Müller wird neuer VW-Chef - Konzern mit neuer Struktur

25. September 2015 - 18:43 Uhr

"Wir werden diese Krise bewältigen": Mit diesen Worten macht der neue VW-Chef Müller sich und seinen Mitarbeitern Mut. Um den Autobauer wieder in die Spur zu bringen, gibt sich VW eine neue Konzernstruktur. Daher wurden weitere Chefposten neu besetzt.

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Kommentare

Unter einem "Aufräumen" und "Vertrauen" zurückgewinnen stelle ich mir etwas anderes vor.

M. Müller hat doch direkt nach seiner Ausbildung als Assistent für M. Winterkorn gearbeitet. Damit nicht genug, Winterkorn bleibt Cheffe bei der Porsche SE die ja bekanntermaßen Mehrheitseigner mit > 50% der Volkswagen AG ist. Also bleibt M. Winterkorn nach wie vor Boss des Konzerns.

So habe ich mir das Aufräumen nun nicht vorgestellt. Persönliche Äußerungen und meine Meinung verkneife ich mir, ich glaube die ist nicht jugendfrei.

Einfach nur traurig.

wenn man die Köpfe der Hydra abschlägt, dann setzt man die Kinder der Hydra an die Stelle der abgesägten Köpfe. Wo bitte geht es zur Erneuerung?
Was sich hier anbietet ist ein Stühlerücken ähnlich dem Spiel: "Reise nach China" (ein Kindergarten-Spiel)
Glaube nicht, dass VW-Porsche-AUDI damit durchkommen.

Es ist erschreckend wie ein solcher Skandal hier vom höchsten Entscheidungsträger kommuniziert wird. Man könnte glauben, es geht um die Beschreibung einer Erfolgssituation. An keiner Stelle wird das Reale benannt, statt dessen, Danksagungen, Lob und Bekundung von Stärke.

Damit hat VW konsequent gehandelt. Herrn Müller wünsche ich viel Erfolg in diesem tollen deutschen Unternehmen! Wir sollten nun aufhören uns wieder selbst zu zerfleischen. Der Betrug ist schlimm aber GM hat 150 Menschenleben auf dem Gewissen und ist mit 300 Millionen Dollar Strafe davon gekommen. Dagegen verblasst ein Betrug mit Abgaswerten und das sollte nun mal offensiv diskutiert werden, bevor die US Wirtschaft und Politik versucht unsere Wirtschaft gegen die Wand zu fahren.

Jetzt lasst aber alle zusammen mal die Kirche im Dorf. Jetzt geht es um Schadenbegrenzung für ein großes Unternehmen mit vielen Arbeitsplätzen. Schaut euch doch mal GM an!

Mueller ist der Richtige. Er hat über viele Jahre Porsche gut geführt und wird es hoffentlich auch bei VW tun. Ich frage mich nur ob das alles geplant War? Porsche wollte doch schon vor Jahren den Vorsitz der VW AG übernehmen.

Es werden noch Wetten angenommen, wie lang es dauert, bis Müllers Mitwisserschaft festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat (AR) hat wohl in der Vergangenheit seine Kontrollfunktionen im VW-Konzern nicht so wahrgenommenen, dass der Skandal um die manipulierten Abgaswerte bei Fahrzeugen mit Diesel-Motoren vermieden worden wäre. Nun hat es sich der AR zur Bewältigung des Abgas-Skandals nicht leicht gemacht und die personellen wie strategischen Strukturen gründlich neu aufgestellt.

Oberstes Ziel muss es sein, dass verloren gegangene Vertrauen von Kunden, Behörden und Öffentlichkeit schnellstmöglich wieder zurück zu gewinnen und den enormen Schaden zu begrenzen. Das ginge am besten mit der Umrüstung von dieselgetriebenen Fahrzeugen durch einen teuren Katalysator, der die Grenz-Abgaswerte von Euro 6 erfüllt.

Mit der neuen Struktur sollen die 4 Produktgruppen verantwortlicher und direkter geführt werden können. Diese zunächst nach innen gerichtete Strukturänderung dürfte zusammen mit der Neuorganisation des Amerikageschäftes auch nach außen, also zum Kunden, seine Wirkung nicht verfehlen.

Zulieferer jetzt auch regelmäßig wiederkehrend einen Fragebogen an VW senden und sich schriftlich bestätigen lassen ob und wie die Compliance
im Unternehmen eingehalten wird, sprich: so wie es VW bisher mit seinen Lieferanten macht?

Bin mal gespannt ob VW jetzt auch das Wasser trinkt , dass Sie predigen.

Offenbar hat VW zu schnell und zu gierig nach der Nr 1 gegriffen. Die Titanic
hat den Eisberg nur gerammt, VW ist mit Volldampf und sehenden Auges mitten hindurch und dennoch weiter gefahren....

Ich drücke Herrn Müller die Daumen und bewundere seinen Mut, diese
enorme Herausforderung anzunehmen . Und bin enorm gespannt wie er den
Supertanker VW wieder auf Kurs bringen will.

Was ist das denn für eine Jubelmeldung:
"Um den Autobauer wieder in die Spur zu bringen, gibt sich VW eine neue Konzernstruktur. Daher wurden weitere Chefposten neu besetzt."
Werte TS-Redaktion, indem man Chefposten neu besetzt, entsteht noch lange keine neue Konzernstruktur.

...bleibt alles beim Alten. Ganz ehrlich - wenn er nicht "Mitwisser" ist, dann steckt er doch mindestens so tief in der VW-Konzernsuppe mit drin, dass keine größeren Veränderungen erwartet werden können. Zur Lösung des Problemes wäre meiner Meinung nach Wendelin Wiedeking der Richtige gewesen. Der hat schon einmal bewiesen, dass er richtig aufräumen und strukturieren kann (nur nicht zu lange an der Spitze halten, sonst will er Tata Motors aufkaufen). Zumindest Herbert Diess, der viel Erfahrung bei BMW gesammelt hat, wäre ein besserer Nachfolger.

Aber was ich mir von dem ganzen Wandel erhoffe, ist, dass dies eventuell der Startschuss zu einer glaubwürdigen Elektromobilität ist und dass die "alten Herren" in der Führungsriege endlich mal durch ein paar junge und progressive Talente abgelöst werden. Neue Besen kehren eben besser und frischer Wind würde der rostigen VW-Hierarchie nicht schaden.

"Als Lehre aus der Abgasaffäre gibt sich Volkswagen eine neue Struktur. Der Aufsichtsrat beschloss, den Konzern mit seinen zwölf Marken in vier Gruppen zu gliedern. Dabei sollen die einzelnen Marken stärker vom Konzernvorstand koordiniert werden und mehr Verantwortung für die Regionen erhalten."

Ist die Tagesschau jetzt die PR-Agentur für VW? Denn dieser Zusammenhang ist definitiv falsch.

Über den Konzernumbau bei VW wird offiziell seit April dieses Jahres diskutiert, nämlich seit Piech die Probleme von VW sehr direkt angesprochen hat und anschließend in Folge des Machtkampfes wegen seiner Kritik an Winterkorn aus dem VW-Aufsichtsrat ausscheiden musste.

Die Umstrukturierung von VW hat also nix mit dem Abgasskandal zu tun. Es aber hinzustellen, als bestünde ein Zusammenhang und dann auch noch zu behaupten VW hätte damit eine Lehre aus dem aktuellen Skandal gezogen, ist wirklich plump!

Man sollte bei der Tagesschau besser recherchieren oder objektiver Bericht erstatten.

Und niemand hat etwas davon gewusst, was seit Jahren die Spatzen von den Dächern zwitschern?
Die Manager hatten alle nichts damit zu tun und wussten von gar nichts.
Sie haben niemanden mit unerfüllbaren Zielsetzungen zu illegalen Handlungen verleitet oder gar gezwungen.
Nein, nein.
Es sind immer die Kleinen, die schuld sind, nie die eigentlich Verantwortlichen.
Sooo wird sich bei Volkswagen nichts wesentliches ändern.
Und vom deutschen Innenminister und auch vom Europäischen Parlament kann man leider nicht viel erwarten.
Deshalb können wir nur hoffen, dass die Umweltbehörde der USA endlich durchgreift und zwar so hart sie nur kann, und die Schlipsträger vor Gericht bringt.
Das scheint im Augenblick der einzige mögliche Weg zu sein, unsere Umwelt zu schützen.
Ist das nicht jämmerlich?
Haben wir Deutschen da nicht wieder komplett versagt?

war es eine kleinere Abteilung oder glaubt hier jemand, das Meister, Abteilungsleiter oder Vorstand programmiert. Sie haben unter dem Druck der Konzernvorgaben gehandelt und auch um die Aktionäre zufrieden zu stellen ( Absatz - die Zahlen müssen ja stimmen ). Hier wird zu viel ohne Fachkenntnisse polemisiert .

Wen wunderts da noch, dass in letzter Zeit in Peking, die Umweltbelastung dermaßen hoch lag!

Sowas konnte nur passieren, wenn die Mitwisser an der Sache einen Maulkorb gekriegt haben. Das Problem ist nicht, die Mogel- Software loszuwerden, sondern solche verkrusteten Befehls-Strukturen zu knacken.

um 22:27 von Puqio:
"Deshalb können wir nur hoffen, dass die Umweltbehörde der USA endlich durchgreift und zwar so hart sie nur kann, und die Schlipsträger vor Gericht bringt.
Das scheint im Augenblick der einzige mögliche Weg zu sein, unsere Umwelt zu schützen.
Ist das nicht jämmerlich?"

Es ist jämmerlich, dass vorgeschoben wird, hier ginge es um Umwelt. Denn der amerikanische 6 Liter V8 SUV hat natürlich keine Probleme mit der US-Abgasbehörde.

Beanstandet wird von der US-Behörde natürlich nicht der V8-Pickup mit 30 Litern Superbenzin auf 100 km, sondern der 1.6 TDI mit unter 5 Litern Diesel.

Ich fahre seit Jahren VW Diesel. 80-90 tausend km pro Jahr. Immer zufrieden! Mich intressiert es gar nicht ob da jemand an der Software gedreht hat. Für mich ist wie ich denke zu 99% der Fahrer die Hardware entscheident. Die ist Klasse. Zuverlässigkeit. Verarbeitung, Service usw. Warum haut sofort die gesamten deutsche Medien algemein auf unserse Autobauer ein. Die Amis bauen nach wie vor Ihre Riesen Dreckschleudern im Benzinbreich, kein Schwein sagt da was.

"Natürlich war es eine kleinere Abteilung oder glaubt hier jemand, das Meister, Abteilungsleiter oder Vorstand programmiert."

Was ich nicht glaube, ist daß ein kleines Licht in einer kleinen Abteilung selbstständig bestimmt, auf welche Weise die Abgastestprobleme für 11 Millionen Fahrzeuge weltweit gelöst werden sollen, ohne Rücksprachen, Absegnungen und bei zwielichtigen Dingen zumindest einem Kopfnicken von weiter oben.

Wußte Ihrer Meinung nach nur die "kleinere" Abteilung, von den Problemen, die NOx Werte einzuhalten und keine der größeren Abteilungen hat nachgefragt, wie das dann auf einmal ohne nennenswerte Einbußen beim Fahrkomfort erreicht wurde?

Eine kleine Abteilung löst das Abgas-/Harnstoffverbrauch-/Fahrkomfortdilemma für VW... weltweit, so ganz nebenbei... und von den oberen Chargen will nicht mal einer wissen, wie das Wunder erreicht wurde, nicht mal um das dann weitervermarkten und PR-mäßig nutzen zu können?

Ja, klingt super realistisch.

Der ganz normale US Amerikaner konnte bis vor ein paar Jahren Diesel nur mit Tracktor oder ev. Truck in Verbindung bringen. Selbst Ihre großen Wohnmobile wie Winnboag 9-10 lang 4 m hoch werden berzinbertrieben.
VW hat mit massiever Werbung 700000 Diesel
PKW in den Markt gepusscht. Um die für PWK absolut überzogenen Auflagen zu erfüllen hat man in die Softwarekiste gegriffen und da das gut geklappt hat dann Konzernweit einfach auch in Europa auch mal mit reintgetan. War gar nicht nötig, Europanormen erreicht man ja ohne!!! Sofort springen unsre Medieen voll auf, ziehen die gesamte Autowirtschaft voll in dem Dreck, vernichten in ein paar Tagen Milliarden an der Börse.

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