Netzneutralität: Gleiches Tempo - egal welcher Inhalt?

27. Oktober 2015 - 09:52 Uhr

Bislang werden alle Inhalte im Internet mit der gleichen Geschwindigkeit bereitgestellt. Doch bleibt das auch so? Das EU-Parlament entscheidet heute über umstrittene Regelungen zur Netzneutralität. Die USA haben diesen Streit schon ausgefochten. Von Sabrina Fritz.

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Kommentare

Wenn die Giganten etwas erreichen wollen, sagen sie stets, dass alles andere
- den Terrorismus begünstigt,
- die islamistische Gefahr heraufbeschwört,
- Arbeitsplätze vernichtet,
- gegen die Verfassung verstösst,
- usw.

Noch nie habe ich von diesen Giganten gehört,
dass sie selber Wirtschaftsterroristen sind
und alles nur plappern, um Lobbyarbeit zu machen, die Parlamente und die Bevölkerung verdummen wollen,
um so Zugang zu unkontrollierten Gelddruckmaschinen zu erhalten.

Dass Internet muss neutral bleiben.
Wer etwas anderes will, kann es ja selber erfinden.

und man kann nur hoffen,
dass die EU nicht den Fehler macht,
den Lobbyisten noch mehr in den 'Allerwertesten' zu kriechen.

Ohne Netzneutralität ist das Netz
mittelfristig tot.
Es ist eh schon dank Überwachungswahn
schwer angeschlagen.

Die, die eine evtl. fehlende Netzneutralität
zuallererst bezahlen müssten,
wären die privaten Nutzer.
Die meisten Firmen haben gut gefüllte Kassen, um sich den entstehenden 'Kuchen'
unter sich aufzuteilen.

Das nennt man dann Spielregeln
ändern zu Lasten des Volkes.
Ein Spiel das einigen in 'diesem
unseren Lande' doch bekannt sein dürfte.

Auch ich sage in diesem Fall ganz klar, dass Obama recht hat. Pro Netzneutralität. Es kann nicht sein, dass die großen TKÜ-Betreiber entscheiden, was mit welcher Geschwindigeit durchgeleitet wird, damit die wieder ihre Deep-Package-Inspection durchführen können zu Gunsten von BKA, Geheimdiensten, Regierungen und Co.

Außerdem geht es denen auch darum, ihre eigenen Entertainment-Dienste und andere eigene Dienste eiskalt zu bevorzugen und anderes auszubremsen (youtube, Chats, Email, usw.). Un dazu sage ich ganz klar NEIN.

Ich fordere daher nochmal die Bundesregierung und die TKÜ-Konzerne auf, endlich überall diese Glasfaserkabel zu legen und die Routerwahlfreiheit herzustellen.

Von daher: PRO Netzneutralität!!

Angesichts der Tatsache, daß in Brüssel die Lobbyisten regieren und die Entscheidungsträger derart "kompetent" sind, daß sie sich von jenen "Experten" jedes X für ein U einreden lassen, während der Wille der Bevölkerung weder gehört, geschweige denn zur Kenntnis genommen wird, beschließt man heute also die Regelung, in der sich besagte Lobbyisten genug Gummiparagraphen und Hintertürchen einbauen ließen, um jedwede Netzneutralität zu umgehen.
Das Ganze mit der Abschaffung der s.g. "Roaminggebühren" zu verknüpfen ist ein geschickter Schachzug, um, bislang womöglich zweifelnde Stimmen zu fangen.
Heute gab Hr. Oettinger, seines Zeichens Kommissar für diesen Themenkomplex zum Thema Netzneutralität ein interessantes Interwiev im DLF. Motto: Lasst es uns doch erstmal machen, ändern können wir es immer noch!
Also erstmal Fakten schaffen, egal was es kostet.
In einer normalen Firma kostet Inkompetenz den Job, in Brüssel sorgt sie für den Aufstieg. Einfach nur noch erschreckend!

Wenn geldmachende Konzerne irgendetwas vorlegen und für "gut für alle" anpreisen, MUSS man nicht nur skeptisch sein, sondern eigentlich muss man es stets ablehnen, weil es gewöhnlich so ist, dass die Konzerne die grosse Scheibe abschneiden und das Nachsehen der Verbraucher hat.

Aussagen, wie , das Intrernet werde auch für kleine Familien günstiger, muss man auf den Haken untersuchen. Vermutlich ist es Definitionssache, was eine Familie ist, und was als nicht "reich" gilt. Und womöglich gilt das dann nur für die Google-Suchseite.

Außerdem sage ich mal zu diesem faulen Ausrede der TKÜ-Betreiber in den USA und weltweit:

Aber der Kampf geht weiter. Die Internetanbieter in den USA sind bereits vor Gericht gezogen. Ihr Anwalt erklärte, die Kommunikationsbehörde hätte ihre Befugnisse überschritten. Außerdem würden die Internetprovider gezwungen, Dinge zu tun, die sie nicht wollen - wie Nazireden zu verbreiten oder islamistische Hassvideo zeigen. Dies würde gegen die amerikanische Verfassung verstoßen.

Das Löschen solcher Hasskommentare, das Löschen solcher Hass-Videos und so weiter ist Aufgabe von: Youtube, anderen Videoplattformen, Usern die sowas melden sollten, Facebook, Foren-Moderationen, andere soziale Netzwerke, Polizei und so weiter.

Von daher... Diese faule Ausrede der Konzerne in den USA zieht nicht.

Das war klar, dass das kommen würde. So könnte man in Zukunft z. B. kritische Äußerungen, die via Internet verbreitet werden, ganz easy ausbremsen. Also alle die "fremdenfeindlichen Beiträge", mit denen ich z.B. diese Meinungs-Plattform hier schon belästigt habe, kann man sich so endlich entledigen und ins Daten-Nirvana umleiten, weil der Verfasser irgendwann die Geduld verliert, bis seine Nachricht ankommt. Ja,ja, die Strafe muss sein, damit wir "Nazis" endlich still werden. Toll. Die einen Machthaber, wie in Korea, Ägypten, Türkei sperren ihren Kritikern das Internet, aber wir sind ja Demokratische Staaten, wir sperren da nichts, nein wir bremsen es zu Tode, weil das ist viel demokratischer. Ach, was sind wir doch so gut.

"unabhängige Macht gestellt werden. Künstliche Intelligenz. ;-)"

Tut mir leid, dass ich dies als
'uralter' Nerd sagen muss:
Ein bisschen mehr reale statt künstlicher Intelligenz würde schon reichen.

Insbesondere in Hinblick auf Politiker
und sog. 'besorgte Bürger' ;-)

Begründung:
Auch 'künstliche Intelligenz' ist noch
auf lange Zeit menschengemacht.
Und wenn man sieht, was da so teilweise
zusammengeschustert wird,
kann einem Angst und Bange werden.

In etwa 100 Jahren, falls das unsere Spezies
überleben sollte, könnte ihr Satz zutreffen.
- dann schüfe sich diese 'androide'
- Intelligenz nämlich weitgehend selbst.

Aber nicht vorher.

Eine Stimme mehr in den USA ist wohl eher ziemlich schlecht als bloss ziemlich knapp.

Wer im Sport so gewinnt ist in der Regel ehrlich und sagt, das er nur Glueck hatte, aber nicht "besser" war.

Kein Grund zum Jubeln also.

"Sie" sind weiterhin unter uns.

"Aussagen, wie , das Intrernet werde auch für kleine Familien günstiger, muss man auf den Haken untersuchen."

Das Untersuchen ist edel, aber Zeitverschwendung. Die Erfahrungswerte reichen aus. Man muss nichts mehr untersuchen, sondern handeln.

einen Kampf darüber ausfechten muss, ob bestimmte Informationen schneller und andere Informationen langsamer oder dadurch garnicht zum Kunden gelangen. Gäbe es das Internet der unterschiedlichen Geschwindigkeiten, werden die finanzstarken Anbieter ihre Interessen durchsetzen können. Die Menschen werden noch stärker manipuliert. Das kann nicht im Interesse einer Demokratie liegen. Mal schauen, ob die EU demokratisch ist.
MfG

"Außerdem würden die Internetprovider gezwungen, Dinge zu tun, die sie nicht wollen - wie Nazireden zu verbreiten oder islamistische Hassvideo zeigen. Dies würde gegen die amerikanische Verfassung verstoßen."

Das ist eine Argumentation, die in den USA nicht funktionieren wird. Inhalte nicht durchzulassen, nur weil sie eine Meinung repräsentieren die einem nicht passt kommt in den USA meistens nicht gut an und widerspricht dem Recht auf freie Meinungsäußerung.

"Eine Zensur findet nicht statt" steht zwar so in unserem Grundgesetz, dieser Grundsatz wird in den USA aber oftmals viel ernster genommen als hier. Dinge die hier als Volksverhetzung, o.Ä. gesehen würden sind dort verfassungsrechtlich geschützt.

Das ist übrigens in keiner Weise wertend gemeint.

Dank dem superkompetenten Cyberkommissar Oettinger geht die Netzneutralität den Bach runter.
"Obwohl dieses Gesetz schon im Eilverfahren in nur zwei Wochen vom Ausschuss ins Plenum kommen soll, wollten manche Abgeordneten nun auch noch die letzte Möglichkeit für Änderungsanträge verhindern. Mit einer „urgent procedure“ (Leak) hat man versucht, statt einer Abstimmung über einzelne Änderungsanträge nur noch mit Ja oder Nein über das gesamte Paket mit all seinen Fehlern abstimmen zu lassen. In den beiden vorangegangenen Ausschüssen im Juli und Oktober wurden Änderungsanträge bereits verhindert.
Das Europa-Parlament hat also nicht nur in den Verhandlungen mit den anderen Institutionen seine Position vor der EU-Wahl aufgegeben, sich einen fremden, unbegründeten Zeitplan aufzwingen lassen, schon in beiden Sitzungen des Industrie-Ausschusses keine Änderungsanträge zugelassen und nun soll auch noch im Plenum einfach abgenickt werden."

https://tinyurl.com/q7kmlqf

https://tinyurl.com/nvzlvvm

Den lieben Netzneutralitäts-Fanatikern wünsche Ich eine lebenswichtige Telemed-Operation parallel zum Championsleage-Finale ;-)

Was wirklich gebraucht wird, ist ein globales, firmenunabhängiges Classfull-Peering - so wie es in Grundzügen schon immer vorgesehen war (ToS/DiffServ).

Im Jahre 2015 gibt es nunmal immer mehr Anwenungsfälle, die auf Latenz und Paketverlust allergisch reagieren und nicht wie E-Mail einen Atomkrieg wegstecken können.

Das zu ignorieren wird nicht ewig möglich sein!

Die eigentliche Anforderung besteht darin Dienstgüte zu gestalten, ohne das Platzhirsche oder Monoplisten bevorzugt werden.

damit lässt sich immer gut argumentieren. In der Realität kommt es immer wieder dazu, dass die Freiheit der einen die Freiheit der anderen bedroht. Es ist doch wahr, dass die Netze von Netflix, Amazon etc. verstopft werden, dass normale Nnutzer sich mit Werbemüll zuballern lassen müssen, weil die Anbieter von TV-Serien-Schrott und die Verbreiter von Massen-Spam und Werbevideos sich auf ihre Freiheit berufen, die Netze nach Belieben mit ihren zweifelhaften Produkten zu überfluten. Ich muss mich im Netz gedulden, weil dieser ganze Mist Vorfahrt hat. Das ist genauso wie früher, als jeder das selbe Recht auf hatte, seine Meinung zu veröffentlichen, nur hatte - rein zufällig - die BILD-Zeitung die besseren Karten.

Eklatante Missstände zeigen sich bereits in der Bündelung von Abstimmungsinhalten völlig sachfremder Einzelthemen.

Welcher noch einigermaßen klar denkende Bürger würde seine Freiheit gegen Auslands-Roaming-Gebühren tauschen?

Leitungsgeschwindigkeiten bezahlt man über seinen Internetanschluss (Netzzugang).

Upstream-Geschwindigkeiten (Netz-Nutzungsgebühren) bezahlen Homepage-Besitzer (kleine, große und auch sehr große) bereits über den Webhoster, dessen Infrastruktur sie verwenden.

Infrastrukturen werden bereits über die Nutzer finanziert.

Wenn jeder bereits bezahlt, was er auch nutzen möchte, wozu bedarf es da noch einer volksverdummenden Abstimmung mit nicht auszudenkenden Konsequenzen für den Bildungsstandard, für Unternehmen und schließlich auch für die Telekommunikationsanbieter selbst, deren lahmarschige Netze man möglicherweise bald nicht mehr nutzen möchte, da interessante Inhalte mehr und mehr gedrosselt werden?

Wie nennt man es, wenn bei Downloads auf immer mehr Seiten einerseits ein kostenpflichtiger Zusatzservice angeboten wird, und andererseit auffällig viele Wartesekunden (manchmal auch Minuten) bis zum Downloadbeginn vergehen, wenn man diesen Zusatzservice nicht abonniert hat?

Und wie nennt man es, wenn man sich im Bekanntenkreis umschaut wo die einen (mit Zusatzservice) beste Downloadgeschwindigkeit erreichen und andere ohne diesen Service sich darüber ärgern, daß da bei denselben Anbietern teilweise Geschwindigkeiten von unter 500 Kilobit auffallen? (Häufiger Unterschied: mal Direktdownload, mal über eine oder auch gleich meherere Umleitungen).

Dazu kommen noch einige andere Abhängigkeiten. Zunehmend müssen diejenigen lange Wartezeiten in kauf nehmen, die Werbung, Spyware und Klickverfolgung durch Tools unterbinden.

hat eigentlich die heutigen Telefon- und Nachrichten-Netze möglich gemacht. Ohne die Regulierung würde die heutige Internet und Telefonnutzung gleich teuer sein wie die Durchschnittsmiete oder eben gar nicht stattfinden. Die Netzneutralität ist auch ein Regulierung, das eben jeder Anbieter die gleichen Rechte hat.
Übertragen auf den Straßenverkehr würde keine Netzneutralität bedeuten , das jeder mit und unter Durchschnittseinkommen kein Auto mehr fahren könnte, weil entweder nicht bezahlbar oder eben diese(r) gezwungen wäre auf überfüllten Feldwegen mit Pool-großen Löchern zu fahren.

Das dieses Internet das Brot und Spiele der Moderne ist und das wenn sie daran rütteln die Politik sich sehr schnell sehr warm anziehen kann.

Die Proteste wären unvorstellbar wenn daran gerüttelt wird.

Der nette Nebeneffekt ist das eben an genau jener sache nicht zu rütteln ist, gleiches Netz für alle!

Zitat netzpolitik.org:
"Seit Dezember 2014 haben über 4.000 gemeldete Treffen zwischen Mitgliedern der EU-Kommission und Lobby-Vertretern stattgefunden – und mehr als 75 % davon waren mit Vertretern von Unternehmen. Für Nichtregierungsorganisationen (18 %) oder Think Tanks (4 %) hatte die Kommission deutlich weniger Zeit, wie aus einer aktuellen Untersuchung von Transparency International hervorgeht. [...]
Im gesamten Bereich „Digitale Ökonomie“ kam es zu insgesamt 366 Treffen, davon entfielen ganze 89 % auf Meetings mit Industrievertretern. Vor dem Hintergrund der aktuellen Verhandlungen rund um Netzneutralität sollte es also niemanden überraschen, wenn Oettinger praktisch ausnahmslos Positionen der Industrie vertritt und Befürwortern der Netzneutralität „Taliban-artige“ Tendenzen unterstellt."

https://tinyurl.com/owsvudw

Noch Fragen?
Good Bye Netzneutralität!

Informationsangebote, die man juristisch nicht fassen kann auf technischem Weg zugemüllt und verlangsamt werden...

Das wäre dann eine Sache für das Bundesverfassungsgericht...

Was sie hier verbreiten hat nichts aber auch gar nichts mit Netzneutralität zu tun!

Netzneutralität bedeutet leidlgich das jedes Datenpaket gleich behandelt wird nicht mehr aber auch nicht weniger.

In ihrem Fall mit den Wartesekunden von meist sehr zweifelhaften oneclick hostern ist es die Entscheidung des Anbieters um ihnen sein Premium Produkt zu verkaufen das natürlich keine Wartezeit hat!

Zu ihrem Zweiten Punkt rate ich ihnen mal sich anzuschauen wie das Internet in seinen Grundzügen funktioniert.

Wie viele Hops ihr datenpaket macht hängt von so viele faktoren ab aber sicher nicht von ihrem Provider.

Ihr Provider muss sie an die DENIC endstelle ankoppeln die ihm vorgegeben wird da hat der gar keine Wahl sonst würde das Netz wie wir es kennen nicht funktionieren.

All ihre Themen sind an sich berechtigte Probleme haben aber mit der Netzneutralität nichts aber auch gar nichts zu tun.

Eine Neuordnung des Datenverkehrt würde das Internet auf den Kopf stellen, weil es längst nicht nur um Streamingdienste geht.

Ich denke da auch an die Bandbreite intensiv ausnutzende Multiplayer-Online Spiele. Die Gamer von heute investieren bereits viel Geld in Spiele (Vollpreistitel von 50 Euro und mehr monatlich) oder Spiele-Abos und könnten sich ein teueres Internet gar nicht leisten.

Die Netzanbieter müssen eben die Kosten auf alle Kunden übertragen. Geht nicht anders.

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