Kommentare

Lernfähige Regierung

Die chinesische Regierung erweist sich als lernfähig und hält nicht an den gerade erst von Ihr umgestzten Regelung fest. Das finde ich schon beachtlich. Auch die Reaktion gegenüber Nordkorea zeigt, dass die aktuelle Regierung international deutlich mehr Verantwortung übernimmt. Beides muss man sehr positiv bewerten und wäre lange Zeit in China undenkbar gewesen.

Und schon

sind die Spieler wieder Glücklich und die Einarmigen Banditen drehen sich wieder.
Warum fahren die Leute nicht gleich ins gelobte Land nach Las Vegas .

Gruß

Schutzgeld

Noch besser wäre ein Schutzmechanismus, der die Börsentüre auf ewig verschließt. Denn die Börse jubiliert bei Massenhaften Arbeitsplatzabbau, und jault auf, wenn geringfügige soziale Verbesserungen eingeführt werden, sie dient nur dem Kapital der wenigen Superreichen, und schadet dem meisten Menschen.

re thomas wohlzufrieden

"sie dient nur dem Kapital der wenigen Superreichen, und schadet dem meisten Menschen."

Von der Funktion einer Aktienbörse haben Sie keine Ahnung, aber das immerhin voller inbrunst.

um 10:17 von wenigfahrer

Volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar. Gruß.

Börse, Börse, Börse alles

Börse, Börse, Börse alles andere ist doch nur Fliegensch... . Und ab in die nächsten Crashs. Die Schulden zahlen ja eh immer die anderen kleinen, wehrlosen Ar...löcher, also wir. Die Chinesen werden die Möglichkeiten des Tricksens und Vertuschens, die es gerade bei Börsengeschäften gibt, für sich weidlich ausnutzen und sich wieder eigene Spielregeln herausnehmen, wenn sie ansonsten Nachteile auf sich zu kommen sehen. Dann werden wieder ein paar Anleger lernen müssen, dass Börsen nichts anderes als staatlich sanktionierter Beschiss darstellen, vor allem in Asien.

Warum man im Reich der Mitte wohl das Börsenglücksspiel erlaubt

Einmal davon abgesehen, daß die Mao-Dynastie durchaus nicht die Weisheit mit dem Löffel gefressen hat und von ihr viel mehr gilt was der Dichter Shaw seine Kleopatra sagen läßt: „it is not that I am so clever, but that the others are so stupid.“ (mangels greifbarer deutscher Übersetzung im ansonsten in der gegenwärtigen VS-Amerikanerzeit unschicklichen englischen Kauderwelsch) Die chinesische Regierung wird also bisweilen auch einmal einen Fehler machen und z. B. den spekulativen Aktienhandel erlauben. Doch fragt es sich durchaus, warum man im Kaiserreich China das Börsenglücksspiel erlaubt hat. Vielleicht trug die Regierung damit der chinesischen Leidenschaft für das Glücksspiel Rechnung oder wollte die VSA täuschen. Sicher aber ist, daß die Chinesen den Markt keinesfalls als allwissendes, wundertätiges Wesen anbeten wie dies die nordamerikanischen Wilden zu tun pflegen. Daher dürfte die chinesische Regierung auch nimmermehr ihr Wirtschaftswesen dem Börsenglücksspiel unterwerfen.

@ Thomas Wohlzufrieden

Sehr gut auf den Punkt gebracht!

@10:51 karwandler

Vielleicht ist es etwas schwarz-weiß-malerisch, doch können Sie nicht abstreiten, dass die Sache mit dem Arbeitsplatzabbau bei Aktiengesellschaften sehr wohl eine Rolle spielt. Ich denke, Belege dafür werden Sie genügend finden.
Man kann auch überhaupt das System hinterfragen, dass jemand, der Geld hat, dafür überhaupt nicht (mehr) arbeiten muss, um noch mehr Geld zu bekommen - Geld vermehrt sich nämlich nicht, dazu braucht es Produktionskraft, z. B. Arbeiter oder Entwickler. Für's Nichtstun, nur weil man Besitz hat, noch mehr zu bekommen, ist doch nicht fair. Das dumme ist, dass unser ganzes System darauf fußt - und nun raten Sie mal, wie sich ein solches System entwickeln konnte?
Sie sollen mal sehen, was viele dieser Investoren machen, wenn der Gewinn nicht wie erwartet ausfällt ...

Richtig, denn es ermöglicht die Gegenbewegung.

Wow die Entscheidung eine automatische Handelsunterberchung einzuführen war falsch, aber man gibt sich lernfähig in der VR China, toll diese Praxis wieder zu beenden. Denn nur so wird eine Gegenbewegung möglich. Auf Bären kommen Bullen.
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@Wohlzufrieden Nein, mal wieder nicht, es hilft nicht etwas nur zu schließen es gibt auch jetzt schon einen grauen Markt für nicht an der Börse gehandelte Unternehmensanleihen und anderes. Die Börse ist reguliert, keineswegs frei und rein kapitalistisch.
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Wer sich den C-Index anschaut sieht was seit Mitte 2014 in China passiert ist, dies ist spätestens seit 2015 Zockerei. Ok aber davon halten sich Millionen Anleger fern.
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Z.B. heute Daimler steht bei 70€, hat ein super Jahr hinter sich (Dank auch dem China-Geschäft) Dividende in paar Monaten ggf 3€/Aktie. Das sind 4,2% nur weil ich an dieses Unternehmen und seine Produkte "glaube" und ein winzigen Teil davon besitze. Ist dies so schlecht?

Blasenökonomie

Ach die Chinesen haben, wie schon der Westen vor Ihnen mit der Börse eine finanzgesteuerte Blasenwirtschaft aufgebaut. Der immense Bauboom in China ist kreditfinanziert und rechnet sich nur bei entsprechendem Absatz (Verkauf, Vermietung).
Tritt dieser nun nicht ein, passiert dasselbe wie in Japan, der USA oder Spanien die Kredite platzen. Und genau wie in diesen Staaten, springt der Staat ein.

Nun hat China einen Mechanismus aufgegeben, der nicht sooo zielführend war, die Intervention des Staates bleiben aber (Verlängerung von Haltefristen von großen Aktienpaketen, Aktienaufkauf staatlicher Unternehmen) etc.

@ karwandler

volle Zustimmung

Schade, dass so viele Leute beim Wort "Börse" reflexartig zu schimpfen beginnen, statt sich zu informieren was wie zusammenhängt.

Natürlich kann man sich zurecht beschweren, dass viele Reiche alleine von Zinsen und Rendite leben können. Dass börsennotierte Firmen kurzfristiger und kursorientierter planen und agieren. Aber das allein auf die Börsen zu schieben geht vollständig am Thema vorbei!

Auch weniger Wohlhabende können an der Börse investieren. Sie können auf diese Weise Geld, das sie gerade nicht benötigen Firmen zur Verfügung stellen, denen sie Erfolg zutrauen, und von diesem Erfolg profitieren. Wie beim Sparbuch, nur mit mehr Risiko, mehr Gewinn, und ohne Umweg über die Banken.

Weniger Geld an die Banken ist gut für unser System. Mehr Wissen beim Bürger ist ebenso sinnvoll. Und die Aktien = Unternehmensanteile = Produktionsmittel in den Händen des Volkes ist eine alte sozialistische Kernforderung.

problematisch ist eher...

.. dass Gewinne aus Geldgeschäften niedriger besteuert werden als Gewinne aus Arbeit. Es müsste umgekehrt sein.

.. dass viele Kleinanleger genauso naiv handeln wie sie wählen. Nur leidet an der Börse wenigstens jeder selber an seinen dummen Entscheidungen. Bei Wahlen leiden alle, wenn Typen wie Mappus erst an die Macht, und dann an die Steuertöpfe dürfen. (Und die gleichgroßzügig an befreundete Banker verschenken.)

.. dass Banken viel zu wenig Eigenkapital für ihre Zockerei vorhalten müssen

..dass gerade börsennotierte Firmen über Fehlanreize wie Aktienoptionen kurzfristiges Handeln und Denken fördern. Würden sie stattdessen Boni in Form von Aktien anbieten, die mindestens zehn Jahre gehalten werden müssen, würden die verantwortlichen Manager auch wieder langfristig denken.

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