Ihre Meinung zu: Zukunft der Bundeswehr: Fremdenlegion für Deutschland?

13. Juli 2016 - 3:35 Uhr

Rüstung, Auslandseinsätze und Nachwuchsgewinnung - das sind die zentralen Themen des Weißbuches, das das Bundeskabinett heute beschlossen hat. Die Weichenstellungen in diesen Bereichen bieten politischen Zündstoff. Von C. Thiels.

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Kommentare

Um Gottes Willen !

Dieses unqualifizierte Säbelgerassel muß sofort ein Ende haben ! Wie kann man denn so undiplomatisch sein und den bereits identifizierten Feind beim Namen nennen (Russland) ? Ebenso ist alleine das Andenken in Richtung "Fremdenlegion" eine Katastrophe. Ja zu einer gut strukturierten, gut ausgerüsteten und leistungsfähigen Bundeswehr, die ausschließlich der Verteidigung unseres Landes dient und nur aus ausgesuchten Soldaten besteht. Nein zu jeglicher Umstrukturierung in Richtung Wirtschaftsunternehmen ("attraktivster Arbeitgeber Deutschlands" - Krieg ist kein Job), flexibler Angriffsarmee und möglicher paramilitärischer Gruppierung. Und bitte werft endlich Frau von der Leyen raus und ersetzt Sie durch einen Gelernten, der etwas von der Sache versteht.

Wie bitte?

Einerseits will sich Deutschland künftig stärker bei Blauhelm-Missionen der Vereinten Nationen engagieren, andererseits würden "Ad-hoc-Kooperationen" als Instrumente der internationalen Krisenbewältigung "weiter an Bedeutung gewinnen",...

Hä?
Ich würde formulieren sowohl eigenmächtig, als auch unter UN Mandat.
Einerseits und anderseits ist da doch wohl unzutreffend und Kernaussage ablenkend.
Krieg, Krieg, Krieg.
Lehren aus der Geschichte habe Deutschland gezogen. Das muss ich falsch verstanden haben.
Mit welchen Vorderladern will man dann eigentlich gegen wen auf's Schlachtfeld gehen?

villeich mal eher ein bisschen Geld in die Hand nehmen

Mann sollte villeicht eher mal schauen, dass die bestehende Bundeswehr zu 100% Einsatzfähig gemacht wird mit modernem,funktionsfähigem, der Lage und Aufgabe angepasstem Gerät.
Aber lieber ne billigere Fremdenlegion einrichten und mit Schrott in jedem Kriesenherd der Welt mitspielen. Was soll da schon schief gehn?

Geht es noch?

Manchmal fragt man sich wirklich was in den Köpfen einiger Menschen so vor geht. Man sollte sich erstmal die Probleme vornehmen die vorhanden sind. Sprich das man vernünftige Verträge abschließt damit die Truppe das Material bekommt was sie braucht und nicht damit die Rüstungsindustrie gute Gewinne macht, sie Hubschrauber, Transportflugzeug usw.. Da durch würde die Bundeswehr deutlich attraktiver werden als Arbeitgeber, denn wer möchte schon in so einem Chaosverein arbeiten wie sie jetzt ist. Und Einsätze im Ausland sollten nur das aller letzte Mittel sein und nichts damit Politiker sich bei anderen profilieren können oder gar aus wirtschaftlichen Gründen.

Hier hat man das

Gefühl man ist im verkehrten Film.Was hat man immer Geschichsunterricht gelehrt bekommen:Nie wieder sollen Waffen in ""Deutsche Hände"",Nie wieder haben was ""Deutsche Armeen"" in anderen Ländern zusuchen.Und nun spielt man sogar damit Gedanken""EU""Bürger einzugliedern,wenn es ginge.Sind wir eigendlich noch ein friedlicher Staat,oder gehen wir langsam aber sicher einen dritten Untergang entgegen?

Schickt die Ursula nach Hause

Die kann noch nicht einmal das Grundgesetz lesen. Die Budeswehr ist eine Verteidungsarme und Deutschland hat nicht einmal einen Sitz in der UN sondern wird dort als NGO geführt.
Ich glaube es wird dringend Zeit dass wir, das Volk, eine Verfassung wählen wie schon Carlo Schmidt dass im Auge hatte.
Eine Verfassung die dem deutschen Volk zum Wohle ist und wo keine Auslandeinsätze vorkommen und alle transatlantischen Freunde wieder nach Hause dürfen.

Abschaffung der Wehrpflicht war Fehler

Nun kommt ein weiteres Problem der Abschaffung der Wehrpflicht ins Rampenlicht:
Die Bundeswehr hat Nachwuchsmangel!
Natürlich liegt dies auch an der miserablen Bezahlung im Vergleich mit anderen Arbeitsplätzen, egal ob im Staatsdienst oder in der freien Wirtschaft. Wenn man nicht gerade im Auslandseinsatz sein Leben riskiert und keine Zuschläge erhält, ist der Verdienst lächerlich.
Wenn man bedenkt, dass die BW nun inzwischen nicht mehr die Bandbreite unserer Gesellschaft wiederspiegelt, sondern sich insbesondere rechte Jugendliche angesprochen fühlen, sieht man, dass die Wehrpflicht sehr wichtig war. Auch der Wegfall der Zivis spiegelt sich in den vielen Problemen im Bereich der Pflege, was noch immer nicht kompensiert werden konnte.

Grundgesetz

Wieso wird hier eigentlich nicht das Grundgesetz ernst genommen? Wieso lassen die Medien sowas eher Widerspruchslos durchgehen. Die Bundeswehr ist als reine Verteidigungsarmee gedacht und nicht als Angriffsarmee. Vielleicht sollten unsere Regierenden tatsächlich das Grundgesetz mal genauer studieren. Ist ja nicht das erste Mal, dass man es nach gut Dünken auslegt.

Ich will das nicht

...so etwas hat in DE keine
Kultur in DE und würde nie akzeptiert werden.
Ich habe sehr lange als Soldat gedient in NVA und BW-die Probleme der BW liegen wo anders und sind ein abendfüllendes Thema....z Bsp möchte kaum noch jemand eine Ausbildung zum Taucher absolvieren-Warum nicht?
Ich hab beruflich auch heite noch sehr viel mit der BW zu tun und es ist traurig zu sehen wie es immer mehr bergab geht

Ich erlebe eine Welt, in der

Ich erlebe eine Welt, in der die Bundeswehr in der Schule meiner 15jährigen Neffen Werbung machen darf und damit bereits den ganz kleinen vorgaukelt, dass es ehrenwert ist mit dem Gewehr in der Hand zu kämpfen!

Krieg als Arbeitgeber..... Ich freue mich darüber, dass diese Regierung nicht mehr lange im Amt sein wird.

"Verantwortung" geht nur ohne Waffen

Wenn Deutschland irgendeine Verantwortung in dieser Welt hat, dann sollte das die Krisen- und Kriegsprävention sein. Das beinhaltet jede nicht-militärische Form der Entwicklungshilfe und geht keinesfalls über die Teilnahme an Blauhelm-Einsätzen hinaus.

wehrpflicht @ jerch

die abschaffung der wehrpflicht hat bw-einsätze aus dem focus der normal informierten bevölkerung genommen. das war sicher auch ein hauptgrund für die ganze aktion. die aufsicht des treibens durch einen querschnitt der gesellschaft, durch w12er, w10er etc. hierdurch dann die beäugung durch deren verwandtschaft und freunde. ich war w12er und uns wurde genau diese aufsichtsfunktion durch wehrpflichtige immer wieder als wesentliches element der kontrolle vermittelt.
dan guttenberg und all die marktkonformen neoliberalen.
idealzustand für diese sind soldaten die ohne mit der wimpern zu zucken alle befehle ausführen um ihre existenzgrundlage zu verteidigen vor 100 anderen die den job machen würden. in einer zeit in der millionen jobs systematisch vernichtet werden.

@07:30 von skydiver-sr

"Ich hab beruflich auch heite noch sehr viel mit der BW zu tun und es ist traurig zu sehen wie es immer mehr bergab geht"
#
#
Für mich wäre es ein Freudentag wenn alle jungen Menschen Nein zum Militär sagen würden.
Ganz nach dem Motto von John Lennon.
Du sagst ich bin einTräumer, aber ich bin nicht der einzige.

einsatz im inneren?

würde ein deutscher soldat auf bundesdeutsche bürger schießen im rahmen eines volksaufstands?
denkt den gedanken zuende.

richtige Richtung

von Fremdenlegion kann ich nichts erkennen,
meine Interpraetation ist, dass EU Buerger
in der BW durchaus einen Platz finden koennen. Warum nicht? In einer Zeit in der man ueber eine EU Streitmacht (zu recht) nachdenkt, koennte das ein Anfang sein.
Die russische Expansionspolitik (siehe Krim) muss leider beachtet werden. Niemand denkt daran Russland anzugreifen aber es muss unmissverstaendlich klar gemacht werden dass Ost-Europa kein Appetithaeppchen fuer
Russland darstellt.
Und ja.... ich kann jeden Beitrag hier unterstreichen, die BW muss endlich das Material bekommen, das erforderlich ist um die Aufgaben zu bewaeltigen die anstehen.
aspera

Ein weiteres Beispiel für desaströse Politik

Diese neuen Ideen hinsichtlich der Bundeswehr sind ein weiteres Beispiel für das desaströse Vorgehen unserer Politiker. Erst werden alle möglichen Dinge vor die Wand gefahren, anschließend wird versucht mit allen möglichen und vor allem auch unmöglichen Ideen, die Karre wieder aus dem Dreck zu ziehen. Das Ergebnis dabei ist fast immer, dass es dadurch nicht besser wird sondern eher noch schlimmer.
Gerade auch hinsichtlich der Bundeswehr ist dies eine absolute Katastrophe. Sie wird dauernd von der Verteidigungsministerin als Spielzeug für deren Profilierungsversuche missbraucht. Sieht unsere Regierung (zumindest einzelne Mitglieder) überhaupt noch ansatzweise, was sie macht und welche Konsequenzen das hat?

@Everest, 04:40 - Marktkonforme Interventionsarmee?

Gehe ich recht in der Annahme, dass die Umwandlung der Bundeswehr von einer Verteidigungsarmee in eine "flexible Angriffsarmee" bereits 2011 in den "Verteidigungspolitischen Richtlinien" der deutschen Staatsgewalt festgelegt ist?
In dieser Schrift heißt es nämlich, die Bundeswehr müsse in aller Welt eingesetzt werden, um deutsche "Sicherheitsinteressen" durchzusetzen. Im Rahmen der NATO - so ist dieser programmatischen Schrift zu entnehmen - müsse die deutsche Armee weltweit den freien Zugang zu Warenmärkten und Rohstoffquellen sichern.
Gehe ich also recht in der Annahme, dass die Umorganisierung der Bundeswehr zu einer marktkonformen Interventionsarmee im neuen "Weißbuch" konkretisiert, nicht aber erstmals deklariert wird?

Neue Weltpolizei?

„Lange war es in der Berliner Republik Konsens, dass Auslandseinsätze der Bundeswehr möglichst nur unter einem Mandat der Vereinten Nationen stattfinden sollten. Im Weißbuch findet sich allerdings auch der Begriff der "Ad-hoc-Kooperationen". Hier geht es um Koalitionen von sogenannten Willigen, wie etwa bei der US-geführten Anti-IS-Koalition in Syrien und dem Irak. Sie sollen künftig ein Normalfall für die Entsendung der deutschen Streitkräfte werden.“

Möchte die Frau U.v.L. sich unter dem „Willigen-Dach“ über der UN stellen?
Bin überzeugt, dass starke Diplomatie weniger Blut kostet.

Sprachlos

Fremdenlegion fuer Deutschland. Gehts Ihnen noch gut ? Oder ist dies ein Thema fuer die Urlaubszeit ? Kennen Sie ueberhaupt die Fremdenlegion ? Die Rechtlosigkeit des Einzelnen. Aus der Praxis meine ich ? Sollte dies die neue EU Armee werden ?

große Fehler in der Vergangenheit

Ja, das ist so ein Problem mit der Freiwilligen-Armee...man muss Freiwillige finden.

Das ist vor allem deshalb schwierig, weil der Dienst in einer Armee etwas völlig anderes ist als so ziwmlich alles andere. Es ist für jedwenen Bewerber also etwas sehr fremdes und abstraktes.
Hier hat uns über Jahrzehnte die Wehrpflicht geholfen. Nicht nur in Sachen Landesverteidigung, sondern auch in Sachen Nachwuchsgewinnung war sie von entscheidender Bedeutung. Unter dem Aspekt könnte man sie als groß angelegtes Zwangspraktikum betrachten. Der größte Teil der Zeit- und Berufssoldaten hat sich aus Wehrpflichtigen rekrutiert.
(Ich will nicht verschweigen, dass der Zivildienst Großes für unsere Gesellschaft geleistet hat!)

Der 2. Fehler war es, die Fähigkeiten der BW gnadenlos kaputt zu sparen. Das war alles nur geborgtes Geld, das man jetzt wieder zurück zahlen muss - ein Riesenbatzen Geld!

Eine Armee zu führen bedeutet, 20 Jahre voraus zu denken - nicht gerade die Stärke unserer Minister.

Grundgesetz

und Schuldenübernahme bei der EU zählen ja auch nicht mehr.
Ich hoffe die Jungen Menschen gehen nicht zum Bund um mit der Waffe in der Hand zu sterben.
Es hat den Anschein das unsere Regierung nun völlig am Rad dreht, schon die Ideen sind aberwitzig.

Gruß

Hybride Kriegsführung

Ich will nicht, dass Deutschland Krieg führt - weder hybrid noch anderwie.

Nein, meine Steuergelder sollen nicht für aggressives Handeln ausgegeben werden. Die Probleme, die zu lösen sind, das sind ganz andere. Natürlich, wenn man alles kaputtschlägt, dann kann man danach wieder aufbauen ..

Ich weiß jetzt nicht, ob es eine wirklich gute Idee war, Frauen an die Macht zu bringen.

foederati

So nannte die Spätrömer ihre Söldnerheere, die aus Nicht-Römern bestanden, und die letztendlich den Untergang des Weströmischen Reiches im 5.Jht pc verursachten. Deutschland ist auf dem besten Weg sich auch "abzuschaffen".

Ohne Bundeswehr geht nur

in einer Welt ohne Waffen und Grenzen.

Alles andere ist Rosarotbrillenträumerei.
Und wenn ich Teilweise diese Feindlichkeit vor der eigenen Armee sehe stimmt mich das nicht gerade heiter ebenso der Zustand unserer Truppe bzw des Materials ist sehr alarmierend.

Machen wir uns nichts vor der Mensch ist und bleibt ein agressiver Predator auch gegen sich selbst.
Daher war ist und wird es immer Wichtig sein eine Funktionsfähige Armee zu haben die der Modernen Kriegsführung gewachsen ist, in Kriesen helfen kann (medizinisch wie militärisch) und auch dafür sorge trägt das man nur einmal mit minimalen mitteln (Waffenlieferung und Ausbildung) irgendwo hin muss um eine Region zu stabilisieren.
Das sind die Bereiche mit denen ich übereinstimme.
Was der Reporter hier aber Vergisst ist das Weißbuch ist ein Grundsatzdokument.
Grundsatzdokumente sind niemals Konkret sondern schaffen Rahmenbedingungen für Konkretisierung.
Das sollten wir denn auch nicht vergessen wenn wir uns alle aufregen.

MfG

@07:18 von Jerch

Abschaffung der Wehrpflicht war Fehler

Die Abschaffung der Bundeswehr war Stufe 1 hin zu einer Berufsarmee mit der man ohne jemanden der Soldaten fragen zu müssen, diese in Auslandseinsätze schicken kann. Das wahr also wohl kalkuliert um die jetzigen Pläne umsetzen zu können.

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