Kommentare

Gedankenspiel

Nordkorea unterstellt Südkorea & USA Angriffsabsichten, was diese ablehnen.
Fakt ist, dass BEIDE Seiten massiv provozieren. Nordkorea weiß, dass es im Falle eines Krieges sehr schnell den Kürzeren ziehen würde. Hier KANN kein echtes Interesse an Krieg vorliegen, die agressive Rethorik ist an die eigene Bevölkerung gerichtet und soll außerdem SK/USA demonstrieren, dass ein Angriff auf NK kein Spaziergang wäre.
Ein Fall des Kim-Regimes und eine koreanische Wiedervereinigung, wie auch immer herbeigeführt, hätte für die USA den extrem charmanten Vorteil, einen seiner engsten Verbündeten (nämlich Südkorea, mit dort stationierten US-Truppen) direkt an der chinesischen Grenze zu haben. Luftlinie von Dalian (Nordkorea) bis Peking/Tianjin: ca. 250 km - eine geopolitische Trumpfkarte.
Vielleicht - und das sage ich ohne in irgend einer Weise die Menschenrechtspolitik in Nordkorea beschönigen zu wollen - hat Kim Yong Un recht wenn er sich und Nordkorea bedroht fühlt.

Was die Nordkoreaner dort spielen

ist eigentlich nicht mehr nachvollziehbar und nur darin begründet, dass eine kleine Clique ihre Macht behalten will. Natürlich hat die USA Nordkorea deshalb nicht angegriffen, weil hier die Gefahr eines Atomschlags gegen den verbündeten Süden besteht. Wären keine Atomwaffen vorhanden, hätte George W. Bush sicherlich auch dieses Land auf der Achse des Bösen angegriffen.

Aber die Kommödie von Nordkorea ist schon sehr grotesk. Immer wenn sie etwas vom Westen oder der Weltgemeinschaft haben wollen, wird es durch dieses martialische Schauspiel eingeleitet.

@ Theconservative

Ich finde es immer wieder faszinierend, zu welch geistigen Verrenkungen manche Leute fähig sind, damit am Ende immer die USA die Bösewichter sind. Das hat dann zwar mit der Realität nichts mehr zu tun, aber immerhin muss man seine Vorurteile nicht über Bord werfen.

@ Theconservative

Ausser natürlich das kein Südkoreaner an der Wiedervereinigung kein Interesse hat. Nordkorea hat jahrzehntelang auch ohne Atombombe überlegt. Ausserdem hat die USA dank ihrer Flugzeugträger keine Notwendigkeit einer direkten Landgrenze SK und China, sowieso würde die US nie einen Angriff auf die Letzteren unternehmen, da Dank Globalisierung die Wirtschaft zu stark verflochten ist für einen Krieg.

Deswegen ist ihre These, meiner Meinung nach, nicht haltbar.

............Das kommunistische Regime unterstellt den USA Angriffsabsichten, was diese und Südkorea aber bestreiten. .............
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Es steht "Wort gegen Wort"! Wer spricht denn hier die Wahrheit? Ich wüßte nicht, wem ich glauben darf?

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....Den Produktionsstopp hatte Südkorea angeordnet....

https://www.tagesschau.de/ausland/korea-kaesong-industrie-101.html
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Vielleicht ist es nicht richtig, das sich Nordkorea das "statische" Kapital dieser Zone aneignet?

Aber als Schadenersatz für nicht eingehaltene Verträge, ist es sicher als finnzieller Ausgleich akzeptabel.

re theconservative

"Ein Fall des Kim-Regimes und eine koreanische Wiedervereinigung, wie auch immer herbeigeführt, hätte für die USA den extrem charmanten Vorteil, einen seiner engsten Verbündeten (nämlich Südkorea, mit dort stationierten US-Truppen) direkt an der chinesischen Grenze zu haben."

Na und?

Würde das den USA eine Angriffsoption gegen China eröffnen? Damit können Sie doch nicht ernsthaft spekulieren.

Nur falls Sie es noch nicht wissen: China ist Atommacht ...

@ 12:56 von Theconservative

Nun, Ihre etwas entrückte Anschauung der Situation in Nordkorea haben hier bereits einige gut kommentiert. Bleibt noch anzumerken, dass Dalian nicht in Nordkorea liegt, sondern viele Kilometer entfernt in China.

Die betroffenen Maschinen und

Die betroffenen Maschinen und Güter waren mit großer Sicherheit bereits abgeschrieben oder steuerrechtlich vorteilhaft behandelt (da in "Feindesland").
Die betroffenen (großeren) Firmen werden also weich fallen... und wenn nicht (kleine Firmen), dann wenigstens deren Besitzer und Manager.

Industriepark

Bleibt noch nachzutragen, dass der von Nordkorea konfiszierte Industriepark vor etwa 15 Jahren mit einem Investitionsvolumen von 800 Millionen $ geschaffen wurde, und jährlich Waren im etwa halben Wert der Investition geschaffen wurden. Die Beschlagnahme hat also einen erheblichen Wert, der für Nordkorea jedoch gegen Null tendieren dürfte, wenn der Industriepark ohne südkoreanisches Personal nicht betrieben werden kann.

um 12:56 von Theconservative

ZITAT: "hat Kim Yong Un recht wenn er sich und Nordkorea bedroht fühlt." TATIZ

Abenteuerlich! Dieser Kim III in Pjöngjang wird also durch die USA und Südkorea gezwungen, derart durchzudrehen?

Ab und zu sollte VOR dem USA-Bashing auch mal die Realität konsultiert werden.

Antiamerikanismus

Der Antiamerikanismus mancher treibt die merkwürdigsten Blüten. Das hat nichts mehr mit logischem Denken zu tun sondern ist genauso eine Glaubensfrage geworden, wie religiöse Gedanken, die andernorts in der Welt für Unheil sorgen.
Wer daran glaubt, das die USA das Böse sind, das nur darauf lauert die Welt zu besetzen, der wird sich auch von Fakten - oder halt logischem Nachdenken - nicht von dieser Überzeugung abbringen lassen.

Merkt man daran, dass unter vielen Artikeln, die keinen Bezug zu den USA haben immer wieder Kommentare auftauchen, die versuchen einen eben solchen herzustellen. Oder wenn sich ein Artikel kritisch mit einer Regierung befasst, dann sofort versucht wird etwaiges dortiges Unrecht mit einem "... aber die USA...!" zu relativieren - und sei es auch Nordkorea.

Dem Internet sei Dank lassen sich aber auch für die merkwürdigsten Theorien "Belege" und Bestätigungen finden. Und wenn man sich nur lang genug gegenseitig bestärkt, glaubt man irgendwann seine Gedankenwelt.

13:18 von Voltaire10

13:18 von Voltaire10 an @ Theconservative
"Ich finde es immer wieder faszinierend, zu welch geistigen Verrenkungen manche Leute fähig sind, damit am Ende immer die USA die Bösewichter sind"
Zitat von Voltaire10
Das Nordkorea nicht unseren Standarts genügt, ist ohne Frage. Andererseits sollte man auch die Geschichte bei einer Beurteilung mit einbeziehen. Die USA ziehen ihre Aktionen in der Vorstellung durch, dass nur sie wissen, was der Welt gut tut. Nord-Korea hat in dem "vergessenen Krieg" Bombenterror erlebt, der spezifisch auf Stadtstrukturen in Leicht- und Holzbauweise der damaligen koreanischen Städte abgestimmt war. So wurde z.b. Napalm bewusst zur Vernichtung der zivilen Bevölkerung eingesetzt. Diese gezielte Bombardierung hat bis heute eine nie mehr erreichte Zahl von Opfern bedeutet. Das ist in der nordkoreanischen Seele verankert und auch deshalb kann sich das heutige Regime überhaupt noch halten.

re windsbraut123

"Das ist in der nordkoreanischen Seele verankert und auch deshalb kann sich das heutige Regime überhaupt noch halten."

In den Nordkoreanern ist vor allem die Staatspropaganda verankert, welche ausblendet, dass der Koreakrieg als Angriff des Nordens zur Unterwerfung von ganz Korea gestartet wurde.

Antiamerikanismus?

Was nimmt man, wenn man alles als Antiamerikanismus auslegt, was an der aggressiven US-Politik kritisiert wird?
Und natürlich wäre es ein geostrategischer Vorteil, wenn man von Land und Wasser die Möglichkeit hat, China militärisch zu drohen.
Nur mit Flugzeugträgern vom Meer aus? China hat längst auch eine ernst zu nehmende Flotte und die USA haben sich viele Gegner geschaffen, was die eigenen Kräfte teilt. Geostrategisch kann China nicht daran interessiert sein, das NK fällt und was die Frage der Provokation angeht, sehe ich das eher wie der viel kritisierte Theconservative.
Auch NK hat keinen Vorteil von der Provolation. Quatsch mit Sousse ist, dass die eine Art Schauspiel nach innen betreiben. Sie haben selbst Ausfälle und treffen die Privatwirtschaft Südkoreas da, wo es wehtut. Südkoreanischen Unternehmen wird das nicht gefallen und sie wissen wer jährlich nicht von den Manövern lassen kann.

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