RWE will Konzern in zwei Teile aufspalten

01. Dezember 2015 - 13:29 Uhr

RWE spaltet sich in zwei Teile auf: Der Mutterkonzern soll weiterhin konventionell Strom erzeugen, eine Tochtergesellschaft wird in das Geschäft mit Ökostrom, Stromnetzen und den Vertrieb einsteigen. Vor einem Jahr hatte Konkurrent E.ON einen ähnlichen Schritt vollzogen.

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Kommentare

Und warum?

Zwei kaputte ergeben kein Ganzes.

Wenn ich höre, dass RWE den

Wenn ich höre, dass RWE den Konzern aufspaltet und behauptet, es habe nichts mit einer Veränderung der Haftung für Atomkraftwerke zu tun, fällt mir merkwürdigerweise der Satz ein "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen."

Und der nächste Konzern

Und der nächste Konzern bereitet seinen Ausstieg aus der Verantwortung vor...

Es dauert alles so lange......

Schon vor Jahren war diese Entwicklung im Energiemarkt vorhersehbar, unabhängig von der plötzliche Entscheidung der Bundesregierung betr. das Aus für die Kernenergie. Vor Jahren hätte und konnte man das Ruder noch umwerfen. Es ist verschlafen worden. Es ist zu hoffen, das Deutschland in der Lage ist genügend
p r e i s w e r t e Energie im eigenem Lande zu erzeugen, ansonsten wird dies Folgewirkung haben für die Energieabhängige Industrie.

Aufs falsche (Atom)Pferd gesetzt.

Als es um den Atomausstieg ging, argumentierten die Konzerne, daß Ökostrom zu teuer wäre.

Heute lese ich hier: Die Versorger haben derzeit vor allem mit dem Preisverfall im Strom-Großhandel infolge des Ökostrom-Booms zu kämpfen.

Die Wahrheit ist: Atomstrom ist zu teuer!

Die Kosten soll wohl wieder der Steuerzahler (Bund) übernehmen, nachdem die Bosse und Anteilseigner die Gewinne vergangener Jahre eingestrichen haben.

Richtiger Schritt

Mit der Braunkohle ist auf lange Sicht kein Gewinn mehr zu erzielen. Das dürfte die Kommunen die an der RWE beteiligt sind beruhigen und der Aktienkurs dürfte sich für die ausgelagert Sparten erholen. Für NRW äußerst wichtig.

@Druide

Weil man seine Milliarden-schweren Altlasten an Unterkörperschaften auslagern will, natürlich äußerst schwach an Eigenkapital, will sagen - rudimentär !!!

Diese bedienen nur die Mindestanforderungen an Haftungskapital und sonstigen Forderungen, den Rest übernimmt WER ?
Richtig - SIE !!!
Gibt es ein Fußstapfentheorie, wie etwa im Steuerrecht ? Nein !
Wer ist über dieses Vorgehen seit Monaten bestens im Bilde ?
Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel !

Konzerne bestimmen die dt. Energiepolitik, nicht etwa CDU oder SPD !!!

Antwort

@odin hh
Ich war nie für einen Atomausstieg.
Das war der größte Irrtum des vorigen Jahrhunderts.
Folglich ist meine Behauptung richtig,
es sollten nur die Atomkraftgegener die Kosten übernehmen, die wollten das so.

Ich bin auch noch heute für Atomkraft, wie große Teile im Rest der Welt.
( Weltweit 441, Frankreich 58 )

Beachtlich,nun nach E.ON

der zweite der sogenannten vier "Besatzungsmächte" des Energiemarktes eon, enbw, vattenfall und rwe) in Deutschland, der sein völlig antiquares Geschäftsmodell nun auf einmal aufpolieren möchte, obwohl diese Konzerne Jahrzehnte lang die Letztverbraucher um Milliarden überteuerter Energiekosten beraubt haben und nun, wo spürbare Mitbewerber die Kunden u.a. der RWE ködern, da kriegt man das grübeln und Tränen in den Augen. Kein Mitleid mit denen, einfach weiter von diesen Konzernen zu transparenteren Versorgern wechseln, aber Vorsicht, hinter RWE verstecken sich auch vn denen als Discounter auftretende Tochterunternehmen, die letztlich das Geld im Konzern verbleiben lassen.

@sasch "Atomstrom zu teuer - Ökostrom billig"

Ökostrom wird zu GARANTIERTEN PREISEN und in der Mehrheit in vollem Umfang, von seinen Erzeugern abgenommen.
Verkauft wird er zu BÖRSENPREISEN an die Stromhändler die ihn an Industrie- und Privatabnehmer verkaufen.
Der Differenzbetrag, wird als EEG-Umlage auf den Endverbraucherstrompreis aufgeschlagen. Die EEG Umlage ist der macht den Löwenanteil der Einkünfte des Ökostromeinspeisers aus.
Je mehr Ökostrom garantiert abgenommen werden muß, desto billiger die Börsenpreise, desto höher die EEG-Umlage.
Der kleine Mann bezahlt das Solardach des reichen Nachbarn und das Solarfeld des Ökofonds, den Ruin des Biogaserzeugers, die Windmühle in Süddeutschland.

Atomstrom wird mittels der Brennelementesteuer VERTEUERT.
Diese Verteuerung wirkt sich auf den Strompreis aus.

@ 17:21 Druide

Für Atomkraftwerke und -energie kann heutzutage nur sein, wer die allerstärksten Scheuklappen trägt und so Tschernobyl, Fukushima, Harrisburgh u.a. Katastrophen ausblendet, genauso wie die ungeklärte Endlagerung und die immensen Kosten von Zwischen- wie Endlagerung. Da werden heute schon Kosten über Steuern u. Staatsfinanzierung "sozialisiert", dass sich die Balken biegen.

war da nicht noch etwas?

" Der Mutterkonzern soll weiterhin konventionell Strom erzeugen, eine Tochtergesellschaft wird in das Geschäft mit Ökostrom, Stromnetzen und de Vertrieb einsteigen. "

Zählt die Atomkraft nun zur konventionellen Stromerzeugung oder ist es eher Ökostrom? Oder hat man in der Eile diese Sparte vergessen?

Atomkraftwerke als "konventionell" zu bezeichnen ist ja dann doch wohl des Guten Zuviel.

@andererseits 18:28

"Für Atomkraftwerke und -energie kann heutzutage nur sein, wer die allerstärksten Scheuklappen trägt ..."

Gegen Atomkraft ist ein geringer Teil der Weltbevölkerung. Nur im ideologisch aufgeheizten Deutschland (und in einigen wenigen anderen Staaten) ist so etwas wie der Atomausstieg populär.

Zieht man die vielen Nachteile der anderen Energieerzeugungsmethoden in Betracht, dann ist es schlichtweg zynisch, die Ablehnung der Atomkraft als Weltverbesserung hinzustellen.

@ Druide

"Ich war nie für einen Atomausstieg.
Das war der größte Irrtum des vorigen Jahrhunderts.
Folglich ist meine Behauptung richtig,
es sollten nur die Atomkraftgegener die Kosten übernehmen, die wollten das so.

Ich bin auch noch heute für Atomkraft, wie große Teile im Rest der Welt.
( Weltweit 441, Frankreich 58 )"

Für solch einen Gedankengang muss sich das logische Denkvermögen in Höchstform befinden. Wie wäre es, wenn die Befürworter der Kernkraft im Gegenzug für alle Subventionen, Bau-, Erzeugungs- und Folgekosten aufkommen würden? Es gibt da ein schönes Wort: Ewigkeitskosten.

Es werden übrigens weltweit mehr AKW stillgelegt, als neue gebaut. Auch die Gesamtleistung der AKW sinkt. So viel zur weltweiten Begeisterung für Atomkraft. Die neugebauten Kraftwerke werden hoch subventioniert, mit Preisgarantien oberhalb der EE verwöhnt, sie verteuern sich massiv und sind unökonomisch. Die Renaissance der Atomkraft ist eine Marketinglüge und ein Hirngespinst der Atomindustrie, nicht mehr.

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