Ihre Meinung zu: EU-Ratsvorsitz: Die Slowaken können den Wandel

30. Juni 2016 - 17:00 Uhr

Die Slowakei ist ein kleines Land. Doch durch den EU-Ratsvorsitz richten sich die Blicke für sechs Monate nach Bratislava. Dort setzt man auf die slowakische Kompetenz bei Wandlungsprozessen. Von S. Heinlein.

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Kommentare

Glückwunsch Slowakei

Ich finde es wichtig, alle Länder in den Gestaltungsprozess eines vereinten Europas aktiv einzubeziehen.

Ein vereinstes Europa

wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Es ist zu schnell gewachsen. Vorallem mit Staaten, die noch nicht reif waren.
Jetzt erst, nach dem Brexit, soll über die Ausrichtung der EU gesprochen werden. Warum nicht vorher? Weil Politiker nur reagieren, anstatt zu agieren!!!

Es sit ja auch klar, das sich die größten Länder der EU

die die meisten Einwohner vertreten zuerst abstimmen. Wenn man das als kleines Land nicht möchte, dann muss man ebenfalls austreten. In letzter Zeit geht es in allen Ländern nur noch ums Rosinenpicken, das sollte die EU schnellstmöglich wieder einfangen. Die großen wirtschaftlichen und finanziellen Vorteile nehmen alle natürlich gerne an, unangenehme Sachen lehnt man schnell ab. Austreten, dann kann man ja 10j alleine rumwurschteln, am Besten mit Putin im Nacken, und dann weiß man die EU auch zu schätzen. Die EU muss endlich mal harte Kante zeigen. Die Ostländer und GB wollen keine Flüchtlinge aufnehmen? Ist o.k dann werden aber die EU Subventionen umgeleitet in die Länder, die jetzt die Flüchtlinge haben. Man kann ja wohl schlecht sagen Gr. ES, It. sollen sich mal schön um die Flüchtlinge kümmern, nur weil die zufällig an der Grenze liegen. Das kann dann keine EU sein, wenn man nur kassieren will, und sonst nichts. Merkel wird für die Aufnahme der Flüchtlinge kritisiert? Warum?

Interessant wäre

in diesem Zusammenhang mal zu erklären was der einzelne Bürger den für positive Dinge von der EU hat.
Denn man will ja die Positiven Sachen zeigen.

Dann bin ich mal gespannt was ich ohne EU denn nicht hätte.

Gruß

@ wenigfahrer

Vielleicht hätten Sie ohne EU heute keinen Arbeitsplatz?

Die EU hat den Wohlstand signifikant erhöht und für Frieden in Mitteleuropa gesorgt.

Am 30. Juni 2016 um 17:52 von Hugomause

Frieden hatten wir in der EWG auch, und das mit dem Wohlstand sehen die meisten anders.
Schauen Sie sich mal die Jugendarbeitslosigkeit von damals und heute an, meinen Arbeitsplatz hat es auch zu EWG Zeiten schon gegeben.
Das ist jetzt als Erklärung was der Bürger von der EU hat etwas dünn würde ich sagen, geht das auch genauer als so allgemeine Floskeln;-).

Wird wohl etwas schwierig werden mit dem erklären, es sei man arbeitet im Ausland wie zum Beispiel viele Polen.
Als Deutscher der hier lebt und arbeitet hab ich davon aber nichts zu Beispiel.

Gruß

@ klare Gedanken

"Ein vereintes Europa wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Es ist zu schnell gewachsen."
Es wird immer Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen von Europa geben. Aber Europa muss dieses Ziel im Auge behalten und darf sich nicht von rechts-konservativen Kräften den Weg verbauen lassen. Dieses vereinte Europa ist die einzige Chance auch für die vielen kleinen Staaten in Europa.

Diesen Jubelartikel finde ich

Diesen Jubelartikel finde ich doch reichlich unangebracht. Wes Geistes Kind Fico ist, ist ja hinlänglich bekannt, und dass die Slowakei innerhalb der EU ein nicht ernstgenommenes Leichtgewicht darstellt, ist ebenso bekannt. Was immer an Wichtigem in den nächsten sechs Monaten in der EU entschieden werden wird, die Slowakei wird es abnicken.

Hier muss es in Zukunft besser werden

"Wir wollen die positiven Seiten der EU besser kommunizieren. Hier haben wir Politiker bisher versagt, die gewaltigen Vorteile des europäischen Projektes genügend zu erklären. Dieser Zustand ist nicht akzeptabel", findet Fico. ""
#
Da stimme ich zu, denn es muss uns EU Bürgern viel besser erklärt werden wo die Vorteile ebenso auch offen die Nachteile einer
EU Mitgliedschaft liegen. Es ist ja nicht so das
alles besser geworden ist nur sagt es kein Politiker und da vermisse ich Ehrlichkeit am Bürger.

17:40 von wenigfahrer

Stellen wir mal die Frage andersrum : Was fuer Nachteile haben Sie ( ich meine auch Sie !!! ) weil die EU existiert?

@wenigfahrer

"Dann bin ich mal gespannt was ich ohne EU denn nicht hätte."

Ohne EU
- die Preise fast aller Waren wären höher (selbst für die im Inland prodizierten Waren, da höhere Losgrößen zu günstigeren Preisen führen)
- die Sicherheit in Europa wäre weitaus geringer
- die internationale Zusammenarbeit wäre stark eingeschränkt
- Verbraucherschutz oder Internethandel wären uneinheitlich geregelt
- gemeinsame Ziele (z.B. Umweltschutz) wären nicht zu realisieren
- das Reisen würde länger dauern wg. Zoll, Passkontrolle, Währungsumtausch (für Wenigfahrer eher unwichtig ;-)
- das Warenangebot wäre geringer
- das Dienstleistungsangebot wäre geringer
- die Ausländerfeindlichkeit wäre vermutlich höher (das ist eine Vermutung, aber vielleicht gibt es hierzu empirische Untersuchungen)

um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Ich denke, da ist auch etwas für Sie dabei.

Weitere (offizielle) Infos gibt es unter: http://www.europarl.de/de/europa_und_sie.html

Die Slowaken "können" nicht

Die Slowaken "können" nicht nur "den Wandel", sie können auch EU-Kritik und insbesondere Merkel-Kritik sehr gut.

Sie mussten jahrzehntelang unter der Sowjet-Diktatur leiden und haben ein feines Gespür dafür entwickelt, wenn demokratische Prozesse ausgehebelt werden sollen zugunsten eines imaginären Superstaates.

I

finde ich nicht. Es kann nciht sein, dass wer mehr bezahlt

mehr zu sagen hat.Und die kleinen Länder sind die devoten Empfänger der Entscheidungen der Grossen. Alle müssten gleiche Rechte haben. Es kann nicht sein, dass Deutschland wieder ganz alleine bestimmt, was zu machen ist

Wandel

"Die Slowaken können den Wandel"

Welchen Wandel? Den hin zu einer neoliberalen Regierungsrationalität?

er hat genügend!

Haftung für EZB ,Target Kredite Griechenland ,keine direkt Demokratie , Brüssel entscheidet gegen den willen der Bevölkerung zum Beispiel gestern Junkers Freihandelsabkommen entscheidung nach Brüssel,0 Zins Politik uvm.
Es gibt also doch Nachteile oder ?

Vor EU

Bereits zu Beginn des Zusammenwachsens (EWG) erhielten die BENELUX Staaten einen Status welcher deren Größe gegenüber GB FR und D relativierte.
Das funktioniert aber nur wenn ein MITEINANDER ohne Übervorteilung auch gewollt ist.

Wir werden es erleben

Es wird noch andere EU Staaten geben die den Exit nutzen werden. Wenn Deutschland nicht aufpasst, werden uns allein die EU Oststaaten überstimmen, das sehen wir schon an den slowakischen EU Parlamentarier Richard Sulik und anderen , er ist der Meinung die Interessen seines Landes zu vertreten, und nicht die Europas. Zusammenhalt der EU nur in wirtschaftlicher Hinsicht und deren Vorteile von Subventionen.

19:11 von tias

Genauso siehts aus. Die EU zu DM-Zeiten als Wirtschaftsunion war völlig ausreichend. Was jetzt abläuft, Politik ohne das Volk, ist nicht akzeptabel. Und es behaupte bitte keiner, daß es uns zu D-Mark Zeiten schlechter ging. Im Gegenteil, die Schere zwischen arm und reich geht immer mehr auseinander.

um 18:04 von wenigfahrer

"Frieden hatten wir in der EWG auch, und das mit dem Wohlstand sehen die meisten anders."

Die EWG war die Fortführung der Montanunion, selbst wurde sie fortgeführt von der EG aus der die EU wurde. Das ganze ist ein laufender Prozess und von Anfang an war klar, daß am Ende eine politische Union stehen würde. Lediglich England sah das immer konträr und hat wo es konnte dagegen geschossen. Gerade der Prozess, der in eine politische Union münden soll ist der Garant für Frieden. Alle Beitrittsländer haben dies zum Zeitpunkt ihres Beitrittsländer akzeptiert. Es mag bei manchen ein bloßes Lippenbekenntnis gewesen sein aber diesen Ländern steht der englische Weg offen. Im übrigen, hätte D. noch seine DM, würde die mittlerweile so stark sein, daß keiner es sich mehr leisten könnte deutsche Waren und Produkte zu kaufen, was zu Massenentlassungen führte. Das deutsche "Jobwunder" und der Exportweltmeister-Titel basiert hauptsächlich auf Lohndumping. D. ohne die EU gäbe ein trauriges Bild ab.

Am 30. Juni 2016 um 18:30 von morph63

Schöne Aufzählung, aber mir fällt jetzt nicht gleich ein Artikel ein den es zu DM und EWG Zeiten nicht gegeben hätte.
Und die Preise waren im Verhältnis zum Lohn eher besser als schlechter, was sich mit alten Lohntabellen und Prospekten wohl vergleichen lassen sollte ;-).
Zumindest ist das beiden meisten abhängig Beschäftigten mit dem Lohn wohl eher mau bei den Steigerungen.

Reisen machen die Meisten nur einmal im Jahr, es sei man ist Grenznah wie ich zum Einkaufen.
Und die anderen Punkte sind für die einzelne Person oder Familie nicht wirklich von belang.

So richtige Vorteile sehe ich mit dem Leben vor EU Jahren nicht, und das wird wohl den meisten so gehen die sich noch an EWG Zeiten erinnern möchten.

Und Internet ob mit oder ohne Bestellungen ist nicht ein Kriterium was alle nutzen möchten oder können.

Also so richtige persönliche Vorteile für den Bürger sehe ich jetzt darin nicht, da bin ich wohl auch nicht der einzige in unserem Land.

Gruß

@18:30 von morph63

die Sicherheit in Europa, ich kann mich nicht erinnern das wir kurz vor dem Euro mit einem Nachbarland in einer Fehde standen.
internationale Zusammenarbeit, war vor dem Euro und der EU auch nicht wirklich Problematisch.
Verbraucherschutz oder Internethandel wären National geregelt wie Jahrzehnte zuvor.
gemeinsame Ziele (z.B. Umweltschutz) wären nicht zu realisieren. Das soll jetzt ein Witz sein oder? Welches realistische Ziel im Umweltschutz wurde durch die EU erreicht?
Alles was Sie dann schreiben ist auf pure Vermutungen aufgebaut und signalisiert wir hätten vor dem Euro eine Mangelwirtschaft.

Subventionen bringen sehr viel Korruption mit.

Die Gelder könnte man viel besser einsetzen. Die Bewölkerung in der Slowakei sieht es täglich. Die Regierungskoalition von Fico ist extrem bröckelig, weil nationalistische LSNS, welche es kritisiert stark ist. Fico kann auch keine muslimische Flüchtlinge reinlassen, weil die Bewölkerung es nicht akzeptiert. Würden die Slowaken (und andere Osteuropäer) in ihrer Heimat mehr und besser bezahlte Jobs bei überwiegend westlichen Firmen finden, hätten wir vielleicht kein Brexit und auch keine Flüchtlingskrise. Da müssen sich die Deutschen aber auch an der eigenen Nase fassen.

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