EU und Türkei: Wie weiter?

12. Dezember 2016 - 16:04 Uhr

Wie soll die EU mit der Türkei umgehen? Mitgefühl nach dem Anschlag in Istanbul ist selbstverständlich. Und sonst? Immer mehr EU-Mitglieder wollen die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei auf Eis legen. Doch was wären die Konsequenzen? Von Kai Küstner.

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Kommentare

Ist die Türkei überhaupt interessiert?

Ich schließ mich in weiten Teilen eigendlich Herrn Kurz an: "Mutig und richtig nennt Kurz diese Forderung: "Die Türkei hat sich in den letzten Jahren immer weiter weg von Europa entwickelt. Und in den letzten Monaten hat sich diese Entwicklung nochmal beschleunigt. Über Hunderttausend sind eingesperrt worden, Andersdenkende werden eingeschüchtert, und auch die Todesstrafe soll wieder eingeführt werden. Darauf muss Europa reagieren."

Nichts gegen harte Verhandlungen, aber unter einem "Partner" verstehe ich etwas anderes als Erdogan und seinem Weg.

"Ein "Schock-Frosten" der

"Ein "Schock-Frosten" der Beitrittsgespräche jedoch hielte er für einen Fehler: "Helfen wir damit dem türkischen Volk - und es sind viele Millionen, die auf die Europäische Union setzen - wenn wir abbrechen?"

Ich denke mittlerweile "JA".

Solange das türkische Volk die über lange Zeit geführten Beitrittsgespräche nicht einmal ansatzweise zu verstehen scheint und eher als "Einmischung in innere Angelegenheiten" begreift, solange wird es die Gespräche eher als "Anfeindung" und "Hinhaltetaktik" begreifen und nicht als Hilfestellung zur Selbsthilfe im Sinne der Schaffung von Tatsachen, die schließlich zum Beitritt führen könnten.

Solange sich die Türkei in immer schnelleren Schritten ganz grundsätzlich von europäischen Grundwerten entfernt, ist eine Fortsetzung der Gespräche auf deutsch gesagt grober Unfug, in jedem Fall Zeitverschwendung.

Falsches Signal !

Erdogan ist kein Verhandlungspartner dem Mann vertrauen kann. Es sollten alle Verhandlungen mit dem Despoten abgebrochen werden und klar gemacht werden dass es eine Visa Freiheit für Türken nicht geben wird. Aber Frau Merkel, ...... wird wieder kneifen,wetten ?

Wunsch des Parlaments muss respektiert werden

Das EU-Parlament als maßgebliche Vertretung der Bürger Europas, fordert das Einfrieren der Gespräche. Dies sollte respektiert werden. Einfrieren bedeutet nicht Ende und Aus - bei einer anderen Entwicklung in der Türkei, kann man wieder verhandeln.
Es ist gerade dieses Ignorieren des Bürgerwunsches, der die Fundamente der EU derzeit untergräbt.

Beitritt

Ich bin für einen Beitritt der Türkei und für eine Weiterführung der Beitrittsverhandlungen.

Doch was wären die Konsequenzen ....

... wenn die Türkei in der EU wäre ? Nee, dann lieber dieses "besondere Verhältnis" bei minus 273,15 Grad C bis auf "Weiteres" einfrieren.

Appeasement-Politik

Der geneigte Leser wird der Begriff "Appeasement-Politik" aus der Geschichte bekannt sein und auch welches Ergebnis dies hatte. Um es vorweg zunehmen Terror ist ein "NoGo". Dies gilt aber auch, wenn er vom Staatswesen ausgeht. Die Handlungen, der türkischen Regierung, in der letzten Zeit lassen gewisse Parallelen zu deutschen Geschichte ziehen. Warum hält man der Türkei fest, weil es ein NATO Staat ist oder sind es eher wirtschaftliche Aspekte? Fakt ist, Erdogan hält solange an Europa fest, solange das Geld fliest. Appelle von der EU verhallen ungehört. Es fällt auf das viele Argumente auf das Türkische Volk bzw. der Opposition abzielen, welche man ja nicht im Stich lassen kann etc. Die EU zeichnet sich international durch Feigheit aus, was auch immer wieder gerne durch die Uneinigkeit innerhalb der EU begründet wird, wie praktisch. Es ist an der Zeit den moralischen Kompass zu benutzen und entsprechend zu handeln ...

Es steht vielmehr die Frage im Raum, welche Konsequenzen ein

weiterverhandeln für Europa haben! Bis vor kurzem war es für den mündigen Europäer noch unvollstellbar, daß ein demokratischer Rechtsstaat in derart hohem Tempo in eine Autokratie zu zwingen ist, deren Auswüchse willkürliche Verhaftungswellen nach sich ziehen. Ich werfe den ersten Stein: Mit dieser Türkei, ist ein Abbruch der Beitrittsgespräche moralische Pflicht!

Die Türkei ist ein schönes und wichtiges Land,

aber Herr Erdogan ist nicht schön und nur noch wichtig, weil er NATO-Mitglied ist.
Da kommt dann schon die erste Frage:Darf ein Nato-Mitglied in angrenzende Länder einmarschieren? Es gibt doch keine Kriegserklärung dieser Länder! Und darf ein Nato-Mitglied militärisch gegen die eigene Bevölkerung agieren, und zwar völlig pauschal ohne Ansehen der betroffenen Personen. Ich dachte wir wären schon weiter.

Richtig ist: keine Akzeptanz gegen Terror.

Richtig ist auch: keine Akzeptanz gegen Terror - egal durch wen. In der Türkei gibt es nun (wieder) einmal Gewalt, ausgelöst durch einseitige Erklärungen, durch nicht im Dialog verarbeitete Geschichte. Die Folgen sollten diejenigen tragen, die den Terror verursachen, Regierung und Opposition. Europa sollte bedacht sein, eigene Werte zu finden, zu leben und deren Respektierung zu fordern, sich weder auf die eine noch andere Seite zu schlagen, denn niemand weiss im Voraus mit wem er morgen reden soll/ muss.

Darum: innenpolitischer Terror muss innenpolitisch durch die Parteien gelöst werden, nicht mit Hilfe des oder durch das oder gar im Ausland. Beistandsfloskeln sind schnell gesprochen, aber wie schnell schlägt man sich auf die falsche Seite? Kleinen Kindern wurde früher gesagt: "Vertragt euch" - oder akzeptiert die Folgen.

Aber vielleicht haben wir einfach zuviel Liebe und Kuscheleinheiten genossen in den letzten 30 Jahren.

Terrororganisation PKK?

Ist es nicht immer eine Frage der Sichtweise. In Syrien werden von westlicher Seite Gruppen als Befreiungskämpfer gegen Assad angesehen, Wird dies in Zukunft auch vielleicht für die PKK zutreffen, falls Erdogan seine Rachegelüste als totalitärer Herrscher gegen einen Teil der Bevölkerung noch weiter verschärft?

Tja..

Irgendwie kann man nicht mit, aber auch nicht ohne die Türkei..

Die Türkei ist so ein schönes Land - die Urlauber werden es wissen (ungeachtet von der politischen Lage, die manchmal übertrieben negativ dargestellt wird).

Warum werden die beiden

Warum werden die beiden Themen, Terroranschlag und Beitrittsverhandlungen, überhaupt in einen Beitrag zusammen gepackt?

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

@um 14:53 von Just trying to ...

Wenn die EU meint die Türkei solle den PKK, IS, DHKP-C und FETÖ Terror nicht bekämpfen und mit denen ganz sanft umgehen, dann sollen alle anderen auch mal mit Beispiel vorangehen und nicht mehr den Kampf gegen die IS unterstützen in der Koalition? Was nützt der Türkei ein EU-Beitritt, wenn das Land im Terror unter geht? Nein Danke! Es ist definitiv eine Hinhaltetatik der EU, denn warum wird den ausgerechnet der Ukraine nun alles gegeben? Was soll den die Ukraine besser sein, als die Türkei? Hauptsache Russland Feind?

Die Türkei liegt hauptsächlich in Asien

Ich verstehe es immer noch nicht. Die Türkei liegt zum größten Teil in Asien. Wir sind aber die Europäische-Union. Die ganzen Beitrittsgespräche sind unter diesem Geschichtspunkt meiner Meinung nach absurd. Die Türkei ist mit diesem kontinenteübergreifenden Staatsgebiet ein Sonderfall und muss demnach als solcher behandelt werden. Ungleiches kann halt nicht gleich gemacht werden, nur weil Politiker es wollen. Es gibt noch eine Reale Welt.

@Hackonya2 "Terror bekämpfen"

Der jüngste Anschlag der TAK muss aufs schärfste verurteilt werden. Dies hat auch die HDP getan (Cumhuriyet, 11.12.2016).

Mit dem Vorgehen gegen HDP-Politiker aber werden die Gegensätze verschärft, Feindschaft und Spannungen vertieft.

Genauso wie mit der Vertreibung von einer halben Million Menschen im Südosten des Landes laut Amnesty International.

So werden die Leute der TAK, denen die Aktivitäten der PKK nicht radikal genug sind, eher noch Zulauf bekommen.

Der kolumbianische Präsident hat gezeigt, dass es auch einen anderen Weg gibt.

Die Türkei gehört nicht in die EU!

Für diese Aussage gibt es eindeutig eine Mehrheit der Bürger in der EU. Die Strategen in Brüssel sind schon wieder dabei - aus einsichtigen Gründen - sich an dem Mehrheitsvotum vorbei zu lavieren. Ob das die Akzeptanz in der EU für deren politische Führung stärkt, ist doch sehr die Frage!

@ Schelden Kuper

" Beitritt

Ich bin für einen Beitritt der Türkei und für eine Weiterführung der Beitrittsverhandlungen. "

Warum sind sie denn dafür ?

@um 16:20 von cari

Völlig richtig, es ist ein verschwindend geringer Teil der Türkei, der in Europa liegt. Dagegen liegen 30% Europas in Russland bzw 25% des russischen Staatsgebietes liegen in Europa. Warum die EU nicht mit Russland einen evtl Beitritt verhandelt ist unbegreiflich.

Wir haben genug Probleme in der EU!

Erdogan kann man nicht vertrauen, deshalb ist bei der Türkei absolute Vorsicht geboten.
Außerdem verstehe ich einfach nicht, warum die Türkei überhaupt Mitglied der EU werden soll. Der allergrößte Teil liegt in Asien und nicht in Europa!
Wir haben in der EU genügend Probleme die zu lösen sind, da müssen wir nicht noch ein weiteres Problem in die EU holen.

Welches Signal wird hier seit langem vermittelt?

Hauptsache Geschäfte machen um jeden Preis u. EU kann man das auch nicht mehr nennen sondern Papiertiger gegen Pascha.So kratzt es Despoten usw. nie. Da ist die Politik gegen Putin eher als konsequent zu betrachten auch wenn hier vieles auch nicht wirklich konsequent ist u. nicht so richtig weh tun soll. Und reden kann man auch immer selbst wenn man nicht den toten Mann gibt.

Schulden Kuper 15:02

Das kann doch nicht ihr Ernst sein.

Die Türken und die Kurden: Ja.

Die türkische Regierung: Nein.

Wer seinen eigenen Bürgerkrieg nicht in den Griff kriegt und nur von Vergeltung spricht, hat in der EU nichts verloren.

Zuerst ist mal einRechtsstaat einzuführen als selbständige und unabhängige Gewalt eingeführt werden.

Eine unabhängige Presse ist ebenfalls einzuführen.

Außerdem ist die Politik unabhängig von der Religion zu stellen.

Bis dahin sollte man dem Parlament der EU folgen.

16:05 Hackonya2

Sie werfen viele Organisationen in einem Topf.
Die PKK war auf dem Weg Frieden zu schließen, Erdogan hat die Friedensverhandlungen gestoppt. Und das nach einem IS Anschlag, wo damals hinreichend bewiesen war das der türkische Geheimdienst und Erdogans Söhne mit der IS Geschäfte gemacht haben.
Der Putsch soll angeblich von Gülen-Anhänger ausgeführt sein, aber es gibt immer noch keine stichhaltige Beweise.
TAK, ist nicht die PKK, PKK sind nicht "die Kurden". So wie Erdogan jetzt reagiert, hatten die Briten alle Nord-Iren verhaften müssen weil die IRA bomben geworfen hat.
Verhandlungen können aus Feinde vielleicht keine Freunde machen, aber Partner, die zusammen für Frieden sorgen.
Kolumbien, Irland, und viele andere Länder beweisen es.
Sippenhaft, Vertreibungen, ..... drehen die Gewaltspirale immer schneller. Jeder getötete ist einer zu viel. Mann soll alles versuchen damit nicht mehr dazu kommen. Auch wenn das erst mal als Schwäche ausgelegt werden kann.

Beitrittsverhandlungen

Ein Land im Bürgerkrieg kann nicht Mitglied der EU werden. Wer mit seinen Minderheiten nicht leben kann, ist nicht demokratiefähig.

Dies hat nichts damit zu tun, das jegliche Art von Terror grundsätzlich abzulehnen ist. Dies gilt sowohl für den Terror der PKK als auch den Terror gegen die Kurden.

@um 16:34 von Junus Artmann

Ich habe nun schon viele Kommentare von Ihnen gelesen und habe eine Frage: Ist die PKK für Sie eine Terror Organisation, die seit 40 Jahren in der Türkei wütet und in der EU, USA etc. auch als Terror Organisation schon lange anerkannt ja oder nein? Ich warte auf eine Antwort. Bislang konnte ich von Ihnen und vielen nichts desgleichen und eine Verurteilung der PKK lesen.

@Shelden Kuper - 15:02

"Ich bin für einen Beitritt der Türkei und für eine Weiterführung der Beitrittsverhandlungen."

Dann sollte die EU aber rasch machen - also, bevor die Türkei die Todesstrafe durchwinkt.

Hier kurz eine Erklärung, die auf der Homepage des Auswärtigen Amtes zu lesen ist:

"Deutschland und die Partner in der EU lehnen die Todesstrafe sowohl aus ethisch-moralischen als auch aus rechtspolitischen Gründen ab und setzen sich weltweit für die Abschaffung dieser grausamen Strafform ein."

(Quelle: www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Menschenrechte/Todesstrafe_nod…)

Nicht ehrlich!

Natürlich ist die Situation extrem schwierig und natürlich geht es um die Bevölkerung der TR. Doch was für ein Signal wird an alle jene gesendet, die verhaftet, gefoltert, unterdrückt werden, wenn man die Situation in der TR insofern ignoriert, als dass man einfach weiterverhandelt? Was bringt das den Menschen, wenn Erdogan tun und lassen kann, was er will und die EU nicht mal Konsequenzen daraus zieht? Das ist absurd und unehrlich, finde ich. Hätte denn vor einer gewissen Zeit jemand so argumentiert, als das dunkelste Kapitel stattfand? Diese Entwicklung muss in meinen Augen Konsequenzen haben!

Hackonya2, 17:13

||@um 16:34 von Junus Artmann
Ich habe nun schon viele Kommentare von Ihnen gelesen und habe eine Frage: Ist die PKK für Sie eine Terror Organisation, ... ja oder nein?Ich warte auf eine Antwort.||

Wozu? TAK hat sich doch angeblich bekannt, die PKK ist nicht Urheber der Anschläge. Weshalb soll jetzt Ihrer Meinung nach über die PKK diskutiert werden?

Die Politiker Österreichs, Niederlande und Bulgarien denken

menschlich und solidarisch. Die Kritiker in der Türkei, die den Mut besitzen, das barbarische und unmenschliche System in Ankara zu kritisieren werden verfolgt, inhaftiert, gefoltert oder getötet. Die Kritiker in der Türkei kämpfen für die Presse-und Meinungsfreiheit, für sofortige Verhandlungen mit den Kurden und Beendigung des einseitig erklärten Krieges gegen das kurdische Volk. Die Politiker der 3 Staaten verurteilen, s. Quelle: "Amnesty wirft Ankara Vertreibung von einer halben Million Menschen vor." Sie unterstützen die Menschenrechtler im Nahen Osten, s. Quelle: "Amnesty International: Türkei straft ganze Städte für PKK Gewalt." Vor allem s. Quelle: "Kriegsverbrechen der Türkei in kurdischen Gebieten werden nicht geahndet." Weiterhin verurteilen diese 3 Staaten zu Recht s. Quelle: "Amnesty beklagt Abweisung syrischer Flüchtlinge in der Türkei." Sie verlangen einen sofortigen Stopp der Verhandlungen s. Quelle: " Neuer Amnesty-Bericht beweist EU finanziert türkische Haftzentren."

Zunächst einmal...

... gilt mein Mitgefühl den Verstorbenen, Verletzten und ihren Familien.
Bombenterror ist immer hinterhältig und gemeinschädlich, egal ob in Boston, Paris oder Istanbul, und eine Rechtfertigung dafür gibt es NIE. Und ja, ein Land DARF und muss gegen Terrorismus kämpfen.

Für fraglich halte ich persönlich allerdings
a) die Rethorik diesbezüglich und b ) die Art der Massnahmen, die die AKP ergreift.

Massnahmen gegen Terroristen und Terrorvereinigungen- JA.
ABER diese Massnahmen müssen rechtsstaatlichen Prinzipien entsprechen und können nicht dazu dienen, per Generalverdacht ganze Parteien oder gar Minderheiten "auszuschalten".
Unterstützung der EU im Kampf gegen Terroristen ? SICHER: WENN entsprechende Beweise gegen Personen vorliegen. Allein z.B. "Kurde zu sein" und für Unabhängigkeit zu demonstrieren IST z.B: in D noch kein rechtsgültiger Beweis dafür, dass jemand die PKK oder die TAK auch tatsächlich tätlich unterstützt.

Das mag die AKP anders sehen, HIER ist dem jedoch so.

An Hackonya2, Die PKK ist keine Terrororganisation

Die TAK, Ableger der PKK, eigenständig war der Urheber der Anschläge. Die PKK musste in den zurückliegenden Jahrzehnten um ihre Rechte mit der Waffe in der Hand erstreiten, eigene Sprache, eigene Kultur, Durchführung von Sitten und Gebräuche u.a. Heute tobt ein einseitiger Krieg gegen das kurdische Volk in der Türkei. Zitat: "Der UNO lägen Berichte über willkürliche Tötungen, die Vertreibung von Zivilisten und die Zerstörung ganzer Ortschaften im Südosten der Türkei vor." Vom UNO Kommissar am 12.09.16 in Genf der Weltöffentlichkeit mitgeteilt. S. Quelle: "Menschenrechte: UNO Kommissar-Viele Staaten behindern Menschenrechtsbeobachter." Untermauert von s. Quelle: "Amnesty wirft Ankara Vertreibung von einer halben Million Menschen vor." Fahren oder fliegen Sie nach Sirnak, 80 % der Häuser vom Militär dem Erdboden gleich gemacht. Von 69 000 Einwohnern wurden 65 000 gewaltsam vertrieben oder getötet. Lesen Sie Quelle. "Verzweifelt, vertrieben, vergessen."
Eindeutig Kriegsverbrechen durch T.

Erdogan s Reaktion auf den Terror

Zunächst gilt mein tief empfundenes Beileid den Terroropfern. Wegen Erdogan 's "Rache !" Reaktion werden nun die beitrittsgespräche in Frage gestelllt. In vielen Forenbeiträgen wird dabei ein Gegensatz zwischen den (eigentlich betrittsfähigen ) Türken und dem ( nicht betrittsfähigen) Erdogan konstruiert. Das ist eine Fehlannahme. Erdogan hat eine Mehrheit der Bevölkerung hinter sich , von der z B Frau Merkel nur träumen kann. Die Türken wollen genau diejenige Politik für die Herr Erdogan steht . Wir sollten aufhören zu uns eine Türkei zu erträumen, die es so nie gegeben hat und nie geben wird.

Einfluss nicht mehr möglich

Ich widerspreche Steinmeier. Es gibt keine Möglichkeit, den Kurs der AKP zu beeinflussen. Die AKP macht die Türkei zu einem Staat, der von Tag zu Tag weniger die Aufnahmebedingungen der EU erfüllt und sie wird keinen Milimeter von ihrem Ziel abweichen. Ich glaube, dass man sich durch die vermehrten Gesprächsmöglichkeiten, die der bisherige Status bietet, in der EU nur selbst beruhigen will. Die türkischen Bürger, die mal auf den EU-Anschluss gesetzt haben, wissen sicher längst, dass der Traum sich ausgeträumt hat.

@Hacknoya2

Meine Haltung zu Anschlägen müssten Sie eigentlich kennen.
Zitat: „Anschläge auf Menschen sind genauso zu verurteilen wie das Vorgehen der sogenannten Sicherheitskräfte im Südosten der Türkei. Die Frage ist aber zulässig, wie das Ganze anfing und wie man da wieder raus kommt. Unrecht gegenüber Kurden hat es schon lange vor der Existenz der PKK gegeben und der von Abdullah Öcalan ausgerufene Waffenstillstand bot eine Chance, die man nicht wegen 2 ermordeter Polizisten, denen Zusammenarbeit mit dem IS vorgeworfen worden war, beenden hätte müssen.“

Dass die PKK bei der EU auf der Terrorliste steht, ist dank ihrer ständigen Wiederholungen hier jedem bekannt. Hier geht es übrigens um einen Anschlag der TAK, von der sich die PKK distanziert hat.
Ob es klug ist, eine Organisation, die emanzipatorische politische Ziele hat, zu kriminalisieren und dazu noch hunderttausende Kurden dafür zu bestrafen, ist ein anderes Thema.

Auf meine Fragen haben Sie übrigens nicht geantwortet.

@Hacknoya

Zu meiner Ihrer Frage nach meiner Haltung noch ein weiteres Zitat von mir:
"„Die Opfer und ihre Angehörigen sind zu bedauern und solche Anschläge sind durch nichts zu rechtfertigen. Erdogans Politik befeuert allerdings die Unruhe im Land, er sollte vom kolumbianischen Präsident lernen.“

Eine von Ihnen nicht beantwortete Frage:
"Können Sie mir z.B. mal erklären, Was das Verbot des Vereins Sarmaşık mit Terrorbekämpfung zu tun hat?

Ein Verein zur Bekämpfung der Armut und nur einer von 370 Vereinen, die in den letzten Tagen verboten wurden. Sarmaşık hat jeden Monat 5.400 Familien, also 35.000 Menschen mit Lebensmitteln unterstützt."

@um 19:48 von firefighter1975

"Kurde sein" reicht auch nicht dafür das man in der Türkei zum Terroristen ernannt wird, wäre dem so, dann hätten der Ministerpräsident Herr Yildirim und der Finanzminister Herr Simsek beides Kuden, diese Posten nicht erreichen können. Es gibt so gut wie keine Demo in D in dem keine Öcalan Poster und PKK Flaggen geschwenkt werden, also was versuchen Sie uns da einzureden? Ich schwenke ein Hitler Poster aber bin kein Nazi? Passt das Ihrer Meinung nach? Desweiteren verstehe ich sowieso nicht, was eine Demo von so einer weiten Entfernung bewirken soll, geschweige den was es Deutschland und die Deutschen interessiert. Es leben Kurden in der Türkei, Iran, Irak und in Syrien, ob das wirklich klappen würde das die alle zusammen klar kommen? Es gibt auch Türken die der Meinung sind, es müssen alle die die türkische Rassen haben zusammen leben wie, Kazachstan, Özbekistan, Kirgisien, Turkmenistan und noch einige mehr, ich selber bezweifle es sehr, das sowas gut gehen soll.

@um 20:29 von Junus Artmann

Ehrlich gesagt kenne ich diesen Verein nicht und ich muss auch nicht jeden Verein kennen. Es wird schon seine Gründe haben oder meinen Sie die türk. Regierung schließt einfach so nach Lust und Laune Vereine, die gutes im Schilde führen? Ich denke kaum. Dann erklären Sie mal warum der Verein geschloßen sein soll.

@Hacknoya2

Ihre Gleichsetzung der PKK mit dem IS ist absurd. Der IS hat Massenmord an den Jesiden verübt, die PKK hat viele Jesiden vor dem IS gerettet. Der IS schändet Frauen, die PKK tritt für die Gleichstellung der Frauen ein. Der IS sagt: Unterwerfung oder Tod! Die PKK will ein Demokratisches Autonomes Kurdistan innerhalb der bestehenden Staatsgrenzen.

Trotzdem lehne ich ihre Anschläge auf militärische Einrichtungen ab!

Sie führen genauso wenig zur Lösung des Konflikts wie der Staatsterror der Erdogan-Regierung.

@um 20:23 von Junus Artmann

Es spielt keine Rolle, ob sich die PKK von der TAK distanziert oder nicht, den solche Anschläge hatte die PKK auch schon selber des öfteren selber vollzogen und die TAK ist die PKK, das ist nur eine Masche um nicht zuviel Druck zu erhalten, denn das würde bedeuten das unter anderem die Einnahmequelle eventuell eingeengt wird von der EU, alle Anhänger der PKK müssen jeden Monat an die PKK zahlen und das nicht freiwillig. Wer nicht zahlt der bekommt mal das richtige Gesicht der PKK zu spüren. Eine Organisation hat emanzipatorische politische Ziele? Ja klar und die versucht diese mit Terror zu erreichen und solche Menschen wie Sie stehen auch noch dahinter? Wer die Kurden schon seit langem bestraft das ist die PKK, denn dank der PKK investiert niemand in den Osten, da die Gefahr zu groß ist das alles von der PKK zerstört wird.

@um 20:19 von zöpfchen

Ich weiß nicht was Sie und andere über die Türkei träumen und sich wünschen, das bedeutet aber nicht das die Türkei sich dem Terror geschlagen geben wird und den Kampf aufgeben, wenn das so gewünscht ist, dann sollte man selber einfach den Kampf gegen die IS und andere Terroristen aufgeben? Die Türkei wird es ganz Gewiss nicht tun, den es reicht, es ist genug was genug ist.

Falsche Meinung = Terrorist ?!

Es ist absolut erschreckend, dass in der Türkei unter Herrn Erdogan zig tausende Menschen willkürlich eingesperrt wurden und werden.
Diese ewige Schönrederei "unserer" Kanzlerin und des Außenministers ist kaum mehr zu ertragen.
So schlimm der neuerliche Anschlag ist:
Was ist mit den Kurden, die Herr Erdogan Tag für Tag aus der Luft und vom Boden bombardieren läßt ?!?

In der gegenwärtigen Türkei würde ich wahrscheinlich auch im Gefängnis sitzen - als Unterstützer terroristischer Vereinigungen oder in der Art. Bitter!

@20:19 von zöpfchen

"Die Türken wollen genau diejenige Politik für die Herr Erdogan steht ."

Was mich daran stört ist das "Die".
Ich kenne andere Türken. Schau'n Sie mal bei wikipedia auf der Seite "Parlamentswahl in der Türkei Juni 2015" etwa 2/3 runtergescrollt kommt eine Übersicht "Partei mit den meisten Stimmen in einer Provinz".

Da sieht man, dass in den Metropolen und im Südosten die AKP nicht die meisten Stimmen hat. Genau diese fortschrittlichen Menschen dürfen wir nicht alleine lassen.

Ich würde es begrüßen, wenn

Ich würde es begrüßen, wenn die Türkei dieser Unstimmigkeit innerhalb der EU etwas zuvorkommen und das Volk darüber selbst entscheiden lassen würde, ob man überhaupt noch Interesse an einer Mitgliedschaft in einer zunehmend bröckelnden Gemeinschaft hegt. Das wäre doch mal was.

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