Kommentare - Analyse: Warum immer wieder Anschläge in Frankreich?

15. Juli 2016 - 18:54 Uhr

Charlie Hebdo, ein jüdischer Supermarkt, das Bataclan: Immer wieder verüben radikale Islamisten in Frankreich Anschläge. Auch die Morde von Nizza lassen laut Behörden einen solchen Hintergrund vermuten. Michael Götschenberg erklärt, warum immer wieder Frankreich Ziel ist.

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Kommentare

Offener Rassismus

Ich denke das Problem in Frankreich ist das die Muslimischen Neu Einwohner wohl in der Spitze der Gesllschaft zu einander gefunden haben ,aber die Basis ein Klima des Hasses vorfindet.

In wie weit Frau Le Pen und der Front National mit ihrem Islam Bashing eine Rolle soielen kann ich nicht sagen aber zumindesten ist das mal einen Gedanken wert.

In Frankreich ist sie auch nie gelungen die Integration der Menschen aus dem nahen Osten, man hat sich damit abgefunden das die Getthos in den Vorstädten von Paris , Marseille und Beardeaux immer grösser und fremder werden.

Die Analyse bringt es auf ...

den Punkt - die Masse macht es.
Bei einem Teil der Migranten schlägt Integration fehl, das ist kaum zu vermeiden. Bei einigen führt das dann zur Radikalisierung - anders herum, ein erstarkter und sowohl nationalistisch integrativ genutzter als auch(schein-) religiös aggressiv integrierender Islam, führt eben bei planlosen Individuen leicht zu besonderer Identifikation.
Beides gehört zusammen, die zeitig auftretende militante Indienstnahme der Religion und die plan und perspektivlosen Massen funktional nicht integrierter junger Menschen - Armut und Wut - beides muss aus der Welt.

Zwei einfache Gründe

1.) Frankreich ist bei so ziemlich jeder dummen Militäraktion der USA der zweite (nach Großbritannien) der sich freiwillig meldet. Wenn man die halbe muslimische Welt bombardiert macht man sich wenig Freunde. Wenn dann die bombardierten Länder auch noch ehemalige Kolonien sind, macht das die Situation nicht besser.

2.) Wegen oben genannter Kolonien hat man in Frankreich seit Jahrzehnten einen hohen Anteil an muslimisch/arabischen Menschen die nie richtig integriert wurden.
Diese Leute sind jetzt einfache Beute für Terrororganisationen.

Was heisst denn "Ohnmacht des

Was heisst denn "Ohnmacht des Staates", solche Anschläge zu verhindern.
Wann überprüft Frankreich endlich die Einwanderungs- u. Asylpolitik und schliesst über absolut strenge Regelungen den Zustrom weiterer möglicher Gefährder aus? Was ist mit dem Staatsbürgerrecht. Erlaubt das einer Zahl x von Ausländern Franzosen zu werden, ohne innere Bereitschaft sich der alteinsässigen Mehrheitskultur anzupassen? Zumal im Artikel eingeräumt wird, dass es offenbar nicht gelungen ist eine Zahl x von Zuwanderern aus islamischen Ländern zu integrieren.
Ja, was muss man denn da tun. - 'Weiter so' und hoffen, dass nichts Schlimmeres passiert oder endlich handeln und zwar im Interesse der gesamten französischen Bevölkerung gleich welcher Herkunft, die mit solchen Taten u. einer dahin zielführenden Ideologie nichts zu tun haben will.

Spekulationen

Soweit ich heute die Nachrichten verfolgt habe, ist überhaupt noch nicht geklärt, ob es sich um einen Terroranschlag oder eine Amokfahrt gehandelt hat. Für die Opfer macht es auch keinen Unterschied, wohl aber für die Psyche der Menschen weltweit.
Alles was über den Täter bisher bekannt ist zeigt jemanden, der in seinem Leben gescheitert ist, Ehe gescheitert, Geldsorgen, vorbestraft... Ein Looser, jetzt beschäftigt er die gesamte Welt.
Ihn als Terroristen zu bezeichnen, überhöht ihn, wertet ihn in den Augen jener auf, die ebensolche Versager sind, gibt ihm eine Größe, die er nicht hat, keiner der "Terroristen" hatte sie, und animiert andere, die sich weigern die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen, die anderen die Schuld für ihr Versagen zugeben: ich bin schlecht behandelt worden, ich hatte eine schwere Kindheit, ich werde diskriminiert
Gebt dem Terror keine Macht, und macht nicht jeden zum Terroristen.
Mein Mitgefühl gilt den Opfern und Angehörigen.

Radikaler aus Absurdistan

Niemand weiß bisher aus welchen Motiven heraus diese grauenvolle Tat begangen worden ist. Aber die Schubladen sind schon voll. Wie auch immer das Ergebnis am Ende aussehen wird, sicher ist, es wird kein Zweck oder Ziel erreicht sein, kein Gott oder irgendeine transzendente Macht wird für immer zufrieden sein, Ohnmacht und Trauer nicht weniger sein.

Es ist bemerkenswert, wie

Es ist bemerkenswert, wie schnell ein Journalist die Ursache für das Blutbad von Nizza erkannt zu haben glaubt! Bisher liegen doch keine Erkenntnisse vor, welche "islamistischen Terror" zweifelsfrei beweisen. Der Fahrer des Lkw war möglicherweise nur durchgeknallt, wollte mit seiner Amokfahrt viele Menschenleben zerstören - so eine Art kollektive Selbsttötung - wobei sein Job hilfreich war. Wäre z.B. ein Tanklaster (voll Benzin !) als Vehikel zur Anwendung gekommen, hätte der Schaden noch deutlich schlimmer ausfallen können. Eine spezifisch französische Neigung zu solchen, schlimmen Taten kann ich eigentlich nicht sehen und meine, daß wir in Deutschland bisher nur Glück hatten.

Ihre Analyse erklärt gar

Ihre Analyse erklärt gar nichts, Herr Götschenberg. Sorry. Auf die Anzahl der "Gefährder" heruntergebrochen, würde auf 16 Anschläge in Frankreich etwa einer in Deutschland kommen. Irgendwelche Verteilungsfunktionen außer Acht gelassen, welche eine Anschlag hierzulande allesamt wahrscheinlicher machen. In Sicherheit wiegen können Sie mich so nicht.

Darüberhinaus: das Ziel des IS und seiner Sympathisanten ist nicht, Frankreich zu schaden, sondern dem westlichen aufgeklärten, lebensbejahenden und durchaus auf diesseitige Freuden konzentrierten Lebensstil und ihn zu bekämpfen. Wundern würde es mich deshalb nicht, wenn es morgen ein Fest in Deutschland treffen würde oder eine wissenschaftliche Konferenz oder einen Punkt, der für die alltäglichen Lebensabläufe von Bedeutung ist. Wundern nicht. Aber ich habe Angst, daß es passiert.

Liebe radiakle Islamisten...

... egal was ihr der freien Gesellschaft antut, ihr werdet uns nicht klein kriegen! Wir sind stärker. Am Ende werden wir die Sieger sein und wir werden mit jedem Anschlag den ihr verübt stärker! Wir trauen um jeden Toten und dazu stehen wir! Der Tod ist nichts schönes, auch wenn viele von Euch das anderes sehen! Wir lieben das Leben und wollen, dass JEDER SEIN LEBEN genießen kann! Das passt nicht in Euer "Weltbild" aber das ist uns egal! Wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir werden die Sieger sein!
Ihr bejubelt Eure Toten und seid glücklich dabei... Ihr habt keine Ahnung wie wertvoll das Leben ist und auch ihr werdet erkennen, dass dieses Leben lebenswert ist. Dummerweise erkennt ihr es erst,wenn es zu spät ist.....

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Sorry TS ist etwas Off Topic aber mir brannte das gerade auf der Seele....

Warum ? Ganz einfach !

In Frankreich - wie in Belgien gibt es aufgrund der kolonialen Vergangenheit große arabisch-muslimische Minderheiten. Zwar gibt es große muslimische Gemeinden auch in Großbritannien (Pakistaner) und Deutschland (Türken), diese sind aber in ihrer Sozialisation und ihrem Werteverständnis nicht vergleichbar. Einfaches Beispiel: das Väter der Klassenlehrerin beim Elterngespräch nicht die Hand geben wollen, ist ein Phänomen, genauso wie vollverschleierte Frauen im öffentlichen Raum - das es erst gibt, seit Araber in nennenswerter Anzahl nach Deutschland gekommen sind. In Frankreich Leben viele Araber im "Prekariat" in trostlosen Vorstadt-Ghettos, soziale Ausgrenzung ist alltäglich, die Jugend ist ohne Perspektive und ohne Job (deshalb die Welle angezündeter Autos vor ein paar Jahren: ein Zeichen von Hass und Protest). Und: in Deutschland gibt es - gottlob ! - einen hohen Fahndungsdruck der Polizei, und die Menschen (was ich eigentlich nicht so gut finde!) beobachten sich ständig gegenseitig

Unsere Art zu Leben.

Einige dürfen daran - aus rein sozialen Gründen, unabhängig von der Religion - nicht teilhaben, kapseln sich erst recht ab, verrohen, rasten geistig aus, da ihnen nur Mord, Totschlag, Angst und Schrecken verbreiten als einziges "sinngebendes" Lebensziel geblieben ist. Was soll man machen, wenn man die eigene Gesellschaft abgrundtief hassen gelernt hat?

19:22, Adelante

>>Wann überprüft Frankreich endlich die Einwanderungs- u. Asylpolitik und schliesst über absolut strenge Regelungen den Zustrom weiterer möglicher Gefährder aus? Was ist mit dem Staatsbürgerrecht. Erlaubt das einer Zahl x von Ausländern Franzosen zu werden, ohne innere Bereitschaft sich der alteinsässigen Mehrheitskultur anzupassen?<<

Es handelt sich um Menschen aus den ehemaligen Kolonien.

Eine Folge des Kolonialismus.

Auch in Großbritannien können Bürger der ehemaligen Kolonien, also des Commonwealth, problemlos einreisen bzw. einwandern, aber irgendwie kriegen die das da besser hin.

Warum immer wieder Anschläge in Frankreich?

Es steht noch gar nicht fest, ob es sich um einen islamistischen Anschlag oder um privaten Frust des Täters wegen einer Scheidung handelt. Nur wer vom IS beauftragt wurde, muss auch entsprechende Kontakte oder entsprechende Bekannte gehabt haben. Nur die ganz Schlauen unter uns ziehen schon wieder Schlussfolgerungen. Zu verurteilen ist der Mord der vielen Menschen so oder so.

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Unglaublich, diese Relativierer

Schon geht es los, dass Frankreich durch seine Kolonialvergangenheit selbst Schuld an den bisher über 200 (!) toten Menschen haben soll - unglaublich! Die Schuld liegt doch wohl in erster Linie bei den Mördern! Übrigens ist Integration eher eine Bringschuld, die ein Zugewanderter zu leisten hat, als eine Hauptaufgabe der Ansässigen.

ThePhlogistinator, 21:33

Wo wurde denn behauptet, dass "Frankreich" selbst schuld sei? Die Kolonialvergangenheit liefert allenfalls eine Begründung dafür, dass Frankreich besonders häufig Attentate erlebt - mit "selbst Schuld" hat das erst mal nichts zu tun.

Der Täter dieser

Der Täter dieser erschütternden Amok-Fahrt hat tunesische Wurzeln, hatte eine Arbeit, war Familienvater, ein mehr schlecht- als rechtgläubiger Muslim: mehr ist öffentlich noch nicht bekannt - aber schon werden geschlossene Theorien aufgestellt über die Ursachen und Hintergründe der Tat... Ist das nicht auch eine Instrumentalisierung der schrecklichen Geschehnisse?

21:33, ThePhlogistinator

>>Unglaublich, diese Relativierer
Schon geht es los, dass Frankreich durch seine Kolonialvergangenheit selbst Schuld an den bisher über 200 (!) toten Menschen haben soll - unglaublich!<<

Ich glaube nicht, dass hier über Schuld diskutiert wird. Zumindest nicht von mir.

Aber wenn Sie darauf bestehen:

Alle Seiten tragen ein gerüttelt Maß Schuld. Unschuldig sind lediglich die Opfer.

Seltsame Zufälle

Bei so ziemlich allen europäischen Anschlägen wurde der Ausweis bei den islamistischen Attentätern gefunden.

Einige von ihnen wurden gleich erschossen.

Straftäter scheinen wohl sehr brave Staatsbürger zu sein, dass sie ihren Ausweis immer bei sich führen

Das alles stinkt zum Himmel.....

Unglaublich

Im Focus hat ein Journalist (Herr Keller) einen super Artikel geschrieben...einfach mal eine klare Ansage zu den Geschehnissen der letzten Monate. Es geht hier nicht um Schuld oder nicht Schuld und auch die Solidarität aus der ganzen Welt für Frankreich .... geschenkt! Sie wird den Menschen, die ihre zerfetzten Angehörigen beerdigen müssen nicht wirklich etwas bringen. Terror ist schwer zu ertragen, aber die weltweiten Reaktionen darauf mittlerweile auch. Wir sind nicht Paris und wir sind nicht Nizza, letztendlich sind wir feige. Wahrscheinlich froh, dass es nicht uns trifft, aber kein Anlass zur Freude, Experten sagen dass es durchaus auch uns noch treffen kann. Mal sehen was wir uns dann von der Solidarität der anderen kaufen können. Ja die EU ist eine Wertegemeinschaft und was noch alles. Wie kann es dann sein, dass ein Land mitten in Europa derart dem Terror ausgeliefert ist und alle sehen zu?

Wird der FN bald Frankreich regieren?

Durchaus vorstellbar, auch als Reaktion auf die Anschläge. Der Front National könnte auch den Austritt Frankreichs aus der EU betreiben, was das faktische Ende der EU wäre.

@ pkeszler um 20:06

"Nur wer vom IS beauftragt wurde, muss auch die entsprechenden Kontakte oder entsprechende Bekannte ..."

Es geht wahrscheinlich gar nicht um formale Gruppenzugehörigkeit u. Organisiertheit. Die Islamisten rufen im Internet seit Jahren ihre Anhänger zu eigenständigen Anschlägen auf Zivilisten in Europa auf. Empfohlen werden unter anderem schwere Eingriffe in den Strassenverkehr um Menschen zubringen, z.B. Öl auf Fahrbahn kippen oder Nagelbretter bauen u. auslegen. Ausserdem sollen die sog. "Einsamen Wölfe" Waldbrände erzeugen u.a.m. Darüber schrieb schon vor Jahren der SPIEGEL. ->
http://www.spiegel.de/politik/ausland/al-qaida-ruft-in-inspire-magazin-…
Eine englischsprachige Anleitung, wie man mit einem LKW möglichst viele "Ungläubige" tötet, steht seit 2010 auf einer islamistischen Website; kein französischer Innenminister oder Heiko Mass wurden bislang tätig. Ebenso wurde der Anschlag von Nizza über 'Twitter' gefeiert. (Quelle: Kopp-Verlag)

21:58, morgentau19

>>Seltsame Zufälle
Bei so ziemlich allen europäischen Anschlägen wurde der Ausweis bei den islamistischen Attentätern gefunden.

Einige von ihnen wurden gleich erschossen.

Straftäter scheinen wohl sehr brave Staatsbürger zu sein, dass sie ihren Ausweis immer bei sich führen

Das alles stinkt zum Himmel.....<<

Bei dem LKW handelt es sich, wenn ich den Berichten Glauben schenken darf, wohl um einen Mietwagen.

Ohne Ausweis, Führerschein und Kredikarte kriegt man den nicht.

Die Frage ist falsch gestellt ....

Die Frage ist falsch gestellt ... die Frage ist nicht, warum immer wieder Frankreich, sondern warum sind die Täter immer wieder Moslems?

@andererseits

"Der Täter dieser erschütternden Amok-Fahrt hat tunesische Wurzeln, hatte eine Arbeit, war Familienvater, ein mehr schlecht- als rechtgläubiger Muslim: mehr ist öffentlich noch nicht bekannt - aber schon werden geschlossene Theorien aufgestellt über die Ursachen und Hintergründe der Tat... Ist das nicht auch eine Instrumentalisierung der schrecklichen Geschehnisse?"

daran erkennt man den unterschied zwischen einer seriösen und einer sensationsheischenden presse...

auffällig sollte auch sein, dass sich der IS zu diesem massaker (noch?) nicht bekannt hat...

mein tiefstes beileid an die angehörigen der opfer!

Es hat keinen Zweck!

Jetzt wird wieder kommen, dass man die Integrationsbemühungen mit Sprachkursen und Jobangeboten verstärken muss! Als ob das das Allheilmittel für Integration wäre! Integration ist alleine eine Kopfsache! Es gibt genügend Beispiele von scheinbar "gebildeten" Tätern, welche trotzdem dieser jenseitsgerichten Religion fanatisch folgen, und Ungläubige töten wollen um ein Fanal zu setzen! Daher hat das ganze "Integrations - Bla Bla", doch alles keinen Zweck denn solche Zeitgenossen werden sich nie integrieren. Der Täter hat bestimmt perfekt französisch gesprochen was ihn aber auch nicht von seiner "Mission" abgehalten hat!

Hat Nix mit Nix zu tun!

Verwirrter "Einzeltäter", Religiöser Hintergrund nicht geklärt, Nachbarn sagen er war "Unauffällig" usw.usw. So sehen die Schlagzeilen der nächsten Tage aus.Wetten?

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