Was bedeutet das Urteil zur Tagesschau-App?

30. September 2016 - 16:08 Uhr

Nach jahrelangem Rechtsstreit hat das Oberlandesgericht Köln die Tagesschau-App als "presseähnlich" eingestuft. In der Form, in der sie am Beispieltag 2011 abrufbar war, sei sie unzulässig gewesen. Frank Bräutigam erläutert, was das Urteil bedeutet.

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Kommentare

Hat bei mir ausgedient

Ich hatte die App längere Zeit installiert und hat ihren Dienst recht gut verrichtet. In der heutigen Zeit gibt es jedoch andere Portale, die die Nachrichtenlage besser widerspiegeln.

die App ist für mich überall auf der Welt wichtig Quelle

Daher soll sie so weiter existieren. Ich verknüpfe immer Nachrichten aus mehreren Quellen. Die öffentlich/rechtlichen sind aber immer für mich vertrauenswürdiger als werbefinanzierte Nachrichten.

Es ist wohl schwierig in eigener Sache

objektiv zu berichten, aber trotzdem etwas blöd hier.
Was soll denn bedeuten, "es geht ausdrücklich nur um den Zustand der APP an diesem speziellen Datum"
"es wird sich für die Nutzer fast nichts ändern"

Es wäre zumindest schon ganz nett, wenn sich mit dem Urteil, wie sonst auch, inhaltlich auseinandergesetzt würde.

Zeitungsverlage haben verloren

Wenn die Zeitungsverlage durch Verdrängen von Apps wie der Tagesschau-App überleben wollen, haben sie schon verloren ! Das zeigt aus meiner Sicht nur, dass sie auf die falsche Strategie setzen. Das Leser (aber vor allem Anzeigeerlöse) von den Printmedien abwandern, ist in vielen Ländern der Welt zu beobachten - auch in denen, die gar keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben. Intelligente, tiefergehende Beiträge (wie z.B. in der ZEIT) werden auch in Zukunft ihre Leser finden ; das einfache Abdrucken von Agentur-Meldungen wird andere Zeitungen aber nicht am Leben halten - hier gibt es längst viel bessere Medien im Internet.
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Zu tagesschau.de: Aus meiner Sicht eines der besten Nachrichtenportale - es ist wichtig, das solche Angebote erhalten bleiben, wenn öffentlich-rechtliche Anstalten ihre Berechtigung behalten und auch Bürger erreichen wollen, die sich nicht jeden Abend um 20:00 vor den Fernseher setzen.

Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut

Wenn öffentlich-rechtliche Sendeanstalten Presse ähnliche Arbeit übernehmen und entsprechend publizieren kann daraus schnell ein Bomerang werden. Siehe nur die Medien die derzeit in der Türkei gleichgeschaltet werden. Deswegen besser einen Riegel davor, so das damit kein Mißbrauch betrieben werden kann. Informieren sollte man sich grundsätzlich über verschiedene unabhängige Medien, damit man sich abschließend eine eigene Meinung bilden kann und nicht einfach willkürlich Meinungen aus dem Netz oder sonstwo abgreift und Sie unreflektiert übernimmt.

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