Kommentare

Nach dem Ende des

Nach dem Ende des Rohstoffbooms ist in ganz Südamerika die Rechte wieder auf dem Vormarsch. In Venezuela kommt noch ein gerüttelt Mass an Wirtschaftssabotage dazu. Was nicht bedeuten soll, dass die chavistische Regierung nicht auch Fehler gemacht hat, aber sicher nicht mehr, als die Regierungen vor Chavez, die für eine exorbitante Armenquote sorgten, und bei denen die Inflationsraten auch schon extrem hoch waren. Die Stromkrise hat mit der ausserordentlichen, durch el niño ausgelösten Dürre zu tun (leere Stauseen), der auch in anderen Ländern zu grossen Problemen führt.

Misswirtschaft

Der Ausbund sozialistischer Misswirtschaft ist ja, dass im ölreichsten Land Amerikas das Öl knapp wird. Die Misswirtschaft treibt in Venezuela seltsame Blüten. Die Regierung Chavez und Konsorten hätte man schon längst in die Wüste schicken sollen.

Jetzt wird's ernst!

Lebensmittel, Wasser, Strom ... das geht ja alles. Aber wenn's kein Bier mehr gibt hört der Spass auf, das wäre auch bei uns nicht anders ;-)

Lebensbedrohliche Zustände...

Alles war zu verkraften. Der Hunger, die Wasserknappheit, die rationierte Energie. Aber nun ist die Schmerzgrenze erreicht. Himmel hilf, das Bier wird knapp!

Früher konnte man sich die Zustände ja noch schönsaufen, aber damit ist es nun vorbei.

Chavez hat den Reichtum des Landes,

an andere sozialistische Bruderstaaten verschleudert und nichts für die Verbesserungen im eigenen Land eingesetzt. Jetzt sollen es "die Rechten" sein, die für die Folgen verantwortlich seien und "auf dem Vormarsch sind", welch ein Irrsinn.

Politiker können immer wieder eine Wirtschaft ruinieren, aber sie nicht in Gang setzen. Das sollte man seit "Karlchen Schiller" mit seiner "Feinsteuerung der Wirtschaft", die ebenfalls nicht wie gewünscht funktionierte, eigentlich wissen.

Wie im alten Rom

Gebt dem Volk Brot und Spiele - und Bier!

Pnyx, el Ninjo ist sicherlich

Pnyx, el Ninjo ist sicherlich nicht die Ursache für fehlende Alternativen zur Stromversorgung. Das Land ist kaputtregiert, von der jetzigen, Regierung und all den Vorgängern.

Lol?!?!?

"Ein weiterer schwerer Schlag ist die drohende Bier-Knappheit."

Ist das jetzt ernst gemeint? Wir kriegen einen Artikel auf TS.de weil in Venezuela das Bier knapp wird???

Warum

Hat sich sonst jemand gefragt, warum ein so großes Unternehmen in Venezuela "Polar" heißt und einen Eisbären als Emblem hat? Ich meine, in Kanada könnte ich das ja verstehen, aber so nahe am Äquator hätte ich eher mit einem Jaguar gerechnet. :)

06:00 von pnyx

Zitat:
"Die Stromkrise hat mit der ausserordentlichen, durch el niño ausgelösten Dürre zu tun "

Wenn ein Staat mit 30 Mio Einwohnern seine Energieversorgung im Wesentlichen auf EINEN Stausee und EIN Kraftwerk stützt, ist das grob fahrlässig. El Nino ist kein neues Phänomen, man hätte also schon seit Jahren die Stromerzeugung diversifizieren müssen.

Ja Kommunisten und Sozialisten würden noch ein Land

ruinieren, in dem permanent Golbarren aus dem Boden wachsen. Wann sieht man endlich ein, das Kommunismus und Sozialismus keine Staatsform ist, die einen Staat verwalten kann.
Diese Systeme fördern immer Diktatoren, führen immer zu drastischer Mißwirtschaft und zu grandiosen Pleiten der Staaten. Aber an dem System oder an der Staatsführung hat es nie gelegen. Und dann die Sprüche "El Nino" ist schuld, das gute Wetter, das schlechte Wetter, ominöse Weltverschwörungen, die eigenen Menschen die das System nicht verstanden haben, etc.

Nein Kommunismus/Sozialismus ist einfach die schlechtest denkbare Staatsform, die ein Land und die Menschen ruiniert, ganz einfach. Es gab und gibt auf der Welt nicht ein Land, wo es funktioniert hat, da sollte man doch meinen, das man endlich mal einsehen kann das es nicht geht oder?

@pauline Und seine Vorgänger

@pauline

Und seine Vorgänger haben dasselbe halt in die eigene Tasche und ins Ausland "verschleudert". Die Unterschiede sind da wohl gering.

@Tagesschau
" der Staat kontrolliert seit 2003 den Devisenhandel - ein Grund für die Wirtschaftskrise ".
Das ist eine sehr dünne Behauptung und wird der Komplexität des Problems nicht im Ansatz gerecht. Solche Pauschalaussagen erwartet man eher in der Zeitung mit den großen Buchstaben.

Eisbär

@Voltaire10: An Polar-Bier habe ich dabei noch nicht gedacht, aber an Bundaberg Rum. Kommt aus dem tropischen Norden Australiens, da wo sein Rohstoff Zuckerrohr wächst, und hat auch einen Eisbären im Logo.. :-)

Schluss mit lustig

Man kann ja vieles ertragen, aber beim Bier ist das Maß voll. (bzw. jetzt ist das Maß wohl leer)

@zammy
Im Bericht steht nicht, dass der staatlich kontrollierte Devisenhandel der einzige Grund ist. Es ist ein Grund von vielen.

@Voltaire10
Was ist Ihnen lieber? Ein eiskaltes, frisches Bier oder eine lauwarme Brühe die nach Katze riecht?
Und deshalb heißen sie Polar. (außerdem war Jaguar und Puma schon vergeben - und nach schweißfüßen sollte Bier auch nicht schmecken)

Ein Problem bei Ländern ähnlicher Gesinnung (China schließe ich jetzt mal aus) ist, dass man denkt, "billig" sei gut für die Bevölkerung. In der DDR waren die Brötchen so billig, dass es ökonomisch sinnvoll war sie an die Schweine zu verfüttern - wurde wohl auch getan.
Billig bedeutet häufig eben auch, dass der Rohstoff nicht wertgeschätzt und somit verschwendet wird. Der Preis entspricht dann nicht dem echten Wert und das führt fast immer zu unsinnigen Entscheidungen.

re zammy

"@Tagesschau
" der Staat kontrolliert seit 2003 den Devisenhandel - ein Grund für die Wirtschaftskrise ".
Das ist eine sehr dünne Behauptung und wird der Komplexität des Problems nicht im Ansatz gerecht. Solche Pauschalaussagen erwartet man eher in der Zeitung mit den großen Buchstaben."

Ich sehe da keine Pauschalaussage - es heißt ja EIN Grund, nicht DER Grund.

Dass staatliche Devisenbewirtschaftung die Tätigkeit im Außenhandel lähmt ist eine ökonomische Binsenweisheit und muss nicht erst an Venezuela festgemacht werden.

"Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist!"

Man mag von der Punkband "Die Kassierer" und ihrem Frontman Wolfgang Wendland halten was man will, aber mit ihrem Hit "Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist!" haben sie für alle Zeiten ein Werk geschaffen, das überall auf der Welt gültigkeit hat!

Das erinnert mich...

...an ein sehr ernstes Lied:
"Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist"

Maduros Voodoo

Keine Devisen, Inflation, leere Regale. Jetzt kommt es im Ölstaat Venezuela auch noch zu Energieengpässen. Und auch am Bier fehlt es bald, um sich die rote Misere schön zu trinken.

Statt mit Reformen reagiert Staatschef Maduro mit politischem Voodoo. Jetzt sollen die Frauen den Sozialismus des 21. Jahrhunderts retten. Indem sie ihre Haare nicht mehr föhnen, sondern Lufttrocknen lassen. Interessanter Artikel bei diekolumnisten.de

http://diekolumnisten.de/2016/04/18/maduro-will-die-haare-schoen/

Das erinnert mich...

...an ein sehr ernstes Lied:
"Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist"

@um 07:50 von mr.heater

"Ist das jetzt ernst gemeint? Wir kriegen einen Artikel auf TS.de weil in Venezuela das Bier knapp wird???"
Naja, ich weiß nicht wie es jetzt ist. Aber vor ca. 10 Jahren (oder länger) war Bier billiger als Mineralwasser in Venezuela. Wenn das Preisverhältnis gleich geblieben ist, generiert sich daraus schon eine Meldung - allerdings eher für´s Schlusslicht.
Und nicht zu vergessen was solch ein Mangel in Deutschland anrichten würde ...

Das hat zwei Seiten!

"Dass staatliche Devisenbewirtschaftung die Tätigkeit im Außenhandel lähmt ist eine ökonomische Binsenweisheit und muss nicht erst an Venezuela festgemacht werden."
Wenn allerdings Großunternehmen ihre Devisen auf ausländischen Banken bunkern, MU? ein Staat wachsam werden.
Wers nicht glaubt. Wie viele Prozesse gegen Ausländer hat die USA schon geführt, immer mit der Begründung, "Schutz des Dollar" als amerikanische Währung!
Wenn Ihre Binsenweisheit stimmen sollte, dürfte es den USA doch egal sein, was Unternehmen mit ihren Dollars machen. Allerdings nur so lange, wie sie auch diesen als Leitwährung anerkennen.

@ 09:37 von WiPoEthik

Billige Grundnahrungsmittel sind auch gut für die Bevölkerung. Fragen Sie mal herum. Dass Brot an Schweine verfüttert wurde soll angeblich in Sowjetrussland vorgekommen sein, als man es quasi kostenlos verteilt hat. In der DDR hat man das nicht getan, höchstens mit alten Brötchen oder Brot. Ja, das ist ökonomisch sinnvoller, als es in den Müll zu werfen, wie es hier geschieht. Von den Verschwendungsorgien in China habe ich auch gelesen, das waren aber alles Berichte aus dritter oder vierter Hand wie: jemand hat gehört, dass.. oder jemand kennt einen, der gehört hat, dass.. . Dergleichen kursiert hier auch über Flüchlinge, die an den Tafeln erscheinen, dass die anschließend die Lebensmittel wegwerfen.

@pnyx

Hahaha. Die Armen und Analphabetenquote lag unter der sog. "Opposition" um ein vielfaches hoeher. Alle sozialistisch regierten Lander S Amerikas. Fakt!Erst informieren, dann posten.

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

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Real existierender Sozialismus

Wie oft muss man eigentlich noch daran scheitern, aus dem romantisch klingenden, aber ökonomisch völlig unbrauchbaren Sozialismus ein funktionierendes System machen zu wollen, um endlich einzusehen, dass das nicht klappen kann, weil es der Natur des Menschen widerspricht?

Indes versucht die sozialistische Regierung dass, was Sozialisten gemeinhin in solchen Fällen immer tun: Andere für die Probleme verantwortlich machen und die Finger nach fremdem Geld auszustrecken. Typisch.

Zur Frage der Bierknappheit: Das ist einer der wenigen Dinge, bei denen ich selbst in Deutschland von massiven Demonstrationen bis hin zu Putschversuchen ausgehen würde, die dieses Land eigentlich nicht kennt.

Schon lustig ...

wie oft Venezuela hier Thema ist, das jeden Tag einige Tausend Menschen sterben weil es überhaupt nichts zu essen gibt ist dabei egal.

Die Suppenküchen in den USA sind ebenso nie Thema ... man könnte meinen das es dahinter ein System gibt.

10:50 von Agent lemon

@pnyx

Hahaha. Die Armen und Analphabetenquote lag unter der sog. "Opposition" um ein vielfaches hoeher. Alle sozialistisch regierten Lander S Amerikas. Fakt!Erst informieren, dann posten.
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Zum Lachen ist es aber sicher nicht, wenn man nur besser lesen kann, das es einem auch in Venezuela, wirtschaftlich und mit Korruption noch schlechter geht.
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Die reinsten Systeme der Welt, zum Wohle der Bevölkerung haben alle einen Fehler.
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Theoretisch halte ich den Kommunismus für das beste System auf unserer Welt.
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Der Fehler ist nur, es gibt überall die Gleicheren, mit denen er nicht zu verwirklichen ist.
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"Bei kommunistischer Verwaltung der Sahara wird spätestens nach 3 Jahren der Sand knapp."
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Keine Satire, einfach ein Witz aus meiner Jugend.

Tja, nichts wird hier verbissener verteidigt ...

... als die einseitige Nachrichtenauswahl!

Es ist halt viel schöner, im Weltmusterland USA kein Geld und kein Dach über dem Kopf zu haben als etwa kein Bier in Venezuela: Letzteres ist wahrhaft grauenhaft und auch typisch für diese Sozalismusversuche, welche der inhärenten Weisheit des Kapitalismus widersprechen: Was sind dagegen schon die vorhergesagten Pleiten der Rentenfonds und Sicherungsfonds 2025 in den USA: Wohl doch eher eine Lapalie - oder?

re bernburger49

"Billige Grundnahrungsmittel sind auch gut für die Bevölkerung."

Scheinbar.

Tatsächlich heißt es, dass entweder der Staat Erzeugerpreise diktiert - was entweder die für die Erzeuger unwirtschaftliche Produktion abwürgt oder die Erzeugnisse auf den Schwarzmarkt verdrängt -, oder Lebensmittelpreise subventioniert, was jede ökonomisch sinnvolle Anpassung zu einem sozialen Politikum macht.

Diktatur führt immer zum Untergang über kurz oder lang

...Egal welches wirtschaftliche System vorherrscht:
Eine Diktatur führt über kurz oder lang immer zum Untergang des Status Quo.

Die Grundidee von Chavez war ja sehr löblich. Den ganz Armen bessere Lebensbedingungen zu verschaffen.

Allerdings hat er gleichzeitig mehr und mehr die Eigeninitiative unterdrückt und geglaubt, der Staat könne diese ersetzen. Das funktioniert nie und wird auch nie funktionieren.

Dann kamen immer mehr Repressalien gegen die Opposition, die wirtschaftliche Freiheit wurde eingeschränkt.

Maduro ist nur noch ein Politfunktionär, ein Politclown, der die Macht halten will. Unter ihm wurde Venezuela immer mehr zu einer Autokratie.

Wer denke, er kann alles regulieren und jede Eigeninitiative blockieren, wird den totalen Zusammenbruch der Wirtschaft ernten. Das geschieht gerade. Entweder gibt Maduro freiwillig auf oder es wird noch sehr blutig werden in Venezuela. Sehr traurig das Ganze.

Das sollte auch ein Lehre für Europa sein. Diktatoren hatte es genug.

um 11:17 von Boris.1945

Wenn der Kommunismus so toll ist warum gibt es diesen so gut wie garnicht und in keinem Land? Jeder Mensch bringt andere Leistung und Arbeit, daher können auch nicht alle gleich sein. Ein weitere Faktor wäre, das es gar keinen Trieb dazu geben würde mehr Leistung zu erbringen, wenn sowieso alle das gleiche erhalten würden?

@Shantuma

"wie oft Venezuela hier Thema ist, das jeden Tag einige Tausend Menschen sterben weil es überhaupt nichts zu essen gibt ist dabei egal."

Die TS hat Bericht über humanitären Konvoi in Syrien noch gestern berichtet.
Nur, in Venezuela herrscht kein Krieg und das Land ist reich.

"Die Suppenküchen in den USA sind ebenso nie Thema ... man könnte meinen das es dahinter ein System gibt."

Suppenküchen gab es in USA seit Beginn, so ist das kein neues Thema. Und es gibt auch Menschen, die Interesse an Geschehen in Venezuela und Südamerika haben.

11:04 von Thomas Schnitzer

wenn das in Deutschland passieren würde..
und Bier hamstern ?
Erinnert mich an Darwin`sche Auslese. Ohne Bier würden sich wohl einige von der Brücke stürzen.

Das hat wohl Tradition in Venezuela:

Spiegel vom 06.09.1999

"Die Bevölkerung ist der als korrupt verschrieenen Parteien, die seit dem Ende der Diktatur 1958 das Land regieren, überdrüssig. Politiker und Staatsbeamte haben den reichen Ölstaat zielstrebig ausgeplündert. Über 80 Prozent der Venezolaner verfügen heute nicht mehr über die Mittel, ihre Grundbedürfnisse zu finanzieren."

Mal raffen die einen, mal die anderen: Das hat ja wohl in den meisten Staaten Südamerikas Tradition - egal welche Politrichtung gerade regiert - und ein gewisser Geheimdienst soll ja da auch immer fleißig mitmischen.

Darstellung: