Kommentare - Indien verbietet Facebook-Projekt für Internetzugang

08. Februar 2016 - 18:52 Uhr

Indische Behörden haben nach massiven Protesten Facebooks Projekt für den kostenlosen Zugang zu einigen Online-Diensten einen Riegel vorgeschoben. Ein Erfolg für Netzaktivisten und Internet-Firmen: Sie sahen die Netzneutralität durch das "Free Basics"-Angebot verletzt. Von Jürgen Webermann.

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Kommentare

Kluge Inder

Eine kluge, weise und vor allem vorausschauende Entscheidung der inidischen Regulierungsbehörde.

das ist nicht ganz korrekt

Facebook darf schon kostenfreien Zugang zu eingeschränkten Services anbieten, sie dürfen es dann aber nicht "Internetzugang" nennen!

Hut ab!

300 Millionen? Das ist ja die gesamte deutsche Bevölkerung x 3! Ja, knapp mal vier sogar!!!

Es ist doch gar nicht

Es ist doch gar nicht schlecht wenn es ein kostenloses Internet gibt, wo die Informationen von dem anbietenden Unternehmen gesteuert werden. Wer die richtigen Informationen haben will, muss eben kräftig dafür blechen oder man findet sich eben damit ab, dass man nur das lesen und hören darf was der großartige selbstlose ehrliche Wohltäter aussucht.

Glückwunsch den indischen

Glückwunsch den indischen Regulierungsbehörden. Dabei ging es nicht darum, arme Inder mit kostenlosem Internet vertraut zu machen, sondern darum, die nächste Generation abhängiger, unmündiger Konsumschafe heranzuzüchten, um Facebook noch mehr Macht und Kontrolle zu geben.

Irren

ist menschlich, aber um richtigen Mist zu bauen, braucht man einen Zuckerbergcomputerzugang.
(Anonym;)

Wer die Facebook-Webseite als "Internet" bezeichnet....

... der lebt in einer Parallelwelt. Gefährlich, da so die Steuerung und Lenkung von ganzen Bevölkerungen erreicht werden soll (die Nachrichtenmanipulation von Facebook war da ein Weckruf.)
.

Durch meine Reisen nach Indien habe ich

einige Zeit die Aktionen der Internetaktivisten verfolgen können. Meiner Meinung nach war dies die richtige Entscheidung. Kostenlose Steuerung des Internetkonsums ist nicht richtig. Allerdings kann ich kaum glauben, dass dort 1 Mrd Menschen keinen Zugang zum Internet haben. Selbst der Kellner in einem kleinen Restaurant nutzt Facebook und WhatsApp, um mit seiner Familie in Kontakt zu bleiben. Selbst bei Überlandfahrten, die bis zu 9h dauerten, hatte ich fast immer ein Mobilfunksignal, welches mir auch die Nutzung des Internets erlaubte. Indien ist nicht so unterentwickelt, wie es manchmal dargestellt wird. Jedoch ist gerade im Norden und einigen östlichen Regionen noch einiges zu tun.

Zuckerbergs Fehlinvestition

Internetzugang für Jeden bleibt in Indien solange eine Illusion, wie die gesellschaftlichen Kasten bestehen bleiben. Die soziale Ungleichheit, das starke Gefälle zwischen Großstädten und Provinzen sowie die Unterdrückung der Frauen, all dies wird nicht dazu führen, eine gleichberechtigte Internetnutzung zu generieren.

Was wäre das für eine Freude, wenn Marc Zuckerberg ein wenig von seinen Milliarden (nur das, was überkleckert) verwenden würde, um für 500 Millionen Inder die dringend benötigten Toiletten zu bauen.

Nicht´s ist kostenlos

Wenn etwas kostenlos ist, ist in der Internetwelt in Wahrheit der Kunde das Produkt, dessen Daten gewinnbringend von Facebook & Co. verkauft werden.

Nicht´s anderes ist das!

Gute Initiative?

Wer diese Aktion gut heißt muss bedenken das Facebook nur diese Seiten frei geben wird die genügend Geld bezahlen.
Der "normale Mensch" ist sehr anfällig für Propaganda. Diktatoren würden für diesen Internetzugang Milliarden Bezahlen. Was wäre wenn die Bevölkerung nur das sehen kann was der Machthaber will.
Viele Nordkoreas.

Sehr gut!

Selektives Internet für jene, die sonst keine Möglichkeiten haben. Das ist sehr gefährlich.

Wer nur sehr limitierte Informationsquellen hat, ist leicht zu manipulieren, denn er hat schlicht keine Chance, was er liest, gegen zu checken.

So kann man Proteste auslösen und Druck auf Regierungen ausüben.

Ja, warum nur nehme ich immer das Schlechteste an?

Ganz einfach:
1. Wer Macht hat, der nutzt sie auch
2. Ich erinnere mich an Obamas: manchmal muss man Staaten die Arme verdrehen, wenn sie nicht das tun, was man will.
3. Grundregel des Kapitalismus: nichts ist umsonst. Irgendeinen Nutzen muss das "Projekt" ja für die Wohltäter haben, wenn sie kostenlos Internet anbieten wollen.

Einen Käufermarkt abzugreifen kann es wohl nicht sein. Denn wir sprechen von den Armen.

Bei einem anderen Konzern, wäre man misstrauisch. Leider sehen viele FB nicht mehr als Unternehmen. Denn alle arbeiten damit (Behörden, Medien, Bürger).

Das ist zu viel Macht für ein Privatunternehmen.

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