Kommentare - VW-Chef in den USA: "Wir haben sehr enttäuscht"

11. Januar 2016 - 03:22 Uhr

Bei seinem ersten Auftritt in den USA ging der neue VW-Chef in Sack und Asche. Er bitte um Entschuldigung "für das, was bei Volkswagen falsch gelaufen ist", sagte Müller vor der Detroiter Automesse. Zudem verkündete er weitere Großinvestitionen in den USA.

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Kommentare

Heuchler

Was soll man als deutscher Staatsbürger mit einem BWL/VWL Studium dazu sagen? Mir fällt eigentlich nur eines ein - Verrat.

Ein Konzern wie VW, auf den in den kommenden Jahren bis zu 80 Mrd. an Kosten für den Betrug zukommen, stellt sich nun heute bin und verkündet Milliardeninvestitionen in den USA. Das man Jobs in Deutschland schaffen könnte und hier lieber Werke aufbauen - oder aber sichern - könnte, davon ist keine Rede.

Als Gründe für Expansion ins Ausland werden und wurden dann Währungsvorteile oder positives Image genannt. Bei mir hat VW jedes positive Image verloren und ich würde dem Konzern keine Träne nachweinen, wenn ihn der Betrugsskandal ruiniert. Die Menschen in Deutschland die für VW arbeiten tun mir leid, geben Sie doch 100 % und ich weiß wie anstrengend Fließbandarbeit ist, hab ich neben dem Studium selbst bei Daimler gejobbt.

Der Kapitalismus kennt nur wenig soziale Gerechtigkeit, sodass ich glaube, die schließen eher in Deutschland ein Werk als die USA aufzugeben.

um 03:54 von TachelesReden

Der Kapitalismus kennt nur wenig soziale Gerechtigkeit, sodass ich glaube, die schließen eher in Deutschland ein Werk als die USA aufzugeben

Da liegen Sie vermutlich nicht falsch.
VW ist nach wie vor vom Größenwahn getrieben und man will auf Biegen und Brechen unbedingt der größte Automobilbauer der Welt sein und Toyota hinter sich lassen.
Der europäische Markt ist gesättigt für VW. Dort lässt sich kaum Marktanteil hinzugewinnen. In China hat man ebenfalls bereits großen Marktanteil, so dass auch hier das Wachstumspotential überschaubar ist. In Südamerika ist VW auch gut vertreten. Lediglich in USA und Kanada ist VW noch immer ein Exot mit weniger als 2% Marktanteil. Dort versucht VW verständlicherweise seit Jahren seine Marktposition auszubauen - bislang jedoch mit mäßigem Erfolg, was hauptsächlich einer falschen Produktpalette geschuldet ist. Nun will man in Chattanooga ausbauen um endlich ein für USA attraktives SUV anzubieten.

Das ist Falsch

Toll, dass Sie als Betriebswirt einen Beitrag zur Diskussion leisten. Nur leider ist es sachlich und fachlich falsch, denn der in den USA in Zukunft hergestellte Geländewagen ist hauptsächlich für den US Markt bestimmt. Genauso baut VW z.B. in China Modelle, die für den lokalen Markt sind und die es in Deutschland garnicht gibt.

Müller verwechselt Staat und Kunden

mag sein, dass er durch Investitionen sich eine bessere Position in den laufenden Verfahren verschafft, wobei ich die US-Institutionen in dieser Hinsicht für weniger anfällig halte als die deutschen. Die Maßnahme wird aber sofort dadurch entwertet, dass Müller zögerlich bei der Entschädigungsfrage der Kunden reagiert. VW ist deshalb in den USA (und nicht nur dort) weder ein glaubhafter Aufklärer, noch ein bußfertiger Sünder. Überall schimmert das Kostendenken durch und die übliche deutsche Schönrednerei, welche allerdings in anderen Ländern nicht verfängt.

In dieser Sache kann ich nur sagen das die

Amerikaner so dermaßen opportun sind. Da hat man heute morgen auf WDR im TV über ein armes amerikanische PKW Opfer berichtet und wie sehr es ihn belastet das er mehr Schadstoffe in die Luft pustet. In der nächsten Bildeinstellung zeigte dann ein Blick in seine Einfahr wie recht ich mit meiner Behauptung habe. Da steht doch glatt ein Pickup von GM welcher 25-30 Liter pro 100 Km in die Luft pustet. Hallo geht es noch! Für mich sind diese US-Sammelklagen eine gezielte Störaktion der Amerikaner um ihrer eigenen Automobilindustrie unter die Arme zu greifen, mit dem Versuch einer ihrer wichtigsten Konkurrenten auszuschalten. Mit einer Klage von 48 milliarden US$ (und rechnen tut man eher mit 90 milliarden US$). Im Gegenzug sollte die EU die ganzen US-Importe wie Pickups usw. die dafür bekannt sind das Fünffache an Sprit zu schlucken in der EU verbieten! Für mich ist das ein gezielt durchgeführter Wirtschaftskrieg der USA gegen Deutschland.

Und dann möge man sich diese Investition

ansehen. Noch besser geht es nicht! Da geht es ja nun um Schadstoffe usw. Nun möchte man glauben das der VW-Konzern ein Zeichen setzt und fast eine Milliarde $ in ein Werk investiert welches Elektroautos produziert. Dies wäre ein Zeichen gewesen. Aber nein! Die Entscheidung der Investition ein Werk zu bauen in welchem ein Sportgeländewagen gebaut werden soll zeigt wie Amerikaner ticken! Es geht nicht um Umweltschutz und Schadstoffe. Es geht nur ums Geld. Für den Amerikaner ist das Auto ein Statussymbol, bei welchem es ihm reichlich egal ist was hinten aus dem Auspuff kommt. Für sie zählen Hubraum und PS! The amarican way of life sag ich nur. Und der VW Konzern zeigt es auch noch mit dieser Investition.

USA -VW

Herr Müller hat in den USA den richtigen Ton für die Aufarbeitung der entstandenen
Abgasfehler gefunden. Seine
Bemerkung- die USA sind ein Kernmarkt in den weiter investiert werden soll- hat man sicher gerne gehört

geschickt

Auch wenn der ein oder andere Betriebswirtschaftler das erst nicht verstehen mag, so ist diese weitere Investition ein kluger Schachzug.

Denn es ist Wahljahr in den USA.

Zwar hat VW auch die Entwicklung von Elektrofahrzeugen eindeutig verschlafen. Jetzt aber irgend etwas übers Knie zu brechen wäre sehr dumm.

Es wird erst einmal der Markt abgedeckt, der auch nach Produkten verlangt. Und parallel dazu müssen die Produkte für den neu entstehenden Bedarf entwickelt werden.

Nur bitte diesmal mit ausreichend Budget im Entwicklungsbereich. Damit nicht wieder getrickst werden muss, nur damit die Dividende stimmt.

Arbeitsplätze in den USA

nützen den Deutschen sehr wenig.
Warum die USA ein Kernmarkt sind kann ich nicht ganz verstehen, sind ja keine Größenordnungen die dort abgesetzt werden im Vergleich zu anderen Orten.
Wahljahr würde ich sagen und hoffen auf milde Strafe.

Gruß

Erst wenn der eine oder andere, aus dem Vorstand, hinter Gitter

sitzt, glaube ich an Läuterung. Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass hier wieder die Geldsäcke schuldfrei davon kommen und andere zur Verantwortung gezogen werden? Herr Winterkorn soll nichts gewusst haben??? Sorry Herr Müller, die Vorstellung nimmt ihnen kein normal denkender Mensch ab!
Das ganze war kriminell und jede Straffreiheit ist Rechtsbeugung!

08:28 von Morris1977 Guter Beitrag! :-)

Alle großen Spritfresser aus US Produktion ins nächste Schiff nach Amerika verladen und weg und in der EU verbieten, da bin ich dabei.
Aber eins bleibt, VW hat betrogen und das ist kriminell. Wenn ich einen GM kaufe, der 30 Liter schluckt, weiss ich das dies nicht gut für die Umwelt ist.

@ Defender411 "kriminell"?

Gewalttaten,
gemeingefaehrlich,
äußerest rücksichtslos und brutal -

Ist es recht nicht zu verzeihen?
Ist es recht überhaupt noch Auto zu fahren,
wo man meint zu wissen, es verursache Schäden?

Würde Gott Vergehen anrechnen, wer könnte vor ihm bestehen?

Vergebung von Schuld bei Gott finden-
damit:
ER gefürchtet werde.
ER geehrt, und man IHM gehorche!

(In Erinnerung
des Psalm 130)

unglaubwürdig auf ganzer Linie

VW hofft ja nun auf etwas abgeschwächte Strafen durch den "Amerikanischen Staat".: Wird auch so kommen.
Nur die Konsumenten werden natürlich auf einem kostspieligen Ersatz bei VW pochen.
Was den Umweltschutz angeht, sind wohl die "Amerikanischen Spritschlucker-SUV´s" weit mehr Umweltschädigend wie VW-Diesel.
Verbräuche um die 30ltr. Benzin heben wohl die Dieselabgase durch geringeren Verbrauch in etwa auf. Amerika ist in keiner Weise irgenwie (TTIP) Vorbild, und wird es auch nie werden.

VW

Das ist genau das was die Amis wollten, riesige Klage, Aktie geht runter, Heuschreckenfirmen schlagen zu, verhökern die VW Patente so das amerikanische Autobauer endlich mal Technik bekommen, verursachen ne Millionen Arbeitslose und füllen sich die Taschen und der Witz ist das die größte Drecksschleuder der Welt, die USA hier einen auf Umwelt machen.

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