Interview zur Schweigepflicht: "Neue Regeln sind überflüssig"

10. August 2016 - 15:46 Uhr

Für mehr Sicherheit will Bundesinnenminister de Maizière unter anderem die ärztliche Schweigepflicht aufweichen. Das könnte Patienten abschrecken, sagt der Präsident der Psychotherapeutenkammer, Munz, im Gespräch mit tagesschau.de. Schon jetzt müssten Therapeuten vor Gewalttaten warnen.

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Kommentare

Nein? Natürlich nicht! Das sagt nicht nur der Präsident der Psychotherapeuten Kammer, sondern der gesunde Menscheinverstand. Ich möchte aber auch, dass unseren Politikern geholfen wird und schlage eine Bürgerinitiative vor um Politiker therapeutisch zu begleiten, da hier offensichtlich hoher Bedarf herrscht! Soetwas kann ehrenamtlich organisiert werden, aber aufgrund der Aussagen und unserer Darsteller mache ich mir aus humanistischen Motiven große Sorgen.

... die "Bereicherung", die uns diese muslimischen und kulturfremden Migranten bringen. Vielen Dank Frau Merkel. Ich werde es nächstes Jahr bei der Wahl nicht vergessen.

Gruss aus Brasilien

Wenn eine Person sich Hilfe erhofft und sich deshalb dem Therapeuten öffnet, kann durchaus eine Straftat verhindert werden. Wenn er jedoch weiß, dass der Therapeut sein Wissen der Polizei offenbaren muss, wird er garantiert nicht seine (Terror)pläne offenlegen. Da kann er es ja gleich zur Zeitung, Facebook oder youtube posten.

wenn der Sohn Besuch hatte in einer Feinrippunterhose im Garten herum lief und für den Sohn so hoch peinliche Situationen vor seinem Freundeskreis herauf beschwor. Die Unterhose war nur ein Teil unsäglich vieler ähnlicher Entgleisungen.

Generell sind Psychologen, Psychoanalytiker und Psychiater wichtig für unsere Gesellschaft, viele aber haben Probleme mit ihrem eigenen ICH und andere glauben in ihrem Beruf die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Therapien oft nichts bewirkt haben, Fehldiagnosen erstellt wurden und gefährliche Täter wieder auf die Gesellschaft losgelassen wurden.

Ich erinnere in diesem Zusammenhang an den Selbstmordpiloten aus deutschen Landen.

Manchmal muss man einfach klare Linien ziehen und nicht in jeder Entgleisung einzelner die schlechte Kindheit, den Alkoholkonsum oder ähnliches als Entschuldigung für milde Verurteilungen oder Vorgehensweisen als Argument zu Felde führen. Das hilft alleine den Tätern......

"Das würde die Möglichkeiten der Psychotherapie natürlich deutlich einschränken, denn sie beruht auf dem vollkommenen Vertrauen des Patienten gegenüber dem Psychotherapeuten. Dazu gehört auch das Recht des Patienten zu bestimmen, mit wem der Psychotherapeut die Informationen teilt, die ihm mitgeteilt wurden. Nur der Patient kann heute von der Schweigepflicht entbinden. Das sollte so bleiben".

Finde ich nicht dass das so bleiben sollte. Da kann so eine tickende Zeitbombe sich bisher sicher sein, dass seine Gestörtheit in der Obhut seines Psychotherapeuten verbleibt? Jeder noch so kleine Hinweis auf den Umstand, dass es sich bei einem "Patienten" um solch eine tickende Zeitbombe handelt, sollte ungeachtet einer ärztlichen Schweigepflicht an die Polizei weitergeleitet werden können. Die Prävention geht hier ganz klar vor. Ein Patient der nichts zu befürchten hat, hat damit auch kein Problem.

