Kommentare

Außerstaatliche Gerichtsbarkeit

TTIP läßt grüßen.

Hier haben wir ein gutes Beispiel für außerstaatliche Gerichtsbarkeit. Da die Verbände und der Gerichtshof nicht wirklich unabhängig voneinander sind, ist jeder Einspruch zwecklos.

Wenn etwas nicht gut ist, kann es immer noch als schlechtes Beispiel dienen. Ich drücke Frau Pechstein die Daumen, daß sie den Prozeß gewinnt. Alles andere wäre auch noch ein Signal an alle, die gesundheitlich nicht ganz der Norm entsprechen, daß sie ausgegrenzt und nicht gleichberechtigt anerkannt werden.

Zweifelhafte Verbände

Wer einmal Leistungssport getrieben hat, weiß, dass die Verbände allesamt zweifelhaft geführt werden. Nicht alle sind so schlimm wie FIFA und IAAF, aber alle verfolgen Interessen. Diese sind durchaus oft nicht die der Athleten. Die eigentlichen Sportler sind weitgehend entmündigt, wie auch der Fall Pechstein zeigt: der Verband nominiert, also muss alles unterschrieben werden, was dieser vorlegt - selbst wenn das rechtlich nicht ok ist.

fragwürdig

Frau Pechstein geht eine schriftliche Vereinbarung ein und nachdem sie einen Vorteil daraus ziehen konnte fechtet sie den Kontrakt danach an. Nicht schön.

ZWANG?

"Hätte sie nicht unterschrieben, hätte sie nicht an der WM teilnehmen dürfen."

Ja Jesus, Maria... Hätte ich den Kaufvertrag nicht unterschrieben, hätte ich das Auto nicht mitnehmen dürfen.

"Der Hersteller hat mich zur Unterschrift gezwungen." Wäre das nicht eine stichhaltige Argumentation für die VW-Geschädigten?

Ich denke eh, dass im Spitzensport viel zu viel Geld erwirtschaftet wird. Sowohl bei den Sportlern wie auch bei den Verbänden und Vereinen. Solche Argumentationen verstärken nur meine Ansicht dazu.

Würde sie klagen, um ihre sportliche Reputation zurück zu erlangen... aber nein, sie klagt um des Geldes willen.

Die Willkür des Verbandes

Solange der Verband ISU einfach seine Regeln ändert, damit ein Sportler nicht zu seinem Recht kommt, und solange dies von der Sportgerichtsbarkeit nicht verhinderbar ist, solange benötigen die Sportler das Recht und den Schutz von zivilen Gerichten.

Im Fall Pechstein wurden die Regeln, die zu ihrer Sperre führten, schnell wieder abgeschafft, da ihre Blutwerte (da krankheitsbedingt) natürlich auch heute noch schwanken.
Somit hätte es zwangsweise eine erneute Sperre und ein erneutes Verfahren vor dem CAS geben müssen. Da dieses Verfahren auch aus Sicht der ISU nicht zu gewinnen war, hat man einfach die Regeln geändert. Nun ist es für die ISU offenbar kein Problem mehr, das die Reti-Werte von Claudia Pechstein nach wie vor schwanken.

Dies ist jedoch nur eine der vielen Rechts-Merkwürdigkeiten in der "Causa Pechstein". Da weder der Verband noch die Sportsgerichtsbarkeit an einer Aufarbeitung des Fehlurteils interessiert sind, bleibt Ihr letztlich nur der zivile Rechtsweg!

07:38 von Neugieriger

zu Ihrem Kommentar kann nur gesagt werden:
1. Profi-Sport ist kein Kindergarten und die Regeln unterliegen harten Geschäftsinteressen
2. Wenn es um Ihre Existenz ginge, glaube ich, auch Sie würden klagen, schließlich ist medizinisch erwiesen, dass Frau Pechstein eben nicht gedopt hatte.
3. Es ist jämmerlich und bezeichnend, wie sich die internationalen Verbände, die ihr Geld nur deswegen verdienen, weil sich dafür Sportler schinden und verkaufen, reagieren.
und
4. Ich wünsche, dass Frau Pechstein auf allen Ebenen endlich Gerechtigkeit widerfährt. Schließlich kommt das Vorgehen der Verbände einer (wie sich heraus stellet unbegründeten) Berufsverbotserklärung gleich.

Wenn es um den Sport statt um das Geld gehen würde

Warum nicht alle dopen lassen, wie sie wollen? Dann hätten alle die gleiche Chance an das große Geld zu kommen.

Der 'Sport' ist nur Mittel zum Zweck.

Rechtsstaatsprinzip?

07:22 von Petrocelli
"fragwürdig"
JEDER Vertrag, also auch diese Unterschrift, kann doch im Nachhinein auf Sittenwidrigkeit untersucht werden! Lassen sie Wasser aus einem Rohr weiterlaufen, weil nur ein Monteur zur Verfügung steht und auch noch zu teuer ist? Oder verklagen Sie ihn nicht im Nachhinein?
Und das mit einem Autokauf zu vergleichen, na ja.
Ein Berufssportler hat nun mal nur den einen Beruf, nicht ein Dutzend Autohäuser.

07:22 von Petrocelli

@ Petrocelli

Zitat:"fragwürdig

Frau Pechstein geht eine schriftliche Vereinbarung ein und nachdem sie einen Vorteil daraus ziehen konnte fechtet sie den Kontrakt danach an. Nicht schön."tatiz

Zu Ihrem Kommentar. Wissen Sie ob diese schriftliche Vereinbarung freiwillig war, oder unter welchen Umständen die Vereinbarung zustande gekommen ist?

Welche Alternativen hatte Frau Pechstein?

M.E. bleibt muss es dem

M.E. bleibt muss es dem verband überlassen bleiben, welche Regeln er aufstellt und wen er zu Wettkämpfen zulässt.
Frau P. sollte endlich Ruhe geben.

Subventionierte privat-Karriere

Mal was ganz Anderes !
Die Dame ist doch eigentlich Polizeihauptmeisterin bei der Bundespolizei.

Sollte sie sich als Beamtin nicht tagtäglich mit ihrer ganzen Kraft dieser Aufgabe widmen ?!
So ungefähr steht's jedenfalls im Beamtengesetzt.

Wie kann es sein dass hier der Steuerzahler ihre private Karriere subventioniert hat ?

Und warum tritt sie vor Gericht in Uniform auf ??

Mal ein Gedanke

Die Bundesregierung will Doping als Straftat ins StGB aufnehmen. Ist es dann nicht zwingend, daß ein zu Unrecht von einem Sportgericht Verurteilter dagegen, ebenfalls vor einem ordentlichen Gericht, klagen kann?
Übrigens, es ginge NUR ums Geld.
JEDER Arbeitnehmer klagt doch, in der Regel mit Erfolg, wenn ihm durch Unrecht Lohn oder Gehalt entgangen ist.
Warum sollen also Berufssportler schlechter gestellt werden? Nur weil die Summen höher sind?

@08:57 von Neugieriger

"Hätte sie nicht unterschrieben, hätte sie nicht an der WM teilnehmen dürfen."

Ja Jesus, Maria... Hätte ich den Kaufvertrag nicht unterschrieben, hätte ich das Auto nicht mitnehmen dürfen.

---

Der Vergleich hinkt gewaltig. Im Kaufvertrag eines Autos steht eben nicht geschrieben, dass im Falle von Streitigkeiten, Schadensersatzansprüchen, etc. die deutsche Gerichtsbarkeit ausgeschlossen wird. Gerade darum geht es aber hier aktuell.

es geht um's geld

und nur darum im heutigen professionellen spitzensport; und allen voran bei den verbänden, in deren hand die dopingkontrolle liegt durch die zusammenführung von dopingtest-resultat mit id-nummer, zum sportlernamen mit id-nummer.
ich sag's nochmal, es bedarf nur einer unabhängigen und richtig finanzierten kontrollinstanz um diesen sumpf auszurotten.

@ Neugieriger um 08:57

Sie können dann aber woanders ein Auto kaufen wenn ihnen der Vertrag nicht gefällt.Sportler können das oft nicht ,weil es ein Monopol der Verbände gibt, so wie hier.Wenn Sie zu unrecht beschuldigt werden ,würden Sie genauso handeln.

Nur als Beispiel :
Man Verdächtig Sie fälschlich einer Straftat und Sie verlieren alles.Job ,Haus ,Familie.

Dann stellt sich herraus das alles ein Irrtum war,und man sagt :
"Tut uns zwar Leid ,sie haben Pech gehabt,aber den Schaden müssen Sie allein tragen.... und schönen Tag noch...."

Da werde Sie Garantiert alle Messer wetzen.

Zum Thema Spitzensport und Geld:

Gehen Sie nicht von den Millionen die in einigen Sportarten wie z.b Fussball gezahlt werden aus.Fragen Sie mal was ein Rodler oder ein Biathlet verdient.Oft machen Sportler das alles in ihrer Freizeit oder mit Freistellung des Arbeitgebers,da man von dem Sport alleine nicht Leben kann.Und nicht alle bekommen lukrative Tv und Werbeangebote.

@neugieriger - Zwang

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Beim Autokauf gibt es Alternativen, bei Weltmeisterschaften nicht.

ALso sagen wir mal so......

...niemand hat Pechstein genötigt die Vereinbarung zu unterschreiben. Sie hat dies freiwillig und aus eigenen Stücken getan, weil sie etwas wollte nämlich Sponsorengelder. Auf der anderen Seite wurde Pechstein seit langem durch den deutschen Staat alimentiert. Sie sollte einfach mal den Ball flach halten und Dienst nach Vorschrift vollziehen!

Doping muss hart bestraft werden, aber...

Doping muss hart bestraft werden, aber... nur wenn der Nachweis 100% stichhaltig ist. Der CAS und die Verbände würden jedoch an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn so ein Urteil auch mal zurückgenommen wird, wenn sich, so wie in diesem Fall die Unschuld medizinisch nachweisen lässt. Wenn ein Schiedsrichter den Falschen vom Platz stellt, weil er sich geirrt hat, wird dieser Spieler auch nicht mit einer Sperre belegt.

@ B.Giertz

Sie kommt in Unform weil Sie Polizistin ist und wahrscheinlich Ihren Dienst für den Gerichtstermin unterbrochen hat und wahrscheinlich nach dem Gerichtstermin direkt wieder zur Arbeit muss.... ich würde mich auch nicht umziehen... ansonsten wünsche ich Ihr einen erfolgreichen Kampf für Ihre Rechte... wenn Sie krankheitsbedingt immer diese Resultate beim Dopingtest vorweist verstehe ich nicht warum man diese Frau nicht in ruhe lässt und die Sperre rückgängig macht und ihr den Schadenersatz auszahlt.... alles ganz einfach, aber einerseits hat man hier in Deutschland scheinbar angst vor einem Präzendenzfall und das Gericht will ja eigentlich (auch in Zukunft) nichts damit zu tun haben... verdammt noch mal, die deutschen Gerichte sollten nach Ihrer Beweisvorlage alles tun um diese Leistungsträgerin im Sport schnellsten zu rehabilitieren.... unglaublicher Fall! Wem dient die Justiz? Na zum Wohle des Volkes, oder nicht!

@ DiePositiveBratwurst

Sie sollte einfach mal den Ball flach halten und Dienst nach Vorschrift vollziehen!
Können Sie dies beurteilen? Kennen Sie die Vorschriften die für den Polizeisport zutreffend sind und ob sie dagegen verstoßen hat?
Bei der BW gab/gibt es sogar eine Sportkompanie die zahlreiche und erfolgreiche Olympiaathleten zutage gebracht hat (auf Kosten der Steuerzahler) und keiner hat sich je beschwert. (z.B. Georg Hackel ehm. Stabsfeldwebel). Und auch dort ist Erfolg für die "Einheit" zu erbringen Pflicht des Soldaten bzw hier der Polizistin.

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