Ihre Meinung zu: Jesidin ohne Angst: Wie Sarah den IS ausgetrickst hat

31. Juli 2016 - 9:11 Uhr

Anfang August 2014 hat der IS jesidische Dörfer im Nordirak überfallen. Tausende Frauen wurden damals verschleppt, verkauft und misshandelt. Esther Saoub hat eine von ihnen getroffen, die es geschafft hat, die Schergen des IS auszutricksen.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.916665
Durchschnitt: 3.9 (12 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Ich wünsche alles Gute

Ihr Mut ist bewundernswert, ich freue mich, dass Sie es zu uns geschafft haben. Alles Gute und viel Erfolg.

tolle Frau

alles Gute für die Zukunft, für Sie und ihre Familie.

........Glück gehabt!

was ein oder zweimal funktioniert, ist keine Padent-Lösung für die restlichen Frauen.

Trotzdem ein sehr interessanter Beitrag!

Es sind einige Passagen dabei (welche leicht überlesen werden können), die ernste Fragen aufwerfen!!

Zitat:

"Er war aus Saudi-Arabien, das sah man an der Kleidung."

http://www.welt.de/newsticker/news1/article131363359/Jesiden-fordern-Wel...

http://www.bpb.de/apuz/194440/saudi-arabiens-rolle-im-nahen-osten?p=all

Oder:

Zitat:

"Ob sie sich sicher fühlten, frage ich. "Im Irak wusste ich, woher die IS-Leute kommen. Hier könnten sie überall sein", sagt die Jüngste. Aber trotzdem sei es in Deutschland jetzt besser als im Irak, fügt Sarah hinzu. Denn hier ist schließlich die Familie."

15:45, Der Lenz, Vorgängerthread

>>Nun ist ja gerade der Salafismus dessen Wurzeln im "Dekadenz"Geheul des durch den Mongolensturm gedemütigten Islam liegen genau die "zurück zu den Wurzeln" Bewegung die sie hier einfordern.<<

Nein, so einfach ist das nicht. Sicherlich hat das Dekadenzgeheul der Kolonialmächte den Kolonisierten einen gewaltigen Minderwertigkeitskomplex eingeimpft. Wie das psychologisch funktioniert, kann man bei Frantz Fanon nachlesen.

Der Salifismus kam parallel und wohl beeinflusst durch den Cartesianismus auf und war erst mal komplett unbedeutend. Eine puritanische Sekte eben, wie es sie damals öfters mal gab, auch und gerade im Christentum. In dieser Zeit und der damaligen Ambiguitätsintoleranz liegen aber die Wurzeln des Fundamentalismus.

Und dann kam der Viktorianismus, dem die orientalische Sinnlichkeit ein Greuel war. Dies verlieh dem Salafismus, dessen "back to the roots" ein großes Missverständnis war, weiteren Auftrieb.

Im Salafismus spiegelt sich das viktorianische Zeitalter.

@fathaland slim westlicher Selbsthass

Typisch kulturell entwurzelter, identitätsverwirrter Selbsthass:
der ursprüngliche Islam war ein Shangri-La der Toleranz und wurde erst durch den Todesatem der westlichen Zivilisation verdorben.

Fakt ist, dass der Islam seit seiner Gründung in erster Linie ein Konzept der militärischen und politischen Expansion ist. Die Grundkonzepte: politische Herrschaft durch Kalifat, juristische Herrschaft durch Sharia, militärische Expansion durch Dschihad und alle Begleitbegriffe (Dar-al-Islam/Dar-al-Harb, Kuffar, Dhimmis etc) sind konstituierend für den Islam und keine "Abweichungen".

Im westlichen Religionsverständnis gibt es die Aufspaltung geistig/weltlich, spirituell/materiell, religiös/säkular etc. Diese Aufteilung gibt es im Islam NICHT. Der Islam wird nicht politisiert, er ist ein expansives politisches Konzept der Herrschaftsausübung und Gesellschaftsgestaltung.

16:20, Der Lenz, Vorgängerthread

>>11:34, fathaland slim
"Der mörderische Fundamentalismus ist ein modernes Phänomen und ein Produkt der "Verwestlichung" des Islam."

Genausogut könnten sie den Militarismus und die Verbürokratisierung ; den Klassischen Absolutismus mit seiner Degradierung des "Adels" gegenüber der Zentralmacht zu reinen Funktionsträgern auf "Orientalisieren" Europas zurückführen da das Osmanische Reich genau diesen Funktionalismus und seine Effizienz auf Europäischem Boden demonstrierte und auch Ideologisch vertrat.<<

Selbstverständlich war die islamische Welt des Mittelalters sehr einflussreich, was Europa angeht.

Wird aber hier gern geleugnet.

Der Unterschied zwischen Mittelalter und neuzeitlichem Kolonialismus ist, dass man damals zwar Kriege führte, dies aber auf Augenhöhe tat.

Das respektvolle Verhältnis zwischen Saladin und Friedrich dem Ersten ("Barbarossa") ist legendär.

Während der Kolonialismus seine Rechtfertigung aus der behaupteten Minderwertigkeit der Kolonisierten bezog.

17:27, killing joke

>>@fathaland slim westlicher Selbsthass
Typisch kulturell entwurzelter, identitätsverwirrter Selbsthass:<<

Nee.

Auf diesem Niveau diskutiere ich nicht.

Es gibt Grenzen, und die haben Sie hier weit überschritten.

17:27, killing joke

Ihre Ausführungen zur Natur des Islam sind ein Zerrbild.

Ich kenne die Quellen, aus denen Sie dieses beziehen.

Sie sollten vielleicht auch einmal andere islamwissenschaftliche Quellen studieren, und dies auch ein wenig gründlicher. Denn Sie jonglieren mit Begriffen, deren Bedeutung und Abgrenzung Ihnen nur ungefähr geläufig ist.

Islamkritik ist zwar gut und schön, sie sollte aber schon von Kenntnis- und nicht Schlagwortreichtum geprägt sein.

@fathaland slim

Bereits der Kontakt des christlichen Europas mit der islamischen Welt vor der Kolonialzeit ist weitgehend von militärischen Auseinandersetzungen beherrscht bis ins 18./19. Jahrhundert: Eroberung/Rückeroberung Spaniens, Kreuzzüge, Vernichtung von Byzanz, Türkenkriege, Sklavenjagd im Mittelmeer etc.

Die Konfrontation mit westlicher Überlegenheit seit der Industrialisierung & Kolonialismus hat die islamische Kultur und Religion deswegen in eine so tiefe Krise gestürzt, weil sie KONSTITUTIONELL auf machtpolitischer Hegemonie aufbaut und deswegen der politische Machtverlust der islamischen Herrscher gegen den Westen GLEICHBEDEUTEND mit einer identitären, kulturellen und spirituell-religiösen Krise war.

@ 17:27 killing joke

Ihre Sicht auf den Islam ist - gelinde gesagt - einseitig und tendenziös und übersieht, welche Rolle der Islam in Kunst, Kultur, Bildung und Spiritualität über die Jahrhunderte spielt. Der Islam war und ist keine einheitliche Größe, weil er das Lehramt z.B. der kath. Kirche oder die Verfasstheit anderer Konfessionen oder Religionen nicht kennt; das ist einerseits für die Fülle ursächlich und schafft andererseits schon auch Probleme bei der Einordnung "des" Islam und seiner Erscheinungsformen in unserer Zeit.

17:44 von fathaland slim

Am 31. Juli 2016 u

>>Ihre Ausführungen zur Natur des Islam sind ein Zerrbild.<<

Wenn die Ausführungen ein Zerrbild sein sollen, (Dschihad, Dar-al-Islam/Dar-al-Harb, Dhimmitum etc) warum präsentieren sich die Islamgläubigen weltweit genau so - nämlich militant?

Ich muss ihnen nicht Opendoors erwähnen. Diese Organisation engagiert sich seit zig Jahren in islamischen Ländern und zeigt uns jedes Jahr die Rangliste der Christenverfolgung auf.

Wollen sie jetzt noch immer von einem Zerrbild sprechen?

Saladin war selbst Imperialist!

Die alten Osmanen sowieso!
Die Saudis erst recht!
Das die Muslime früher selbst keine Imperialisten waren, sondern erst die europäischen westlichen Staaten, ist schlichtweg Nonsens!

Hatten sich die Türken damals vor Wien, sich einfach nur verlaufen, oder wie?

Und das gleich zweimal!

"Nee. Auf diesem Niveau

"Nee. Auf diesem Niveau diskutiere ich nicht. Es gibt Grenzen, und die haben Sie hier weit überschritten."

"Ihre Ausführungen zur Natur des Islam sind ein Zerrbild. Ich kenne die Quellen, aus denen Sie dieses beziehen."
?
Ja was jetzt? Ein Zerrbild, das die Grundlegenden Konzepte einer Religion aufzählt? Woher nehmen wir dann das "wahre" Bild? Ihrem letzten Besuch beim Karneval der Kulturen? Meine Quellensind die Wikiedia-EInträge, deren Quelle ist meist: The Encyclopaedia of Islam. New ed.. Brill, Leiden [u. a.] 1997.

Darüber hinaus glaube ich, sie haben den Unterschied zwischen "Quellen" und "Sekundärliteratur" nicht verstanden.

Darstellung: