EU-Kommission: Gebührenfreies Roaming ohne Zeitbegrenzung

21. September 2016 - 13:53 Uhr

Handy-Nutzer sollen ab Mitte 2017 ohne zeitliche Begrenzung kostenfreies Roaming im EU-Ausland nutzen können. Das sieht der überarbeitete Vorschlag der EU-Kommission vor. Um Missbrauch zu verhindern, soll zum Beispiel die Nutzung einer SIM-Karte an den Wohnsitz des Kunden gebunden sein.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Wenn ich mir im "Ausland"....

eine preiswerte Simkarte kaufe, um sie Daheim zu nutzen, ist das für mich kein Mißbrauch, sondern Teilhabe an Globalisierung und Marktwirtschaft.
Durch meine Steuern letztlich bezahlte EU-Funktionäre sehen das also anders?

roaming

Die 90-Tage Frist wäre für jeden Normalverbraucher, Urlauber oder Geschäftsreisenden völlig angemessen gewesen. Jetzt entsteht ein Monstergesetz und sicherlich ein wesentlicher Zusatzaufwand, um einen angeblichen Missbrauch aufzudecken. Also können die Telekom-Gesellschaften mit guter Begründung die Grundgebühr erhöhen. Das kann doch nicht im Sinne des größten Teiles der Verbraucher sein.

Wie mache ich aus einer einfachen Lösung ...

eine möglichst komplizierte Lösung? Genau so! Und am Ende sind die Kunden die leidtragenden die dann im Einzelfall nachweisen müssen dass sie die Regelung nicht missbrauchen. Gerichtsverfahren im Zweifel inklusive.

Eine klare Tagesregelung wäre hier deutlich einfacher und klarer gewesen aber was erwartet man von einer Institution die sogar die Krümmung von Bananen regelt?

http://tinyurl.com/joatyss

Wieso?

>"Roaming ist für Reisende"
Ja, warum eigentlich? Gibt es denn einen anderen Grund als "weniger Geld für eigentlich völlig überteuerten Mist"?

Meiner Meinung nach ist das

Meiner Meinung nach ist das ein Eingriff in die Vertragsfreiheit. Es sollte jedem Telefonanbieter freistehen, wofür er wieviele Gebühren verlangen will, solange es nicht gegen allgemeine Sitten oder Gesetze verstößt (z. B. Wucher), genauso, wie es jedem freistehen sollte, mit wem er/sie Geschäftsbeziehungen eingehen will und mit wem nicht.

Ja und nein.....

Ich bin gebürtiger Deutscher und habe einen hlld. Pass und Familie in beiden Ländern. mein Wohnort: Wien, mein Arbeitsplatz: Bratislava, jeden Tag passiere ich die Grenze, jede Woche bin ich auch mal in Ungarn, mal mit dem Auto in Tschechien.
Für mich ist es ein Segen, dass es keine 90-Tage-Regelung gibt....

Weg mit Roaming-Gebühren!

@Klaus Leist: Die 90-Tage Regel ist auch Mist. Wenn Sie wie ich an einer Landesgrenze wohnen und oft unfreiwillig ohne Grenzübertretung ins Auslandsnetz geroutet werden, würden Sie auch auf eine totale Abschaffung von Roaminggebühren pochen. Die Netzbetreiber verdienen doch immer. Die großen auch über Landesgrenzen hinweg. Soll der europäische Wettbewerb beginnen. Es kann dem Verbraucher nur nützen. Regionale Schranken mögen für Rechteverwerter (Filme, Bücher etc. ) Sinn machen, aber nicht für die Kommunikation an sich.

Missbrauch?

Wenn ein Autohersteller irgendwelche Teile in Polen herstellen lässt oder eine Slowenische Handwerkerfirma ein Haus in Frankreich baut dann ist es die vielgepriesene Freizügigkeit innerhalb der EU.

Wenn aber ein Endkunde einen günstigeren Handyvertrag im Ausland abschließen will dann ist es ‚Missbrauch‘?

Im übrigen ...

... ist dieses Beispiel - trotz aller bürokratischen Irrwege - ein weiteres gutes Argument FÜR die EU. In einem Europa selbständiger Nationalstaaten bräuchte man darüber gar nicht erst nachdenken.

ich stimme Ihnen zu....gänzlich.

man kann den Eindruck bekommen, dass die sogenannte Globalisierung ausschliesslich für Firmen erfunden wurde, als normaler Bürger habe ich die grössten Probleme wenn ich mein österreichische t-mobile Abo mit einer slowakischen IBAN Nr. abbuchen lassen möchte oder mein hlld t-mobile über eine deutsche IBAN Nr. usw., sogar eine Adressenänderung ins "Ausland" ist mit grossen Schwierigkeiten verbunden. Und wir sprechen über die EU, die gemeinsame Eurozone und Schengen!!
Als Grossunternehmen hat man solche Probleme natürlich nicht....wie Panama Papers beweist, oder man setzt sich an einen Tisch mit einem luxemburgischen oder irischen Regierungschef und handelt sein eigenes Steuerprogramm aus. Man bietet an: € 50 Steuern auf eine Million Gewinn!
Es lebe die Globalisierung, eine wunderbare Erfindung zur Steuervermeidung und -flucht.

HMaier um 14:18

In der von Ihnen angegebenen Quelle steht aber auch noch folgendes: "Die Vermarktungsstandards für Obst und Gemüse waren einst vom Handel gefordert worden, weil genormte Ware leichter zu verpacken und transportieren ist. Die Kommission schlug nun vor, 26 der 36 Regeln über Bohnen, Blumenkohl, Melonen oder Gurken abzuschaffen. Doch die Agrarminister aus Deutschland, Frankreich, Ungarn, Italien und Spanien sträubten sich mit Verweis auf den Verbraucher, dem dann möglicherweise minderwertige Qualität untergejubelt werden könnte."

Vielleicht liegt es nicht nur an dieser Institution? ;-)

Viele Grüße von einem bekennenden Europäer

Am 21. September 2016 um 14:09 von Schneewolf

Das ist falsch. Das was Sie da meinen ist "Ausnutzen einer Lücke im System". Das ist etwas vollkommen anderes als Firmen, die Steuern im günstigstmöglichen Land zahlen und nicht da, wo sie am meisten verdienen...

Sollte dieser Fallstrick aber auch fallen (wie die 90 Tage auch), dann bin ich ganz ganz schnell bei einem neuen Anbieter.

Es ist doch ganz einfach

Die Netzbetreiber wollen (zu Recht) mit ihrer Geschäftstätigkeit Gewinn machen. Jeder Aktionär dieser Firmen auch usw.

Wenn das bisherige Modell verboten wird, wird die Kalkulation eben geändert und die Kosten, die bisher bei denen anfielen, die im Urlaub ständig online sein müssen, auf alle verteilt.

Dann wird es für die "heavy user" billiger und für die, die nie im Ausland ihren Strandurlaub ständig live online stellen müssen und allen ein Bild von ihrer Pizza posten, für die wird es teurer, weil die das mitbezahlen müssen.

Und wenn sich dann alle eine Sim-Karte im billigsten EU-Land holen, dann werden die Provider auch die Arbeitsplätze da hin verlegen.

Oder glaubt irgendwer, dass Vorstandsbezüge oder Gewinnausschüttungen freiwillig reduziert werden? Ich nicht.

Wie Bitte !!

Merkel, Gabriel (ceta Migration) schreien nach freier Personen und Geld Globalisierung, also keine Grenzen dafür Arbeit und Vermögen und wenn es um den Verbraucher geht wird genau das Gegenteil gemacht , da gibt es keine Globalisierung und Marktwirtschaft.
Schwachsinn diese Neoliberale Politik für den Bürger Nachteile Ja und Vorteile Nein.
"100 Mio Maschine kein Problem , keine Zoll nix und 5 Stangen Zigaretten ist Verboten.
Die EU schafft sich über solche Entscheidungen ab ,einfach unglaubwürtig.Die Lösung finde schnell einen Experten ,der wieder sagt,genau so ist es recht,gibt ja genügend davon.

