Kommentare

Unbedachte Äußerungen

... eines so wichtigen Mannes wie Trump können unserem Euro schwer schaden. Für alle Deutschen hängt vom Euro sehr viel ab. Vor allem die ärmeren Menschen in diesem Land, bei denen Einnahmen und Ausgaben vielleicht genau aufgehen, können sich keine Verluste leisten.

Ein "Zusammenbruch des Euro" innerhalb von 18 Monaten, wie ihn Trump und Konsorten vorhersagen, würde hier einige in schlimme Existenznöte bringen.
Aber auch Normalverdiener können nicht einfach so auf mehrere Monatsgehälter verzichten, weil die europäische Währung zusammen bricht und nach Trump womöglich durch den Dollar ersetzt werden muss.
Solche Dinge in die Welt zu setzen, ist unverantwortlich.

Deutschland hat Kennedy nicht erschossen

Eine Antwort auf eine Frage, die niemand stellte:
Navarro sagte gar nicht, dass Deutschland den Euro schwäche. Er sagte, Deutschland benutze den Euro: Der Euro impliziere die "Deutsche Mark". Die Unterbewertung in Bezug auf unsere Wirtschaft ist da inherent.

Einzig und alleine die EZB

ist schuld an diesem Problem.

Das ist aber eine schräge Sichtweise von Schmieding

1. Für die schwache Binnennachfrage ist doch nicht die EZB verantwortlich, sondern die deutsche Politik.

2. Die deutschen Exportüberschüsse sind Ausdruck einer deutschen Wettbewerbsfähigkeit, die mit unlauteren Mitteln (Lohn-, Sozialdumping) erreicht wurde. Das ist so, wie wenn sich ein Sportler mit Dopingmitteln einen Vorteil verschafft. Die Kritik ist also sehr wohl berechtigt.

Ohne die Fessel des Euro

Hätte D schon lange aufwerten können. Dann würde in D weniger für die Importe wie Energie bezahlt werden, die Exporterlöse wären real betrachtet mehr wert und die Werktätigen hätten mehr von ihrer Arbeit.

Wie bitte ???

Zitat:
"Zunächst wurden durch wirtschaftliche Reformen die Beschäftigung gesteigert und die öffentlichen Kassen saniert".

Welche erkennbaren Reformen gab es denn in den letzten zehn Jahren unter Angela Merkel ?

Dieses Land leidet doch ebenso an einem Reformstau und einer verrottenden Infrastruktur, wie viele europäische Nachbarländer.

Und wenn man sich einmal einen Blick auf den deutschen Target-2-Saldo der Bundesbank bei der EZB gönnt, wird schnell klar,...dass es sich bei den dt. Exportüberschüssen um ziemlich viel (sich erwärmende, wenn nicht heiße) "Luft" handelt.

Letztendlich,...und das weiß sicherlich auch der Herr Schmieding, werden beide Währungen, Dollar und Euro, in ihrer jetzigen Form nicht überleben.

Nur sagen will oder darf er es nicht !

"Trump-Kritik an Deutschland ..".. es kommt,...

wie wir nicht erst seit Trumbs Wahlkampf wissen, nicht darauf an wahr oder richtig ist.
Oft reicht es auch einfach mal mit Dreck um sich zu schmeißen und dann zusehen, ob davon was hängen bleibt... Meist ist das ja der Fall und manchmal reicht das eben aus.

Bedrohung der Finanzstabilität

Tatsächlich versuchen die Republikaner derzeit die Fed unter Druck zu setzen, jegliche international orientierte langfristige Politik zu beenden und nur noch für den kurzfristigen Erfolg von Trump zu arbeiten - Trump muss dringend liefern, damit die Kongresswahl in 2 Jahren kein Desaster wird. So werden die ohnehin exzessiv überschuldeten USA und die womöglich noch mehr verschuldete Bevölkerung um so sicherer in Bälde in den finanziellen Abgrund stürzen. Trump wird nicht nur als neuer Jackson, also Populist, in die Geschichte eingehen, sondern auch als neuer Harrison, der die USA in ihre erste große Finanzkrise führte.

Sachlichkeit waere besser gewesen.

Die Darstellungen des Herrn Navarro sind voellig unvollstaendig, behandeln nur Teilaspekte, sind aus dem Zusammenhang gerissen, gehen nicht ein auf die historische Entwickelung ein und beinhalten auch bewusste Unwahrheiten. Ziel ist nicht die sachliche Information, sondern eine emotionale bewusste Darstellung gerichtet gegen bestimmte Laender. Dies ist nicht gut.

Interview:Trump-Kritik an Deutschland sei "absurd"...

Na,der Ökonom Schmieding blendet aber eine ganze Menge aus:Zumindest im gemeinsamen Währungsraum des Euro hat der Vorteile,der den stärksten Export betreibt.Die anderen Länder können,weil sie keine eigene Währung haben,nicht abwerten und damit die Exporte zu ihnen teurer machen und somit ihre eigene Wirtschaft schützen.Es entstehen Exportüberschüsse bei Deutschland und (Handelsbilanz(Defizite) bei den anderen.

Dann muß noch die unfaire und unsoziale Art benannt werden,mit der der deutsche Export so stark gemacht wurde.Mit einem hohen Anteil von Leiharbeit und Prekären.

Raffiniert: Die

Raffiniert: Die Masseneinwanderung und die dazu gehörigen Ausgabenzwänge als von Deutschland quasi gewollte Konjunkturstimulierung darzustellen. Diese enge Politikberatung durch (neoliberale) ökonomische Esoteriker hat dazugeführt, daß dieses Land sozial in den Abgrund schlittert .

Kommentare zeigen: Schmieding wird kritisch beäugt

Die Kommentare von Hille-SH, pauline_8, Mister Ede und Katja Laurig zeigen schön auf, dass es genug Menschen gibt, die nicht für bare Münze nehmen, was Herr Schmieding - den ich sonst durchaus respektiere - hier vorträgt.
Danke dem Interviewer für einige kritische Fragen.

07:51 von pauline_8

"Ohne die Fessel des Euro

Hätte D schon lange aufwerten können. Dann würde in D weniger für die Importe wie Energie bezahlt werden, die Exporterlöse wären real betrachtet mehr wert und die Werktätigen hätten mehr von ihrer Arbeit."
.
Dann wären deutsche Produkte im Ausland teurer und in unserem exportorientierten Land würden hundetttausende Arbeitsplätze den Bach runter gehen.

Zitat: "Am starken Dollar sei

Zitat:
"Am starken Dollar sei eher Trump schuld als Merkel."

Da schüttelt man echt den Kopf... Trump ist "schuld" am starken Dollar. Den Doppelsprech muss man echt verinnerlicht haben.

Und: Ja die Deutschen nutzen den niedrigen Euro und noch wichtiger, die niedrigen Euro-Zinsen (beides auf Kosten der europäischen Südländer) um ihre Waren besser verkaufen zu können.
ABER: alleine in die USA exportieren die Deutschen Waren im Wert von 60mrd EUR welche nicht bezahlt werden. Also den Vorteil der durch die Währung entsteht schöpft der Besatzer konsequent ab. Daran ist Merkel Mitschuld.

08:37, Pustefix

>>Raffiniert: Die Masseneinwanderung und die dazu gehörigen Ausgabenzwänge als von Deutschland quasi gewollte Konjunkturstimulierung darzustellen. Diese enge Politikberatung durch (neoliberale) ökonomische Esoteriker hat dazugeführt, daß dieses Land sozial in den Abgrund schlittert .<<

Natürlich handelt es sich bei den Ausgaben im Zuge der Flüchtlingskrise um ein Konjunkturprogramm. Das Geld wird ja in Deutschland ausgegeben, kommt also der deutschen Wirtschaft zugute. Da ist nichts esoterisches dran.

Deutschland schlittert nicht in den sozialen Abgrund. Der Sozialabbau wurde unter Schröder bewerkstelligt, seitdem ist Ruhe.

Schmieding "auseinandergenommen"

- Es geht Navarro nicht speziell um die EZB-Politik, Schmieding suggeriert das aber.

- Schmieding tut so, als ob das Problem erst seit der Wahl Trumps entstanden ist (Zinssteigerung); tatsächlich aber besteht das Problem schon seit Jahren, auch schon bevor D die Ausgaben seit 2016 etwas erhöht.

FAZIT: Schmieding lenkt davon ab, dass der schwache Euro *für Deutschland* hausgemacht ist, weil der Kurs des Euro ein Mittelwert aller Volkswirtschaften der Eurozone darstellt! Mit einer eigenen Währung wäre die "neue DM" deutlich höher bewertet.

Die Bundesregierung gesteht das auch ein:
>> Zwar würden deutsche Produkte durch einen niedrigen Wechselkurs des Euro im Verhältnis zum Dollar "günstiger gemacht", was "tendenziell" die Exporte fördere. Dieser Effekt werde aber derzeit "durch den Anstieg der Rohstoffpreise überkompensiert". <<

Der letzte Satz ignoriert aber, dass das Problem gar nicht neu ist. Wie uneinsichtig kann man sein?
Die vielen renommierten Ökonomen haben Recht. Punkt.

alles falsch -- nur, weil es trump gesagt hat?

-- "deutschland als profiteur des euro".
der euro/der abschied von der d-mark war der price to pay für das widerstrebende französische "oui" zur deutschen einheit.
gedacht als instrument der einhegung hegemonialer tendenzen der neuen grösse hat er sich längst zum mittel deutscher dominanz des euro-raums entwickelt. wenn jemand vom euro profitiert, dann deutschland.
-- "der euro wird künstlich schwach gemacht".
natürlich hat die wirtschaft des euro-raums, und das ist eben vorneweg deutschland, wettbewerbsvorteile durch einen schwachen euro. und die geld-druck-politik der ezb ist natürlich mit verursachend, ob von berlin so gewollt oder nicht.
die usa haben es allerdings vorgemacht, wie man bei kränkelnder wirtschaft die eigene währung vorsätzlich "ansacken" lassen kann -- mit unbestreitbarem erfolg.
zum "modell usa" gehört allerdings die fähigkeit, aus krisen wie "phönix aus der asche" neu zu erstehen.
der beweis, dass euro-pa das auch kann, steht noch aus.

@MisterEde Lohn & Sozialdumping?

Entschuldigung? In welchem Land leben Sie, um von Lohn&Sozialdumping zu sprechen? Wir finanzieren in der BRD einen immensen Sozialstaat. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Sie weich fallen wenn Sie keinen Job finden oder manchmal finden wollen. Und selbst bei Arbeitsverträgen sagt die Gesellschaft: Mindeststandards.
Also bitte, ruhig mal die eigene Verantwortung ins Kalkül ziehen.

@Pustefix

Zitat:
"Diese enge Politikberatung durch (neoliberale) ökonomische Esoteriker hat dazugeführt, daß dieses Land sozial in den Abgrund schlittert".

Sehr richtig, so ist es !

Auch Herr Schmieding ist offensichtlich der Auffassung, dass man am bestehenden (kranken) System der neoliberalen Ausbeutung (Lohndumping), den Schnäppchen-Privatisierungen, der hanebüchenen und jeden Aufschwung vernichtenden Austerität, ausserdem der, von der Politik flankierten Umverteilung von unten nach oben, festhalten sollte.

Auch Herr Schmieding ist offensichtlich der Meinung, so verstehe ich ihn zumindest, dass das Primat der Wirtschaft (des Kapitals) vor der Politik nach wie vor eine "tolle Sache" ist.

Die "Gewinne" des neoliberale Selbstbedienungssystems und des zurückgedrängten politische Korrektivs, versuchen uns Experten wie Schmieding und die Bundeskanzlerin Merkel als "Wirtschaftswachstum" zu verkaufen.

"Die Bürger hinter die Fichte führen", nannte Peer Steinbrück einst ein solches Verhalten !

Kritik ist sehr wohl berechtigt

Schon seit Jahren werden die Exportüberschüsse Deutschland' s kritisiert. Auch die Franzosen haben schon gesagt, daß die Exportschüsse und dumping Löhne DE s die Wirtschaft in Europa zerstören.
Die ganze Arbeitslosen in den Südländern sind nicht erfunden sondern real. Die Wettbewerbsfähigkeit dieser Länder gegen die Exportüberschüsse und dumpinglöhne fast gleich null.

Man will aber diese Kritik niemals hören egal von welcher Seite und von wem das kommt. Selbst wenn es unsere Nachbarn die Franzosen sind. Bei Trump aber erst recht nicht.
Diesmal wird man aber mit den Konsequenzen leben müssen. Denn das Problem ist da und ist real. Es gibt eine künstliche aufgeblasene Exportblase mit künstlich aufgeblasenen Dumpingjobs. Wenn diese Blase platzt dann haben wir eine noch größere Krise als bei der Immobilienblase.

ein experte

wenn kanzlerinnen sich experten backen könnten – dieser hier wäre ein geglücktes beispiel.
.
der euro ist als mixwährung unterschiedlich wettbewerbsfähiger regionen in ganz europa ganz von allein zu hart für die schwächeren und "zu weich" für die stärkeren regionen. langfristig werden millionen jobs im süden vernichtet und der binnenmarkt bricht weg.

@ 07:51 pauline_8

"Dann wären deutsche Produkte im Ausland teurer und in unserem exportorientierten Land würden hundetttausende Arbeitsplätze den Bach runter gehen."

Andersherum gilt aber auch: Deutschland hat Arbeitslosigkeit in den anderen Eurozonen-Staaten "exportiert". Es ist nur fair, von vorneherein den Zustand mit jeweils eigenen Währungen anzunehmen: Wenn jedes Eurozonenland noch eine eigene Währung hätte, wäre die Arbeitslosigkeit bloß gleichmäßiger verteilt.

Dann aber würde auch die Aufmerksamkeit auf die wirklichen Ursachen der Massenarbeitslosigkeit gelenkt werden; im Wesentlichen die enorme Ungleichheit, die mit hohen Verschuldungswerten einhergeht, und die Nachfrage allmählich wegbrechen lässt.

In "Davos" weiß man das seit Jahren, unternimmt aber nichts, weil keiner der Superwohlhabenden etwas abgeben will.

Uebrigens wird der amerikanischen Dollar genauso manipuliert

Natuerlich gibt es ein Gebilde in der EU wobei das Wachstum Deutschlands auf Kosten der suedeuropaeischen Laender geht,weil die Waehrung fuer Deutschland zu niedrig ist.
Uebrigens wird der amerikanischen Dollar genauso manipuliert

@ 07:26 von Katja Laurig

Trump wurde nicht von selbstbewussten und zuversichtlichen Amerikanern gewählt - sondern von Menschen in existentieller Angst. Sehr viele Amerikaner sind so überschuldet, dass sie der Arbeitsplatzverlust in tiefste Not stürzen würde - ohne Hartz IV! Und das ist denen völlig klar. Was wir in den USA erleben, ist das letzte Aufbäumen einer hypertrophen Ökonomie. Nicht Deutschland, mit einer noch immer halbwegs funktionierenden Infrastruktur (in anderen Ländern sind Stromausfälle an der Tagesordnung), guter Bildung, schützendem Sozialsystem und vielfältigen wettbewerbsfähigen Arbeitsplätzen wird zusammenbrechen, sondern die USA. Die Menschen dort haben aus der Angst vor der Krise die vermeintlich letzte Option gewählt: Trump. Leider gibt es keine Option. Und Trump schon gar nicht. Populisten werden aus Angst gewählt, Merkel und Schulz tun gut daran, Zuversicht und Hoffnung zu verbreiten. "Wir schaffen das" ist besser als die Panikmache von AfD und Linken.

Es gab diese Woche

ja schon mehrfach Berichte rund um den Euro, der hier scheint am wenigsten ehrlich zu sein.
Fakt ist und da sind sich alle Berichte einig, der Euro ist unterbewertet und wäre mit 1.28 in der Mitte. Für Deutschland müsste er höher sein und für die Südländer niedriger.
Das Geld drucken der EZB hat beim drücken des Euro kräftig geholfen.
Und die Mehrausgaben die immer gefordert werden sind zwar jetzt da, aber am Ende bringen die nicht das was erhofft. Es wird auf Dauer weder zu halten sein und es fließt nichts zurück, und den Exportüberschuss haben auch alle Berichte eher kritisch gesehen als positiv.

Jetzt ist die Situation leider für die Bürger in Deutschland nicht gut, keine Zinsen und hohe Einkaufspreise Energieträger.
Bei der Wirtschaft ist es eben anders.

Gruß

Raffiniert,

immer wieder mit alternativen Fakten wie einer angeblichen Masseneinwanderung zu argumentieren ... dadurch wird sie aber auch nicht wahrer. Im übrigen sind die gestiegenen Ausgaben für Flüchtlinge und Verfolgte nicht gewollt sondern unvermeidbar.

Ein Mann und seine Reden!

Was ist das nur für ein Trauerspiel? Lass doch den Mann mit der heißen Mähne reden und kritisieren.
Er ist Präsident der USA und nicht von Deutschland.
Dort kann er ja mal seine ganzen dicken Reden in die Tat umsetzen. Ich bezweifle sehr, dass er dies fertig bringt.

Deutschland schwächt doch nicht den Euro. Im Gegenteil!
Deutschland ist doch immer dabei die Zeche zu bezahlen und anderen noch unter die Arme zu greifen, die es nicht schaffen die Bedingungen zum Euro einzuhalten. Den Engländer war der Spaß zu teuer, deswegen sind die ausgestiegen. Würde die EZB den Leitzins nicht so niedrig halten, wären schon mehrere EU Länder futsch wie Griechenland.
Die Währungsreform war meiner Ansicht nach ein riesen Fehler. Man kann nicht eine Währung auf so viele Länder aufdrücken. Schwächere Länder zerbrechen unter dem Euro, weil sie niemals das Niveau mithalten können. Daran ist aber nicht Deutschland schuld, sondern an der Illusion, dass eine Währung für alle geht.

korrekt @ 09:13 von KritischeStimme

"Natuerlich gibt es ein Gebilde in der EU wobei das Wachstum Deutschlands auf Kosten der suedeuropaeischen Laender geht,weil die Waehrung fuer Deutschland zu niedrig ist."
.
volle zustimmung – und an genau desem zusammenhang kann man erkennen, dass gerade europäische solidarität zur ablehnung des euro führt – entgegen der stigmatisierungskampagnen.
.
"Uebrigens wird der amerikanischen Dollar genauso manipuliert"
.
jein – klar wird abgewertet, wenn nötig. jedoch wurden die usa nicht von heute auf morgen in einen währungsraum integriert, der ihrer wirtschaftsleistung nicht annähernd entspricht.

@ 07:26 von Katja Laurig

"Ein "Zusammenbruch des Euro" innerhalb von 18 Monaten, wie ihn Trump und Konsorten vorhersagen, würde hier einige in schlimme Existenznöte bringen. (...), weil die europäische Währung zusammen bricht und nach Trump womöglich durch den Dollar ersetzt werden muss."

Das ist doch hanebüchener Unsinn. Welche Indikatoren sprechen denn für ein solches Szenario? Ich glaube, dass es eher umgekehrt kommen kann und der US-amerikanische Dollar seine Stellung als Leitwährung verlieren könnte. Die USA sitzen auf dem größten Haufen Schulden planetenweit. Jahrelang haben die USA eine aggressive Handelspolitik betrieben um ihre Produkte auf den Markt zu bringen, flankiert von Handelsabkommen mit üblen Knebeleffekten. Genützt hat es bisher nichts, im Gegenteil. Es wäre dringend notwendig, den Menschen dort begreiflich zu machen, dass keiner ihren Genmais will, es mehr als genug Stahl auf der Welt gibt und eine hohe Kriminalitätsrate auch mit Perspektivlosigkeit einher geht. Wo sind die Perspektiven?

re misterede

"Die deutschen Exportüberschüsse sind Ausdruck einer deutschen Wettbewerbsfähigkeit, die mit unlauteren Mitteln (Lohn-, Sozialdumping) erreicht wurde."

Hören Sie doch auf mit dem Märchen vom Billiglohnland. Die Arbeitskosten sind in Deutschland im gleichen Rahmen wie in anderen westlichen Industrieländern.

@07:51 von pauline_8

Ohne die Fessel des Euro hätte D schon lange aufwerten können. Dann würde in D weniger für die Importe wie Energie bezahlt werden, die Exporterlöse wären real betrachtet mehr wert und die Werktätigen hätten mehr von ihrer Arbeit.

Das stimmt so leider nicht, wie eine einfache Rechnung zeigt:
Der Kurs USD zu EUR sei 1:1, ein Teil, was ich exportiere kostet 100 EUR (50 EUR Material (zu 100% importiert) und 50 Euro Lohn+Gewinn) und ich kann dieses Teil für 100 USD verkaufen. Jetzt wird der EURO 10% aufgewertet. Für die 100 USD bekomme ich nur noch 90 EUR, das Material im Import verbilligt sich zwar auf 45 Euro, aber von den 90 Euro bleiben nur noch 45 für Lohn und Gewinn zu verteilen. Alternativ muss ich den Preis in USD auf 105,55 anheben, damit ich 95 Euro dafür erhalte und niemand auf Lohn und Gewinn verzichten muss. Durch den höheren Preis sinkt aber meine Absatzmenge, so daß die Rechnung nicht aufgeht. VWL-BWL Grundstudium...

völliger unsinn @ 07:26 von Katja Laurig

das establishment sitzt in den startlöchern alle krisen der ächsten jahre schon heute auf trump zu schieben. aber ihr beitrag ist dermaßen offensichtlich konstruiert, dass es schon beschämend ist.
.
merkel hat südeuropa in die rezession befördert mit ihrem euro und ihrer austerität. zudem wurde die kaufkraft der deutschen drastisch reduziert. trump möchte genau diese entwicklungen zurückschrauben und vielfalt wiederherstellen. die legende vom glück durch globalisierung und den wegfall von zöllen glaubt inzwischen niemand mehr.

Masseneinwanderung und die dazu gehörigen Ausgabenzwänge

Kommen die Staatsausgaben 2 Milliarden €/Monat auf unbestimmte Zeit für Flüchtlingsversorgung auf die 2 Billionen bestehende Staatsschulden obendrauf und wann /wie /von wem wird das Ganze wieder getilgt ? Die vielen Millionen unbezahlte ehrenamtlichen Arbeitsstunden fallen wohl dabei unter den Tisch.

Dazu, was absurd ist

Schmiedling: "dieser Vorwurf ist absurd, speziell in geldpolitischer Hinsicht. Denn es sind ja gerade die Deutschen, die von der Europäischen Zentralbank seit Jahren einen härteren währungspolitischen Kurs fordern, wenn auch vergeblich."

Ich werte dies als indirektes Eingeständnis, dass in der Sache Trump und seine Berater vollkommen Recht haben: Die deutsche Exportwirtschaft profitiert extrem von der Euro-Weichwährung und der Null-Zinspolitik (interessanterweise profitiert die deutsche Bevölkerung überhaupt nicht davon, da die Schwere zwischen Arm und Reich dadurch rasant aufgeht). Dass sich Deutschland nicht in der Zentralbank durchsetzen könnte, ist natürlich ein schlechter Witz, da das Handeln der Zentralbank politisch gewollt ist und von Merkels Regierung als Hinauszögern des Zusammenbruchs des Euro-Währungsraumes ohne Einhaltung der Euro-Stabilitätsvorgaben und ohne jeden Reformenzwang als leichte Lösung auf Kosten der deutschen Bevölkerung aktiv unterstützt wird.

09:28, NEW WORLD ORDER...

>>Volle zustimmung – und an genau desem zusammenhang kann man erkennen, dass gerade europäische solidarität zur ablehnung des euro führt – entgegen der stigmatisierungskampagnen.<<

Ich war gerade in Athen. Für sehr wenig Geld, um meine Solidarität mit den von den "Märkten" geschundenen Leuten dort zu zeigen. Ich habe viele interessante Gespräche geführt. Den Euro möchte dort niemand, mit dem ich gesprochen habe, abschaffen, sondern ganz im Gegenteil.

@marvin

"Navarro sagte gar nicht, dass Deutschland den Euro schwäche. Er sagte, Deutschland benutze den Euro"
Und die USA haben immer den Dollar als Weltwährung genutzt. Ich denke jetzt nur an das Beispiel "Erdölpreise", die erheblich Einfluss auf unsere Wirtschaft und für die privaten Haushalte haben. Trump soll erst mal die Wirtschaft der USA regulieren, bevor er Schuldige in anderen Ländern sucht.

MrEde

"Die deutschen Exportüberschüsse sind Ausdruck einer deutschen Wettbewerbsfähigkeit, die mit unlauteren Mitteln (Lohn-, Sozialdumping) erreicht wurde."

Wenn dem so ist, dann frage ich mich doch echt, wieso wir so viele deutsche Fabrikate auf unseren Straßen sehen und nicht die günstigeren Seifenkisten aus Japan, China oder Südkorea! Scheinbar schlägt hier Qualität den Preis.

Die USA haben ein riesiges Qualitätsproblem. Das sieht man insbesondere an deren Autos. Bis auf Maglight (Taschenlampen) fällt mir kein Produkt ein, dass man hier kaufen kann und "Made in USA" ist. Woran liegt das wohl?

Top-Produkte wie das IPhone selber werden in China produziert, weil es in den USA viel zu teuer wäre. Im übrigen für mich auch immer wieder ein Argument, es bloss nie so zu machen wie die Briten in den 80ern! Weg von der Industrie, hin zur Dienstleistung! Ein gesunder Mix ist für einen Staat auf lange Sicht viel besser. Bleiben doch so gut bezahlteArbeitsplätze für weniger Qualifizierte erhalten!

Trump(el) go home

...lassen wir diesen aufgeblasenen Trump(el) solange twittern, bis ihm die Finger weh tun. Kurz danach wird ja doch wieder alles relativiert.

..der fährt doch eine "ich motze über alles wie ein kleines Kind, dann müssen die anderen mir entgegenkommen" Politk. Das haben die Briten doch auch 20 Jahre lang mit der EU so gemacht. Bei den Briten hats ja auch öfters geklappt. Extrawurst hier und da... Einfach nur lächerlich.

Standhaft bleiben und nicht nachgeben. Was können wir dafür, dass die Amis horrende Staatsschulden haben ? Also ich hab schon im Kindesalter gelernt, gibst Du mehr Geld aus, als Du hast, sieht es irgendwann finster aus. Trump(el)ist doch nur neidisch wie ein kleines Kind. Wir machen unsere Hausaufgaben und er hatte keinen zum Abschreiben.

09:24 von Rumbuddel

" angeblichen Masseneinwanderung ".
Angeblich ? Bitte die Zahlen anschauen. Wenn
Zahlen nicht überzeugen: Augen auf im Straßenverkehr.
Ich wollte in meinem Beitrag nur andeuten, daß der Zuzug von mehreren Hunderttausend
von der wirtschaftspolitischen Esoterik der Neoklassik im Nachhinein als angewandter und politisch gewollter Nachfrageschub hingestellt wird.

@ 09:06 von rully

"zum "modell usa" gehört allerdings die fähigkeit, aus krisen wie "phönix aus der asche" neu zu erstehen."

Nun, mein Eindruck ist bisher, dass da eher ein ziemlich gerupfter Vogel in der Asche steht und nicht weiß, wie Fliegen geht.

"der beweis, dass euro-pa das auch kann, steht noch aus."

Wieso sollen europäische Bürger nicht in der Lage sein, Krisen zu meistern? Es ist vielleicht in den letzten Jahren für so Manchen nicht alles so toll gelaufen, aber im Querschnitt betrachtet wird immer noch auf hohem Niveau gejammert. Ein bisschen Vertrauen in uns selber hat noch nie geschadet.

@07:51 von pauline_8

Ohne die Fessel des Euro Hätte D schon lange aufwerten können. (...) die Exporterlöse wären real betrachtet mehr wert ...

Aber nur, wenn man damit im Ausland Importe bezahlt. Da Deutschland aber mehr exportiert als importiert (= „Exportüberschuss“) wäre das ein Minusgeschäft.

…und die Werktätigen hätten mehr von ihrer Arbeit.

Wenn im Ausland deutsche Produkte aufgrund des Wechselkurses teurer werden, dann beleibt der Umsatz für den deutschen Hersteller (in €) genau gleich. Da es i.d.R. aber so, dass bei steigenden Preisen eher weniger gekauft wird als mehr, sind eher sinkende Umsätze aus dem Auslandsgeschäft zu erwarten. Wie das in einen direkten Profit für die Werktätigen münden soll, weiß ich nicht.

sie wieder @ 09:42 von fathaland slim

man könnte den eindruck gewinnen, dass sie ihre beiträge zum wohle unserer geliebten kanzlerin verfassen. dass der euro die schwachen wirtschaftsregionen europas erodiert ist realität. gleiches gilt für die jugendarbeitslosigkeit, den drogenkonsum und die rekord-suizidzahlen – mitunter in griechenland!

Jeder,...

...wirklich jeder und alles wird nun als DER "Schwarze Schwan" präsentiert, der letztendlich den weltweiten Systemkollaps auslösen wird.

Die deutsche, wie auch die europäische Politik, ausserdem die staatsnahen Medien, präsentieren "Donald Trump", sie präsentieren den "Brexit", sie präsentieren der Ukraine-Russland-Konflikt (man fasst es nicht), das sich abschmelzende "Wirtschaftswachstum in China" und last but not least, natürlich die "Populisten Europas".

Tatsächlich aber ist jedem interessierten Erdenbewohner längst klar, dass weder Trump, noch China und Russland, oder die Populisten für den kommenden SUPERGAU verantwortlich sind.

Es ist das westliche Finanzsystem selbst, es sind die, vor allem von der amerikanischen und europäischen Politik geduldeten Exzesse, die maßlose Gier und der uferlose Betrug am volkswirtschaftlichen Vermögen,...zum Wohle einiger weniger und vor allem die fürchtlerlichen Folgen der "Pax-Americana-Doktrin", gewaltsame Demokratisierung und Kriege !

@ 09:46 von jayzero99

trump bekämpft die folgen der globalisierung. darüber muss man sich als nutznießer der globalisierung nicht freuen – man darf jedoch anerkennen, dass diese politik dem wohle von 99% der us-amerikaner dient. im gegensatz zu nafta und den unzähligen kriegen die bush, clinton und obama zu verantworten haben.

Ein Angriff auf das Gefüge EU?

Strategisch könnte diese Aussage in der EU weiter für Unruhe sorgen und somit die Spaltung vorantreiben. Hebelte man Deutschland aus hieße das, die EU empfindlich zu treffen.

09:47, Pustefix

>>Ich wollte in meinem Beitrag nur andeuten, daß der Zuzug von mehreren Hunderttausend
von der wirtschaftspolitischen Esoterik der Neoklassik im Nachhinein als angewandter und politisch gewollter Nachfrageschub hingestellt wird.<<

Wenn Sie "politisch gewollt" streichen, könnte ein Schuh draus werden.

Nicht alles, was passiert, ist politisch gewollt, und nicht alles, was politisch gewollt ist, passiert auch.

Über den Begriff "Esoterik" im vorliegenden Zusammenhang habe ich mich schon geäußert.

Am 03. Februar 2017 um 08:37

Am 03. Februar 2017 um 08:37 von Pustefix

..., daß dieses Land sozial in den Abgrund schlittert .

Hier schlittert niemand, und in den Abgrund schonmal gar nicht.

Deutschland importiert zu wenig. Das ist Fakt, ja. Wir können nicht Exportweltmeister sein und damit anderen Ländern Schulden aufdrücken. Das muss sich ändern. Aber die Flüchtlinge dafür verantwortlich zu machen, dass es uns finanziell schlechter geht, ist gelinde gesagt einfach Quatsch.

09:51, NEW WORLD ORDER...

>>man könnte den eindruck gewinnen, dass sie ihre beiträge zum wohle unserer geliebten kanzlerin verfassen.<<

Unsere geliebte Kanzlerin?

Ich weiß ja nicht, wie das bei Ihnen ist, aber ich liebe sie gewiss nicht und habe ihre Partei noch nie gewählt und werde das auch nicht tun.

@ Stefan T um8:55

Damit bestätigen Sie ja Navarros Kritik, dass Deutschland den künstlich unterbewerteten Euro missbraucht um einen Wahnsinns Exportüberschuss zu erreichen und damit schuld an den Handelsbilanzdefiziten der anderen Länder ist.

09:51, NEW WORLD ORDER...

>>dass der euro die schwachen wirtschaftsregionen europas erodiert ist realität. gleiches gilt für die jugendarbeitslosigkeit, den drogenkonsum und die rekord-suizidzahlen – mitunter in griechenland!<<

Nein, der Euro tut das nicht. Geld hat keine magischen Kräfte.

Die Gründe für die Verarmung des Südens Europas liegen darin, daß man glaubte, die europäische Integration ohne Solidarität mit den traditionell strukturschwachen Regionen hinzukriegen.

Yannis Varoufakis, der bei den Griechen, mit denen ich geredet habe, generell hohes Ansehen genießt, hat darüber sehr kluge Sachen geschrieben.

Sehr richtig, wenn Holger Schmieding sagt:

"Mit Verlaub - dieser Vorwurf ist absurd, speziell in geldpolitischer Hinsicht. Denn es sind ja gerade die Deutschen, die von der Europäischen Zentralbank seit Jahren einen härteren währungspolitischen Kurs fordern, wenn auch vergeblich."

Es ist schließlich die EZB die für die Geldpolitik zuständig ist und nicht die Bundesregierung.

Abgesehen davon, ist es auch die FED gewesen, die unter Greenspan und Bernanke eine solche Politik vorgemacht haben. Man kann das auch als Währungskrieg ansehen, an dem sich alle großen Wirtschaftsnationen beteiligen. Da sind die USA genauso mitschuldig. Und von Ausbeutung zu reden, wie es Trumps Chef-Wirtschaftsberater Peter Navarro bezeichnete, ist hier die völlig falsche Bewertung, es ist geradezu das Gegenteil, denn Deutschland gibt ja über den daraus resultierenden Handelsüberschuss zinslosen Überziehungskredit an die USA. Wer beutet hier also wen aus?

Staatsschulden.

– Der Ökonom Schmieding "vergisst" einfach, dass auch Deutschland die Schuldenobergrenze von 60 % dauernd bricht.
– Er vergisst, dass es eine Richtlinie zur Exportobergrenze von 6 % gibt, die Deutschland ebenfalls nicht einhält.
– Er vergisst, dass Deutschland allein durch die Griechenlandkrise bisher 100 Milliarden "gespart" hat, die man den Schulden zurechnen muss.
– Er vergisst auch, dass Obama die US-Schulden auf ca. 20.000 Milliarden $verdoppelt hat. Dass Trump dieses wahrscheinlich unlösbare Problem offen angesprochen hat, passt natürlich einige Profiteuren nicht.
("Und das rührt daher, dass die meisten Investoren damit rechnen, dass die US-Staatsverschuldung unter Trump deutlich steigen wird.")

Holyknights

was Sie schreiben geht an der Wirklichkeit vorbei. Seit Trumps Antritt ist der Dollar stetig gestiegen, weil seine Versprechen paradiesische Gewinne an den Märkten Versprechen. Außerdem wurde gerade der Leitzins erhöht. Der Wert von Währungen hat nur noch in Maßen etwas mit den handelsströmen zutun. Und die Deutschen haben auch gut verkauft, als der Dollar stark war. Niedrige Zinsen helfen gerade den südeuropäischen Staaten. Und die USA hat bisher auch Nullzinsen. Und wieso werden die Exporte in die USA nicht bezahlt? Unsinn!!! Und bitte welcher Besatzer schöpft ab?

@new world

so isses.

und weil die südländer abgehängt sind, drückt sr. draghi die zinsen noch tiefer, um ihnen zu helfen. dadurch wird natürlich der € noch schwächer, neben der zerstrittenheit der europa staaten natürlich.

das hat der gute herr schmieding leider vergessen, zu erwähnen

@ 09:31 von NEW WORLD ORDER...

"merkel hat südeuropa in die rezession befördert mit ihrem euro und ihrer austerität. zudem wurde die kaufkraft der deutschen drastisch reduziert. trump möchte genau diese entwicklungen zurückschrauben und vielfalt wiederherstellen. die legende vom glück durch globalisierung und den wegfall von zöllen glaubt inzwischen niemand mehr."

Glauben Sie eigentlich wirklich, was Sie da schreiben? Fr. Dr. Merkel hat überhaupt nicht irgendwelche Länder in die Rezession befördert. Wir, ich und Sie sind diejenigen, die nicht bereit sind, Geld dort zu lassen. Der Urlaub kann gar nicht billig genug sein, aber bitte All Inclusive. Warum sind die Geschäfte voll mit 2-€-Shirts aus Bangladesh? Weil wir, ich und Sie nicht bereit sind, mehr dafür zu bezahlen. Für den Preis bekommen Sie aber niemals ein gleiches Produkt aus Europa. Unser Geiz und unsere Maßlosigkeit hält unsere Nachbarn am Boden. Und die Kaufkraft der Deutschen ist nach wie vor mit die Höchste weltweit. Denken Sie mal darüber nach.

re new world order

"merkel hat südeuropa in die rezession befördert mit ihrem euro und ihrer austerität."

Niemand hat Griechenland den Euro aufgezwungen. Und während hier über die Rückkehr zur Drachme theoretisiert wurde ist das von denen, die es angeht - die Griechen und ihre Regierung - niemals in Betracht gezogen worden.

... Schuld.
Der Dollar ist nicht erst seit Trumps Wahl überbewertet - oder anderes gesagt: Die anderen Währungen sind schon sehr lange gegenüber dem US-Dollar unterbewertet.

Freier Handel?
Nun - dann müssten aber auch die grundlegenden Marktmechanismen funktionieren. Auf ein anhaltendes Handelbilanzdefizit müsste die Abwertung der Währung erfolgen.
Griechenland hatte keine eigene Währung.
Im Falle des US-Dollars sind die Marktmechanismen auch außer Kraft gesetzt. Wer dies wegzudiskutieren versucht, steht auf der Titanic und freut sich über die Party und ignoriert den Eisberg.

Sicher ist der Euro für die BRD zu schwach

und natürlich profitiert Deutschland derzeit davon und einige südeuropäische Länder haben deshalb Probleme. Allerdings sollte man sich vor der Schuldzuweisung an Deutschland vor Augen halten, dass Deutschland innerhalb der EU stets auf die "United States of Europe" hingearbeitet hat. Insbesondere eben auch auf eine gemeinsame Wirtschafts- und Währungspolitik. Leider haben sich hier eher GB mit der Vorstellung eines reinen Binnenmarktes und Frankreich mit dem "Europa der Vaterländer" durchgesetzt.
Nicht zuletzt sind in den vergangenen Jahrzehnten aberwitzige Summen an EU-Wirtschaftsförderung in die heutigen Krisenstaaten geflossen, um genau dieser Entwicklung vorzubeugen. Leider wurden diese Mittel zumeist - na sagen wir mal "wenig effektiv" - genutzt.

Exportüberschüsse wegen Lohndumpings?

Ich bin nicht in der Lage, aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive die Dinge wirklich zu beurteilen. Insofern fällt mir auch nicht leicht, die Beiträge mancher Foristen entsprechend zu beurteilen.
Ich möchte daher einfach mal fragen: Ich kann mir von der Kenntnis her, die ich habe, nicht vorstellen, dass Deutschland im Vergleich zu den anderen EU-LÄndern tatsächlich einen Vorteil durch Lohndumping hat, wie es hier z.T. behauptet wird. Kann es sein, dass eine nicht sachgerechte Kritik, die von anderen (auch EU-)Ländern geäußert wird, weil sie aus anderen Gründen vielleicht weniger erfolgreich sind, einfach unkritisch übernommen wird? Oder was ist da tatsächlich dran?
Über Antworten von Sachkennern wäre ich sehr dankbar.

Mandat der EZB?

Das Mandat der EZB ist nicht, eine langfristige Inflation von etwa zwei Prozent "anzustreben". Vielmehr ist sie verpflichtet, auf die EURO-Stabilität zu achten und die Inflation unter zwei Prozent zu halten!
Deutschland als größter EU-Nettozahler und größter EU-Gläubiger sollte endlich die Notbremse ziehen und die Geld-Umverteilung von Herrn Draghi von Nord nach Süd stoppen. Andernfalls laufen wir in die von uns stets abgelehnte EU-Schuldenunion, zu Lasten unserer Sparer und unserer künftigen Rentner.

@Katja Laurig

"Populisten werden aus Angst gewählt, Merkel und Schulz tun gut daran, Zuversicht und Hoffnung zu verbreiten. "Wir schaffen das" ist besser als die Panikmache von AfD und Linken".

Den Bock zum Gärtner machen, nannte man das mal.

Die etablierten deutschen Parteien wollen die wachsende Armut, die zunehmende kulturelle bzw. politische Zerrissenheit und den Vertrauensverlust in Europa nicht einmal wahrhaben, leugnen und fabulieren von einem "glücklichen Europa", welches es de facto überhaupt nicht gibt.

AfD und Linke legen den Finger in die Wunde, verweisen (jeder auf seine Weise) öffentlich auf die tatsächlichen Zustände und für jeden der seine sieben Sinne beieinander hat, muss klar sein, dass wir am Ende dieses neoliberalen Weges angekommen sind.

Im EU-Parlament (zur Zeit des Martin Schulz) kam es im Gesetzgebungsverfahren fast nie zur "zweiten Lesung",...eben damit die breite europäische Öffenlichtkeit nicht erfährt, was beschlossen wurde.

Martin Schulz ist gewiss kein Reformer

@09:24 von Rumbuddel

angeblichen Masseneinwanderung

2.136.954 Immigranten allein 2015 (de.statista.com). Das sind fast 3% der gegenwärtigen Bevölkerung, die innerhalb des einen Jahres dazugekommen sind. In den Jahren zuvor waren es jeweils ca. 1.5Mio.

die gestiegenen Ausgaben für Flüchtlinge und Verfolgte nicht gewollt sondern unvermeidbar

Aber nicht jeder Immigrant ist ein Flüchtling oder Verfolgter. Zumindest bei denjenigen, die sich, ohne sich an der Grenze kontrollieren und registrieren zu lassen, eingeschlichen haben, habe ich meine berechtigten Zweifel. Aber daß neben den tatsächlich Asylberechtigten auch Andere ohne Weiteres hereingelassen wurden, war gewollt, und damit auch die Ausgaben für diese.

Andere Länder versorgen Immigranten übrigens bei Weitem nicht so großzügig wie D, haben entsprechend auch niedrigere Ausgaben.

re kritkritt

"Der Ökonom Schmieding "vergisst" einfach, dass auch Deutschland die Schuldenobergrenze von 60 % dauernd bricht."

Und Sie vergessen, dass Deutschland schon seit einigen Jahren sich diesem Ziel wieder annähert.

"Er vergisst, dass es eine Richtlinie zur Exportobergrenze von 6 % gibt, die Deutschland ebenfalls nicht einhält."

Und Sie vergessen, dass es keine Richtlinie, sondern eine Empfehlung ist.

nur die halbe Wahrheit

Natürlich hat Trump recht, aber die Fakten sind anders als er denkt. Ohne den dt. Anteil am EURO wäre diese Spekulationswährung gar nicht lebensfähig. Wenn man die 27 % dt. Anteil rausrechnen würde, welches Verhältnis hätte der EURO dann wohl zum Dollar? Andererseits drückt uns diese übergestülpte Währung soweit runter, daß kaum noch Zinsen erwirtschaftet werden (dank den Sachs-Lobbyisten). Nur die int. Großkonzerne verdienen an einem virtuellen schwachen deutschen EURO. Resteuropa gewinnt hingegen! Der dt. Rentner, Bausparer, Zinssparer, Reisende verliert, verliert, verliert...

@ 09:36 von NEW WORLD ORDER...

"flüchtlinge @ 09:32 von Kalium

korrekt. und ich frage mich wo die wirklichen kriegsopfer bleiben: die kinder, die alten, die frauen. es scheint, dass jeder junge mann hereingelassen wird – egal ob aus marokko, algerien oder syrien. und man fragt sich wieso sie nicht den islamischen staat und andere "gemäßigte rebellen" bekämpfen, um ihre frauen, mütter, töchter zu beschützen."

Na, dann gehen Sie doch einfach zu den jungen Männern hin und fragen Sie einfach mal nach. Informationen aus 1. Hand. Aber Vorsicht, denn die Antworten können einen schon erschüttern.

volle zustimmung! @ 09:56 von Hille-SH

danke für ihren umfassenden beitrag.

Nachfrage @holyknights 09:03

"alleine in die USA exportieren die Deutschen Waren im Wert von 60mrd EUR welche nicht bezahlt werden" schreiben Sie.
Ich verstehe nicht, was Sie damit meinen.
Können Sie (oder gern auch andere TN) mir erklären, worauf damit angespielt wird?
Danke im Voraus.

Ach so, bzgl. des beliebten Vorwurfs des Lohn-/Sozialdumpings

Der Mindestlohn in den USA liegt laut Wikipedia derzeit bei $7,25. Und fragen Sie doch mal einen amerikanischen Fabrikarbeiter nach den Leistungen seiner Kranken- und Sozialversicherung... Ihr Bild vom ultrabösen Deutschland könnte ins Wanken geraten.

unsinn @ 10:07 von fathaland slim

"Nein, der Euro tut das nicht. Geld hat keine magischen Kräfte."
.
das sagen sie mal den schweizern. sie haben keine ahnung von währungen. vom abwerten, von der justage der geldmenge und deren folgen.

Am 03. Februar 2017 um 10:18

Am 03. Februar 2017 um 10:18 von willi wupper sen.

so isses.

und weil die südländer abgehängt sind, drückt sr. draghi die zinsen noch tiefer, um ihnen zu helfen.

Erklären Sie mir, wieso dann die südlichen Mitgliedsstaaten sich einhellig dafür ausgesprochen haben, die EU noch zu STÄRKEN, statt zu sagen, dass sie allesamt aus dem Euro austreten wollen?

Sie haben keine Erklärung? Sie wollen wieder mit Gefühlen antworten?

Nun, vielleicht haben diese Länder das Gefühl, dass Deutschland als reiches Land sie über Wasser hält. Wäre doch mal eine These, oder? Und der Kniff dabei: In Deutschland tut das nicht mal jemandem weh dabei, jaha!

Alle, die hier ständig von Lohndumping reden,

sollten in ihre Überlegungen mit einbeziehen, dass ein Lohnniveau immer auch im Zusammenhang mit dem Preisniveau gesehen werden muss. Vergleichen sollte man daher eher die Kaufkraft und da ist der deutsche Bürger ganz gut gestellt. Um das internationale Gleichgewicht herzustellen, muss man dann auch alle nationalen Preise anpassen. Nur dann wäre es ein "fairer" Wettbewerb. Etwas utopisch, nicht wahr?

genau richtig....

...besser hätte ich es nicht formulieren können..

10:21 von karwandler

"Niemand hat Griechenland den Euro aufgezwungen."
.
ja genau und niemand hat anderen europäischen ländern den euro aufgezwungen. jaja so einfach ist das.
.
dass griechenland in den euroraum geleitet wurde ist folge einer bilanzfälschung durch goldman sachs und einer durch und durch korrupten politkaste.

Alle, die hier ständig von Lohndumping reden,

sollten in ihre Überlegungen mit einbeziehen, dass ein Lohnniveau immer auch im Zusammenhang mit dem Preisniveau gesehen werden muss. Vergleichen sollte man daher eher die Kaufkraft und da ist der deutsche Bürger ganz gut gestellt. Um das internationale Gleichgewicht herzustellen, muss man dann auch alle nationalen Preise anpassen. Nur dann wäre es ein "fairer" Wettbewerb. Etwas utopisch, nicht wahr?

10:28, NEW WORLD ORDER...

>>unsinn @ 10:07 von fathaland slim
"Nein, der Euro tut das nicht. Geld hat keine magischen Kräfte."
.
das sagen sie mal den schweizern. sie haben keine ahnung von währungen. vom abwerten, von der justage der geldmenge und deren folgen.<<

Ich bitte um Verzeihung, daß ich Ihre Autorität auf diesem Gebiet nicht anerkenne. Ich halte mich doch lieber an Varoufakis und Harald Schumann.

@ 10:20 von Randerscheinung

der urlaub in den südlichen ländern ist so teuer, weil dort die lebenshaltungskosten enorm gestiegen sind infolge der euroeinführung. die währung ist zu hart für den süden. es kann nicht sein, dass griechenland gemüse aus der türkei oder aus den niederlanden importiert, derweil die regionale wirtschaft den bach runter geht.
.
sie können nicht den südeuropäern vorwerfen, dass die währung den export und tourismusprodukte sabotiert. die lira, der peso, die drachme wurden regelmäßig abgewertet – seit euroeinführung können sie ihre währungen gegenüber den nurdeuropäischen wirtschaftsräumen nicht mehr abwerten – was zum einbruch des exports und des tourismus führt.

Nee World Order

99% der Amerikaner werden sicher unten Folgen leiden und noch den Rest ihres Wohlstandes verlieren. Nicht die Globalisierung ist schuld am wirtschaftlichen Niedergangs der USA, sondern die jahrelang nicht vorhandene Wirtschaftspolitik. Man glaubte immer der Markt wird es schon Regeln. Nun weiß man es besser.
Und was die Kriege anbetrifft, würde ich mich nicht für Trump verwenden. Iran und China sind gerade mögliche Partner.

2017 um 10:24 von ser04

Die 30 % wenigverdiener erwitschaften den Gewinn der als Kapitalexport ins Ausland geht es stimmt also.Die Migration führt den Weg weiter billige Arbeit die vom Steuertzahler gezahlt wird was am ende eine Umverteilung von unten nach oben und zu den Kapitalmarkt zur Folge hat.Haste auch gleich den Grund der Migration.

Offene

könnte es auch sein, dass diese Länder einfach mal ihre Verantwortung für ihre verfehlte Wirtschaftspolitik auf Deutschland abwälzen.

@ 10:38 von NEW WORLD ORDER...

Vorschlag: Lesen Sie meinen Beitrag doch noch einmal und vielleicht etwas genauer. Ihre Antwort geht jedenfalls komplett vorbei.
Danke im Voraus.

9.29@Randerscheinung - Schuldenpolitik

Mit ihre Ausfuehrungen kann man einverstanden sein. Es waren jedoch insbesondere die expansive, wirtschaftlich voellig nutzlose Kriege die Amerika vor allem in den letzten Jahren in ein nicht mehr beherrschbares Schuldenloch gestuerzt haben. Dadurch war Obama bereits nur noch bedingt politisch handlungsfaehig deswegen die Russen in Syrien. Trump muss um politisch Erfolg zu haben, investieren in der veraltete Industrie, hier muessen moderne robotisierte Arbeitsplaetze geschaffen werden, er muss investieren in der Infrastruktur um handlungsfaehig zu bleiben und er muss investieren in das Militaer um nicht noch weiter an politischen Einfluss zu verlieren. Die finanzielle Mittel sollen ueber weitere Verschuldung und ueber industrielle Investitionen in den USA aus Deutschland und andere Laender kommen. Die finanzielle Mittel wuerden hier fehlen.

09:11 von Orfee

Schon seit Jahren werden die Exportüberschüsse Deutschland' s kritisiert. Auch die Franzosen haben schon gesagt, daß die Exportschüsse und dumping Löhne DE s die Wirtschaft in Europa zerstören.
Die ganze Arbeitslosen in den Südländern sind nicht erfunden sondern real. Die Wettbewerbsfähigkeit dieser Länder gegen die Exportüberschüsse und dumpinglöhne fast gleich null.

Man muss sich allerdings dennoch die Frage stellen, an wem es tatsächlich liegt. An Deutschland, wo trotz der besagten "Dumpinglöhne" das Lohnniveau im EU-Vergleich keineswegs gering ist, insbesonders nicht gegenüber den südlich gelegenen EU Mitgliedern oder nicht vielmehr an jenen Ländern, die trotz deutlich geringerer Löhne von der Effizienz nicht mit Deutschland mithalten können.

10:32, NEW WORLD ORDER...

>>10:21 von karwandler
"Niemand hat Griechenland den Euro aufgezwungen."
.
ja genau und niemand hat anderen europäischen ländern den euro aufgezwungen. jaja so einfach ist das.<<

So einfach ist das.

Ich möchte Gerd Appenzeller aus dem heutigen Tagesspiegel zitieren:

"(Wir sollten uns) nicht einbilden, daß Staaten ohne unsere industrielle Tradition schon irgendwann durch ähnliche Exporterfolge zu Wohlstand kommen können.
(...)
Deutschland wird sich darüber hinaus an den Gedanken gewöhnen müssen, daß es ohne eine Art horizontalen Finanzausgleich in der Union auf Dauer nicht geht.

(...)

Mit der Tatsache, daß niemand so von Europa profitiert wie Deutschland, haben wir uns ja auch gut eingerichtet."

Es sind zwei Seiten der gleichen Medaille.

Ohne Solidarität geht es nicht. Auch wenn Schäuble und Merkel dagegenhalten.

Es ist meiner Ansicht nach eine Schande der EU, wie Griechenland in der Flüchtlingskrise alleingelassen wird.

Um nur mal ein Beispiel zu nennen.

@Pustefix

Sie denken zu stark in Kausalitäten und Kontinuitäten. Die (ökonomische) Wirklichkeit verhält sich aber sprunghaft und komplex. Staatliche Ausgaben, die in einem Staat verausgabt werden, können einen konjunkturellen Effekt haben. Ganz gleichgültig, ob sie von einer Regierung geplant waren oder nicht. Wenn man Geld bereitstellt für den Aufbau von Windrädern entstehen ebenso Arbeitsplätze wie wenn man bspw. Projekte zur Integration von geflüchteten Menschen aufsetzt. Das hat doch nichts mit Esoterik zu tun. Es hat eher mit dem Unwillen zu tun, das Positive zu sehen: Wer mit anderen teilt, hat mehr.

Für mich ist nicht

Für mich ist nicht nachvollziehbar, wieso immer alle möglichen Foristen ausschließlich emotional überreagieren und ihre "Erkenntnisse" als bare Münze verkaufen.

Ist denn jeder hier ein Finanzexperte?
Kennt sich hier jeder mit Wirtschaftspolitik aus?

Wie kommt es bloß, dass immer alle alles besser wissen, obwohl sie doch in Wahrheit keinen blassen Schimmer haben?

Und dann immer dasselbe Lied von Gefühlen wie Hass, Wut, Ärger, Zorn. Und natürlich Frau Merkel, die an allem persönlich Schuld ist, als wäre sie die Einbrecherin ins Haus eines jeden von diesen meckernden Foristen hier.

In Deutschland ist nicht alles Müll. Es ist nicht alles schlecht. Es ist nicht alles gefährlich. Und es gibt auch nicht so viele, die uns umbringen wollen.

Hört auf mit dem Wutbürgertum, rafft Euch auf, haltet zusammen, statt immer zu spalten, und beginnt damit, positiv zu erscheinen. Denn eines ist psychologisch durchaus bewiesen: Wer positiv denkt, ist viel erfolgreicher.

@10:32 von chicky1

"Alle, die hier ständig von Lohndumping reden,
sollten in ihre Überlegungen mit einbeziehen, dass ein Lohnniveau immer auch im Zusammenhang mit dem Preisniveau gesehen werden muss."

Es gibt statistisch genau 2 Anschaffungsarten im Leben eines Menschen in Deutschland, die wesentlich über seine Kaufkraft bestimmen: eine Immobilie und eine Folge von Autos als Individualverkehrsmittel. Beides ist in denletzten Jahren extrem teuer geworden (oder, mit anderen Worten: die Kaufkraft ist diesbezüglich extrem gesunken). Insbesondere der Immobilienausverkauf ins Ausland durch den schwachen Euro kommt einer Enteignung der Bundesbürger gleich. Viele können sich nicht einmal mehr die Mieten leisten, geschweige denn, Wohneigentum erwerben.

MKir13 um 09:30Uhr

Genauso ist es ! Sehr gut dargestellt! Aber diese Art von Mathematik wird ja von allen EU-Gegnern und D-Mark-Anhängern einfach ignoriert!

Wer mit der Schrotflinte schießt...

trifft früher oder später irgendwas.

Und hier hat Trump mal ausnahmsweise das richtige nachgeplappert. Navarro hat nicht unrecht, Deutschland profitiert von zwei Dingen ungemein:

1. Den niedrigen Produktionskosten. Dank unserer hohen Kompetenz (Und damit meine ich deutsche Ingenieure und Facharbeiter, also lass stecken, Pegida) und des hohen Automatisierungsgrades fertigen wir unglaublich effizient. So sehr, dass wir ein um rund 20% höheres Lohngefüge vertragen könnten, ohne unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Werden wir aber, vor allem dank Schröders Agenda 2010 und den unermüdlichen Bemühungen von Lobbyorganisationen wie dem VDI, so schnell nicht haben.

2. Dem Euro, dessen Kurs die durchschnittlicheStärke des Euroraumes abbildet, und damit für Deutschlands Verhältnisse viel zu niedrig ist.

Schaden tun wir damit aber vor allem den Euro-Ländern, die wirtschaftlich nicht so stark, oder sozial nicht ganz so abgebaut sind, wie Spanien oder Frankreich, weniger den USA.

@ 09:46 von NEW WORLD ORDER...

..soso, der liebe Herr Trump wird keinen Krieg anfangen ?
Meiner Meinung nach wird der erste Krieg gegen den Iran schon vorbereitet, wenn man sich anhört, wie da wieder gepoltert wird.

Herr Trump tut das alles zum Wohle von 99% der US-Amerikaner ? Alle Amerikaner (bis auf 1%) werden seinen politischen Entscheidungen profitieren... na wir werden sehen, wer zuletzt lacht.

09:04 von robflop

- Es geht Navarro nicht speziell um die EZB-Politik, Schmieding suggeriert das aber.

Es stimmt zwar, dass es Navarro nicht speziell um die EZB Politik geht, faktisch ist jedoch die EZB für die EU-weite und damit auch deutsche Geldpolitik verantwortlich. Schmieding suggeriert nicht, sondern verweist nur darauf, dass eine Kritik an der deutschen Geldpolitik als Quelle der "Schwäche" des Euro unangebracht ist.

10:26, nicht etabliert

>>Natürlich hat Trump recht, aber die Fakten sind anders als er denkt.<<

Großartig.

Was ich an Trump mag, ist seine schonungslose Ehrlichkeit, egal ob er die Wahrheit sagt oder nicht.

>>Andererseits drückt uns diese übergestülpte Währung soweit runter, daß kaum noch Zinsen erwirtschaftet werden (dank den Sachs-Lobbyisten).<<

Sie wissen, daß vier von Trumps Ministern von Goldman-Sachs kommen?

re new world order

"dass griechenland in den euroraum geleitet wurde ist folge einer bilanzfälschung durch goldman sachs und einer durch und durch ."

Was, wenn auch verklausuliert, bestätigt, dass die Griechen in den Euro wollten.

Und weiterhin bemerke ich: Sie gehen nicht darauf ein, dass die Griechen - und nicht nur die "korrupten politkaste" gar nicht aus dem Euro rauswollen. Auch jetzt nicht.

@Karwandler

""Niemand hat Griechenland den Euro aufgezwungen.""

Schröder u. Fischer vergessen?
Die haben sich mächtig ins Zeug gelegt,dass Griechenland mit geschönten Zahlen in die Eurozone eintreten konnte.
Die Zahlen passten nicht,also wurden sie passend gemacht!

@ 11:01 von karwandler

indianer haben auch gold gegen glasperlen und spiegel getauscht. es ist verwerflich die menschen in ihr unglück zu treiben. es ist schändlich, dass der euro den bürgern – wider besseren wissens – aufgedrückt wurde.

goldman sachs @ 11:01 von karwandler

"Was, wenn auch verklausuliert, bestätigt, dass die Griechen in den Euro wollten."
.
dann meinen sie dass goldman sachs entscheidet was die bürger wollen? ist das ihre verklausulierte aussage?

re l.-ludwig

"Es gibt statistisch genau 2 Anschaffungsarten im Leben eines Menschen in Deutschland, die wesentlich über seine Kaufkraft bestimmen: eine Immobilie und eine Folge von Autos als Individualverkehrsmittel. Beides ist in denletzten Jahren extrem teuer geworden"

Die Zulassungszahlen beweisen ja, dass sich kaum noch einer in Deutschland ein neues Auto leisten kann.

Realitätsverweigerung als Methode.

re wm

"Schröder u. Fischer vergessen?
Die haben sich mächtig ins Zeug gelegt,dass Griechenland mit geschönten Zahlen in die Eurozone eintreten konnte.
Die Zahlen passten nicht,also wurden sie passend gemacht!"

Wollen Sie es nicht kapieren?

Die Zahlen wurden von den Griechen geschönt weil sie reinwollten.

Das soll Zwang sein?

@09:30 von MKir13 BWLer Milmädchenrechnung

Nach ihrer Rechnung wäre eine extreme Abwertung die rechnerisch beste Lösung, denn dann wäre der Gewinn am höchsten. Leider hat dann aber der Arbeiter keine auf Importgüter bezogene Kaufkraft mehr. Der deutsche Zustand im Augenblick weist in diese Richtung. Die Preisstabilität im Konsumbereich täuscht darüber hinweg, dass an die Deutschen Effizienzsteigerungsgewinne schon seit langem nicht mehr weitergegeben werden. Der geringe Wert des Euros führt zudem zu einem Ausverkauf im Immobilienbereich, wodurch die Lebenshaltungskosten steigen und der Konsum weiter gerdrosselt wird. Ihre Rechnung ist eine typische BWL-Milchmädchenrechnung, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat.

Armes Deutschland völlig unschuldig

Wenn man hier von Lohndumping spricht, dann meine ich auch die billigen Arbeiter im Ausland und nicht nur in Deutschland.
Es geht den Konzernen nur darum billig zu produzieren, damit sie von Verkauf möglichst viel Gewinne manchen können.

Gibt es da sonst ein Logikfehler? Wenn billiger produziert wird, kann man mehr Gewinn beim Verkauf machen.

Griechenland hat sich nicht in die EU reingeschmuggelt sondern wurde reingenommen, obwohl man wußte, daß dieses Land die Kriterien nicht erfüllt. Nur um den Markt zu vergrößern. Genauso wie die Osterweiterung mit Ukraine und TTIP Handlungsverträge um den Markt zu vergrößern.

Trump weiß ganz genau wo die Probleme liegen und was passiert wenn man der EU den freien Lauf läßt.

11:02, wm

>>@Karwandler
""Niemand hat Griechenland den Euro aufgezwungen.""

Schröder u. Fischer vergessen?
Die haben sich mächtig ins Zeug gelegt,dass Griechenland mit geschönten Zahlen in die Eurozone eintreten konnte.
Die Zahlen passten nicht,also wurden sie passend gemacht!<<

Sie leiten aus diesen Tatsachenbehauptungen ab, daß Griechenland der Euro aufgezwungen wurde?

Meiner bescheidenen Ansicht nach liegt hier ein logischer Fehler vor.

Aber es stimmt natürlich, daß Griechenland sehenden Auges in die Eurozone gelassen wurde. Man hat die Risiken, die mit der kompletten Aufhebung des Glass-Steagall Acts, also der Entfesselung der Finanzmärkte in den USA, einhergingen, sträflich unterschätzt und nicht rechtzeitig Schutzvorkehrungen getroffen. Das Mantra der 90er war ja, daß der Markt schon alles richten werde.

Tja. Dumm gelaufen.

10:38 von chicky1

100% ins Schwarze ! besser hätte ich es nicht schreiben können...

11:10, karwandler

>>Die Zahlen wurden von den Griechen geschönt weil sie reinwollten.<<

Sie wurden von allen Beteiligten geschönt.

Ich kenne einen ehemaligen Beamten der griechischen Nationalbank, der ebenfalls auch noch Kommunist, Radiomoderator und Konzertagent war. Der hat mir schon Mitte der 80er gesagt, daß es ein ganz böses Erwachen geben würde.

Wenn ich das damals, vor 30 Jahren, wusste, dann können Sie mir nicht erzählen, daß die internationalen Entscheider der Finanzwelt damals dümmer als ich waren.

11:07, NEW WORLD ORDER...

>>goldman sachs @ 11:01 von karwandler
"Was, wenn auch verklausuliert, bestätigt, dass die Griechen in den Euro wollten."
.
dann meinen sie dass goldman sachs entscheidet was die bürger wollen? ist das ihre verklausulierte aussage?<<

Goldman-Sachs entscheidet auf jeden Fall, was die Trumpregierung will. Vier ihrer Minister kommen ja aus diesem Bankhaus.

Der Behauptung das der Dollar wegen trump so..

stark ist kann ich nicht folgen diese ist auch falsch ,weil der Dollar schon in der regierungszeit von obama stark war.

Der dollar ist nicht stark sondern der € ist schwach.
Schwach weil es keine Zinsen gibt für €.
Sollten Zinsen eingeführt werden werden einige EU länder aus dem € ausscheiden müssen,mit schlimmen folgen für Deutschland und andere Exportnationen.
Schwach auch weil jeden Monat 60 mrd € gedruckt werden um die inflation anzuheizen,das Geld zu entwerten und auf diese weise 2 fliegen mit einer klappe zu schlagen.
Geldentwertung durch drucken,durch nullzins.
Und mehr export durch niedrigen € kurs.
Die Kritik der usa und der anderen eu länder ist berechtigt.
Hätten wir die DM müssten wir 30% mehr für unser Geld bekommen.
Die Exporte würden zurückgehen andere könnten auch waren verkaufen und es wäre alles wieder im lot.
Wenn man dem nicht entgegenwirkt wird der € nur noch für wenige staaten haben sein und etwas später werden auch diese ihn verabschieden,weil der vorteil weg is

@11:10 von L.-Ludwig

Nach ihrer Rechnung wäre eine extreme Abwertung die rechnerisch beste Lösung, denn dann wäre der Gewinn am höchsten.

Leider haben Sie in meiner Beispielrechnung übersehen, dass die Materialien zu 100% importiert werden müssen. Das war Absicht, eine extreme Abwertung der eigenen Währung führt im Beispiel dazu, daß sich die Importe verteuern, was eben nicht nur den Arbeiter, sondern auch das Unternehmen trifft.

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