Kommentare

23 mrd Euro... das reicht nichtmal für eine Zwischenlagerung.

Was hat uns die Asse bis heute gekostet und wieviel steht hier noch aus? Dass dürfte Experten zufolge schon die 23 mrd auffressen.

Die Rückbaukosten und Lagerung wird noch Generationen dauern und 100erte mrd Euro kosten. Das wird allerdings, wie damals von Strauß durchgesetzt, vom Steuerzahler gezahlt.

Zum Teufel mit der Energielobby und den Wendehälsen in Berlin. Die Konzerne und alle ihre Abspalltungen und Töchter und Investoren, sie alle zusammen müssten die Gesamtkosten tragen. Jeder der einen Cent damit verdient hat muss diesen in den Rückbau und die Lagerung stecken.

Das Kernenergie immer ein Verlustgeschäft ist war schon immer klar.

Warum nicht wie im Familienrecht?

Im Familienrecht gibt es unverändert sie Sippenhaftung. Man könnte es auf Atomkraftwerke insoweit ausdehnen, daß alle Aktionäre und sonstigen Anteilseigner namentlich erfaßt werden, ebenso die von Tochtergesellschaften. Im Fall des Falles könnte man dann jeden Anteilseigner (auch rückwirkend) in die Gesamthaftungspflicht nehmen.

Ein solches Gesetz wäre zwar das sofortige Ende der Atomkraft, und diverse Staaten würden sich möglicherweise genötigt sehen, Deutschland zu "befreien", aber es würde auch sehr deutlich die Fronten klären.

Schlupfloch für Atomkonzerne geschlossen

Daumen hoch! Hoffensichtlich wird das auch handwerklich wasserdicht gemacht. Wenn es jetzt noch eine Nachhaftung für die jahrtausend lange Lagerung gibt...

Haftung für Folgekosten

Gäbe es in jedem Land ein Gesetz, das die Betreiber von Atomanlagen verpflichtet, die atomaren Folgekosten selbst zu tragen, dann würde kein einziges AKW mehr projektiert werden. Wenn irgendwo neue AKW geplant werden, dann geht das nur durch Vergesellschaftung der Folgekosten, also eine für die kommenden Generatione sehr bittere und ungerechte Subvention von momentanen Gewinnbestrebungen.

Schlupfloch?

Ha, ha, ha
Sobald ein Schlupfloch geschlossen wird finden die Konzerne neue Löcher, und wenn das nicht ausreicht heben diese ihre Hände hoch und zeigen, dass ihre Taschen leer sind. Dann schießen wir die Herren Profiteure mit dem ganzen Atom Müll auf die Venus. Die Fahrtkosten gehen zu Lasten von wem wohl?

13:56 von Walter Mo.

Schlupfloch für Atomkonzerne geschlossen

Daumen hoch! Hoffensichtlich wird das auch handwerklich wasserdicht gemacht. Wenn es jetzt noch eine Nachhaftung für die jahrtausend lange Lagerung gibt...
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Wenn man die Kompetenz unserer gesellschaftlich relevanten Kräfte, mit Ihrer großprojektfähigen Verwaltung berücksichtigt, kann man von mehreren Jahrtausenden, bis zum Endlager ausgehen.

@irgendwer

ganz, ganz dolle idee. man sollte die haftung aber noch ein wenig auf die erweitern, die atomstrom aus ihrer steckdose abgezapft haben.

" Und im schlimmsten Fall

"
Und im schlimmsten Fall müsste dann der Steuerzahler für die Milliardenkosten für Akw-Abrisse und Müll-Lagerung aufkommen.
"

Für die Mülllagerung muss der Steuerzahler doch so oder so aufkommen.

Die 23 Mia. € sind doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein der Kosten für diese Lagerung...

Atomstrom : der größte Technik-Fail aller Zeiten

- Uran : endlicher Rohstoff
- kurzzeitige teure Stromversorgung, nur durch Subventionierung für den Verbraucher bezahlbar
- tausende Jahre lange Folgekosten & Sicherstellung der korrekten Mülllagerung notwendig

Niemand kann heute vorhersehen wie der notwendige Erhalt des Wissens über die Position der (zukünftigen) Lagerstätten & der korrekte Umgang mit dem Müll über diesen langen Zeitraum gewährleistet werden soll

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Deutschland ist doch geradezu

Deutschland ist doch geradezu umzingelt von AKWs - da erhebt sich doch die Frage, wie unsere Nachbarn mit dem Problem der "Entsorgung" umgehen. Frankreich z.B. deckt den Energiebedarf zu mehr als 50 % mit Kernenergie und wird auch entsprechende Mengen an "Atommüll" haben. Wo bleiben die eigentlich mit all dem Zeug ? Verbringen sie den in die Sahara ? Ich kann mich nicht erinnern, daß hier jemals darüber berichtet wurde. Ich habe früher schon die Meinung vertreten, daß die "Atomenergie" anfangs wohl zu optimistisch gesehen wurde und nun eine Menge Probleme geschaffen hat, doch die Verteufelung derselben ist geradezu lächerlich, vergiftet das politische Klima und verhindert vernünftige Lösungen, die durchaus möglich wären.

