Ihre Meinung zu: Debatte über Waffenrecht - Im Fokus: Deko-Waffen und das Darknet

24. Juli 2016 - 14:58 Uhr

In der Debatte über Konsequenzen aus dem Amoklauf in München geraten zwei Aspekte in den Vordergrund: Sogenannte Deko-Waffen und das Darknet, ein anynomer Bereich im Internet. Diskutiert wird auch über den Einsatz der Bundeswehr im Innern.

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Kommentare

Wird hier das Grundgesetz mit Absicht verheimlicht ?

Die Parteien diskutieren nicht darüber wie der "Einsatz der Bundeswehr im Inland ERLEICHTERT" werden kann, sondern ob man das Grundgesetz dahingehend ändert,dass die Bundeswehr im Inland eingesetzt werden kann.
Derzeit ist das Grundgesetzwidrig.
Aus guten Gründen,sonst stände es nicht drin.

Weiter steht im Artikel im Weisbuch der Bundeswehr hätte MAN(?)sich darauf verständigt, diese Trennung in bestimmten Fällen aufzulösen.

Hallo?
Ist das Journalismus?
Klingt gerade so, als könnte da mal irgendwer mal eben Ausnahmen zu Grundgesetzregelungen beschliessen.
Das ist zum Glück(noch?) nicht so weit.

Das Weisbuch ist mal grad sowas wie nie "Absichtserklärung" interessierter Stellen.

Dass die mit Demokratie und Gewaltenteilung so ihre Problem haben,haben die mehrfach bewiesen.

Die wollen die Zusammenlegung europäischer Polizeien zu einer anonymen Behörde(spanische Polizisten wehren an der Ostsee Fracking-Gegner ab?) und die Aufhebung der Unterscheidung Inland/Ausland und Militär/Polizei.

Die Bundeswehr im Inneren einzusetzen,

kann ja nur aus schlechter Scherz gemeint sein.

Weder ist die Bundeswehr für solche Einsätze ausgebildet, noch verfügt sie über eine Truppenstärke, die solche Einsätze erlaubt. Man bedenke, dass die Bundeswehr schon überfordert ist, wenn 10000 Soldaten für Auslandseinsätze benötigt werden.

Die Polizei und ihre Sondereinheiten sowie die Bundespolizei mit z.B. der GSG 9 sind völlig ausreichend.

Was uns fehlt sind einfache Streifenpolizisten, die zu Fuß unterwegs sind und der Bevölkerung das Gefühl vermitteln, dass etwas für die Sicherheit vor Ort getan wird.

Ich kenne das noch von früher aus meiner Heimatstadt. Da war ein Kontaktbeamter in der Fußgängerzone unterwegs und führ jeden ansprechbar. Der hielt auch mal einen Radfahrer an, der nicht abgestiegen ist oder schlichtete einen Streit.

Heute müssten es natürlich Doppelstreifen mit Bodycams sein, aber ich denke, das würde mehr bringen als Leopard 2 Panzer an allen großen Kreuzungen.

Kling gemäßigt

Strengere Kontrollen des illegalen Waffenhandels wären sicher wünschenswert. Aber dazu braucht man kein neues Gesetz. Illegal ist das ja schon und strengere Strafen halten niemanden auf, schon gar keinen Amoklauf. Die enden meistens tödlich.

Im Artikel steht in München sei die Bundeswehr unnötig gewesen. Sehe ich auch so. Was sie prinzipiell wann leisten könnte, mag ich nicht ermessen. Hubschrauber sind sicher manchmal nützlich, wenn sie denn fliegen. Soldaten für Straßensperren bei massiver Überlastung der Polizei.

Aber da muss schon viel passieren. So verstehe ich aber auch den Tenor des Artikels. Klingt nicht nach populistem Aktionismus.

@ Kapitano-Nemo um 15:56

"Was mich wundert ist. Wo sind die ganzen Videos die von den Überwachungs-Kameras aufgenommen wurden."

Da, wo sie hin gehören: bei der Polizei. Weder Sie noch wir alle haben Anspruch auf diese Aufnahmen. Wozu auch? Das geht uns nämlich nichts an.

Wie?

Ich frage mich einfach nur wie?
Wie soll das Darknet durchleuchtet werden. Ich kenne mich jetzt nich so toll mit dem Internet aus aber ich weiß zufällig, das dieses Darknet warscheinlich durch das Tor-Netzwerk läuft und die Anbieter warscheinlich nicht so dumm sind.
Also das Tor-Netzwerk wurde von Amerikanern Entwickelt um sicher zu Kommunizieren vor allem um Oppositionelle in Regiemen zu schützen. Selbst die Chinesen bekommen es nicht so leicht hin Personen aus diesem Netz ausfindig zu machen. Wie sollen wir das in unserem Rechtstaat das hinbekommen? Und was soll ein Einsatz der Bundeswehr im inneren jetzt genau bringen? Die Polizei wird in sowas doch viel Besser ausgebildet. Übernimmt die ARD hier nicht einfach wieder die Regierungmeinung?

Populistisches Gewäsch von Gabriel und Peters

Es ist illegal und strafbar und ein noch schärferes Waffenrecht hätte den Amoklauf nicht verhindert.
Und der illegale Import aus EX-Jugoslawien (und anderen Krisenregionen wie Ukraine )funktioniert eben doch.
Und wäre auch bei schärferen Grenzkontrollen nicht verhinderbar.
Die Glock z.B. krieg ich locker im Ersatzreifen unter (zerlegt). Die hätten selbst die DDR-Grenzer im Berlin Tansit damals nicht gefunden .
Wo allerdings der Junge das Geld für Waffe und Munition her hatte, das wäre schon interessant. Und wo gelagert ? Da müssen schon ein paar Menschen weggesehen haben.
Und Darknet ist nur ein neues Schlagwort. Siehe Artikel in C't in einer der letzten Ausgaben. Die haben übrigens die Waffe dann doch nicht erhalten.

56 Schuss

Der Täter hat 56 Schüsse abgegeben und damit (lediglich) neun Menschen umgebracht. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte er eine Schießausbildung gehabt.

Bullshit Bingo

Darknet.. Verschlüsselung...Waffen... BINGO!

Ja, es gibt das s.g. Darknet (was nicht so dark ist, wenn man die Idee dahinter verstehen würde) aber damit wurde wohl ein neuer Freund für die Überwachungsstaatler gefunden. War es vor 15 Jahren noch Doom, Duke Nukem und wasuachimmer sind es nun eben Darknet und verschlüsselungen.
Klar, TOR ist der VDS ein Dorn im Auge und nunmal notwendig für das s.g. Darknet (auch wenn man es für das "Lightnet?" nutzt).
Also kann man jetzt gaaaanz schnell anfangen derartige Systeme zu verbieten oder versuchen entsprechende Hubs abzuschalten. Klar, Bitcoin kommt dann als nächstes an die Reihe, oder vielleicht Namecoins, die ja ein eigenes Darknet ermöglichen würden... wer weis...
Auf jeden fall: Wie es vor 15 jahren Killerspiele waren scheint nun Darknet das neue Schlagwort der Schlapphutbewunderer zu werden...

@ Kapitano-Nemo um 15:56

"Wir schaffen schon den radikal islamistischen Terror daraus zu machen."

Bitte nichts draus machen, was nicht auch sachlich korrekt wäre. Woher wollen Sie überhaupt wissen, ob der Täter Moslem war?

Nein zum bewaffneten Bundeswehreinsatz im Innern

Man hat in der Vergangenheit tausende frei gewordene Stellen bei der Polizei nicht mehr besetzt.
Jetzt will man hektisch und mit kurzer Ausbildung den nervigen Nachbarn zum Hilfs-Polizisten mit Waffe machen.
Es wäre eine schöne Aufgabe für die ÖR mal klar zu stellen wie viel Polizei in welchem Bundesland abgebaut wurde.

Es ist unglaublich wie den Menschen in diesem Land etwas vorgemacht wird. Statt totaler Überwachung und Bundeswehr, brauchen wir nur wieder etwas mehr Polizei, welche vernünftig ausgebildet und bezahlt wird.

Es ist sehr wohl richtig,

Es ist sehr wohl richtig, ...

... sämtliche Jäger und Schützen unter Generalverdacht zu stellen: Das Waffen- und Gewaltmonopol gehört nun einmal allein in die Hände des Staats! Natürlich sind aber auch alle Fans einschlägiger Filme und Onlinegames zutiefst suspekt...

Das wirksamste Mittel zur Entschärfung der akuten Gefährdungslage ist übrigens supereinfach, deshalb kommt auch niemand darauf: ein sofortiger und bedingungsloser Rücktritt des ständig Öl ins gesellschaftliche Feuer gießenden, fachlich wie menschlich vollkommen überforderten gegenwärtigen Bundesministers des Inneren Thomas des Maizière!

Autowanderer & GeMe

Ich schliesse mich an. Bundeswehreinsatz im Innern ist grundgesetzlich verboten und das ist auch sehr gut so. Man könnte ja einmal thematisieren, warum die Autoren des Grundgesetzes das so geregelt haben. Da stehen schmerzliche Erfahrungen dahinter.
Generell glaube ich nicht, dass sich aufgrund der Geschehnisse in München neue Gesetze aufdrängen. Höchstens könnte man jenen osteuropäischen Staaten ein bisschen auf die Füsse treten, die sehr lax mit 'Dekorwaffen' umgehen. Diese haben auch schon anderswo viel Unheil angerichtet.
Eine "Durchleuchtung des Darknet" ist eine contradictio in adjecto. Illusorisch. Das 'dunkle Netz' heisst nicht zufälligerweise so. Mehr Investitionen in gefährdete Kinder und Jugendliche wäre dagegen eine adäquate Antwort.

ganz bestimmt

hätte der Amokläufer in München keinen einzigen Schuss abfeuern können, wenn es die Möglichkeit gegeben hätte, die Bundeswehr im Innern einzusetzen ... das ist doch wohl ein Witz mit Anlauf.

Warum möchte jemand diese Option? Um durchgeknallte Einzeltäter aufzuhalten? Um Terroranschläge zu verhindern? Nein. Bewaffnete Truppen werden eingesetzt gegen große Mengen von Menschen. Wenn z.B. mal hunderttausend "Terroristen" der Bannmeile um den Bundestag zu nahe kommen. Alle mit Transparenten und Flugblättern bewaffnet. Mag sich jeder seinen Reim darauf machen.

@ hhgoten um 22:00

"Populistisches Gewäsch von Gabriel und Peters
Es ist illegal und strafbar und ein noch schärferes Waffenrecht hätte den Amoklauf nicht verhindert."

Ohne Schusswaffe kein Amoklauf. Mit einem besseren Waffenrecht hätte es keine schussfähige Waffe aus dem Darknet gegeben. Daher sind diese genannten Politiker ausnahmsweise wirklich im Recht.

Y que pasa con el que influye para matar?

wen diese younge keine waffe hätte ? war alles anders. Wir alle leiden an umsichereit. Bitte mehr polizei, mehr sichereit, für unsere land für unsere kinder.

Lenin stalin putin

Manche Provokateure geben niemals auf... FÜR DEN Nick allein... Aber lassen wir das...

Es gibt Fragen in Zusammenhang mit den Videos... Und Verschwörungstheorien die sich rasend im Internet verbreiten. Da ist das Einsammeln von Videos ein weiteres Indiz für die Verschwörungstheoretiker ... Das hier etwas Anderes abgelaufen ist als man uns verkaufen will.
Ich halte nichts von diesem Mummenschanz, aber das sollte man im Auge behalten und nicht diesen Leuten in die Hände arbeiten.

Waffengesetze verschärfen?

das wird nichts bringen und wir haben strenge Waffengesetze. Illegale Waffen sind das Problem und insbesondere die Person, die die Waffen benutzt!
Mehr und mehr kommt aber ans Licht, dass der Täter lange geplant hat, sich entsprechende Literatur zugelegt hat, sich im Darknet Waffe und Munition besorgt hat und in etlichen Chats Morddrohungen von sich gegeben hat. Eben wurde ein Freund festgenommen, der wohl von Plänen wusste. Da frage ich mich schon, warum ist nicht Eine oder Einer der Chatpartner zur Polizei gegangen? Warum ist den Eltern und dem Bruder so gar nichts aufgefallen? Ich habe auch die ewig gleich Aussagen von Nachbarn oder Mitschülern so satt, die in etwa immer so lauten: freundlicher, hilfsbereiter, zurückhaltender, friedfertiger Typ. So werden merkwürdigerweise fast alle Terroristen, Amokläufer, Sexualmörder, Serientäter beschrieben. Warum sind sie dann zu so unfassbaren Taten in der Lage?

Was Deutschland braucht, ist

Was Deutschland braucht, ist eine Art "Patriot Act", der es den Behörden erlaubt, so genannte Gefährder und Rückkehrer aus einschlägigen Gebieten auch ohne konkreten Verdachtsmoment festzusetzen und zu verhören. Damit meine ich nicht Folter, wie auf Guantanamo, aber durchaus von speziell ausgebildeten Verhörspezialisten durchgeführte Intensivbefragungen mit Druck.

Das hat man dem vorliegenden Fall zwar nur am Rande zu tun, ist aber längst überfällig. Wie kann es sein, dass hier radikalisierte, den Behörden wohl bekannte Menschen immer noch frei herumlaufen dürfen, nur weil sie (noch) nichts getan haben?

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