Kommentare

Das ist Kapitalismus. Es

Das ist Kapitalismus.
Es zählen n u r die Gewinne.

Und wir? Wir kaufen weiter "Marken-Produkte" an den Blut klebt.
Produkte die in diesen Ländern zu menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt werden.

Ich sage: Geiz ist keineswegs

Ich sage: Geiz ist keineswegs geil aber ich bin eben Mr. Nobody, deswegen machen die Hardliner weiter aber die Abrechnung kommt, manchmal früher als später.

Ablenkung von tagesaktuellen Frqagen

Themen wie RanaPlaza und Nepal sind das Äquivalent zum Ballet im Sowjetischen Fernsehen: eine Ablenkung während die Bude brennt. Nur nicht über TTIP und die fortgesetzte Wirtschaftsspionage der USA gegen Deutschland und seine Bürger sprechen. Das könnte ja den Gast Obama entzürnen.

Natürlich ist das Thema Ausbeutung in Bangladesh wichtig, aber es ist der falsche Tag für diese Öffentlichkeit. Das fehlt den Bürgern auch auf.

verantwortung

Jede Politik eines Landes ist auch für die Bevölkerung verantwortlich.
Und wenn die Politik eines Landes das nicht schafft, Regeln und Gesetze auf zu stellen, und auch dafür Sorge trägt diese ein zu halten, ist es doch kein Wunder wenn Menschen maßlos ausgebeutet werden.
Selbst hier bei uns arbeiten Menschen zum Hungerlohn und das vor den Augen unserer Volkvertreter. "Siehe Reinigungskräfte im Bundestag von Subunternehmen."
Und mal ehrlich: Wenn es auch Unternehmen gibt die vernünftige Löhne überall zahlen und die Arbeitsbedingungen gut sind, wie lange könnten diese bestehen?

So ist Kapital

eben, wenn es anderswo besser kommt zieht es weiter.
Früher hat Quelle und IKA in der DDR produzieren lassen und heute eben in Weißrussland oder ähnlichen Staaten.

Und bei den Textilien ist es eben noch aggressiver, dabei sind nicht mal die Billigheimer die Schlimmsten.
Viel schlimmer sind die teuren Markenartikel die auch in solchen Ländern und Fabriken hergestellt werden.
Herstellung 5 Euro und Verkauf 100.
Bei der ganzen Sache helfen auch keine Artikel mehr, die Strukturen sind so verwoben das nur die wenigsten es durchschauen können.

Und wie man sieht helfen Sie sich auch selber in dem Sie es eben heimlich machen.

Gruß

Hier liegt der Hase im Pfeffer!

Wir beschweren uns über die Flüchtlingsströme und das unsere Regierung damit nicht richtig umgeht, doch wenn es daran geht selbst etwas zu tun, schütteln wir den Kopf und gehen weiter zu Kik oder anderen Extrem-Discountern, die mit ihren Produkten nicht nur für Hungerlöhne in ärmeren Ländern verantwortlich sind sondern mit ihrer Schrottware, auch noch die Umwelt belastet. Wann wachen wir endlich auf und übernehmen Verantwortung für unseren Lebensstil? Der Preis eines T-Shirts muss eben auch die Produktionskosten decken. Vielleicht dann lieber mal ein T-Shirt weniger kaufen, dafür einen angemessenen Preis bezahlen und langfristig sparen! Und dann bei Firmen kaufen, die sich nicht an unserer Dummheit und der Hilfsbedürftigkeit der Ärmsten eine goldene Nase verdienen wollen!!

Das Perfide ist...

dass es den Firmen wie H&M und KiK nicht einmal wehtun würde, diese 50 Cent mehr zu bezahlen, absolut nicht - aber es würde am Goldenen Kalb "Gewinnmaximierung" nagen, um welches Chefs, Aufsicht und andere Schlipsträger so vehement tanzen. Viele Firmen haben den Bezug zum normalen Leben längst verloren, es geht nur darum, so viel Geld die möglich zu horten, damit einige einzelne soviel bekommen und haben, dass das sie das niemals in einem Menschenleben ausgeben können. Hauptsache, HABEN. Habgier pur von einigen wenigen Raffzähnen. Die Zeche dafür bezahlen die Menschen, die so dringend auf das Geld angewiesen sind, um ihre Kinder überhaupt etwas zum Essen kaufen und zur Schule schicken zu können - zweiteres ist schon Luxus. Meine tiefste Verachtung für solche Firmen. Ich kaufe da schon lange nichts mehr und bemühe mich um "Made in Germany".

Im Zuge der Globalisierung

Im Zuge der Globalisierung müssen einheitliche, verbindliche Standards her, die eben auch Arbeitsschutz oder auch Umweltschutz garantieren.

Wenn Textildiscounter glauben, sie dürften zu Dumpingpreisen hier verkaufen, muss diesen tief ins Fleisch geschnitten werden.

Die Produzenten müssen ihrerseits die Preise festlegen, die sie brauchen, um den Menschen ein menschenwürdiges Arbeiten ermöglichen zu können.

Das kann doch alles nicht so schwer sein?!
Wir leben im 21.Jahrhundert!

12:43 von mhsh

"Das ist Kapitalismus.
Es zählen n u r die Gewinne."

Nein. Es gibt auch eine humanere Form von Kapitalismus.
Natürlich muss man so wirtschaften, dass man sich selbst erhalten und noch Rücklagen bilden kann.
Das geht auch ohne andere auszupressen und zu vernichten.
Kapitalismus muss nicht zwangsläufig vernichtend sein.
Er wird es aber, je nach moralischer Einstellung der Menschen.
Wenn die Moral sinkt, dann wird es schnell menschenfeindlich.
Und wie ich von vielen Foristen schon persönlich erfahren habe, scheint Moral per se in Verruf gekommen zu sein.
Jedenfalls ist Moral für viele anscheinend nicht mehr zeitgemäß.
Da wundert mich dann eben auch der Verfall des Gewissens nicht mehr. Heraus kommen dabei Egoisten, die sie immer mehr psychopathische Wesenszüge aneignen.
Psychopathie ist gesellschaftsfähig geworden und Moral wird verpönt. Das ist das Problem.
Warum auch immer ...

Es gibt ein paar Hersteller,

Es gibt ein paar Hersteller, die garantiert nachhaltig wirtschaften und Sozial- u. Umweltstandards einhalten.
Man muss sie halt gezielt suchen.
Oder schaut nach Vertrieben ...
Hess Natur oder Waschbär z.B. vertreibt nachhaltig erzeugte Textilien.
Im DM-Markt kann man vom Hersteller "Alana" Textilien in Demeter-Qualität kaufen und im "Alnatura" auch.
Also es geht auch anders ...

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

wir möchten Sie bitten, zu einer sachlichen und themenorientierten Diskussion zurückzufinden.
Fremdenfeindlcihe Aussagen sind nicht erwünscht.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Daran führt kein Weg vorbei

Sry aber könnte den ganze Leuten die hier Krokodilstränen weinen mal jemand erklären das man ohne Ausbeutung von Mensch und Natur kein Industriestaat wird ?

7 Jährigen Kinder die in kleinen Minen Kohle fördern, ja das war auch mal Deutschland. Allerdings vor 150 Jahren.

Oder diese Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie, die waren früher in China und Taiwan, heute in Bangladesh und Pakistan und guckt was aus den ersten beiden geworden ist. Entscheidet ist das die Regierung kompetent genug sind, mit dem erwirtschafteten Geld vernünftig umzugehen.

Tagesschau und Naivität ...

... ein typisch naiver Artikel der Tagesschau. Natürlich produziert der Mann weiter für westliche Kunden, nur indirekt. Natürlich kaufen H&M und all die anderen Westlichen Firmen weiterhin in Bangladesch: nur noch billiger und verdeckt über Mittelsleute, sonst säßen da keine Näherinnen mehr. Dass jetzt die Russen als morallose Gesellen und Größe in der Textilindustrie in die Lücke sprängen, während H&M in Vietnam noch billiger produziere, glaubt doch wohl kein Mensch. Und natürlich ist der Fast-Fashion Zirkus kein Deut geläutert: schließlich kennt er nur ein Ziel: Profit.

@Tralafit

TTIP und Obama werden doch überhaupt nicht ausgeklammert oder gar verschwiegen, tagtäglich wird darüber diskutiert und berichtet.
Und wer den Tusammenhang zwischen Themen wie TTIP und diesem Beitrag und Flüchtlingsströmen und vielem anderen nicht kapiert hat, sollte schleunigst mal Nachhilfe in 'Globalisierung' nehmen. Einigeln geht nicht mehr, alles was wir hier tun oder lassen hat globale Auswirkungen.

Warum sollten denn bitte

Warum sollten denn bitte schön Firmen aus dem Ausland die Arbeitssicherheitsmaßnahmen für Firmen in Bangladesh oder sonstwo übernehmen?

Übernimmt VW die Arbeitssicherheitskosten seiner Zulieferer?
Ja genau, warum auch - das sind eigentständige Firmen, die selber für ihre Finanzierung verantwortlich sind.

Manchmal wird die "wir sind schuld, nur wir"- Masche echt absurd.

"Ich habe 2015 auch als Subunternehmer gearbeitet, für eine andere Fabrik, die den Auftrag nicht alleine bewältigen konnte. Der Kunde war ein deutscher Discounter. Aber er hätte all das nicht erlaubt. Also machen wir es heimlich."
Leute geben offen zu, eben auch die Anforderungen heimlich zu umgehen... und trotzdem wird hier in den Kommentaren die Schuld nur einseitig verteilt.

Kleiner Tipp: bangladesische Unternehmer sind genau so gierig, wie europäische.

Und überhaupt ist für die Arbeitssicherheit in Bangladesh die Regierung dort zuständig und nicht europäische Textilfirmen.

Aber nein, nur wir sind schuld.

Es bedarf eines langwierigen Prozesses des Umdenkens

an allen Gliedern der Warenkette. Bei Herstellern, Produzenten, Zwischenhändlern u n d Kunden. Vom zu kurz gedachten "Geiz ist geil", zu einem nachhaltigen " Leben und leben lassen".

Schuld ist nicht nur der Kapitalismus

um 12:43 von mhsh:
"Das ist Kapitalismus.
Es zählen n u r die Gewinne."

Das könnte ich ja noch akzeptieren, wenn es im Kommunismus besser wäre. Ist es aber nicht.
In Kuba schuften die Menschen für Hungerlöhne in überteuerten Hotels für ausländische Gäste. Das Castro-Regime finanziert so seine Waffenkäufe.
Oder wie war es in der Textilindustrie der DDR? Der kleine Mann musste schuften für die staatichen Devisen.

Kapitalismus funktioniert

"Wegen der Sicherheitsmängel habe ihm auch H&M keine Aufträge mehr gegeben."

"Wenn sie statt sechs Dollar pro Stück 50 Cent mehr zahlen würden, würde das schon reichen"

Also wenn man jetzt ilegale Geschäftswege außen vor lässt, würde das ja implizieren, dass H&M usw. Produzenten gefunden haben, die die Sicherheitsvorkehrungen erfüllen und gleichzeitig für 50 Cent weniger produzieren als dieser Vergleichswert hier. Also ein Produzent der effizienter ist. Kapitalismus scheint also zu funktionieren und findet den effizientesten Weg um ein Produkt herzustellen. Natürlich brauch man Regulationen und Verbote um Korruption, ilegalen Handel und Gesundheits-/Umweltrisiken zu vermeiden, aber insgesamt sehe ich nichts verwerfliches daran ständig alle Wege zu optimieren. Nur so kann Fortschritt kommen.

und was tut die Politik?

es müsste ein internationales Label geben und rückverfolgbar bis zum letzen Zulieferer. Selbstverpflichtung scheint nicht zu funktionieren. Nur so kann man faire Ware kaufen. Gerne würde ich dafür mehr bezahlen. Ich verstehe die Konzerne nicht die nur ans Geld denken. Selbst Luxusmarken wo ein Stück mit Riesengewinn verkauft wird sparen beim Ärmsten. Erbärmlich. Wer prangert die an? Das Wort Geiz ist hier durch Gier zu ersetzen.
Damals war der Aufschrei groß ( Fabrikeinsturz) - die Medienkaravane ist weitergezogen.

13:40 von Wohlstandsbäuchlein

Schuld ist nicht nur der Kapitalismus

um 12:43 von mhsh:
"Das ist Kapitalismus.
Es zählen n u r die Gewinne."

Das könnte ich ja noch akzeptieren, wenn es im Kommunismus besser wäre. Ist es aber nicht.
In Kuba schuften die Menschen für Hungerlöhne in überteuerten Hotels für ausländische Gäste. Das Castro-Regime finanziert so seine Waffenkäufe.
Oder wie war es in der Textilindustrie der DDR? Der kleine Mann musste schuften für die staatichen Devisen.
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Und es muss in Deutschland auch Käufer geben, die diese 50 Ct von Ihrem Tarifgehalt einsparen wollen.
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Die Sicherheit in Bangladesh hat den gleichen Stellenwert, wie es in unserem Pisa-orientierten System die Tante-Emma-Läden hatten.
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Solidarität?
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Ählich wie die der zu alimentierenden Beamten, mit den auf Ihre Empfehlung geschröpften Nettorentnern.
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Geiz ist Geil, kommt aus dem gesellschaftlich relevanten Kern.

Profit ist doch in Ordnung

um 13:23 von L.-Ludwig:
"Und natürlich ist der Fast-Fashion Zirkus kein Deut geläutert: schließlich kennt er nur ein Ziel: Profit."

Gegen Profit ist ja nichts einzuwenden. Die meisten Menschen arbeiten nicht gerne für lau, sondern möchten etwas verdienen. Es kommt darauf an, verbindliche und faire Regeln einzuführen.

Kapitalismus scheitert täglich

Optimal sind systematische Menschenrechtsverletzungen sicher nicht, Herr Schmiedth, auch wenn die Produktionskosten sinken. Und die Regelungen wie 8-Stundentag, Arbeitssicherheit etc wurden erkämpft. Kampf fällt bei 14 h Arbeit am Tag und Hunger schwer.

50 Cent mehr ?

Wiki sagt: "In Bangladesch gibt es massive Korruption, Unordnung und politische Gewalt."

Wie soll denn da bitte eine Preiserhöhung (denn darauf läuft es ja hinaus) helfen?

Die Gesetze der Statik gelten weltweit und wenn eine Baustruktur, die nicht für diesen Zweck ausgelegt ist überbeansprucht wird, kann am allerwenigsten der deutsche Kunde etwas dafür.
Das ist zuerst Sache der dortigen Behörden und dann die Sache der dortigen Regierung, wenn wichtige Außenhandelsbeziehungen betroffen sind.

Das Märchen von der segensreichen Wirkung der Globalisierung entlarvt sich schnell als leeres Versprechen, wenn öffentlicher Druck nur dazu führt, daß die Produktion in noch billigere Länder wie Myanmar mit genauso menschenverachtenden Produktionsbedingungen verlagert wird.

Die EU betrachtet ihre Wertevorstellungen gerne als Exportschlager, beim Import von Waren scheinen diese Werte aber nicht zu gelten.

