Ihre Meinung zu: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Schlecker

13. April 2016 - 17:39 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Anklage gegen den ehemaligen Besitzer der Drogeriemarktkette Schlecker erhoben. Medienberichten zufolge soll Anton Schlecker vor der Insolvenz 20 Millionen Euro beiseitegeschafft haben.

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Kommentare

herrlich....

na herrlich...
dann kann ja jeder von den 25.000 Mitarbeitern noch 800 euro ausbezahlt kriegen... auf dessen Knochen ging die ganze showse.....

Recht so

Wenn man bedenkt wieviele Leute ihren Job verloren und selbst bankrott gegangen sind, sollte nicht zu nachsichtig sein. Früher musste in jeder Filiale ein Bild der schleckers hängen. Damit man ihn dort erkennt. Wie das alte Foto zeigt, ist ihm das erkannt werden nun nicht mehr so wichtig

Wenn einer in den letzten 2 Jahren 700 Millionen ...

... reingebuttert hat, wen interessiert da, daß er 20 behalten hat? (1,42%)
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Wer wundert sich bei solcher Rechtsauffassung, daß es Briefkastenfirmen gibt?

@monster916 "Ein Bild, daß jeder ihn erkennt"

Es war eine Werbemaßnahme. Damit die Kunden wissen, daß der Kaufmann hinter seinen Produkten steht.
Hat er ja auch, fast bis auf den letzten Pfennig.
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Ich denke, daß die meisten die sich in dieser Tragödie echauffieren noch nicht mal imstande wären eine PommesBude zu führen.

Schlecker

Die Erinnerung bleibt: Sammelsurium an Produkten, fast alles, was man täglich oder wöchentlich benötigt ist da. Das Personal reichlich uninformiert, desinteressiert, nicht ordentlich angelernt. Kein "Herzblut" für das Unternehmen erkenntlich. Aber: auch kein Wunder bei d e r miesen Bezahlung. Hier gab es auf knapp 2 Kilometer Abstand gleich 3 Schlecker-Läden. Und die waren meistens leer. Ein deprimierendes Bild.
Für seine vermeintliche Cleverness, sein Vermögen weg zu schaffen, soll er persönlich gerade stehen, er hat zuviel Leid in in die Familien der Angestellten gebracht.

Kurzzeitgedächtnis gefragt

Wir wollen doch bei all der Dramatik nicht vergessen, dass die Medien mit ihren Kampagnen gegen Schlecker wegen den Arbeitsbedingungen ein Hauptgrund für die Pleite waren. Es ist ja - angestachelt von den Medien - keiner mehr in eine Schleckerfiliale gegangen und hat was gekauft. Dieser ehemals gesunde Betrieb wurde durch Verleumdung und überzogene Berichterstattung zerstört. Als die ganzen Damen dann keinen Arbeitsplatz mehr hatten, war die Empörung in den Medien groß.
Die Medien sollten sich jetzt ganz stark zurück halten, und bescheidener auftreten.

@Theodortugendreich - 18:02

Zitat:"...Ich denke, daß die meisten die sich in dieser Tragödie echauffieren noch nicht mal imstande wären eine PommesBude zu führen."

Ob Sie mit Ihrer letzten Bemerkung recht haben, mag ich nicht zu beurteilen. Doch sind 20 Mio. für eine Einzelperson nicht gerade ein Pappenstiel. Für die 25.000 arbeitslos gewordenen Angestellten wären die, - wie ein anderer User bereits ausgerechnet hat - 800,- Euro pro Kopf wahrscheinlich eine gute Überbrückung gewesen.

Ich habe volles Verständnis dafür, wenn sich jemand im Angesicht möglicher Armut für sein restliches Leben etwas (unberechtigt) abzweigt. Aber auf dem Teppich bleiben sollte er schon. 20 Mio. reichen jedenfalls für ein luxuriöses Restleben.

Gruß rambospike

@Theodortugendreich, 17:59

Wenn einer in den letzten 2 Jahren 700 Millionen reingebuttert hat, wen interessiert da, daß er 20 behalten hat? (1,42%)

Oja, vor allem, wenn man bedenkt, dass er diese 700 Millionen vorher mit seiner Hände Arbeit, jeder Menge Überstunden und bescheidenem Lebenswandel verdient, ja sie sich eigentlich buchstäblich vom Munde abgespart hat. Die kamen ja nicht etwa aus dem Unternehmen ...

Ein typischer privater (Ex-)Firmeneigentümer.

Eine derartige Verhaltensweise ist normaler, wenn auch krimineller, Bestandteil einer Marktwirtschaft. Der Gierigste, Raffinierteste und Selbstsüchtigste ist gefragt.
(Nicht der Innovativste, Großherzigste und Bescheidenste.)
Dass diese materialistische Einstellung auch persönliches Unglück bringen kann, ist kaum bekannt, aber wahr.

@Theodortugendreich - 18:02

Und wenn er 700 Milliarden "reingebuttert" hätte, wäre es nicht anders. Seine Beschäftigten sind vielfach unverschuldet auf Hartz4 gesetzt worden. Und da soll der Chef verschuldeter weise 20 Millionen abzweigen dürfen?
Mit Ihrem Hinweis auf die Briefkastenfirmen haben Sie ja Recht. Es ist stets immer die gleiche Klientel, die den Schlund nicht voll genug bekommt. Aber es ist alles überwiegend legal.
Die Anklage hat lange genug gedauert.

Rechtsstaat

Manche Kommentare verwundern. Es gibt klare rechtliche Regeln in diesem Land. Wenn in diesen Fällen nach der Person oder behaupteten Verdiensten beurteilt würde statt nach den Taten (sog. "Kadijustiz") wäre ein Grundpfeiler der Rahmenbedingungen unserer Volkswirtschaft dahin. Dann gäbe es erst recht Briefkastenfirmen und Ähnliches im In- und Ausland, denn die Kadijustiz ist unberechenbar kann auch umgekehrt ausgehen. Das beste Beispiel ist Russland, wo selbst die (noch) wohlgelittenen Oligarchen ihr Geld aus dem Land bringen.

@Theodortugendreich, 17:59

Wenn einer in den letzten 2 Jahren 700 Millionen reingebuttert hat, wen interessiert da, daß er 20 behalten hat? (1,42%)

Oja, vor allem, wenn man bedenkt, dass er diese 700 Millionen vorher mit seiner Hände Arbeit, jeder Menge Überstunden und bescheidenem Lebenswandel verdient, ja sie sich eigentlich buchstäblich vom Munde abgespart hat. Die kamen ja nicht etwa aus dem Unternehmen ...

@ Paco um 18:17

Wir wollen doch bei all der Dramatik nicht vergessen, dass die Medien mit ihren Kampagnen gegen Schlecker wegen den Arbeitsbedingungen ein Hauptgrund für die Pleite waren.
Das ist ja hanebüchen. Der Hauptgrund waren die Arbeitsbedingungen, nicht die Berichte darüber.

Es war allgemein bekannt, dass etliche Filialen dauerhaft mit nur einer Mitarbeiterin besetzt waren und demzufolge überdurchschnittlich oft überfallen wurden...

Wir wollen doch bei all der Dramatik nicht vergessen.....

und es war genau richtig so, wer da mal gearbeitet hat der weiß das. Totale Unterbesetzung, die im Unternehmesinteresse gemachten Überstunden gestrichen, schlimme Überwachungspraktiken, gerne die Not von Frauen nach Scheidungen genutzt, frei nach dem Motto, Gehalt ist doch nicht so wichtig, sie können froh sein, überhaupt noch einen Arbeitsplatz gefunden zu haben. Schrecklich, zu einer Zeit, in der es noch jede Menge Arbeitskräfte gab. Die wären nicht nur durch die Medien pleite gegangen, aber fast alle Kommentare hier hören sich fast schon verständnisvoll an, schade das sie nicht die Gelegenheit haben, dort mal zu arbeiten.

Anklage gegen Schlecker

Angeblich hat Herr Schlecker die Summe von ca. 20 Mio. EUR vor der Insovenz beiseite geschafft . Wenn man die Strafe von 3 Jahren bei Herrn Höneß bedenkt, der angeblich ca. 30 Mio. Steuern hinterzogen hat, kann die Strafe für Herrn Schlecker nicht allzu hoch sein, also ca. 2/3 des hinterzogenen Betrages und damit auch 2/3 der Strafe. Demnach ca. 2 Jahre incl. Freigängen.

Viele Kommentatoren sollten

Viele Kommentatoren sollten sich mal lieber fragen,warum Herr Schlecker die Rechtsform des "eingetragenen Kaufmanns" gewählt hat! Den diese hat neben dem Nachteil der Privathaftung auch ihre Vorteile.Und ich möchte mal die Reaktion von demjenigen sehen,der von jemanden noch viel Geld für Dienstleistung oder Ware zu bekommen hat.Das gibt es aber nicht weil dieser Pleite ist.Und dessen Luxuskarosse, goldene Rolex und Millionenvilla gehören leider seiner Frau und Kindern.

@ sedance

".... Und dessen Luxuskarosse, goldene Rolex und Millionenvilla gehören leider seiner Frau und Kindern."

Ich verstehe Ihre Erklärung nicht. Als GmbH geht das noch viel besser.

.

Ich habe gern bei Schlecker eingekauft. Erst als er die miese Tour mit der Auslagerung der Arbeitsplätze in diese "bunten" Schleckerläden (das neue Schild mit den farbigen Punkten) vollzogen hat, um den Angestellten eine Änderungskündigung um die Ohren hauen zu können, habe ich diesen Laden konsequent boykottiert.

Mit mir wohl viele andere, sonst wäre er nicht insolvent gegangen.

Nach der Medienschelte damals...

..die sein Ruin waren und damit seiner Mitarbeiter hat er sich auch die 20 Millionen verdient, auch wenn er die 700 Millionen investitionen "nur" aus seinem Unternehmen gezogen hatte... immerhin war es sein Unternehmen und damit sein Geld... der Staat hat versagt, nicht so bei den Banken, da wurden mal eben 700 Milliarden im wahrsten Sinne des Wortes verpulvert... Deutschland, deiner Neider gehen mir auf die Nerven...

Ach...der arme Herr Schlecker!

Es fehlte noch, hier den armen Herrn Schlecker und seinen Anhang auch noch zu bedauern oder zu bemitleiden.
Mit seinen Minilöhnen, dem arroganten, überheblichen Umgang mit der ergebenen, folgsamen Belegschaft, seinen großen Management- und Logistikfehlern - und mit den wohl ergaunerten 20 Millionen € - sollte er für mindestens 10 Jahre ins Zuchthaus wandern und stupiden, fremdbestimmten Arbeitsalltag im Gefängnis als Belohnung erhalten.
Seine überaus 'liebe' Ehefrau, die ihm ja in nichts nachstand, sollte ebenfalls einen langen, intensiven Gefängnisaufenthalt mit den üblichen Arbeitsbedingungen lieben lernen dürfen. Das wäre doch nur fair und mehr als gerecht.

@Erny, 20:48

Deutschland, deiner Neider gehen mir auf die Nerven

Mir gehen diejenigen auf die Nerven, die sich hinter dem Aufdecken von Betrug und Ausbeutung keine anderen Motive als Neid vorstellen können. Ob Sie es glauben oder nicht, mich stört die ungeheuerliche Bereicherung der Familie Schlecker auf Kosten ihrer Angestellten nicht deshalb, weil ich sie darum beneide. Es hat was mit Gerechtigkeitsempfinden zu tun. Ein Neider würde an Schleckers Stelle das gleiche tun wie er. Ich würde das nicht.

#miss verständnis und 3 affen

Und jetzt ist Ihnen wohler, jetzt haben sie gar keinen Arbeitsplatz, sehe ich das richtig.
Was kann denn Schlecker dafür das die Filialen überfallen werden? Das ist Sache der Polizei, oder wollen sie vor jede Zahnpastatube einen Sicherheitsmann stellen? Sie müssen umdenken, es gibt genug Arbeiter und wenige Stellen, gerade im niedrig qualifizierten Bereich. Sie sind da nicht alleine. Wer dann seinen eigenen Betrieb zu Grunde richtet weil er sich schlecht behandelt fühlt, der hat gar keinen Job mehr. Ich erinnere mich sehr gut an die Damen die im Fernsehen, die über ihren Arbeitgeber hergezogen sind, natürlich verpixelt und feige ohne ihr Gesicht zu zeigen. Merken Sie jetzt das sie nicht Schlecker geschadet haben, sondern sich selbst? Schlecker wird das überleben, und wie immer es ausgeht, diese Lebensleistung muss man erstmal erbringen.

Anklage

Sie richtet sich nicht nach der Entwicklung dieses Unternehmens, sondern nach dessen "Sicherungsmaßnahmen" von Vermögenswerten. Mitleid kann und will ich hier nicht aufbringen, denn das hat er auch gegenüber seinen Angestellten nicht geübt. Die Frage warum dieses Unternehmen Pleite gegangen ist , liegt nicht im Boykottieren von seinen Filialen, sondern am Missmanagement und der unstillbaren Gier nach Anerkennung und Reichtum, leider oder folgerichtig ist das Konstrukt in sich zusammen gefallen und das zu Lasten der Beschäftigten. Die Gläubiger werden den Verlust wohl eher verkraften als die vielen arbeitslos gewordenen Frauen, meist unterbezahlt und damit für die Zukunft benachteiligt. Viele haben bis heute noch keine Anstellung bekommen, von einer Abfindung ganz zu schweigen. Solch skrupellosen Handeln muss ein Riegel vorgeschoben werden und die Familie Schlecker die Not und die Ängste mal selbst spüren.

Es ist davon auszugehen.....

.....dass die ehrenwerte Familie plötzlich "erkrankt",nicht vernehmungsfähig ist.
Das ist in der honorigen Gesellschaft gang u.gäbe wenn es den Herrschaften an's Fell geht.
Ich denke,es wird bis zu einer möglichen Urteilsverkündung noch viel Wasser den Neckar hinuter fließen.

schlecker

na ob das wohl mit den neusten Enthüllungen von den firmen zusammenhängt wo man steuern sparen kann

@frosthorn 18:55

""......dass er diese Millionen mit seiner Hände Arbeit......""

"Von nix kommt nix."

Natürlich wurden die Mitarbeiter stets "fürstlich" entlohnt,konnten ihre Pausenzeiten einhalten und Streß war ein Fremdwort,weil immer genügend Personal vorhanden war.
Telefongeräte für Notfälle standen in den Läden an allen Ecken.
Alles hatte halt seine Ordnung,sonst wäre der Herr nie so reich geworden!

Gier frisst Hirn

Es hätte schon ein Wunder passiert sein müssen,wenn sich der Anton S. aufgrund der persönlichen. Erfahrungen geändert hätte!
Eben ein Charakterzug-aber das letzte Hemd hat keine Taschen!

@ Paco um 21:39

Schlecker wird das überleben, und wie immer es ausgeht, diese Lebensleistung muss man erstmal erbringen.

Es ist eine Lebensleistung, auf Kosten anderer zu leben, sie dabei wie Sklaven zu behandeln und schlussendlich auch noch zu betrügen? Das sagt ja einiges über Ihren Wertekanon aus.

Wie schafft es eigentlich Ihrer Ansicht nach dm-Gründer und Götz Werner, seine Mitarbeiter fair zu behandeln und anständig zu bezahlen - und trotzdem nicht pleite zu gehen?

Gerade das soziale Engagement des engagierten BGE-Befürworters Götz Werner ist für mich seit vielen Jahren ein Grund, bei dm einzukaufen und eben nicht bei Schlecker oder Rossmann.

Einfahc nur zum K....

Wenn ich die Aussage von der Tochter in dem Beitrag sehe, dann gerate ich in einen Zustand den ich als „Hass“ bezeichnen würde. Hass auf asoziale Menschen die sich einen feuchten Kehricht um ihre Mitarbeiter kümmern.
Hauptsache es ist noch genug Geld vorhanden damit der saubere Herr Anton Schlecker sich ein neues Haar Toupet auch leisten kann. Diese sind wie wir alle wissen beim Friseur sehr teuer.
Auch die biestige Mimik der Tochter als sie behauptet, „das ist falsch“ erhöht meinen Blutdruck. Und da sollte ich aufpassen um meine Gesundheit nicht zu gefährden. Ich denke, wenn dieser Mann verurteilt wird bekommt er 4 Jahre.
Nach einem Jahr wird er Freigänger und nach 2 Jahren vorzeitig wegen guter Führung auf Bewährung entlassen.
All den Mitarbeiterinnen wird dies nicht viel nützen.
Mehr sage ich jetzt nicht, sonst könnte es passieren, dass mir einen Klage wegen Beleidigung droht und Frau Merkel mich anruft. In der heutigen Zeit muss man aufpassen was man von sich gibt.

die Frau...

und die Kinder sollten enteignet werden...denn das sind jetzt die großen Gewinner...
aber mitgehangen ,mitgefangen gibt es in Deutschland ja nur bei den Kleinen...

was mich an dieser Meldung verwundert...

also damals geisterten doch schon Meldungen durch die Medien, angeblich würden Werte oder/und Gelder beiseite geschafft worden sein. Ich glaube, irgendwo stand mal was von insgesamt 23 Mio.
Nun, vier Jahre später sind die Meldungen von damals also mutmaßlich bestätigt? Oder konnten die damaligen Gerüchte entkräftet werden und nun gibt es neue stichhaltige Verdachtsmomente?

Wie auch immer, es ist mir nur schwer verständlich, warum es vier Jahre braucht, solche Dinge zu recherchieren.

Wenn mir eine Milliarde

Wenn mir eine Milliarde fehlt, dann hätten 20 Millionen Euro mehr das Unternehmen nicht gerettet. Die Fehler waren kaufmännischer Art, das Geld wäre verbrannt worden so wie der Rest auch.

Moralisch wiegt der Fehler natürlich schwerwiegender, wenn beispielsweise Mitarbeiter auf Lohn verzichten müssen, aber die Schleckers in Rio Cocktails schlürfen.

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