Oscar-Verleihung: Von Favoriten und politischen Zeichen

26. Februar 2017 - 09:50 Uhr

Es ist die Nacht des Jahres in Hollywood - zum 89. Mal werden die Oscars verliehen. Branchenüblich ist das Geraune, wer Favorit ist und wer aus dem Rennen, beträchtlich. Doch in diesem Jahr, sagt Wolfgang Stuflesser, geht es nicht nur um Glamour.

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Kommentare

Na dann hoffen wir mal

Dass die Traumfabrik selber mit gutem Beispiel voran geht. Denn in den letzten Jahren wurden immer wieder Rassismus-Vorwürfe auf. Weil es Jahre gab, wo kein einziger Schwarzer für einen Oskar nminiert war. Und deshalb einige prominente Afro-Amerikaner die Veranstaltung boykottierten.

Wer andere kritisiert, sollte besser selber nicht in den Verdacht kommen, dem eigenen Rassismus zu frönen.

Und wenn nun die Feindschaft zu Trump die Menschen vereint und dieses Zusammenrücken den Rassismus "Hollywood-Styl" überwindet, hätten alle gewonnen.

Politischer Oskar?

"...wie politisch wird die Verleihung?" Politische Oskarverleihung? Wann kommen die Politischen Olympischen Spiele? Entschuldigung, aber man kann`s
auch übertreiben.

Die Traumfabriken

feiern sich am Ende selber und es wie überall auf der Welt um viel Geld.
Keinen der Filme kenne ich leider, den viel gerühmten Toni muss mir wohl mal suchen wo es den gibt.
Hab jetzt nur mal auf die schnelle gelesen um was es geht, scheint aber auch abgerückt vom wahren Leben zu sein.

Gruß

Geeignete Forum?

Ich stelle mir die Frage, ob die Oscar-Verleihung ein glaubwürdiges Forum für Kritik an Trump ist. Ein Treffen von Menschen, die für einen einzigen Film Millionen bekommen. Eine Industrie, deren z.T. seichten Produkte weltweit Milliarden einspielen, die u.U. intelligenter zu nutzen wären.
Diese Menschen haben natürlich das Recht, so wie jeder, ihre politischen Ansichten zu äußern. Mir als überzeugtem Trump-Gegner widerstrebt es aber, die Meinung von z.B. Frau Streep für wichtiger zu halten, als die eines Familienvaters im Rustbelt, der Trump gewählt hat. Deren beiden Welten sind Lichtjahre voneinander entfernt. Der hört von der Oscar-Party und sagt sich, "ihr habt leicht lachen. Von dem Geld, das ihr für Häppchen und Schampus ausgebt könnten mein Kinder studieren."
Leider übersieht der typische Trump-Fan, dass Trump mindestens genauso viel Geld für Luxus verprasst. Aber Logik spielt keine Rolle mehr.

Gnade !

laßt die Zeichen und Flaggen in der Schublade

Der Oscar

ist eine völlig überflüssige Veranstaltung.

Da feiern sich Leute, die im Leben nichts geleistet haben, außer ein paar Filme zu drehen, selbst.
Es werden dadurch Milliarden verdient und das noch weitgehend leistungsfrei.

Zuerst gibt es ellenlange Ankündigungen des Siegers, der dann gerührt, kieksend oder tränenüberströmt die Trophäe entgegen nimmt.
Anschließend hält der Auserwählte meist eine ausschweifende Rede, in der er sich bei Oma, Opa, Mama, Papa, den Nachbarn, dem Wirt um die Ecke, dem Papst, dem Kaminkehrer usw. bedankt.

Sorry, aber wer braucht so etwas?

Wie mehrfach bewiesen wurden

Wie mehrfach bewiesen wurden waren die Rassismus Vorwürfe nicht war, da in diversen anderen Kategorien oder aber in Vorjahren diverse nicht weiße Schauspieler Preise gewonnen haben. Der ganze "Skandal" wurde von Will Smith's Frau gestartet welche wohl verpasst hat wie dramatisch die Performance ihres Mannes in dessen neueren Filmen abgenommen hat. Nicht zuletzt dadurch, dass dieser zwanghaft versucht seinen vollkommen untalentierten Sohn in die Rolle eines Bühnenstars zu zwingen. Ich hoffe, dass dieses ganze gezedere um Hautfarbe nicht wirklich verdiente Performer um ihre Preise bringt. Genau wie beim Thema Frauenquote sollte es darum gehen, wer besser performt. Nicht darum wer welche Farbe oder Geschlecht hat.

Hollywood will Deutungshoheit behalten

Der Konflikt zwischen der Regierung Trump und Hollywood könnte einfältiger und naiver nicht sein. Für Trump und Bannon ist Hollywood nur die symbolische Verlängerung der Wall Street. Es geht um meist primitiven Kommerz. Demokratie und die Interessen der Arbeitnehmer verschwinden in einem korrupten System in dem sich die Eliten in Hollywood, Wall Street, Washington sowie die Konzernchefs auf Kosten der Bevölkerungsmehrheit bereichern.

Hollywood kritisiert nun wiederum Trump, er hat einen Stern auf dem Walk of Fame, sowie Bannon, er war Produzent und Regisseur in Hollywood, als undemokratisch, rassistisch und faschistisch.

Bannon kritisiert in seinem Hollywood-Film "Generation Zero", die Neoliberale Krise und skizziert eine Zeitenwende. Die Interessen der Arbeiter sollen an die Stelle der Interessen der wenigen Superreichen in Film und Fernsehen sowie Politik und Wirtschaft gesetzt werden.

Kein Wunder, dass die gierigen Superreichen in Hollywood ihre ehemaligen Lieblinge angreifen

Politisch - das kann böse enden

Schliesslich werden sehr viele Filme von der US Regierung (Pentagon) finanziert.

Wer also noch mal in solchen Werken wie Top Gun, Perl Harbor, also in all diesen Filmen, in denen die US Truppen Material und Statisten stellen mitspielen möchte, oder als Produzent oder Regisseur einen entsprechenden Film herstellen möchte, der sollte sich das gut überlegen.

Denn: das war für Hollywood immer sehr günstig, die Armee zu nutzen, man musste nur den Sprit zahlen. Material und Männer gab es für eine entsprechende Botschaft im Film für lau.

Zu verwoben ist das Filmbusiness mit der Regierung, als dass sich das alle leisten können.

Ich glaube, es wird interessant werden, WER sich entsprechend äussert.

Das kommt dann vermutlich darauf an, in welcher Art Film man beschäftigt ist.

Ich werde mir die Äusserungen genau unter dieser Prämisse ansehen.

11:17, LiNe

>>Der Oscar
ist eine völlig überflüssige Veranstaltung.

Da feiern sich Leute, die im Leben nichts geleistet haben, außer ein paar Filme zu drehen, selbst.
Es werden dadurch Milliarden verdient und das noch weitgehend leistungsfrei.<<

Filme, die von Millionen gesehen werden. Und die all das Geld, was da verdient wird, über Eintrittskarten in den Kinos einspielen.

Man kann mit Fug und Recht die Frage diskutieren, ob der zeittypische Superstar-Hype nicht ein Zeichen für die kommerzielle Dekadenz der Kunst ist. Aber Schauspieler und Regisseure als Menschen zu charakterisieren, die "im Leben nichts geleistet haben, außer ein paar Filme zu drehen", das ist schon eine sehr bildungs- und kulturferne Attitüde.

Kulturestablishment

Die orthografischen und grammatikalischen Höhenflüge unserer Kulturkritiker hier sind sehr vielsagend.

Wenn es darum geht, über Kunst und Kultur herzuziehen, sind die Bildungsfernen ganz vorne.

Bildung ist ja auch elitär. Man braucht sie eigentlich gar nicht.

11:59, Initiative Neue...

Immer wieder faszinierend, wie Sie hier mit aller Macht versuchen, die Clique von Milliardären, die momentan die US-Regierung stellt, zu Helden der Arbeiterklasse zu stilisieren.

Die reichste Regierung, die die USA je hatten.

11:59, tisiphone

Wenn ich mich daran erinnere, wie Sie vor kurzem hier noch angesichts russischer Marzipanpanzer das Loblied auf die soldatische Männlichkeit sangen, dann kann ich Ihre interessante Meinung, ein Großteil der Hollywoodfilme werde vom Pentagon finanziert, eigentlich nur als Wunschdenken deuten.

Es stimmt natürlich, daß eine bestimmte Sorte patriotischer Streifen vom Verteidigungsministerium gefördert wird. Aber wieviel Prozent der Produktion Hollywoods machen die aus?

@ 12:22 von fathaland slim: Ja, wenn Sie Rechtschreibung ...

... und Grammatik mit Bildung gleichsetzen ...

Ich erlaube mir übrigens auch, diese Übertragung aus den USA seit Jahren nicht zu sehen oder nach kurzer Zeit abzuschalten und bin da ausgesprochen frohgemut mit! :)

Das Sie als Künstler das anders sehen, ist ja Ihr gutes Recht - so lange die Anbetung filmschaffender Millionäre nicht zur Pflicht wird: Wenn auf dieser Veranstaltung dann doch mal Wichtiges gesagt wird, wird man das anschließend sicherlich auch in den Medien lesen können!

Hipper Protest -mal so, mal so

Fundierte Kritik ist immer gut, noch besser, wenn sie mutig und authentisch von Menchen vorgetragen wird, die Millionen erreichen. Doch leider können sich das nur die leisten, die berühmt genug sind. Alle anderen würden dafür abgestraft. Und seither war der Oscar auch nicht ein Leuchtturm der Demokratie, sondern orientierte sich zumeist am kommerziellen Erfolg und Mainstream der mehr oder minder seichten Unterhaltung. Doch Merryl Streep war authentisch und auch Moore war es damals. Un ddeshalb ist es gut, wenn die Verleihung politischer wird, weil die Kritik weltweit gehört wird und weil es zeigt, dass es in den USA nicht nur Trump-Fans gibt, sondern sehr viele, die ganz anders gepolt sind.

Oscar verleihung

Unterschätzen Sie die Meinungsbildung durch Hollywood in den USA nicht - Schauspieler und ihre Welt haben dort einen völlig anderen Stellenwert in der Alltagswelt der Bürger als hier.
Im Augenblick ist es wichtig, dem amerikanischen Volk klarzumachen, auf wen es sich da eingelassen hat.
Danke an den Leser, der den Hinweis auf “die Welle“ gab - diesen Film sollten sich die Amerikaner jetzt unbedingt ansehen....
Nein, ich sitze nicht auf einem hohen Ross, sondern sage dies als Deutsche mit einer Vergangenheit, die sich noch viele Generationen lang in uns bemerkbar machen wird !
Auch Nixon musste seinen Platz vorzeitig räumen - ich kann nur für die Amerikaner hoffen, dass das auch das Schicksals Trumps sein wird !!!

Oscar-Verzeihung!

Oscar-Verleihung bedeutet, das sich drittklassige Schauspieler für unterwältigende Filmchen selber feiern, und in ihrer von der Realität total abgekoppelten Welt sich als so etwas wie eine "Leitkultur" sehen, die nur Sprechblasen absondern müssen, und das gemeinen Volk jubelt ihnen zu. Das einzige, was sie mit der real arbeitenden Bevölkerung verbindet, sind aber nur die Eintrittsgelder der Kinogänger, von denen diese Mimen viel zu gut leben.

12:49, Wollux

Ich schaue mir den Zirkus auch nicht an. Habe ich noch nie gemacht. Und auch die Berlinale geht mir eigentlich jedes Jahr auf die Nerven.

Mit Anbetung habe ich überhaupt nichts am Hut. Ich brauche keine Ersatzgötter.

Na ja, ne Art Guru hatte ich schon. Der hieß Sunnyland Slim und hatte eine höchst eigenwillige Rechtschreibung, was daran lag, daß er so gut wie nicht zur Schule gegangen ist. Er hatte sich gewissermaßen selbst erzogen und gebildet.

Bildungsferne ist nicht angeboren und kein Schicksal, sondern eine Attitüde. "Interessiert mich nicht, brauch ich nicht". Mit einem Menschen, der dieser Haltung huldigt, kann man nicht über Kunst und Kultur reden, weil es ihn einfach nicht interessiert, was ihn aber nicht daran hindert, ein gut gepflegtes Ressentiment vor sich herzutragen.

Das meinte ich mit meinem etwas ironischen Beitrag über unsere "Kulturkritiker".

@fathaland slim

Äpfel - Birnen?

Wissen Sie, dass zum Beispiel in den Vorräumen der Kinos in denen Top Gun gezeigt wurden, Militäranwerber ihre Stände aufgebaut hatten?

Das hat dann doch eine leicht andere Note, als Backwerk in Panzerform, das dann vernascht wird. Finde ich jedenfalls.

Weiter fragen Sie, wie viele Filme das sind.

Interessante Frage, aber eigentlich die falsche. Denn: wichtig ist, wie viele Zuschauer sie erreichen.

Wenn Sie 100 Filme mit mässiger Zuschauerzahl haben, dann ist die Verbreitung der Botschaft relativ gering.
Filme, die auf ein intellektuelles Publikum setzen sind zum Beispiel auch gar nicht das Ziel solcher Finanzierungen.

Wenn Sie allerdings mal die Zuschauerzahlen von Bruckheimer, Bay etc betrachten, dann erkennen Sie die Verbreitung.

Die Masse macht es. Nicht die Masse an Filmen, sondern die Masse der Zuschauer, die den Kram gucken.

(The Guardian nannte in einem Artikel 2009 u.a. Transformers, Iron Man 2)

12:35 von fathaland slim

11:59, tisiphone

Wenn ich mich daran erinnere, wie Sie vor kurzem hier noch angesichts russischer Marzipanpanzer das Loblied auf die soldatische Männlichkeit sangen, dann kann ich Ihre interessante Meinung, ein Großteil der Hollywoodfilme werde vom Pentagon finanziert, eigentlich nur als Wunschdenken deuten.

Es stimmt natürlich, daß eine bestimmte Sorte patriotischer Streifen vom Verteidigungsministerium gefördert wird. Aber wieviel Prozent der Produktion Hollywoods machen die aus?
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In Punkto Förderung muss sich Deutschland auch erheblich verbessert haben, sonst würden nicht viele ausländische Produktionen hier gedreht.
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Vielleicht topt Martin das ja nochmals, was Willi bereits an Kunstförderung aus dem Juliusturm in seine Wählerinitiativen steckte.
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@ fathaland slim

"Immer wieder faszinierend, wie Sie hier mit aller Macht versuchen, die Clique von Milliardären, die momentan die US-Regierung stellt, zu Helden der Arbeiterklasse zu stilisieren."

Das ist das Wahlkampfversprechen von Trump. An die Stelle einer Politik der Selbstbereicherung soll eine Politik gesetzt werden die dem vergessenen kleinen Mann zugute kommt. Gerade die Kritiker Trumps wie Sie und die Medien müssen jetzt darauf achten, Trump muss liefern.

re initiative neue

"Das ist das Wahlkampfversprechen von Trump. An die Stelle einer Politik der Selbstbereicherung soll eine Politik gesetzt werden die dem vergessenen kleinen Mann zugute kommt."

So wie die Deregulierung der Banken, die dem vergessenen kleinen Mann zugute kommt.

Oder eher doch der Wallstreet?

13:08, tisiphone

Miltarismus ist eine Geißel. Und da ist es ganz egal, auf welcher Seite er stattfindet und wie er sich äußert. Ob durch Pralinen in Waffenform oder durch Filme in Ballerspielästhetik, es läuft alles auf's gleiche hinaus, nämlich die Kriegsbegeisterung der Jugend zu fördern.

Für was....

steht eigentlich der "Oscar"? Bestimmt nicht für Qualität, sondern eher für Gigantomanie! Vielleicht könnte man noch ein paar Kategorien erfinden? Ich würde dann Dummheit, Oberflächlichkeit und Unfähigkeit zur Leistung vorschlagen! Oder wieviele Filmschauspieler gibt es wohl, die auch auf der Bühne bei z.B."Hamlet" überzeugen könnten? Es gibt ja wohl viel wichtigere und interessantere Dinge, als das, was in den USA geboten wird, oder?

re line

""Da feiern sich Leute, die im Leben nichts geleistet haben, außer ein paar Filme zu drehen"

Was haben Sie geleistet, was Sie auf eine Stufe stellt mit dem Schaffen eines Woody Allen, Stanley Kubrick, Ingmar Bergmann, Luis Bunuel, Claude Chabrol?

13:53, karlheinzfaltermeier

>>Für was....
steht eigentlich der "Oscar"? Bestimmt nicht für Qualität, sondern eher für Gigantomanie! Vielleicht könnte man noch ein paar Kategorien erfinden? Ich würde dann Dummheit, Oberflächlichkeit und Unfähigkeit zur Leistung vorschlagen! Oder wieviele Filmschauspieler gibt es wohl, die auch auf der Bühne bei z.B."Hamlet" überzeugen könnten? Es gibt ja wohl viel wichtigere und interessantere Dinge, als das, was in den USA geboten wird, oder?<<

Ich glaube, Sie unterschätzen den Schauspielerberuf und die Qualität der Filme, die bei den Oscarverleihungen prämiert werden, ganz gewaltig.

Und abgesehen davon, daß nicht nur amerikanische Produktionen prämiert werden, schauen Sie sich doch bitte mal an, was das Gros der Filme ausmacht, die in unseren Kinos laufen: es sind amerikanische.

Ich möchte das jetzt wirklich nicht schönreden oder was auch immer, aber man sollte doch die Realität zur Kenntnis nehmen.

13:08 von fathaland slim

Tatsächlich scheint auch mir der kommerzielle Aspekt bei dieser Veranstaltung im Vordergrund zu stehen: Inzwischen kann man nachlesen, dass Filme mit Schwarzen und anders stämmigen Darstellern höhere Zuschauerzahlen erreichen - also letztlich mehr Gewinn bringen: "Oscars so schwarz" (Die Zeit).

Das kann auch als Grund dafür gesehen werden, dass - anders als in den vergangenen Jahren - auch Menschen nicht weißer Herkunft für den Oscar nominiert werden:

Ja wenn denn das Gewinnstreben auch zu mehr Gerechtigkeit führt - was wollen wir mehr? Das müsste man jetzt nur noch manchen US-Polizisten erklären.

@fathaland slim um 14:07 Uhr

Ich unterschätze den Schauspielerberuf absolut nicht, wie Sie mir unterstellen! Ich mache nur einen Unterschied darin, ob jemand auf der Bühne steht und eine Szene "sitzen muß", weil man sie eben nicht wie beim Film oder Fernsehen x-mal wiederholen lassen kann! Auch wenn es Sie überrascht: ich erkenne sehr wohl die Realität, daß sich leider auch unsere Bevölkerung von Oberflächlichkeit blenden läßt. "germanys next top-modell" im Fernsehen dürfte ja als Beweis genügen, oder? Daß außerdem Hollywood-Produktionen die Masse der Filme in deutschen Kinos ausmachen, dafür sollten doch gerade Ihnen die Gründe und Hintergründe bekannt sein, oder?

14:14, Wollux

>>Ja wenn denn das Gewinnstreben auch zu mehr Gerechtigkeit führt - was wollen wir mehr? Das müsste man jetzt nur noch manchen US-Polizisten erklären.<<

Das Gewinnstreben geht in die verschiedensten Richtungen. Amerikanische Polizisten haben eine größere Chance auf Beförderung, wenn sie eine hohe Anzahl an "Arrests" vorzuweisen haben. Gewissermaßen gilt dann eben auch hier: "Black sells".

13:25 von Initiative Neue...

"An die Stelle einer Politik der Selbstbereicherung soll eine Politik gesetzt werden die dem vergessenen kleinen Mann zugute kommt."

Die Politik für den kleinen Mann sieht bei Trump so aus:

Pack den Tisch der Reichen so voll mit Essen, dass zwangsweise ein paar Krümel herunterfallen müssen. Wenn diese dann bei den kleinen Leuten landen, erzähle allen wie großartig Du Dich um die kleinen Leute gekümmert hast.

Wenn Hollywoodstars auf solcher Verhältnisse aufmerksam machen, ob wohl sie als Reicher selbst von der trumpschen "Macht die Reichen reicher" Politik profitieren, sollte einem das schon zu denken geben.

@ 14:32 von fathaland slim: Au weia!

"Amerikanische Polizisten haben eine größere Chance auf Beförderung, wenn sie eine hohe Anzahl an "Arrests" vorzuweisen haben."

Es war wohl nicht die schlechteste Entscheidung, hier in Berlin zu bleiben - zumal die meisten sowieso mal hier vorbei kommen! :)

GeMe

"Pack den Tisch der Reichen so voll mit Essen, dass zwangsweise ein paar Krümel herunterfallen müssen. Wenn diese dann bei den kleinen Leuten landen, erzähle allen wie großartig Du Dich um die kleinen Leute gekümmert hast."

Dieses Bild wird für die Politik des Neoliberalismus verwendet. Es stammt aus der Vergangenheit.

Die Reallöhne stagnieren in den USA. Die breite Mittelschicht wurde von dem Zuwachs des Wohlstands ausgeschlossen. Die Begründung für Lohndrückerei lautete, Globalisierung. Dieser Neoliberalen Ausbeutungsstrategie setzt Trump Schutzzölle entgegen. Jetzt kann auch der vergessene kleine Mann vom Wachstum profitieren.

Ob Trump liefert bleibt abzuwarten. Aber wenn Trump falsch liegt und es gar kein korruptes Establishment gibt, welches die Bevölkerungsmehrheit ausbeutet, dann werden diese Medien genau darauf achten. Der kleine Mann braucht ein starkes Lohnplus und bessere Lebensbedingungen. Die fetten Jahre für die Konzerne und Chefredakteuere sind vorbei.

tisiphone, 11:59

||Wer also noch mal in solchen Werken wie Top Gun, Perl Harbor, also in all diesen Filmen, in denen die US Truppen Material und Statisten stellen mitspielen möchte, oder als Produzent oder Regisseur einen entsprechenden Film herstellen möchte, der sollte sich das gut überlegen.||

Gerade diesen gewaltverherrlichenden Müll braucht kein Mensch.

Politische Zeichen sind fehl am Platze

und wenn die Academy ein politisches Zeichen setzen will, dann könnte sie das, indem "The Salesman" den Oscar kriegt. Auch wenn viele hier sagen, "Toni Erdmann" sei der bessere Film.

Ja und mit einem solchen politischen Zeichen würde man wirklich gute Filme, die den Preis aus filmischer Sicht verdient hätten, diskreditieren und die Academy würde nicht mehr nach cineastischer Qualität beurteilen, sondern andere fachfremde Kriterien heranziehen. Ein Oscar für einen Film würde dann rein gar nichts mehr über die Qualität eines Filmes aussagen. Deshalb teile ich diese Forderung nach einem politischen Zeichen der Academy überhaupt nicht.

"Die Reallöhne stagnieren in den USA. Die breite Mittelschicht wurde von dem Zuwachs des Wohlstands ausgeschlossen. Die Begründung für Lohndrückerei lautete, Globalisierung. Dieser Neoliberalen Ausbeutungsstrategie setzt Trump Schutzzölle entgegen. Jetzt kann auch der vergessene kleine Mann vom Wachstum profitieren."

Wer leidet denn unter den höheren Preise, die durch die Schutzölle verursacht werden? Sicher nicht die Trumps und ihre Milliardärsfreunde, denn denen ist es bei ihrem Reichtum völlig egal ob der nächste Mercedes, Porsche oder Ferrari 25% teurer ist.

Es wird auch nicht ein einziger Job aus China zurückommen, bloß weil Präsident Trump das behauptet. Oder glaubt irgendjemand, dass demnächst ein Iphone oder ein Notebook in den USA gefertigt wird?

Es sei denn, der US-Arbeiter wäre bereit für 20-25 Dollar am Tag zu arbeiten. Das glaube ich allerdings nicht.

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