Kommentare - Österreicher übernehmen DB-Nachtzüge

29. Juli 2016 - 14:23 Uhr

Bis vor kurzem schien klar: Der Nachtzugverkehr in Deutschland mit Liege- und Schlafwagen steht vor dem Aus. Nun geht es doch weiter. Aber nicht mit der Deutschen Bahn.

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Bankrotterklärung für die Deutsche Bahn.

Die Übernahme des Nachtzugverkehrs durch die ÖBB ist eine weitere Bankrotterklärung für die Deutsche Bahn. Während die DB die Einstellung der Nachtzüge als alternativlos darstellte, sieht die ÖBB darin offenbar auch in Zukunft ein sinnvolles Verkehrsangebot.
Das Management der DB macht seit einem Jahrzehnt derart massive Fehler, daß der Bund als Eigentümer dringend grundlegende Änderungen an Konzernkonzeption und Führungsstrukturen vornehmen sollte. Mit einfachem Austausch einzelner Personen ist das nicht mehr zu lösen!

Wie soll es ohne Nachtzüge gehen?

Klar: wenn die DB nur noch die lukrativen Pendlerstrecken (Frankfurt-München bzw Mannheim oder -Köln, Frankfurt-Berlin etc.) morgens und abends bedienen will, nur zu ! Nachvollziehbarerweise machen die Passagiere der Nachtzüge nur ein Prozent der Fahrgäste aus - aber versuchen Sie mal mit dem Zug nach Portugal/Spanien (von D also bis Paris), Italien (Bologna), Russland/Baltikum (Warschau) etc zu fahren ohne Nachtzug - das wird schwierig ! Es ist diesselbe Gedankenwelt, die die Postoberen zu dem Vorstoß motivieren könnte, die Zustellung auf dem Land einzustellen. Mitropa machts vor: wenn der Lieferant nicht zu Preisabschlägen bereit ist, wird das Produkt trotz Kundennachfrage kurzerhand aus dem Sortiment genommen. Diese brutale Optimierungswelle läuft seit Mehdorn bei der Bahn. Übrigens: nicht nur CNL Züge, sondern auch IC's werden seit Jahren bei der Bahn auf Verschleiß gefahren, massive Ausfälle die Folge. Das Eisenbahnbundesamt hat offenbar besseres zu tun.

Das Wagenproblem stellt sich auf für die ÖBB

Allerdings stellt sich das Problem mit der Modernisierung der 40 Jahre alten Schlafwagen auch für die ÖBB, denn sie übernimmt ja große Teile des Wagenparks der DB.

Allerdings scheinen die Österreicher wohl damit zu rechnen, dass man die Kosten für die Modernisierung wieder über die Fahrgeldeinnahmen hereinholen kann.

Wobei man sagen muss, dass ein so kleines Land wie Österreich sowieso mehr internationalen wie nationalen Fernverkehr besitzt und darum der (Langstrecken-)Nachtzugverkehr wohl ganz gut ins Portfolio passt. Denn im Tagesgeschäft kommt man auch im Nahverkehr einmal quer durch das Land, was in Deutschland kaum möglich ist.

ja biiite

in Österreich Zugfahren macht eh noch immer mehr Spaß als das hiesige "eindosen-ausspucken"Konzept mit Fahrpreisen wie beim Flugzeug aber nur einem Drittel der Geschwindigkeit... ..nein ich Kritisiere nicht das der Zug zu Langsam währe, es ist die Frage mit wem man sich im Wettbewerb Wähnt; das da das Reisen Über Nacht nicht wirklich gedacht wird...

Trauriges gutes Beispiel

Traurig ist, daß unsere Bundesbahn da wohl etwas geschlafen hat über die Jahre auch ganz ohne Schlafwagen, und somit jetzt vor der Walhl großer teurer Investitionen steht, oder der teilweisen Geschäftsaufgabe. Natürlich hat sich unsere Deutsche Bundesbahn für die teilweise Geschäftsaufgabe entschieden...

Aber diese Angelegenheit hat auch ein Gutes: europäische Zusammenarbeit zwischen den Ländern. Ich finde es daher sehr gut, daß Österreich einspringt und die deutsche Karre aus dem Dreck zieht. Unsere nachtarbeitenden Menschen können weiterhin ihre Arbeitsstellen erreichen. Ein tränendes Auge für die verschlafenen aber sehr gut bezahlten Manager unserer Deutschen Bundesbahn, und ein lächelndes Auge für unsere österreichischen Nachbarn die es underer DB vormachen.

Irreführende Nachricht

Die Artikelüberschrift suggeriert, die ÖBB würde alle DB-Nachtzüge übernehmen. Davon kann überhaupt keine Rede sein. Die Deutsche Bahn AG betreibt momentan noch 13 Nachtzugverbindungen, die ÖBB möchte allerdings nur 3 Euro-Night-Züge fahren lassen. Genauer gesagt dürften es 3 Nachtzug-Paare im Gegenverkehr sein, denn in der folgenden Nacht muss der Zug ja wieder am Abgangsbahnhof bereit stehen. Mit drei Zugpaaren kann man nicht auf 13 Verbindungen fahren, sondern eben nur auf den drei geplanten Strecken. Konkret wird das bedeuten: Von Nord nach Süd und zurück kann man nachts mit der ÖBB weiter im Schlaf- oder Liegewagen fahren, von West nach Ost und zurück geht's mit der DB nur noch im Sitzwagen.

Erst wird das Angebot kaputt

Erst wird das Angebot kaputt gespart, die Preise gleichzeitig erhöht und dann wundern sich DB-Manager, dasd sich der Kunde nach Alternativen umsieht. Das Vorgehen des Bahnvorstandes könnte man auch als geplante Sabotage bezeichnen.

Deutsche Bahn bei mir unten durch....

Die deutsche Bahn ist seit Jahren ein verlottertes Unternehmen. Die haben in der Vergangenheit so viel schleifen lassen, dass sie nun gar nicht mehr nachkommen. Nun müssen halt mal wieder die Mitarbeiter zahlen, denn deren Arbeitsplätze sind gefährdet, wenn ein neuer Investor eine nicht rentable Sparte übernimmt. Ich fand das Nachtzugangebot im Kern übrigens gut. Die Preise waren, für das was geboten wurde, aber einfach zu hoch.

Alles was personalintensiv ist,

wird wohl bei der DB gestrichen.
Ich habe bis vor ca. 10 Jahren gerne die Nachtzuege benutzt, bis diese neuen Doppelstock Schlafwagen kamen. Es mag ja Leute geben, die diese Wagen gut fanden/finden. Die Zugbegleiter waren fast entsetzt als ich mich richtig freute, als ich mal einen Zug mit einem "alten Wagen" erwischte und nicht in den dahinterlaufenden Doppelstockwagen musste. Denn ich begebe mich nicht gerne in einen Hasenkäfig. Da bin ich wohl von den schwedischen und norwegischen Nachtzügen zu verwöhnt. Nachdem ich 3 mal hintereinander Pech hatte, war das Thema Nachtzug in Deutschland für mich gestorben.
Hoffentlich machen es die Östereicher nun besser. Für 120.- Euro für einen Bettplatz (nicht der neueste Preis, sondern wohl deutlich veraltet) kann man etwas mehr als einen "Hasenkäfig" verlangen. Die Norweger und Schweden können es ja auch bieten.

Schlafwagen passt doch gut zu Österreich

ein Schelm der Böses dabei denkt? Nein, Satire muss doch erlaubt sein.
Was soll den Schlechtes daran sein, wenn ein anderer die Leistung ausführt.

Es gibt doch viele regionale Anbieter, z.B. in BW und um den Bodensee, die fahren alle gut!

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