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Extremer Eingriff

>>Nun aber ist sicher, dass die EU bis zum 7. Oktober das Abkommen ratifiziert. Das ist gerade noch rechtzeitig, um bei der anstehenden Klimakonferenz Anfang November mit entscheiden zu dürfen, wie man die Ziele von Paris eigentlich konkret erreichen will.<<

Will die Bundesregierung die Ziele von Paris erreichen, muss sie Benzin- und Diesel-Fahrzeuge sowie Öl- und Gasheizungen konsequent verbieten. Das wäre ein extremer Eingriff. Wissen die politisch Verantwortlichen eigentlich, was sie hier beschlossen haben? Oder wollen Sie das Abkommen sowieso nicht einhalten?

Widersprüchlich, weil voreilig trotz nachzüglerisch

"Was manche für unmöglich gehalten haben, ist jetzt Realität", kommentierte EU-Ratspräsident Donald Tusk die Entscheidung der Umweltminister auf Twitter.

Dieser Satz steht absolut im Widerspruch zu dem vorangehenden Satz:

...bis 2030 die Menge an ausgestoßenem Treibhausgas im Vergleich zum Jahr 1990 um 40 Prozent zu reduzieren. Wie genau das zu schaffen sein soll, blieb bislang aber noch offen.

Es ist ein Dabeiseinwollen ohne Plan.
Wie man Ziele erreichen möchte, weiß man nicht so genau. Aber Hauptsache das Image stimmt erst mal.
Diese Politik bringt weitere Unruhen.
Warum kann man nicht endlich mal erst zu ende denken, ehe man Beschlüsse fasst?
Das endet entweder wieder in Finanzkatastrophen, oder in die Historie der nicht erfüllten Beschlüsse, die die EU nicht glaubwürdiger machen werden!

Irre. Denn der EU steht jetzt schon das Wasser bis zum Halse.
Mich ärgert immer diese Alternativlosigkeit ohne Plan B.
Das scheint in Mode gekommen zu sein.

Ausgerechnet die EU

Ich sehe es auch so: Die Blamage ist schon da! Gerade Europa, von sich behauptend, eine Führungsrolle in der Welt innezuhaben und mit gutem Beispiel voranzugehen, krampft bis zum Schluss herum, einem Abkommen beizutreten, welches eigentlich selbstverständlich sein sollte. Es zeigt auch die Schizophrenie, die wir tagtäglich erleben: Hehre Ziele werden anvisiert, um sie dann völlig zu ignorieren. Das ist nicht nur in der Klimafrage so, es ist auch so in der Flüchtlingspolitik der EU, dem Zulassen schädlicher, aber lukrativer Geschäfte und vielem mehr.
Und wenn man weiß, dass Papier geduldig ist und die Ziele alleine nur Mindeststandards erfüllt, wird man noch mehr ernüchtert. Es gäbe Wege, gemeinsame Wege, doch im Moment trägt die EU lediglich den Namen "Union". Das Handeln widerspricht allerdings dieser Implikation... Ausgerechnet jetzt.

Das schönste ist

das vergessen wird den Menschen zu sagen das die heute Lebenden den Erfolg wenn er kommen sollte nicht erleben.
Eine Änderung dauert relativ lange, und Hype hilft jetzt nur den Reichen und der Industrie.
Und wenn die Bevölkerung weiter wächst in dem Maß geht es vielleicht sogar ins Leere, bei der Menge die Wissenschaftler für die Erde und Ressourcen errechnet haben gäbe es das Problem gar nicht.

Es ist ein netter Versuch und man kann gut verdienen, aber ob es wirken wird werden wir selber nicht mehr erleben.

Gruß

@Tada

Volle Zustimmung ...

und die Liste könnte noch viel viel länger sein. Wenn man da aber so manchen "Hasskommentar" zu den Grünen heute liest, dann scheint das Problembewusstsein bei vielen nicht angekommen zu sein. Dass es nicht ohne ein "wir MÜSSEN unsere Gesellschaft auf weniger Bequemlichkeit umstellen" nicht geht, davon redet leider niemand. Wenn wir nämlich unsere Bequemlichkeit zurückschrauben und zu mehr "manueller Arbeit" zurückkehren, dann dürfen all die Inder und Chinesen und Afrikaner usw. auch diese Bequemlichkeit anstreben. Dann ist der Ofen aber ganz schnell aus ... und deshalb MÜSSEN wir weniger und sparsamer verbrauchen.

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