Ihre Meinung zu: Von Reporterin getretener Syrer in Spanien angekommen

18. September 2015 - 22:30 Uhr

Als der Syrer Osama Abdul Mohsen bei seiner Flucht durch Ungarn von einer Reporterin zu Fall gebracht wurde, gingen die Bilder um die Welt. Inzwischen ist er mit seinem Sohn in Spanien angekommen und arbeitet als Fußballtrainer. Von Stefan Schaaf.

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Kommentare

Dann hat die Geschichte ja ein gutes Ende gefunden!

Meinen Glückwunsch und viel Erfolg für den Trainer!

"Von Reporterin getretener Syrer in Spanien angekommen "

Schöne Geschichte. Allerdings was ändert es an der Situation insgesamt?

Wie überaus...

...erfreulich, dass es auch im wirklichen Leben zumindest manchmal ein Happy End gibt :-)

Asylgrund?

Wer bei dem Beitrag gut zugehört hat, hat sicher folgende Äußerungen bemerkt: "Das war sehr schlimm. Am liebsten wäre ich zurück nach Syrien - aber ich hatte kein Geld mehr". Das klingt nicht nach politischer Verfolgung - oder?

Dann später: "2 Kinder in der Türkei". Meines Wissens werden Syrer in der Türkei nicht verfolgt.

Also ich habe größte Zweifel, dass ein Asylgrund oder ein Anspruch als Anerkennung als Flüchtling besteht, zumal Spanien nach Dublin III auch gar nicht zuständig ist.

Also: Doch kein "Happy End" oder wird Spanien das Recht zurechtbiegen?

Die Formulierung

"zu Fall gebracht wurde" finde ich neutral. Das ist den Gegebenheiten geschuldet.

Er ist tatsaechlich zu Fall gebracht worden. Die Reporterin beteuerte , das es keine Absicht war, sondern die eigene Angst, wenn hunderte von Menschen auf einen zu zu rennen beginnen.

Umso besser, dass die Sache fuer den Syrer in jeder Hinsicht gut endete.

Ein gutes Beispiel für Menschlichkeit

Es ist gut, dass Mohsen mit seinem Sohn in Spanien eine neue Heimat gefunden hat. Ein Beispiel dafür, dass es in der EU noch Menschen gibt.

zur Wahrheit gehört auch

Dass die ungarische Reporterin daraufhin vom ungarischen Fernsehen gefeuert wurde. Muss man aber erst über ausländische Medien erfahren....

Schon dreimal gesehen ...

Ich habe diese Geschichte zuvor schon auf mehreren Sendern in den letzten Tagen gesehen. Ich hätte hier gerne eine objektive Berichterstattung in den Nachrichten - schließlich bezahlen wir dafür.
Das senden von Negativbeispielen wird zudem rigide abgelehnt.
Thematisiert doch mal die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Europäern und Flüchtlingen. Macht doch mal eine Umfrage wie die Flüchtlinge (Afghanistan/Irak/Syrien) zur sexuellen Orientierung zB. einer Frau Will stehen. Sollen wir bei Bedarf Frau Will steinigen ? oder wie soll man zukünftig den Flüchtlingen unsere Werte näher bringen - ohne deren Gefühle zu verletzen ... Sind kritische Überlegungen erlaubt ???

"arbeitet als Fußballtrainer"

Das ist doch gar nicht der Fall. Man will ihm einen Job als Fußballtrainer anbieten, mehr nicht. Ob es wirklich dazu kommt ? Ich hoffe, TS bleibt da am Ball.

Re: Asylgrund

Wenn in einem Land Krieg herrscht, geht es nicht (nur) um potentielle politische Verfolgung. Im Krieg ist jeder bedroht an Leib und Leben. Und die Türkei wurde bewusst nicht in die Liste der sicheren Herkunftsstaaten aufgenommen. Von Rechtsbeugung kann hier also mit Sicherheit keine Rede sein.
MfG

Merkwürdig

In den deutschen Medien heißt es, alle Vertriebenen (Flüchtlinge) wollen nur nach Deutschland oder Schweden - sonst nirgendwohin.

