Kommentare - "Curiosity": Überraschung auf dem Mars

23. Juni 2016 - 11:50 Uhr

Der NASA-Rover "Curiosity" hat auf dem Mars eine unerwartete Entdeckung gemacht: In einer Gesteinsprobe wurde das Mineral Tridymit gefunden. Die Entdeckung könnte die bisherige Vorstellung der Wissenschaft über die Entstehung des Planeten verändern.

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Kommentare

Warum sollte es auf dem Mars

Warum sollte es auf dem Mars keinen Vulkanismus gegeben haben ? Was bringt diese Erkenntnis der Menschheit ?

Überraschungen auf dem Mars...

... hätte es schon längst gegeben, wenn die NASA ihre Sonden dahin gesteuert hätte, wo die wirklichen Artefakte gesichtet wurden:
- zu den "Ruinen" in Cydonia
-zu den "Röhren"
-zu den "Grundmauern vergangener Städte"
-zu den "kreisrunden Löchern" mit unbekannter Tiefe
uvm. .

@Werner40

"Was bringt diese Erkenntnis der Menschheit ?"

Das Gleiche habe ich mich auch gefragt...

Möglicherweise Rohstoffe. Je

Möglicherweise Rohstoffe. Je mehr man über den Planeten weiß, desto mehr kann über die möglichen Rohstoffe und eine möglicherweise lohnenswerte Ausbeutung davon nachgedacht werden.

Natürlich ist das nur ein Teil der Forschung. Forschung, um des Forschens willen, bzw. Grundlagenforschung sind elementar zum Überleben und der Weiterentwicklung der Menschheit. Zudem hat der Mensch einen angeborenen Drang nach Wissen und Kreativität, der uns dazu bringt uns selbst zu übertreffen.

Überraschend oder nicht?

Ich weiß nicht, ob "überraschend" das richtige Wort ist. Wissenschaftliche Annahmen trifft man aufgrund von mehr oder weniger vagen Hinweisen oder Korrelationen. Nichts davon ist ein vorgreifender Beweis. Nach Poppers Drei Welten Theorie ist jedes, in Bezug auf den Mars noch nicht gefundene Wissen Bestandteil von Welt 3.
Überraschend wäre es sicher, wenn ein in die Luft geworfener Stein entgegen jahrtausendelanger empirischer Daten plötzlich - der Schwerkraft trotzend - in der Luft 'hängen' bliebe.
Tridymit auf dem Mars hingegen ist schlicht eine veränderte Datenlage, da man ja bisher nur einen kleinen Teil dieses Planeten erforschen konnte.
(Ja, ich weiß - keiner mag Klugschei...) ;-)

Das bringt diese Erkenntnis der Menschheit

Wäre doch in interessant, zu wissen, warum aus dem Mars, auf dem einmal Wasser geflossen ist, diese trockene Staubkugel wurde, oder? Meinen Sie nicht, dieses Wissen könnte uns einmal helfen, wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Erde richtig zu bewerten?

Auf den Mars...

gibt es den "Olympus Mons". Denn größten und höchsten Vulkan in unser Sonnesystem. 22 mal 600 Kilometer. Was soll jetzt an den fund eine Überraschung sein !!
Ich mag diese Mars Projekte, und schön zu hören das Curiosity noch läuft. Ein Sack Reis der in China umfällt ist ähnlich Überraschend.

@Werner40 Steht doch im Artikel

Es geht nicht darum, ob, sondern welche Art von Vulkanismus es auf dem Mars gegeben hat. Der mons olympus ist z.B. ein 24 km hoher Schildvulkan, der typischerweise aus Magma mit sehr wenig Kieselsäure entsteht. Dass andere Formen des Vulkanismus bestanden haben, ist die Neuigkeit.

Zu Ihrer zweiten Frage habe ich eine Gegenfrage: Was wollen Sie mit Ihrer Frage erreichen? Diese Frage kann Ihnen nämlich niemand beantworten, denn dazu müsste man Hellseher sein. Also wozu diese Frage?

Spuren in einer Probe

die "vor einem Jahr" genommen wurde? Ja was hat denn der Rover das ganze Jahr lang (und ein Marsjahr ist doppelt so lang wie ein Erdenjahr) gemacht? Es wird doch wohl nicht so sein, dass ein Jahr lang Mineralien gesammelt werden und erst mal in einem Schrank landen, um dann irgendwann analysiert zu werden?

@ 12:44 von Werner40

Wenn Sie so an die Sache rangehen, war vielleicht schon die Erfindung des Rads unnötig! ;-)

Was stört Sie an dieser Meldung?

Allein schon die Tatsache,

daß derartige Funde die Ähnlichkeit mit unserer Erde zeigen, macht den Mars für eine Kolonisierung immer interessanter.

Curiosity ist der robotische Nachfahre von Magellan, Columbus usw.

Toll!

Ich finde es jedenfalls schön wenn es wissenschaftliche Neuentdeckungen gibt.

@Werner40 - es geht um die Art des Vulkanismus nicht um Vulkanismus im allgemeinen, das ist aber auch so dem Artikel durchaus zu entnehmen.

Bringen tut diese Erkenntnis ihnen sicherlich nichts, aber vieleicht gehören sie auch einfach nicht zur Zielgruppe. Vieleicht bringt es irgendwann einmal Leuten auf dem Mars etwas,...

Was bringt diese Erkenntnis der Menschheit ?

Frage ich mich auch immer wieder. Bei vielen Forschungen. Dann sagte mal einer: Als Einstein in Richtung Quantenphysik forschte, dachte er sicher nicht über Laser und Bar Codes nach. Viele fragten sich auch, was soll die Relativitätstheorie.
Für irgendwas wird es schon gut sein.

was bringt das der Menschheit?

Diese Frage kommt bei jeder dieser Missionen. Einige haben schon geantwortet: es könnte tatsächlich ein wirtschaftlicher Nutzen herauskommen, den man in Dollar oder Euro umrechnen könnte. Aber das ist in meinen Augen nur Beifang. Wichtiger ist: die Erweiterung des eigenen Wissens lohnt sich immer. Der Drang danach heißt Neugier, ist uns angeboren und ist eine unverzichtbare Voraussetzung für die Entwicklung unserer Zivilisation. Ohne Neugier hätten wir die Bäume nicht verlassen.
Soll bei einem Schulkind vielleicht, bevor es den Pythagoras lernt, geprüft werden, ob sich "das auch rechnet".

@Werner40

Diese Erkenntnis ist Teil von Forschung und der Suche nach neuem Wissen über unser Universum.

Forschung hat auch auf sehr indirekte Weisen Einfluss auf unser Leben. Des weiteren könnte Wissen über die Entwicklung des Mars auch Aufschlüsse über die zukünftige Entwicklung der Erde geben.

@12:44 von Werner40

Ach wie gut, dass es Menschen gibt, die anders denken als Sie. Wenn sich Ihre Fragestellung durchgesetzt hätte, wären wir noch kurz hinter der Steinzeit. Welche Erkenntnis haben z.B. die Gelehrten der Antike der Menschheit gebracht. Sie wurden, Ihrer Fragestellung folgend getötet. Sie sollten einmal darüber nachdenken und die Welt in größeren Zusammenhängen begreifen.
Ich finde es gut und richtig wenn der Mensch seine Umgebung, und dazu zähle ich jetzt im 21. Jahrhundert auch den nahen Kosmos, eingehend erforscht.

Überraschung auf dem Mars

"Verarschung" der Menschen
als das Interesse schwand,
wurde behauptet man hätte Spuren von Wasser auf dem Mars entdeckt,
welch ein Zufall
schon fließen die Gelder ....

Möglicherweise Rohstoffe.

200 Millionen Kilometer entfernt
bestimmt ne rentable Sache

@ Werner40:" Was bringt diese Erkenntnis der Menschheit?"

Seit wann ist es fraglich, ob wissenschaftliche Erkenntnisse ein Gewinn für die Menschheit sind?

Letztlich sind es fast die einzigen Dinge, die eine Chance haben, dauerhaft zu überleben.
Die altgriechische Kultur ist seit 2000 Jahren tot, trotzdem lernt jedes Kind Pythagoras, Thales und Euklid kennen.

Einsteins Relativitätstheorie hatte viele Jahrzehnte keinerlei Nutzen für die Menschen. Heute wäre z.B. die Nutzung von Satelliten ohne dieses Wissen nicht möglich.

Außerdem: Das Weltall hat Menschen schon immer fasziniert. Viele alte Kulturen auf dem ganzen Planeten haben die Sterne erforscht.
Die Frage, wie unsere Welt entstanden ist ist legitim!

Mal provokant zum Thema "Nutzen für die Menschheit": Welchen Nutzen hat denn die Menschheit (z.B. in 2000 Jahren) von unseren Sozialleistungen?

Wissenschaft wird mit einem kleinen Teil des Staatshaushaltes gleichmäßig über alle Disziplinen gefördert - das ist so ziemlich das einzig Gute, was wir für die Menschheit tun!

Was gibt es Betrüblicheres

wie wenn Menschen ihre besonderen Gaben nur dazu einsetzen, Dinge zu tun, welche ihnen in Anbetracht ihres heutigen geistigen Horizonts etwas "nützen". Was ist denn dieses "Nützen". Beschränkt sich das auf materielle Güter die wir uns heute vorstellen können? Das klingt jetzt vielleicht arrogant, aber wenn ich derartigen Individuen begegne sehe ich zu das ich ganz schnell ganz weit weg komme.
Mir jedenfalls nützt die Erkenntnis über den Vulkanismus auf dem Mars, denn sie befriedigt meine Neugier.

Liebe Redaktion ...

... ich kommentiere nicht jeden Fehler, sondern nur bei Meldungen, die mir selbst am Herzen liegen.

Hier also mal wieder einer, der auch sonst viel zu oft vorkommt:

"Denn Tridymit ensteht ..." (letzter Absatz).

Wie wäre es, wenn jemand alle rausgehenden Artikel wirklich einmal AUF DEM PAPIER mit rotem Stift durchgeht? In den letzten Monaten ist die Fehlerquote leider wieder (gefühlt) gestiegen (Buchstabendreher, Verschreiber und das ewige "machen" als un-Verb).

Sonst gerne weiter so.
Viele Grüße vom musenalmanach

@was bringt das der Menschheit? 13:45 von frosthorn

Grundsätzliche Erkenntnisse und vielleicht
ein bisschen mehr Demut bei den Dauernörglern,
die ansonsten nicht mal den Dreisatz beherrschen,
um überhaupt beurteilen zu können, 'was es bringt'

Bis jetzt weiss man immer noch nicht,
warum der Mars seine offensichtlich einst dichtere
Atmosphäre samt Wassermeeren verloren hat.

Aber es gibt neuerdings Hinweise, die auf der Suche
nach Exoplanten aufgetaucht sind, also ein ganz andere
Untersuchungsobjekte.
Wie schon bei der Venus vermutet, könnten HFA's
( HotFlowAnomalies = extrem starke Magnetstürme )
dem Mars in kürzester Zeit die Atmosphäre
samt Wasser entrissen haben.
Was auch der Erde irgendwann passieren kann.
OK dann ist eh alles zu spät.

Trotzdem etwas mehr Respekt vor den Erkenntnissen
unserer Superorgane, auch Hirn genannt, und deren
möglicherweiser sinnvollen Anwendungen.

"Was bringt das"-Fraktion

Das selbe hätte/hat sich die "Was bringt das-Fraktion" sich wohl bei der Entwicklung des Computers gefragt...

@artist22, 14:18

Hallo, vielleicht ein bißchen mehr von meinen Posts lesen als nur die Kopfzeile. Ich habe einem "was-bringt-das-" Frager geantwortet. Und zwar in Ihrem Sinne. Heben Sie sich den "Dauernörgler" für die Foristen auf, die es verdienen.

13:43 von RRR

Ohne Einsteins Relativitätstheorie würden Sie mit GPS Kilometer weit neben dem Ziel heraus kommen.

@musenalmanach 14:16 Uhr

Vielen Dank für Ihren Hinweis!
Wir haben den Fehler korrigiert.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

14:05 von Sisyphos3

"Möglicherweise Rohstoffe.

200 Millionen Kilometer entfernt
bestimmt ne rentable Sache"

Ungemein rentabel sogar, denn ohne vorhandene Rohstoffe kann man schlecht WEITERDENKEN in Richtung dauerhafte Besiedlung.

Was bringt das der Menschheit

Nun, es mag da eine wachsende Zahl Menschen geben, denen Privatfernsehen, billiges Grillfleisch und 2 x Jahr Pauschal genug sind.
Es gibt aber auch ne andere Gruppe von uns. Und für die gilt: Neugier ist die Freßlust der Sinne. Wissenwollen ist IMHO ein Merkmal, daß uns erst menschlich macht.

14:05 Sisyphos3

"Ungemein rentabel sogar, denn ohne vorhandene Rohstoffe kann man schlecht WEITERDENKEN in Richtung dauerhafte Besiedlung."
Welch eine fantastische Vorstellung: Der Mensch ruiniert den besten und schönsten Planeten, den es gibt, und träumt gleichzeitig von der dauerhaften Besiedelung eines anderen, der lebensfeindlicher nicht sein kann.
Klar, das bietet auch Vorteile, denn da muss man nicht darauf achten, dass man mit dem ganzen Abbau der Ressourcen den Planeten verseucht oder mit dem Hausmüll zumüllt, denn man lebt ja an einem Oft unter einer Schutzhülle - weiter geht es ja nicht. Und das löst dann auch das Problem der Überbevölkerung.
Wie gut, dass die Menschen, die dort hinziehen, keine Natur mehr brauchen und ganz lieb zueinander sind.

re chicomarx

"Je mehr man über den Planeten weiß, desto mehr kann über die möglichen Rohstoffe und eine möglicherweise lohnenswerte Ausbeutung davon nachgedacht werden."

Selbst wenn man pures Gold auf dem Mars findet kann man es immer noch nicht wirtschaftlich abbauen.

Das sind Tagträumereien.

Wie aufregend und unerwartet - gähn...

Wen will denn die NASA mit dem Fund dieser Mineralie überhaupt hinter dem Ofen hervor locken?
Wenn's wenigstens Kohle oder Bernstein wäre. (Muss ja nicht gleich das Bernsteinzimmer sein, und Insekteneinschlüsse sind vielleicht auch zuviel verlangt, wer weiss schon, wie lange um den Roten eine Atmosphäre existierte?)

@ frosthorn

Tragen Sie dem User @artist22 das Missverständnis nicht allzu sehr nach. Mir ist der gleiche Fehler auch schon ein paar Mal unterlaufen.

Der beste Schutz gegen solche Verwechselungen ist, auf die Beiträge von Dauernörglern und Bildungsverweigerern gar nicht erst zu antworten. Warum Worte an jemanden verschwenden, der auch bei der Entwicklung der Sprache oder bei der Erfindung der Schrift bereits "und was bringt uns das" gerufen hätte.

Der Drang nach neuen Erkenntnissen - ohne Wenn und Aber - ist einer der Urtriebe der Menschheit. Da bin ich manchmal richtig froh, Mensch zu sein.

@karwandler, 16:49

Selbst wenn man pures Gold auf dem Mars findet kann man es immer noch nicht wirtschaftlich abbauen

Schon deshalb nicht, weil es nicht den geringsten Wert hätte, nicht wahr? Der Goldpreis fiele genau so weit, dass zum Schluß alles Gold von Mars und Erde zusammen so viel wert wäre wie vorher das Gold der Erde allein.

So ist's halt, wenn man bei "Rohstoffen" sofort an Edelmetalle denkt. Gold kann man ebenso wenig essen wie Geld.

"16:45 von .Krischan "

Da die Menschheit kontinuierlich wächst wird früher oder später gar nichts anderes übrigbleiben als sich nach neuen Welten umzuschauen.

Oder wollen Sie den Menschen verbieten, sich zu vermehren?

Metalle/Erze/Kristalle/Kohle/Aliensärge...

Interessant wäre die Frage ob es auf dem Mars Erdöl ähnliche Substanzen gibt...

Hatte der Mars einmal Ozeane, gabs Plankton und Co. dann könnte man vielleicht was finden...

Das Öl ist eigentlich eine magische Substanz..., daraus lassen sich mit anderen Zutaten in diversen Verfahren die tollsten Dinge herstellen..., das viele das Zeug lieber abfackeln ist halt dem Entwicklungsstand einiger geschuldet...

Wie wäre wohl Marsöl verwendbar???

Ich sehe im Sonnensystem Millionen hoch qualifizierter Jobs und wenn man einmal betrachtet wie wir hier unsere Erde schlachten...

Seltene Erden!!!

Was da draussen an Wert wartet wird gewaltig sein...

re frosthorn

"So ist's halt, wenn man bei "Rohstoffen" sofort an Edelmetalle denkt. Gold kann man ebenso wenig essen wie Geld."

Wert ist das, was jemand bereit ist für etwas zu zahlen. Für etwas auf dem Mars zu zahlen setzt voraus, dass man es auf die Erde transportiert.

Einen Wirtschaftskreislauf auf dem Mars, der "marsianische Preise" kreiert, wird es nicht geben.

@NH278, 17:33

Da die Menschheit kontinuierlich wächst wird früher oder später gar nichts anderes übrigbleiben als sich nach neuen Welten umzuschauen.
Oder wollen Sie den Menschen verbieten, sich zu vermehren?

Verbieten? Nö, fände ich auch nicht so toll. Aber vielleicht siegt ja irgendwann mal die Vernunft. Man sieht ja an der Erde, dass Menschen noch nicht imstande sind, nachhaltig zu wirtschaften, geschweige denn, friedfertig mit anderen umzugehen. Wenn sie das gelernt haben, dann kann man sie auf das Universum loslassen, vorher lieber nicht.
Ich finde den Gedanken, dass Menschen andere Planeten erkunden und vielleicht auch besiedeln, auch reizvoll und bedaure, dass ich nicht mehr mit von der Partie sein kann. Aber statt unsere unersättliche Gier nach mehr einfach an anderen Welten auszuleben, sollten wir uns bemühen, die erforderliche Reife zu erlangen. Ok, auf dem Mars wären wir für niemanden eine Bedrohung. Aber irgendwann geht's ja mal weiter.

@2.Kommentarschreiber: Nutzen

"Was stört Sie an dieser Meldung?"

Leute wie Werner40 vergessen oder ignorieren gerne, dass die Forschungsgelder nicht auf den Mars geflogen werden, um dort verbrannt zu werden. Viele Leute verdienen durch die Forschung ihr Geld und, auch nicht unwichtig: So wird der Nachwuchs ausgebildet. In den Betrieben die an der Fertigung von Bauteilen oder Komponenten für Rover oder Rakete beschäftigt sind, in der IT für Betrieb und Forschung, im Wissenschaftsbetrieb selbst: Überall wird dank der Mittel vom einfachen Techniker bis zum Ingenieur oder Jungwissenschaftler ausgebildet und neues Wissen geschaffen! Die Frage nach dem Nutzen verbietet sich schon allein dadurch. Aber auch dadurch, dass man eben Grundlagenforschung betreiben muss, bei der man nun mal nie vorher weiß, ob etwas dabei herauskommt oder nicht. BWL macht mehr kaputt als dass sie nützt ;)

@MUJO

13:26 von MUJO:
"Ein Sack Reis der in China umfällt ist ähnlich Überraschend."

Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben: Es war Tessiner Reis im Sack. Wer sich mit Reis auskennt, würde diesen eben nicht in China vermuten.

Und dasselbe galt bisher auch für das Tridymit und den Mars.

@ frosthorn

"Der Goldpreis fiele genau so weit, dass zum Schluß alles Gold von Mars und Erde zusammen so viel wert wäre wie vorher das Gold der Erde allein."

Letztes Jahr wurde ein Exoplanet (55 Cancri e) entdeckt, für den es ob seiner Bahn und seiner Masse nur eine Erklärung gibt - das Teil ist ein gewaltiger Diamant. Als wir im Freundeskreis fantasierten, wie wir diesen Planeten in Erdnähe schleppen könnten, sage ein (Juwelier) Freund: Wenn Diamanten plötzlich genau zahlreich wären, wie Kieselsteine, wären sie auch nicht mehr wert, als Kieselsteine.

Die meisten Weltall-Unternehmer wissen das bereits und konzentrieren sich daher auf einen wertvollen Rohstoff, bei dem die Masse nicht den Preis versauen würde: Wasser.

Übrigens: der erste Rohstoff auf der Erde, der uns ausgehen wird, ist Helium. Das entsteht auf der Erde nur durch radiaktiven Zerfall und wird nach seiner Nutzung in der Atmospäre so sehr verdünnt, dass es nicht wiedergewonnen werden kann. Zum Glück gibts im All genug davon.

@NH278 - Verbote vs. Bildung

Naja, vielleicht braucht es auch keine Verbote, sondern einfach genug Bildung und die Einsicht, dass die Ressourcen auf diesem Planeten endlich sind, also nicht für immer mehr Menschen reichen werden.

Schauen Sie sich die historischen Geburtenraten doch einmal an: Zumindest in Europa sind diese immer weiter gesunken, je größer der (relative) Wohlstand, der Gesundheitszustand der Bevölkerung und die damit verbundene Lebenserwartung sind und auch je größer das Bildungsniveau geworden ist.

re NH278

"Da die Menschheit kontinuierlich wächst wird früher oder später gar nichts anderes übrigbleiben als sich nach neuen Welten umzuschauen.

Oder wollen Sie den Menschen verbieten, sich zu vermehren?"

Mit dem Vermehren ist es nicht getan. Sie müssten auf den neuen Welten z.B. auch was zu beißen haben.

re fuzius

"Was da draussen an Wert wartet wird gewaltig sein..."

Was allein schon in den Tiefen der Ozeane an Werten wartet ...

Und nicht mal daran kommen wir mit wirtschaftlich vertretbaren Verfahren. Aber von Werten in über 200 Mio. km Entfernung träumen!

@ Fuzius Kon...de...

"Was da draussen an Wert wartet wird gewaltig sein..."

Ja und leider ist das auch das Einzige, was die Geldgeber auf der Erde interessiert. Schon Kolumbus musste der spanischen Königin ein goldenes Weltreich vorgaukeln, damit sie ihm drei wurmstichige Karavellen finanzierte, mit denen er herausfinden konnte, was sich hinter dem Horizont befand. Und die Raketentechnik in den 40er und 50er Jahren wäre auf dem Niveau von Feuerwerksböllern steckengeblieben, wenn die Dinger nicht plötzlich als Waffen interessant geworden wären.

Der wirkliche Wert, der da draussen auf uns wartet ist nicht Öl oder Gold, sondern der Zuwachs an Wissen. Dafür gibt es keinen Preis. Aber verkaufen Sie die Idee mal einem Politiker.

Von mir aus können ein paar Leute bei der Erforschung des Mars stinkreich werden, solange nur "nebenbei" die Forschung nicht ganz auf der Strecke bleibt. Für mich jedenfalls ist die Entdeckung von Tridymit auf dem Mars wertvoller, als die Entdeckung einer Ölquelle oder einer Goldmine.

@ Fuzius Kon...de...

Reicht es nicht einen Planeten Rohstofftechnisch abzuernten?
Wenn MarsÖl optimal mehrfach verwendbar wäre. Dann wäre eine Nutzung evtl. vorstellbar.

Kaum überraschend

Wo es Vulkanismus mit basischer Lava gibt, ist Vulkanismus mit anderer Zusammensetzung des Magmas nicht fern. Insofern keine revolutionäre wissenschaftliche Entdeckung hier...

Der Artikel ist merkwürdig

Der Artikel ist merkwürdig und scheint irgendwelche wichtigen Informationen zu vermissen. Vulkanismus - und heftiger Vulkanismus - auf dem Mars war bekannt. Immerhin steht dort der größte Vulkan in unserer Nachbarschaft.

Und was die "was bringt es"-Nörgler betrifft: Man lernt auf diese Weise auch immer etwas über unseren eigenen Planeten. Forschung ist wichtig. Auch wenn es zunächst keinen Nutzen haben mag. Ohne das würden wir noch in Höhlen leben. "Blitze können Feuer erzeugen? Wozu soll das denn gut sein?" - als hätten die frühen Menschen ans Kochen gedacht oder gar an heutige Automobile. Es ist traurig, wie beschränkt selbst hier manche Sichtweise ist.

Dabei es gibt es so viele Studien die belegen, dass (Grundlagen-)Forschung die Wirtschaft belebt. Aber das sehen einige wohl nicht. Vielleicht auch der Grund, wieso Deutschland immer mehr abgehängt wird. Elektroautos, Raumfahrt, Computer? Wir sind da längst nicht mehr vorne dabei, weil "Was bringt uns das denn zu forschen?".

äähm, @karwandler

Wert ist das, was jemand bereit ist für etwas zu zahlen
Wo ist der Marktwirtschaftler in Ihnen geblieben? Angenommen, es gäbe auf dem Mars so viel Gold wie auf der Erde, wir brächten es hierher und verdoppelten damit das Angebot. Was geschieht dann wohl mit dem Preis?
Oder noch profaner: wenn es auf dem Mars soviel Gold gibt, dass auf jeden Menschen genug kommt, um beim derzeitigen Preis nie mehr arbeiten zu müssen: glauben Sie, wir könnten aufhören, zu arbeiten, und es einfach ausgeben? Nein? Hätte ich Ihnen auch nicht zugetraut :-)

@17:33 NH278

"Da die Menschheit kontinuierlich wächst wird früher oder später gar nichts anderes übrigbleiben als sich nach neuen Welten umzuschauen."
Och, das Problem ist doch künstlich erzeugt.
Fangen wir mit Indien an: Das Land könnte sich selbst locker ernähren, nur nicht bei dieser Infrastruktur.
Oder unser Fleischkonsum - glauben Sie wirklich, auf dem Mars oder sonstwo, dass sie so viel verantwortungslos (energie- und wasservernichtend produziertes) Fleisch essen können?
Die Erde hat genügend Ressourcen, wenn sie nicht von denjenigen ausgebeutet werden, die ihr Geld lieber zur Erforschung (und Besiedelung ;-) anderer Planeten geben als zur Beseitigung irdischer Probleme.
Warum haben viele Menschen keinen freien Zugang zu Wasser? Warum verschwenden zivilisierte Menschen Wasser?
.
Angesichts dieser "lächerlichen" Probleme: Wer sollte Ihrer Meinung nach diese Außenposten bezahlen? Und wer soll dorthin fliegen?
.
Ich liebe Science Fiction Filme sehr. Aber es sind nur Filme.

@VoyageurReticent - Blick fürs Detail fehlt

19:06 von VoyageurReticent:
"Wo es Vulkanismus mit basischer Lava gibt, ist Vulkanismus mit anderer Zusammensetzung des Magmas nicht fern."

Und wo es Pflanzen gibt, sind Kakteen nicht weit - das weiß man ja. ;)

In Forschungskreisen ist es völlig normal, dass eine "Sensation" nur im eigenen Fachkreis als diese gefeiert wird. Einem Außenstehenden fällt es hingegen schwer, die Bedeutung des Fundes richtig einschätzen.

Vielleicht wird die Entdeckung von Tridymit wichtig, wenn man auf dem Mars Solarmodule oder Glas herstellen möchte. Mit basaltischen Gesteinen ginge das nicht.

@Sasquatch - Öl auf dem Mars? :)

18:26 von Sasquatch:
"Für mich jedenfalls ist die Entdeckung von Tridymit auf dem Mars wertvoller, als die Entdeckung einer Ölquelle oder einer Goldmine."

Ich vermute, dass Sie eine irdische Ölquelle meinen. Die Vorstellung eines Ölvorkommen auf dem Mars ließe sich wohl nur noch von winkenden Außerirdischen überbieten.

In einem Punkt haben Sie definitiv recht: Viele Forschungsprojekte werden nur finanziert, weil deren Ergebnisse hohe Gewinne versprechen. Davon ausgenommen ist allerdings die Grundlagenforschung, zu der ich die Marsmissionen zählen würde.

19:47 von .Krischan

“Ich liebe Science Fiction Filme sehr. Aber es sind nur Filme.“

Ja, das hätte im Mittelalter wohl auch jeder gesagt, wenn man ihm Bilder von Fluggeräten oder selbständig fahrenden metallenen Karren gezeigt hätte...

@.Krischan

19:47 von .Krischan:
"Die Erde hat genügend Ressourcen, wenn sie nicht von denjenigen ausgebeutet werden, die ihr Geld lieber zur Erforschung (und Besiedelung ;-) anderer Planeten geben als zur Beseitigung irdischer Probleme."

Sie vergleichen zwei völlig verschiedene Interessen. Sicher kann sich nur derjenige eine kostspielige Forschung leisten, der sonst keine existenziellen Probleme hat. Und nicht zuletzt kommt die Forschung nicht nur dem Forschenden, sondern der gesamten Menschheit zugute.

Darüber hinaus reichen Forschungsgelder dieser Welt nicht aus, um allen Menschen ein würdiges Leben zu sichern. Das liegt aber nicht an den verfügbaren Summen, sondern scheitert der Mentalität von uns Menschen. (Wir könnten jeden Tag verzichten, um anderen zu helfen. Aber wer tut das schon?)

18:18 von karwandler

“Mit dem Vermehren ist es nicht getan. Sie müssten auf den neuen Welten z.B. auch was zu beißen haben.“

Altbekannter Grundsatz: wo Wasser ist, ist Leben möglich. Nahrungsmittel lassen sich erzeugen, Wasser kann man, sofern vorhanden, fördern, was dazu benötigt wird, kann man aus Rohstoffen herstellen. Wem allerdings nur die Frage einfällt, wie man die Rohstoffe auf die Erde verfrachten kann, um sie dort zu verbrauchen, der denkt eben nicht weiter.

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