Kommentare

Schleckermäulchen

Es ist zu vermuten, das die Familie Schlecker etliche Millionen in Sicherheit gebracht hat, auf die andere Leute einen Anspruch haben, zum Beispiel die ehemaligen Mitarbeiter, die ja eben jene Millionen erarbeiteten, und von denen sich die Familie Schlecker jetzt möglicherweise ein schönes, süßes Leben machen möchte.

ausverkauf

da haben die schlecker ihre finanzen im ausverkauf auf dem wühltisch vor der anklagebank passend im angebot.

rabatt gibt es im gesetzbuch jedoch nicht!

wer viel bewegt hat

darf auch ein paar Fehler machen ohne dass er dafür vernichtet wird

mal aus Kundensicht

Angeblich, so erzählte es mir eine ehemalige Schleckerangestellte, wurden die Mitarbeiter sehr gut bezahlt. Angeblich deshalb, weil ich nie eine Abrechnung gesehen habe. Aber für mich dennoch glaubwürdig, da die Frau keinen Grund hatte mich zu belügen.

Diese gutbezahlten Mitarbeiter schienen sich aber vor allem in den kleinen Filialen auf dem Land sehr zu langweilen. Und da waren Mitarbeiter mit einen Zugehörigkeit von über zwölf Jahren schon mal so freundlich wie ein Postbeamter der frühen Achtziger. Da geht man sicher wieder hin.

Wer hat nun das Unternehmen in die Pleite gewirtschaftet? Natürlich Anton Schlecker. Er hat die Mitarbeiter gut bezahlt, und diese nicht bei Verfehlungen entlassen. Und einen so soziale Einstellung führt immer zum gleichen Ergebnis.

@Hut

Anton Schlecker als das soziale Gewissen der deutschen Wirtschaft. *lol* Der war gut. Wie hat der bloß seine niedrigen Preise gehalten, wenn er fair zu Mitarbeitern und Lieferanten war? Wahrscheinlich war er so sozial, dass er aus seinem Privatvermögen zugeschossen hat *lol*

In den Läden war oftmals nur eine Person anwesend, die daher nichtmal auf die Toilette gehen konnte. Telefone mussten arbeitsrechtlich eingeklagt werden, damit man im Falle eines Notrufes überhaupt Hilfe holen konnte.

DAS sind die Fakten.

Das kommt davon wenn man als eingetragener Kaufmann ...

... handelt.
.
Zum Vergleich: Das Prozessende um die Teldafax Pleite brachte zwei Bewährungsstrafen und eine Verfahrenseinstellung gegen Zahlung von 20.000 Euro.
.
Dabei wurde eine halbe Million Kunden betrogen und ein hoher Millionenschaden angerichtet. Die Manager waren aber nur Angestellte ... und keine Unternehmer.
.

@hut Sehr ausführliche Analyse...

...die Sie da abliefern, alles abgeleitet aus der angeblichen Aussage dieser einen ehemaligen Mitarbeiterin.
Dann brauchen Sie ja auch nicht in Ihrer Suchmaschine nachzuschlagen, dachten Sie daraufhin möglicherweise.
Ich dagegen kann nicht so 'fundierte' Quellen wie Sie anbieten und habe deshalb mal meine Suchmaschine bemüht. Auf Seite 1 gleich ein Zitat eines Artikel in der FTD 2009, wo es heißt, Arbeiterinnen würden in "XL-Filialen Verträge mit einem Stundenlohn von 6,50 Euro angeboten, der Tarifvertrag sieht zwischen 7 und 9,50 Euro vor". Ist es wirklich das, was Sie unter "gut bezahlt" verstehen?!
Übrigens wurde A. Schlecker auch 1998 bereits vom LG Stuttgart wegen Lohnbetruges verurteilt.
Zum Thema angebliche Verfehlungen von Mitarbeiterinnen lesen Sie vielleicht mal den Artikel im manager-Magazin (4.12.2003), der Titel wird Ihnen schon einen Hinweis geben: "Knüppeln, knausern, kontrollieren".
Vielleicht hatten Ihre Verkäuferinnen keine schlechte Laune sondern Existenzangst?

@ 13:16 von hut | Bitte was?

Er hat die Mitarbeiter gut bezahlt, und diese nicht bei Verfehlungen entlassen. Und einen so soziale Einstellung führt immer zum gleichen Ergebnis.

Schlecker war auch schon vor der Insolvenzverschleppung und des Bankrotts berüchtigt für seinen schlechten Umgang mit seinen vorwiegend Mitarbeiterinnen. Zitat n-tv 10.02.2010:
"Die Drogeriemarktkette Schlecker hat sich nach der heftigen Kritik an der Bezahlung von Leiharbeitern zu Tarifverhandlungen mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bereiterklärt."

Darüber hinaus müssen Sie nur mal nach "Änderungskündigungen Schlecker" googeln, um zu wissen, was da allgemein abging. Wenn Sie mit einer Angestellten gesprochen haben, ist das nicht aussagekräftig.

Hochmut kommt vor dem Fall

Daß Mr. Schlecker & Gattin so enden, war eigentlich vorherzusehen.
Schon vor Jahren fiel mir auf, daß vor allem die ländlichen Schlecker-Dorfläden - wo sonst fast kein anderer Markt war - schwach besucht waren - und die Preise zudem auch nicht gerade günstig waren, lediglich als vermeintlich günstig hingestellt wurden.
Ich fragte mich da schon, wie kann hier wirtschaftlich sinnvoll und kostendeckend das Business betrieben werden.
Die Arroganz und Überheblichkeit der Schleckers wurde mehrfach in kritischen TV-Magazin-Reportagen plastisch dargestellt. Die Mitarbeiter trauten sich kaum die herrschaftlichen Drill-Methoden ihrer Brötchengeber in Frage zu stellen.
Auf jeden Fall muß die Schlecker-Family keinesfalls am Hungertuch nagen. Es wurde schon rechtzeitig vorgesorgt, daß die geheime Privatschatulle üppig und millionärsfreundlich gefüllt ist.

FAQ:Schleckerprozess beginnt-worum geht es ???

Und wer ist Verlierer dieser Verhältnisse und des Verhaltens der Schlecker-Dynastie ? Sicher die Beschäftigten.Und zwar doppelt.Einmal durch den Bankrott des Schlecker-Imperiums.
Und außerdem durch die Zustände davor.Durch Leiharbeit,Niedriglöhne,Kameras etc.
Die Insolvenz ist bestimmt nicht durch "zu gute Löhne und Sozialleistungen" zustande gekommen.
Es zeigt sich auch,daß ein Personal,daß immer gut funktioniert hat und fast nie gestreikt,dadurch keinen "Erfolg" hatte.

Höchstens für die Familie Schlecker.

TOLL.............

Es ist davon auszugehen, das Fam.Schlecker jetzt
erheblich besser geht, als vor der Insolvenz .
Der ganze Druck d. Erfolges ist weg .
Man kümmert sich dann nur noch ums Geld zählen
das was übrig geblieben ist , es wird jede Menge sein .
schnell noch d. läppische
Verfahren (voraussichtlich,
wenn überhaupt ,Bewährung) u. Haken drunter .
Dann beginnt das Leben wieder bei Null .
Incl. d. (vorhandenen)
sog. Rücklagen ....
Kapitalismus eben ,
Schulden d. Allgemeinwohl ,
den Profit fürs Private ...
TOLL !

Traurig .

Das Ganze ist den Metzgergesellen Schlecker wohl ueber den Kopf gewachsen. Da wo aus wenige Drogeriemaerkte ploetzlich viele wurden, haette Schlecker ein ordentliches Management nehmen muessen und Verantwortung abgeben muessen. Das konnte er nicht, dazu war er viel zu eigensinnig. Die Expansion wuchs ihm ueber den Kopf und damit die Kosten. Dazu waren seine Einkaufpreise zu hoch. Die Konkurrenz hat sich die Umsatz- und Ertragsfiletstuecke aus seinem Konzern herausgenommen, ihm blieb nur noch das Land und damit die Verluste.

@qpqr27 viel bewegt...

haben viele, nur oft nicht zum Guten. Schlecker hat vor allem in seine eigenen Taschen bewegt.

Schleckerfilialen waren lange Zeit bei Räubern besonders beliebt, war ja nur eine Person pro Filiale anwesend.

Ansonsten wüsste ich nicht, was er besser gemacht hätte als seine Konkurrenten Rossmann, Müller und dm.

Schlecker's geht es gut

Und so wird es wohl auch bleiben. Kaum anzunehmen das die "Kinder" (damals schon mit allen Wassern gewaschene Kaufleute) tatsächlich in den Knast müssen. Ich erinnere mich gut an die nassforschen Antworten von Meike Schlecker auf Reporterfragen bei einer PK nach der Insolvenz. "Nichts sei mehr da!", so Meike Schlecker selbstbewusst. Recht hatte sie ! Das haben die Insolvenzverwalter nämlich auch gemerkt. Und das nichts mehr da war, lag zum Teil daran das man rechtzeitig vorher Millionen beiseite geschafft hatte. Das sieht offenbar auch die Staatsanwaltschaft so. In diesem Fall muss ich den Strafverfolgern Lob zollen, denn sie versuchen ein wenig Gerechtigkeit wieder herzustellen.

So funktioniert also die Geschäftsidee...

...des Einzelhandels:

Du zahlst der Transportfirma deiner Kinder überhöhte Rechnungen, und dann schreibt deine Frau deinen Kindern eine Rechung über Beratungsdienstleistungen, die sie niemals erbracht hat.

Das Geld, was du unter Missachtung der wirtschaflichen Interessen deiner Firma dort entnommen hast, landet also letztlich wieder bei Dir.
Und deine Kinder können die Kosten für die Beratung nachher noch von der Steuer absetzen, genau wie auch deine Firma durch die überhöhten Transportpreise ebenfalls einen künstlich geminderten Gewinn versteuern muss.

Man soll ja die Lebensleistung eines Unternehmers nicht kleinreden, nur weil der irgendwann pleite geht, aber die kriminelle Energie einiger "Unternehmer" ist erschreckend.

Man möchte fast nicht mehr wissen, wie wohl auch die Mitararbeiter und die Zulieferer gelitten haben müssen.

Hat es jemand, der 100 Millionen besitzt, wirklich nötig, sich noch 3 Millionen zusätzlich zu ergaunern? Was ist das? Ist das die berühmte "Gier"?

.... Zu Recht sitzt der Herr/Familie auf der Anklage-

bank...

Das man mal Fehler machen kann, besonders wenn man lange als "Alleinherrscher" ein Unternehmen führt ist absolut legitim.

Aber wissentlich zur eigenen Altersabsicherung, bzw,. zur Lebensversorgung der Kinder Millionen an Gläubigern vor bei schaufeln ist ein Unding..

Leider ist Herr Schlecker da nicht alleine.. aber anders als andere Unternehmer hat es Herr Schlecker scheinbar unterlassen die Notwendige Portion "Vitamin B" imVorfelde einzukaufen.

.... Zu Recht sitzt der Herr/Familie auf der Anklage-

bank...

Das man mal Fehler machen kann, besonders wenn man lange als "Alleinherrscher" ein Unternehmen führt ist absolut legitim.

Aber wissentlich zur eigenen Altersabsicherung, bzw,. zur Lebensversorgung der Kinder Millionen an Gläubigern vor bei schaufeln ist ein Unding..

Leider ist Herr Schlecker da nicht alleine.. aber anders als andere Unternehmer hat es Herr Schlecker scheinbar unterlassen die Notwendige Portion "Vitamin B" imVorfelde einzukaufen.

Ungleichbehandlung von Unternehmern und Mangagern

"...Meike und Lars Schlecker sollen sich Millionenbeträge als Gewinne auszahlen lassen haben, obwohl das Unternehmen LDG eigentlich Verluste erwirtschaftet hat. Außerdem hätten sie den Insolvenzantrag für die LDG nicht rechtzeitig gestellt...."
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Das machen Manager in großen Unternehmen regelmäßig so. Zudem bekommen sie noch großzügige Ruhezahlungen auch wenn das Unternehmen fast den Bach runter gegangen ist.

das sind die Leistungsträger

mit deren Abwanderung man uns immer droht, wenn mal wieder jemand ein bisschen Gerechtigkeit fordert. Das sind die noblen Arbeitsplatzschaffer, ohne die keiner hier ein Auskommen hätte.
Und nicht nur die Arbeitnehmer haben ohne Ende geschwitzt für ein möglichst großes Privatvermögen der Eigentümerfamilie, der Steuerzahler durfte noch einen fetten Batzen oben drauf legen.
Wozu brauchen wir solche Leute?

Der SchleckerKonzern!

Ja sicher könnte man dem Anton Schlecker vorwerfen seine Schäfchen ins trockene Gebracht zu haben.
Das Gericht wird ihn verurteilen.

Das Problem ist aber das andere Konzerne genauso pleite waren, wo es ein riesen Aufschrei gab und die Justiz (Richter und Polizei) haben nicht verurteilt obwohl da der Strafbestand der gleiche war.
Ich meine speziell die Bankenkrise!

Wie viel Banken hätten nach dem Wirtschaftsrecht pleite gehen müssen?
Das was man bei Anton Schlecker macht, hätte man auch bei den Banken machen müssen!

Noch schlimmer ist das bei den Banken der Steuerzahler herhalten musste.
Bei Schlecker sind es 10.000 Beschäftigte also der Arbeitnehmer ist immer der Dumme, leider!

Es steht ja oben im Bericht das Unternehmen wäre nicht zu retten gewesen!

Anscheinend ist Wirtschaft eben doch nicht so kalkulierbar, da man nie weiß, was die Leute denken und kaufen.

@thomas wohlzufrieden "Mitarbeiter betrogen"

"Es ist zu vermuten, das die Familie Schlecker etliche Millionen in Sicherheit gebracht hat, auf die andere Leute einen Anspruch haben, zum Beispiel die ehemaligen Mitarbeiter, die ja eben jene Millionen erarbeiteten, und von denen sich die Familie Schlecker jetzt möglicherweise ein schönes, süßes Leben machen möchte."
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Das Ohr am Vesperraum habe ich derartige Sprüche in zahllosen Varianten von denen hören müssen, deren Wirken im Betrieb ein zweifelhaftes war.
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Die Schleckerkinder, kaum am Ruder, sind vor der Gewerkschaft eingeknickt und haben viel zu hohe Mitarbeiterentgelte und gewerkschaftliche Umtriebe im Unternehmen akzeptiert. Das hat dem Laden das Genick gebrochen.

@Ralf.wenzel "Nur eine Person in der Filiale anwesend...

... nicht mal auf die Toilette könnend"
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Durch immer gleiches Runterbeten der Inhalte der Gewerkschaftskampagne, schafft man allenfalls eine Parallelwirklichkeit, aber nie eine Beschreibung der wirklichen Zustände.
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1. Schlecker hat tatsächlich ein hohes 10 stelliges Vermögen innerhalb der letzten 2-3 Jahre in seinem Unternehmen versenkt.
2. Wenn die Verkäuferin auf das stille Örtchen mußte hat sie den Laden abgeschlossen uns ist dort hingegangen. Dort war sie allerdings einem gewissen Zeitdruck ausgesetzt.
Fließbandarbeiter dürfen auch nicht immer.

17:56 von frosthorn

das sind die Leistungsträger

mit deren Abwanderung man uns immer droht, wenn mal wieder jemand ein bisschen Gerechtigkeit fordert. Das sind die noblen Arbeitsplatzschaffer, ohne die keiner hier ein Auskommen hätte.
Und nicht nur die Arbeitnehmer haben ohne Ende geschwitzt für ein möglichst großes Privatvermögen der Eigentümerfamilie, der Steuerzahler durfte noch einen fetten Batzen oben drauf legen.
Wozu brauchen wir solche Leute?
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Der Unterschied zu mitbestimmten Betrieben ist doch eindeutig zu erkennen.
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Winterkörnern bleibt alles erhalten, hier ist es richtig, selbst bei Betrug mit dem Steuer- und Kurzarbeeitergeld draufzahlen
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Und Selbständigen kann rechtlich nichts erhalten bleiben.
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Deshalb braucht es nur noch Manager für den S.2?
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das rad gerät beim überdrehen aus der kontrolle

und dann von lebenswerk sprechen !
was soll das ?
sind das allmachtsfantasien ?

das ganze system war auf den buckeln der verkäuferinnen aufgebaut. auf nichts anderem.
und irgendwann ist das gesamte gebilde in sich zusammengefallen.

eine -moralische- teilschuld trifft auch den gesetzgeber, der einem arbeitgeber freie hand gibt, seine abhängig beschäftigten in der mehrheit als geringfügig beschäftigte zu bestellen.

eine radikale quote würde vielen marktpraktiken abhilfe schaffen.

19:02 von Nemesis87

Der SchleckerKonzern!

Ja sicher könnte man dem Anton Schlecker vorwerfen seine Schäfchen ins trockene Gebracht zu haben.
Das Gericht wird ihn verurteilen.

Anscheinend ist Wirtschaft eben doch nicht so kalkulierbar, da man nie weiß, was die Leute denken und kaufen.
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Selbstverständlich, denn Scklecker leitete keinen Konzern, sondern betrieb seine Firma als e.K.
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Ihr letzter Satz ist schon wahr.
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Sonst würden sich die allwissenden Wirtschaftsexperten und Gewerkschaftler ja alle selbständig machen.
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Und sozialistische Wirtschaft würde überall auf der Welt funktionieren.
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Nur wem im Kapitalismus der Gürtel platzt, kann so satt und träge sein, dieses dünne Eis im Herbst zu wählen .

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