Das ganze wurde bereits 1959 im Atomgesetz fetsgelegt!

Bereits im Atomgesetz von 1959 steht dass der Bund für die Bereitstellung eines Endlagers für die atomaren Abfälle sorgen muss.

Die Betreiber sind dann für die Kosten des Abbau der Kernkraftwerke und für die Einlagerung der Abfälle in das vom Staat bereitgestellte Endlager zuständig!
Quelle:
www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/atg/gesamt.pdf
*
Leider hat der Bund seine Pflicht mit der Bereitstellung eines Endlagers nicht erfüllt.
Unter anderem weil der damalige Umweltminister Trittin diese Arbeiten gestoppt hatte.
*
Die jetztige Diskussion ist daher teilweise unsinnig und überflüssig!

Ich erinnere mich gut an die

Ich erinnere mich gut an die Argumente der Atomlobby wie z.B. Sicherheit, billig Strom usw. viele haben dem nicht geglaubt. Die Atomindustrie hat sich Jahrzehnte lang fett verdient. Es wäre ein Hohn wenn jetzt die Lobby Mitleid einfordert.
ALLES soll die Bande bezahlen bis zum letzten Euro und wenn nötig auch bis ins Jahr 12016

um 16:23 von Quakbüdel

um 16:23 von Quakbüdel :
"
Frankreich z.B. deckt den Energiebedarf zu mehr als 50 % mit Kernenergie und wird auch entsprechende Mengen an "Atommüll" haben. Wo bleiben die eigentlich mit all dem Zeug ? Verbringen sie den in die Sahara ?"

Einen Teil vom schwach- & mittelradioaktiven Müll wurde im Ärmelkanal & Atlantik verklappt.
(auch z.B. GB & DE,USA,CHE) versenkten damals Atommüll im Meer),radioaktives Wasser wird auch jetzt in diesem Moment in La Hague in den Ärmelkanal geleitet...

französischer & deutscher Atommüll (um nur mal 2 zu nennen) hat es auch ins Mittelmeer & vor die Küsten afrikanischer Länder & rund um Neapel oder in den Irak geschafft - Dank der Ndrangheta...

rd. 13% des französischen Atommülls landete in Sibirien & liegt da oberirdisch in Containern rum - neben deutschen Atommüll

Ein gewisser Anteil wird von Frankreich für Uranmunition verwendet

Für hochradioaktiven Müll hat auch Frankreich bis heute kein Endlager.

@ 16:23 von Quakbüdel

Zitat: " Wo bleiben die eigentlich mit all dem Zeug ?"

Im Moment sieht es im Prinzip überall ähnlich aus wie in DE, ein fertiggestelltes Endlager für hochradioaktive Stoffe gibt es nirgendwo.

Es wird fleißig zwischengelagert und an Endlagern "geplant".
Am weitesten in dieser Planung ist Finnland (es soll auf der Halbinsel Olkiluoto entstehen).

Frankreich plant eins in Lothringen, schön dicht an der dt. Grenze.

Erstinformationen können Sie hier finden:

http://tinyurl.com/hjodhsd

Gruß, zopf.

@ Irgendwer

"Im Fall des Falles könnte man dann jeden Anteilseigner (auch rückwirkend) in die Gesamthaftungspflicht nehmen."

Gute Idee. Nur zahlt dann natürlich wieder der Staat, da die Energiekonzerne bei Einführung der Atomkraft in staatlichem Besitz waren ;-)

@ 18:14 von Hugomauser

Sie schreiben:
"Gute Idee. Nur zahlt dann natürlich wieder der Staat, da die Energiekonzerne bei Einführung der Atomkraft in staatlichem Besitz waren ;-)"
*
Der Staat zahlt nur das was er laut Atomgesetz zahlen muss:
Die Bereitstellung eines Endlagers!
(siehe oben: 16:34 von Bernd1)

Die von den Betreibern zurück gelegten ca. 43 Mrd. Euro (laut Greenpeace) reichen zum Abbau der KKW (pro KKW knapp 1 Mrd Euro) und für die Einlagerung des Müll in das Endlager.
Wenn der Staat es denn endlich mal realisiert!
Die Frage ist wie lange die Betreiber vorher zwischenlagern müssen und was das am Ende kosten wird.

Haften die Töchter auch für die Mütter?

Das wird im Artikel nämlich ausgespart, obwohl erwähnt wird, dass das Geschäft Kernenergie in den beiden benannten Beispielen beim Mutterkonzern bleibt.
Das ist keine rhetorische Frage.

Dass die eingeplanten Summen nicht einmal auch nur im aller entferntesten ausreichen werden, um die Kosten zu decken, sollte eigentlich schon jedem klar sein. Immerhin strahlt das Zeug tausende Jahre und bedarf damit tausende von Jahre der gut abgesicherten und bewachten Lagerung. Und dabei haben wir noch nichtmal ein Endlager.
Dass die Allgemeinheit die Kosten der Konzerne hier bezahlen wird, war von vornherein geplant und so wird es auch kommen.

@willi wupper sen. 14:10

Zitiere:
Man sollte die Haftung aber noch ein wenig auf die erweitern, die Atomstrom aus ihrer Steckdose abgezapft haben.
.....................
Dann werden auch Sie haften.
Der Strom aus Ihrer Steckdose ist sogenannter Mischstrom aus dem allgemeinen Stromnetz, unter anderem mit dem ins Netz eingespeisten
Atomstrom-Anteil.
Auch wenn Sie glauben 100% Ökostrom zu beziehen ist es immer noch Mischstrom, solange noch Atomstrom in das allgemeine Stromnetz eingespeist wird.

Nur theortisch

"Im staatlichen Besitz" ist nach meiner Auffassung immer hinterfragungsbedürftig wegen der sich regelmäßig aufdrängenden Frage, welcher Konzern (abhängig vom jeweiligen Diskussionskern) welche Politiker besitzt, für die dann (eben mal etwas quer gedacht) dann ja auch die Besitzerhaftung gelten sollte.

Atomstrom bekommen wir trotzdem!

Aus unseren Nachbarländern Tschechien, Ungarn, Frankreich und anderen Staaten! Polen will jetzt auch ein neues Atomkraftwerk bauen!

Da der französische Schrottreaktor Fessenheim einen Kilometer von der deutschen Grenze entfernt steht, kann uns Deutschen bei einem Atomunfall ja nichts passieren,denn dieser Reaktor steht ja schließlich in Frankreich und nicht in Deutschland!

@ 17:54 von zopf

"Es wird fleißig zwischengelagert und an Endlagern "geplant".
Am weitesten in dieser Planung ist Finnland (es soll auf der Halbinsel Olkiluoto entstehen)."
.
Die finnische Regierung hat die Bewilligung für den Bau des weltweit ersten Tiefenlagers für hochradioaktive Abfälle auf der Halbinsel Olkiluoto in der Ostsee bereits erteilt. Das Tiefenlager wird den ausgedienten Kernbrennstoff der Kernkraftwerke Olkiluoto-1 und -2, Olkiluoto-3 (in Bau) und Olkiluoto-4 (in Planung) sowie Loviisa-1 und -2 aufnehmen. Der Baubeginn ist für Ende 2016 vorgesehen und die Betriebsaufnahme für 2023.
.
Demgegenüber sucht man in Deutschland noch nach einem Standort für ein Tiefenlager für hochradioaktive Abfälle. Es ist "geplant", bis 2030 einen solchen Standort festzulegen.

@ 20:39 von Nucleus

Sag ich doch, da? die Finnen in der Planung am weitesten fortgeschritten sind.

Auf der von mir verlinkten Seite finden sich die gleichen Angaben die Sie hier machen.

Danke trotzdem.

Gruß, zopf.

@ 19:52 von Bundeswehropa

Zitat: " Polen will jetzt auch ein neues Atomkraftwerk bauen!"

Ja, dieses AKW planen die Polen bereits seit 2011.

Nachdem die Inbetriebnahme mehrmals verschoben wurde, zunächst auf die Jahre 2027 bis 2029, wurde im August 2015 von einer Inbetriebnahme im Jahr 2031 gesprochen.

Nur die Fragen nach der Firma die es bauen soll, welcher Reaktortyp denn entstehen soll und wer das ganze finanzieren wird sind noch nicht geklärt.

Eine typische "Absichtserklärung".

Man kann ja mal dran glauben.

Gruß, zopf.

@ 20:39 von Nucleus

Olkiluoto-3 war mit 3 Mrd. € "schlüsselfertig" geplant, mittlerweile werden es (geschätzt) mindestens 9 Mrd. sein.
Die Finnen hoffen, daß es dabei bleibt.

Der Bau von Olkiluoto-4 wurde im Mai 2015 von Investor TVO abgesagt.

Gruß, zopf.

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