Ihre Meinung zu: VW-Skandal: Millionen Autos von Skoda und Audi betroffen

28. September 2015 - 15:29 Uhr

Wie erwartet ist auch die VW-Tochter Skoda in den Manipulationsskandal verwickelt - nun gibt es genaue Zahlen: 1,2 Millionen Fahrzeuge des Konzerns sollen betroffen sein. Bei Audi sind es weltweit 2,1 Millionen Wagen.

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Kommentare

Nachrüsten

Die Blamage ist da und damit muss der größte europäische Autobauer nun klar kommen. Mehrere Millionen Diesel-PKW müssen zurückgerufen und nachgerüstet werden. Für den Konzern mit seinem dichten Netz von Vertragswerkstätten eine zügig lösbare Aufgabe.
Was soll's? Das Leben geht weiter.

Perfide!!!

Angesichts der perfiden, kriminellen Energie, die hinter diesem Betrugsfall steckt, sollte es ein Schutzgesetz für Whistleblower geben. Immerhin muss ein signifikanter Teil der Belegschaft von diesen Machenschaften gewusst haben.

Nur die kleinen Diesel sind betroffen

um 16:34 von Kokla:
"Wieso sollten Skoda und Audi nicht betroffen sein? MMn folgen Seat, ja sogar auch Porsche, und alle weiteren Marken des Konzerns ..."

In Porsche-Fahrzeugen werden die 1.6 und 2.0 TDI Triebwerke nicht verbaut. Im Cayenne kommt als Diesel ein V6 (3.0 Liter) oder ein V8 (4.2 Liter) Motor zum Einsatz. Mit diesen Triebwerken (245 bis 385 PS) hat die US-Umweltbehörde kein Problem. (!)

Und in 2-3 Wochen werden wir die Gewissheit haben

das nicht nur die VW Marken betroffen sind. Dann werden wir mit Sicherheit auch die ersten meldungen von anderen herstellern haben, die mit einem ähnlichen Trick die Tests manipulieren. Oder glaubt tatsächlich jemand, dass andere nicht auf so eine Idee gekommen sind?

Die ersten Sprinter mit Dieselmotor wurden schon zurückgerufen. Warum wohl?

@Kokla

Niemand hat je bezweifelt das sie betroffen sind, es war nur nicht klar wie viele Fahrzeuge es sind. Jetzt weiß man es und fertig.
Gewinn hin oder her, das ganze ist ein Konzern mit unterschiedlichen Marken, es sind nicht unterschiedliche Konzerne die zufällig alle VW gehören. Motoren z.B. werden entwickelt und dann in allen Marken soweit bedarf besteht verbaut. Da schaut keiner mehr drüber, das kommt rein und gut ist.
Mich würde echt nur mal interessieren was die bei VW geritten hat. Da die Euro 6 Diesel nicht betroffen sind können sie es offensichtlich ohne Betrug auch noch besser.

ACHTUNG: Manipulation?!

VW will ja die Betrug-Software von den betroffenen Diesel-Motoren durch andere Software ersetzen. Nur leider behebt diese Maßnahme das eigentliche Problem nämlich immer noch nicht. Der "schmutzige" Motor ist nämlich immer noch schmutzig und genübt keinesfalls diesem Satz: "Es gehe dabei nur um Dieselmotoren, die die Abgasnorm EU 5 erfüllen." EU 5 erfüllten sie nämlich nie, deshalb ja der Betrug.

Nur Vorboten

der geplanten Automatisierung eines oder des Fahrzeuges, das zukünftig zum Verkauf ansteht. Was ist denn geschehen: die Fahrzeuge fahren weiter, der Größenwahn wächst weiter, der Reichtum vererbt sich, wächst weiter, Flieger- und Schiffs- und Baumaschinen-Motoren werden größer und durstiger, gleisanschlusslose Dispo-Läger an Fernstraßen wachsen in Zahlen, Höhe und Fläche, das LKW-Heer wächst entsprechend...., und da regen sich die Menschen wegen ein paar Skalenpunkte auf. ?!
Die Großindustrie hat eben eigene Gesetze schreiben dürfen, um die erforschen zu können oder wollen, fehlt einmal Zeit und zum anderen der Wille, der sich leider sehr schnell mit Lobbys ablenken lassen kann.
Dem Größenwahn fehlt ganz einfach der Rückwärtsgang, ihm fehlt sogar der Leerlauf.
Neid darf nicht unterschätzt werden, der brennt überall in allen Facetten und Farben.

@28. September 2015 um 16:34 von Kokla

Das ist der Gleichteilestrategie von VW geschuldet. Klar, dass es alle Marken des Konzerns trifft, die den betroffenen 2l TDI (EA189) verbauen. Da Porsche nur Bedarf für leistungsstarke Motoren und deshalb nur die großen VW-Diesel im Programm hat, sollte der Sportwagenhersteller verschont sein. Allerdings weiss ich nicht, ob auch bei anderen Dieselmotoren betrogen wurde. Interessant ist auch, wie es mit den verkauften Fahrzeugen hierzulande weitergeht. Bekommen diese etwa eine neue Steuer-Einstufung und werden erheblich teuerer? Muss VW den folgenden Wertverlust für den Eigentümer ausgleichen? Ich drücke den Arbeitern und Zulieferern VWs die Daumen, dass es nicht sie sind, die die Fehler des Managements ausbaden müssen.

Nicht nur der Diesel rußt!

Der DUH warnte schon 2013 vor Benzin-Direkteinspritzern die Rußpartikel ausstoßen.
Komisch ist, das in diesem Test ein VW Golf 1.4 TSI im Testzyklus die Grenzwerte für Partikelanzahl von 2014 und die strengeren Grenzwerte von 2017 einhielt, allerdings nicht auf der Straße.
Mit den heutigen Erkenntnissen könnte man dort auch schlimmes vermuten.

Artikel vom 29.10.2013 Spiegel Online
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/deutsche-umwelthilfe-gefaehrliche-ben...

Strafe und ja kein Mitleid

Volkswagen sollte für jedes verkaufte manipulierte Auto eine Strafe von 2.500 Euro zahlen (in Deutschland). Dazu sollten dann noch die Strafen aus den jeweiligen Ländern kommen und zusätzlich eine pauschale Strafe wegen Wettbewerbsverzerrung in Höhe von 5 Milliarden Euro in Deutschland verhängt werden.

Kann doch echt nicht sein, dass die Aktionäre einen riesen Reibach machen und die Luft, die wir Bürger atmen mit Gift, Feinstaub usw. verdreckt wird. Einmal ein Exempel statuieren, mit einer Strafe von 40, 50 Milliarden Euro und dann ist Ruhe im Karton.

Ob ich nicht Mitleid mit den VW-Angestellten habe? Gegenfrage, wer hat von denen denn Mitleid mit den ganzen Krebstoten?

Millionenenfacher Betrug

Und die Drahtzieher sind auf freiem Fuß.
Wo sind die Staatsanwaltschaften, die endlich Durchsuchungen und Festnahmen veranlassen?

Nicht nur im VW Konzern mit all seinen Töchtern.

Auch bei dem Zulieferer, der schon seit Jahren Beihilfe leistet und sich diese auch bezahlen lässt.

Es geht hier um die Rettung eines der größten Arbeitgeber Europas und vielen tausend Jobs bei den Zulieferern. Diese Jobs haben ein paar wenige Manager durch Macht und Profitgier als Risiko verpfändet.

VW muss das büßen

Es ist nur logisch, alle seine Marken mit der betrügerischen Software versehen zu haben.

Es war kriminelle Energie und keine Schlampigkeit. Es liegt Vorsatz vor und das in vielen Fällen über mehrere Jahre. Dafür kann es nur bei gründlicher Staatsanwaltschaft und Gericht (wovon ich ausgehe) den oberen Strafrahmen geben.

Dazu kommen zivilrechtliche Ansprüche gegen Volkswagen.

Schließlich ist der Ruf erst einmal ruiniert, es dürften jetzt andere Autos gekauft werden als Volkswagen VW muss in Millionen Fällen die Autos nachrüsten, also korrigieren.

Alles zusammen dürfte den Konzern zerstören. Oder er schafft es gerade noch mal, wieder die Kurve zu kriegen. Vor allem die USA-Strafen und die Zivil-Prozesse spielen dabei die entscheidende Rolle.

Wie lange dauert es noch, bis

Wie lange dauert es noch, bis auch Müller abserviert wird? Zu behaupten, er habe nichts von den Machenschaften seines Spezis Winterkorn gewusst ist doch absolut lächerlich. Allgemein ist anzunehmen, dass Tausende mehr oder weniger Bescheid wussten, zumindest bezüglich der Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorschriften, auch auf Behördenseite. Hier handelt es sich nicht um Kavaliersdelikte, was da hinten rauskommt tötet. Das lässt sich zwar nicht an Einzelnen festmachen, wohl aber an der Statistik.

Für VW und die anderen Konzermarken....

....wird es richtig teuer,sollten die zulässigen Werte trotz einer Software-Aktualisierung überschritten werden.
Es wird erwähnt,dass in diesem Fall die betroffenen Fahrzeuge mit einer Harnstoff-Einspritzungsanlage ausgerüstet werden müssen.
Kosten je Fahrzeug: 1000 €
Gibt es an Tankstellen überhaupt Harnstoff,und wer kommt für die zusätzliche Kosten auf?

Hm.

11.000.000 VW
+2.100.000 Audi
+1.200.000 Skoda
--------------------------------------
14.300.000 + x Seat/Porsche

Wenn ich vorsichtig schätze und weitere 700.000 Seat/Porsche annehme, dann lägen wir schon bei sagenhaften
15.000.000 (!!!) betroffenen Fahrzeugen.
Richtig? Oder waren die Audi & Skoda schon in die 11.000.000 eingepreist?
Wenn, nicht dann Heidewetter!
Und das wären dann nur die Diesel...

Wie kriminell war VW nun wirklich?

Von Betrug bis Verbrechen scheint medial alles schon vorverurteilt klar. Aber wer weiß, wieviel am Ende davon übrig bleibt? Siehe Affäre Chr. Wulff.
Von der Behauptung,man geht über Leichen bis zu blöd zum Betrügen geht die Skala der Kommentare zum Thema VW.
Ich vermisse sehr Fakten zur Größe des Schadens an der Umwelt. Man findet keine Angabe über den Grenzwert für Nox, während Verluste an Image, Aktienkurs und Vertrauen die Schlagzeilen beherrschen. Angeblich hat Amerika deutlich niedrigere Grenzwerte von 31 mg (80 mg bei uns) und womöglich auch noch abweichende Testvorschriften. Wie groß sind nun die Überschreitungen und mit welcher Strafe mußte man bei Überschreitung rechnen?

Das gehört doch auch diskutiert, wenn man den Schaden an Umwelt und Wirtschaft beurteilen möchte. Einen Dämpfer hat der übermütig gewordene globale Automobilismus aber zweifellos verdient.

17:21 von Wahrheit2011

Es besteht ja nun wirklich, keinen Anlass,kriminelle Energie abzustreiten.
Auffallend ist allerdings dabei, das diese beanstandeten Motoren nun fast 10 Jahre klaglos ihren (sparsamen) Dienst versahen.
Ausgerechnet amerikanische Umweltbehörden kommen nach so langer Zeit darauf dieses zu üperprüfen.
Wer die strengen kalifornischen Vorgaben der Umweltverträglichkeit von Fahrzeugen kennt,ist wohl eher kein Zufall,das man so spät darauf gekommen ist.

17:20 von Klaus1963

"Auch bei dem Zulieferer, der schon seit Jahren Beihilfe leistet und sich diese auch bezahlen lässt."

Falls Sie mit DEM Zulieferer die Firma Bosch meinen sollten:
Bereits 2007 hat der Autozulieferer Bosch den VW-Konzern in einem Schreiben vor der illegalen Verwendung seiner Technik zur Abgasnachbehandlung gewarnt.

Hier geht's zum Spiegel Artikel:
https://tinyurl.com/qaq7gtn

Also vielleicht erst informieren, dann losballern!

ja, ja, die Platformstrategie ...

... nun ist es eben eine Betrugsplatform quer durch die Marken des Konzerns; Porsche ist bestimmt auch betroffen

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