@Coachcoach

Dass Bangladesch inzwischen in der weltweiten Wertschöpfungskette aufgestiegen ist, die Leute wesentlich mehr Wohlstand haben, deswegen auch mehr Sicherheit und Standards fordern und deswegen wahrscheinlich die Unternehmen diese unterste Schiene der globalen Wirtschaft auch in andere Länder verschieben scheinen sie dabei außer Acht zu lassen. Ja in Bangladesch wurde mit wenig Lohn billig Ware hergestellt, vielen Menschen hat das aus der Armut geholfen. Dass Bangladesch auf diesem Pfad nicht bleiben kann um noch größeren Wohlstand zu sichern, ist offensichtlich. Dass jetzt in anderen Ländern produziert wird und diese im Vergleich noch armen Länder dann auch etwas von dem Wohlstand abbekommen, scheint insgesamt eine gute Sache zu sein.

Wegwerfgesellschaft + Konsum

Da ist die junge Familie mit 2 Kindern + 1 mittelmäßigem Verdiener, in der keiner einen Knopf annähen kann.
Da sind Jugendliche, die ihre 'Klamotten pimpen' - gerne auch 'mal die Unterhemden der Uroma. Sie nähen + designen.

Konsum ist bei uns super.
Wer sind wir, dass wir anderen Regierungen Sicherheitsstandards in der Arbeitswelt diktieren möchten?
Bei uns gab es die früher auch nicht.

Deshalb können die Abnehmer fordern, was sie wollen - wenn sie sich nicht selber darum kümmern, werden Forderungen nicht umgesetzt od. das Geld dafür verschwindet.

In den Zuliefererketten sind noch ganz andere Hunde begraben: 3-Jährige, die mit bloßen Händen in längst 'stillgelegten' Minen Rohstoff f. Kosmetika fördern, etc..

Globalisierung kann nicht direkt diktiert werden, sie muss wachsen. Es kann vllt mit etw. Druck der Verbraucher (?) nachgeholfen werden. Od. auch mit so einem Riesending wie TTIP.

Auch unsere Ärmsten sollen sich Bekleidung + Haushaltsgeräte noch leisten können.

Es ist komplex

Am 24. April 2016 um 13:40

Am 24. April 2016 um 13:40 von Wohlstandsbäuchlein
Schuld ist nicht nur der Kapitalismus
#
Was soll das immer wieder.
Was haben Kuba und die DDR damit zu tun.
Und dann noch die Frage

Wofür schuften wir, Für eine Rente zum bhetteln beim Staat.
Damit Manager Millionen Boni bekommen.
Und anders ist das in Asien auch nicht.

Man hackt auf Kik und Co rum.
Dreht man jedoch Markensachen um und sieht Nike - Made in Theiland
Und dann sehen Sie den Preis im Laden.

12:52 von Tralafit

Ich gebe Ihnen vollkommen recht mit der Ablenkung, besonders von Ihrem Wort : Frqagen.

Und welcher Tag wäre der Richtige?

Ihr Kommentar ist meiner Meinung nach unnötig und bringt die Diskussion über das Thema nicht weiter. Sie hätten auch einfach ihre themenbezogene Meinung schreiben und damit womöglich einen konstruktiven Beitrag leisten können.
Auch wenn es für Deutschland zur Zeit wichtige Themen zu besprechen gibt, sollte man jedoch den Blick auf andere Missstände in der Welt nicht abwenden.

Es ist einfach schrecklich, dass diese Menschen immer die Leidtragenden sein müssen, dabei wäre doch fast jeder bereit, mehr als 5 Euro für ein T-Shirt zu bezahlen...

@Wohlstandsbäuchlein "Profit ist doch in Ordnung"

"Gegen Profit ist ja nichts einzuwenden. Die meisten Menschen arbeiten nicht gerne für lau, sondern möchten etwas verdienen. Es kommt darauf an, verbindliche und faire Regeln einzuführen."

Profit bedeutet in einem Akt sozialen Austauschs (und nichts anderes ist Wirtschaften), Übervorteilung einer Seite. Profit ist also im Grunde höchlich asozial und also gerade nicht "in Ordnung". Die Aufgabe der Bekleidungsindustrie sollte die Bekleidung der Bevölkerung sein, nicht Profitmaximierung auf Kosten der handwerklichen Produzenten.

@pipilampumpf "Textildiscounter verkaufen zu Dumpingpreisen" ...

... Aber an wen nur?
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Ordentliche Kleidung bedeutet soziale Teilhabe. Unterhalb von den durch sie geschmähten kommt nur noch die Rot-Kreuz-Kleiderkammer.
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Sie haben für ihre Ansichten erstaunlich wenig Mitempfinden für die Armen in Deutschland.

@anelena

Es sind aber nicht immer "diese Menschen". Wenn sie sich die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten angucken ist die geographische Position "dieser Menschen" sehr stark über den gesamten Globus gewandert. Ja die Bedingungen unter denen diese Menschen arbeiten müssen sind teilweise furchtbar und in einer perfekten Welt würde es soetwas nicht geben. Wir leben allerdings leider in der Realität. Und während die schlechten Arbeitsbedingungen ein Teil der Realität sind, ist ebenso der darauf folgende Wohlstand und damit einhergehen eine Erhöhung der Standards ebenfalls ein Teil der Realität. Dies ermöglicht "höherwertige" Arbeit an diesem Ort, während diese "schlechtere" Arbeit woanders hin migriert, wo die Bedingungen für "höherwertige" Arbeit noch nicht gegeben ist.

"Behauptung"

@ anelena

Ich lehne mich jetzt 'mal ganz weit aus dem Fenster: Ich behaupte, es geht nicht (ausschließlich) um die 3,99-EUR-T-Shirts. Auch 'Markenanbieter' lassen unter solchen Arbeitsbedingungen fertigen.

Das ist der eigentliche Skandal.

Auch wenn das Unglück schlimm

Auch wenn das Unglück schlimm war, aber was haben denn bitte die Kunden damit zu tun?

Es gibt einen Markt, man bietet seine Waren zu einem Preis an und schaut, wer kauft. Kauft keiner, kann man an der Preisschraube drehen oder sich um neue Betätigungsfelder kümmern.

Man darf nicht vergessen, daß der Preis der Grund dafür ist, daß überhaupt in Bangladesch produziert wird. Wenn die Preise deutlich steigen, könnte man salopp gesagt die Sachen auch gleich in Europa produzieren.

Wenn also Bangladesch im Welthandel mitmischen will, dann müssen sie schauen, wie sie das anstellen, aber den Kunden im Ausland die Schuld an dem Unglück zu geben ist an den Haaren herbeigezogen. Wenn die Regierung von Bangladesch nicht einschreitet, dann ist das halt so. Das Land ist eigenständig.

es ist Sache der dortigen

es ist Sache der dortigen Regierung Regeln für den Arbeitsmarkt aufzustellen.

Wir sind wohl an allem Schuld?

Deutschland hat Milliarden Euro Entwicklungshilfe nach Bangladesh geschickt, die versickert sind.Wieso sind die Abnehmer für eine Ware verantwortlich für die Bausicherheit eines Lieferanten und nicht die Behörden? Sollen wir Gutachter aus Deutschland zur Bauabnahme schicken? Woher weiß man, ob die 50 Cent Preiserhöhung wirklich in diesem total korrupten Staat richtig ankommen?
Es hindert niemand der vielen Kapitalismuskritiker hier daran, selbst eine Firma zu gründen und zu zeigen, wie es geht. Ansonsten ist das genau so schlaues Geschwätz wie die vielen "Fußballtrainer" auf der Tribüne, die wissen, was der wirkliche Trainer hätte machen sollen. Aber die Schwätzer hier anscheinend unfähig, eine eigene Firma aufzubauen und dann in Bangladesh selbst einzukaufen.

@L-Ludwig

Profit ist die Bezahlung für eine erbrachte Leistung. Umso besser die Leistung, umso höher der Profit. (Natürlich braucht man Regelungen um nicht erwünschte Wege zu einer besseren Leistung zu unterbinden.)

Die Aufgabe der Bekleidungsindustrie ist es die Bevölkerung zu bekleiden und dabei ständig den Weg dahin zu evaluieren und zu optimieren. Das Problem am Kommunismus ist unter anderem das es keine Initiative gibt effiziente Wege zu ergründen und deswegen häufig in Bürokratie, Verschwendung und Miswirtschaft endet. Wir müssen für Fortschritt Effizienz beachten und Anreize setzen, um dieses Ziel zu erreichen. Kapitalismus ist das System was weltweit bereits hunderte von Millionen, vielleicht sogar Miliarden an Menschen aus der Armut gehievt hat und das auch weiterhin tut. Kommunismus ist Unterdrückung und Knechtschaft.

"Idealistische Utopie"

Wie wäre es, wenn die Einkäufer-Firmen die Fertigung zu ihrem "Projekt" machten?
"Abgesandte" der CEOs in z. B. Bangladesch 'ihren' Fertigungsbetrieb betreuten: Bessere Standards, Arbeitsbedingungen etc. förderten?

Bei Ketten wie Rewe funktioniert die Werbung auf der sozialen Schiene ausgezeichnet (ProPlanet, Tafeln)! - Und hier frage ich mich öfter, ob ich nicht direkt spenden soll, anstatt Produkte zu kaufen, bei denen ich 'automatisch' 10 Ct. spende.

Eine solche Förderung kann dem Verbraucher also gut verkauft werden. Auch das Image wird so aufpoliert.

Hier ein etwas hinkendes Bsp., dass auch unser Land/EU etw. 'bewerkstelligen' könnte. Wenn es auch mit Komplikationen bei uns verbunden wäre:
http://cnsnews.com/news/article/obama-bans-us-imports-slave-produced-goods

Ich bin nicht bereit auch

Ich bin nicht bereit auch nur einen Cent mehr für Klamotten zu bezahlen ! Ich kaufe ausschließlich Markenartikel für teuer Geld ! Das Problem ist doch das die Hersteller den Hals nicht vollbekommen und sich die Taschen voll machen ! Die sollen die Arbeiter anständig bezahlen und die Gier ein wenig runterschrauben !!!

Liebe Kommentatoren und Kommentatorinnen,

1. Die meisten Entwicklungshilfegelder kamen weder beim Staat noch bei den Bürgern an.
Versickert sind sie in westlichen NGOs und westlicher Förderung, nicht in der bengalischen Regierung.

2. Da Angebot und Nachfrage Grundsatz sind, wird BD seine Produktion erst verbessern, wenn bessere Angebote kommen.

3. Der Awami-League die Verantwortung zu zuzuschieben, zeugt von Unwissenheit.
BD ist so instabil wie Mitte der 90er und dies verdankt das Land westlichen und pakistanischen Interessenkonflikten, die auf dem Rücken des Volkes ausgetragen werden.

4. BD soll sich um sich selbst kümmern?
Leider ist der Klimawandel kein Verschulden BDs, sondern der Industrienationen.
Dieser Einfluss und die Ausbeutung, sind Grundlage für die europäische Verantwortung.

Weder der Kapitalismus, noch der Westen, noch BD sind Schuld.
Arme Europäer wollen auch Marken tragen, bengalische Arbeiter wollen Essen und Sicherheit und Ihr, Ihr palavert nur.

Fair Trade

Ich würde mir wünschen, dass zumindest die Edelmarken unter deutlich besseren Bedingungen produzieren würden anstatt ihre enormen Margen in Flagship Stores in teuren Lagen, Marketingfirlefanz und Dividenden zu stecken. Denn die Produktion von Edeloutfit kostet nur wenig mehr, als die von Discountern. Und dieses "mehr" ist geht dann in etwas teurere Rohstoffe und kaum an die Arbeiter.
Aber trotz Sponsoring teurer Promievents, Werbung, Markenbotschafter (Schauspieler, Sportler) und Mieten in besten Lagen machen diese Marken noch riesige Gewinne. Da sieht man wo das Geld bleibt wenn man sein T-Shirt statt bei kik im Gewerbegebiet bei Nike, Hilfiger und Konsorten auf der Kö oder der Maximiliansstraße kauft.
Nicht immer nur auf den Billigmarken rumhauen. Kein Grund, sich in Ralph Loren als was Besseres zu fühlen.

@chameleon0816 12:58

"...doch wenn es daran geht selber etwas zu tun, schütteln wir den Kopf und gehen weiter zu Kik oder anderen Extrem-Discountern,.."

Da stellt sich die frage wer geht zu Kik Shopen. Der Angestellte der mit Netto 3000 € am Monatsende heimgeht. Oder wohl doch eher die Alleinerziehende, Altenpflegerin, oder ähnliche Berufe die mit Netto ca. 1200 € als Monatsverdienst nennen darf, was etwa 8.50 € mindestlohn ausmacht.
Ich kenne einige Menschen die würden sehr gern in Exklusiveren Shops Einkaufen wenn sie nur könnten. Wobei die Edelklamotten oft genauso am selben Ort gefertigt werden wie die Billigheimer.
Nike hat zb. nur noch die Logistik in den Staaten, alle Produktionen werden ausschließlich in Billiglohnländer Hergestellt. Und die Artikel sind alles andere als Billig. Die Perfide Ausbeutung fängt schon bei uns an mit Wohlwollen der Regierung und der Lobbyverbände im Bundestag.

19:12 von MUJO

So traurig es auch ist, aber sie haben absolut Recht. Damit ist eigentlich auch alles gesagt.

19:12 von MUJO

Sie glauben jetzt nicht ernsthaft, dass "Exklusivshops" nachhaltig und sozial verträglich produzieren lassen, bloß weil Sie da das zehnfache hinlegen.

Markenhersteller und Luxushersteller lassen genauso billig und menschenverachtend herstellen.
Sie verkaufen es nur teuer.

Geld ist kein Qualitätsgarant.

Man muss sich schon dafür interessieren, wo, wie und zu welchen Konditionen genau das Produkt, das Sie kaufen wollen, hergestellt wird.

Und dann entscheiden Sie. Das ist keine Preisfrage, sondern eine Gewissensfrage.

Ich verdiene übrigens auch nicht mehr und kaufe trotzdem ganz bewusst NICHT bei Billigherstellern. Es gibt Biohersteller, die gute und haltbare Produkte herstellen.
Das ist keine Frage des Verdienstes sondern der Prioritäten, die man selbst hat.
Ich kaufe dafür z.B. keinen Plastikmüll (Plastik-Spielsachen) und spare auch an Elektronik. Dadurch sparen Sie ungemein viel Geld und können das an anderer Stelle eben ausgeben.

Produktion

Ist bei uns jede Produktion fair? Wird bei uns jede Verkäufer/in vernünftig bezahlt?
Nein.
Aber bei uns gibt es Gewerkschaften, Arbeitsschutzgesetze, ein Mindestlohn, wenn es sein muss Whistleblower und Journalisten die die Arbeitgeber auf die Finger schauen.
Solange in asiatische Länder die Politik nicht einlenkt wird sich nichts ändern. Die Geschäftsführer arbeiten meistens gut mit der Politik Hand in Hand.
Wie können "Deutsche" oder faire Produkte kaufen, aber wer kann versichern das dann alles gut ist? Fast nichts wird ausschließlich in Westeuropa hergestellt.

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