In einem Binnenmarkt sollte

In einem Binnenmarkt sollte es generell keine Beschränkung geben. Ich kann ja rein rechtlich auch zu. B. einen Lkw voll Mehl ganz legal in Lettland kaufen und nach Deutschland einführen solange ich es für private Zwecke nutze.

Schweiz

Und was ist mit der Schweiz und GB? Da muss man weiterhin unfassbar viel bezahlen?

re 14:52 von dr.bashir

//Und wenn sich dann alle eine Sim-Karte im billigsten EU-Land holen, dann werden die Provider auch die Arbeitsplätze da hin verlegen.//

Die Arbeitsplätze werden so oder so ins Ausland verlegt,
Gewinnmaximierung ,also stehen mir in einer Globalisirten Welt die Vorteie zu.Ich Zahle auch die Projekte mit wo genau diese Firmen Geld im Ausland versenken.

14:43 von BDR529

"Wenn aber ein Endkunde einen günstigeren Handyvertrag im Ausland abschließen will dann ist es ‚Missbrauch‘?"

Ja, es ist Missbrauch. Er benutzt im Ausland ein fremdes Netz und ist daher Gast in diesem.
Deshalb waren/sind ja auch die Roaminggebühren.
Wenn ich in D. eine SIM Karte eines hiesigen Netzbetreibers oder Providers erwerbe und hier in D. telefoniere oder simse so bin ich im Heimatnetz. Reise ich nun aber noch Frankreich, Lux oder gar Lettland dann bin ich bei einem dortigen Netzbetreiber als Gast eingelockt.
Ist doch nicht so schwer zu verstehen.

14:39 von EU_Citizen

Wenn ich länger als 90 Tage warum auch immer im Ausland bin dann kaufe ich mir halt dort einen Karte, bez. für nach Hause telefonieren wie E.T. :-) gibt es auch andere Möglichkeiten. VoIP, Skype und und und, da telefoniere ich doch nicht mit der strahlenden Handgurke = Handy, Hallo!

Von daher, 90 Tage wären mehr als genug.

Aber immer schön schimpfen dass die Netze noch Optimierungsbedarf haben. Ja, das muss auch bezahlt werden.
100 Pro, die am meisten meckern sind überhaupt nicht von diesem "Problem" das in Wahrheit keines ist, betroffen....

Das Argument Auslandssemester u.ä. sticht nicht.

14:54 von dermulla

//In einem Binnenmarkt sollte es generell keine Beschränkung geben. Ich kann ja rein rechtlich auch zu. B. einen Lkw voll Mehl ganz legal in Lettland kaufen und nach Deutschland einführen solange ich es für private Zwecke nutze.//

Falsch in der EU kanste keine 5 Stangen Zigaretten oder Schnaps über die Grenze nehmen .Nur Firmen können alles.

Roaming Kosten...

...basieren i.d.R. auf den Gebühren, die Netzbetreiber untereinander berechnen, wenn Kunden des einen Netzbetreibers im Netz des anderen Services (z.B. Telefonie oder Daten) in Anspruch nehmen. Wer die Roaming Kosten für den Endkunden abschaffen will, müsste auch die Verrechnung zwischen den Netzbetreibern abschaffen. Dies ist aber so ohne weiteres nicht möglich, da den Netzbetreibern tatsächlich Kosten durch die Fremdnutzung Ihres Netzes entstehen. Wer soll den hierfür aufkommen, wenn nicht derjenige, der den Service in Anspruch nimm? Wenn ich in Spanien ins Hotel gehe, sage ich doch auch nicht, dass ich meine Miete schon zu Hause bezahle und deshalb kostenfrei wohnen möchte!

Kurve gekriegt

Na, da hat Herr Juncker aber verstanden und sich in die richtige Richtung bewegt. Klar, die 90-Tage-Regelung war Mist und jeder, der ihr hier nachtrauert, hat nicht verstanden, dass ein Missbrauch mehr als 90 Tage Nutzung erfordert. Und natürlich ist es richtig, dass bei einem regionalen Angebot auch irgendwo Schranken sind. Ich kann doch den rumänischen Wirt nicht dazu verdonnern, dass er sein günstiges Speiseangebot auch in Stuttgart anzubieten hat.
Anscheinend bedarf es erst eines Austritts und scharfer Worte, dass sich die EU an ihre Bürger erinnert.

Ein weiterer Grund pro Europa und kontra AfD-Konsorten zu sein!

Ich habe mich ein paar Mal über diese Wuchergebühren ärgern müssen.
Deshalb @14:56 von nila1234 :
Wer nicht in der EU ist kann auch nicht profitieren -Skiurlaub in Östereich und Frankreich statt Schweiz.

Wollen wir eine EU mit Freizügigkeit oder

weiterhin Kleinstaaterei?

""Wir haben unterschiedliche Preise in Europa", sagte EU-Kommissar Günther Oettinger zur Begründung. Es dürfe nicht dazu kommen, dass sich zum Beispiel jemand eine SIM-Karte in Lettland kaufe und die Karte nur in Irland benutze ...".

Na und?

Das sollte mitunter der Sinn der EU sein, dass ich den Anbieter frei wählen kann.

Beispielsweise: Wieso ist es unmöglich, dass ich als in Deutschland Wohnender Strom von einem österreichischen Anbieter beziehe?

Fazit aus meiner Sicht: Herr EU-Kommissar Günther Oettinger ist überflüssig.

um 15:11 von SydB

"Ja, es ist Missbrauch. Er benutzt im Ausland ein fremdes Netz und ist daher Gast in diesem."

Nicht unbedingt. Die großen Anbieter wie Vodafone, o2 oder Telekom sind in (fast) jedem EU Land mit Subfirmen aktiv und verlangen dennoch für Ihre Kunden Roaminggebühren. Wenn ich bei H&M etwas in Berlin kaufe kann ich es aber auch in Mannheim umtauschen. Vielleicht wäre es eine Lösung Mobilfunklizenzen nur noch EU weit zu vergeben.

Einheitliches Europa

Einheitliches Europa, höchst unterschiedliche Gebühren.
ceta ttip tisa sei Dank wird der Michel weiterhin gemelkt. In Deutschland telefoniert man ja bekanntlich am teuersten.

@nila12345

"Und was ist mit der Schweiz und GB? Da muss man weiterhin unfassbar viel bezahlen?"

Die Schweiz ist Gott sei Dank nicht in der EU und UK bald nicht mehr.

Dieses Free Roaming wird doch wieder so ein bürokratisches Monster. Warum konnte man nicht die einfache Regel x Wochen free belassen ? WER hat da kritisiert ?

Und überhaupt: es gibt ja jetzt schon länderübergreifende tarife. Und wer mehr als 90 (!) Tage im ausland ist kann sich ja wohl ne prepaidkarte dort besorgen. Jesses.

Hab ich auch ... grüsse aus der freien schweiz

"Das lettische Telekom-Unternehmen...

... wäre dann nach wenigen Tagen pleite"

So ein Quatsch, es würde einfach die Gebühren für "Ausländer" erhöhen bzw. die Gebühr allgemein.

Ohne Roaming wird sich alles schon einpegeln, die "Billig-Länder" werden teurer, die teuren Länder billiger.

Wenn das Roaming komplett fällt bin ich der Erste, der sich einen Prepaid-Vertrag aus dem Ausland holt um (bei Bedarf, wie Krankenhaus u. Ä.) unbegrenzt preiswert surfen zu können. ;-) Da das über einen Freund in diesem Land läuft, würde ich nicht als "Ausländer" gelten. Zur Not kann man die Sim per Post eben mal ins Ursprungsland zum "hin-und-wieder-Einloggen" rüberschicken. Ist alles billiger als eine 199-Euro-Flat bei der Telekom

Aber ich denke, der Wegfall der Roaming-Gebühren könnte dazu führen, dass es bezahlbare ungedrosswelte Flats (5-6 Mbit reichen eigentlich schon für Alles) auch in Deutschland geben wird.

Die ganze Aufregung verstehe ich nicht

Wenn ich mehr als 90 Tage (also 3 Monate) pro Jahr im Ausland bin, dann kaufe ich mir eine lokale Karte. Alles andere ist doch rein theoretisch und betrifft wahrscheinlich 99,9 % der Menschen nicht. Welcher Otto Normalverbraucher hat schon so viel Urlaub? Und als Geschäftsreisender kann sich meine Firma drum kümmern, dass ich eine preiswerte Karte (bei einem Aufenthalt länger als 3 Monate im Ausland) habe.

Viel Aufregung für nichts.

Wo ist das Problem?

Ich habe eine deutsche SIM-Karte für Vodafone. Bei meinem Kurzurlaub in Frankreich telefoniere ich über Vodafone.fr, bei meinem Sommerurlaub in Italien telefoniere ich über Vodafone.it oder in Spanien über Vodafone.es.
Es ist in diesem Falle immer Vodafone. Warum soll ich dafür Roaminggebühren bezahlen?

Gemeinsamer Mobilfunk Markt

Wer ein Europa der Menschen und nicht nur der Konzerne will, der wird auch die Möglichkeiten der Verbraucher nicht länger einschränken dürfen.
Warum wird nicht endlich die Gelegenheit ergriffen und ein gemeinsamer Markt für Mobilfunk geschaffen wo es egal ist, wo man in Europa woht, arbeitet oder telefoniert.

Leider wahr

Auf der Bühne wird von Freiheit erzählt, aber die Vorschriften der EU sprechen eine andere Sprache.

@thonasis2010 15:30

"Das sollte mitunter der Sinn der EU sein, dass ich den Anbieter frei wählen kann."
Der Ort der Leistungserbringung ist aber nicht Lettland, sondern Irland. Der lettische Anbieter operiert gar nicht in Irland. Dort vor Ort bekomme ich lediglich für mich transparent eine Verbindung über einen anderen, in Irland tätigen Anbieter, die am Ende über den lettischen Anbieter abgerechnet wird.

Das ist ungefähr so, wie Bus und Bahn fahren im Verkehrsverbund. Ich kaufe ein Ticket und die 4 Betreiber, die ich mit diesem einen Ticket genutzt habe, handeln untereinander aus, wer welchen Teil vom Kuchen bekommt. Das funktioniert regional ganz gut, da die Betriebskosten für alle 4 Betreiber auf der selben Basis fundieren.

Bei länderübergreifender Zusammenarbeit (mit deutlich unterschiedlichen Lebenshaltungs-/Betriebskosten) geht das eben nicht mehr.

Zu diesem neuen Roaming-Konzept habe ich praktische Fragen

Also zuerst mal zu dem hier:

"Roaming ist für Reisende"

Das war und ist von Anfang an klar. Aber: Reisen finden das Ganze Jahr ueber statt. Von daher war diese 90-Tage-Beschränkung im ersten Konzept Nonsens.

Aber zu diesem neuen Konzept habe ich mal ein paar praktische Fragen. Und zwar zu dem hier:

Auch jetzt hieß es: "Roaming ist für Reisende." Das neue System solle auf Basis des Wohnorts oder einer "festen Verbindung" zu einem EU-Staat basieren. Dazu gehöre etwa, oft in dem EU-Staat anwesend zu sein, in dem der Provider ansässig sei.

Wie kann so eine Wohnortbindung dann im EU-Ausland funktionieren, wenn ich zum Beispiel eine Rundreise durch Spanien gebucht habe mit mehreren Hotels und ich jeden Tag in einem anderen Hotel in einer anderen spanischen Stadt bin?

Ach? Wenn ich mir ein Auto in

Ach? Wenn ich mir ein Auto in Italien kaufe ist das ok wenn ich es zuhause nutze, aber eine Simkarte nicht??
Werden da mal wieder Pfründe gesichert?

In Europa solte man sich kaufen können was man will und auch überall in Europa nutzen dürfen, auch auf Dauer solange man zahlt.

Nur weiter so, wenn Ihr die Leute von Europa überzeugen wollt wird es auf diese Art und Weise betimmt nichts!

Ich lebe in einer Grenzregion - auch Dreiländereck genannt. Dann darf ich also die höheren Preise immer zahlen?

Dann pfeif ich auf Europa!

Jetzt fehlt nur noch dass ich

Jetzt fehlt nur noch dass ich meine Simkarte auch nur noch in meinem Bundesland nutzen darf.. Nix anderes ist doch Europa: Lauter Bundesstaaten..

Alles nur Abzocke..

Handy? Brauche ich nicht ...

Handy? Brauche ich nicht ... insbesondere nicht im Urlaub.

Entweder man macht zur Erholung oder zur Bildung/zum Abenteuer Urlaub. Wer Erholung haben will, der sollte sein Handy nicht nutzen, denn das verursacht Stress und hält von der Entspannung ab. Wer Bildung haben möchte, der sollte sich vorher genug informiert haben was, wie und wo er erleben möchte. Auch da braucht man das Handy nicht.

Abgesehen davon sind das nur ein paar Wochen im Jahr und das fällt nicht so sehr ins Gewicht. Diejenigen die oft "im Ausland" sind (Manager) können sich Roaminggebühren leisten.

Am 21. September 2016 um 16:55 von goldschmiedel

90 Tage sind mehr als genug für Otto Normal.
Und ich wohne auch in einem Dreiländereck, und bevor ich über die Grenze fahre mache ich das Ding einfach aus.
Das ständige melden als Willkommen und die Tarife nerven einfach nur.

Damit entfallen auch die Höheren Tarife und ich kann meinen Billiganbieter nur Deutschland behalten.

Gruß

Armselige Kommentare

Mal ehrlich: Ich habe jetzt hier schon den einen oder anderen Kommentar gelesen, in dem sich allen Ernstes Leute über diese Roaming-Regelung aufregen, weil sie ihnen nicht weit genug geht, oder weil sie sich wahrscheinlich einfach nur aufregen wollen (Stichwort: "die Großkonzerne können ja auch frei den Standort wählen").
Ja, es ist noch immer nicht alles perfekt geregelt, was in einem perfektem, absolut grenzenlosen EU-ropa reibungslos funktionieren sollte. Aber angesichts der nationalen Egoismen vieler EU-Staaten vermute ich doch recht stark, dass die Kommission hierbei das erreichbare Maximum herausgeholt hat. Das sollte man vielleicht mal zu schätzen wissen. Schließlich geht selten alles auf einen Schlag.

Dann sind also europaweite

Dann sind also europaweite öffentliche Ausschreibungen bald auch verboten, und es dürfen nur noch z.B. ortsansässige Bauunternehmn genutzt werden? Oder wie?

um 15:14 von tias

"Falsch in der EU kanste keine 5 Stangen Zigaretten oder Schnaps über die Grenze nehmen .Nur Firmen können alles."
Doch das geht. Allerdings unterstellt der Zoll bei mehr als 4 Stangen eine gewerbliche Nutzung. Somit wäre man in der Beweispflicht, daß man sie nur für privat benutzt, was praktisch unmöglich ist. Aber theoretisch gibt es keine Beschränkung. Nachzulesen auf der Internetpräsenz des Zolls.

Das ganze Theater um das

Das ganze Theater um das Roaming wird doch von der EU nur gemacht, weil die EU-Funktionäre billig telefonieren wollen. Denen nützen keine 90 Tage. Ansonsten könnte auch gerne ein EU - weiter Mindestlohn eingeführt werden, dann hätten die Arbeitgeber weniger ausreden für Billiglohn-Arbeitsplätze im Ausland. Und als nächster Schritt ein weltweiter Mindestlohn. Und natürlich gleiche soziale Bedingungen überall.

Globalisierung

Liebe Damen und Herren in Brüssel, das ist kein Missbrauch sondern die einfache Tatsache daß auch der EU-Bürger die Vorteile der Globalisierung nutzt. Aber das ist ja eigentlich nicht vorgesehen, die EU ist nur für Unternehmen und Banken gedacht, die Nutzung der Vorteile durch die Bewohner muß natürlich mit allen Mitteln verhindert werden. Und dann wundern über die Ergebnisse der AfD? Die Bürger wollen diese EU nicht weil sie ihnen keinerlei Vorteile bietet.

wie meint Herr Oettinger?

"Das lettische Telekom-Unternehmen wäre dann nach wenigen Tagen pleite".....
Ein weiterer gelungener Beweis zur Sachkompetenz eines EU-Chefbeamten!

Roaming als Service

Ich verstehe das Problem nicht: es geht doch darum, ohne zusatzgebühren das gsm-netz in seiner grundfunktionalität europaweit zu nutzen. Das heißt, ich bin mit dem handy mit ausländischer sim angemeldet, kann telefonieren oder anrufe annehmen, wenn der lokale funkmast kapazitäten hat und ggf. eine sms schicken oder mit 9,6 kbit surfen. OK, evtl. lässt man sogar GPRS mit paar kbit mehr zu, weil das für den provider sogar günstiger ist...

Alles, was darüber hinaus geht, ist eine frage, wie das vertraglich geregelt ist. Z.b. könnte ich doch hier einen lte-vertrag z.b. bei vodafone abschließen, der mir vertraglich in allen europäischen vodafone-netzen die maximal verfügbare Bandbreite lte und umts garantiert. Wenn ich mich in Italien dann trotzdem unbedingt bei orange einlogge, gibts halt nur SMS/Telefonie. Wenn der italienische orange-mast an der Kapa-grenze ist, dann fliegen die nicht-orange-kunden aus dem Ausland raus. So kann man roaming über die servicequalität steuern...

Fehler

Manche Foristen verwechseln hier Waren mit Dienstleistungen. Gleiche Waren kosten überall ungefähr gleich (abgesehen von Steuern und Subventionen). Bei Dienstleistungen hingegen sind die Kosten immer höchst unterschiedlich, da dort z.B. die Lohnkosten lokal anfallen. Beim Telefonieren und Surfen geht es um eine Dienstleistung, darum können z.B. die Letten wesentlich geringe Preise verlangen als wir Deutschen.

"lettische Telekom-Unternehmen [...] nach wenigen Tagen pleite"?

Das ganze Zitat: "Es dürfe nicht dazu kommen, dass sich zum Beispiel jemand eine SIM-Karte in Lettland kaufe und die Karte nur in Irland benutze, wo die Preise sechseinhalb mal höher seien als in Lettland. "Das lettische Telekom-Unternehmen wäre dann nach wenigen Tagen pleite", so Oettinger."

Vielleicht sollte Herrn Oettinger mal jemand erzählen, dass in Irland sehr viele Letten, Litauer und Polen leben. Und die werden garantiert die viel günstigeren Sim-Karten aus ihrer Heimat holen! In Litauen kriegt man zum Beispiel 30 Tage mit 1GB Internet + Minuten und SMS für ca. 3,50 Euro! Wer da deutsche oder irische Preise zahlt, ist selber doof!

Nach Oettingers Behauptung gehen dann aber ruckzuck alle osteuropäischen Mobilfunkanbieter pleite - oder erhöhen auf westliche Preise. Aufgrund des niedrigen Lohnniveaus im Baltikum könnte die jedoch kaum jemand bezahlen. Ich prophezeie jetzt einfach mal, dass die günstigen Tarife dort bald nur ohne Roaming erhältlich sein werden! Auch schwach!

Genial!

Für niedrigere Preise müssen wir also nur unser Lohnniveau auf das des Baltikums senken!
Das Klingt richtig nach Agenda 2020...

@ 16:55 von goldschmiedel

Wenn ich eine Sim-Karte nutze, entsprechen die Gebühren nicht den Kosten eines Autokaufs, sondern den KFZ-Steuern. Und der deutsche Staatsapparat wird sehr ungehalten, wenn ich als Deutscher ein in Italien besteuertes KFZ hier in Deutschland nutze. Kurz, das ist Steuerbetrug und wird sehr empfindlich geahndet, (zumindest wenn man Hinz oder Kunz ist).
et al: der Kauf einer Sim-Karte ist nicht das Problem, sondern die Gebühren, die ich für die Nutzung einer lokal begrenzten Infrastruktur zahle. Wenn ich Strom aus dem Ausland beziehe, muss ich trotzdem die deutschen Netzgebühren und EEG-Umlage bezahlen.

Darstellung: