Umberto Eco: "Die Solidarität in Europa nimmt ab"

26. September 2015 - 14:14 Uhr

Er sei ein Pionier Europas und ein überzeugter Europäer, sagte Umberto Eco über sich selbst. Im September 2015 sprach Tilmann Kleinjung mit dem Bestseller-Autor - über italienische und europäische Politik, alte Erfolge - und über sein letztes Werk "Nullnummer".

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Kommentare

" Und ohne Sinn für Solidarität funktioniert Europa nicht mehr."

Wie wahr. Europa wurde von einigen Politikern fuer Zwangssolidatitaet benutzt. Und das funktioniert zurecht nicht, den es widerspricht dem freiheitlichen Gedanken der Solidaritaet.

Die Solidaritaet funktioniert sehr wohl, naemlich die Solidatitaet all dener, die Mitspracherecht fordern und sich der Zwangssolidatitaet verweigern.

Das heist, der Europaeische Gedanke lebt weiter. Das macht Mut.

Und interessante Ansichten hat er - und ich würde "Die insel des vorigen Tages" retten... und dann das Pendel...

Sind für mich Meisterwerke der Literatur. Die Verfilmung hat leider soviel Tiefsinn geschluckt das nur ein Überbleibsel der Geschichte blieb. Auch gerade wieder topaktuell wie eine Verdrehung der Wirklichkeit zu Auswüchsen der Macht führt und zum Eigennutz benutzt wird. (Siehe Grüne und Linke) Europas Solidarität lässt nach. Der Kitt bröckelt. Europäische Ethik, die Grundpfeiler unserer freien Gesellschaft baut auf Gleichberechtigung europäischer Bürger auf. Ohne klare Regeln gibt es keine Freiheit. Soviel ich grübele - es fällt mir dazu gerade mal Schengen ein. Freiheit und Freizügigkeit. Aber das ist ja jetzt auch Vergangenheit. Pessimismus den ich leider teile.

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