EU-Entscheidung zu Apple-Steuern: Irland legt Einspruch ein

10. November 2016 - 09:06 Uhr

Dank eines Deals mit Irland hat Apple in der EU kaum Steuern bezahlt. Die EU verdonnerte den Konzern, 13 Milliarden Euro an Irland nachzuzahlen. Doch die irische Regierung will das Geld nicht. Sie machte jetzt ihre Drohung wahr und legte Beschwerde ein.

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Kommentare

warum...

setzt man Irland jetzt nicht unter Druck...es ist ein Beispiel wie Konzerne Staaten kaufen...warum rebellieren die Iren nicht?...ein solches Land darf keine EU-Gelder mehr bekommen...

Problem?

Liebe Apples, zahlt das Geld an Deutschland aus.

Ausschluss aus Europa

Irland sollte bei einem festhalten an einer Steuerpolitik die allen Europäern finanziell schadet, aus der EU ausgeschlossen werden.

Dann kann Apple anstatt Steuern eben Zölle zahlen wenn sie ihre Telefone hier verkaufen möchten. Eine Währung darf es nur geben mit einer Steuerpolitik. Und wenn der reichste Konzern der Welt 0.01% Steuern zahlt, dann ist hier Kriminalität am Werk. Mit oder ohne Gesetz.

Ich würde aus lauter Wut über die US-EU Beziehung Apple erst mal mit einem Verkaufsverbot belegen bis der Steuerfall geklärt ist. Dann würde das ganze sehr, sehr, schnell geregelt werden, soviel ist sicher!

Steuerzahlungsschlupfloch

In anderen EU Ländern kann ebenfalls Steuermindernd und zum Schaden des Ursprunglandes diese Steuerzahlungsverhinderung betrieben werden.
Warum wird NUR ein Konzern in Irland verklagt und nicht alternativ Konzerne in LUX, NL, D, usw?
Das schließen solcher Schlupflöcher wird zwar als notwendig von der Politik EU weit erklärt - aber es passiert nichts!

Besteuerung überdenken!

Warum werden die erwirtschafteten Gewinne nicht in dem Land versteuern, in dem sie erzielt werden? Mit einer egoistischen Lokalpolitik und dem gegenseitigen Konkurrenzkampf schaden sich letztendlich allen Ländern in Europa, während die Konzerne profitieren.

PS: Ich nehme die 13 Milliarden gern.

q holyknights, 09:17 Uhr

"Eine Währung darf es nur geben mit einer Steuerpolitik."
Mit Einführung der Gemeinschaftswährung hätte sofort eine Wirtschafts- Finanz- und Sozialpolitik eingeführt werden müssen. Die weiteren Ressorts hätten später eingegliedert werden können.
Das ist bis heute nicht passiert.
Zudem ist ja noch nicht einmal geklärt sind die Länder der EU eine "Union von Europäischen Ländern" mit weiterhin eigener Souveränität, oder sind es die "Vereinigten Staaten von EUROPA" mit einer Zentralregierung und nachrangiger, Nationaler Souveränität?!

In 2010 haben sie 85 Milliarden von der Eu erhalten

Einen guten Teil des Geldes haetten sie nicht gebraucht, wenn Apple schon damals gezahlt haette. Irland soll das Geld nehmen, oder mit zukünftigen eu Hilfen verrechnen, wenn sie nichts brauchen, bekommen sie auch nichts...
Unverschämt

Ach, ist ja bald vorbei. Die

Ach, ist ja bald vorbei. Die USA wird abgeschottet und Großkonzerne, die die Globalisierung nötig haben, werden entweder sterben oder sich woanders aufbauen müssen, was Zeit, Geld und Kraft kostet. Daran können sich die armen Europäer dann ja laben und sich die Taschen füllen.

Das muss ein Witz sein wo ist die versteckte Kamera?.

