Kommentare

Ich verstehe den Sinn der

Ich verstehe den Sinn der Meldung nicht. Was spielt die persönliche Religion für eine Rolle?

Warum wird nicht vermeldet: Tausendfünfhundertster protestantischer Bürgermeister oder ähnliches?

Wenn es um Kriminalität geht, soll bei der Berichterstattung die Religion keine Rolle spielen. Warum bei einer Bürgermeisterwahl?

Religiöser Hintergrund oder nicht?

Überall liesst man von dem muslimischen Khan.
Nirgends aber vom jüdischen Goldsmith!

War das nun eine Wahl zwischen Labour und Torry oder Moslem gegen Juden?

Das liegt wohl daran, dass

Das liegt wohl daran, dass nach GrossBritannien als Folge der Kolonialzeit Millionen von Menschen aus Indien, Pakistan, Bangladesh etc. eingewandert sind.

Wir werden sehen, ob dieses

Wir werden sehen, ob dieses Experiment glückt - oder aber "in die Hose geht". Es ist gut zwanzig Jahre her, seit ich zuletzt in England war. Damals hatte ich den Eindruck, als seien Pakistanis nicht sehr geschätzt.

Religion sollte zwar keine Rolle spielen ...

aber vor dem Hindergrund der Fluechtlingskrise und teilweiser Islam-Phobie, ist das schon ein bemerkenswerter Aspekt. Zeigt es doch, dass Islam und westliche Gesellschaft durchaus vereinbar sind und nicht im Widerspruch zu einander stehen muessen.

jetzt kann man zu recht sagen,

der Islam gehört zu Europa!

Gelungene Integration

Nebenbei muss man erkennen:

Ganz offensichtlich kann Integration gelingen. Insbesondere bei Moslems. Sogar so überzeugend, dass die Londoner einen moslemischen Bürgermeister wählen.

Gut so. Eigentlich doch selbstverständlich. Es kommt auf den Menschen an. Die Zugehörigkeit zu einer Religion ist nur ein Aspekt neben vielen anderen.

Leseschwäche? "Er wäre der

Leseschwäche?
"Er wäre der ERSTE Muslim, der [..] eine europäische Metropole regiert".
Dieser Umstand ist durchaus eine Meldung wert. Er wird seinen Job schon machen, und falls nicht, wird er eben wieder abgewählt.

Böse Frage

Ich hab da mal eine böse Frage... Gehört der Islam eigentlich zum Vereinigten Königreich? Oder ist das da egal?

wenn schon Muslim

dann sollte man auch erwaehnen dass Herr Khan in religioes muslimischen Kreisen nicht besonders ankommt. Meines Wissens wird er sogar durch eine Fatwa mit dem Tod bedroht.

Bitter das die tagesschau

Bitter das die tagesschau immer noch meint ein muslimischer Bürgermeister sei besonders hervorzuheben. Was hat der Herr politisch zu sagen? Egal! Er ist Moslem. Das ist natürlich viel wichtiger.

Politiker oder? Säkularers Land oder? Da sollte dergleichen völlig nebensächlich sein....

klingt doch sehr

nach einer populistischen und rassistischen Schlagzeile

"Meines Wissens wird er sogar

"Meines Wissens wird er sogar durch eine Fatwa mit dem Tod bedroht."

Das ist richtig. Die wurden von mehreren muslimischen Geistlichen (u.A. auch in GB selbst) 2013 ausgesprochen, nachdem Khan als Parlamentarier für die Homo-Ehe votiert hat.

21:36, macaniel

>>wenn schon Muslim
dann sollte man auch erwaehnen dass Herr Khan in religioes muslimischen Kreisen nicht besonders ankommt. Meines Wissens wird er sogar durch eine Fatwa mit dem Tod bedroht.<<

Solche Fatwen gibt es wie Sand am Meer.

Die haben aber eher wenig zu bedeuten.

Denn es gibt im Islam, wie Ihnen bekannt sein dürfte, keine irgendwie geartete zentrale Autorität.

Da kann jeder Pfaffe eine Fatwa aussprechen.

Die Frage ist, ob es genügend Leute gibt, die seine Autorität anerkennen.

Der Katholizismus ist da entschieden übersichtlicher.

Beispielsweise.

02:56, zammy

>>Bitter das die tagesschau immer noch meint ein muslimischer Bürgermeister sei besonders hervorzuheben. Was hat der Herr politisch zu sagen? Egal! Er ist Moslem. Das ist natürlich viel wichtiger.<<

In Anbetracht der Diskussion, die gerade läuft, ist das dummerweise sehr wichtig.

Ich wollte auch, es wäre anders.

Aber die Welt richtet sich leider nicht nach mir.

@demokrateur

"Gehört der Islam eigentlich zum Vereinigten Königreich? Oder ist das da egal?"

Gute Frage.
GB hatte zwar keine Gastarbeiter aus Südeuropa, wie die BRD, aber mit der Kolonialgeschichte gab es einen ähnlichen Zufluß, wie in z.B. Frankreich.

Die britische Gesellschaft ist diesbezüglich nicht weniger gespalten, als unsere.
Aus den Folgegenerationen gab es ähnlich viele (hunderte), die nach Syrien in den Djihad gerannt sind.... und es gibt natürlich jetzt rückkehrer.

Klarer Unterschied zu Deutschland: in GB gibt es einen recht straken Einfluß der Deobandi Schule des pakistanischen Islam, die dem saudischen Wahabismus in Punkto Menschenverachtung in nichts nachsteht (was von Pakistan da zu halten ist, kann jeder selbst googlen).

Deobandianhänger töten durchaus auch mal Gotteslästerer in GB, wie kürzlich erst ein Mitglied der Ahmadiyya Subgruppe des Islam in Glasgow ermordet wurde... weil er den Propheten mit seinem Glauben beleidigte...

@20:54 von hofbericht1

Sie fragen: "Wenn es um Kriminalität geht, soll bei der Berichterstattung die Religion keine Rolle spielen. Warum bei einer Bürgermeisterwahl?"
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Antwort: >> Ganz einfach, weil der Bürgermeister einer Weltmetropole per se erstmal kein Krimineller ist, sondern eine Leitfigur mit persönlichem Vorbildcharakter. Da sollte die private Religionszugehörigkeit (Moslem) zwar grundsätzlich unerheblich sein, was aber in der aktuellen Situation politisch doch sehr stark polarisiert. In Erwartung unerwünschter Entwicklungen empfinde ich deshalb die Wahl der Londoner als unglücklich, ungeachtet politischer "Qualitäten" des Wahlsiegers.

@03:55 von fathaland slim

Sie schreiben u.a... "Solche Fatwen gibt es wie Sand am Meer... Die haben aber eher wenig zu bedeuten..."
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... Frage: Ungefähr so "balanglos" wie die Fatwen gegen Salman Rushdie oder gegen Hamed Abdel-Samad... Na, dann fragen Sie doch mal die Betroffenen.
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Nichts für ungut, werter @fathaland slim - doch hier reiten Sie ihr Berliner Kiez-Multikulti-Steckenpferd wohl doch etwas zu unbekümmert...

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