Gerade komme ich aus England. Laut Berichten und Interviews von BBC wollen alle nur nach Groß-Britannien - sonst nirgendwohin.

Mein französischer Kollege berichtet aus seiner Heimat: laut Medien wollen alle nur nach Frankreich - sonst nirgendwohin.

Und jetzt reüssiert jemand in Spanien. Wow!

Honni soit qui mal y pense!

Unfair

Einzelschicksale mit "dramatischen" Bildern zu erzählen ist "unfair". Alle Flüchtlinge haben ein "Einzelschicksal". Es kann dennoch nicht sein, dass Europa alle "Einzelschicksale der Welt aufnimmt. Nicht Griechenland wird der Untergang Europas sein. Denn es kommt immer anders als man denkt.

Und an alle Foristen, die mit Auswanderung "drohen". Ihr werdet sehen, dass das nicht so einfach ist, in ein anderes Land der "Wünsche" einzuwandern. Ich weiss das, da ich in Brasilien eingewandert bin. Im ganzen Bundesland Tocantins wurden bei meiner Einbürgerung 3 Ausländer in 2 Jahren eingebürgert. Das ist die Realität ausserhalb Europas.

Gruss aus Brasilien

@macaniel 23:14

Zitat:
"Die Reporterin beteuerte , das es keine Absicht war, sondern die eigene Angst, wenn hunderte von Menschen auf einen zu zu rennen beginnen."

Das Video beweist das Gegenteil. Das war pure Absicht von der Frau, keine Spur von Angst.

Alles Gute in Spanien Osama

Alles Gute in Spanien Osama für Sie und Ihre Familie!
Danke an Tagesschau, dass ihr über dieses Thema berichtet habt!

finde ich auch :)

finde ich auch :)

Eine Flüchtlingsgeschichte

In meiner Familie haben es nicht alle geschafft. Mein Urgroßvater liegt heute noch immer neben einem 12 jährigen in einem Massengrab neben einer Mülldeponie. http://bit.ly/1QnC5mr . Es gibt nicht immer ein Happy End.

Wir schaffen das !!!

um 22:57 von Laurisch-Karsten:
"Schöne Geschichte. Allerdings was ändert es an der Situation insgesamt?"

Es gibt Hoffnung und zeigt, dass wir es mit Solidarität allen Pessimisten zum Trotz schaffen können.

Der Freiheit ein Gesicht

Dieser Mann gibt den Geschundenen und Getretenen dieser Welt, denen, die für ein besseres Leben alles aufgeben, ein Gesicht.
Es ist richtig, diesen Menschen eine Chance zu geben. Wir schaffen das.

Wer bleibt noch in Syrien?

Die gut ausgebildete Jugend, die vom Assad-Regime benachteiligt und ihrer demokratischen Rechte beraubt wurde, flieht fast komplett ins Ausland. Wie soll das zerstörte Land da jemals wieder auf die Beine kommen?

Man ey!

Wer hat schon Mitgefühl mit den Osteuropäern, die ihr ganzes Leben in Slums hausen müssen, weil sie als Roma geboren wurden, deren Kinde in derSchule tägölich zusammengschlagen werden. Aber so ein syrischer Fußballtrainer, dem es im Leben immer gut ging, aber dem mal - ob absichtlich oder nicht - ein Bein gestellt wurde, der taugt zum großen Helden. Das ist doch bekloppt.

Gefällt mir alles nicht

Jetzt wird dieser Mann hochgejubelt. Das sollte man nicht tun. Er hat sich losgerissen und ist aus dem Einflussbereich der Polizei ausgebrochen - das ist illegal. Diese Vorgeschichte kann man nicht ignorieren, wenn man die schlimme Aktion der Kamerafrau betrachtet. Der Mann war kein Unschuldiger, und gleichwohl durfte man ihm kein Bein stellen. Dass er jetzt Arbeit gefunden hat, ist mir egal. Es ärgert mich nicht, freut mich aber auch nicht. Er hat scheinbar seine Ausreise erzwungen, das kann ich nicht gut finden.

Absicht

um 01:24 von Phonomatic:
"... aber dem mal - ob absichtlich oder nicht - ein Bein gestellt wurde ..."

Die Grätsche der Kamerafrau war schwer zu übersehen.

Mal etwas positives

Schön auch mal was positives zu lesen.
Freut mich total das er einen Job als Trainer gefunden hat. Den von jetzt auf gleich zu finden, alle Achtung.
Leider bleiben solche Meldungen ehr eine Ausnahme. Die überwiegende Masse an Flüchtlingen wird nicht so ein Glück haben.

Das mag ja anrührend sein

... und für den Betroffenen schliesslich eine positive Sache.
Aber warum dieser Hype um eine Randbegebenheit?

Die Reporterin ist mittlerweile entlassen worden - also auch hier Gerechtigkeit.

Aber die anderen, täglich 10.000 Ankommenden?
Evtl. wochenlang das Kind durch Südosteuropa getragen...
Hatten nicht das Glück, ein Bein gestellt bekommen zu haben und dabei noch gefilmt worden zu sein.
Und sind deshalb keine "Helden"....

Absurd....

Der Tod eines Menschen ist eine Tragödie

Der Tod von Millionen ist eine Statistik.

Offene Willkommenskultur

um 02:44 von telemark:
"Und sind deshalb keine "Helden"....

Für mich sind diese Menschen, die aus dem Bürgerkrieg und der politischen Unterdrückung fliehen und alles zurück lassen für eine neue Zukunft, alle Helden und verdienen es, mit offenen Armen empfangen zu werden.

@ekko um 23:51:Merkwuerdig

Ich weiss nicht, wo Sie diese Information herhaben: derartiges habe ich bei der BBC dieser Tage weder gelesen noch gehoert! Informiere mich taeglich bei def BBC.

@rechtundgesetz

Sie sagen:"Also ich habe größte Zweifel, dass ein Asylgrund oder ein Anspruch als Anerkennung als Flüchtling besteht, zumal Spanien nach Dublin III auch gar nicht zuständig ist.

Also: Doch kein "Happy End" oder wird Spanien das Recht zurechtbiegen?"

Es ist schon immer wieder beeindruckend wie hier Menschen versuchen Flüchtlingen Rechte abzusprechen. Was versprechen Sie sich davon?

Gemäß GFK ist dieser Mann DURCHAUS ein Flüchtling der unter deren Schutzbestimmung der fällt. Was Dublin III angeht: Spanien kann sich, genauso wie Deutschland, jederzeit nach Art. 17 dem "Selbseintrittsrecht",selber eines Asylantrags annehmen.Dies ist genau für solche Überlastungssituationen in den Erstaufnahmestaaten gedacht.Schön das Spanien das erkennt und sich dadurch (auch nach GFK-Maßgaben) für eine solidarische Gemeinschaftslösung einsetzt.Im Gegensatz zu vielen Hilfsverweigerern.

Die Spanier halten sich also absolut an Dublin III. Ihrem irreführenden Nickname nach sollten Sie sowas eigtl wissen.

@melanda

Sie sagen:"Ich weiss das, da ich in Brasilien eingewandert bin. Im ganzen Bundesland Tocantins wurden bei meiner Einbürgerung 3 Ausländer in 2 Jahren eingebürgert. Das ist die Realität ausserhalb Europas."

Ach sie sind aus Deutschland geflohen?...wegen was?!? Sie vergleichen Ihre "Goodbye-Deutschland-Story" tatsächlich mit der Situation der Kriegsflüchtlinge in der aktuellen Flüchtlingskrise? Das ist, mit Verlaub, absolut am Thema vorbei.

@JVA Butzbach um 01:16: Wer bleibt noch in Syrien

Vermutlich wird die EU grosszuegig fuer den Wiederaufbau spenden und befreundete Auslaender die Truemmer wegraeumen. Auslaendische Baufirmen , Bergbau-und Mineraloelgesellschaften werden dann Syrien wiederaufbauen.
Das alles, nachdem die sich jetzt formende militaerische Allianz das Land befriedet hat.

@JVA

Sie sagen:"Die gut ausgebildete Jugend, die vom Assad-Regime benachteiligt und ihrer demokratischen Rechte beraubt wurde, flieht fast komplett ins Ausland. Wie soll das zerstörte Land da jemals wieder auf die Beine kommen?"

Vlt indem dort erstmal wieder Frieden einkehrt. Die von Ihnen beschriebenen Studenten haben nämlich nur die Wahl zwischen 3 Dingen: sich einer Terrororganisation anschließen und töten, sich dem FSA anschlueßen und töten oder sich den Regierungstruppen anschließen und töten. Halt nein 4: als Zivilist ständig damit Rechnen von einer der 3 Alternativen getötet zu werden ohne selbst zu töten.

Studieren können diese Menschen dort nicht. Würde ein Studium in Europa da nicht mehr helfen, sollte dieses Land jemals wieder auf die Beine kommen? Oder braucht das Land noch mehr Menschen die das töten gelernt haben?

@phonometic

Sie sagen:"Wer hat schon Mitgefühl mit den Osteuropäern, die ihr ganzes Leben in Slums hausen müssen, weil sie als Roma geboren wurden, deren Kinde in derSchule tägölich zusammengschlagen werden. "

Also die ganze "Orban-Fan"- Fraktion interessiert das nicht. Die Klatschen trotzdem für den. Machen Sie sich keine Sorge: auch für die Roma wird es hoffentlich bald mehr Aufmerksamkeit geben. Zumindest wenn man nicht auf die Leute hört die ein generelles Minderheitenproblem aufweisen. Im Moment sind die Kriegsflüchtlinge aus Syrien/Irak/Afghanistan einfach mehr im Fokus. Liegt leider nur daran dass Hunderttausende auf dem Weg nach Europa sind...aber immerhin. Es tut sich was.

Wir schaffen das.

@telemark

Sie sagen:"Hatten nicht das Glück, ein Bein gestellt bekommen zu haben und dabei noch gefilmt worden zu sein.
Und sind deshalb keine "Helden"...."

Es sind alles Helden. In meinen Augen. Dieser hat nur mehr Aufmerksamkeit erfahren weil er Opfer einer extrem plumpen, ausländerfeindlichen Aktion geworden ist, die in unserer heutigen Zeit halt schnell die Runde macht. Leider ist nicht in den anderen zigtausend Fällen eine Kamera dabei wenn solches Unrecht geschieht. Denn jeder sollte dafür bestraft werden so, oder so ähnlich, mit Menschen umzugehen. Noch dazu mit Menschen in einer Notsituation.

@01:24 von Phonomatic

Aber so ein syrischer Fußballtrainer, dem es im Leben immer gut ging [...]

Irgendwie passt diese Aussage von Ihnen nicht zu Ihren sonstigen Aussagen in Bezug auf das Leben der Menschen generell unter dem Assad-Regime.

@JVA Butzbach

Sie sagen:"Wir schaffen das!!!"

Volle Zustimmung!

"Also ich habe größte

"Also ich habe größte Zweifel, dass ein Asylgrund oder ein Anspruch als Anerkennung als Flüchtling besteht, zumal Spanien nach Dublin III auch gar nicht zuständig ist.
Also: Doch kein "Happy End" oder wird Spanien das Recht zurechtbiegen?"

Wie man aus dem Text sieht, es handelt es sich um einen Fußballtrainer. Normalerweise brauchen Sportler keine Anerkennung als Flüchtlinge.

Schade ist nur, dass jetzt

Schade ist nur, dass jetzt ein Fußballtrainer in Syrien fehlt für die zeit nach Beendigung des Bürgerkrieges.
Und maurer, lehrer, Elektriker und was weiß ich nicht alles.
Schon wieder freut sich Deutschland über die Lösung seines "Facharbeitermangels", aber auf Kosten anderer Länder...
Das ist nicht schön...

Die Geschichte zeigt mal ...

... wieder auf, dass die Menschheit sehr unterschiedlich ist.
Es gibt eben gute und schlechte Menschen.

Seltsam eigentlich, weil ja zur Geburt Alle gleich sind.

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