Kommentare

na und?

Wenn ich die Krokodilstränchen der Verbraucher in Deutschland jedesmal sehen muss, wenn die Lebensmittelpreise mal wieder steigen, wird mir schlecht. Gibt es ein Land mit dem Euro, in dem die Lebenskosten geringer sind?
.
Kann ich mir kaum vorstellen! Jedem der es nicht glauben mag rate ich mal einen Einkauf oder ein Leben in Österreich, den Niederlanden, Belgien, Frankreich......

Gute Aussichten für Verbraucher

Für Arbeitnehmerhaushalte ist die gegenwärtig niedrige Teuerung ideal. Unser Geld hat einen stabilen Wert und das ist sehr beruhigend.
Niemand möchte mit einer Situation wie in Russland tauschen, wo bei stagnierenden Löhnen und Renten über 10% Inflation ins Familienbudget schlage.

Die wirkliche Inflation ist aber höher

Die tatsächliche Inflation in Deutschland liegt allerdings höher, nämlich bei 0,8 bis 1,2%. Bei real 0,3% sind wir nur deshalb, weil die Ölpreise sinken. Dieser Einfluss hat aber mit den deutschen Wirtschaftsdaten wenig zu tun und entsteht im Ausland.

Das mag..

für den Bereich Benzin oder auch Öl gelten, für den Bereich Lebensmittel aber mit Sicherheit nicht.. ganz im Gegenteil, Brot, Kartoffeln, Gemüse sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, ich habe mir die Preise notiert..

Wir haben die niedrigste Preissteigerung

aber auch die niedrigsten Lohnzuwächse seit 2000. Real ist dies ein massiver Verlust gegenüber em Lohnniveau vor 15 Jahren. Dazu kommen noch mehrere Millionen prekär Beschäftigter von denen man weiß, dass sie sich die Miete kaum leisten können, ab Essen sparen und die Tafeln besuchen müssen.

Das stimmt so nicht.

Ich selbst betreibe ein Geschäft und musste im vergangenen Jahr Preissteigerungen bis 10% weitergeben. Im Gegenzug gab es kaum Lohnsteigerungen und Sparzinsen gibt es ohnehin nicht mehr. Vielen bleibt sehr wenig zum Leben. Ich denke da an die übertuerten TÜV Gebühren, Rundfunksteuer, Schornsteinfeger, Autoreparaturen, stets steigende Mietumlagen etc. Nur aufgrund derzeitiger im Vergleich zu früher niedrigen Enegiekosten scheint es so, als wäre die Inflation niedrig.

Ja, es wäre schon

Ja, es wäre schon interessant, die Inflationsrate von den Energiekosten losgelöst zu betrachten.

re wohlstandsbäuchlein

"Dieser Einfluss hat aber mit den deutschen Wirtschaftsdaten wenig zu tun und entsteht im Ausland."

Wo oder wodurch die Verbraucherpreise beeinflusst werden ist nicht Gegenstand der Berechnung.

@ 15:12 von Wohlstandsbäuchlein

Sie schreiben:
"Die tatsächliche Inflation in Deutschland liegt allerdings höher, nämlich bei 0,8 bis 1,2%. Bei real 0,3% sind wir nur deshalb, weil die Ölpreise sinken. Dieser Einfluss hat aber mit den deutschen Wirtschaftsdaten wenig zu tun und entsteht im Ausland."
*
Da überschätzen Sie den Anteil der Ölpreise an dem gesamten Umfang der Verbraucherpreisentwicklung aber gewaltig.
Beim Stratistischen Bundesamt kann man sich den Warenkorb und die Aufteilung der Warengruppen genau anschauen:
www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/
Preise/Verbraucherpreisindizes/Verbraucherpreisindizes.html
*
Es gibt auch die Möglichkeit sich einen persönlichen Warenkorb zusammenzustellen um seine persönliche Inflationsrate zu berechnen:
www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/
Preise/Verbraucherpreisindizes/WarenkorbWaegungsschema/
Content75/PersoenlicherInflationsrechnerUebersicht.html
*

Statistische Methoden? 10,3% für Nahrung, 2,6% für Strom?

Im Statistischen Warenkorb sind Nahrungsmittel mit 10,3 Prozent und Stromkosten mit 2,6 Prozent gewichtet. Ihr Anteil ist höher? Na, was fällt Ihnen eigentlich ein, warum essen Sie so viel? Kreuzfahrten sind übrigens billiger geworden.