Das erinnert mich an die Diskussion mit dem Nacktscanner. Immer schön fordern, aber bei einem selber ja nichts machen. Was soll die ganze Diskussion schon wieder in Deutschland.
Ist das wieder so ein Versuch alles wieder schön Friedlich zu machen und zu diskutieren. Oder steckt eine wirkliche Gefahr dahinter. Es bleibt ja alles ruhig, behauten die Politiker immer. Und der Rest wird als rechte Stimmungsmache abgetan.
Es ist ein schlimmes Signal an jeden Kranken der sich ab jetzt an einen Arzt wendet. Es gilt die Schweigepflicht, sonst ist alles nur noch Beliebigkeit. Und wenn sich einer in die Obhut eines Arztes oder Therapeuten begibt, ist er noch lange kein Terrorist bei dem dann so einfach die Polizei eingreifen darf.
Und was passiert dann weiter?

macht offensichtlichen und offensiven reinsten Populismus- Forderungen die so gut wie nicht zu erfüllen sind und vor allem- NUR gegen eigene Leute gehen.
Warum musste ich genau das, was seit Monaten "gefordert wird" 1980 in Sozialkunde an der DDR schlecht finden?

Vielleicht muss diese kuriose "Schweigepflichtdebatte" dazu dienen, die These von der eingeschränkten Schuld der Terroristen zu untermauern? Sozusagen " Die können nichts dafür, sie sind krank, wir müssen ein Nachsehen haben?"

Warum sollen Ärzte denn nicht zur Aufklärung von Straftaten verpflichtet werden?

Das sollte bereits vor Jahrzehnten eingeführt werden___ wer i d näheren Umgebung und der allg. Öffentlichkeit nicht schadet, hat nix zu befürchten. Wer sich jedoch wie ein Soziopath verhält, oder bereits mehrfach Verbrechen begeht muss von der Gesellschaft entfernt werden__ nicht nur zur des deutschen Richters Lieblingsstrafe " =FREIHEIT //der "Bewährung" .. . ein Leben lang wie i d USA

Für PRIESTER auf jeden Fall das SELBE @ Gesetzgeber. Auch d Glaubensgemeinschaften aller Religionen sollten sich nicht hinter ihren selbst geschaf. autarken Rechtsprechung geschützt vor d Verantwortlichkeit in d Gemeinschaft fühlen. Sie heben ja die Zugehörigkeit zur öffentlichen Gemeinschaft doch hervor - oder sind es alles ganz einfache SEKTEN seit Jahrhunderten__ sollte man doch eher vermuten _;)?

Eines wichtig: Daten müssen f die ZIVILE Öffentlichkeit UNZULÄNGLICH sein (z.B. Nachbarn/Arbeitgeber/Vermieter/etc)

Der Innenminister kennt anscheinend die jetzige Realität nicht, wonach Ärzte bereits akute Verdachtsmomente schildern dürfen.

Was will man auch darüberhinaus noch veranstalten? Es gibt in einem Rechtsstaat immerhin auch eine gewisse Spannbreite zwischen Freiheit und Verdacht. Wir wollen uns von Psychopathen, Mördern und Terroristen dieses Land nicht kaputt machen lassen - was leicht geschieht durch den Aktionismus, den solche Taten immer mit sich bringen. Wir wollen keine neue Stasi und Gedankenpolizei.

Das ist ja alles gut gemeint, aber trotzdem sehr weltfremd ! Ein Patient wird z.B. mit bedrohlichen Äußerungen auffällig. Sein Hausarzt stellt eine Überweisung zum Psychiater aus, damit dieser der Sache auf den Grund gehen kann. Der Untersuchungstermin ist aber - trotz des neuinstallierten Vergabesystems !- erst in vier Wochen . Während dieser Wartezeit kann sehr viel geschehen (und es ist eher noch eine Verschlimmerung der Situation zu erwarten, wenn hunderttausende ihren Kulturschock oder die posttraumat. Belastungsstörung therapieren lassen).

Selbstverständlich muss jedes Mittel recht sein, um den Terror bereits im Keim zu ersticken.

Ein folgenschwerer Satz: also muss "selbstverständlich" auch die vorsorgliche Erschießung von "verdächtigen Personen" recht sein, nicht wahr?

wenn ein Muslim nachweislich (auffallend oft) die Wörter "Allah", "Ungäubige(r)", "töten" in einem Satz sagt, diesen als Risikoperson des Landes verweist, weil man diesen schlichtweg böse Absichten unterstellen muss.

Wenn man Ihnen aus irgendeinem Grund "schlichtweg böse Absichten unterstellen muss", was dann? Ach, Sie glauben, dass könne nicht passieren? Geschichtsbücher lesen!

Sie scheinen wirklich der Ansicht zu sein, dass man Sicherheit herstellen kann, wenn man nur jede wie auch immer geartete Willkür für rechtens erklärt. Es kann ja nur die Bösen treffen ...

||Wichtigkeiten um 16:25:
"Selbstverständlich muss jedes Mittel recht sein, um den Terror bereits im Keim zu ersticken."

karwandler um 18:11:
Jedes Mittel?
Sobald Extremisten wie Sie ans Ruder kommen werde ich auswandern.||

Ich befürchte dann wäre es bereits zu spät zum Auswandern.

"... Da kann so eine tickende Zeitbombe sich bisher sicher sein, dass seine Gestörtheit in der Obhut seines Psychotherapeuten verbleibt? Jeder noch so kleine Hinweis auf den Umstand, dass es sich bei einem "Patienten" um solch eine tickende Zeitbombe handelt, sollte ungeachtet einer ärztlichen Schweigepflicht an die Polizei weitergeleitet werden können. Die Prävention geht hier ganz klar vor. Ein Patient der nichts zu befürchten hat, hat damit auch kein Problem."

Und was ist, wenn dann immer weniger Menschen, die sich immerhin noch selbstkritisch über die Schulter schauen können, aus Angst nicht mehr zur Therapie gehen? Vielleicht verpassen wir alle dann die Chance, die nötigen Dinge auf den Weg zu bringen, die Schlimmeres verhindern.
Auf jeden Fall werden die Hinweise, auf die Sie die Informationsweitergabe stützen wollen, weniger werden.

Ihrem und meinem Ziel, Menschen zu schützen, sind wir dann aber nicht näher gekommen.

Das ist ein absolutes Muss.
Beispiel:
Wenn die vielen Ärzte, die voriges Jahr von dem Selbstmordpiloten konsultiert wurden, eine Meldepflicht hätten, wäre das Unglück vermeidbar gewesen. Das ist auch das, was man in punkto Sicherheit erwarten kann.
Der Kranke kann nichts dafür, muss aber durch die Ärzte vor sich selbst geschützt werden.

Wenn die aerztliche Schweigepflicht aufgeweicht wird-welche "tickende Zeitbombe" wird sich denn dann noch Hilfe suchen? Und wird man dann auf Verdacht verhaftet, wenn der Arzt oder Therapeut einen verdaechtig findet? Reden Terroristen vor dem Anschlag noch mal mit ihrem Arzt darueber?
Haben Nicht-Terroristen keinen Anspruch mehr auf demokratische Freiheiten und Buergerrechte, weil ein paar einzelne Idioten durchdrehen?
Was soll das eigentlich bringen, ausser noch mehr Ueberwachung?

ich werde dir kostenlos für dich, deine koffer tragen.

Sie schreiben davon, dass etwas die "Bereicherung" sei, "die uns diese muslimischen und kulturfremden Migranten bringen."

Sie haben sicher gesehen, dass es in diesem Artikel um die Schweigepflicht geht, um mögliche Attentate, aber auch um Amokläufe und Menschen jedweder Herkunft, die andere gefährden.
Das 'nur' auf "muslimische und kulturfremde Migranten" (Ihre Worte) zu schieben, ist in meinen Augen eine unsachliche, fremdenfeindliche Verzerrung der Dinge - auch wenn Sie noch so sehr in Brasilien leben.

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

wir möchten Sie bitten, zu einer sachlichen und themenorientierten Diskussion zurückzufinden. Persönliche Auseinandersetzungen sind nicht erwünscht.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Ich möchte mich Ihrem Beitrag bedingungslos anschliessen.

"Beispiel:
Wenn die vielen Ärzte, die voriges Jahr von dem Selbstmordpiloten konsultiert wurden, eine Meldepflicht hätten, wäre das Unglück vermeidbar gewesen."

Nein, wäre es nicht.

Wenn der Pilot gewusst hätte, dass ihn jeder Arztbesuch die Lizenz kosten kann, wäre er gar nicht zum Arzt gegangen.

Ihre Llogik ist keine.

... sich aber dahinter verstecken kann dass er ja keine konkreten Orts- und Zeitangaben zu der Tat wusste und von daher nichts melden musste.

Ich finde es höchst bedenklich dass solch ein Verhalten auch noch mit Steuergeldern finanziert wird.

Es wird immer schwieriger bei der nächsten Bundestagswahl an einem Kreuzchen für die AfD vorbeizukommen.

*18:27 von willi wupper sen.
@karwandel mein bester
ich werde dir kostenlos für dich, deine koffer tragen.*

Na,Ihr seid ja süß.
Sollte ich mich in Ihnen Beiden getäuscht haben ?

Ein warmes Gefühl der Sympathie flutet mich erneut an(18.11karwandler).
Auch beim Gedenken der launigen Bemerkung frosthorns zum weit vorauseilenden Rettungsschuss.

Da seh ich automatisch diese Comiczeichnung,stammend aus den späten 70ern vor mir. Von Seyfried.
Ein Polizist hat die Wohnungstür eines verschlafen im Flur stehenden Hängis eingetreten.Hält nen Zettel links in der Hand,rechts die Waffe im Anschlag und brüllt den unverständig Glotzenden an:
"Ich hab eine einstweilige Erschiessung gegen Sie"

Haha.
Ich war zwar damals Polizist,fands aber trotzdem lustig.

Sind wir "wieder" so weit ?

kommentator 02 - 18.18 -gibt zwar den reichsbedenkenträger, es könne "da" bereits zu spät zum auswandern sein, aber ich kann Sie beruhigen.
ich zumindest hab schon lange alle erdenklichen vorkehrungen getroffen

"Wenn die vielen Ärzte, die voriges Jahr von dem Selbstmordpiloten konsultiert wurden, eine Meldepflicht hätten, wäre das Unglück vermeidbar gewesen. Das ist auch das, was man in punkto Sicherheit erwarten kann."
Wenn die Aerzte gewusst haetten, dass der Pilot beabsichtigt, das Flugzeug in den Berg zu steuern, haetten sie dieses gemeldet. Wie in dem Artikel erwaehnt, besteht in solchen Faellen eine Meldepflicht.
Ich glaube ausserdem nicht, dass ein Arzt oder Therapeut zu 100 Prozent voraussagen kann, was ein Mensch tun wird. Die Aufweichung der Schweigepflicht ist nicht anderes als ein politisches Manoever um Kontolle vorzutaeuschen und Stimmen zu angeln.

>>
Wenn der Pilot gewusst hätte, dass ihn jeder Arztbesuch die Lizenz kosten kann, wäre er gar nicht zum Arzt gegangen.

Ihre Llogik ist keine.
<<

Ihre Logik aber auch nicht.
Andreas Lubitz ist zu Psychotherapeuten gegangen welche sich aber hinter ihrer 'Schweigepflicht' versteckt haben. Deshalb sind 150 unbeteiligte Menschen ums Leben gekommen. Gäbe es eine Meldepflicht auch in Verdachtsmomenten hätte es vielleicht auch 150 Tote gegeben weil Lubitz nie zum Arzt gegangen wäre. Ist aber möglich dass es nur einen Toten gegeben hätte, nämlich Lubitz selbst weil es sich vorher das Leben genommen hätte.

Frage: Machen Sie es sich mit der Schuldzuweisung für die Pläne eines Hrn. De Maiziere nicht etwas sehr einfach ?

WER hat seit Beginn 2014 diese - und damit im Übrigen überhaupt nicht neuen- Vorschläge und die damit verbundenen Freiheitseinschränkungen, die ja zum Teil nicht NUR Migranten, sondern EBEN JEDEN Bewohner dieser Republik treffen werden,
lauthals eingefordert ?

Die CDU greift auf, was die AFD und die Pegida vorgekaut haben, ohne zu bedenken, dass Freiheitseinschränkungen JEDEN treffen werden. Ist schließlich bald Wahl, da muss die CDU schauen, dass sie ihre mit dem rechten Rand liebäugelnden Wähler vielleicht doch noch wieder auf Kurs bringt ?

De Maiziere macht sich das Populismusprinzip zu nutze - schließlich haben CDU und CSU inzwischen gelernt, dass ein Teil der Bürger "drauf steht" ?

Es gibt eine Weisheit, die da sagt:

" Man soll aufpassen, was man sich wünscht (auch von der Politik) - es könnte wahr werden (und die eigene Freiheit mitbeschneiden). "

Ich weis einfach nicht ob die das alles noch ernst meinen
Eigentlich ist der Spielraum für Sicherheit auf Kosten der von der Verfassung garantierten Freiheiten und Rechten bekanntlich so ausgereizt das Vorgängerregierungen nach Richtersprüchen auf das jetzige Maß zurückrudern mussten.
Klingt halt doof für jemanden der Lawandorderkandidat ist wenn er nur die Anwendung bestehender Gesetze ankündigt statt neuer, aber mehr ist schon lang nicht mehr drinn, egal was Wonderlion, Seehofer oder Petri schwadronieren

"Es wird immer schwieriger bei der nächsten Bundestagswahl an einem Kreuzchen für die AfD vorbeizukommen."

ich hätte da einen alle beglückenden vorschlag. ich lade Sie - phonomatic und wie Sie alle noch so heißen - ab sofort bei jeder wahl auf einen umtrunk irgendwo in eine wandergaststätte tief im wald ein,gaaaanz weit entfernt vom wahllokal.

das nennt man dann win-win-situation,wenn ich nicht irre.
ich würde vorher per briefwahl wählen gehen und sie beaufsichtigen, nicht daß Sie och jemanden beissen.

Obwohl auch ich Ihren Gedanken nachvollziehen kann: nein, ich würde hier bleiben. Dieses Schauspiel würde ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Wenn ich lange genug lebe (bin ja nicht mehr der jüngste) würde ich mir genüsslich ansehen, wie alles eintritt, wovor ich gewarnt habe. Jedenfalls so lange, bis es links-grünen Verrätern wie mir an den Kragen geht.

Oh, da fällt mir ein: um die Ecke ist eine psychotherapeutische Praxis. Wenn der Herr Doktor auch Muslime behandelt, könnte es für ihn eng werden. @montideluxe hat ja weiter oben bereits darauf hingewiesen, dass man durchaus auch alle Psychiater kritisch unter die Lupe nehmen muss.

Und schon wieder redet Michel von "Sicherheit" und hat wenig Ahnung von den tatsächlichen Gefahren oder gar Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Gefühlt wartet also an jeder Ecke ein Amokläufer auf seine Chance, die Statistik der Verkehrstoten und -verletzten irgendwie in seine Richtung zu verschieben. Doch, hach, die hohe Zahl der vielen tausend betroffenen Personen will sich mit Bomben und Beilen einfach nicht erreichen lassen. Sowas aber auch.

Wenn wir so viel Angst vor lebensbedrohlichen Ereignissen haben, warum gehen wir dann überhaupt über Straßen, steigen ins Auto oder gar aufs Fahrrad? Das ist doch, wenn man der Unfallstatistik folgt, nur etwas für Lebensmüde und Ignoranten.

Selbst Beim-Gardinebügeln-von-der-Leiter fallen (also der Haushaltsunfall) ist wahrscheinlicher als Zeuge eines Attentats zu werden.

Es könnte helfen einzusehen, dass die meisten Nachrichten uns nicht unmittelbar betreffen. Allerdings ist die ganze Sache mit dem Internet dann nicht mehr ganz so cool.

...ist bekannt, dass er jede Chance nutzt, um das dt. Volk noch mehr zu kontrollieren und zu drangsalieren. Immer mehr Gesetzesänderungen, anstatt die bestehenden Gesetze zu nutzen.... was nur in 1 Richtung führt: Die Schäflein, einpferchen, ihnen das Futter rationieren, um sie bequem zu scheren...
Ich stelle mir die Aufgabe, ein Land mit freien, mündigen Bürgern, als Innenminister, zu vertreten, der alles tut, um seinem Volk zu dienen, der darauf achtet, dass die persönliche Freiheit und der Schutz des Einzelnen im Rahmen der Gesetze gewährleistet bleibt , irgendwie konträr vor zu dem, was laufend geschieht...
In meiner Vorstellung würde ich zuerst mal klare Einwanderungsregeln aufstellen, um nach innen hinein jede mögliche persönliche Freiheit gewähren zu können. Dieser unendliche Wirrwarr an immer neuen gesetzlichen Änderungen mit Einschränkungen bringt doch keine Verbesserung, sondern irgendwann nur noch Widerstand.

Ich hoffe doch sehr, dass Ihr Kommentar von
16:25 h lediglich eine ironische Überziehung darstellen soll.

Ansonsten müsste ich nämlich ev. annehmen, dass Sie zuviel "PI" und " die " Michaels Mannheimer & Stürzenberger" lesen ?

Ihnen ist schon bewusst, dass JEDWEDE Freitseinschränkung, die sie einfordern, um eine - im Übrigen nicht existente und auch nicht erreichbare - 100%ige Sicherheit vor Terrorismus (gleich welcher Motivation ) zu propagieren, im Endeffekt auch IHRE eigene Freiheit und IHRE eigenen Rechte möglicherweise einschränkt oder beschneidet ?

Ärzte können und dürfen bereits heute unter - allerdings engen Vorraussetzungen zum Schutz der Patienten - die Schweigepflicht brechen, da braucht es keine Neuregelungen.

Ich wiederhole mich zwar, merke es aber dennoch an:

Der Bürger sollte sich genau überlegen, wozu er - diesbezüglich -die Politik auffordert ....
Es könnte wahr werden und IHN SELBST ( und seine Freiheiten & Rechte) negativ betreffen.

Wieder einmal purer Aktionismus - unsinnig dazu - von unserem unfähigen Innenminister.

Gesetzte verschärfen können sie, aber die Ursachen werden nicht angegangen. Pure Symptombehandlung. Wieder mal. Noch dazu unnötig, da bereits ausreichend geregelt.

ist Ihnen eigentlich schon mal aufgegangen,dass die täterschaft des andreas lubitz zwar allgemein angenommen wird,das aber mitnichten bewiesen ist ?
es stehen weiterhin reichlich widersprüche im raum,ich will das hier aber gar nicht weiter ausführen.

es geht ja hier um so was wie "vertrauen",
umgang mit gefahren.

frage:vertrauen wir eigentlich mehr+mehr den immer"verbindlicher"werdenden "hauptthesen",die von immer weniger meinungsleadern in umlauf gebracht werden+wie wahnsinnig ohne prüfung vervielfältigt werden

oder

würden wir gerne wieder einführen,was in den 80ern standard war ? nämlich thesen+antithesen vergleichen, widersprüche aufklären,bis man so gut es halt geht, zu wahrheiten gelangt ?

soll wirklich der,der die multiplikationshohheit hat, der sein ,der die "wahrheiten" setzt"?
soll es wirklich so weit kommen,daß der,der auf widersprüche hinweist, als querulant beschimpft wird?
daß man bald jeden als"sau des tages"durchs dorf treiben kann,wenn"der"das will?
niemöller?

"Gäbe es eine Meldepflicht auch in Verdachtsmomenten hätte es vielleicht auch 150 Tote gegeben weil Lubitz nie zum Arzt gegangen wäre. Ist aber möglich dass es nur einen Toten gegeben hätte, nämlich Lubitz selbst weil es sich vorher das Leben genommen hätte."

HÄTTE---WENN---VIELLEICHT---MÖGLICH---
Was haben all diese Worte mit Ihrem Kommentar gemeinsam?

Mir fallen dazu 2 Redensarten ein:#
ModernSpeech: " Hätte, hätte, Fahrradkette..."

oder die gute, alte aus dem Volksmund stammende Weisheit:
" Wenn der Hund nicht gesch....... hätte, DANN hätte er vielleicht einen Hasen gefangen!"

Ich möchte meine Bürgerrechte und Freiheiten nicht auf dem Altar ihres ohnehin nicht zu befriedigenden und -in Teilen- von irrationaler Angst geprägtem Sicherheitsbedürfnisses geopfert sehen - Und nun ?

Die meisten Menschen haben über psychische Erkrankungen keines oder wenig Wissen.
Es ist in unserer Gesellschaft ein Tabu Thema.
Über die tatsächlichen Gefahren kann man sich ohne genauere Kenntnisse bewusst sein.
Ein Erkrankter hat nach meiner Meinung einen Anspruch darauf, das er vor sich und jeder Andere vor ihm geschützt wird.
Eine ärztliche Schweigepflicht schützt nicht, sondern verhindert den Schutz.
Es gibt ja statistische Fallzahlen über die Häufigkeit von psychischen Erkrankungen.
Wir wissen auch, das wir in etwa doppelt so viele Selbstmorde wie Verkehrstote zu verzeichnen haben.
Wir wissen auch das nur ein kleiner Teil der Suizide erweiterte Suizide sind, also Andere mit in den Tod nehmen (etwa 5%).
Leicht kann man so das Gefahrenpotential ausrechnen.
Bekannt werden doch nur die Fälle, bei denen wildfremde Menschen mit sterben müssen. Die meisten Fälle betreffen Familienangehörige. Haben die kein Recht auf Schutz?

Meldepflicht, wenn Gefahr im Verzug ist
#
Dem stimme ich zu. Ihr Beispiel ist richtig, hätte man dem Piloten rechtzeitig auf Grund seines Krankheitsbild behandelt und ihm die Flugerlaubnis entzogen so wäre dieser schreckliche Flugzeugabsturz mit den vielen Toten erspart geblieben.

"hätte man dem Piloten rechtzeitig auf Grund seines Krankheitsbild behandelt und ihm die Flugerlaubnis entzogen so wäre dieser schreckliche Flugzeugabsturz mit den vielen Toten erspart geblieben."

Hätte ich einen Regenschirm mitgenommen wäre ich nicht nass geworden.

Ex eventu ist es leicht daherzureden, was wäre wenn gewesen.

"Andreas Lubitz ist zu Psychotherapeuten gegangen welche sich aber hinter ihrer 'Schweigepflicht' versteckt haben. Deshalb sind 150 unbeteiligte Menschen ums Leben gekommen."

Das ist eine ungeheuerliche Unterstellung und Anschuldigung, dass Ärzte quasi gewusst haben, was passieren würde, und nichts unternommen haben.

Wollen Sie jeden psychisch Kranken jetzt vorsorglich einsperren lassen, damit er womöglich nicht Unbeteiligte in Gefahr bringt?

Bei der Änderung der Schweigepflicht geht es lediglich darum, sie auf weniger schwere Delikte auszuweiten, um mehr nicht. Denn bei Selbst- und/oder Fremdgefährdung hört die Schweigepflicht bei derzeitiger Rechtsprechung auf (§139 StGB). Es ist blanker Populismus, wenn nicht gar Manipulation der Öffentlichkeit, vorzugeben, mit einer Aufweichung der Schweigepflicht Terrorismus, erweiterte Selbstmorde usw. verhindern zu wollen.

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