Kommentare

Philippinen

Ich mache nie wieder Urlaub auf den Philippinen und bin dafür das es dort mehr Drogen gibt?

Hackonya2, 07:27

||Ich mache nie wieder Urlaub auf den Philippinen und bin dafür das es dort mehr Drogen gibt?||

Wie meinen?

Demokratie und Rechtsstaat gehen nicht zusammen?

Demokratie und Rechtsstaat sind nicht das gleiche, aber ohne Rechtsstaat kann es keine Demokratie geben.
Das gilt auch für die Philippinen!
Was wir hier sehen ist die Nutzung der Justiz für diktatorische Zwecke (wie in vielen Quasi-Diktaturen). Wenn die Justiz zur Unterdrückung Andersdenkender zum Einsatz kommt, handelt es sich aber nicht um einen Rechtsstaat sondern um Willkürjustiz. Es ist also an dieser Stelle schlichtweg falsch von den Philippinen als Rechtsstaat zu sprechen.

Ohne Rechtsstaat keine Demokratie

Es wird so schnell keine freien Wahlen mehr auf den Philippinen geben.
Dafür sorgt Duerte, indem er jetzt nach und nach alle politischen Gegner massakriert.

Scheint in Mode zu sein...

...das man unliebsame Oppositionelle einfach mal anklagt und im günstigsten Falle dadurch einsperrt.
Schöne Welt da draußen und viele Vorbilder gibt es ja auch...Russland...die Türkei...usw.

Agitatra, 08:38

||Es ist also an dieser Stelle schlichtweg falsch von den Philippinen als Rechtsstaat zu sprechen.||

Das geschieht im Artikel ja auch gar nicht, sondern es wird von den Philippinen als Demokratie gesprochen.

@Auf eine Frage

Woher nehmen Sie ihre prophetische Erkenntnis?
Und welche politischen Gegner hat er denn schon massakrieren lassen? Bitte nennen Sie doch mal Namen!

Ich lebe seit vielen Jahren auf den Philippinen und kann Ihre Aussagen nicht bestätigen.

07:27 Hackonya2 & 08:05 von kommentator_02

"Hackonya2, 07:27
||Ich mache nie wieder Urlaub auf den Philippinen und bin dafür das es dort mehr Drogen gibt?||

"Wie meinen?"

Werter Mitforist Hackonya2;
Wäre es möglich, dass Sie erläutern, was Sie mit dem Kommentar von 07:27 h eigentlich aussagen wollten ?
Mir erschließt sich explizit nicht, was Sie eigentlich aussagen möchten - speziell auch bezogen auf den Nebensatz "...und bin dafür dass es dort mehr Drogen gibt?"

Wollten Sie der Userschaft hier auf ironische Weise mitteilen, dass Sie Hinrichtungen ohne gerichtsfestes und an Sachbeweisen ausgerichtetes Urteil befürworten?

Nicht das - mich persönlich- dies wundern würde, in Anbetracht Ihrer glühenden Verteidigungsreden für die derzeitige Linie der AKP und TRE im Bezug auf rechtsstaatliche Verfahren, scheinbar auf willkürliche Anschuldigungen gestützte Verhaftungen und genehmen Personalaustauschs innerhalb der Institutionen der Gewaltenteilung der Türkei in den entsprechenden Threads zum Thema.

08:38 von Agitatra

"Demokratie und Rechtsstaat sind nicht das gleiche, aber ohne Rechtsstaat kann es keine Demokratie geben."

Danke für Ihren Kommentar von 08:38h.

Ein einem Land, in dem die Legislative die Exekutive unter Auschluß der Iudikative ( 3 Säulen der Gewaltenteilung) zu " Todeschwadronen" zur Vollstreckung nicht gerichtlich überprüfter Todesurteile macht,
ist KEIN Rechtsstaat und - dadurch, das die Gewaltenteilung und die gegenseitige Kontrolle der drei Institutionen der Gewaltenteilung nicht mehr gegeben - auch keine wirkliche Demokratie mehr.

Neutral berichtet - danke

Oft ärgere ich mich, wenn in den Medien über (unseren) Präsidenten Duterte berichtet wird. Immer steht der erhobene moralische Zeigefinger im Zentrum der Berichte. - Duterte hat tausende von Menschen auf dem Gewissen. Stimmt.

Es ist der gleiche Präsident, dessen Rückhalt im Volk so groß ist, dass er ohne Bodyguards in die Menge geht. Habe ich vor etwa 6 Wochen selbst gesehen. Genau in dem Ort, dessen Bürgermeister voraussichtlich das Bad in der Menge nicht unbeschadet überstehen würde.

Das Volk - die Menschen, die hier leben - wollen es in großer Mehrheit so. Endlich kam dieser Satz auch in der Berichterstattung vor. Danke. „Wir, die wir hier leben, unterstützen diesen Präsidenten, der unsere tatsächlichen Probleme anfasst. (An seinen Aussprüchen sollte er aber noch arbeiten).

09:52 von Auslandsrentner

"Das Volk - die Menschen, die hier leben - wollen es in großer Mehrheit so."

Das mag sein. Es gibt aber auch "DefactoDiktaturen" - in denen das Volk zwar per Wahl entscheiden "darf", wer "herrscht" - aber die Möglichkeit einer Wahl ALLEIN macht NOCH keine Demokratie - und auch noch keinen modernen Rechtsstaat mit einer funktionierenden Gewaltenteilung mit gegenseitiger funktionierender Kontrolle der jeweiligen Institutionen - aus.

Auch die Einhaltung exemplarischer Grundrechte gehört zu einer Demokratie - bezogen auf die derzeitige Praxis auf den Phillipinen wird u.a. das Recht JEDEN Bürgers auf ein ordentliches Gerichtsverfahren und das Recht auf gerichtliche Feststellung einer Schuld aufgrund von nachvollziehbaren Sachbeweisen ausgehebelt.

Frage: Können Sie ausschließen, daß durch die derzeitige Praxis von Erschießungen ohne vorrausgehendes Verfahren nicht auch Unschuldige aufgrund falscher oder wirderrechtlicher Anschuldigungen getötet werden ?

Auslandsrentner, 09:52

||Das Volk - die Menschen, die hier leben - wollen es in großer Mehrheit so.||

Demnach wäre die große Mehrheit des philippinischen Volkes dann gewaltverherrlichend und faschistoid.

Heute kann man Präsidenten

Heute kann man Präsidenten wählen die zum staatl. Mord aufrufen u. der Mob stimmt zu. Wo soll das denn hinführen?Presidente hat schließlich niemanden persönl. getötet?So wie Hitler;Stalin;Mao? Hat sich die Welt denn nicht weiterentwickelt?

Ein Präsident des Volkes

Natürlich wird sich jetzt aus Deutschland empört. Das Täter tatsächlich zur Rechenschaft gezogen werden und tatsächliche Konsequenzen für ihre widerlichen Untaten erfahren... sowas aber auch.

Das philippinische Volk hat diesen Mann extra gewählt um die Sicherheitslage zu verbessern.
Er ist erfolgreich.

Mord ist das Ende jeden Rechts

Wer Mord zu welchem Zweck auch immer rechtfertigt, wird das Ende der Zivilisation ernten. So auch der Playboy Fütterte und seine ihm zujubelnden Claqueure.

Mal kurz nachdenken

Die Philippinen nun zu verurteilen ist leicht. So aus der sicheren Distanz.
Keiner, der in Deutschland lebt, kann sich vorstellen, wie seht die Menschen dort unter der Kriminalität leiden.
Sie sind verzweifelt.
Und das ist der Grund, warum sehr viele von ihnen den Kurs den Präsidenten sicher nicht lieben, aber in Kauf nehmen. Denn sie hoffen: am Ende wird man endlich die Kriminalität in den Griff kriegen.

Nach solchen Methoden zu rufen, ist für die Deutschen unvorstellbar? Na, bevor man das Näschen rümpft mal nachdenken...

Deutschland beschränkt immer mehr die Bürgerrechte, es wird nach harten Massnahmen gerufen, mehr Überwachung, mehr Kontrolle, nach Burkaverbot, Fussfessel, 2 Klassen Pass etc etc....

Und das, wegen einiger weniger (tragisch ohne Frage) Terrorakte.

Einfach vor dem Rümpfen der Nase mal kurz nachdenken: wonach würden die Deutschen wohl rufen, über was würden sie alles hinweg sehen, wenn die Lage hier so wäre, wie auf den Philippinen....
Nur so ein Gedanke.

@ michel56

Hat sich die Welt denn nicht weiterentwickelt? Nein.

Demokratie

Der Fehler, Demokratie nur als Möglichkeit zum Wählen zu sehen, wird gerne gemacht.
Ohne Gewaltenteilung und Herrschaft des Rechts wird aus einer Demokratie jedoch ganz schnell nur eine Diktatur der Mehrheit, wie im Falle der Philippinen zu sehen auch durchaus auf (blutige) Kosten beliebiger Minderheiten.

Eine Gesellschaft, in der einzig, immer und allein gilt, was die Mehrheit will, koste was wolle, ist letztlich ein Wahlverein, aber sicherlich keine moderne Demokratie.

Zitat: " Der philippinische

Zitat:
" Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte
Glaubt man Präsident Duterte, dann sind die Philippinen ein einziger riesiger Drogensumpf, den er mit allen Mitteln trockenlegen will. ... "
__________________
Wieso heisst es eigentlich : "glaubt man dem Präsidenten dann..... ? In welcher Paralelwelt lebt der Threadersteller eigentlich ?

Das liest sich doch glatt so als wäre das eine schiere Behauptung mit dem Drogensumpf die der Präsident erstmal belegen müsste ...tsts

Die Wahrheit

Zitat:
" Drogengeschäfte - das scheint der Universalvorwurf auf Dutertes Philippinen zu sein. Ob missliebige Staatsanwälte, Richter, Polizisten oder Politiker - viele werden angeklagt, weil sie Drogengelder genommen haben sollen.
Das mag Zufall sein - auffällig ist es schon. "
__________
Das mag auffällig sein - Zufall ist es nicht , denn es entspricht eben der Wahrheit, dass die Elite des Landes in den Drogenhandel verwickelt ist.
Denn sonst würde der Handel nicht so blühen.
Und Oposition ist nicht immer automatisch "gut" nur weil sie sich gegen den Autokraten stellt.

Kollateralschäden ?

Es ist bei dem derzeitigen Vorgehen der philipp. Regierung unter Duterte NICHT zu gewährleisten, dass - auch anderweitig mißliebige - Personen zu Unrecht verdächtigt werden und - sofern sie nicht aus höheren Bevölkerungsschichten stammen - OHNE Beweisaufnahme und Gerichtsverfahren & Urteil auf offener Straße oder in ihren Häusern erschossen oder anderweitig getötet werden.

Offenbar gibt es hier Mitforisten, die DIES als zu vernachlässigenden "Kollateralschaden" betrachten ?

A´la : Na, dann sind vielleicht ein paar Unschuldige darunter, was macht das schon, solange sich die "Sicherheitslage verbessert" ???

Wenn man Menschen auch OHNE gerichtliche Feststellung einer tatsächlichen Schuld mal eben einfach so auf offener Straße erschießen kann, legitimiert durch den Staat, verbessert DAS die Sicherheitslage ? Das erklären Sie mir doch bitte mal genauer.

@ die Kommentatoren die sich aufs "Volk" berufen

Mit der Begründung, dass das "Volk" keine Probleme haben damit das die Exekutive nun, zur Judikative und Exekutive wurde ("Staatsanwalt"-"Richter" und Henker) und deswegen "unser" Präsident gewählt wurde, kann man auch einen Hitler und das NS-System rechtfertigen.
Extralegale Hinrichtungen sind illegal und in einem Staat wo die Todesstrafe abgeschafft ist erst recht.
Der "Krieg gegen die Drogen" findet in erster Linie in Armutsvierteln statt u. die Opfer dieses tötens sind in erster Linie Arme. Passt aber auch irgendwie zu autoritären Knochen, die Armut wird zur Kriminalität erklärt.
Aber die Hauptsache ist doch, dass sich die Oligarchie u. die luxus Migranten aus Europa wieder sicher fühlen in ihren "gated communities".

Was ist richtig?

Alles hat zwei Seiten. Wenn wir Flüchtlinge und Migranten auf dem Meer bereits aufnehmen, verringern wir zwar Tote, gleichzeitig locken wir jedoch mehr an, so dass die Zahl der Toten steigt. Wenn wir die Kindersterblichkeit in armen geburtenreichen Ländern senken, erhöhen wir gleichzeitig Armut und Kriminalität. Wenn wir Verbrecher im Zweifel nicht oder gering bestrafen, haben wir früh eine hohe Rückfallquote. Wenn wir eine Demokratie haben, lassen wir auch deren Feinde zu (NPD zum Beispiel)...
Wo die Grenze für richtig gehalten wird, wechselt von Person zu Person, von Land zu Land und von Zeit zu Zeit. 'Richtig' liegt im Auge des Betrachters. Aus jüngster Zeit wissen wir, wie 'richtig' und leidvoll die Destabilisierung von Libyen, Irak und Syrien ist, im Namen der Demokratie.
Ich maße es mir nicht an Herrn Duterte zu verurteilen, auch wenn mir nicht gefällt, was da passiert. Es ist wie die Frage, ob der Abschuß eines Flugzeugs zur Rettung vieler Menschen statthaft sein darf.

Re @Unverständnis für die Politik

Die Situation "vor Duterte" als eigenem Erleben zu beschreiben ginge voraussichtlich nicht durch die Kommentarprüfung.

Die alten "Eliten" sind hier so mit der Illegalität verknüpft, dass jede "echte" Rechtsstaatlichkeit im Versagen würde. Als Elite hier willkürlich zu handeln, viel schimmer als Duterte, war alltag.

Hinzu kam gigantische Bandenkrimimalität, deren Spitzen eben in diesen Eliten münden. Das geht runter bis zum Straßendealer, soweit man es als Betrachter von außen überhaupt realistisch beurteilen kann.

Rechtsstaatlichkeit kehrt dadurch ein, dass sich Politiker nicht mehr ungestraft gegenseitig schützen können. Und es wirkt.

@ 10:38 von kommentator_02

Subjektiv betrachtet eher ein Volk in einer Notwehrsituation.

Aber nicht gegen den Präsidenten. Jeder Normalbürger sieht wen es trifft - und nach subjektivem Empfinden, genau die, die selbst über Leichen gehen.

Unter Duterte sind die

Unter Duterte sind die Philippinen längst zu einer de facto-Dikatur nach faschistischem Muster verkommen. Duterte schlachtet buchstäblich sein eigenes Volk ab.

Jaja... die einfachen

Jaja... die einfachen "Lösungen" der Potentaten.
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So lange es die anderen trifft, ist es ok.
-
Man darf aber nicht vergessen, dass man alsbald zum Ziel werden kann.

Auslandsrentner, 13:25

||Subjektiv betrachtet eher ein Volk in einer Notwehrsituation. ||

Klar, gegen staatliche Killerbrigaden.

Darstellung: