EU will unabhängiger vom russischen Gas werden

16. Februar 2016 - 18:33 Uhr

Das Verhältnis der Europäer zu Russland ist schlecht - und doch braucht es die Russen, nicht zuletzt deren Gasvorkommen. Wie man unabhängiger davon werden könnte, war heute Thema in Brüssel. Gar nicht ins Konzept passen da die deutschen Pläne für eine zweite Nord-Stream-Pipeline. Von K. Küstner.

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Kommentare

Auf lange Sicht unabhängiger durch alternative Energien.

Das sollte unser Ziel sein, und es wäre auch für die anderen gut.

Vorübergehend halte ich dann aber die North-Stream-Pipeline für das erträglichere Übel:
- Russland war bisher ein zuverlässiger Wirtschaftspartner
- Unabhängigkeit von der US-Frackingindustrie
- Unabhängigkeit von den Launen und Erpressungsversuchen der Ukraine.

Absolut sichere Versorgung….

Einleitend wird in dem Bericht die Frage gestellt, wie unabhängig wir vom "Putin-Gas" werden- und ich frage mich, warum man gleich wieder so persönlich wertend an den Sachverhalt herangeht?
Es gibt kein Putin-Gas- es gibt nur russisches Gas, mit dem Europa seit Jahrzehnten bestens versorgt wird.

Entgegen allen Prophezeiungen hat Russland selbst in den größten Krisen sich als absolut zuverlässiger Vertragspartner und Versorger gezeigt.

Wenn Engpässe zu verzeichnen waren, dann lag das nicht an Russland, sondern den Transitstaaten, namentl. der Ukraine, die den Gastransport eingeschränkt, respektive verhindert haben, weil diese ihren Verpflichtungen gegenüber Russland nicht nachgekommen waren.

Genau dieser Sachverhalt war mit die treibende Kraft für diese Nord-Stream-Pipline, weil damit direkt ohne Umwege das Gas von Russland nach Deutschland transportiert und damit die Versorgungssicherheit gegeben ist.

Es gibt keinen Grund, eine Abhängigkeit vom russischen Gas zu problematisieren...

Unabhängigkeit von Öl und Gas?

Diese Frage wird sich nicht zum Letztenmal stellen - eine Antwort darauf gibt es bereits: Die Energiewende. Zwar wird die von einigen ewiggestrigen mit Gutmenschentum und Klimaverschwörung gleichgesetzt, aber trotz des sinkenden Ölpreises wird fossiler Brennstoff sich früher oder später verknappen. Wir kommen garnicht umhin, uns nach Alternativen umzusehen, und spätestens nach dem nächsten oder übernächsten Supergau wird auch der Letzte einsehen dass Kernspaltung keine Lösung ist.

Wir machen Energiewende

Während andere Europäische Länder nur Reden, setzen wir eine Energiewende um, mit der wir heute bereits 30% des Stromes erneuerbar und unabhängig erzeugen.

Wir müssen uns also von anderen nichts sagen lassen. Es sollte eigentlich auch in deren Interesse liegen noch Energie zu erhalten, wenn sie selbst in Sachen erneuerbare Energien noch bei Null stehen.

sollte man vielleicht erwähnen

warum es damals knapp wurde mit dem Gas? Nämlich, das unser guter Freund sich am Gas bediente. Und es klammheimlich im Jahre 2010 an Russland bezahlte. Die EU hatte in beiden Fällen eindeutig geklärt, das die RF ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllte.
Richtig ist natürlich, das man besser mehre Lieferanten hat, aber genau so wichtig ist es, sichere Lieferwege zu haben.
Und das natürlich die Transitländer etwas gegen Nord-Stream haben ist klar. Sie verlieren Transitgebühren und den Einfluss auf die Lieferungen. F ür und wärs natürlich aber gut, die Beschaffungskosten könnten sinken.
Man sollte bedenken, weder die UdSSR noch die RF haben jemals, auch in Zeiten des kältesten Krieges, ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt.

