Kommentare

Den einen nehmen, den anderen geben

Statt die Finanzierung der Universitäten auf einen verlässlichen Haushalt zu stellen, wird in der Breite abgezogen und an einzelne Stellen maximal investiert.

Nichts ganzes, nicht halbes, eigentlich überhaupt nichts. So funktioniert Forschung nicht.

Wenn diese

Wenn diese "Exzellenzinitiative" eines gebracht hat, dann dass sie Forschung ausgebremst und jede Menge Forscher vergrault hat. Denn der Papierkram ist jenseits von gut und böse und es wird ganz erheblich gekungelt.
Qualitätsforschung ist etwas anderes.

Für den künftigen weltweit. REPRÄSENTATIVEN wissenschaftl. FORTSCHRITT unseres Landes, NUR so wenig- - im 21. Jahrhundert ! Oder leben wird hier in einem 3-Weltland?

Der Bund sollte den Ländern zig fach mehr für die Forschung, insbesondere der Technik (für d. Konsum/Produktion & die medizinische Diagnostik u. a. ) geben.

Peinlich. . . . Dafür dass wir hier in DE/ganz EU, weiß der Kuckuck eigentlich WIESO, für Millionen von Menschen kümmern müssen, die sich einfach nicht um ihre eigenen Ländern anständig kümmern können (Frieden/Wirtschaftsfortschritt), und ihre Heimat dann prakt. wie AUTOMATISIERT verlassen, weil es hier schon ALLES FERTIG ist
===> Hierfür gibt's jedes Jahr paar Milliarden mehr für DE & Türkei z. B. . . bis zu 10 x 1/2 Milliarde €

Much ado about almost nothing

Eine halbe Milliarde. 50 Promovenden hier oder da. Das ist doch Kleckerei im Vergleich zu unseren Konkurrenten im Ausland.
Und natürlich, Vetterleswirtschaft. Seltsamerweise ist die Uni Bremen dabei, und die Ministerin Wanka arbeitet an dem Konzept mit der Bremer Senatorin. Imboden ist auch alles andere als lupenrein. Dr. Google hilft, wenn man da wirklich suchen will; ich schweige dazu, sonst wird dieser Kommentar wegmoderiert.
Freiburg kam ja in der ersten Runde auch erst auf die Liste, nachdem dieselbe schon geschlossen war. Und viele andere Unis - zum Beispiel 'meine' - haben sich beinahe in den Ruin gewirtschaftet und gearbeitet, um dazu zu gehören. Dieser ganze Unsinn, dass man monatelang Forschungsergebnisse zusammenstellen, präsentieren, Drittmittel aus- und berechnen, 'Visionen' generieren und den Gremien mit Präsentationen verkaufen muss, ist, wenn man genauer nachdenkt, doch von vorn herein schon ziemlicher, unwissenschaftlicher Schrott.

500 Mio - das Budget einer einzelnen Fakultät in Stanford

Vielleicht sollten sich die entscheidenden Politiker mal dieses Interview mit Stanford-Präsident John Hennessy durchlesen: http://www.zeit.de/2016/14/universitaeten-silicon-valley-stanford-exzell...

dann wird ziemlich klar, dass diese Exzellenzinitiative ein Tropfen auf den heissen Stein ist. Schall und Rauch, sozusagen. Ein Strohfeuer mit dem medialen Interesse im Fokus.

Hinzu kommt der administrative Aufwand, den eine Uni betreiben muss, um dazu zu gehören. Bei der RUB z.B. hat man sich damals diebisch darüber gefreut, es knapp nicht auf die Liste geschafft zu haben. Die Aufmerksamkeit und der Prozess haben über ander Kanäle viel Geld und Interesse generiert, ohne an das strikte Gerüst der Initiative gebunden zu sein.

Wissenschaft ist eine Black Box

Leider! Während andere Gesellschaftsbereiche sich einer peinlichen Prüfung unterziehen müssen - insbesondere beim Sport sind viele Gewissheiten über Bord gegangen - darf ein Bereich der Gesellschaft weiterhin unkontrolliert schalten und walten: die Wissenschaft! Zwar ist es nur ein kleiner Teil der Steuergelder die in deren Subventionierung fließen, jedoch geschieht dies weitgehend ohne Kontrolle und messbare Kriterien. Das ist schade. Nicht nur Steuergelder werden verschwendet, sondern auch menschliche Ressourcen!

mit geld allein...

laesst sich in der deutschen hochschullandschaft nichts reissen.

hauptproblem in deutschland ist die korrupte berufungspraxis, die dafuer sorgt, dass wahre "spitzenforscher" lieber spitzenpositionen im ausland behalten, als sich dem ganz durch deutsche berufungsverfahren zu unterziehen.

eine der groessten luegen in diesem zusammenhang war der appell an die "spitzenforscher", doch bitte nach deutschland zurueckzukehren. wer sich wirklich hierfuer interessierte, auf den warteten in deutschland keine stellen, sondern befristete stipendien, mit denen sich keine familie haette ernaehren lassen koennen.

armes deutschland.

@19:32 Möbius -- Elegante Einfälle lassen sich nicht planen

" ... jedoch geschieht dies weitgehend ohne Kontrolle und messbare Kriterien. "

Das ist leider ganz und gar nicht wahr, denn Wissenschaft muss heutzutage sganz im Gegenteil ständig "scientific productivity" nachweisen, d.h. wie viele Artikel und wie oft zitiert, dann werden auch noch sog. bibliometrische Analysen der Veröffentlichungen gemacht usw. -Ergebnis? Oft zählt nur noch Quantität und nicht Qualität.

Bestes Beispiel ist der historische Artikel"Stroop, J. R. (1935). Studies of interference in serial verbal reactions. Journal of Experimental Psychology, 18(6), 643." - eine der meist zitiertesten Arbeiten in dieser Wissenschaft, aber der Herr Stroop hat nur drei weitere Artikel auf dem Gebiet der exp. Psych. in seinem Leben veröffentlicht. Trotzdem ist sog. Stroop-Test heutzutage ein sehr wichtiges Forschungsparadigma in der Neurowissenschaft, u.a. für Präfrontalhirnforschung.

Fazit ist, elegante Einfälle lassen sich nicht planen, Forschung ist was anderes als Entwicklung...

20:48 von Friedrich Spee

"hauptproblem in deutschland ist die korrupte berufungspraxis, die dafuer sorgt, dass wahre "spitzenforscher" lieber spitzenpositionen im ausland behalten,"

Nicht nur das. Ein grosses Problem in Deutschland ist das Fehlen von Mittelbau Positionen. Eine von mehreren Möglichkeiten ist es, zeitlich unbegrenzte Positionen zu schaffen, die im Status den Professoren ähnlich sind, sich jedoch selbst zum Teil oder vollständig durch externe Grants finanzieren, kleine Gruppen bilden und einem grösseren Labor mitangehören. In den USA ist es nicht unüblich in solch einer Position bis zur Pensionierung zu arbeiten.

WITZ

Leider ist das alles ein riesengroßer Witz.
533 Mio. € pro Jahr und vor ein paar Tagen gab es 12 Mrd. € pro Jahr für Rentner.
3 Mrd. jährlich an die Türkei.
X Mrd. an Griechenland
usw....

Ist uns unsere Zukunft nix mehr wert ? Wer soll den Wohlstand der Zukunft erwirtschaften, wenn Innovationen im Ausland gemacht werden ?

Der positive Effekt des Geldes wird leider durch unendlich viel Bürokratie aufgefressen. Habe das selber alles live miterlebt.
Es sind sehr aufwändige Bewerbungsverfahren mit unendlich viel Text und hunderten Stunden Arbeit. Diese Arbeitszeit fehlt dann natürlich zum Forschen und Lehren.
Als Genetiker kann ich Ihnen allen hier sagen, dass Deutschland seine Spitzenposition immer mehr verliert. Gefühlt die Hälfte der guten Publikationen kommt heute aus Asien.
"Spitzenforschung und Spitzenergebnisse hängen von drei Dingen ab 1. Geld 2. Glück und 3. dem Können der Leute" (Zitat frei nach Ulrich Laemmli, dem Autor der meistzitierten Publikation der Biologie)

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