Kommentare - ESM gibt 7,5 Milliarden Euro für Griechenland frei

17. Juni 2016 - 10:52 Uhr

Zum ersten Mal seit einem halben Jahr fließen wieder Milliardenhilfen des Euro-Rettungsschirms ESM nach Griechenland. Der ESM gab eine Tranche von 7,5 Milliarden Euro frei. Vorausgegangen war eine Einigung der Euro-Staaten im Mai.

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Kommentare

Inzwischen "Business as usual", leider!

Griechenland wird auch noch die nächsten Jahrzehnte am Tropf hängen. Besserung der Situation ist nicht in Sicht.

Egal

was Griechenland tut oder lässt -es wird auch im Herbst "auf einem guten Weg " sein und die nächste Tranche erhalten.

Eine erläuterung welche gesetze verabschiedet worden..

sind wäre gut ,damit jeder für sich den Erfolg beurteilen kann.

Gesetze alleine werden nicht helfen wenn diese nicht umsetzbar bzw umgesetzt werden,dann bleibt alles beim alten.

Ich bezweifle das sich grundlegend was ändern wird,bin aber auch nicht böse wenn nicht.

Meiner Meinung ist das eine südeuropäische Mentalitätserscheinung,der Versuch aus südeuropäer nordeuropäer zu machen wird nicht klappen.
Südeuropa lebt seit vielen jahrzenten so.

Beide Mentalitäten haben ihren charme.

Die Art und weise zu leben, mit Druck verändern zu wollen um auch weiterhin unterstützung zu erhalten ist von aussen aufgezwungen,es muss aber von innen kommen.

Es wird nichts bringen,manchmal ist ein guter Platz in der zweiten liga besser ,als sich immer mit ach und krach in der ersten liga zu halten.

nur mit tourismuss der teurer als woanders ist ,landwirtschaft,aber ohne wesentliche Industrie wird man immer mehr importieren als Exportieren.

Die Folge stetig steigende Verschuldung.

Richtig so!

"Griechenland soll das Geld unter anderem nutzen, um seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber internationalen Geldgebern erfüllen zu können."

Warum soll man das Geld auch für den wirtschaftlichen Wiederaufbau Griechenlands verschwenden... Hauptsache die Geldgeber(!?!?) werden bedient. Allerdings ist in diesem Fall der ESM auch ein Geldgeber, also könnte das Geld auch gleich da bleiben :-) Was soll der Umweg über Griechenland? Der ESM kann auch direkt an die "Geldgeber" überweisen.... Würde Zeit und Bürokratie sparen. An den Aufbau Griechenlands scheint sowieso keiner interessiert zu sein....

Es werden nur die...

Banken bedient die mit hohen Spekulationen einen rießen reibach gemacht haben und noch machen. Das Volk und das Land gehen Leer aus. Die Armut der Griechen hat bereits eine Erschreckende Dimension erreicht.

ESM gibt 7,5 Milliarden für Griechenland frei.......

Die Überschrift ist irreführend.Das Geld bekommen nicht die "Griechen".Es sind Kredite zur Schuldentilgung an nordeuropäische Banken.Derweil schrumpft die griechische Wirtschaft unter dem Eindruck der von der EU verfügten Austeritätspolitik weiter.
Ein Beispiel ist die aufgedrückte Privatisierung der Flughäfen.Die deutsche Firma Fraport die die Flughäfen jetzt betreibt,kann bei streikbedingten Ausfällen den griechischen Staat haftbar machen und finanziellen Ersatz fordern(Unternehmerrisiko ?).Auch ist sie steuerlich begünstigt.

ESM

wer sind die "internationalen Geldgeber"?

Island hat das perfekt gelöst. 'Sie haben die Banken und Aktionäre in die Verpflichtung genommen und damit Schaden in Form von - Rettung durch Steuermittel- vermieden.

Über 90% davon gehen an die Banken

So finanziert der europäische Steuerzahler die Banken. Dem griechischen Staat verbleiben keine 10% dieser Summe, und dieses Geld wird dann auch noch für sog. "Investitionen" genutzt, von denen letztlich die Deutsche Industrie profitiert (Siemens, Telekom, Hochtief, Fraport usw.) So macht man heutzutage Geschäfte!

Zu 11:40 von MUJO - welche Banken?

"Es werden nur die...
Banken bedient die mit hohen Spekulationen einen rießen reibach gemacht haben und noch machen. Das Volk und das Land gehen Leer aus. Die Armut der Griechen hat bereits eine Erschreckende Dimension erreicht."

Welche Banken haben mit hohen Spekulationen .., bitte Belege, nennen Sie Fakten!

Das Volk und das Land haben die Kredite vollständig erhalten und verbraucht. Griechische Banken wurden gerettet. Wenn nicht, hätte keine Grieche mehr nur einen Euro von einer griechischen Bank bekommen. Weder sein Guthaben noch einen Kredit!
Banken und Institutionen waren vom Schuldenschnitt betroffen. Einige hatten sich abgesichert. Verloren haben vor allem die Kleinanleger, die ungefragt und rechtswidrig enteignet wurden.

... und jetzt geht das böse Spiel weiter:

Zum ersten Mal seit einem halben Jahr fließen wieder Milliardenhilfen des Euro-Rettungsschirms ESM nach Griechenland.
Weitere Milliarden sollen im Herbst fließen.

und das alle Jahre wieder. EU+€³

Griechenland und die Mrd.

Griechenland und die Mrd.

Gestern stand in der Zeitung :
Die Griechen zahlen so wenig Steuern wie nie zuvor !!!
Ich kann es nicht verstehen !
Wie lange denn noch ???

re denkerundlenker

Zitat: "Wenn alles nur noch mit Geld geregelt werden kann muss man das System hinterfragen."

Zu einer Änderung des "griechischen Systems" ist aber wohl eher kein Grieche bereit. Zu süß ist der Honig... .

Das nun über Griechenland an diverse Banken zurückfließende Geld ist nur der Schuldendienst für vorher durch Griechenland bei Banken aufgenommene und sinn- und hirnlos verprasste Milliardenkredite. Aber nun ist die Partie vorbei.

Ich find' es auch schade um unser Geld aber wenn es zur Vermeidung einer schweren Bankenkrise nötig ist und zwar um Rückkopplungen auf das unschuldige Europa zu vermeiden, so finde ich das Geld gut angelegt.

Eine Änderung am Bankensystem allerdings scheint mir dringend geboten. Auch eine große überschuldete Bank muss ohne unüberschaubares Risiko für Unbeteiligte/Unschuldige Pleite gehen können. Und, die zu einem erheblichen Teil hochkriminellen, zumindest aber amoralischen Investmentbanker müssen dringend auch als solche geächtet werden.

Eine Währung, die seit ihrer

Eine Währung, die seit ihrer Einführung fast ständig "gerettet" werden muss, hat einen grundlegenden Konstruktionsfehler.

Es ist der kühne Versuch, Defizit- und Überschussländer in eine einzige Währung zu vereinigen.

Bei Griechenland zeigen sich zudem Defizite an organisierter Staatlichkeit.

Reale Probleme mit ungeheuren Summen zuzudecken, d.h. "Zeit zu kaufen", kann kurzfristig Sinn machen, darf aber nicht zu einem Dauerzustand werden. Leider sieht es im Moment danach aus.

I

@12:37 von Sonne61

Ich glaube, wenn die Löhne sinken, sinkt auch die Lohnsteuer. Wenn die Löhne sinken, kann man weniger kaufen, weniger Umsatzsteuer. Wenn die Renten sinken.....
Griechenland ist für Banken ein gutes Geschäftsmodell, obwohl nach Rating dem Ramsch nahe, gibt es hohe Zinsen für Kredite falls es zu einem Ausfall kommt, der aber nicht kommt, da der ESM seinen schützenden Schirm schon aufspannt. Risikozinsen ohne Risiko. Das ist schon ganz schön gemauschelt.

12:49 von klaus s

Zitat: "Wenn alles nur noch mit Geld geregelt werden kann muss man das System hinterfragen."

Zu einer Änderung des "griechischen Systems" ist aber wohl eher kein Grieche bereit. Zu süß ist der Honig... .

.......für vorher durch Griechenland bei Banken aufgenommene und sinn- und hirnlos verprasste Milliardenkredite. Aber nun ist die Partie vorbei.
.......
Eine Änderung am Bankensystem allerdings scheint mir dringend geboten. Auch eine große überschuldete Bank muss ohne unüberschaubares Risiko für Unbeteiligte/Unschuldige Pleite gehen können. Und, die zu einem erheblichen Teil hochkriminellen, zumindest aber amoralischen Investmentbanker müssen dringend auch als solche geächtet werden.
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Wenn das beim aktuellsten Fall, der Bremer Landesbank, mit SPD Senatorin Linnert klappt?
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Bei der KfW-Bank, wütete die SPD-Politiker Ingrid Matthäus-Maier in ihrer Abschiedsrede gegen jene Politiker und Banker, die ihr Versagen, mit sage und schreibe 6,2 Mrd € Verlust 2007 vorgeworfen hatten.

Verpflichtungen

Wenn ich zur Bank gehe und einen Kredit aufnehme, gehe ich Verpflichtungen ein, genau das was mir passieren würde, wenn ich nicht zurück zahle, sollte auch für Griechenland gültig sein. Wo sind denn die ganzen Urlauber, die der Türkei mit Urlaub Sanktionen drohen? Rettet doch mit euren Peanuts Griechenland, wenn Ihr könnt.

@ Boris 1945

Richtig.
Gerne erinnere ich mich auch noch an die WestLB "Politik kann keine Bank" war damals die Schlagzeile.
Was hat sich bis heute geändert? Nix!

Und im Fall ESM verhält es sich ebenso.

Die Gläubigerbanken (international) werden bedient, weil - tja weil genau s.o.

Griechenland und kein Ende

Natürlich dient die "Hilfstranche" nicht als Hilfe für "arme griechische Rentner", sondern überwiegend zur Begleichung der Schulden bei Banken. Aber GR hat die Schulden ja, weil es die Kohle irgendwann mal bekommen und verprasst hat. Zum Beispiel für die Renten, die Armee und den Staatsdienst. Und natürlich kann man sagen, man habe mit den Banken kein Mitleid, Schuldenschnitt ist gut usw.
Aber das bedeutet auch, dass die Kohle von allen, die irgendwann mal griechische Staatsanleihen gekauft haben weg ist. Das können auch die beliebten Rentenfonds und Lebensversicherungen sein.
Also jeder, der sein Geld gerne zur Rettung der "armen Griechen" ausgeben möchte, ist aufgefordert, das freiwillig zu tun.
Schuldenschnitt von Anderen zu fordern ist einfach und mancher wird überrascht sein, wer alles Gläubiger von Griechenland ist.

re denkerundlenker: Systemfrage!

"Wenn alles nur noch mit Geld geregelt werden kann..
Wenn alles nur noch mit Geld geregelt werden kann muss man das System hinterfragen."
Hier gebe ich Ihnen komplett recht und zwar ganz ohne Ironie, weil ich wirklich nicht weiß, auf welches System Sie anspielen.
Ich kenne mich ein wenig in und mit Griechenland aus und teile die klare Wahrnehmung sehr vieler Griechen:
Das "griechische" System ist wirklich krank und braucht dringend Hilfe. Man hat hier und dort verstanden und verstehen müssen, dass Geld von außen nötig ist, weil es sonst schlicht nichts zu essen gibt. Deshalb macht die EU hier auch nichts grundsätzlich falsch und den Preis sollte es "uns" wert sein.
Aber in Griechenland versteht man zu langsam, dass die Zeit genutzt werden muss, Hilfen von "innen", also aus sich selbst heraus zu schaffen. Wobei es auch sehr schwierig ist, wenn es entweder keine wirkliche Bildung mehr gibt oder diese selber elitär und korrupt ist oder eben ins Ausland wechselt.

Europanne

Das Geld wird nicht "für Griechenland" frei gegeben, sondern für deren Banken, Zocker und Milliarden schweren Spekulanten. Das Volk geht, wieder einmal, leer aus. Und was von einer Währung zu halten ist, die permanent am Tropf hängt, kann sich jeder selber ausrechnen. Der Euro ist wie Europa. Insgesamt nicht mehr zu retten.

@12:30 von Fridolin

So finanziert der europäische Steuerzahler die Banken.

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Ich denke, korrekter wäre es zu sagen "So haftet der europäische Steuerzahler für die Banken.". Die Haftung tritt erst ein, wenn Griechenland zusammenbricht. Dass genau das nicht passiert, ist ja der Antrieb für diese (aussichtslose) Politik. Man verschiebt eine Problemsituation in die Zukunft und nimmt dabei eine Vergrößerung des Problems in Kauf.

re Thomas Wohlzufrieden

Es ist einfach nicht wahr dass der Griechenland das Geld nicht bekommt.

Allerdings hat Griechenland dieses Geld zuerst als Kredit bei diversen Banken aufgenommen und dann regelrecht in einer riesigen, einige Jahre dauernden Party verprasst.

Nun kommen die einstigen Kreditgeber und möchten ihr Geld zurück, an und für sich ein alltäglicher Vorgang. Aber wie das so ist bei einer Party, das Geld ist weg.

Sind also nun plötzlich die Kreditgeber schuld?

Wie wäre es damit sich ab und an mal an die eigene Nase zu packen?

Wieder werden Mrd Steuergeldes verbrannt!

Griechenland ist nicht zu retten, will sich vielleicht auch nicht retten lassen.
Die EU und der Euro sind zum Selbstbedienungsladen unserer EU-Politiker verkommen.
Wer aber sägt schon an dem Ast, auf dem er sitzt.
Damit wissen wir, wie es in der EU weitergehen wird.

Mehr Geld hilft nichts

Irgendwann müssen sich die Griechen darauf besinnen, und man nur so viel ausgeben kann wie man erwirtschaftet, dass Steuern auch eingezahlt werden müssen, und dass man die Korruption auf ein angemessenes Niveau runterfährt. Auch die Griechen wissen sicherlich, dass Kreditaufnahme mit Zinsen verbunden ist.

Fass ohne Boden

@12:11 von Bernd Kevesligeti
Doch, das Geld geht an Griechenland. Und Griechenland braucht es zur Bedienung seiner Schuldzinsen. Griechenland hat Schulden gemacht, dass es kracht. Sie hätten es ja lassen können, dann wäre die Situation jetzt anders.
Statt dessen hat man es sich gut gehen lassen und jetzt müssen die doofen Steuerzahler in Deutschland, Niederlande, Österreich, usw. dafür aufkommen.

Es werden nur die Banken gerettet?

Falsch, es werden Kredite bedient, welche die Griechen aufgenommen und sich davon ein Versorgungssystem geleistet haben, das seinesgleichen sucht.
Wer glaubt, dass nur die Vorstandschefs gerettet werden, irrt sich.
Die Banken haben auch meine bescheidenen Einlagen ausgeliehen und wollen das Geld nun zurück. Ein ganz normales Kreditgeschäft.
Oder soll ich meine Einlagen opfern, damit Griechenland nichts zu ändern braucht?

Günter

Ich denke solange die, von der Troika diktierten Sparauflagen, die wohlhabende Oberschicht ausklammert wird Griechenland nicht den Schuldenberg in den Griff bekommen. Ab er das ist nun mal der Kapitalismus immer schön von Unten nach Oben scheffeln bis Unten nichts mehr ist. Aber das ist es ja was die Troika will denn so lange Griechenland bis zum Hals verschuldet ist kann man an dem Schuldendienst sich eine goldene Nase verdienen und Griechenland kann sich nicht wehren.

Weitere 7,5 Milliarden ...

Diese erste Tranche wird lediglich zur Rückzahlung alter Schulden benötigt. Der IWF hält sich dabei vornehm zurück. Er glaubt nach wie vor nicht an die Schuldentragfähigkeit Griechenlands.
Wesentliche Reformen sind zwar vom Parlament gebilligt worden. Ob sie jedoch tatsächlich umgesetzt werden ist nach den bisherigen Erfahrungen zweifelhaft. Die Regierung Tsipras steht auf sehr wackligen Beinen. Die Streiks und Demonstrationen nehmen kein Ende. Man wirft Tsipras vor, seine Wahlversprechen gebrochen und ins Gegenteil verdreht zu haben. Eine neue Bewegung hat den Namen "Tretet Zurück".

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