Rußland ist zuverlässig

Russland war selbst zu Zeiten des kalten Krieges ein zuverlässiger Lieferant. Nun, da die Trassen nicht mehr durch die Ukraine und Polen gehen, sind auch diese Risikofaktoren ausgeschlossen. Wir können nicht mehr durch diese Staaten erpresst werden. Wo ist das Problem? Brüssel wird die Gaslieferungen nicht beschaffen, geschweige denn die Mehrkosten zahlen. Deutschland muss mal lernen, eigene Interessen zu vertreten. Alle andere EU-Länder machen dies auch!

Wer wars?

"...Zwei Mal passierte es den Europäern in den vergangenen zehn Jahren, dass in vielen Haushalten die Heizungen kalt bleiben mussten - weil aufgrund des Streits zwischen Russland und der Ukraine nicht mehr genug Gas in die EU gepumpt wurde. Das steckt der Kommission noch heute in den Knochen..."

Haben nun die Russen oder die Ukrainer die Gasversorgung gestört? Eben...

Unabhängiger vom Gas - egal woher es kommt!

Es gibt zentrale und dezentrale Verwendungen, die zu ersetzen unterschiedliche Konzepte und verschiedenen Aufwand braucht.
Prinzipiell sollte Gas als dezentral verwendeter Energieträger weitgehend durch Strom oder Biogas ersetzbar sein.
Als zentral verwendeter Energieträger sollten fossile Stoffe nicht mehr infrage kommen. Generell sollten Brückentechnologien bis zur Marktreife der Kernfusion als zentraler Energieversorgung, diese ersetzen.

Mich würde mal von der EU eine gewisse Ehrlichkeit interessieren

Nämlich wann jemals Russland / früher UdSSR ihre Verpflichtungen nicht erfüllt hätten. Der Gasstreit mit der Ukraine (Nichtzahlung, Gasabzweigen) zeigt eher die Notwendigkeit alternativer Routen für russ. Gas, für ukr. Verhalten kann RUS nichts.
Russland und UdSSR sind/waren doch gute und zuverlässige Lieferanten, ihren Verträgen treu. Welche Lieferanten sollen denn da angeblich zuverlässiger sein?
-Die USA etwa? Wie schnell und leicht fängt man sich bei denen Sanktionen ein, nein, Abhängigkeit ist da eine schlechte Idee.
-Nigeria? Wird Gefahr durch Boko Haram ausgeblendet?
- Irak, Syrien, Libyen? Was, wenn manche Geschäfte dann dem IS zufallen?

Mit den Sanktionen hat die EU schon genug Schaden angerichtet, zuverlässige Wirtschaftsbeziehungen zerstört und wohl auf längere Zeit eigenen Unternehmen den Absatzmarkt genommen (dass sie ihre Position nach Sanktionsende sofort wiederhaben, ist eher unwahrscheinlich). Opfert man nun auch die Verbraucher den politischen Interessen?

Jetzt wo South Stream tod ist, erkennt man also an!

""Wir erkennen an, dass Russland in Sachen Energie ein wichtiger Partner der EU war, ist und bleiben wird", gibt EU-Kommissionsvize Maros Sefcovic ganz offen zu."

Na wie schön, dass die gleiche EU Kommision die das bereits unterschriebene South Stream Projekt torpedierte, nun zum einen anerkennt das man die Russen wohl doch brauche und zum anderen das Deutschland mit seinem North Stream II Projekt keineswegs irgendwelche EU Regularien bricht, wie das der Fall bei der South Stream war.

Kann ich mir gut vorstellen

die Polen wollten gerne auf Ihren Territorium Durchleitungsgebühren kassieren, das geht schon lange.
Flüssiggas ist viel teurer und die Zweite Leitung würde auch bei Engpässen in den Anlieger Staaten um Deutschland helfen.

Da soll das Gas von Russland auch noch in der Quali recht gut sein, es wäre ein Schaden für Deutschland und das freut natürlich einige.

Die EU mischt sich mal wieder in die Energie ein, Sie will eh die Hoheit erringen wie ich diese Woche lesen konnte.

Dann geht es für die Deutsche Wirtschaft um Milliarden, warum muss man für Gas Durchleitungsgebühren zahlen wenn es auch ohne geht für Deutschland.

Bei der Phobie gegen Russland sollten die Firmen jetzt aufpassen das Sie nicht so viel einbüßen beim Abbruch der kommt.

Ich bin ja gespannt.

Gruß

Schlechte Karten

Šefčovič ist Slowake, oder? Hat die Slowakei nicht kürzlich erst formell Klage gegen die EU eingereicht, um sich gegen eine europäische Lösung in der Flüchtlingskrise zu wehren? Das bringt ihn jetzt natürlich in eine ziemlich schlechte Position, wenn er nun in anderen Bereichen auf einmal europäische Solidarität glaubt einfordern zu müssen.

Shah-Deniz

Es böte sich das Shah-Deniz-Feld in Aserbaidschan an. Dazu müsste die Pipeline Tanap (Trans-antolische Pipeline) und Nabbuco nach Baumgarten in Niederösterreich oder die TAP nach Sizilien gebaut werden. Dazu hat sich aber noch keiner entschließen können. Und bei der gegenwärtigen Ölpreisschwäche ist auch für die Wirtschaft die Motivation gering, Geld in die Hand zu nehmen.
Trotzdem ist die Süd-Umgehung eine Möglichkeit, sich von Russland zu emanzipizieren.

Dann trifft doch mal Vorsorge

Wir brauchen das Gas, die Russen genauso dringend das Geld. Es gibt genügend Flüssiggasmöglichkeiten, da muss endlich mal in den Terminals investieren, machen andere Länder auch. Es wäre übrigens klug mal in weitere 2 Lieferanten zu investieren, nach Möglichkeit einer ganz weit weg, gibt es gute Möglichkeiten in Australien. Ein Lieferant sitzt in Europa. Denn wenn es demnächst Problemen gibt entweder in Syrien oder in der Ukraine bringt Russland oder der nahe Osten nicht viel. Aber das weiss die Bundesregierung alles nehme ich an. ( Hoffe ich ).

Tip :

Anstatt Windräder abschalten wenn zuviel alternative Energie im Netz ist u. doch den Leerlauf zahlen kann man bei Überkapazitäten Windgas erzeugen u. speichern oder ins schon bestehende Gasnetz bringen!!!
Da ist der schlechte Wirkungsgrad sogar Nebensache!
https://de.wikipedia.org/wiki/Power-to-Gas
https://www.greenpeace-energy.de/windgas.html?code=BING
Ich vermute aber die merklsche Energiewende ist eher das Gegenteil!!!!!Und keiner hat es der Physikerin angemerkt das sie nicht mal einen Energiewendeplan hatte?Wie heißt der eigentlich u.wo stehen die Ziele konkret drin was wieviel wohin. Ich denke mal der Wähler hält die TV-Floskeln u. Schlagworte schon für einen Plan?
Gerade bekam ich eine Erhöhung der Strompreise während Vorgestern ein Bericht,ich glaub "Alles Wissen" berichtete das die Preise eigentlich der gesunkenen Börsenpreise wegen eigentlich seit langem sinken sollten!Das Gegenteil ist der Fall Dank Umverteilung zu Gunsten WirtschaftsEnergiestückkosten-Senkungs-Privilegien?

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Werter Forist Diabolo2704

es ist einfach stillos und zeugt auch nicht gerade von guten Mannieren, wen man andere Foristen, die eine andere Meinung vertreten, als was für auch immer für welche Trolle bezeichnet. Auch Ihnen wird eine eigene Meinung zugestanden!

Bloß weg vom russischen Gas

Fast lächerlich, wie hier alle mit "Zuverlässigkeit" für Ignoranz der klar erkennbaren politischen Dimension russischer Gaslieferungen werben. Bezahlbare Lebensmittel sind für Russland ähnlich wichtig wie das Einkommen aus dem Gasexport, trotzdem hat Putin - ohne Zögern - den Außenhandel, Nöte Finanzmarktes etc. seiner politischen "Idee" untergeordnet.

Das wird er mit dem Gas genauso tun, sobald er glaubt es sich leisten zu dürfen. Und soviel wie er beizeiten meint sich herausnehmen zu können, ist das keine Frage nach dem "ob", sondern "wann".

Zu 19:09 von sgk_10 "Wir machen Energiewende"

"Während andere Europäische Länder nur Reden, setzen wir eine Energiewende um, mit der wir heute bereits 30% des Stromes erneuerbar und unabhängig erzeugen. Wir müssen uns also von anderen nichts sagen lassen. Es sollte eigentlich auch in deren Interesse liegen noch Energie zu erhalten, wenn sie selbst in Sachen erneuerbare Energien noch bei Null stehen.

Teuere Halbwahrheiten. Die Sonne scheint in unseren Breiten nicht nach Bedarf, im Schnitt nur zu einem Drittel der Zeit. Bei Flaute und wenn die Sonne nicht scheint braucht es Ersatz, der teuer vorgehalten werden muss. Daran wird sich nichts ändern! Heisse Drähte, kalte Drähte. Einmal verschenken wir überschüssigen Strom, dann kaufen wir Strom wieder teuer ein. Wenn das so toll ist, warum zahlen dann die deutschen Verbraucher höchste und ständig steigende Strompreise? Es geht hier um Gas. Strom zu Gas ist bis jetzt nur ein unwirtschaftliches Experiment. Nein, da ist keine Wende, keine sichere Versorgung in Sicht. §1 EnWG!

19:06 Didi

Bin Ihrer Meinung. Soviel ich weiß gibt es keine Firma Putin-Gas. Putin ist russischer Präsident.

Sicherheit der Gaslieferungen

Meiner Meinung nach ist diese Sicherheit nicht nur durch den Lieferanten und dessen Gas-Vorkommen bedingt, sondern auch durch die Lieferungswege bis nach Deutschland.

Sowohl die erste als auch die zweite Bedingung ist im Fall Gas-von Russland gem. 40-jähriger Geschichte gegeben. Probleme gab es nur durch den Transit durch die Ukraine. Die Nord Stream Pipeline ist eine direkte Verbindung und nicht anfällig für die Animositäten der Transitländer. Also ist auch der Transit sicher. Da ich nichts über Kosten von FlüssiggasHerstellung, -Transport und Einspeisung in Rohrleitungen wies, kann ich keine auch nur grobe Kostenschätzung machen.

Ich möchte betonen das Erdgas nicht nur zur Stromerzeugung eingesetzt wird.

Seit wann ist Energiegewinnung und Erdgas -Chemie ein Thema für die Politik? Reicht nicht eine politisch organisierte Energiewende?

Wer erinnert sich noch an die Einwände und Sanktionen der USA vor der ersten Gasverbindung zur damaligen UdSSR?

Unverschämtheit!

Putins Gas ist erst mal Russlands Gas.

Und dann so zu tun, als hätte Russland die Gaskarte je gezückt.
Russland hat jene, die die Gasrechnungen bezahlen stets zuverlässig beliefert und nie mit Lieferstopp gedroht.

Alternativ: Flüssiggas aus den USA.
Aus dem Land, das nun wiederum klar erklärt: manchmal muss man anderen Staaten die Arme verdrehen, damit diese tun was die USA wollen.

Dieses "man sei erpressbar", wenn man Russlands Gas kauft ist unverschämt. Wenn man US Gas kaufen würde, dann macht man sich noch abhängiger von den USA. Einem Land, das nun wieder so gar keine Hemmungen hat, andere Staaten zu erpressen und dessen Präsident sich damit auch noch brüstet.

Europa heizt in Zukunft politisch korrekt?

"Sie suchen sich neue Anbieter in der Welt, sie wollen mehr Flüssig-Gas importieren, sie wollen überhaupt Energie einsparen und mehr auf Sonne, Wasser und Wind setzen, auf die grünen Technologien."

Na da bin ich aber gespannt, wer bereit ist für das "pro-westliche Ersatzgas" tiefer in die Tasche zu greifen. Sofern die politische Einstellung nicht dem Geldbeutel untergeordnet wird, müssten die europäischen Russlandhasser ja einen riesigen Absatzmarkt bilden.

Und was Sonne, Wasser und Wind betrifft, lässt sich damit eher schlecht heizen. Aber auch das wird man sicher bald feststellen.

@Nico Walter 19:33 "Schlechte Karten"

"Šefčovič ist Slowake, oder? Hat die Slowakei nicht kürzlich erst formell Klage gegen die EU eingereicht, um sich gegen eine europäische Lösung in der Flüchtlingskrise zu wehren? Das bringt ihn jetzt natürlich in eine ziemlich schlechte Position, wenn er nun in anderen Bereichen auf einmal europäische Solidarität glaubt einfordern zu müssen."

Es ist doch erstaunlich, wie sich scheinbar wirklich jedes Thema auf die Flüchtlingsthematik lenken lässt. Ja, Maroš Šefčovič ist Slowake. Und ja, die Slowakei hat sich - übrigens nicht als einziges Land - gegen die Flüchtlingspolitik von Frau Merkel ausgesprochen. Und zwar mittels einer demokratisch gewählten Regierung eines immer noch souveränen Staates mit einer gefühlten 80%igen Unterstützung der slowakischen Bevölkerung. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass sich die Slowakei aus der EU verabschiedet oder dass in anderen Bereichen plötzlich Konsenswillen und -fähigkeit fehlen.

Schöne Grüsse aus der Slowakei ;-)

@Didi

19:06 von Didi:
"Es gibt keinen Grund, eine Abhängigkeit vom russischen Gas zu problematisieren..."

An sich nicht. Aber wenn die europäische Fahne vorbildlich im Westwind flattert, dann kann man durchaus Probleme schaffen, wo eigentlich keine sind.

Was sagen eigentlich die Energieversorger zu diesen Ideen?

@von NMachiavelli_2014

In welcher Glaskugel konnte man das denn lesen?
Egal von wem wir das Gas importieren, es wird immer ein Druckmittel sein!
Bisher hat uns die ehem. Sowjetunion/Russland aber nicht damit unter Druck gesetzt. Gas war immer Außen vor. Wenn ich aber daran denke das wir eventuell Flüssiggas aus den USA importieren wollen, bin ich mir da nicht so sicher, das Verträge auch Verträge bleiben. Zuoft schon haben die Amis gezeigt das sie alles auf eine Karte setzen um Ihre Ziele zu erreichen. Und das Flüssiggas dürft auch wesentlich teurer sein!
Was in Zeiten den Lohndumpings auch eine Rolle spielen dürfte, für die nich so gut bezahlten.
PS: Ich heize mit Erdwärme! :-)

"von michel56 - Tip :

"von michel56 - Tip : Anstatt Windräder abschalten wenn zuviel alternative Energie im Netz ist u. doch den Leerlauf zahlen kann man bei Überkapazitäten .."
..
Früher, als man nachts massive Überkapazitäten hatte, vom Kohlestrom (nein, das Kohlekraftwerk kann man nicht mal kurz abschalten), da gab es trotz billigem Nachtstrom LEERLAUF (= Überkapazitäten ), den wir auch "damals" - also immer schon - mitbezahlen mußten.
..
Kohlestrom ist allerdings viel dreckiger und damit gesundheitsschädlicher als Windräder im Leerlauf !

@Nat_Han

Ist gut so, wenn die Slovakei noch dabei ist.
Dennoch wetter man da schon lange gegen North und South Stream, weil man dann keine Transitgebühren mehr bekommt.
Nur gegen etwas zu sein, weil man Gewinneinbusen hat, ist aber auch nicht der "feine" Weg! Oder?

Gruss aus Deutschland

21:22 von tisiphone

Besser hätte ich es auch nicht formulieren können!
------------------------------------
Ergänzung:

Es ist nur erschreckend, wo mit einem Male die Hysterie her kommt, das das russische Gas mal versiegen könnte.

So lange sich Europa gegenüber Rußlands "ordentlich benimmt", warum sollte Rußland die Lieferung einstellen?

Oder geschieht hier was, was die Zukunft "rigeros" ändern würde?

Unabhängigkeit von russischem Gas...

... bedeutet Stärke gegenüber einem unberechenbaren "Partner", der eiskalt nationalistische Interessen verfolgt. Aus dieser Position der Stärke dann unbedingt auf Russland eingehen. Alles andere wird als Schwäche verstanden, schadet unseren Interessen und der dt-russ. Verständigung.

@NMachiavelli_2014 - Aluhut?

Ich glaube Ihnen ist nicht klar, dass es nicht Russland war, das sich die Sanktionen auferlegt hat. Darüber hinaus kann mich auch nicht erinnern, das Putin jemals auf Distanz zu Europa bzw. der EU gegangen wäre. Selbst die Ukraine wurde und wird trotz offensiv ausgelebtem Russenhass mit russischem Gas beliefert.

Es ist daher mehr als absurd zu behaupten, dass Putin uns das Gas abstellen wird.

wenigstens einmal

sollte Deutschland in seinem Eigeninteresse handeln und Nord-Strom durchziehen!

Egal wie oft die Amis und Polen drohen!

Selbst Frau Merkel wird ja mal ein wenig Rückgrad zeigen können!

@Mischa007 21:43

"Nur gegen etwas zu sein, weil man Gewinneinbusen hat, ist aber auch nicht der "feine" Weg! Oder?"

Nur für etwas zu sein, weil man sich davon dann wirtschaftliche Vorteile verspricht (sei es durch die Auftragsvergabe oder später durch Transitgebühren), ist genauso wenig ein "feiner" Weg. Wie hier schon unzählige Male angesprochen wurde, besteht derzeit überhaupt keine Notwendigkeit, auf russisches Gas zu verzichten. Vielmehr, es gibt keine vernünftige Alternative, die ohne Mehrkosten für den Verbraucher das gleiche Resultat liefert.

Wenn im Rahmen der Energiewende bezahlbare Alternativen geschaffen wurden, kann man über eine schrittweise Loslösung von "Abhängigkeiten" (die scheinbar nur einige subjektiv empfinden) nachdenken. Bis dahin scheint es mir aber noch ein sehr langer und teurer Weg zu sein. Den wer bezahlt? Richtig. Otto Normalstromverbraucher.

@GCLichtenberg

21:45 von GCLichtenberg:
"Unabhängigkeit von russischem Gas bedeutet Stärke gegenüber einem unberechenbaren 'Partner', der eiskalt nationalistische Interessen verfolgt."

Wie im Artikel bereits steht, würde eine Pipeline durch die Ostsee dieses Problem umgehen. Denn dann würden wir zumindest ein paar Fehler unserer Freunde in Kiew oder Warschau nicht mehr ausbaden müssen.

re nat_han

" Und zwar mittels einer demokratisch gewählten Regierung eines immer noch souveränen Staates mit einer gefühlten 80%igen Unterstützung der slowakischen Bevölkerung."

Eine gefühlte 80%ige Unterstützung der Deutschen hätte auch die Bundesregierung, wenn sie sie die Nettozahlungen an die EU drastisch reduzieren würde und den osteuropäischen Empfängerländern mitteilt, dass Deutschland sich leider nicht daran beteiligen kann, ihre nationalen Probleme zu lösen.

Traurig, dass hier von vielen Foristen

nur kurzfristige Probleme angesprochen
werden. Teils wird die Endlichkeit von Gas und Öl ausgeblendet und teils werden
alternative Technologien überbewertet, obwohl sie für Mitteleuropa irrelevant sind, weil geeignete Speichertechnologien noch fehlen. Wind und Sonne fallen halt eher woanders an, und diese in z. B. Afrika anzuzapfen dürfte auf politische Schwierigkeiten stoßen. Ein Handel "Wasser gegen elektrische Energie und Medizin" wäre in der derzeitigen Konstellation ohnehin zum Scheitern verdammt, denn er bedeutet mehr Abhängigkeit, noch mehr Bevölkerung, und damit weitere Abhängigkeit. Bleibt entweder die riskante Wiederbelebung der AKW-Technologie oder eine Reduktion der Bevölkerung auf ein vertretbares Maß. (Die terrestrische Kernfusion mit POSITIVER Energiebilanz halte ich für illusorisch, wegen der immer wieder unerwarteten Plasmainstabilitäten.) Der lange Rede kurzer Sinn: Die Welt kann nur funktionieren, wenn der Wald schneller nachwächst, als man ihn abholzt.

"Wie unabhängiger werden von Putins Gas?"

OMG! Genauso gut könnte man fragen: Wie wird man unabhängiger von Merkels Braunkohle?

Der Bericht ist sachlich, objektiv und informativ, aber die Überschrift ist mit Vier- Buchstaben- Journalismus noch beschönigt bewertet!
Man muss immer bedenken, dass Lieferengpässe russischen Gases nicht mangels Willen zur Lieferung, oder logistischen Problemen bedingt waren, sondern dadurch, dass ein zahlungsunwilliger Kunde das Gas "schwarz" abgezapft hatte...

Auch in den Zeiten, als Russland noch "Gut Freund" war, hat man das in den Medien leider oft nicht sachlich und objektiv dargestellt. Auch wenn es, gerade in der heutigen Zeit, einigen Diplomaten und Medien nicht gefällt: Russland war und ist immer ein verlässlicher Lieferant.
Natürlich sollte man bestrebt sein, generell von fossilen Energiequellen abzuweichen, aber... Das dauert! Und die Energiekonzerne haben in diesen Bestrebungen nicht die "Sieben- Meilen- Stiefel" an, sondern scheuen sich davor, einen Frosch zu küssen. Möglich wäre es!

"EU will unabhängiger vom

"EU will unabhängiger vom russischen Gas werden"

Diese Überschrift stimmt nicht ganz.
Das Thema wird von einigen EU-Länder hochgeschaukelt damit diese Länder weiterhin Transitgebühren für russisches Gas kassieren können (es geht ja um hunderte Millionen per anno).
Da es, aber, offen nicht gesagt werden kann, spricht man von EU-Verwundbarkeit, EU-Recht, Unabhängigkeit, Krisenfällen, Energiesicherheit usw.

Alternative: Do it Your Self

19:42 von michel56 hat es bereits beschrieben: Windgas.

Das bisherige Problem (nicht nur) regenerativer Energien, dass Zeiten von Erzeugung und Verbrauch auseinanderfallen, ließe sich mit Windgas äußerst elegant lösen.

Keine teuren Akkus o.ä. erforderlich. Auch keine umstrittenen Hochspannungsleitungen quer durch die Republik.

Die vorhandenen Gas-Pipelines und -Speicher haben große Reserven frei.

Eine Pilotanlage, stark vereinfacht: Luft + Wasser + Energie => Windgas, läuft derzeit in Mainz.

Weiterführende Links siehe oben bei michel56

Warum sollte Deutschland auf Gas verzichten?

Ich verstehe nicht, was hier das Problem ist. Der russische Lieferant hat trotz aller nervtötenen Anfeindungen aus dem "Westen" problemlos Deutschland beliefert.
Ich sehe da kein Problem.

Ich mache mir eher um die Tikrit-Pipeline sorgen.

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