Kommentare

Man könnte über dieses Thema

Man könnte über dieses Thema sicherlich Stundenlang streitet, worauf ich keine Lust mehr habe, aber eines sei mal klargestellt:

- Nicht GEMA, sondern Youtube hat die Videos gesperrt, da sie keine Rechte hatten, diese zu veröffentlichen. Dabei sind sie teilweise auch ziemlich wahllos vorgegangen. Auch mit dem Hintergedanken, Youtube Nutzer gegen die GEMA aufzuhetzen.

- Die GEMA war hier im (zumindest prinzipiell) im Recht. Ich weiß, dass es viele hier anders sehen. Ich empfinde es als sehr Bedauerlich, wie die Internetgemeinschaft das Verständnis von Recht und Unrecht und dem Respekt vor andere Leute Geistigem Eigentum und deren Arbeit, in der heutigen Zeit verloren hat.

Bezahlung von Künstlern

Hier zeigt sich wieder einmal, dass die Gema eine absolut sinnvolle Sache ist. Denn durch die Gema haben Komponisten und Textdichter wenigstens etwas davon, wenn andere die von ihnen geschaffenen Werke nutzen. Gerade jetzt in der Themenwoche zur Zukunft der Arbeit ist es wichtig, mal darauf hinzuweisen, dass die meisten freiberuflichen Künstler extrem wenig Geld verdienen. Wenigstens die Komponisten und Texter profitieren langfristig vom Erfolg ihrer Musik, sofern sie Mitglied der Gema sind.

Wenn man in einen Supermarkt geht und dort sagt, dass man das Stück Butter doch bitte kostenlos haben möchte, dann wird einem (zu Recht) der Vogel gezeigt. Aber aus irgendwelchen Gründen ist es ziemlich normal, dass Leute meinen, die Musik anderer Leute kostenlos nutzen zu dürfen...

Gut, dass die Gema die Interessen ihrer Mitglieder vertritt. Manchmal übertreibt sie es ein wenig, aber grundsätzlich ist das zu begrüßen.

Die GEMA

Die Gesetzeslage ist ,na ja Deutsch .
Ein Patent läuft aus nach 20 Jahre aus ,die Musik ,Gema versorgt überdurchschnittlich die Nachkommen über Generationen.
Im Intresse von 1 schlechten Hit und ich Zahle mehrfach ,über Drucker,CD für Datensicherung ,wo die einzige Musik das Quitschen des Laufwerkes ist.Schafft eine moderne Abrechnung und keine Alimente über Generationen an.

Angenommen, ein Musiker hört sich ...

... auf Youtube seine eigene Musik an, dann bekommt er dafür Geld, oder?

Oder muss er Musiker auch Gema-Gebühren bezahlen, wenn im Probenraum die restlichen Mitmusiker zuhören?

Für mich ist die Gema-Regeln eine Regelung aus dem letzten Jahrtausend, die leider nicht angepasst wurde.

15:05 von Immenburg

Pro ? gema bleibe bitte an der Wahrheit, Youtube Videos wurden gesperrt,wegen gema und nicht andersrum.

Ja...Der Gesetzgeber hängt

Ja...Der Gesetzgeber hängt der Entwicklung der Netze hinterher.
Zeitgemäß wäre es die GEMA auf zu lösen und durch eine Kulturflatrate zu ersetzen.
An der GEMA verdienen nur die großen wie dieser Bohlen und Co.
Die kleinen Bands werden über den Tisch gezogen.
Und lasst uns nicht vergessen.
Das Clubsterben geht dank der GEMA munter weiter.
Und die größte Frechheit ist der sogenannte "Gemaverdacht"
Einfach mal nach googlen.
Da wird kassiert ohne das es ein Recht dazu gäbe, nur weil die Gema sagt "Der song mit dem Titel XYZ ist bei der GEMA gelistet und es ist uns völlig egal das er ZUFÄLLIG nur den selben Titel trägt und eigentlich von wem ganz anderen ist"

Vielleicht richtungsweisend

Schön das eine Einigung gelang. Da es ja zur Zeit auf tagesschau.de eine Serie zum Thema Arbeit & Zukunft gibt ein gutes Timing. Musiker waren die ersten die von der Industrie 4.0 quasi enteignet wurden. Man kann daran gut sehen, wie schnell eine kleine, vermeintlich unbedeutende technische Errungenschaft eine Branche umkrempeln (und teilweise begraben) kann. Bei Musik wars schlicht das mp3.
.
Man braucht also dringend Lösungen und Regelungen für den immer größer werdenen digitalen Markt.

"... auch wenn ich der GEMA

"... auch wenn ich der GEMA ansonsten sehr zwiespältig gegenüberstehe..."

Und dafür gibt es auch viele berechtigte Gründe.

Gema fort.

Die GEMA kassiert unter anderem auch für Werke die überhaupt keinen Text enthalten - die auch sonst überhaupt nichts mit der GEMA zu tun haben, und die nicht einmal veröffentlicht wurden.

Die Gesetzeslage hat dazu geführt das ein ganzer Kulturzweig in Deutschland ins wanken geraten ist.

Das Internet hat nicht dazu geführt das Künstler weniger Möglichkeiten haben, oder gar weniger Geld verdienen - das genaue Gegenteil ist der Fall - nur sind wir in Deutschland auf diesen Vertriebswegen - gegenüber dem Ausland, inzwischen klar im Nachteil. (Es sei denn man ist ein Major)

Ich kenne keinen DJ oder Produzenten der je irgend etwas von der Gema bekommen hat (mal abgesehen von Rechnungen). Wenn überhaupt gibts mal was von der GVL...

Selbst wenn ich nur meinen eigenen Kram spiele - muss ich dafür zahlen, ohne das ich was dafür kriege.

Wo ist denn da bitte die Logik ?

GEMA ist vom Prinzip

GEMA ist vom Prinzip sinnvoll.
Allerdings sehe ich nur dann Sinn darin, wenn Texter und Komponist noch Leben und für Ihre Arbeit berechtigter Weise Ihren Lohn erhalten.
Fragwürdig finde ich es allerdings, dass Rechte aufgekauft werden und auch Jahrzehnte nach dem Versterben der Uhrheber noch Gelder gezahlt werden müssen.
Meiner Meinungen nach macht das die Musikbranche kaputt....ein Eigentor.

Es wäre schön zu wissen,

was da wirklich ausgehandelt wurde. Meiner Meinung nach, hat die GEMA ihren "Schützlingen" nur geschadet. Es gibt genug Alternativen auf diesem Planeten, da hört man sich eben andere Musik an.
Mir drängt sich der Verdacht auf, dass die GEMA zur Rettung ihrer eigenen Existenz die Existenz der "Schützlinge" durch das Nachgeben bei Youtube sichern mussten. Es gibt viele Modelle, die der GEMA gefährlich werden können. Den Künstlern im Lande bringt die GEMA nix.

Clubsterben

Zum Thema "Clubsterben" muss ich noch mal meinen Senf loswerden: Ein Club lebt davon, dass er viele Besucher hat. Die kommen da nicht nur wegen der bequemen Sessel und der leckeren Getränke, sondern vor allem wegen der Musik. Also ist es doch das Normalste der Welt, dass sich die Club-Betreiber dann auch an der gerechten Entlohnung der Urheber beteiligen müssen, von deren Musik sie wirtschaftlich profitieren.

Oder anders ausgedrückt: Wenn ein Club nur deshalb überleben kann, weil er den Urhebern der Musik ihren Lohn vorenthält, dann ist das ein schlechtes Geschäftsmodell und es ist besser, wenn der Club vom Markt verschwindet. Seine Kellnerinnen und Türsteher muss er ja auch bezahlen, die arbeiten da auch nicht kostenlos.

Die Gema passt ihre Tarife übrigens ständig den sich ändernden Nutzungsformen an. Und selbstverständlich leitet sie das Geld für ausländische Künstler an deren Verwertungsgesellschaften weiter.

@ 15:17 von tias

Nope, nicht wegen Gema. Videos wurden gesperrt , weil keine Rechtsgrundlage da war.
Gema waren nur die einzige Institution, vor der sich YouTube in acht nehmen musste - weil sonst anscheinend keiner genug Macht besitzt, es mit denen aufzunehmen. Inklusive unseres Rechtsstaates übrigens.

Das wahre Gesicht der Gema

Ich erinnere mich nur an eine sehr ärgerliche Begegnung mit der Gema:

Meine Schulklasse gab ein Schulfest und verkaufte selbst gebackene Kuchen und Kaffee um die Kasse für das Schullandheim aufzufüllen.

Dummerweise hatte irgend ein Klassenkamerad ein Radio aufgestellt. Die Schule erhielt darauf hin eine Gema-Forderung die weit über den Einnahmen lag.

Ob rational oder nicht, seither habe ich einen GEMA-Hass.

Zu diesem Punkt von Häuser: ich sehe durchaus Nachteile

Zu diesem Punkt von Häusler

tagesschau.de: Für wen könnte die Einigung von Nachteil sein?

Haeusler: Ich sehe keine Nachteile, außer dass Google für seine Tochtergesellschaft YouTube jetzt zahlen muss. Da ich annehme, dass die Einigung auch rückwirkend gilt, dürfte da eine erhebliche Summe fließen. Ansonsten ist die Einigung gut für die Urheber, für die Nutzer, für die Künstler und im Grunde ist es auch gut für YouTube und Google, die jetzt nicht mehr mit diesen blöden Sperrtafeln hantieren müssen.

sage ich mal:
ich sehe durchaus Nachteile. Denn youtube kann jetzt die Kosten auf uns User umwälzen und damit besteht die Gefahr das youtube jetzt kostenpflichtig wird und damit nicht mehr fuer alle offen ist, sondern nur noch fuer Bezahler. Darueber hinaus besteht immernoch die Gefahr, dass diese Massenabmahnerei immernoch ist und diese wohl jetzt noch teurer wird, damit diese Herren Anwälte noch mehr sich eine goldene Nase verdienen...

Zum letzten Punkt von Häusler: stimmt völlig

Zusätzlich sage ich mal zu diesem zusätzlichen Punkt:

Aber so toll die Einigung auch ist: Sie bedeutet keinesfalls Rechtssicherheit für das gesamte Internet, denn der Gesetzgeber hinkt der digitalen Entwicklung immer hinterher.

stimmt völlig, es gibt ueberhaupt keine Rechtssicherheit mehr im Netz und die GEMA wird sich auch bald noch mehr GEMA-freie Musik unter den Nagel reißen und damit gehen noch mehr opensource-Musikplattformen kaputt. Das ist nicht in Ordnung. Denn viele solche Musiker wollen ueberhaupt keine Vertretung von der GEMA mehr. Deswegen ja auch dass mit der C3S:

https://www.c3s.cc/en/

oder hier:

https://tinyurl.com/jk5gehx
brandeins.de: Da ist Musik drin

Kritik an der Gema stößt traditionell auf taube Ohren. Nun rüttelt eine alternative Verwertungsgesellschaft am Monopol des Riesen – und bringt ihn endlich in Bewegung.

@ 16:06 von kopfnicker

Ihr Betrag ist voller falscher Behauptungen.

Jedes Gema-mitglied bekommt bei Veröffentlichung Geld, sobald die Veröffentlichung registriert ist. Und auch nur dann. Auch "kassiert" die Gema nur dort registriertes. Wer was anderes behauptet, erzählt die Unwahrheit. Punkt.

Alles weitere ist erfolgsabhängig. Kein Erfolg - kein Geld. Klingelts ? Für ein Rotation auf einem ordentlichen Radiosender gibt es immerhin ein paar hundert Euro. Ohne Gema wäre das null. Das man nichts bekommt, wenn Tunes in der örtlichen Disse laufen, ist ja wohl klar.

Das Internet hat logischerweise die Verkaufszahlen und somit den direkten Erlös beeinflusst. Das besteitet inzwischen auch niemand mehr, selbst solche die das vor 10 Jahren noch abgetan haben.
Das Urhebersystem ist nicht der Auslöser für das Wanken des Kulturzweiges Musik, sondern die permanente Entwertung der Musik durch Dumping, Enteignung und natürlich dem Überangebot.

Die GVL ist in erster Linie für Musiker, die keine Musik schreiben

@ 16:18 von ElektronikIngenieur

"Den Künstlern im Lande bringt die GEMA nix."
--------

Die Gema ist zu einem der wenigen verlässlichen Partner für Komponisten geworden in diesem unberechenbaren Markt.

Youtube hat eine ziemlich üble Kampagne betrieben, weil nur in Deutschland ein starker Gegner wie die Gema überhaupt existiert.
Die "Alternativen" auf diesem Planeten gehen ausschliesslich auf Kosten der Kreativen. Kann man machen, wenn man andere Einkommensquellen oder Mutti hat. Geht aber am Thema Nutzungsrecht vorbei.
Das einzig interessante Zukunftsmodell, von dem ich bisher gehört habe,
wäre das Blockchain-system bei digitaler Musiknutzung. Damit könnte man als Urheber die Nutzung eigener Musik möglicherweise besser überschauen.

@ 17:28 von Robert97

Ist das eine von diesen Urbanen-legenden,
oder posten sie das öfter mal - denn diese äusserst unglaubwürdige Geschichte taucht immer wieder mal auf.
Ein klitzekleines Radio aufgestellt und schon flattert die Mega-rechnung rein, obwohl es noch nichtmal Eintritt gab. Und die Gema hat dann auf die Begleichung beharrt, bis die Schule pleite war, oder wie ging es weiter ?
Den Teil, wo die Rechnung dann in der Ablage P landete, haben sie wohl vergessen.

Puh das war knapp...

Inzwischen hat sogar meine kleine Schwester einen VPN Server laufen wenn sie bei Youtube unterwegs ist. Wie soll man denn die Bürger ausspähen, wenn wegen der Gema jeder anonym über Proxy Server ins Netz geht.

Das Urheberknecht: Eine bedingt sinnvolle Einrichtung

Zwar haben es beim Streit um das Urheberknecht die Spötter leicht, welche hier schlicht erklären, daß die größten Maler, Bildhauer, Musiker, Philosophen, Dichter, Schriftsteller und Staatsmänner schon gelebt haben und deren Werke mittlerweile Gemeingut geworden sind, aber dies ist für die Genießer neuer Werke ebenso wie für deren Schöpfer nur ein schwacher Trost; und gerade letztere sind durch das liebe Zwischennetz und die computergestützten Kopier- und Vervielfältigungsgeräte arg gebeutelt, denn damit kann jedes Musikstückchen, Büchlein oder Filmchen im Handumdrehen an alle Welt verteilt werden, ohne daß die Macher dafür auch je nur eine müde Mark erhalten werden. Die Spötter haben zwar mit diesen kein Mitleid, weil man für das, was sich heute Kunst nennt eigentlich eher Strafe bezahlen müßte als daß man dafür einen Lohn fordern dürfte. Wie der Zwist zufrieden stellend gelöst werden kann, steht allerdings in den Sternen, da beide Fraktionen recht mächtig zu sein scheinen.

Frage mich warum Youtube dafür Geld bezahlt hat...

Die Sperre war simpelst (nämlich durch einen Proxyserver außerhalb Deutschlands wo die GEMA ihre Finger nicht hinstecken kann) zu umgehen.

an dem langen streit...

war nur die gema schuld, die einen mondpreis verlangt hatte...ja sogar ein mehrfaches als google/youtube mit der auslieferung der site verdient hätte...

Falsch

Youtube hat gewonnen. Youtube kann nun in exzellenter Qualität musikvideos unter dem Bezahldienst redtube vermarkten ohne Werbung. Damit wird Youtube zum größten Anbieter für Musik und videoinhalte. Dann zahlen einmal die Konsumenten für die Musik und bald auch die labels wenn sie ein neues Album vermarkten wollen.

@ 21:41 von kleinschreiber

Es ist wohl eher so, dass Youtube erst garnichts und dann fast garnichts zahlen wollte.
Es gibt einfach ein Missverhältnis von Konsum und Ertrag - und das ist Youtubes Geschäftsmodell. Denn das Geld wird nicht mit den Inhalten verdient, sondern mit der Vermarktung derer - zunächst mal ohne die Produzenten der Inhalte direkt zu vergüten.
Mondpreise sind dann die knalligen Margen, die Youtube und ihre Tochterunternehmen für die "Monetarisierung" verlangt.

@ 20:28 von Theconservative

Youtube hätte eigentlich jeden Nutzer, der gegen die Urheberrechte verstösst, zur Rechenschaft ziehen müssen. Aber dann hätten sie den Laden schneller dicht machen können, als Sie Internet sagen können.
Deswegen.

Der GEMA nützt es, den Künstlern kaum

"Die GEMA blieb hart", so die Meldung. Naja, die Leute können den Kram nun angucken. Aber da die GEMA nicht weiß, wessen Videos geklickt wurden, wird das Geld wohl dem Monopolisten zufallen und ein Alibi-Almosen an die Künstler geben. Man könnte mutmaßen, dass es ihnen sehr recht ist, dass Youtube darüber keine Auskunft geben will (soll?). Schon heute ist die GEMA eine superreiche Organisation, die es nicht für nötig hält, offen zu legen, was für die eigene "Verwaltung" verwendet wird und wieviel Prozent die Künstler bekommen.
Insofern kein Sieg, denn der GEMA-Filz hat für sich selbst gekämpft.

Darstellung: