Brexit-Debatte: Markige Worte vom Schatzkanzler

15. Januar 2017 - 14:26 Uhr

Sind es nur Drohgebärden oder meint er es ernst? Der britische Finanzminister Hammond erwägt einen kompletten Bruch mit der EU - und das hieße: die Unternehmenssteuern auf der Insel drastisch zu senken. Die Opposition warnt vor einem Handelskrieg. Von Jens-Peter Marquardt.

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Kommentare

Brexit Entwicklung

Na macht mal halblang liebe Engländer.
Ihr werdet alles ein wenig in die Länge ziehen bis zur nächsten Wahl. Dann wird die Partei gewinnen, welche offen gegen den Brexit ist. Eines ist aber jetzt schon sicher. England wird die bisher erworbene Extrastellung dann trotzdem verlieren.

@um 14:34 von karwandler

Im Handel gibt es immer schon einen Krieg, da geht es um Gewinne und nicht um mein Land oder deine EU etc..

Sollen die doch...

Sollen die doch die Steuern senken, dann gibt es eben entsprechende Zölle das dort auch die letzte exportierende Firma in die EU umzieht.

Das unser Finanzminister

verschnupft reagiert kann ich mir gut vorstellen, 90 Milliarden Export in 2016 wären ein wenig in Gefahr.
Und eine Abwanderung von Firmen würden sich sicher auch einige überlegen, wenig Steuern viel Gewinn zieht immer.
Was hindert Deutschland eigentlich daran mit GB eigene Verträge zu machen, wie mit dem Rest der Welt auch ?.
Müssen so oder so neu gemacht werden.

Vielleicht sollte D nicht so viel Angst haben vor der EU, als größter Nettozahler sollte man sich nicht ganz so viel Angst haben.
Länder die nur nehmen lassen sich nicht besonders viel beschränken und wehren sich regelmäßig.

Deutschland bekommt doch eh Probleme wenn die Briten nicht mehr da sind, Stimmmacht geht verloren und das könnte gefährlich werden.
Die Briten haben schlauer weise den Euro nicht genommen so das der Ausstieg ohne Währungsumstellung besser geht.

Ich denke das Wirtschaft schon im Hintergrund arbeiten wird um Ihren Schnitt zu machen, Artikel sind das eine für die Öffentlichkeit.

Gruß

diesen Handelskrieg würden die Briten auf Dauer verlieren

Ich glaube diesen Handelskrieg würden die Briten auf Dauer verlieren, denn man ja die britische stark verzollen. Außerdem würden der britische Regierung wegen des Auslassen der Steuern viel Geld verlieren gehen.

Das würde die soziale Lage nicht verbessern sondern nur verschlechtern

Sie machen das was sie

Sie machen das was sie müssen. Und es wird ganz Europa aus der Zinsfalle heraus holen . Die aktuellen Politiker sind ja nicht fähig dazu abgesehen von Dragi und seinen Goldmann Sachs Kumpanen.

Brexit

Ein Teil der Engländer hofft auf die Wiederkehr des de facto nicht mehr bestehenden Empire.
Das Königshaus gibt sich zwar im Sinne dieses Empire global und hofft auf Gewährung eines Vorteils durch diese Staaten. Sind diese Erwartungen eingetroffen?
Reisende sollte man jedoch nicht aufhalten.

Vorausschauende englische Realisten, die Nordiren und die Schotten sehen Großbritanniens Zukunft eher in Europa und Amerika.

Die Auseinandersetzung darüber können die Briten nur allein führen. Schluss sollte sein mit den Zugeständnissen und Rabatten an die Briten. Gleiches Recht für alle Mitglieder und kein Protektionismus.

die Folgen

Jetzt kommen die schwierigen Folgen der durch Junker und Merkel dominierten EU-Politik.

Ein "harter" Brexit ist m.E. besser als jahrelanges herumeiern mit Brüssel. Man kennt die Hartnäckigkeit der Briten.

Das Verhalten unserer Bundesregierung in den letzten zwei Jahren hat den Brexit heraufbeschworen und möglich gemacht.

Zeit für einen Politikwechsel. Grenzenlosigkeit funktioniert auf Dauer nicht.

Mal hingestellt, ob es der englischen Wirtschaft wirklich hilft

aber eine andere Möglichkeit haben die Insulaner nicht, wenn ihre Wirtschaft infolge des Brexits nicht kompletten Schiffbruch erleiden möchte.

Wir können von den Briten nicht erwarten, dass sie aus Rücksicht auf uns, weiterhin das Niveau der EU-weiten Körperschaftssteuern halten. Das wäre der sichere Selbstmord.

Insofern halte ich es für angeraten, dass sich die EU allmählich auf einen unvermeidbaren Handelskrieg mit den Briten einstellen muss! Wenn die EU das nicht tut, dann beweist sie einmal mehr ihre Kurzsichtigkeit und Überflüssigkeit!

Der größte Teil der

Der größte Teil der britischen Wirtschaft, inklusive der Finanzwirtschaft funktioniert nur mit der EU... oder zumindest mit dem Binnenmarkt.
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Folglich wird ein harter Brexit zu "blühenden Landschaften" führen... verwilderte und überwucherte Industriebrachen. Und aus der City könnet man ja entweder einen Stadtpark machen, oder die Büros in Sozialwohnungen umbauen.

Brexit-Debatte

Eigentlich bin ich ein Freund der Briten. Aber was sie sich mit dem Brexit ausgedacht haben, übertrifft meine Befürchtungen. USA wird sich abschotten ( Trump), Europa macht
die Grenzen zu, wenn das neue "Modell" kommt. Mit wem wollen die Briten dann noch Handel treiben? Drohen, ist die falsche Maßnahme, weil sie nur eine Gegendrohung erzeugt. Hier zeigt sich in voller Stärke die Dummheit der Populisten und Rattenfänger, die dem Volk erklären, nur sie sind einzig die Retter der Nation. Ich habe lange genug in UK gearbeitet. Sind herrliche Kollegen gewesen.
Was aber jetzt passiert, hat mich erschüttert.

Wollen die Briten einen Handelskrieg anfangen?

niedrige Körperschaftssteuern? Sollen sie doch, als Gegenmittel stehen der EU ja dann hohe Einfuhrsteuern für Waren aus dem Königreich zur Verfügung. Übrigens: was haben die überhaupt außer ein paar überteuerten Autos, Fish&Chips sowie zweifelhaften Finanzdienstleistungen zu exportieren?

Britischer Pragmatismus

Der britische Pragmatismus benennt das Hauptproblem: der ungebremste Einwanderungsdruck auf die westlichen Industrieländer. Die deutsche Position zum Thema ist nicht nur für Europa ein Problem.

Heute und morgen

Heute den Antrag stellen, morgen austreten.

Und dann schaun mer mal, ob Small Britain einen Handelskrieg gegen die EU überhaupt zu führen vermag.

Am Ende liegen dann statt der Extrawürste keine Würste mehr auf dem englichen Teller.

Legen wir die Karten ...

Schauen wir uns einmal an, ob es im Interesse von Europa - d.h. von Briten, Franzosen, Deutschen etc. und nicht unbedingt direkt von der EU ist - endlich bei den Brexitverhandelungen gemeinsame Interessen in den Vordergrund zu stellen:

1. GB ist der wichtigstes Handelspartner der EU

2. GB ist die fünftgrößte Volkswirtschaft der Erde

3. Während der Euroraum - insbesondere der Süden - dahinsiecht, wächst GB im Durchschnitt mit 2,0 - 2,4 %

4. Alleine Deutschland exportiert netto 1 Millionen Autos, F extrem viele Luxusgüter, Weine, etc.

5. GB war/ist der drittgrößte Nettozahler in der EU

6. ...

Alles spricht dafür, dass man im europäischen Interesse keine Handelsbarrieren aufbaut. Alles andere wäre töricht und höchstens das Produkt eine eitlen Spiels um die politische Macht in der EU!

ja nu?

fuer jedes prozent weniger britische unternehmersteuer einfach 2 prozent mehr einfuhrsteuer fuer britische produkte nehmen

UK hat mehr zu verlieren als die EU-Mitglieder

Wenn sich UK als Steuerparadies etablieren möchte, müsste es mit Strafzöllen rechnen, was am Ende noch dem letzten Rest an Exportgewerbe den, ähm, Rest geben würde.

Schon jetzt dürfte klar sein, dass der Boom, den Großbritannien in den letzten Jahren erlebt hat, vor allem daher kam, dass sich Firmen aus Drittländern (v.a. aus Asien) dort niederließen, um einen Zugang zum EU Binnenmarkt zu haben. Ohne diesen werden die meisten davon wieder abwandern. Das dürfte auch mit extremen Subventionen (die wiederum Strafzölle herbeiführen würden) nicht zu beheben sein...

Aber, hey, Brexit ist Brexit, nicht wahr?

Mir tun die Briten leid, denen man mit falschen Versprechungen weisgemacht hat, der Brexit sei eine gute Idee. Tatsächlich ist es eine Schnapsidee, für die man noch generationenlang bezahlen werden muss...

ag.

Sie haben keinen Plan - aber das wollten sie schon immer:

Unternehmensteuern runter, Sozialstaat runter, Öffentliche Daseinsvorsorge runter - Thatcher 2.0. Das wollten also die "kleinen" Leute oder "Arbeiter" oder "Landbewohner"? Es ist zu hoffen, daß dieser neoliberale Aufguss scheitert, sonst wird aus der schiefen Ebene der freie Fall.

Das halte ich für unklug, Mrs. May!

Zitat: "Die Premierministerin will den Auftrag der Mehrheit der Briten erfüllen, die Zuwanderung aus den EU-Ländern zu begrenzen. Dieser Auftrag hat für sie Priorität. Dafür ist sie auch bereit, den freien Zugang zum Binnenmarkt zu opfern."

Das halte ich für unklug, Mrs. May!

Es gibt kein wirklichen Argument dafür, den freien Zugang zum Binnenmarkt aufzugeben.

Auch würde ich - wenn ich Brite - wäre nicht unbedingt den freien Zugang von EU-Ausländer unnötig erschweren, höchstens steuern, damit keine ungesteuerte Einwanderung in die Sozialsysteme geschieht, sondern in den britischen Arbeitsmarkt.

Da - zur Ausnahme - ist der Vorstoß David Camerons auch einmal zu loben, der vorschlug - noch vor dem Brexit-Referendum - für das Beziehen von Sozialleistungen als Vorausetzung zu machen, mindestens fünf Jahre in das System eingezahlt zu haben.

Man muss die Dinge eben differenziert, sachlich mit Verstand betrachten, wie das bei mir als AfD-Wähler eben so üblich ist!

Weniger Körperschaftssteuer plus

Weniger Körperschaftssteuer für ansässige Firmen zu erheben plus erschwerter Zugang zu europäischen Märkten bedeutet erst mal, dass GB deutlich weniger Steuereinnahmen haben wird und fürs eigene Volk verteilen kann.

Zwar könnten die Briten ihre Exportprodukte dann billiger in der EU anbieten, das geht aber nur, wenn die EU dumm genug ist, sich wirtschaftlich selber zu schwächen und keine Importzölle erhebt.

Möchte gerne mal wissen, wie die Briten aus der selbstgeschaffenen Falle herauskommen wollen.

Am Ende wendet sich das eigene Brexit-Volk gegen seine eigene Regierung, weil es ihnen schlechter geht als zu EU-Zeiten.

Körperschaftssteuer

Ganz einfach: Bei uns die Körperschaftssteuer auch senken, dann kommen sicher auch viele Firmen von den jetzigen Steueroasen zurück.

Hart aus der EU heraus, um

Hart aus der EU heraus, um dann ein bilaterales Handelsabkommen mit der neuen US-Administration auszuhandeln, so wie Herr Trump sich das ja wünscht.

"Bilateral" in unserem Sinne aber sollte bedeuten: EU-weit. Die EU muss zusammenrücken, nicht auseinander driften, wenn sie ihre starke wirtschaftliche Position behalten möchte.

Die Tendenz indes sieht leider anders aus.

Leere Drohung

Die Antwort auf eine drastische Senkung der Unternehmenssteuer wäre die Kündigung der Doppelbesteuerungsabkommen. Das bedeutete, dass die Unternehmen ihre EU-Gewinne dann sowohl in GB als auch in der EU versteuert werden müssten.
Die Briten müssen ganz schön verzweifelt sein.

Für einen Freihandel brauch man die EU 5 Mal nicht!

Zitat: ""Wenn wir keinen Zugang haben zum europäischen Markt, wenn wir ausgesperrt werden, wenn Großbritannien die Europäische Union verließe ohne eine Übereinkunft über einen Marktzugang, dann könnten wir zumindest kurzfristig wirtschaftlichen Schaden erleiden."

Fakt ist, dass wohl beide Seiten einen massiven Schaden erleiden würden, würde der Handel zwischen der EU und GB erschwert.

In der verarbeitenden Industrie - insbesondere Auto-industrie - würden deutsche Arbeitnehmer stark darunter leidern, exportiert die dt. Auto-industrie netto 1 Millionen Fahrzeuge nach GB pro Jahr.

Es liegt also an der EU, ob sie - wie so oft - der europäischen Wirtschaft und somit seinen Bürgern schaden möchte oder nicht.

Um einen Freihandel zu bewerkstelligen, brauchen die Europäer die EU fünf Mal nicht. Die EU kann nur den Freihandel erschweren/verhindern, um ihre nicht durch Referenden gedeckte Vision der politischen Integration Europas durchzusetzen. Erpressung nennt man so etwas.

Unternehmenssteuern drastisch senken?

Das kann böse enden.

1. Dann fehlen dem Britischen Finanzminister die Einnahmen aus diesen Steuern.
2. Wenn es der EU zu bunt wird, verhängt sie Strafzölle auf alle Waren und Dienstleistungen aus GB.

Ob sich ein Handelskrieg für die Briten lohnt, wird sich dann sehr schnell zeigen.

Nebenbei bemerkt... Die Briten wollten die EU verlassen und nicht die EU die Briten rauswerfen. Gehen wollen und zum Abschied noch Forderungen stellen? Bleibt mal auf dem Teppich! Oder sollte ich sagen auf der Insel?

Niedrige Körperschaftsteuer?

Ihre Produkte werden billiger! Durch Strafzölle wird der niedrigere Preis wieder ausgeglichen.

@Karwandler: keinen Handelskrieg ...

... denn der würde keinen Sinn machen.

Aber einen Wettbewerb der Unternehmenstandorte mit Corporate Taxe Rates im Bereich deutlich unter 20 % .

Wie im historischen Vergleich schon die Wechselkurskriege zwischen Staaten gezeigt haben, gibt es dort keine Sieger, nur Verlierer. Denn an diesem Parameter dreht jeder, der in Nachteil gerät und hebt die Vorteile der Gegenseite auf.

Die Ironie der Geschichte: jene, die am zahlreichsten für den Brexit gestimmt haben, nämlich die sog. "Abgehängten" wären die doppelten Verlierer. Der Spielraum für staatliche Hilfen, die in UK ohnedies schon relativ gering sind, würde durch Steuerverluste gegen 0 tendieren. Jobverluste würden sie im Gegensatz zu den besser ausgebildeten und mobilen Arbeitnehmern auch nicht kompensieren können.

Fazit: Das Corporate Tax Game bringt nur Netto-Ansiedlungs- und Jobsalden, wenn die EU nicht reagiert. Das ist unrealistisch.

Der Brexit ist und bleibt eine irrationale Veranstaltung.

Vielleicht der Versuch nach...

Trump-Manier erst einmal alles Porzellan zu zerschlagen, in der Hoffung, dass alle in der EU vor Angst erzittern und dann wird die Gegenseite schon weich und macht alle Kompromisse. Das wird aber nicht funktionieren, denn das würde das Ende der EU bedeuten. Also drohen lassen, denn GB hat die größeren Probleme zu erwarten

Säbelrasseln...

... gehört halt dazu. Die Verantwortlichen auf beiden Seiten wissen ganz genau, dass Großbritannien in der schwächeren Position ist. Einerseits weil sie der (weitaus) kleinere Verhandlungspartner sind und weil sie auch intern uneinig sind (knappes Referendum, Parlament ist gegen Austritt und will Mitsprache, auch Schottland scharrt schon mit den Hufen). Hingegen habe ich aus der EU bezüglich Brexit bislang keine größere Uneinigkeit feststellen können.

Trotzdem wird uns diese Operation noch Jahre beschäftigen. Und am Ende verlieren alle Beteiligten.

Die Arroganz Brüssels ist die eigentliche Gefahr

Vor Monaten kommentierte die FAZ das mal ganz passend. Sinngemäß reiche Groß Britannien schon die ganz normalen WTO Handels-Regeln, die Wirtschaft auf der Insel auf Vordermann zu bringen. Auch China ist nicht in der EU und die Briten treiben zollfreien Handel schon mit ihren Commonwealth Staaten. Darunter Schwergewichte wie Indien, Australien, Kanada. Die Organisation EU hat mit dem Austritt UKs weit mehr zu verlieren, als das Vereinigte Königreich. In der Wirtschaft, der Sicherheitspolitik - und vor allem als eine Art Beweis für alle anderen, das es auch ohne dieses EU-Brüssel-Politeuropa besser und demokratischer geht. Denn das Problem mit der immer weiter eingeschränkten demokratischen Selbstbestimmung kann Brüssel leider nicht entkräften. Genau das war historisch schon immer der Sargnagel einer jeden Idee eines Vielvölkerstaates. Von Jugoslawien über Tschechoslowakei bis hin zur Sowjetunion.

Seltsam

Wohin wollen denn die auf diese Weise nach Großbritannien gelockten Firmen ihre kostengünstig produzierten Waren verkaufen? Nach China?

Zoll

Für jedes Prozent, dass die britischen N. den Unternehmen schenken, kann die EU den Zoll für britische Waren um 1% anheben. Kein Krieg, sondern ein ganz natürlicher Wettbewerbsausgleich.
Die Briten könnten dann noch ihre Löhne senken, und damit ihre Unternehmer noch reicher machen. Wenn die Briten sich selbst versklaven wollen, bitte.

Aber man sieht auf jeden

Aber man sieht auf jeden Fall, in welche Richtung es geht, wenn jedes Land nur noch im nationalen Interesse handelt: Senkung der Unternehmenssteuer, die für den normalen Bürger eine Mehrbelastung darstellen werden. Und da wollen uns die Rechten wirklich vorgaukeln, dass das eine Auflösung der EU im Interesse Aller ist.

Was produziert den noch England ?

Die Insel lebt doch nur noch von Dienstleistungen
British Empire, Chinaware wird dann wegen dem Zoll
direkt importiert und Finanzdienstleistungen
wegen dem Euroraum brechen auch weg.
Die Autobauer nebst Zulieferern werden wegen den Zöllen
auch wieder aufs Festland kommen.
Zudem werden sich das Produktive Irland und Schottland auch noch abspalten.

Phasen der Selbsterkenntnis

Von der EU nach und nach aus allen Wunschträumen der Rosinenpickerei gerissen, steht nun wohl Phase 2 an: Sich Aufplustern. In der Natur ein gutes Mittel, um größer und bedrohlicher zu erscheinen, als man eigentlich ist. In diesem Fall reicht ein Blick auf die Karten, geographische wie ökonomische, um die Lächerlichkeit der Aktion zu erkennen.

Die Frage lautet nun: Wann kapiert die britische Regierung endlich, wie die Dinge wirklich liegen?

Wie ich...

bereits bei einer anderen Brexit-Debatte geschrieben habe, ist eine wirtschaftliche Abhängigkeit meistens beidseitig gegeben! Mag sein, daß das UK für den z.B. deutschen Export wichtig ist, ist es der Import für das UK nicht auch? Oder glauben Hammond und May. daß sie ausgerechnet von Trump, der die USA wieder stark machen will, bevorzugt behandelt werden? Irgendwie kommt mir das so vor, als England überzeugt war, daß es mit dem Import von Portwein und Sherry Portugal vor dem Ruin rettete. Ich glaube nicht, daß viele Firmen ihren Sitz wegen niedrigerer Körperschaftsteuer in das UK verlegen! Wenn überhaupt, dürfte diese Verlockung den Finanzsektor betreffen und bereits bisher hat die EU den oversea-territorries oder Luxemburg oder Liechtenstein oder der Schweiz oder Monaco getrotzt, oder?

Wollen Briten wieder Sonderrechte?

Das scheint doch wohl eher der Versuch zu sein, sich wieder mal Sonderrechte zu verschaffen, so etwas wie raus aus der EU und keine Nachteile wie Zahlungen mehr am Hals, aber gleichzeitig immer noch Zugang zum europäischen Binnenmarkt haben zu wollen. Darauf scheint das wohl hinauszulaufen. Hoffentlich findet die EU da eine klare Linie, denn das würde sonst die Austrittsgedanken anderer schüren und die Gemeinschaft weiter schwächen.

Die Briten haben sich für den

Die Briten haben sich für den Ausstieg aus der EU entschieden. Demnach sind sie nicht anders zu behandeln , wie die Schweiz; Norwegen oder ein anderer Nicht EU Anrainer. Historisch gesehen, waren sie mal eine Weltmacht, aber heute ein zahnloser Tiger. Wenn die Briten sich da nicht verzetteln, die Verhandlungen werden sicherlich mit aller Härte ausgetragen, ein zurück wird es nicht geben, ist eben eine Insel die in der Vergangenheit lebt.

@14:34 von karwandler - Handelskrieg?

Wieso sollen die Briten einen "Handelskrieg anfangen" wollen?

Es ist das Brüsseler Protektionismusimperium, das seinen Markt abzuschotten gedenkt und damit als Waffe gegen Provinzen einsetzt, die abtrünnig werden.

@Am 15. Januar 2017 um 15:08 von L.-Ludwig

Zitat: "Europa hat seine zweitstärkste Wirtschaft verloren"

Stimmt so nicht ganz!

Die EU hat vielleicht seine zweitstärkste Wirtschaft verloren, Europa aber nicht, oder ging das Referendum am 23.06.2016 um die Frage, ob GB aus Europa austreten soll?

(was ja rein geographisch auch schon ein sehr sinnbefreites Unterfangen ist)

re wenigfahrer

"Was hindert Deutschland eigentlich daran mit GB eigene Verträge zu machen, wie mit dem Rest der Welt auch ?"

Deutschland macht keine eigenen Handelsverträge mit dem Rest der Welt. Als Mitglied einer Zollunion macht es qua EU Handelsverträge.

Sollte man zu dem Thema minimal wissen.

Das wäre vielleicht sogar Gut

Ohne Korrektiv, entwickelt sich unser Land zu einer Gefälligkeitsoligarchie staatsnaher Gruppen, die die Protagonisten der tatsächlich wertschöpfenden Prozesse überlasten und ausplündern, zugunsten ihrer eigenen und anderer unproduktiven Gruppen Wohlfahrt.
Wenn England die Steuern senkt, kommen die Zentraleuropäer um eine Gegenreaktion nicht herum.

@L.-Ludwig

Schuld am Austritt ist David Cameron, der sich grandios verzockt hat. Den Brexit auch noch Frau Merkel in die Schuhe zu schieben ist absurd.

re wolfgangka

"Das Verhalten unserer Bundesregierung in den letzten zwei Jahren hat den Brexit heraufbeschworen und möglich gemacht."

Das gehört eindeutig in die Abteilung postfaktisch.

Markige Worte

wie der Autor bin ich auch kein Freund des Brexit. Dennoch hätte ich gerne gewußt, wie Hr. Hammond argumentiert hat. Wenn schon im Titel als erstes die Meinung des Autors auftaucht "Markige Worte" dann fühle ich mich schon schlecht informiert. Im Text wird einerseits behauptet Hammond will den "Bruch mit der EU" und dann später er will einen "Appell an den Rest der EU" für "Kompromissbereitschaft bei den Brexit-Verhandlungen". Ja was hat denn Hr. Hammond nun gesagt und gewollt? Von diesem Artikel erfährt man es jedensfall nicht und muss wohl zur FAZ oder SZ greifen.

Eines sollte klar sein:

Die Briten wollen die "Bevormundung" durch Brüssel loswerden und das geht ausnahmslos nur mit einen harten Brexit.
Die EU hat mit vielen Ländern der Erde Handelsverträge. Die Briten werden dann auch dazu gehören. Das wird allerdings in keiner weise vergleichbar sein mit dem uneingeschränkten Zugang den die Briten durch die Mitgliedschaft hatten. Oder zB die Schweiz sich teuer erkauft und trotz Referendum die Freizügigkeit weiterhin nicht einschränkt.

@Am 15. Januar 2017 um 15:06 von Anonym187

Zitat: "Ich glaube diesen Handelskrieg würden die Briten auf Dauer verlieren, denn man ja die britische stark verzollen.
"

Glauben heißt aber nicht wissen.

Bei einem Handelskrieg verlieren erst einmal beide Seiten.

Das können Sie ja gerne einmal mit den Arbeitnehmern aus der deutschen Automobilindustrie diskutieren, die mehr als 1 Mio. Autos/Jahr in der VK exportiert.

Zusätzlich haben die Briten nun - von vertraglichen Bindungen mit der EU losgelöst - die Chance, den Austausch und die Zusammenarbeit mit alten Commonwealth-Staaten zu forcieren.

@L.-Ludwig

Vielleicht sollten Sie mal auf die aktuelle Wirtschaftskraft der Staaten in Europa sehen. Grossbritannien fällt hinter Frankreich und Italien , noch viel extremer Indien(ausserhalb v. Europa) welches mal eine Kolonie von Grossbritannien war, steht kurz davor an Grossbritannien in der Wirtschaftskraft zu überrunden. Der Neoliberalismus und der Finanzort London haben den Wirtschaftsstandort sprich die Industrie besonders im Landesteil England sehr stark geschädigt.Wenn jetzt noch Schottland und Nordirland sich aus dem " Empire " verabschieden , können sich die Engländer hinter Spanien und Polen einordnen. Merkel hat nun wirklich nichts mit dem englischen übertrieben Nationalismus zu tuen. Im Gegenteil sie hat den Briten noch Extrakonditionen eingeräumt.

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