Ihre Meinung zu: IWF: Brexit dämpft Wirtschaftswachstum

19. Juli 2016 - 16:15 Uhr

Das Brexit-Votum habe neuen Sand ins Getriebe der Weltwirtschaft gestreut. Das teilte der Internationale Währungsfonds IWF mit und korrigierte seine Wachstumsprognose nach unten - besonders für Großbritannien.

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Kommentare

Europa ändert sich oder verliert!

Nicht die Politiker bestimmen den Brexit. Das Ausscheiden und die kommenden Verträge werden maßgeblich von der Wirtschaft bestimmt. Ein erfolgreiches Großbritannien ist die Niederlage für Europa.

zu spät...

Jetzt ist es zu spät zum Jammern!

IWF

Der IWF sorgt sich um soziale Spannungen. IST mir irgendwie neu. Zeitgleich fordert man Struktturreformen, solche, die bei uns gemacht wurden, und die sozialen Spannungen erst hervorgehoben haben.

"Zeit für Strukturreformen"?

Solange ich Zeitung lesen kann – und das sind immerhin schon mehrere Jahrzehnte – lese ich nun schon, dass es Zeit ist für Strukturreformen. Die können sich wirklich langsam mal was Neues einfallen lassen.

Wofür ist Kaffeesatzlesen gut?

Regelmäßig, mehrmals im Jahr veröffentlichen IWF oder sonstige Organisationen und Institute, die sich für wichtig halten, Prognosen über zukünftige Entwicklungen, die alle eines gemeinsam haben: Sie sind reine Kaffeesatzleserei. Kein Mensch kann die Entwicklung komplexer Marktereignisse mit ungezählten Einflußgrößen auch nur für Wochen vorhersagen. Trotzdem haben diese Leute offensichtlich nichts anderes zu tun, als genau das immer und immer wieder zu versuchen. Und scheitern natürlich aus o.a. Gründen. Ist das der Versuch, Scheitern als Chance zu begreifen oder gibt es irgendwen, der für derlei Unfug Geld hinlegt?
Mir drängt sich der Verdacht auf, dass hier der Versuch unternommen wird, Menschen zu verunsichern, die tatsächlich annehmen, es gäbe so etwas wie eine berechenbare Zukunft über die Prognose hinaus, dass morgen Mittwoch sein wird.

Interessant

Da beschäftigen sich 1000de Wirtschaftsfachleute, Finanz u. Kapitalmarktexperten tagtäglich mit den Entwicklungen an den Kapitalmärkten, beobachten politische Entwicklungen. Rattingagenturen geben Einschätzungen zur Bonität von Firmen Industrieunternehmen und Ländern ab.
Das ist doch keine Kaffeesatzleserei. Wodurch wurden Menschen wie Warren Buffett zu Miliardären ?
Durch Analyse der Märkte, Weitsicht und folgerichtige Investitionen.

@ 18:25 von platon1950

Ganz Ihre Meinung! Absolute Schwachsinnsmalereien unsere "Börsenprofis". Und die geben für die anderen "Profis" wie etwa der Deutschen Bank dann Wahrheiten herraus. Und dann kommt noch Mafioso Draghi mit ins Boot. Was hat denn England mit seinem "Briten-Bonus" für das Inlandsprodukt von Europa getan? Eher mehr partizipiert. Und wo nichts ist kann auch nichts wachsen! Aber was hat die Weltwirtschaft damit zu tun, wenn in China ein Sack Reis umfällt? Aber alle werden darauf hören, die Londoner Börse bricht ein und der Finanzmarkt ist wieder im Chaos. Dieses Affentheater ist die Inszenierung einer neuen Poker-Partie der Börsen-Zocker.

"Kaffeesatzleserei" versus grundlegende VWL

@Platon1950 (und all die anderen EU-Gegner): Sie unterstellen eine Anmaßung von Wissen (ein Formulierung Hayeks), maßen sich aber selbst Wissen (um deren Unwissenheit) an. Auf Grundlage welcher Expertise?

Bitte erklären Sie uns doch mal, wie man mit den Basis-Modellen der Außenwirtschaftstheorie, nämlich: Ricardo-Modell, Heckscher-Ohlin-Modell und Viner-Modell (siehe: Wiki), nicht zu diesen Schlussfolgerungen kommt? Das ist keine Panikmache, sondern nüchterne und relativ simple Mathematik. Die Prognose will nicht einmal konkrete Vorhersagen treffen. Aber die Aussagen über das statistische Mittel sind mathematisch fundiert.

Kaffeesatzleserei bemerke ich allein bei den EU-Skeptikern, den selbsternannten Sozialwissenschafts- und Wirtschaftsweisen, indem sie unterstellen, was gerade auf sie zutrifft...

Die Engländer machen gerade schwere Zeiten durch

Einstmals weissagte der Dichterfürst Arndt den Engländern, daß es mit ihrem Wirtschaftswesen einmal ein schlimmes Ende nehmen würde; und diese Weissagung scheint sich nun zu erfüllen: „Jetzt trägt sich dies alles, weil England über den Handel und über die Schätze der Welt gebietet; aber Weltumwälzungen und vorzüglich Handelsumwälzungen können kommen (…) wodurch die Engländer mehr auf sich selbst zurückgeworfen und zurückgewiesen werden – dann werden sie in ihrer ganzen Häßlichkeit die Verwirrung und Regellosigkeit der Verhältnisse und die Furchtbarkeit des Übels sehen, das sie jetzt verkleistern und versalben, aber nicht heilen können.“ Denn zur Selbstgenügsamkeit wird es England kaum bringen, die Überreste seines Handels und seiner Industrien hat es mutwillig unter Thatcher zerstört und sein Bankengewerbe wird das Land kaum ernähren können, zumal das Bankengewerbe nur in wirtschaftlich ertragreichen Gegenden dauerhaft erblühen kann wie man an der Lombardei sehen kann.

In der Summe wird die UK profitieren!

Wenn auch das Wachstum 2016 und 2017 geringfügig geringer ausfallen mag, was einer Volkswirtschaft durchaus sehr gut tun kann, werden die enormen Belastungen durch die EU mittelfristig wegfallen.
Das ist insgesamt auf jeden Fall ein Gewinn.

21:39 Puqio

Wieso tut geringeres Wachstum der Volkswirtschaft sehr gut?
Was sind die enormen Belastungen durch die EU? Wieso ist das auf jeden Fall ein Gewinn? Erklären Sie´s einem Unwissenden wie mir bitte mal genau. Da bin ich jetzt gespannt. Danke.

Wow,

damit ist die Senkung der Wachstumsprognose für Deutschland wesentlich drastischer als für GB, aber hey, wir profitieren ja nur von der EU. Und *husthust* nach wie vor ungelöste Flüchtlingskrise...

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