Für eine Familie mit 3.000 Euro netto bedeuten diese Werte, dass für Nahrungsmittel und Strom zusammen nur knapp 390 Euro aufgewendet werden dürften. Gerade diese Posten sind jedoch erheblich teurer geworden. Bei mancher Rentnerin mit 800 Euro ist die Rechnung noch dramatischer - und das nicht nur gefühlt!

Ihr PC vom letzten Jahr ist inzwischen billiger geworden, Ihr Drucker auch. Diese Geräte sind inzwischen zwar nirgends mehr erhältlich (weil veraltet), aber der Bundesamt-Statist tut dennoch so, als würden Sie für diese EInkäufe eine Zeitreise machen.

Schauen Sie sich auf der Website des Statistischen Bundesamtes (www.destatis.de) etwas näher um, vor allem in der Rubrik »Stat. Warenkorb«. Legen Sie Ihr Haushaltsbuch daneben.

Und ganz ruhig bleiben.

@ Fiedelius

Ihrem Kommentar stimme ich zu.
Gerade die Gebühren, welche Sie hier aufführen, finde auch ich sehr überzogen.
Mir ist zwar aufgefallen, dass einige Lebensmittel und Non-Food-Artikel, welche ich ständig kaufe, etwas billiger geworden sind. Dafür schlagen für mich die fehlenden Zinserträge stark zu Buche.

re fidelius

"Nur aufgrund derzeitiger im Vergleich zu früher niedrigen Enegiekosten scheint es so, als wäre die Inflation niedrig."

Hätten Sie die Inflation lieber nur aufgrund derzeitiger im Vergleich zu früher höheren Preisen berechnet? Wir rechnen uns die Inflation hoch indem wir gesunkene Preise ausblenden?

Steuergeschenke?

@ Fiedelius:
"Im Gegenzug gab es kaum Lohnsteigerungen und Sparzinsen gibt es ohnehin nicht mehr. Vielen bleibt sehr wenig zum Leben. Ich denke da an die übertuerten TÜV Gebühren, Rundfunksteuer ..."

Meines Wissens gibt es in Deutschland keine Rundfunksteuer.

@ 15:52 von dummschwaetzer

Sie schreiben:
"Wir haben die niedrigste Preissteigerung
aber auch die niedrigsten Lohnzuwächse seit 2000. Real ist dies ein massiver Verlust gegenüber em Lohnniveau vor 15 Jahren."
*
Diese Aussage ist nun wirklichnicht richtig.
Man kann beim Statistischen Bundesamt nachlesen dass nach einer längeren Zeit ohne Reallohnzuwächse diese seit 2008 endlich wieder steigen (Ausnahme 2009).
Seit 2010 steigen die Brottulöhne regelmäßig um etwa 3% pro Jahr bei Inflationsraten deutlich unter 1%!
Und die Reallöhne steigen auch regelmäßig zwischen 0,5 und 2% pro Jahr.
Das alles hat es vorher zwischen Mitte der 90er Jahre und 2007 nicht mehr gegeben!
Im letzten Quartal Reallohnzuwachs um 2,4%:
www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Gesamtwirtschaft
Umwelt/VerdiensteArbeitskosten/RealloehneNettoverdienste
/RealloehneNettoverdienste.html
*
Die Realität sieht manchmal anders aus als der persönliche Glaube.

Keine Inflation??

Es mag ja sein, dass den Warenkorb betreffend keine Inflation herscht. Allerdings kann man bezogen auf die starken Mietsteigerungen bei Mietwohnungen schon von Inflation reden. Warum wird das eigentlich nicht berücksichtig?? In Städten wie Hamburg wird es für eine Familie mit 3 Kindern wirklich katastrophal. Es ist so, dass wieder einige wenige, wie zB Hausbesitzer hier den Reibach machen. Ganz hübsch zu sehen auch an den Oldtimerpreisen bei Autos. Die steigen auch, weil einige wenige sich gegenseitig Konkurrenz machen, die nicht wissen wohin mit ihrem vielen Geld...

Mehr Luft in den Verpackungen!

Also ich stelle fest, daß manche Preise für abgepackte Lebensmittel zwar scheinbar stabil geblieben sind,
jedoch weniger Inhalt vorhanden ist.

= versteckte Preissteigerung

Sehr gute Nachricht

Vor allem die Mieten sind so enorm günstig geworden in Hamburg...

@ traurigerdemokrat:

"Ja, es wäre schon interessant, die Inflationsrate von den Energiekosten losgelöst zu betrachten."

Warum?
Möchten Sie das nur bei sinkenden oder auch bei steigenden Energiekosten? Hätten Sie gern eine niedrigere oder eine höhere Inflationsrate auf dem Papier?

@ Ra-Ta-Zonk:

"Ihr PC vom letzten Jahr ist inzwischen billiger geworden, Ihr Drucker auch. Diese Geräte sind inzwischen zwar nirgends mehr erhältlich (weil veraltet), aber der Bundesamt-Statist tut dennoch so, als würden Sie für diese EInkäufe eine Zeitreise machen."

Nein.
Wenn man aber nach einem Jahr für das gleiche Geld eine bessere Technik bekommt, ist das rechnerisch mit einer Preissenkung vergleichbar. Und das ist sicher richtig so. Diesen Effekt zu ignorieren, würde die Inflationsrate nach oben verfälschen.

@fiedelius

Ja, das stimmt. man sollte mal die Bürokratiekosten mit einbeziehen in die Teuerungsrate, da käme man ins Staunen.
Die Schornsteinfeger kosten jedes Jahr weit über die steigenden Sachkosten hinaus. Die "Feuerstätten-Schau" ist so ein beliebtes Feld für bürokratische Knepe. Neuerdings wird die Feuchtigkeit des Brennholzes gemessen. das machte nur Sinn, wenn zu feuchtes Holz für den Brandt gesperrt würde, versiegelt s.z.s.
So hat wie jetzt gehandhabt, hat es keinerlei praktischen Wert, kostet bare Gebühren.
Meine Ölfeuerung habe ich in professioneller Pflege. Jedes Jahr wieder bestätigt der Schornsteinfeger den 1a-Zustand. Aber die Prüfergebnisse des Service werden nicht anerkannt.
Der "hoheitliche Akt" ist unverzichtbar.
Wenn man dagegen hält, welche Narrenfreiheit TÜV und Gerichts-Gutachter im Namen des Staates haben !!

re ladycat

"Dafür schlagen für mich die fehlenden Zinserträge stark zu Buche."

Hier geht es um Verbraucherpreise, nicht um Einkommen. Die haben sich 2015 allerdings stärker erhöht als die Preise.

Vorausgesetzt, dass Sie der Statistik glauben.

@ ladycat:

"Dafür schlagen für mich die fehlenden Zinserträge stark zu Buche."

Oh. Um diese glückliche Lage beneide ich Sie ein wenig, denn ich habe dank Hausfinanzierung immer noch kräftige Schulden und bin mit den niedrigen Zinsen zufrieden.
Übrigens gehen Zinsen (oder Aktienkurse) natürlich nicht in die Berechnung der Inflation ein.

Es ist aller höchste Zeit für steigende Zinsen

Das verherende ist, daß die Inflation bewußt kleingerechnet wird.

Wie gehen denn bitte die Immobilienpreise in die Rechnung ein?
Wie gehen denn bitte die steigenden Kosten für Medizin und Pflege in die Kosten ein.

Warum klagt niemand über die ständig fallenden Kreditkosten? Wenn fallende Preise für Unternehmen schlecht sein sollen, dann sind fallende Kreditkosten für Sparer schlecht. Warum wird die Inflationsberechnung zugunsten von Unternehmen und Schuldner manipoliert. Warum werden die berechtigten Interessen der Sparer einfach mit Füßen getreten.

Und wo waren die hohen Zinsen, als die Ölpreise explodierten?

Warum wird nicht gegen die steigenden Immobilienpreise etwas unternommen?

Wenn die EZB unbedingt Inflation will, dann muß sie nur dafür sorgen, daß die Kreditzinsen jedes Jahr steigen.

Die niedrigen Zinsen sind ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die ihr Leben lang ihr ehrlich verdientes und versteuertes Geld gespart haben.

Das wird so nicht stimmen

Lebensmittel und andere Dinge die man unbedingt zum Leben benötigt sind eindeutig teurer geworden.
Benzin oder Diesel kann man nicht essen, und Technik auch nicht weil Fernseher oder Telefone nicht schmecken ;-).

Alle anderen Sachen sind teurer geworden, Geld für Bus oder Friseur und was noch so sein muss außer Essen und Trinken ohne Alkohol.

Der Warenkorb ist völlig sinnlos für normal Menschen mit nicht viel Geld in der Tasche.

Gruß

Die Inflationsrate hat abgenommen

Im Vergleich zum Vorjahr hat die Inflationsrate nicht zugelegt, sondern von 0,9 % auf 0,3 %, also um zwei Drittel, abgenommen.

re nemez

"Also ich stelle fest, daß manche Preise für abgepackte Lebensmittel zwar scheinbar stabil geblieben sind,
jedoch weniger Inhalt vorhanden ist.

= versteckte Preissteigerung"

Sie stellen sich die Damen und Herren Statistiker wohl ziemlich naiv vor. Die erheben die Preise natürlich nicht verpackungsweise, sondern nach Gewichtseinheiten.

Die übrigens dafür auch am Regal ausgewiesen sind, damit man nicht gleich auf versteckte Preissteigerungen hereinfällt.

@Wohlstandsbäuchlein 17:14

Schlechter Scherz

>> "Wenn man aber nach einem Jahr für das gleiche Geld eine bessere Technik bekommt, ist das rechnerisch mit einer Preissenkung vergleichbar. Und das ist sicher richtig so. Diesen Effekt zu ignorieren, würde die Inflationsrate nach oben verfälschen."

Und was halten Sie davon, daß Immobilien, die einem natürlichen Verschleiß unterliegen jedes Jahr teuerer werden? Hier entsteht eine viel massive Verfälschung nach unten.

Und was ist mit z.B. der Lohnentwicklung von z.B. Busfahrern. Die verdienen heute viel mehr als vor 40 Jahren, leißten aber kein bischen mehr als vor 40 Jahren.

Wenn also ein neuer PC mehr Wert sein soll als der vom letzten Jahr, warum müssen Arbeitnehmer, die heute arbeiten, weniger lange für diesen Rechner arbeiten, als jemand der letztes Jahr gearbeitet hat, diesesn Rechner aber erst jetzt kauft?

16:40, ladycat

"Mir ist zwar aufgefallen, dass einige Lebensmittel und Non-Food-Artikel, welche ich ständig kaufe, etwas billiger geworden sind. Dafür schlagen für mich die fehlenden Zinserträge stark zu Buche."

Dann gehören Sie offensichtlich zum gehobenen Vermögenssegment unserer Gesellschaft.

So ganz arm bin ich auch nicht, aber das gesunkene Zinsniveau bringt mir keine spürbaren Einbußen.

Vielleicht sollten Sie mal mit Ihrem Vermögens- und Anlageberater reden oder ihn wechseln?

Es gibt, gerade für Vermögende, immer noch intelligente Möglichkeiten, sein Geld anstrengungslos zu vermehren.

Immerhin leben wir ja im Raubtierkapitalismus, wie Sie immer wieder gern schreiben. Und es gibt große und kleine Raubtiere.

Also werden Sie doch Ihrem Nick ein wenig gerecht...

@17:37 von FDISK

Die amtliche Statistik kann sich natürlich nicht auf Almette Frischkäse stützen. Der Warenkorb ist natürlich künstlich und jeder kauft etwas Anderes. Das ist aber kein Fehler der Statistik, sondern liegt in der Natur der Sache.
Sie finden übrigens im Internet genügend Beispiele für vorher nachher. Und da gibt es Beispiel wie ihr Frischkäse und auch Beispiele für das Gegenteil. Womöglich stimmt es dann im Schnitt ja wieder.

Eine ernstzunehmende Presse

würde mal die Preise von 1998 und von heute vergleichen.
Ich darf ein Beispiel nennen:
Bahnpreis "normal" München Kufstein 13 Mark.
Heute umgerechnet 38 Mark . Also eine Preissteigerung von 300% . geteilt durch 18 Jahre macht 16% im Jahr.
Die grösste Prreissteiegrung war bereits im Folgejahr: 200% innerhalb EINES JAHRES! Bei anderen Artikeln das gleiche Spiel.
Nun von 2013 auf 2014 entbehrt jeder Grundlage, und MUSS zu Zorn und Frustration beim wissenden Bürger führen!
Auch muß der Wrenkorb, der viel zu viel billige Elektronik enthält, "verlebensmittelt" werden: Heute zahlen Sie 1 Euro für 100 Gramm Biokohl!

Karwandler "Teilzeitstellen"

Ich denke mal, es ist die Minderheit, die unbedingt einen Teilzeitjob will. Sie, Herr Karwandler, haben in Ihrer Eigenschaft als Mitarbeiter einer Weiterbildungsfirma eine etwas andere Erfahrung gemacht. Ich habe dagegen ganz andere Sachen gehört und erlebt. Wenn hier im Forum gelegentlich vom Aufschwung für unsere Wirtschaft und auch unsere Kaufkraft, also günstige Preise gesprochen wird, und ein Zusammenhang mit der Zuwanderung konstruiert wird, bin ich doch sehr vorsichtig. Warten wir alle erst mal ab, ob es nachteilig oder bereichernd für unseren Geldbeutel wird. Dieses Argument sage ich nicht speziell in Ihre Richtung, sondern ich möchte damit alle ansprechen.

Stabilität bei den Verbraucherpreisen ist auf jeden Fall gut!

Nen guten Abend

Inflation ist doch da....

Nach herausrechnen der Energiepreise wird man leicht bei 1-1.5% landen in der BRD.

Allerdings wird das in anderen EU - Laendern kritischer sein.

Insbesondere in denen mit einer noch hoeheren Arbeitslosigkeit - also zb Frankreich und Polen.

re ophorus

"Eine ernstzunehmende Presse

würde mal die Preise von 1998 und von heute vergleichen."

Die wäre aber auch nur ernstzunehmen, wenn sie nicht, so wie Sie, willkürlich irgendeinen Artikel als Inflationsberechnung nehmen würde.

Mit der "Methode" kann man nämlich jedes beliebige Ergebnis "beweisen".

Satire?

"Verbraucher mussten 2015 deutlich weniger für Strom, Gas, Benzin, etc. zahlen als noch im Jahr zuvor."

Das möchte bewiesen sehen.

@ 16:27 von Ra-Ta-Zonk

Sie schreiben:
"Statistische Methoden? 10,3% für Nahrung, 2,6% für Strom?
Im Statistischen Warenkorb sind Nahrungsmittel mit 10,3 Prozent und Stromkosten mit 2,6 Prozent gewichtet. Ihr Anteil ist höher? Na, was fällt Ihnen eigentlich ein, warum essen Sie so viel? Kreuzfahrten sind übrigens billiger geworden.
Für eine Familie mit 3.000 Euro netto bedeuten diese Werte, dass für Nahrungsmittel und Strom zusammen nur knapp 390 Euro aufgewendet werden dürften."
*
Wie kommen Sie darauf dass diese Familie nur 390 € für Lebensmittel verbrauchen "darf"??
Rein statistisch tut sie es tatsächlich in der Realität, denn der Warenkorb wird aus dem tatsächlichen Verbrauch ermittelt!
Schauen Sie doch mal genauer hin bei den statistischen Daten des Bundesamtes dann könnte vielleicht statt einem verdrehen der Daten ein Verstehen der Daten folgen?

@ 17:57 von ophorus

Sie schreiben:
"Eine ernstzunehmende Presse
würde mal die Preise von 1998 und von heute vergleichen."
*
Das wird doch regelmäßig getan und zwar vom Statistischen Bundesamt:
destatis.de
*
Ein Besipiel einer Studie aus NRW aus dem Jahr 2013 besagt z.B. dass de Lebensmittelpreise seit 1995 weniger stark gestiegen sind als die Inflationsrate allgemein und selbst die ist ja seit dem Jahr 1998 nie um mehr 2% pro Jahr gestiegen!
Siehe:
www.it.nrw.de/statistik/querschnittsveroeffentlichungen
/Statistik_kompakt/Archiv_2013/ausgabe1_2013/index.html
*
Dort finden Sie auch viele Einzelbeispiele die unter anderem den so genannten TEURO eindeutig widerlegen!
Die Realität und die "gefühlte" Inflation unterscheiden sich schon sehr deutlich!

re garden.of.delight

"Nach herausrechnen der Energiepreise wird man leicht bei 1-1.5% landen in der BRD."

Dann rechne ich die Mieten heraus und die Inflation liegt bei 0.0%

Merken Sie die Absurdität oder muss ich noch deutlicher werden?

@ 17:28 von wenigfahrer

Sie schreiben:
"Das wird so nicht stimmen
Lebensmittel und andere Dinge die man unbedingt zum Leben benötigt sind eindeutig teurer geworden.
Benzin oder Diesel kann man nicht essen, und Technik auch nicht weil Fernseher oder Telefone nicht schmecken ;-).
Alle anderen Sachen sind teurer geworden, Geld für Bus oder Friseur und was noch so sein muss außer Essen und Trinken ohne Alkohol.
Der Warenkorb ist völlig sinnlos für normal Menschen mit nicht viel Geld in der Tasche."
*
Der Warenkorb entspricht einer Duchschnittsfamilie und trifft natürlich die meisten nicht direkt. Der eine hat höheren Preiszuwachs der ander einen geringeren, das ist so bei Statistiken.
Stellen Sie sich doch Ihren eigenen Warenkorb zusammen. Den Link dazu habe heute schon einmal genannt, siehe:
16:20 von Bernd1
*
Ihre Aussage zu Lebensmittel ist aber falsch.
Im Zeitraum 1995 bis 2012 haben sich die Lebensmittelpreise jedenfalls geringer verteuert als die Inflationsrate:
http://t1p.de/Preissteigerung-Lebensmittel
*

@Ra-Ta-Zonk (16:27)

Danke! Ich hätte es nicht so gut zusammenfassen können.
Es fehlt nur noch, dass in der Statistik eBay eingerechnet wird, weil man jetzt die gesuchten Sachen einfacher "gebraucht, aber in gutem Zustand" kaufen kann. (Ich hoffe, ich habe jetzt keinen auf Ideen gebracht...)

@ 18:08 von garden.of.delight

Sie schreiben:
"Nach herausrechnen der Energiepreise wird man leicht bei 1-1.5% landen in der BRD."
*
Da die Energiepreise mit eutlich weniger als 10% im Warenkorb eingerechnet sind ist dieser Anstieg nach dem Herausrechnen eindeutig nicht möglich.
Und da es ja auch nur für die Erdölprodukte Benzin, Diesel und Heizöl gilt dass sie billiger geworden sind würde ich schätzen dass die Inflationsrate ohne diese Erdölprodukte immer noch bei etwa 0,4 bis 0,5% liegt!

@ 17:57 von ophorus

Sie schreiben:
"Heute zahlen Sie 1 Euro für 100 Gramm Biokohl!"
*
Und weil ja auch mindestens 15% der Bevölkerung alle 2 Wochen einmal Biokohl kauft steigen die Preise insgesamt viel stärker als statistisch belegt?
Etwas mehr Realismus wäre hier vielleicht angbracht?
Heute ist vieles billiger als vor 20 Jahren (also zu DM-Zeiten) z.B. Milch- und Schweinefleischprodukte oder auch Cola und Sprite sowie Mineralwasser.
Das sind Fakten die z.B. von der Sendung Wiso im ZDF belegt wurden!

18:09 von karwandler

re ophorus

"Eine ernstzunehmende Presse

würde mal die Preise von 1998 und von heute vergleichen."

Die wäre aber auch nur ernstzunehmen, wenn sie nicht, so wie Sie, willkürlich irgendeinen Artikel als Inflationsberechnung nehmen würde.

Mit der "Methode" kann man nämlich jedes beliebige Ergebnis "beweisen".
////
*
*
Dann sind die Vervielfachungen von Park- und sonstigen öffentlichrechtlichen "Gebühren" sicherlich nicht representativ?

@17:37 von FDISK: Almette für 36 Pfennige

Ich habe mal im Internet recherchiert. Ihr Händler muss mit echten Dumpingpreisen gearbeitet haben, denn im Internet habe ich das Jahr 2000 nur Preise zwischen 1,59 DM und 1,99 DM gefunden.

Heute kostet Almette Frischkäse zwischen 1,19 € und 1,29€.

Rechnet man den Preis von 2000 in Euro um, dann erhält man 0,81 € bis 1,02 € eine Preisstigerung ca. 27 - 47%.

Damit liegt die Preissteigerung über der Inflationsrate von 23,4%, aber weit von Ihren 500% entfernt.

Soso

Wenn ich mir den Wertverlust des Euro in 2014,2015 anschaue, von ca 1,47 auf ca 1,07 dann wird mir Schlecht. Ich kaufe Pc Komponenten in grösserem Umfang, diese wurden dadurch extrem Teurer. Da können die spezielen Leute hier im Forum die eh jeder kennt schreiben was Sie wollen. Diese Hurra Posts lese ich nichtmal mehr ganz.

HarrHarrHarr

Timmt: nachdem die Oelpreise um 2/3 gefallen sind und nun schon zum zweiten Mal die Klimaerwärmung einen warmen Winter beschert hat, haben wir 30 Euro/Monat zurückbekommen! Das sind 10%, während der Preisnachlass an den Energiebörsen 60% beträgt. Das bedeutet, dass die Energieunternehmen 50% mehr Einnahmen haben. Und (Jubel, Jubel!) unser Gaslieferant hat die Kilowattstunde um 0,1% gesenkt! Dafür sind nun viele preiswerte Lebensmittelangebote durch "höhere" Qualität abgelöst worden, und die 100g-Packungen sind durch 80g-Packungen ersetzt, bei gleichem Preis versteht sich.
.
Gratulation! Nicht nur die Geldfälscher sind fitter geworden, nein, auch die Bund-Statistiker mussten da nicht zurückstehen!

Glaube keiner Statistik ...

Diese Statistik ist mal wieder eine Milchmädchenrechnung. Stark gestiegene Preise für Lebensmittel und sonstige Güter des täglichen Bedarfs machen sich nur nicht in der Statistik bemerkbar, weil gefallene Ölpreise den Durchschnitt drücken.

Also - wenn die Milch zu teuer geworden ist - einfach mal Rohöl trinken. Das ist ja billiger geworden (Ironie aus).

@ dummschwaetzer:

"Wir haben die niedrigste Preissteigerung aber auch die niedrigsten Lohnzuwächse seit 2000. Real ist dies ein massiver Verlust gegenüber em Lohnniveau vor 15 Jahren."

Das ist einfach falsch.
Die Lohnzuwächse der vergangenen Jahre waren fast durchweg etwas höher, als die Inflation.

"Verbraucher" - "Kaum teurer als im Vorjahr "

Ändert (null und) nichts an der in unserer Gesellschaft ewigen Tatsache, dass die Kluft der reichen Verbraucher zu den armen Verbrauchern mit jedem Jahr immer mehr in's Exorbitante steigt.
Vergleiche z.Bsp.:
1980 (Verbraucher-)Einkommen niedrigstes zu höchstem,
2015 (Verbraucher-)Einkommen niedrigstes zu höchstem.
Auch ALLE Jahre dazwischen bilden keine sozial gerechtere Ausnahme! Brauch ich nicht erst zu recherchieren - das ist eines der zuverlässigen Kapitalismus-Gesetze.

Hochgerechnet

@ ophorus:
"Ich darf ein Beispiel nennen:
Bahnpreis "normal" München Kufstein 13 Mark.
Heute umgerechnet 38 Mark . Also eine Preissteigerung von 300% . geteilt durch 18 Jahre macht 16% im Jahr."

Eigentlich ist dies hier kein Nachhilfeforum. Aber wo wir mal dabei sind, würde ich mit lebendigen Kenntnissen aus meinem Lieblingsschulfach folgende Lösung vorschlagen:
Aus (38/13) ziehen wir mal die 18. Wurzel. Das Ergebnis ist bei mir dann 1,0614. Also war die durchschnittliche jährliche Steigerung 6,14%.

Aber davon abgesehen ist es doch völlig unmöglich mit einer einzigen Zugfahrkarte etwas über die Inflation auszusagen.

tja

ich habe jetzt mal mein haushaltsbuch von damals aus dem keller geholt.

meine recherche ergab.

magerquark ist um 1,47% p.a. gestiegen
buttermilch voll fett um 0,23 p.a. gesunken
schweinemett 2. wahl um 1,846% p.a. gesunken.
buttererbsen tk um 2,064 % p.a. gestiegen

dafür aber superbenzin erheblich gesunken. ich kann nur zufrieden sein

@ Einfach Unglaublich

"Glaube keiner Statistik ...
Diese Statistik ist mal wieder eine Milchmädchenrechnung. Stark gestiegene Preise für Lebensmittel und sonstige Güter des täglichen Bedarfs machen sich nur nicht in der Statistik bemerkbar, weil gefallene Ölpreise den Durchschnitt drücken.

Richtig. Sie haben den Sinn des Mittelwertes exakt erfasst.
Wussten Sie nicht, dass die Inflationsrate eine mittlere Teuerungsrate ist, die alle Produkte und Dienstleistungen zusammen fasst? Wir wollen doch keine "Nur-Gestiegen-Rate", die wäre nämlich wirklich willkürlich.
Ich finde das jedenfalls auch unglaublich.

"Also - wenn die Milch zu teuer geworden ist - einfach mal Rohöl trinken. Das ist ja billiger geworden (Ironie aus)."

Oder aber wenn das Öl zu teuer geworden ist, einfach mal Milch tanken (Ironie auch aus).

@ ophorus:

"... und MUSS zu Zorn und Frustration beim wissenden Bürger führen!

Ich bin fest davon überzeugt, dass Nachdenken nicht zu Frust, sondern zu Erkenntnis führen müsste.

"Auch muß der Wrenkorb, der viel zu viel billige Elektronik enthält, "verlebensmittelt" werden

Mal ehrlich, wir hocken doch jetzt beide vor der Elektronik. Oder? Der Warenkorb bildet das ab, was wir im Mittel verbrauchen. Ein "verlebensmittelter" (oh Gott!) Wahrenkorb wäre doch nur manipuliert.

"Heute zahlen Sie 1 Euro für 100 Gramm Biokohl!"

Es lassen sich immer Nischenprodukte finden, die deutlich über oder deutlich unter dem Durchschnitt liegen. Und?

Einfach gerechnet....!

Ich habe zum Ende des Jahres Rentenerhöhung erhalten
macht genau 16 Euro im Monat aus. Muss 48 mal mit dem
Bus fahren macht bis 31.12.15 3,00 Euro gleich 144 Euro
Ab 1.1.16 kostet die Fahrt 0,3o Euro mehr also 14,40 Mehr-kosten . also bleiben 1,60 über. Ist doch toll..... Oder ?

@ Nemez

"Mehr Luft in den Verpackungen! Also ich stelle fest, daß manche Preise für abgepackte Lebensmittel zwar scheinbar stabil geblieben sind, jedoch weniger Inhalt vorhanden ist.
= versteckte Preissteigerung"

Glauben Sie, dass die Bundesstatistiker sich so leicht übertölpeln lassen?

@ 20:13 von bengelchen

Sie schreiben:
"Ich habe zum Ende des Jahres Rentenerhöhung erhalten
macht genau 16 Euro im Monat aus. Muss 48 mal mit dem
Bus fahren macht bis 31.12.15 3,00 Euro gleich 144 Euro
Ab 1.1.16 kostet die Fahrt 0,3o Euro mehr also 14,40 Mehr-kosten . also bleiben 1,60 über. Ist doch toll..... Oder ?"
*
Abgesehen davon dass die Renten eigentlich immer zum 01.07. erhöht werden und nicht zum Jahresende (zumindest meine Rente) sollte man das über mehrere Jahre rechnen.
Wurden die Preise für den Bus jedes Jahr um 0,30 E erhöht?
Rentenerhöhungen gibt es jedes Jahr!
Es ist wie immer:
Das Beispiel eines einzelnen Produktes beweist leider GAR NICHTS im Zusammenhang mit den allgemeinen Teuerungen oder Lohnsteigerungen!

@ 21:08 von FDISK

Sie schreiben:
"..... Oder sie schnüren einen Warenkorb der an der Realität vorbeigeht. Da können sie Mittelwerte ausrechnen wie sie wollen.
Außer ihnen wird die Menge der Bundesbürger bestätigen können, das für den selben Preis jährlich weniger beim Discounter im Warenkorb liegt. Um das festzustellen muss ich nicht irgend eine Wurzel ziehen, sondern nur in meinen Korb schauen. Nächstes Jahr ist dann der gestiegene Dollarkurs schuld."
*
Es ist schade dass sich so wenige Menschen wirklich mal die Mühe machen sich über den echten Warenkorb des Statistischen Bundesamtes zu informieren.
Und wenn auch das nicht überzeugt kann sich dort JEDER seinen ganz persönlichen Warenkorb erstellen und damit seine persönliche Inflationsrate ermitteln.
Wie und wo das geht habe ich ja weiter oben schon beschrieben.
Siehe:
Am 04. Januar 2016 um 16:20 von Bernd1
*
Im Übrigen hat der Dollarkurs nun wirklich nichts mit dem Warenkorb zu tun. Denn der Dollar gerhört nicht zu den Produkten die der Bürger kauft!

Bundesamt rechnet richtig...!

Beispiel : Durchnittslohn aus nichtselbständiger Arbeit.
Einkommen leitender Angestellter 70.000 p.A.
Facharbeiter 45.000 p.A.
----------------
Gesamt 115.000 : 2 = 57.500

So ergibt sich der Einkommensdurchschnitt und so was wird dann auch öffentlich dargestellt.

Man sollte einfach

das Essen abschaffen,sagte mal jemand zu mir.Es wär das teuerste im Leben.Solangsam gebe ich ihm recht.
Ich wenn ich dann hier noch lese über Statistiken die so wie so niemand glaubt,warum dann so ein aufstand?Solang die EZB das Geld druckt wie verrückt,wird sich so schnell nichts ändern.

@ FDISK:

"Außer ihnen wird die Menge der Bundesbürger bestätigen können ..."

Das ist nicht ganz richtig. Ich stehe zu meinen Fehlern und äußerlichen Unzulänglichkeiten. Aber in puncto Statistik nehme ich für mich in Anspruch, richtig zu liegen.

na ja...

kaum teurer? Was haben die da nur für einen Warenkorb? Ich kann das nicht nachvollziehen. Mir fallen so aus dem Stehgreif mindestens zehn Artikel ein, die sich seit einem Jahr verteuert haben, teilweise um mehr als zehn Prozent. Und wenn man immer hört, dass die Energiepreise eine Rolle spielen, insbesondere Erdöl. Hmm, okay, aufgrund der Logistik ist das natürlich ein Faktor, allerdings müsste man doch gegenwärtig meinen, dass dann sogar einiges günstiger werden müsste - aber genau das sehe ich nicht.
Wenn dann irgendwann mal wieder der Ölpreis steigt, wird die Industrie eine ideale Vorlage zu neuen Preissteigerungen haben. Und was wird die Statistik dann tolles zu vermelden haben?

Darstellung: