muss nicht abgenommen werden. Das Kreuz muss aber entweder unter der Kleidung getragen oder abgenommen werden.
"Warum war das denn vorher kein Problem und muss nun als solcher herhalten?"
Weil erst in letzter Zeit das islamische Kopftuch zu einem über das bloße Glaubensbekenntnis hinausgehendes Symbol erhoben wurde.

Integrationshemmnis

ist in diesen Zeiten ein islamisches Kopftuch in jedem Fall. Das empfindet aufgrund der Entwicklung der letzten Jahre in Europa hier die ganz überwiegende Mehrheit so. Wer als Moslem also in Europa sich und seine Familie bestmöglich integrieren möchte, muss sich fragen lassen, was dieses Tuch für seine Frau und Töchter so unentbehrlich macht, zumal man heute den Eindruck hat, dass in Istanbul und Antalya weniger Frauen damit herumlaufen als in unseren Städten. Werdet also endlich wach und ändert eure unpassenden Einstellungen schon allein aus dem Grund, euren Frauen hier unnötige Schwierigkeiten zu ersparen.

@Hackonya - 13:46

"Gut, dann sollen bitte die Nonnen auch keine Kopfbedeckung mehr tragen . . ."
Das Habit ist aber, im Gegensatz zum hier behandelten Thema, ein Teil der "Arbeitskleidung" der Nonnen und nicht das Gegenteil davon! Es geht hier nicht darum, Geistlichen vorzuschreiben, was sie tragen oder nicht tragen dürfen, sondern Arbeitnehmern am Arbeitsplatz, zudem wohl noch, zumindest beim Wachschutzunternehmen, in Kombination mit einer Dienstkleidung.

@Hackonya2 - 14:02

"Kult und Religion"
Schon einmal etwas von den "Pastafari" gehört?
Was würden Sie denken, wenn Ihnen am Bankschalter jemand gegenübersteht, der ein Nudelsieb auf dem Kopf trägt?

@um 14:16 von Rigelion

In Istanbul und Antalya wird das genau richtig gehandhabt und in der Türkei wurde das schon seit Jahren und ausgiebig ausdiskutiert: Jeder sollte das für sich selber entscheiden. Desweiteren bedeutet Integration nicht, das man seine Religion muss aufgeben oder eben komplett seine Kultur und Herkunft vergessen oder verweigern. Wer nicht weiß woher er kommt, für den wird es schwierig zu bestimmen, wohin er hin will.

@Propagandamaschine - 14:07

"Ich dachte, die Europäische Union würde die Menschenrechte achten?"
Ja, alle Menschen sind gleich. Nicht manche gleicher. Wenn niemand religiöse Symbole zur Schau tragen darf, gilt das auch für Moslems.
"Ich dachte, hier wären alle Menschen Frei?"
Sind sie.
"Ich dachte, hier wird niemand diskriminiert?"
Stimmt!
"Ich dachte hier herrsche freie Berufswahl?"
Stimmt auch. Jeder darf jeden Beruf lernen. Freie Arbeitgeberwahl gibt ist aber noch nicht. Noch bestimmt der Arbeitgeber, nach welchen Regeln sich in seinem Betrieb u.A. zu kleiden ist.
"Ich habe mich getäuscht."
Nein, eigentlich nicht.
"Was tun wir euch nur an mit unserem Glauben?"
Sie sollten fragen, was Muslime im Namen ihres Glaubens anderen Menschen angetan haben - auch Mitmuslimen!
"Scharia hin Scharia her blablabla....."
Schade, bis hierher hätte man Sie ernstnehmen können . . .

Ein richtiges und vernünftiges Urteil

schließlich hat der Arbeitgeber das Hausrecht. Im Übrigen gibt es im Berufsleben genügend andere Kleidungsvorschriften, die eingehalten werden müssen. So ist z.B. bei Bankangestellten die Kleidung mit Sakko und Krawatte klar geregelt, ebenso bei vielen Berufen das Abdecken von sehr auffälligen Tattoos. So lange das klar kommuniziert wird und alle AN gleich behandelt, sehe ich da kein Problem. Und für die Frauen ist es doch so auch klar geregelt und sie müssen sich nicht selbst ausgrenzen. Genau das machen sie nämlich mit dem demonstrativen Tragen des Kopftuchs- sich abgrenzen und sich selbst die Integration schwer machen.

"In Belgien war der

"In Belgien war der Rezeptionistin Samira Achbita nach drei Jahren Arbeit in einem Sicherheitsunternehmen entlassen worden, als sie ankündigte, das Kopftuch künftig auch während der Arbeitszeit tragen zu wollen."

Es ging also 3 Jahre ohne Kopftuch. Warum jetzt auf einmal nicht mehr? Für mich ist das eine provokative Entscheidung.

@um 14:13 von Totengräber

"Weil erst in letzter Zeit das islamische Kopftuch zu einem über das bloße Glaubensbekenntnis hinausgehendes Symbol erhoben wurde."
Und genau um welches hinausgehen soll es sich dabei handeln?
Ich bin folgender Meinung:
Der Arbeitgeber sollte das frei entscheiden dürfen und die Dame die es tragen möchte oder eben nicht auch selber für sich. Mir ist es schnurz egal, ob ich da gegenüber mir jemanden habe der einen Kopftuch hat oder eben auch nicht, was sollte ich mich bitteschön daran stören lassen, ich muss oder will dann doch nicht selber damit rumlaufen? Gegen Totalverschleierung bin ich allerdings, denn möchte schon wissen, wen ich da gegenüber mir habe, eventuell ist es ein Mann darunter? Bitte nicht lachen, das gabs auch schon alles in der Zeit der Osmanen und danach, deswegen wurde es seinerseits mal verboten, das diese auf solcher Weise hatten schlimmes ausgeübt.

@ um 14:02 von Hackonya2

Für aufgeklärte Menschen war solch ein Verkleidungs - und Devotionalienspektakel noch nie ein Problem. Es wird erst zum Problem, wenn altertümliche Denkweise glaubt, auch alle anderen Menschen müssten den Mumenschanz mitmachen. Das ist bei uns früher nicht anders gewesen. Aber, Gott sei Dank, wurde der Einfluss der Religion durch vernünftige Gesetze zurückgedrängt und siehe da: Auf einmal konnte Religion auch Vernünftig. Und erst ab diesem Zeitpunkt hat sich die Kirche in Deutschland zu einer ernstzunehmenden Organisation entwickelt, die tatsächlich versucht sich an sogenannten christlichen Werten zu orientieren. Leider müssen wir das immer noch sehr teuer bezahlen. Aber mit so einem Kompromiss könnte man auch andere Religionen zum Menschen bekehren. Zeit wärs allemal.

@ Hackonya: Kreuz anbehmen

Vielleicht erinnern Sie sich an den Strafprozess gegen O.J. Simpson in den USA, der seinerzeit live im Fernsehen übertragen wurde? Die Verteidiger Simpsons hatten Anstoß daran genommen, dass die Vertreterin der Anklage in Kreuz trug und sie musste es während der Verhandlungen abnehmen.
Das ist also keineswegs neu, die Sache liegt schon einige Jährchen zurück, und damals hat noch keiner, weder hier noch in den USA, über Kopftücher geredet.

@so so - 06:56 (Vorgängerthread) et. al.

"Unsere Omas trugen und tragen ja auch Kopftücher und noch niemand hat sich bisher darüber aufgeregt."
Das ist jetzt nicht Ihr Ernst, oder?
Sie setzen einen Schutz vor Wind und Wetter, dem die Kopftücher unserer Mütter und Großmütter dienten, dem religiösen Symbol "Kopftuch" gleich?

@um 14:10 von derdickewisser

Leider kann ich Ihnen diese Phantasiefrage nicht wirklich direkt beantworten, da das nichts mit der Realität zu tun hat und da könnte ja jeder nun eine Frage XY ausdenken?
Wenn es nun um die Tatsachen geht, in dem die Frau betroffen ist, dann meine Meinung:
Jede Frau soll das bitteschön für sich selber entscheiden dürfen und das frei und absolut ohne Bedrängnis von jemandem, da ich dagegen bin das es ihr auferzwingt werden sollte zu tragen oder eben auch nicht.

Interessant wäre zu wissen,

ob denn tatsächlich vor allem die vielen jungen Frauen, die man derzeit in den Städten mit Kopftuch sind, so sehr fromm sind, dass sie von ihrer Kopfbedeckung nicht lassen wollen? Oder sind es eben doch andere, außerreligiöse Beweggründe?
Zumindest ich zweifle schon des öfteren, ob es so viele junge strenggläubige Frauen (nur die müssen das ja mit einem Symbol dokumentieren) in den muslimischen Communities in unserer Gesellschaft gibt.

Es gibt Schlimmeres

Das Tragen unterschiedlicher Kopfbedeckungen wird völlig überbewertet.Es ist Privatsache was man auf dem Kopf trägt.Dazu muß man nun wirklich keine Gerichte bemühen.Aber man sollte die abendländischen Werte und die Kultur hier respektieren.Wenn Firmen oder der Staat das Tragen von bestimmten Kopfbedeckungen nicht akzeptieren,dann ist das deren Entscheidung.Man kann ja auch woanders arbeiten,wenn einem das Tragen einer bestimmten Kopfbedeckung wichtiger ist als die Tätigkeit.Es gibt auch bereits genügend Berufe in denen man eine bestimmte Kleiderordnung einhalten muß.Im Iran und anderen arabischen Ländern ist man nicht so tolerant wie hier.Dort müssen Frauen,auch westliche und unreligiöse,Kopftuch tragen.Hat da schon mal jemand gegen geklagt? Entweder man möchte mit den Werten dieser toleranten Gesellschaft hier leben oder man geht besser woanders hin.

@derdickewisser - Untrennbar: Religion, Gesellschaft & Staat

14:09 von derdickewisser:
"Tatsächlich kann ein Kopftuch nicht nur ein religiöses Symbol sein, weil der islamische Glaube per definitionem keine Trennung von Religion, Gesellschaft und Staat kennt."

Kurze Gegenfrage: Wo definiert denn das Christentum eine Trennung von Religion, Gesellschaft und Staat? Wie soll man Religion und Gesellschaft oder Gesellschaft und Staat trennen können? Und wofür steht nochmal das "C" in Deutschlands stärkster Partei?

Suchen und finden Sie bitte die Antworten und überlegen Sie, ob ihr Vorwurf an Ihre muslimischen Mitbürger berechtigt sein kann.

um 14:17 von Totengräber

Ich kann Ihnen fast durchweg zustimmen.
Allerdings muss man auch mal festhalten, dass aus einer auch nur annähernd neutralen Sicht kein Kopftuch so unangemessen sein kann, wie eine an Holzbalken hängende Leichenabbildung in deutschen Gerichtssälen.

Kopftuchverbot ?

Es geht hier nicht darum, das Tragen von Kopftüchern zu verbieten. Ich jedenfalls habe nichts dagegen, wenn Frauen, von mir aus auch Männer in der Öffentlichkeit Kopftücher tragen. Es geht hier zB. darum, was ein Unternehmer in seinem Unternehmen noch entscheiden darf. Ich finde es sinnvoll, wenn er eine Kleiderordnung aufstellen darf. Auch in anderen Zusammenhängen gibt es Kleiderordnungen, die niemand infrage stellt. Oder gibt es jetzt keine Uniformen mehr ? Gehen Sie im Badeanzug ins Geschäft oder in eine Oper ? Ich hoffe nicht. Nein, Bekleidungsregeln gehören ganz selbstverständlich zu einer Zivilisation, wenn auch diese Regeln wie unsere Sprache "im Fluß" sind. Solche Regeln sind sinnvoll und für ein gutes Zusammenleben erforderlich. Viele dieser Regeln funktionierten bisher ungeschrieben. Leider geht der Konsens darüber, was allgemein akzeptiert werden sollte in unserer Gesellschaft zunehmend verloren. Da wird es dann offenbar notwendig zu geschriebenen Regeln zu kommen.

Vorhersehbare Urteile - und völlig in Ordnung!

Der Artikel sollte der Klarheit halber aber heißen:
"EuGH: Verbot religiöser Zeichen im Job kann rechtens sein", denn darum geht es letztlich, wie auch schon in den Kopftuch-Streiten im deutschen Beamtenwesen.

Ja, der Staat (und auch ein Unternehmen!) kann alle(!) religiösen Zeichen verbieten - aber nein, ein reines Kopftuch-Verbot wäre stets und in jedem Fall unzulässig, weil diskriminierend.

Zu denen, die behaupten, das Kopftuch sei mehr als ein religiöses Zeichen: Sie haben nicht das Recht, anderen Menschen zu unterstellen, was sie mit einem Kopftuch aussagen wollen. Sonst könnten wir auch dem Christen, der sein Kreuz um den Hals trägt, vorwerfen, dass auch das Kreuz ein politisches Symbol sei, er die Kreuzzüge bewerben wolle, er für den Hass gegen Homosexuelle stehe, den die christlichen Kirchen leider viel zu lange gepredigt hat und generell konservative Werte vertrete. Ja, religiöse Menschen sind meist eher konservativ, daher ist jedes(!) religiöse Symbol auch politisch.

Die Moslems versuchen mit dem tragen...

des Kopftuches zu provozieren, zugegeben nicht alle aber doch ein erheblicher Teil davon.
Die Nonnen sind eine kirchliche Vereinigung mit verschwindend geringe Mitgliederzahl, was ebenfalls auf die Geistlichen zutrifft.
Sollte ich jemals eine Nonne einstellen, würde ich ihr das tragen einer Nonnenkluft nur an Karneval erlauben, aber sonst nicht.
Es baucht doch keiner zu glauben, dass diese Menschen auf die Idee kommen würden vor dem EGH zu klagen, da stehen mächtige Organisationen dahinter. Diese "armen Moslems" die ihren Glauben angeblich nicht ausleben können, sind nur das Mittel zum Zweck.

@Hackonya2 - 14:31

"Und genau um welches hinausgehen soll es sich dabei handeln?"
Fragen Sie den Senat des EuGH!

Vielleicht versuchen

alle mal eine Sekunde stillzuhalten und darüber nachdenken, wieso tragen Frauen ein Kopftuch und Männer einen HUT? Ist es nicht die Abgrenzung weiblichen von dem männlichen Geschlecht oder gibt es andere Argumente. Setzt sich jemand im Restaurant auch mit Hut oder Kopftuch zum Essen hin ? Nur hat dies einen anderen Hintergrund, weil die Zelebrierung des Glaubens im Vordergrund steht.

@Klärungsbedarf - 14:43

"Allerdings muss man auch mal festhalten, dass aus einer auch nur annähernd neutralen Sicht kein Kopftuch so unangemessen sein kann, wie eine an Holzbalken hängende Leichenabbildung in deutschen Gerichtssälen."
Da haben Sie meine vollste Zustimmung!
Religiöse Neutralitätspflicht muss für alle gelten.
Liturgisches Glockengeläut, Gipfel-, Weg- und sonstige Kreuze, Kruzifixen in Schul- und Amtsstuben kann man aber auch als Nichtchrist als christlich-abendländische Leitkultur oder zumindest als tradierte Praxis wahrnehmen. Bei mir gibt es das alles nicht.

Das Frauenbild des Islam

Wenn Muslima unbedingt ihr Kopftuch tragen wollen, dann nicht, weil sie auf ein Accessoire nicht verzichten wollen. Das Kopftuch ist für sie ein religiöses Symbol. Das Kopftuch verdeutlicht eine Vereinnahmung der Frau durch die Männer. Sie ist in dieser Vorstellung des Islam mit Männern nicht gleichberechtigt. Dies widerspricht unserem Grundgesetz. Wer privat dies so praktizieren will, soll dies tun. In der Arbeitswelt, im öffentlichen Raum (Schule, Justiz usw.) muss dies abgelehnt werden.

@Totengräber - Kreuz und Kopftuch

Wo ist denn in der Kreuzdarstellung der Widerspruch zum Grundgesetz zu sehen? Das Kopftuch verdeutlicht eine Ungleichheit zwischen Mann und Frau. Das Kreuz hat keine grundgesetzwidrige Botschaft. Viele Foristen handeln das Kopftuchverbot im Zusammenhang mit dem Christentum ab, es geht aber um das Verhältnis zur deutschen Verfassung und den europäischen Normen.

@BlueAngel - 15:56

"... wieso tragen Frauen ein Kopftuch und Männer einen HUT?"
Als Schutz vor Wind und Wetter?
Oder als modisches Accessoire?
Tragen nicht auch Frauen Hut? Oder Fascinator? Oder einfach Blumen im Haar?
"Setzt sich jemand im Restaurant auch mit Hut oder Kopftuch zum Essen hin ?"
Ja. Aber auch bei strenggläubigen jüdischen Männern löst dieser Anblick Befremden aus. Man ist es in Deutschland einfach gewohnt, dass in Gebäuden die Kopfbedeckungen abgenommen werden.

@@eger - 16:15

"Wo ist denn in der Kreuzdarstellung der Widerspruch zum Grundgesetz zu sehen?"
Es kann darin keinen Widerspruch geben, da sich unser Grundgesetz auf die christlich-abendländische Kultur beruft.
Es schreibt aber auch die Gleichbehandlung und Religionsfreiheit aller Menschen fest. Und wenn man religiöse Symbolik in der Öffentlichkeit untersagen will, kann das, ohne grundgesetzwidrig zu sein, nur für jegliche religiöse Symbolik gelten.
"Das Kopftuch verdeutlicht eine Ungleichheit zwischen Mann und Frau."
Das wird sich, außer in Sachen Mode, gerichtsfest nicht beweisen lassen. Die Klägerin hat sich jedenfalls nicht in dieser Weise positioniert.

um 16:15 von @eger

Der Widerspruch zum Grundgesetz bei der Kreuzdarstellung besteht in der Glaubensfreiheit. Denn diese beinhaltet auch das Recht auf Nichtglauben, was mit der zwangsweisen Konfrontation mit Glaubenssymbolen unvereinbar ist, zumindest soweit es den staatlich kontrollierten Bereich betrifft.

Es wird immer komplizierter

Es wird immer komplizierter und das nutzt denen, die den Islam als kulturelle Wende und politisch-religösen Gegenpol in Europa etablieren wollen.
Selbst wenn man einen Dresscode in einem Unternehmen schriftlich einführt, sogar mit dem Betriebsrat abstmmt, kann er als diskriminierend bezeichnet werden, da dann der Zugang zu einem Beruf für Muslime oder Muslima versperrt wäre.
Unsere Gesetze sind so gestaltet, dass der Islam sich auf allen Ebenen der Gessellschft und des Staates durchsetzen wird. Denn im Gegensatz zu uns, stehen sie zu ihrem Glauben und Weltbild.

Die deutsche Linke, der Islam und das Kopftuch

Es gab Zeiten, da gehörte es zum Profil der (deutschen) Linken, dass sie sich streng atheistisch und religionskritisch gab. Dies galt insbesondere gegenüber dem Katholizismus. Jetzt kommt der Islam als Religion einer Minderheit nach Europa. Religionskritik gegenüber dem Islam ist jetzt ein Tabu. Und dies verdeutlicht sich auch im Streit ums Kopftuch.

um 16:16 von Totengräber

Das mit den Kopfbedeckungen hat sich aber auch erst in den letzten Jahrzehnten so entwickelt. In den 40ern und 50ern des letzten Jahrhundert hätte sich eine Frau in Deutschland eher selten getraut in einem z.B. Cafe den Hut abzusetzen.
Überhaupt sollte man nur behutsam das Grundgesetz in Anspruch nehmen. Schließlich wurde von uns selbst ja kräftig dagegen verstoßen (Gleichberechtigung Frau-Mann, Homosexualität usw.).
Das kann natürlich kein Grund sein, die selbst gemachten Fehler auch anderen zuzubilligen. Aber es verbietet eigene Überheblichkeit.

Fliegenpils

Ein guter Hinweis.
Nachdem ein gewisser Bevölkerungsanteil und politisch-religösen Einfluss gesichert erscheint, geht man nun zur nächsten Eskalationssrufe über. (Man betrachte Erdogans Verhalten und Äußerungen das in Europa lebende Muslime und Türken bei Wahlen nur Parteien unterstützen sollen, die Islam freundlich sind.)
Es geht um Eskalation.

@nie wieder spd

"Es wird erst zum Problem, wenn altertümliche Denkweise glaubt, auch alle anderen Menschen müssten den Mumenschanz mitmachen."

Das trifft den Kern Sache wie ich finde recht genau. 100% Zustimmung meinerseits!

@13:46 von Hackonya2

hier greift mal wieder der Spruch mit den Äpfeln und Birnen.
Es handelt sich bei den Beispielen im Artikel, nicht um ein Kopftuchverbot per se, sondern "nur" um zwei rechtmäßige Trageverbote am Arbeitsplatz.
Wenn die katholische Kirche ein Kopftuchverbot für Nonnen erlassen hätte, diese daraufhin auf dem Klageweg das Recht zugesprochen bekommen hätten es weiter tragen zu dürfen, dann wäre ihr Vergleich passend. Dies dürfte allerdings unwahrscheinlich sein.
Beim Glockenbeispiel spielen Sie vermutlich auf ein vermeintliches Verbot des Gebetsrufs in Moscheen an. Dies ist in der EU meines Wissens nicht in der Diskussion sondern in Israel. In der Schweiz gibt es ein Verbot zum Bau neuer Minarette. Beide Länder gehören nicht zur EU. Also müssen Sie sich Kirchenglocken in D gefallen lassen, außer, Sie messen nicht mit zweierlei Maß und fordern gleichzeitig ein Verbot des Gebetsrufs in Moscheen.

Eine gute Entscheidung.....

.... sie stellt klar das Muslima nich diskriminiert werden sollen aber religiöse Stellungnahmen durch Symbolik untersagt werden können. ICh wichtiger Schritt zur weiteren Trennung von Kirche und Staat. Jeder darf sein Ding glauben, aber er muss mich damit nicht belästigen!

Das Frauen in Europa mal ein

Das Frauen in Europa mal ein Kopftuch getragen haben, hat nicht nur den Schutz vor den Witterungsverhältnissen zur Grundlage. Natürlich war es immer auch in christlichen Gesellschaften ein Zeichen von Anstand und Sitte. Und diese waren und sind als Kulturbestandteil selbstverständlich auch dem Christentum geschuldet. Um 1900 herum hätte sich keine Frau in christlichen Ländern getraut, in Kleidern oder Röcken herumlaufen, die kürzer als bis zum Fußknöchel waren. Auch der Minirock, der in den späten 1960er Jahren Modern wurde hatte ja mit dem Vorwurf des Verfalls von Moral, Sitte und Anstand zu kämpfen. Aber gewonnen! Insofern ist die Voraussetzung bzw der Ursprung für das islamische Kopftuch und andere Kleidungsstücke die/der gleiche wie bei christlichen Gottesanbetern und auch gleich Frauenunterdrückend.

Fliegenpils

Ein guter Hinweis.
Nachdem ein gewisser Bevölkerungsanteil und politisch-religösen Einfluss gesichert erscheint, geht man nun zur nächsten Eskalationssrufe über. (Man betrachte Erdogans Verhalten und Äußerungen das in Europa lebende Muslime und Türken bei Wahlen nur Parteien unterstützen sollen, die Islam freundlich sind.)
Es geht um Eskalation.

Fliegenpils

Ein guter Hinweis.
Nachdem ein gewisser Bevölkerungsanteil und politisch-religösen Einfluss gesichert erscheint, geht man nun zur nächsten Eskalationsstufe über. (Man betrachte Erdogans Verhalten und Äußerungen das in Europa lebende Muslime und Türken bei Wahlen nur Parteien unterstützen sollen, die Islam freundlich sind.)
Es geht um Eskalation mit dem Ziel der kulturellen Wende in Europa.

Kopftuch = Feminismusdebatte

Das Kopftuch an sich ist vergleichbar mit dem Minirock. Es ist dazu da um sexuelle Reize zu unterbinden und es den Frauen zu verbieten kommt mit der Minirock-Debatte (sexueller Missbrauch) nahe. Die Frauen in der muslimischen Gesellschaft sind vor den Männern geschützt, da sie sich an Reinheitsregeln halten und dementsprechend in der Rechtssprechung der Sharia bessere Positionen haben, weil sie die sexuelle Reizung unterbunden haben. Wenn sie das Kopftuch nicht tragen würden und vergewaltigt werden, haben sie es sogar schlechter als Frauen hierzulande mit Minirock, da wir inzwischen eine Stufe weiter sind im Kampf (oder besser gesagt unsere Frauen).

Der Artikel bezieht sich allerdings auf die Arbeit und da gibt es oft Kleiderregeln. Sollte Ihre eigene Kleidungsvorschrift nicht mit der Arbeit kompatibel sein, dann muss sie sich nen anderen Job suchen.

Nur mal nebenbei: Wer von

Nur mal nebenbei: Wer von "christlicher Kultur", "christlichen Werten" oder"christlichem Abendland" spricht, der misst dem Christentum selbst eine über das religiöse hinausgehende Bedeutung zu.

@Klärungsbedarf - 16:38

"In den 40ern und 50ern des letzten Jahrhundert hätte sich eine Frau in Deutschland eher selten getraut in einem z.B. Cafe den Hut abzusetzen."
im Hinblick auf seine Eigenschaft als modisches Accessoire trifft das sogar heute noch zu. Ich habe aus genau diesem Grunde auch nur einen Mann als Beispiel angeführt. Aber als Wind- und Wetterschutz gebraucht, wird heute eben erwartet, dass er in geschlossenen Räumen abgenommen wird. Zumindest dort, wo man auch seinen Mantel ablegt.

Fortsetzungsgedanken für das Kopftuch im "Job"

Was mich bei den Gegnern eines Kopftuchverbotes im "Job" interessieren würde: Könnte man es sich vorstellen, von einer Muslima und Polizistin in ihrem "Job" mit einem Kopftuch das Bußgeld aufgebrummt bekommen? Könnte man es sich vorstellen, von einer Richterin mit Robe und Kopftuch in ihrem "Job" ein Urteil verhängt zu bekommen?
Hat das persönliche Bekenntnis zu einer Religion im staatlichen Raum eigentlich Grenzen?? Steht das Rechts auf Glaubensfreiheit an oberster Stelle der Grundrechte??

14:07 Propagandamaschine

Du meine Güte, mit was für einer Keule schlagen Sie denn da um sich?
Es gibt da eine gaanz alte und einfache Volksweisheit, die da lautet:
"Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps."
Also privat können sich die Ladies kleiden, wie auch immer es ihnen beliebt (ohne familiären Vermummungs-Druck!), aber im Job gibt es einen Dresscode, daran hat man sich zu halten. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein und nicht vor einem Gericht landen!

Moslems

99% der hier lebenden Moslems der 2.+ Generation, ist das Kirchengeläut und andere christliche Symbolik egal. Genauso können sich viele damit arangieren Tür an Tür mit Juden oder anderen Religionen zu leben. Die meisten wissen noch nicht einmal was die Scharia alles besagt. Die meisten Moslems versuchen einfach nur ihren Glauben so gut wie es nur geht in einem christlichen Land mit seinen Regeln zu leben. Aber in den letzten Jahren läuft es darauf hinaus, dass der Islam immer mehr an das "neue" Christentum angepasst werden soll. Also dem Christentum aus dem man die ganzen Feiern und Feiertage nimmt, aber die Bürden eines Glaubens weg lässt. Frei nach dem Motto "das gute ins Töpfchen und das schlechte ins Kröpfchen". Moslems können dies aber nicht mit sich vereinbaren. Und Unterdrückung der Frau? Das Kopftuch wird nicht von Männern vorgeschrieben. Und das Temperament arabischer Frauen, scheint hier auch noch unbekannt zu sein.

Ein Kopftuch(gebot) ist ein

Ein Kopftuch(gebot) ist ein Unterdrückungsmechanismus gegen Frauen und schon aus diesem Grunde abzulehnen. Nicht Frauen sollten sich in muslimischen Ländern verschleiern müssen, sondern Männer müssen dort lernen, Frauen nicht als reine Sexobjekte zu sehen.

14:45 Berni1

".. versuchen mit dem Tragen des Kopftuches zu provozieren ..."
Das glaube ich kaum. Die Frauen, die sich freiwillig für das Kopftuch (in ihrer Freizeit) entscheiden, wollen sicher nicht provozieren, sondern ihre Zugehörigkeit zu einer Gruppe, die einer bestimmten Glaubensrichtung angehört, zeigen. So, wie mancher Anzugträger auch in seiner Freizeit nicht darauf verzichten möchte, seine gehobene Seriösität zur Schau zu stellen oder der Outdoor-Freak seine Jack Wolfskin-Expeditionskleidung auch ins Theater ausführt.
Aufregen kann man sich natürlich über alles. Aber muss man das wirklich?

@@freieMeinung - 17:13

"Könnte man es sich vorstellen, von einer Muslima und Polizistin in ihrem "Job" mit einem Kopftuch das Bußgeld aufgebrummt bekommen? Könnte man es sich vorstellen, von einer Richterin mit Robe und Kopftuch in ihrem "Job" ein Urteil verhängt zu bekommen?"
Wenn man nicht befürchten müsste, dass das Kopftuch als Symbol der Ablehnung unserer fdGO getragen wird, warum nicht?
Wenn das Kopftuch ähnlich wie die meisten an Kettchen getragenen Kreuze oder Davidsterne eher als Accessoires denn als Statement getragen wird.
Und das sage ich als Befürworter eines Verbotes jedweder religiöser Symbolik am Arbeitsplatz.

Mich interessiert wer

Mich interessiert wer eigentlich festlegt, dass ein Kopftuch ein religiöses Symbol ist?
Ist das Kopftuch nicht einfach nur Sitte und Gewohnheit in diesem Kulturkreis.
Genau hier liegt das Problem. Das Kopftuch wird von einem Großteil der Bevölkerung als Zeichen empfunden: "Ich möchte in meiner hergebrachten Gesellschaftsstruktur weiterleben und mich nicht Anpassen und Integrieren".

Kopftuch = Wertesystem

Für mich ist das Tragen eines Kopftuches weniger ein religiöses Symbol. Vielmehr soll dokumentiert werden, dass man ein Wertesystem vertritt, in dem Familienehre, konservative Traditionen, und Paternalismus eine grosse Rolle spielen und persönliche Freiheit, sexuelle Selbstbestimmung und Rechtsstaatlichkeit weniger wichtig sind. Wertesysteme sind zunächst einmal weder richtig noch falsch. Aber wenn man einmal vorurteilsfrei in die Weltregionen schaut, in der diese "Kopftuch"-Werte eine grosse Rolle spielen, dann wird man feststellen, dass diese Weltregionen durch gewaltsame Konflikte, kaum Rechtstaatlichkeit und geringe Einkommen charakterisiert sind.

Ich möchte deshalb in einer Welt leben, in der die Kopftuch-Werte wenig / keine Geltung haben.

um 14:35 von Hackonya2

"Jede Frau soll das (Kopftuch tagen) bitteschön für sich selber entscheiden dürfen und das frei und absolut ohne Bedrängnis von jemandem, da ich dagegen bin das es ihr auferzwingt werden sollte zu tragen oder eben auch nicht."

Kann Sie (die Frau) - durchaus, nur halt nicht beim Brötchengeber. Da gibt halt der Brötchengeber die Regeln vor. Und wenn dessen Regeln vorschreiben, sich neutral zu kleiden, oder eine Uniform oder was auch immer, dann ists halt auch so. Oder es gibt keine Brötchen...

@um 17:30 von Werner40

Das ist der Knackpunkt, den ob es der Islam so will und vorschreibt sei das eine und ob sich jemand daran halten will oder dazu gezwungen wird das andere, wenn es jemand aus freiem Willen tun will, dann nichts dagegen haben und wenn jemand es nicht tun will, dann bitte auch nicht. Das die Männer die Frauen als solche Objekte ansehen, das mag Gewiss aber nicht nur dort der Fall sein, wenn ich die Äußerungen auch mal in meinem Umfeld von welchen höre, die nicht muslimisch sind oder auch gar Deutsche manchmal. Wenn man mit den Rechten der Frauen anfängt, dann gibt es aktuell auch noch eine Nachricht, nach dem die Frauen eben 21% weniger Geld erhalten für die gleiche Arbeit wie Männer, wer hat das dann zu verantworten, wenn man nur auf dem Trichter ist das gibts nur bei den Muslimen?

Demokratie, Menschenrechte, Diskriminierung

Schon komisch, wenn wir in einem anderen Land sind sollen wir uns anpassen, z.B. nicht ober ohne baden gehen, wo passen sich denn die Moslime an??

@um 17:44 von Michael59

Ich denke kaum das Ihnen in anderen Ländern vorgeschrieben wird, wie Sie sich zu kleiden haben, ausser man nehme die Ausnahmen wie dem Iran oder SA, das ist aber in meinen Augen eben auch nicht richtig, warum muss man anderen überhaupt was vorschreiben, wenn man denn auch schon behauptet man sei ein freies demokratisches Land und stört sich an sowas? Was Muslime und anpassen angeht, da haben Sie eventuell auch nicht alles richtig verstanden?: Es gibt auch Deutsche die mittlerweile Muslime sind, wie sollten die sich den anpassen oder sollten die eher nach den Wünschen anderer einfach leben? So lange es andere nicht ernsthaft belästigt oder schadet soll sich jeder so kleiden wie er mag, das halte ich meiner Meinung nach für richtig und fair.

@Hackonya2 - 17:42

" Wenn man mit den Rechten der Frauen anfängt, dann gibt es aktuell auch noch eine Nachricht, nach dem die Frauen eben 21% weniger Geld erhalten für die gleiche Arbeit wie Männer, ..."

Nein, diese Meldung gibt es nicht.

Die von Ihnen zur Fake-News umgelogene Originalmeldung besagt, dass Frauen zwar im _Durchschnitt_ 21% weniger verdienen als Männer; aber für _die gleiche Arbeit_ liegt der Gehaltsunterschied bei 6%.

blamiertes Bundesverfassungsgericht

Was sagt jetzt eigentlich das blamierte BVG nach ihren Kopftuchurteil letztes Jahr?
Diese ausgedienten Politiker mit Versorgungsanspruch haben doch falsche Toleranz bis zur Selbstverleugnung geübt. Und nun? Muss der Deutsche jetzt schon auf internationale Gerichte der Eurokratenunion hoffen, weil eigene Gerichte bürgerfeindliche Urteile fällen?

@ Hackonya2

"Jeder sollte das für sich selber entscheiden. Desweiteren bedeutet Integration nicht, das man seine Religion muss aufgeben oder eben komplett seine Kultur und Herkunft vergessen oder verweigern."

Verzichten Sie doch bitte auf solch hanbüchene Strohmannargumente. Niemand wird gezwungen, seine Religion aufzugeben oder seine Herkunft zu vergessen. Aber in bestimmten Berufen - z.B. Polizist oder Krankenschwester - muss man sich am Arbeitsplatz neutral kleiden und darf deshalb dort keine religiösen Symbole tragen. Das gilt auch für Kreuze.

"Wenn man mit den Rechten der Frauen anfängt, dann gibt es aktuell auch noch eine Nachricht, nach dem die Frauen eben 21% weniger Geld erhalten für die gleiche Arbeit wie Männer"

Da haben Sie den entsprechenden Artikel nicht aufmerksam gelesen. Die 21 % rühren daher, dass Frauen oft in schlechter bezahlten Berufen arbeiten als Männer, z.B. im sozialen Bereich. Bei gleicher Tätigkeit und Qualifikation beträgt der Unterschied nur 6 %.

Tragen oder nicht tragen

Es ist kein Urteil das Kopftücher verboten werden. Es ist ein Urteil das ein Arbeitgeber, wenn es eine Neutralitätsklausel im Betrieb gibt, verbieten kann religiöse oder andere Symbole zu tragen.
Ob sonnst Kopftuch, Kreuz, Pasta-sieb, oder anderes getragen wird ist jeder selber überlassen.
Entweder will ich den Job, oder ich will meine Religion.

Arbeit und Kopftuch

Ich habe schon viele Frauen mit Kopftuch als Kolleginnen gehabt. Die meissten waren mir als Mensch lieber als Männer mit antiquierten und bescheuerten Ansichten.
Wenn eine Firma keine Frau mit Kopftuch beschäftigen möchte darf sie keine eingestellen. Wozu gibt es Vorstellungsgespräche?
Sichtbar schwangere Frauen haben auch keine Chance auf eine Einstellung, egal ob mit oder ohne Kopftuch oder "reinrassig deutsch" und katholisch.

Hat mit Religion nix zu tun

Offenbar wissen die Leute alle nicht, was Religion im Sinne von re-ligare (Rück-verbinden, mit dem eigenen Ursprung nämlich) überhaut ist. Es geht um die bewußte Erfahrung der Transzendenz (Nirvana, Samadhi, Absolutes, "Himmelreich Gottes") Das ist das, wovon ALLE spirituellen Lehrer, Meister oder "Religions"-Stifter gesprochen haben.
Und die Stabilisation dieser Erfahrung ist das, was die "Rück-Verbindung" bringt. Durch Kopftücher, Beschneidung oder das Absingen frommer Kirchenlieder kommt man da nicht hin. Dieses Wissen ist in den vielen so genannten Religionen verloren gegangen. DARUM kommen Leute auf so beknackte Ideen, wie daß sie dem Himmelreich näher kommen, indem sie Kopftücher tragen oder Anderesdenkende in die Luft sprengen.

Wenn es gegen Mulime

und Türken geht, ist alles keine Diskriminierung woher denn auch, wir haben ja Demokratie in der EU.

Darstellung: