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AHA

Telekommunikationsunternehmen könnten bestimmte Angebote nur mehr als Spezialdienste vermarkten und sie auf bezahlte Überholspuren auslagern. Zero-Rating-Angebote, also Dienste, deren Nutzung vom monatlichen Datentransfervolumen ausgeklammert wird, bleiben erlaubt. Netzbetreibern steht es frei, Datenpakete in verschiedene Verkehrskategorien einzuteilen und diese unterschiedlich zu behandeln. Das könnte vor allem P2P-Protokolle unbenutzbar machen und möglicherweise auch verschlüsselten Verkehr verlangsamen, in den man nicht hineinsehen und deshalb schwer klassifizieren kann. Zudem reicht es, eine „drohende“ Netzüberlastung zu befürchten, um die Übertragungsgeschwindigkeit herabzusetzen.

Dieser Absatz aus diesem Artikel stimmt so nicht

Dieser Absatz aus diesem Artikel:

Das Parlament hat auch neue Regeln zur Steuerung des zunehmenden Datenverkehrs im Internet beschlossen. Erstmals in der EU soll die sogenannte Netzneutralität gesetzlich verankert werden - also die Gleichbehandlung von Datentransfers durch die Anbieter von Internetzugangsdiensten. Niemand soll sich seine Vorfahrt im Internet erkaufen dürfen, legt die Verordnung fest.

stimmt so leider nicht. Siehe dazu die Süddeutsche Zeitung:

https://tinyurl.com/nlnb32m
sueddeutsche: Entscheidung über die Zukunft des Internets (27. Oktober 2015, 05:54 Uhr)

Sogenannte Spezialdienste dürfen im Netz Vorfahrt erhalten, also bevorzugt durch die Leitung geschickt werden. Das könnten zum Beispiel Anrufe des automatischen Auto-Notrufs E-Call sein, sagt die SPD-Europaabgeordnete Petra Kammerevert, die für das Parlament mit am Verhandlungstisch saß.

EU macht Sinn?

Sollte die EU doch noch einen Sinn haben? Seit ihrem Bestehen habe ich lange gesucht und nichts gefunden. Jetzt scheint endlich mal etwas sinnvolles herausgekommen zu sein. Aber natürlich auf Grund von Kompromissen erst 2017.

Auch eine Stanford-Professorin kritisiert unsere Punkte

Auch eine Stanford-Professorin steht auf Seiten von uns Usern:

https://tinyurl.com/nlnb32m
Süddeutsche: Entscheidung über die Zukunft des Internets (30. Juni 2015, 14:03 Uhr)

Die meisten Kritiker stören sich an der Formulierung der Ausnahmeregelungen. Laut Stanford-Professorin Barbara von Schewick sei das Gesetzespaket in seiner jetzigen Form dazu geeignet, das freie Internet in Europa in Gefahr zu bringen. Die Ausnahmen, nach denen gedrosselt, bevorzugt oder blockiert werden darf, seien zu breit angelegt und deshalb für nationale Netzbehörden kaum zu regulieren. Kleine Inhalteanbieter wie Start-ups oder Non-Profit-Organisationen könnten dadurch leicht gegenüber etablierten Tech-Firmen, die sich die digitale "Überholspur" leisten können, benachteiligt werden. Dabei hätten doch die großen IT-Konzerne selbst nur so groß werden können, weil sie sich in einem neutralen Netz bewegt hätten.

Recht hat die.

Bis 2017

ist noch sehr weit.
Und meine Karte geht nur im Inland und auch nur zum telefonieren.
Da ist mir die Festnetz Leitung zu Hause wesentlich wichtiger, was das bedeutet muss ich erst mal lesen.
Aber ich befürchte mal das ist nichts gutes.

Gruß

Roaming-Gebühren

Ich hab´ die Aufregung nie verstanden. Bei meiner Prepaidkarte kostet es innerhalb der EU fast das Gleiche wie in Deutschland. Bei Bedarf kann ich mir für kleines Geld Daten- und Sprachpakete buchen mit unterschiedlichem Umfang und Laufzeit.
Das ganze Gejammer über hunderte Euro Telefonrechnung ist doch nur was für Datenjunkies, die den ganzen Urlaub Katzenvideos am Strand schauen und jede Pizza knipsen um sie für den Rest der Welt ins Netz zu stellen.
Ich hab noch nie ein Problem mit Kosten innerhalb der EU gehabt. Und außerhalb hole ich mir am Flughafen eine lokale SIM-Karte.
Haben wir keine anderen Sorgen?

Kinder, stellt doch im Urlaub Euer Telefon ...

einfach ab und macht Urlaub.
Oder lasst es gleich Haus.

Wem das nicht reicht, der verbinde seinen Urlaub mit digitaler Entgiftung.

So geht Urlaub heute.

was interressieren mich roaminggebüren?

im schatten einer ach so verbraucherfreundlichen änderung wird wieder die netzneutralität abgeschafft.
man wird wohl nicht drum herum kommen, wieder vors bundesverfassungsgericht zu ziehen.
könnte man nicht mal gesetzlich gegen lobbyisten vorgehen und für die mal den zutritt zu allen parlamenten sperren, bei androhung drakonischer strafen?

@Dr. Bashir

Hallo Dr. Bashir, leider berücksichtigen Sie dabei nicht jene viele hunderttausend Leute, die täglich grenzüberschreitend zur Arbeit pendeln... Die sind nämlich mit den derzeitigen Zuständen schlicht angeschmiert, denn egal aus welchem Land sie eine Karte kaufen, sie funken IMMER mindestens den halben Tag im Fremdnetz. Das ist mit noch so tollen Datenpaketen leider keineswegs aufzufangen und verursacht immense Kosten, die mit einem Blick auf die Seite der Netzbetreiber überhaupt nicht zu rechtfertigen sind/gerechtfertigt sind.

Grenzgänger

Also kaufe ich mir ein Handy mit 2 Slots für SIM (Dual SIM) und stelle die so ein
daß jede nur im eigenen Netz funktioniert .
Eine in Deutschland und die andere im Ausland. Funktioniert super.
Oder ich kaufe ein 2tes handy - auch nicht die Welt.
Immense Kosten sehen anders aus .
Dr.Bashir macht genau das richtige - er sondiert was der Markt hergibt und handelt danach .

Toll das solche Dinge europaweit geregelt werden...

angesichts der 50g-Wurst/Krebs Debatte könnte man auch andere Dinge mal untersuchen lassen - doch daran scheint niemand so recht interessiert zu sein:

Um wieviel Prozent steigt die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken - wenn man sich 3 Stunden täglich sein Smartphone mit Netz- oder WLAN-Verbindung 10 cm vor seinen Bauch hält?
Auch hier steckt der Teufel im Detail - denn die "Bestimmungsgemäße Verwendung laut Hersteller" dieser Geräte ist immer noch "nur" das telefonieren...

Sorry, zum Urlaub im Ausland bin ich alle paar Jahre mal für ein paar Tage - das Handy trage ich jeden Tag mit mir rum...

Zuerst die wichtigen Dinge regeln und dann die unwichtigen...

EU opfert Netzneutralität für Roaming-Aus

Ja Europa-Politik funktioniert so.
Entspricht nicht wirklich demokratisch Regeln wenn zwei solche Themen miteinander verknüpft werden um sein Ziel zu erreichen.
siehe 17:41 von Idefix™ so läuft das!

„Entscheidungen in Brüssel“

Es ist erstaunlich, mit welcher Hartnäckigkeit verleugnet wird, dass das Europäische Parlament nach wie vor den größten Teil seiner Plenartagungen in Straßburg abhält und nicht in Brüssel.

Ungenaue Berichterstattung

Netzneutralität wird gar nicht verankert. Das Wort taucht gar nicht mehr im Text auf! Ursprünglich sollte es zwar drin stehen, aber das gesamte Abstimmungspaket wurde massiv verändert. Netzneutralität? Im Gegenteil, es werden bewusst Ausnahmen erlaubt und ansonsten alles an die nationalen Regulierungsbehörden weiter gegeben. Tagesschau sollte hier etwas besser recherchieren, heise-online war da etwas genauer.

Genauso die Sache mit den Roaminggebühren. Das ist auch weniger, als gewollt wurde und es wird z.B. in der Hinsicht eingeschränkt, dass man nicht im Ausland eine Karte kaufen und hier nutzen kann. Genau das hatten die Telkos ja befürchtet und daher extrem Lobbyarbeit geleistet. Vodafone und co wollen sicherlich keine Konkurrenz, sondern weiter ihre abgesprochenen nationalen Märkte kontrollieren.

Leider ist die Nachricht daher weniger positiv, als es dargestellt wurde. Schade, weil die ursprünglichen Vorhaben hatten Potential.

@EU opfert Netzneutralität .. 18:08 von konradf

"für Roaming-Aus"

Ab 2017 gibt es also viele Spezialdienste.
Wie schön.

Aber auch einen mit dem die Lobbyisten
nicht gerechnet haben.
Zeit genug haben wir ja. Packen wir's an.

Placebo Effekt

Noch wissen wir nicht, welche Grenzen für die Internet- und Telefonnutzung gelten werden. Die geringen Mengen, die in der Diskussion waren: 100-200 MB pro Monat sind keine Lösung, sondern ermöglichen es weiterhin für die Auslandsnutzung zusätzliche Gebühren zu erheben. Auch der Wettbewerb der Mubilfunkanbieter bleibt so auf der Strecke, da eine Nutzung über Ländergrenzen hinweg nur sehr eingeschränkt möglich ist. Mich überzeugt diese Regelung nicht. Hier ist die EU als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet.

Kreativität von Telekom, Vodafone und Co.

Die "großen" Anbieter werden sicherlich eine Möglichkeit finden ihre bisherigen Angebote zu drosseln und "Speed-Pakete" mit über gebührendem Aufschlag zu verkaufen.

Internet wird so für den Normalbürger zum Datenfeldweg, die Autobahn ist dann für Nutzer mit "Pickerl" .

@konradf

sorry konradf - ?
Idefix(TM) kommentiert die Meldung besser - weil er weiss wo etwas steht? Demokratische Regeln? Bahnhof? Abfahrt?

Ich glaube Du hast da etwas falsch verstanden - niemand hier will die Dir Deine Handynutzungszeit beschneiden.

Es geht darum, dass hier eine Regelung zu einem Problem getroffen wird - welches wahrscheinlich am stärksten die EU-Politiker selbst betrifft, da sie ihre Sitzungen alle paar Wochen in unterschiedlichen Ländern haben.

Genauso viel Engagement und Schnelligkeit wünsche ich mir bei Problemen, die definitv gesundheitliche Schäden verursachen...

Ein Placebo . . .

um den EU-Bürgern der Länder die mit Ihren Steuern diese
"Unsolidaritäts-Union" derzeit noch finanzieren irgendwas
anzubieten, warum sich die EU noch lohnt.

Sie tut es, so wie jetzt, weniger denn je.

Und auch unsere "Alternativlose" kann weder die eigenen,
kritiklosen Dauerwähler noch die eigene Partei weiter überzeugen.

19:40 von SOZIALE_Marktwi...

"Idefix(TM) kommentiert die Meldung besser - weil er weiss wo etwas steht?"

Vielen Dank für die Blumen, aber eigentlich kann JEDER wissen wo es steht:

netzpolitik.org !!!

Egal ob es um Netzneutralität, NSA, BND, VDS, Dronen, U-Ausschüsse, Urheberrecht, Whistleblower, Datenschutz, Recht auf Remix etc. geht:
Bei netzpolitik.org seid ihr richtig!
Vor den Machern ziehe ich den Hut, denn sie sind immer mittendrin statt nur dabei, dort fühle ich mich über solche Themen jederzeit besser informiert als sonst wo...
Chapeau!

Glaubt denn tatsächlich

Glaubt denn tatsächlich irgendwer, dass die Anbieter sich ihre Pfründe wegnehmen lassen? Dann heisst es nicht mehr Roaminggebühr sondern Verbindungsgebühr oder irgend ein Schwachsinn..

Erst wenn wir Gebühren wie z.B. in Österreich haben ist Licht am Ende des Tunnels..

Gesetz ist gerecht

Man muss ja nicht die ganze Zeit vorm PC hängen.

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