Alle reden über Europa friede freude eierkuchen.
Die realität ist das jeder nur seinen wirtschaftlichen vorteil sucht.

Das wäre ja auch nicht so schlimm wenn Europa nur eine wirtschafliche union wäre,aber so kann es nicht funktionieren.

Wenn irland das Geld nicht will solle es an die EU länder verteilt werden oder es gigt zig tausende projekte wo man es spenden kann zb Afrika,oder wiederaufbau syrien oder im medizinischen bereich.

Wenn Apple ein Gewissen hat spendet vielleicht apple das Geld und verkauft dadurch mehr Geräte.

Die irische Regierung

Die irische Regierung sollte sich überlegen, wen sie hier vertritt: Ihre eigene Bevölkerung, oder die US-Großkonzerne.

Noch offensichtlicher kann man sich wohl kaum zur Marionette der Konzerne machen.

Wenn ich mir überlege, was man mit den 13 Milliarden alles machen könnte... die maroden Straßen Dublins reparieren... das öffentliche Verkehrssystem Dublins (das mehr ein Zustand ist, als ein "System") auf Vordermann bringen... sozialen Wohnungsbau betreiben, um endlich eine der schlimmsten Wohnungskrisen Europas anzupacken...

Viele Gute Dinge.
Aber die irische Regierung wirft die 13 Milliarden lieber Apple in den Rachen.

Und der Bevölkerung gefällt dies noch. Im Westen Irlands gehen Leute FÜR Apple auf die Straße! Das muss man sich mal vorstellen.

Einheit gibt es nicht

Es gibt eben nach wie vor in der EU im Umgang mit den vermeintlichen eigenen Vorteilen keine Einigung, jeder kämpft auf eigener Faust und das hat doch der Herr Juncker auch zig Jahre selbst gemacht.
Warum also dann diese Aufregung?
Ob Apple oder der Umgang mit anderen, vieles läuft immer im Konkurrenz gegen andere Länder, jeder möchte für sich die Vorteile sehen, ob es der Gemeinschaft nützt oder schadet.

Dies ist ein wichtiger

Dies ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Steueroasen. Ich hoffe die EU bleibt standhaft und brummt Irland dann eine entsprechende Strafe - sagen wir man 26 Milliarden - auf.

Die Party der Steuerumgehung muß endlich vorbei sein und alle müssen das mitbekommen. Nur dann kriegen wir das Problem mit der zunehmenden Armut in den Industrieländern in den Griff. Ich denke auch Donald Trump dürfte dies befürworten ...

09:25 von Nachfragerin

Besteuerung überdenken!

Warum werden die erwirtschafteten Gewinne nicht in dem Land versteuern, in dem sie erzielt werden? Mit einer egoistischen Lokalpolitik und dem gegenseitigen Konkurrenzkampf schaden sich letztendlich allen Ländern in Europa, während die Konzerne profitieren.

PS: Ich nehme die 13 Milliarden gern.
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Bei logischen Steuergesetzen hätte es seine Ordnung.
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Beamte erstellen aber Verordnungen, ähnlich wie in der Medizin.
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Damit es auch teuerer und unübersichtlicher wird.
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Beamte begreifen nur nicht, das jede Ihrer Verbesserungen, wirklich klugen Steuerberatern, Scheunentore öffnet.
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Aber wer glaubt, das in dieser EU Beamte Vernunft annehmen dürfen, der irrt ,,das bleibt die letzte Vorteilsnahme die strikt verboten bleibt".
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Ironie aus, Ohnmacht bis zur nächsten Wahl wieder ein.

Irland will nicht?

Das ist zwar verständlich, aber da auch andere Staaten betroffen sind, wird es wohl einlenken müssen.

Andernfalls müssen die EU- Verträge modifiziert werden, so dass Agrarsubventionen und Strukturaufbauhilfen bis zum Erreichen der geforderten Summe eingefroren werden können. Auch könnte man die Steuerharmonisierung überdenken, damit die Steuer wieder in dem Staat abgeführt wird, in dem das Produkt gekauft wurde. Bei Apple würde das kaum auffallen, aber Amazon z.B. würde Herrn Schäuble strahlen lassen.

@ 09:17 von holyknights

Ich würde aus lauter Wut über die US-EU Beziehung Apple erst mal mit einem Verkaufsverbot belegen bis der Steuerfall geklärt ist.

Das ist rechtlich nicht möglich und es wäre auch völlig falsch, da der Verbraucher überhaupt nichts für diesen Steuerstreit kann.

Irlands Nationalisten

Irland offenbart sich als Land, das die EU nur als Melkkuh sieht und "Ireland first" ruft.

In der Finanzkrise konnte Irland nur dank der Rettungsmilliarden dee EU überleben.

Aber wenn man so sicher ist, dass die Milliarden aus der EU so großzügig fließen, dann lehnt man die Milliarden der Konzerne ab, um sich bei diesen lieb Kind zu machen und bei den Steuervermeidungs Konzernen keine schlechte Stimmung aufkommen zu lassen.

Auf Kosten der anderen Länder der EU.
"Ireland first"

Wo ?

Wo bleiben sie , die Steuergesetze ? Ein Europa , eine Steuergesetzgebung !
Ein Traum , solange jedes Land seine eigenen Vorteile sucht und findet . Es ist , wie im richtigen Leben oder besser , es ist das richtige Leben .

Politik im Namen des Volkes?

In Irland sollte eine Volksbefragung darüber stattfinden, ob die Strafzahlung angenommen wird. Das Ergebnis würde garantiert genau andersherum ausfallen, wie die Entscheidung der irischen Regierung, und wieder einmal beweisen, das in der EU die Politik nicht im Sinne der Völker stattfindet, sondern im Sinne der Konzerne und der Banken.

Was nützt es Irland

eigentlich, wenn dort registrierte Briefkastenfirmen so gut wie keine Steuern zahlen?

eine EU

mit unterschiedlichen z.b. körperschaftssteuersätzen...ist super...wenn man als internationales unternehmen wenig steuern zahlen will...und genau diese EU haben wir...ja es hat auch vorteile für länder die unternehmen anziehen wollen und die dann arbeitsplätze schaffen...und genau da ist der ansatz, steuervorteile an arbeitsplätze binden und nicht an kleine büros die sich mit dem umschaufeln von gewinnen beschäftigen, nicht nur in Irland ;)

im übrigen ist die EU...hinsichtlich vieler bereiche... eine gute idee, aber praktische fehlkonstruktion... aus sicht des gemeinwohls

@Gnom - Verkaufsverbot

"Verkaufsverbot belegen bis der Steuerfall geklärt ist" (holyknights)

10:09 von Gnom:
"Das ist rechtlich nicht möglich und es wäre auch völlig falsch, da der Verbraucher überhaupt nichts für diesen Steuerstreit kann."

Der durchschnittliche Verbraucher überlebt auch mal ein paar Tage, ohne sich ein neues Smartphone kaufen zu können. Die Ausdauer eines Konzerns dürfte da weitaus geringer sein. Insofern wäre die Wahl zwischen keinen bzw. versteuerten Gewinnen sehr schnell entschieden.

Die dafür nötigen Gesetzesgrundlage könnte die EU selbst beschließen. Nur leider wird das in diesem lobbydurchseuchten System nie passieren.

Krank, krank, krank.......

Krank, krank, krank....... soetwas soll EU technisch in Ordnung sein ?

@kommentator_02 - Wenig ist mehr als nichts.

10:21 von kommentator_02:
"Was nützt es Irland eigentlich, wenn dort registrierte Briefkastenfirmen so gut wie keine Steuern zahlen?"

Ganz einfach: "So gut wie keine Steuern" ist immer noch mehr als gar keine Steuern. Und eine handvoll Arbeitsplätze wird dadurch auch gesichert.

Irland könnte die Steuern anheben, aber dann würde der Briefkasten von Apple halt auf irgendeine Kanalinsel, nach Luxemburg oder zu uns nach Deutschland umziehen.

Solange die Mitglieder der EU miteinander konkurrieren, wird das auch so bleiben. Der europäische Gedanke geht verloren, aber der Konzern freut sich.

Unsozial und nationalistisch

Mit dem Geist einer EU, bei der ein Mitglied für das andere einsteht, hat die Haltung Irlands (und weiterer Steueroasen in Europa) nichts mehr gemein. Bei den Steuerpraktiken geht es auschließlich ums eigene Wohl, sogar wenn dies anderen schadet. Das ist extrem anti-sozial!!! Konzerne und die irische (u.a.) Regierung machen gemeiname Sache und betrügen damit den europäischen Steuerzahler. Wo ist der vielbeschworene europäische Geist? Dieser scheint verschwunden. Die sog. "Werte" verkommen zum Witz, wenn wir in keinem wirklich wichtigen Punkt zusammenarbeiten. Das Motto scheint: Wir essen die Rosinen, die Rinde wollen wir nicht. Doch auch wir Verbraucher spielen mit: Billig soll es sein und gut. Und kaum jmd. verzichtet aufs I-Phone, Facebook und Google. Weil es bequemer ist. Auch das ist egoistisch! Wo bleibt der soziale eu-weite Fortschritt???

@ 10:15 von pimpusch

Wo bleiben sie , die Steuergesetze ? Ein Europa , eine Steuergesetzgebung !

Steuergesetzgebung ist aus gutem Grund den Nationalstaaten überlassen, da auch die ökonomische Situation der EU- Mitglieder sehr unterschiedlich ist.
Es wäre also Unsinn, in jedem Staat die gleiche Einkommens- und Umsatzsteuer einziehen zu wollen. Man kann Rumänien nicht mit Frankreich und Malta nicht mit Luxemburg vergleichen.

Jedoch, da stimme ich Ihnen völlig zu, darf es nicht sein, dass der eine Konzern da nur 1% und der andere dort nur 0,005% Steuern abführt.

Also wenn Irland das Geld

Also wenn Irland das Geld nicht will, ich nehme es gerne und verspreche hiermit hoch und heilig es ausschließlich für Naturschutz auszugeben.

re MaWo: Prinzip Hoffnung

"Mit Einführung der Gemeinschaftswährung hätte sofort eine Wirtschafts- Finanz- und Sozialpolitik eingeführt werden müssen. Die weiteren Ressorts hätten später eingegliedert werden können.
Das ist bis heute nicht passiert."

Und war auch nicht zu erwarten. Die EU war dazu weder reif noch bereit, was letztlich in der Ablehnung einer EU-Verfassung zum Ausdruck kam.

Danach siegte das Prinzip Hoffnung oder die Konvergenztheorie, nach der sich durch die Währungsverbindungen eine einheitliche Politik in den genannten Bereichen quasi als Folge entwickelt.

Die Klage und den Fall Irlands kann man auch als ein Zeichen betrachten, dass eine solche Konvergenztheorie nicht ohne einen ordungspolitischen Rahmen funktionieren kann.

Irland!

1. Apple muss schon einen erklecklichen Betrag zahlen, wenn die Gewinne im gesamten EU-Binnenmarkt in Irland versteuert werden. Bei einer vergleichsweise kleinen Bevölkerung kommt pro Kopf ein erheblicher Betrag zustande.

2. Die großen Konzerne schaffen sehr viele Arbeitsplätze in Verwaltung, Vertrieb etc. Da Irland Operationsbasis für viele Nicht-EU-Firmen ist, summiert sich das ganz schön.

Fazit: Das ist eben Irlands Geschäftsmodell.

Die Dimension

Es wurde ja schon viel richtiges gesagt. Mir fällt auf, dass man sich schnell an Dimensionen gewöhnt bzw. die nicht greifen kann. 13 Mrd. das sind bei 4.5 Mio Iren fast 3000 € Pro Person.
Und wir sprechen hier nur über Apple ...
Wenn man die anderen Steuervermeidungsfirmen mit berücksichtigt, dann geht es hier nicht nur um einen üblen Trick sondern darum welches Wirtschafts- und Sozialsystem wir uns geschaffen haben.
Ja auch ich bin in der glücklichen Situation von diesem System eher zu profitieren, aber ich sehe auch in Europa die Gefahr der Spaltung der Gesellschaft. Und finde eine geregelte und gerechten Umverteilung der Lasten sehr viel erstrebenswerter als hohe Zäune und viel Polizei gegen die ungeregelte Umverteilung (Einbruch/Überfall).

@ Kommentator 2

" Was nützt es Irland
eigentlich, wenn dort registrierte Briefkastenfirmen so gut wie keine Steuern zahlen? "

5.500 Arbeitsplätze direkt bei Apple....

Erst Milliarden Euro

Erst Milliarden Euro Wirtschaftshilfe für Irland, gehörte mal zu den Armenhäusern Europas, und dann großzügige Geschenke an Weltkonzerne. Das schlimme daran ist, das sich kaum ein EU Land daran hält, befürchtet man um so mehr die Nachteile die Unternehmen könnten abwandern.

"Küss mich, ich bin Ire!"

... Der Satz stammt zwar aus den "Simpsons", sitzt aber wie eingegossen. Wenn ein Land soviel Geld verweigert, dann ist noch mehr Geld hinter dem dran. So irre ist das eben nicht.

Kleine Randnotiz aus der Finanzmarktkrise

Irland hatte die deutsche Depfa-Bank mit Steuersubventionen in die Dublin-Docks geholt (daher Depfa plc.). Nachdem die Refinanzierung dort nicht mehr möglich war, gings es ganz schnell nach Deutschland, weil Irland diese irische Bank nicht stützen konnte/wollte. Die teure Abwicklung erfolgt jetzt auf Kosten des deutschen Steuerzahlers (Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung vgl. https://www.fmsa.de/de/presse/pressemitteilungen/2014/20140513_pressemi…). Wie wäre es, wenn Irland mit diesem warem Geldregen einen Teil der Kosten dieser irischen Bank übernehmen würde?

... ansonsten...

.... geht es in den EU-Haushalt!

Staatliche Subvention?

Diese "Steuer-Erleichterung" ist doch de facto eine nach EU-Recht unzulässige Subvention.
Statt über Steuergesetze zu diskutieren, sollte diese Tatsache in den Vordergrund gestellt werden.

@nachtfelder - Nur 5500 Arbeitsplätze durch Apple

10:45 von nachtfelder:
"Die großen Konzerne schaffen sehr viele Arbeitsplätze in Verwaltung, Vertrieb etc. Da Irland Operationsbasis für viele Nicht-EU-Firmen ist, summiert sich das ganz schön."

Nein.
Apple bezeichnet sich als einer der größten privaten Arbeitgeber in Irland. Und das, obwohl durch die Wahl des Firmensitzes gerade einmal 5500 Stellen geschaffen wurden.

Irland lässt sich den Erhalt dieser 5500 Arbeitsplätzen 13 Milliarden Euro kosten. Mit diesem Geld könnte man ein Vielfaches an Stellen schaffen.

Steuerparadies Irland

Es lief ja lange ziemlich im Hintergrund ab, aber inzwischen wird immer klarer, dass den großen Konzernen überall Steueroasen zur Verfügung gestellt wurden - eben nicht nur auf ein paar exotischen Inseln, nein auch direkt in der EU und in den USA. Von wem ? Von gekauften Politikern. Zu wessen Schaden ? Zum Schaden aller Bürger in den Ländern denen diese Steuereinnahmen eigentlich zustehen würden und zum Schaden der kleineren Firmen, denen diese Möglichkeiten nicht zur Verfügung stehen. Es ist ein perverses System. Ich kann mich mit einer EU nicht identifizieren, die das zuläßt. Steueroasen innerhalb der EU müßten sich leicht unterbinden lassen, wenn man es will, denke ich.

Unfassbar

Das ist unfassbar! Da begibt sich Irland unter den Rettungsschirm und verzichtet auf 13.000.000.000 EUR. Bei rd. 4,7 Mio Einwohnern muß jeder Einwohner Irlands nun rd. 2.760 EUR mehr zahlen um diese offenkundige Ungerechtigkeit zu kompensieren. JEDER Kinder, Rentner.
Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig die wirkliche europäische Einigung ist. Nur durch eine einheitliche europäische Wirtschafts- und Steuerpolitik ist der Euro und die Union noch zu retten. Was bringt ein Binnenmarkt, wenn Länder wie Irland, Luxemburg und andere durch Steuertricks unfaire Bedingungen schaffen.
Mit den 13 MRD EUR können in Irland sicher Konjunktur- und Bildungsprogramme aufgelegt werden, die angebl. strukturelle Nachteile aufwiegen. Dann hätten alle was davon, selbst wir in D.
Aber statt nach der Politik zu rufen kann ja jeder selber entscheiden, ob er Produkte solcher Hersteller kauft. Ich jedenfalls achte mittlerweile genau darauf, was ich kaufe und bei wem.

9.39@Monster916- Verrechnung mit 85 Milliarden

Warum werden die 13 Milliarden nicht von Apple bezahlte Steuern verrechnet mit den Milliarden EU Beihilfen, u.a. die zurecht erwaehnte 85 Milliarden aus 2010. Dies sind auch unsere Steuergelder. Seit Jahren wird hier nur drueber gesprochen und nichts unternommen.

Absolut ärgerlich!

Genau das ist doch so ein Beispiel, das an der EU so stört. Irland bekommt Milliarden an Fördergeldern und leistet sich Niedrigststeuern für ausländische Firmen. In diesem Fall wehrt sich Irland auch noch, nachzuzahlende Gelder anzunehmen. Das ist absolut ärgerlich. Das stört mich auch an Polen, die die höchsten Fördergelder in der EU erhalten, aber ihre Flugzeuge bei Boing bestellen.
Hier muss Deutschland als größter Einzahler Druck machen, der Zweithöchste Einzahler, die Briten sind bald raus.

Irland hätte dann ein Riesenproblem

Wenn Irland die entgangenen Steuern von Apple annehmen würde, dann wäre damit ein Exempel statuiert. Irland müsste sich dann plötzlich auf Steuernachzahlungen durch Google, Facebook, Amazon, Paypal, Twitter, Dropbox, etc. einstellen. Was soll Irland mit diesen vielen Milliarden anfangen? Am Ende gelängen sie noch in die Hände der Bevölkerung bzw. der Infrastruktur, Gott behüte!

Wenn schon EU, dann aber richtig!

Warum gibt es in der Union keinen einheitlichen Unternehmenssteuersatz? Die Unternehmen müssten dann ihre Steuern direkt in Brüssel veranlagen und auch dorthin überweisen. Brüssel würde die Einnahmen nach Bedarf gerecht an die EU-Länder verteilen. Der Steuerwettbewerb hätte damit ein Ende. Wenn schon EU, dann aber richtig!

Einheitliches Steuersystem

...aber es zeigt schon die Krux,die selbst hier in Deutschland vorhanden ist:Man bewirbt Firmen,Handel ect. mit miedrigeren Grund-und anderen Steuern,um eine Ansiedlung attraktiv zu machen.IRL,eines der ärmsten Länder der EU,durch die EU gerettet,lehnt sich ganz schön weit aus dem Fenster,die sollten mit den 13 Mrd. ihre staatl. Hausaufgaben finanzieren,davon gibt es dort seeeehr viele,Armut, Infrastruktur ect.Ein EU-Staat lässt sich hier so offensichtlich von einem Konzern vorführen.

Dies ist genau der Systemfehler...

den viele namhafte und unabhängige Experten bei Einführung des € anprangerten. Wir bekamen eine gemeinsame Währung, ohne dass die fiskalen Verhältnisse der Euroländer angeglichen wurden. Es sind ja nicht nur die Iren, die mit Steuerdumping multinationale Konzerne ins Land holen wollen. Schauen wir doch z.B. in die NL, wie viele Briefkastenfirmen es dort nur zur Steuervermeidung gibt.
Ich befürchte, so wie Europa derzeit eher auseinanderdriftet als enger zusammenrückt, dass diese Steuerkonkurrenz untereinander sehr zur Freunde der dadurch Mrd. einsparenden Konzerne nicht mehr rückgängig zu machen ist.
Wenn es dann aber darum geht, notleidende Staaten über Wasser zu halten, ist immer von Solidarität die Rede. Dabei hätten z.B. die Iren bei einer gerechteren Steuerpolitik keinen "Rettungsschirm" benötigt.
Die Politiker der EU haben total versagt und sind nun über die zunehmende Europaverdrossenheit bei immer mehr Menschen erstaunt.

um 10:49 von toto96

um 10:49 von toto96 :

"eigentlich, wenn dort registrierte Briefkastenfirmen so gut wie keine Steuern zahlen? "

5.500 Arbeitsplätze direkt bei Apple...."

Nicht besonders viel bei 13 Mia. €,die ausstehen
Selbst wenn Apple danach vollständig aus Irland auswandert & 5.500 Arbeitslose hinterlässt,könnte Irland mit denen eine Deal machen:
Jeder der dadurch seinen Job verliert,erhält 2 Mio. € ,verliert dafür aber Ansprüche an Sozialleistungen,Rente muss davon auch finanziert werden.
Die restlichen >300.000 pro Kopf gehen in den Staatshaushalt.

Da werden dann sicherlich viele kleinere Firmen wie Pilze aus dem Boden schießen & letztendlich langfristig zu einem wirtschaftlichen Aufschwung Irlands beitragen - da ja kleine Firmen wesentlich höher besteuert werden als Apple - auch in Irland...

Das Irre beim Irland-Apple-Deal: nur ein kleiner Teil wird versteuert,der Rest landet steuerrechtlich im Niemandsland - Internationale Gewässer bzw. auf dem Mond.

Mit wieviel Milliarden ....

... wurde Irland währen der Finanzkrise gerettet? Und wurde das Geld schon zurückbezahlt?
.
Wenn Irland Steuergelder nicht braucht, braucht es vermutlich die EU Strukturgelder auch nicht?

um 09:16 von odindonar

stimme ich zu. Es ist keinem zu vermitteln, dass wir einerseits EU Gelder an Irland bezahlen, Irland aber "Steuerdumping" betreibt und sogar 13 Mrd. EURO Rückzahlung ablehnt.

es müssen auch die...

Kunden zur Kasse gebeten werden...wegen Unterstützung solcher Konzerne...auch dort...kein Unrechtsbewußtsein...bei Kinderpornographie wird ja zu Recht auch der Kunde bestraft...

Wenn Irland dies 13

Wenn Irland dies 13 Milliarden nicht einzieht so müssen diese doch als Steuereinnahme dort verbucht werden so wie auch die ganzen anderen Steuergeschenke die Irland noch anderen macht.
Und anhand dieser Berechnungen müssen die Abgaben Irlands an die EU berechnet werden.
Zudem sollten die EU eine Strafzahlung von Irland fordern, weil dort Steuern vermieden werden die eigentlich in der ganzen EU gezahlt werden müssten.

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