Kommentare - BVerwG: Im "Extremfall" Recht auf tödliche Medikamente

02. März 2017 - 18:19 Uhr

Schwerkranke haben in "extremen Ausnahmesituationen" ein Recht auf Mittel zur Selbsttötung. Das entschied heute das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Die Richter verwiesen zur Begründung auf das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Kritik gab es von Patientenschützern.

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Kommentare

Unrecht

Einem anderen Menschen gegen seinen Willen das Leben zu nehmen ist Unrecht.

Einem anderen Menschen das Recht auf einen selbstgewählten Tod zu verwehren halte ich genauso für Unrecht.

Einen Menschen zu einem Leben in Qual zu verdammen, halte ich für noch größeres Unrecht!

Gruß, zopf.

Das ist ein Fortschritt

Ein gutes und längst fälliges Urteil.
Es muß natürlich ärztlich bestätigt werden, das dem Patienten nicht weiter geholfen
werden kann und er sehr leiden müßte.

Begriffe

Bitte achten Sie auf eine korrekte Anwendung der Begriffe. Der Begriff "passive Sterbehilfe" ist eigentlich veraltet und bedeutet Behandlungsabbruch. Davon ist in Ihrem Beitrag aber nicht die Rede.

- Danke für Ihre prompte Reaktion. Mein Beitrag hat sich erübrigt.

Kritiker wird es immer

Kritiker wird es immer geben.......
Schade dass man nicht nachlesen kann wie sich dieser Patientenschutzverein finanziert.

Wenn sich jemand so vehement gegen Sterbehilfe einsetzt muss doch einen Grund dazu haben?

Ich habe schon oft gehört das sie Gesundheitsindustrie solche Vereine unterstützt, verdienen die doch einen Haufen Geld an jedem einzelnen schwer kranken Patienten.
Dieses Geld wollen die sich natürlich nicht entgehen lassen, das Leid der Menschen hat diese Industrie nur in sofern im Focus wenn sie daran und damit verdienen können.
Aber der Mensch an sich interessiert die nicht im geringsten. Daher ist es ihnen auch egal wie sehr ein Mensch leidet, Hauptsache er bringt mit seiner Krankheit viel Geld, je länger, je lieber.

Endlich...

mal ein Gericht das sich traut einem Menschen das Recht auf Selbstentscheidung zuzusprechen!

Natürlich ist Leiden bzw. was für wen lebenswertes Leben ist eine ganz persönliche Entscheidung. Niemand, und das heißt niemand, hat sich anzumaßen das in Frage zu stellen oder gar zu kritisieren.

Daß es immer die alleinige Entscheidung des Betroffenen sein muß und nicht von Dritten versteht sich von selbst.

Patientenschutz und -schützer sind ja gut und schön, reden aber über Dinge von denen sie überhaupt nichts wissen da sie ja - zum Glück - nicht in einer solchen Situation sind.

Jeder Mensch hat das Recht sein Leben zu beenden (natürlich ohne andere zu gefährden wie z.B. bei selbst verursachten Unfällen) wann und wo er das für richtig hält. Jeder hat das Recht selbst zu entscheiden welche Art Leben er noch akzeptieren kann. Niemand sonst hat dieses Recht.

Die "Patientenschützer"...

... mögen sich dann doch bitte sowohl finanziell als auch personell ( jeweils zu 100% ! ) an der Pflege dieser schwerstkranken beteiligen.

Solche Krankheiten / gesundheitliche Beeinträchtigungen sind eine QUAL sowohl für den Patienten als auch für die Angehörigen.

Gottseidank darf man aber ja in die Schweiz fahren.

Wenn ICH NICHT MEHR LEBEN WILL dann hat mir das KEINER zu verbieten !!!

Hinter der Stiftung Patientenschutz

stehen Pharmalobby und private Krankenhausbetreiber. Ist ja auch klar. An Toten kann man eben nicht mehr verdienen.

Deutsche Stiftung Patientenschutz

Ich habe den Verdacht das die Deutsche Stiftung Patientenschutz eher für die Interessen der Profiteure die an der Betreuung der leidenden Menschen verdienen ihren Einfluss nutzt. Trotz Patientenverfügung und regelmäßigen insistieren meinerseits wurde meine Mutter reanimiert, Gott sei Dank ohne Erfolg. Sie hat jahrelang unter schwerer Demenz gelitten, genau das wollte sie nicht. Ich mir sind noch einige Fälle bekannt die so gelagert sind.
Wer nimmt sich hier das Recht heraus sich in das Leben Anderer einzumischen? Wenn ich sterben will ist das meine
Entscheidung, gerade wenn ich "gaga" werde möchte ich das mein Wunsch den ich Jahre zuvor bei guter geistiger Gesundheit nieder geschrieben habe respektiert wird.
Da hat sich auch keine Stiftung selbst ernannter Schützer und auch nicht der Gesetzgeber ein zu mischen.

Artikel passt zum heutigen Tage...

...denn heute, um 12:34 ist mein werter Opa, nach nun fast 1jährigem Sterbeprozess nach langer Krankheit und Schmerzen verstorben.
Auch er hat gerade in den letzten Monaten, um Erlösung gebeten.
Einen Wunsch, den wir ihm Dank der hiesigen Gesetzgebung leider nicht erfüllen konnten.
Gerne hätte ich diese Patienteninitiative an seinem Leid teilhaben lassen. Nun hat er es aus eigener Kraft geschafft.

Na endlich...richtige Entscheidung und ueberfällig!

Na endlich.... endlich bewegt sich in Sachen Sterbehilfe was. Danke an das Bundesverwaltungsgericht in Zusammenarbeit mit dem EGMR! Uberfällige und richtige Entscheidung, sage ich dazu nur.

Was eine unerträgliche Situation ist??
Fuer mich zum Beispiel dass hier:

1. ein naher Angehöriger/eine nahe Angehörige ist unheilbar an Krebs erkrankt und die palliativen Maßnahmen wirken nicht mehr weil die Schmerzen zu schlimm sind. Damit habe ich zweimal persönlich in meiner Familie Erfahrungen gemacht.

2. so eine Situation wie hier im Artikel beschrieben:

Geklagt hatte ein Mann aus Braunschweig für seine inzwischen verstorbene Ehefrau. Seit einem Unfall im Jahr 2002 war sie vom Hals abwärts komplett gelähmt. Sie musste künstlich beatmet werden und war ständig auf medizinische Betreuung und Pflege angewiesen. Häufige Krampfanfälle verursachten ihr starke Schmerzen.

Ihren Zustand empfand die Frau als unerträglich und entwürdigend.

Patientenschutz?

Was für eine üble Bevormundung! Das ist scheinheilig über alle Maßen. Nach deren Ansicht muss also jemand dahinsiechen und langsam krepieren? Ich habe das miterleben müssen und wünsche das niemandem, nicht einmal den geldgeilen Schützern.

Wen schützt der

Wen schützt der Patientenschutz?
Unheilbar Schwerstkranke vor einem würdigen Ende?
Oder doch die nicht unerheblichen Einkünfte derer, die an solcher Existenz verdienen?
Denn ein Leben ist so etwas nicht mehr.

@ buerdi (19:37): mein aufrichtiges Beileid an Sie

hi buerdi

...denn heute, um 12:34 ist mein werter Opa, nach nun fast 1jährigem Sterbeprozess nach langer Krankheit und Schmerzen verstorben.

meine echtes aufrichtiges Beileid. Ich kann verstehen, wie Sie sich jetzt fuehlen muessen in diesen Stunden. Gott möge Ihnen beistehen und ihren Schmerz lindern. Sowas was sie hier erlebt haben:

Auch er hat gerade in den letzten Monaten, um Erlösung gebeten.

ist die Hölle, die man niemandem wuenscht. Und um ehrlich zu sein: ich bin in meinem bisherien Leben dreimal durch diese Hölle gegangen (einmal während meiner Schulzeit bei einer Großtante von mir in Oberfranken bei der ich die letzte in der Entscheidungskette war, dann 2013 zum zweiten Mal bei meinem Opa in Niedersachsen und 2016 schließlich zum dritten Mal bei meiner Oma in Niedersachsen. Beide waren Krebs im Endstadium und der Sterbeprozess hat bei beiden fast gut zwei Wochen gedauert).

Brysch hat Recht

Zitat: ""Denn was eine unerträgliche Leidenssituation ist, bleibt offen", sagte Vorstand Eugen Brysch der Nachrichtenagentur AFP. Leiden sei "weder objektiv messbar noch juristisch allgemeingültig zu definieren"."

Da hat der Herr Brysch Recht (mit dieser einen Aussage).

Und daran sollte er sich auch halten, weder er noch sonstwer hat die Fähigkeit oder das Recht, über das Leiden eines anderen Menschen zu befinden, es als "ertragbar" zu deklarieren und diesen Menschen zur Fortsetzung seines Leidensprozeßes zu zwingen.

Gruß, zopf.

Ergänzend zum Thema Erfahrungen aus meinem Leben

Ergänzend sage ich dazu ehrlich:

in meinem bisherigen Leben bin ich dreimal durch diese Hölle wie sie der User buerdi beschreibt gegangen. Das erste Mal war während meiner Gymnasialzeit bei einer Großtante von mir in Oberfranken. Es war schon spätabends als das Krankenhaus anrief und uns um Entscheidung bat ob letzte Spritze ja oder nein. Meine Eltern konnten sich nicht einigen und ich war damals die letzte in der Reihe, die gefragt wurde und dann musste ich die Entscheidung damals fällen. Ich gebe offen zu, dass ich hart mit mir selbst gerungen habe, aber letztlich habe ich mich dann doch fuer die Option entschieden weil ich auch die Quälerei bei meiner Großtante nicht mehr verlängern wollte und ihr leiden nicht mehr mitansehen konnte.

Das zweite Mal war 2013 bei meinem Opa in Niedersachsen. Es war viel zu spät erkannter Krebs im Endstadium. Auch hier war es spät abends als wir ins Klinikum gerufen wurden. Er litt 14 Tage lang, bevor es vorbei war...

Auch mein Opa wollte damals einschlafen und durfte nicht

Bei meinem Opa haben wir dann letztlich auch fuer die Spritze entschieden, weil auch er eindeutig mehrfach gesagt hat:

"ich kann nicht mehr. Bitte lasst mich endlich einschlafen". Und dass war sowas von eindringlich... Und sein Leid war grausam. Sowas was er durchlitten hat, wuensche ich niemandem. Und in Niedersachsen gibt es so gut wie kaum Palliativ-Stationen. Die Situation dort ist einfach unzureichendd in dieser Hinsicht. Die nächste Palliativstation wäre erst in Bremen gewesen und damit ziemlich weit weg von seinem Wohnort.

Im Jahr 2016 war es dann bei meiner Oma aus Niedersachsen so weit. Bei ihr war es das zweite Krebs-Rezidiv nach Nierenkrebs (eine NIeder kam damals raus) und Brustkrebs (eine Brust wurde amputiert). Bei diesem zweiten Rezidiv war es dann Bauchspeicheldruesenkrebs. Das ist eine der am schnellsten wuchernden Krebsformen und eine der bösartigsten. Auch sie litt hier bei in Schweinfurt in der Palliativstation fast 14 Tage bevor es vorbei war.

Beim Tod meiner Oma war ich dabei an ihrem Bett

Zu dem Fall von meiner Oma ergänze ich noch dazu:

ich war in den letzten Stunden in der Palliativstation dabei als sie starb. Ihr glaubt nicht, wie grausam sowas ist... Sie war quittegelb am ganzen Körper, sie hatte extremen Juckreiz durch diesen Gallenfarbstoff und Essen konnnte sie auch die letzten drei Tage nicht mehr (sie bekam dann Infusion). Und in diesen letzten Stunden wollte auch meine Oma Einschlafhilfe. Gegen Mitternacht wurden wir dann von den Schwestern nach Hause geschickt, weil wir am Bett von meiner Oma eingepennt sind weil wir sie nicht alleine lassen wollten.

Und dann als wir zu Hause waren, hat es nur noch wenige Zeit gedauert und der Anruf von der Palliativstation kam, dass sie tot war. Ganz offenbar haben ihr die Schwestern dort was gegeben, dass sie einschlafen konnte, wofuer ich diesen Schwestern dort unendlich dankbar bin.

Als ich meine Oma dann zuletzt so friedlich im Bett liegen sah, so ohne Schmerzen im Gesicht... das hat mir den Abschied leichter gemacht.

Gehört nicht auch das Sterben

Gehört nicht auch das Sterben wollen zum Selbstbestimmungsrecht? Was bitte hat mir der Staat vorzuschreiben, wenn ICH über das Ende MEINES Lebens bestimmen möchte? Das geht ihn überhaupt nichts an!

Extrem riskant

Sterbehilfe ist extrem riskant. Nicht nur für den Sterbewilligen sondern auch für den oder die Helfer egal ob aktiv oder passiv, das sind eh nur juristische Begriffe. Entscheidend ist viel mehr wie Gott das sieht. Wir wissen dass Gottes Wege unergründlich sind, der Mensch hat sich da nicht drüberhinwegzusetzen. Wir wissen welche Strafen möglich sind, vom Fegefeuer bis zur endgültigen und unendlichen Höllenqual. Das sollte niemand riskieren, nur um ein bischen früher als von Gott geplant aus dem Leben zu scheiden.

Ich leide an einer

Ich leide an einer unheilbaren Krankheit, Pankreaskarzinom, die mit Sicherheit zum Tode führt. Mir wurde eine Zeitspanne von 5...12 Monaten gegeben.
Eine Chemotheraphie soll mir die letzte Zeit in einer Pallativstation erträglich machen.
Gegenwärtig geht es mir noch annehmbar und ich werde keinesfalls aufgeben.
Aber wovor ich unheimliche Angst habe ist, qualvoll und unwürdig zu verrecken, nur um die Bilanz eines Krankenhauses zu optimieren. Gut, eine entsprechende Verfügung (Verbot künstlicher Ernährung, Einsatz technischer Geräte) habe ich erstellt.
Deshalb habe ich mich schon mit mehreren Möglichkeiten, einschl. Dignitas befaßt.
Mit meiner Hausärztin, der ich sehr vertraue, werde ich dieses Thema kommende Woche ausführlich besprechen.
Ich bin froh, dass Menschlichkeit möglicherweise über den Profit gesiegt hat.

Ich könnte mir sogar noch zwei weitere Ausnahmen vorstellen

In der Sache könnte ich mir sogar noch ein paar weitere Ausnahmen vorstellen bei denen man solche Sterbehilfe gewähren sollte:

bei langsam schleichendem ALS, wenn diese Krankheit irgenwann im Rollstuhl endet und man gar nichts mehr selber kann und dann nur noch dahinvegetiert.

Oder auch bei Kinderleukämien, wenn die Therapie nicht anschlägt und die Kinder selber sagen, dass sie sterben wollen weil sie merken dass ihr Körper keine Kraft mehr hat.

Aber es gibt natuerlich auch Situationen, in denen sowas auf keinen Fall gemacht werden sollte. Und da sehe ich zum Beispiel solche eindeutig behandelbaren Burnouts und psychische Probleme. Die kann man in Kliniken behandeln.

@ 20:12 von Jesus online

Entschuldigen Sie, aber Sie unterliegen dem Irrtum Glauben mit Wissen gleichzusetzen.

Ihr persönlicher Glaube ist nicht meiner und Ihr Glaube ist ganz bestimmt kein allgemein anerkanntes Wissen.

Ansonsten steht es Ihnen natürlich frei, naturwissenschaftliche Beweise für die Richtigkeit Ihres Glaubens beizubringen.

Gruß, zopf.

Seltsame Auffassung von Herrn Brysch

Ist er der liebe Hergott, der beurteilt, ob jemand das Recht hat, in einer unerträglichen aussichtslosen Krankheitssituation hat?

Wenn ein Mensch nach seinem Empfinden den Freitod wünscht, weil seine gesundheitliche Situation unerträglich ist, ist es völlig irrelevant, ob es objektiv oder juristisch definierbar ist.

Maßgeblich ist der freie Wille...

Herr Brysch möge mal ganz schnell von seinem hohen Roß herunterkommen...

dringend notwendige Erwiderung zu #Jesus online

#Jesus online
"Entscheidend ist viel mehr wie Gott das sieht. Wir wissen dass Gottes Wege unergründlich sind, der Mensch hat sich da nicht drüberhinwegzusetzen"

Ich habe nie den aller kleinsten Beleg geschweige den Beweis für einen Gott erlebt. Sie objektiv auch nicht und kein Mensch jemals vor uns. Meinungen zur Existenz Gottes sind hochgradig subjektiv und in keiner Weise nachvollziehbar.
Das können wir also wohl schlecht zur Grundlage unseres Handelns und unserer Gesetze machen.

Ich habe Ihren Beitrag gerade noch einmal gelesen und vermute nun, dass es reine Satire oder Provokation ist. Homo sapiens heißt schließlich "Der weise, vernünftige Mensch".

Ich hoffe für Sie, dass Ihre "Hölle" erträglich sein möge.

das passt doch nicht zusammen

wenn man - wie beschrieben - künstlich beatmet werden muss und häufige Krampfanfälle erleidet, ist es nicht nötig, vor einem Gericht ein Barbiturat einzuklagen. Eine Beatmung muss, wenn ein Patient sie nicht wünscht, beendet werden. In dieser Situation ist die Gabe von starken Beruhigungsmitteln mit dem Ziel der Leid-Minderung/Leid-Verhinderung nach deutschen Gesetzen absolut geboten. Die Anwendung der üblichen Regeln der Palliativmedizin ist vollkommen ausreichend. Dass es hier zu einem jahrelangen Prozess gekommen ist, muss andere Hintergründe haben.

Mal anders herum gefragt:

Auf welcher Basis nimmt sich der Gesetzgeber denn das Recht heraus einem volljährigen, mündigen, geistig gesunden Menschen das Recht zu verweigern sein eigenes Leben zu beenden oder beenden zu lassen wenn er dazu körperlich nicht mehr im Stande ist?

Es gibt ein Recht auf Leben für JEDEN Menschen, das steht völlig außer Zweifel, aber kann es auch einen Zwang zum Leben geben?

Kann man es moralisch vertreten einen Menschen zum Leben zu zwingen?

Das ist eine Frage die sich alle diejenigen stellen sollten die anderen Menschen das Recht auf Selbstbestimmung nehmen wollen!

Ich persönlich würde es fast schon mit Folter geleichsetzen wenn man einen Menschen der unheilbar krank ist und der unter starken Schmerzen leidet zwingt weiter zu leben!

Mit welchem Recht begeht man als Gesellschaft solche Grausamkeiten an diesen Menschen?

@ 21:12 von klube

Zitat: "Ich persönlich würde es fast schon mit Folter geleichsetzen wenn man einen Menschen der unheilbar krank ist und der unter starken Schmerzen leidet zwingt weiter zu leben!"

Meine Zustimmung zu Ihrem Kommentar.

Ich gehe sogar soweit, daß ich in dem zitierten Satz, das "fast" weglassen würde.

Ich habe ihn erst gestern Abend in einer privaten Diskussionsrunde genau so formuliert.

Gruß, zopf.

Bin ich froh in der wirklich freien und demokratischen...

...Schweiz zu leben.

Dort wo die Freiheit des Einzelnen noch etwas zählt.

Dort wo es keinen Obrigkeitsstaat gibt wie immer noch in D mit einer Alleinherrschenden Politiker und Medienkaste die meint den einzelnen Menschen vorschreiben zu können wie sie zu leben und auch zu STERBEN haben.

Dort wo gesunder Menschenverstand dominiert und keine Ideologen die in irgendeiner Bubble schweben und leben.

Es hat einen Grund warum Kommunismus, Nationalsozialismus und Sozialismus ihre Wurzeln in D haben: Der Einzelne wird dem Kollektiv bzw. der Obrigkeit und deren Ideologie untergeordnet. IMMER NOCH...nichts gelernt 1945

20:12 von Jesus online

"Entscheidend ist viel mehr wie Gott das sieht. Wir wissen dass Gottes Wege unergründlich sind, der Mensch hat sich da nicht drüberhinwegzusetzen. Wir wissen welche Strafen möglich sind, vom Fegefeuer bis zur endgültigen und unendlichen Höllenqual. Das sollte niemand riskieren, nur um ein bischen früher als von Gott geplant aus dem Leben zu scheiden."

Das mag für Menschen gelten, die wahrhaft gläubig sind. Allgemeingültigkeit für alle ( nichtgläubigen oder andersgläubigen) im Staatsgebiet der BRD aufhältige Personen hingegen besitzt Ihr ganz persönlicher Glaube an Gott - im Gegensatz zur bestehenden, gültigen Rechtsprechung für das Staatsgebiet der BRD - allerdings nicht ?

20:26 von GueWie

"" Ich leide an einer unheilbaren Krankheit, Pankreaskarzinom, die mit Sicherheit zum Tode führt. Mir wurde eine Zeitspanne von 5...12 Monaten gegeben.
Eine Chemotheraphie soll mir die letzte Zeit in einer Pallativstation erträglich machen.""
#
Erst einmal mein Mitgefühl!.Ich denke Ihre Hausärztin wird sie in dem Ablauf ihres Krankenbildes sicher begleiten und ihnen jegliche Art von Schmerzen nehmen. Das ist heute schon Stand der ärztlichen Versorgung . Auch hier schreibe ich von zwei ähnlichen Fällen aus der Verwandtschaft.

Beatmung abschalten heißt Ersticken lassen ...

daher ist der Wunsch nach einem Barbiturat oder einem anderen Mittel deutlich humaner.
Verhandelt wurde der Anspruch auf ein Mittel zum Sterben, um Leiden zu minimieren.
Ich hoffe, daß hier künftig mehr möglich ist als bisher. Um Mißbrauch vorzubeugen, kann ja ein entsprechender gesetzlicher Rahmen geschaffen werden.
Ich halte es für unwürdig, Schwerstkranken die Reise in Länder zuzumuten, in denen Sterbehilfe erlaubt ist.

Ich begrüße dieses Urteil

Es war falsch, dass diese Möglichkeit den Menschen in diesem Land überhaupt verwehrt war.

Tatsache ist, viele haben diesbezüglich sehr oft Hilfe im Ausland gesucht und in wer weiß, wie vielen Fällen, haben die "Patienten" sich selbst das Leben genommen aber auf unwürdige Art und Weise.

Vielleicht hätten heute einige von diesen noch leben können, weil diese vorher sich über diese Möglichkeit bei Ärzten informiert hätten und die Ärzte wiederum eingreifen und andere Ärzte (z. B. Psycho-Ärzte) informieren bzw. an diese vermitteln könnten.

Bei unerträglichen (= vom jeweiligen Mensch abhängig, spreche hier für mich) Lebensumständen z. B. bei Verlust der Fähigkeiten zu Sehen und Hören und Riechen und vielleicht auch noch Gehen, würde ich sehr gerne entscheiden, ob ich durch Medikamente friedlich im Schlaf sterbe oder sonstige Art von Suizid zu Hause vollziehe. Was wenn noch jemand im Haus lebt, sollen diese das Ergebnis des Selbstversuchs sehen?

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