Kommentare

Deutsche Produkte ...

... haben einen hohen Qualitätsstandard und sich in den Märkten weltweit einen guten Platz erobert. So kann es weiter gehen.

Hier ist ein Grund verfehlter Politik!

"Es ist der nächste Bestwert: Export weiter auf Rekordkurs"

Wie kann man bei solchen Angaben jubeln?

Unser dauerhafter Exportüberschuß sind die dauerhaften Schulden der Käufer und die vorenthaltenen Löhne in unserem Land.

Dauerhafter Exportüberschuß trägt zur Verarmung in anderen Ländern bei. Zunehmende Perspektivlosigkeit dort fördert den Exodus. So manchen dieser, nach einer Zukunft suchenden Menschen dürfen wir dann hier begrüßen.

Hier müssen wir uns dann bemühen, diese Menschen im Billiglohnbereich mit weiteren Exportüberschußrekorden zu integrieren.

Um keine Zweifel aufkommen zu lassen, ich begrüße Asylsuchende, lehne aber eine Politik und die unkritische, wohlwollende Berichterstattung, die Wirtschaftsflüchtlinge produziert, ab.

Wenn wir

diesen Überschuß nur schon in den Kassen hätten!
Unsere Super Bank EZB vergibt Kredite, von den Lieben Steuerzahlern und diese bezahlen VIELLEICHT Ihre Schulden für die Waren.
Es ist schon ein Teufelskreis aber diesen auch noch als BESTWERT zu deklarieren ist noch schlimmer !

um 10:51 von proehi

Wir sollen also gleichzeitig unsere Produktion und unsere Exporte zurück fahren, damit die Käufer unserer Produkte nicht verarmen? Aber gleichzeitig sollen wir unsere Löhne erhöhen? Sie merken ja selbst, dass das nicht zusammenpasst.

Gibt es einen ersichtlichen Grund, weswegen gerade die Käufer deutscher Produkte verarmen sollten? Wo sollen die Menschen und Betriebe denn statt dessen kaufen, wenn nicht in Deutschland?

@ 10:51 von proehi

Sie schreiben:
"Unser dauerhafter Exportüberschuß sind die dauerhaften Schulden der Käufer und die vorenthaltenen Löhne in unserem Land.
Dauerhafter Exportüberschuß trägt zur Verarmung in anderen Ländern bei. Zunehmende Perspektivlosigkeit dort fördert den Exodus."
*
Und deshalb geht es in den Ländern mit den größten Importen aus Deutschland auch so schlecht, wie z.B. China und den USA, beide mit deutlich höheren Wachstumswerten als Deutschland?
Sorry. aber manchmal ist das kleine Einmaleins nicht ausreichend um wirtschaftliche Zusammenhänge zu beschreiben. Das ist schon etwas komplexer!
Aus meiner 45-jährigen Berusfserfahrung in ganz Europa kann ich Ihnen zumindest schreiben dass viele Firmen und deren Mitarbeiter in anderen europäischen Ländern froh darüber sind dass unser Export so gut läuft weil diese Firmen Zulieferer unserer starken Exportindustrie sind. Unsere guten Ingenieure und Entwickler modernster Industrieprodukte geben auch diesen Firmen und Menschen Arbeit und Einkommen!

@ 10:58 von Klaus V.

Sie schreiben:
"Wenn wir
diesen Überschuß nur schon in den Kassen hätten!"
*
Da brauchen Sie sich keine Sorgen machen.
Das Geld ist in unseren Kassen, denn die deutschen Unternehmen lassen sich ihre Exportwaren direkt bezahlen und davon zahlen sie die Löhne der Mitarbeiter.
Das Geld ist also bereits in UNSEREN Taschen!
*
Natürlich ist das Risiko der EZB-Kredite (insbesondere der TARGET2-Saldo für Exporte innerhalb der Eurozone bei der Bundesbank) zum Teil auch das Risiko des deutschen Steuerzahlers, aber da müssen Sie sich wohl keine Sorgen machen. Die EZB kann noch sehr viel Geld drucken. Die Mengen an Geld die von der Fed gedruckt wurde wird die EZB wohl NIE erreichen können.
Und den USA geht es trotzdem immer noch ziemlich gut!

11:20 von Otto Normal Forist ... nicht weniger und mehr

"Wir sollen also gleichzeitig unsere Produktion und unsere Exporte zurück fahren, damit die Käufer unserer Produkte nicht verarmen? Aber gleichzeitig sollen wir unsere Löhne erhöhen? ..."

Nein, nix gleichzeitig.

Auf Dauer ist eine ausgeglichene Aussenhandelsbilanz und eben kein Überschuß anzustreben.

Um einem andauernden Überschuß zu begegnen ist Verteuerung der hier bezahlten Arbeit ein probates - und beileibe nicht von mir erfundenes - Mittel. Der Arbeitnehmer wird am Wert seiner Arbeit angemessener beteiligt, mehr Geld kommt hier in Umlauf, die Binnennachfrage steigt.

Sollte das Unternehmen - um den überhöhten Gewinn zu erhalten - die Preise erhöhen, sinkt die Auslandsnachfrage. Produktionsalternativen in anderen Ländern - und damit dortige Arbeits- und Zukunftsperspektiven - kommen zunehmend in Betracht.

Keine Schrumpfung der hiesigen Wirtschaft sondern Ausgleich insgesamt ist anzustreben. Ihre angeführten hohen Qualitätsstandards ermöglichen höhere Preise und bessere Löhne.

Deutsche Exporte weiter auf Rekordkurs.......

Dauernde Exportüberschüsse der Bundesrepublik,Handelsbilanzdefizite bei den anderen Ländern verstärken erst einmal die Ungleichgewichte in der EU.Und damit tendenziell die Widersprüche.

Warum läuft die exportorientierte deutsche Autoindustrie so gut ? Von circa 900.000 Beschäftigten sind mehr als ein Drittel Werkvertragsarbeiter oder Leiharbeiter.

Bei Schlachthöfen ist es noch ein höherer Anteil.Deshalb laufen die so "gut".

Überschuss auf Kosten der Anderen

Bei Allem sollte man aber zwei Probleme nicht vergessen:
- Wie schon proehi schrieb: Unser Exportüberschuss sind die Schulden der andern. Auch wenn ich hierfür k e i n e Lösung habe, so finde ich es dennoch wichtig, auch diesen Aspekt zu betrachten und nicht einfach das tolle Ergebnis zu beklatschen.
- Das zweit ist, dass unsere Wirtschaft fast komplett Außenhandelsabhängig ist. Bricht durch eine Krise der Außenhandel ein (soll ja so nicht vorkommen, oder doch) bricht auch unsere Wirtschaft ein. Was ist mit dem Innenhandel?

@proehi: Flüchtlinge wegen deutschem Exportüberschuss??

um 10:51 von proehi :
"Dauerhafter Exportüberschuß trägt zur Verarmung in anderen Ländern bei. Zunehmende Perspektivlosigkeit dort fördert den Exodus. So manchen dieser, nach einer Zukunft suchenden Menschen dürfen wir dann hier begrüßen.

Hier müssen wir uns dann bemühen, diese Menschen im Billiglohnbereich mit weiteren Exportüberschußrekorden zu integrieren."
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Der deutsche Überschuss ist das Defizit der anderen, das ist richtig.
Die USA haben das größte Defizit.
Daß dies dort zu Verarmung und gar zum Exodus führen würde ist mir neu. Auch in anderen Defizitländern gibt es keinen Exodus.
Und warum sollten Flüchtlinge bei uns in den Billiglohnbereich? Viele von ihnen gehen in gutbezahlte Jobs zB am Bau weil sich da keine geeigneten deutschen Bewerber finden lassen. Oder sie machen eine Facharbeiterausbildung mit allen Aufstiegschancen.

11:59 von Bernd1 ... kleines Einmaleins

"Sorry. aber manchmal ist das kleine Einmaleins nicht ausreichend ..."

Die von Ihnen beschriebenen Zulieferer sind also auch Exporteure, schön für sie. Wenn aber insgesamt ein Exportüberschuß auf der einen Seite ist, muß nach dem Einmaleins ein Importüberschuß anderswo herrschen. China hat trotz Importen auch einen Exportüberschuß.

Wo sind in Ihrem Beitrag die mit negativer Handelsbilanz? Von denen als Betroffene habe ich geschrieben. Einfach wegignoriert? Da hilft das kleine Einmaleins mit dem Gleichzeichen.

Natürlich schwankt eine Handelsbilanz, aber die andere Seite nicht wahrzunehmen, ermöglicht trotz Berufserfahrung keine fundierte Aussage.

Langfristig ein Problem

Deutschland hat aufgrund der seit Jahrzehnten positiven Handelsbilanz mittlerweile ein Nettogeldvermögen von über 3 Billionen Euro angehäuft (zugegeben ungerecht verteilt). Der Rest der Welt hat folglich die selbe Summe als Schulden in den Büchern stehen. Wenn wir es nicht schaffen in gleichem Maße zu importieren und so die Handelsbilanz ausgeglichen ist, werden die anderen ihre Schulden nie zurückzahlen können und bekommen Probleme (siehe Griechenland und andere). Das Geld was wir für unsere Exporte bekommen ist somit teilweise eine Forderung gegenüber dem Ausland, die im Zweifel langfristig ausfällt (Bankrott, Schuldenschnitt, Inflation). Die EZB begegnet dem ganz pragmatisch indem sie die deutschen Sparer langsam enteignet und die Schuldner entlastet (Zinspolitik). Ich empfehle die Ausführungen von Prof. Sinn, Chef des IFO Instituts zu diesem Thema, oder auch Altkanzler Schmidt.

um 12:07 von Bernd1

Die EZB kann noch sehr viel Geld drucken.
@ Bernd1 und für was wollen wir es dann nehmen ?
Toilette ?

Am 08. September 2015 um 12:30 von Bernd Kevesligeti

Der Deutsche Maschinenbau exportiert fast nur Produkionsmittel, also Maschinen mit denen andere wiederrum Waren herstellen können.
Gerade die Automobilindustrie hat nur eine Fertigungstiefe con ca. 30%, Zulieferer sind z.Bsp. Italien, Farnkreich, Spanien, Tchechoslowakei usw. Im Ausland werden ausserdem 4x soviele "Deutsche" Autos hergestellt wie in Deutschland.

@ 12:30 von Bernd Kevesligeti

Sie schreiben:
"Warum läuft die exportorientierte deutsche Autoindustrie so gut ? Von circa 900.000 Beschäftigten sind mehr als ein Drittel Werkvertragsarbeiter oder Leiharbeiter."
*
Vielleicht sollte man sich erst einmal richtig informieren bevor man solche Behauptungen aufstellt.
Bei VW, BMW, Mercedes, Audi und Co sind weniger als 10% der Mitarbeiter keine festangestellten und zu normalen Tariflöhnen bezahlte Mitarbeiter.
Fragen Sie bitte mal bei der IG Metall nach, die veröffentlichen solche Zahlen und sind als Gewerkschaft sicher glaubwürdiger.
Es gibt insgesamt in Deutschland nur noch etwa 800.000 Menschen mit solchen Verträgen in allen Branchen zusammen gerechnet und diese Zahl sinkt seit 2011 immer weiter. Seitdem gibt es nämlich auch dort Mindestlöhne!
VW und BMW haben im Übrigen die höchsten Haustarife in der gesamten deutschen Industrie!
Wir bauen auch im Vergleich zu östlichen Herstellern wie Toyota, Hyundai, Kia usw die teureren Autos und die werden trotzdem gut verlauft!

Es profitieren nur wenige

Der Exportüberschuss schadet niemanden, denn keiner wird gezwungen, deutsche Produkte zu kaufen.
In export-orientierten Unternehmen (Fahrzeuge, KFZ-Teile, Maschinen, chem. Erzeignisse) werden einige Jobs zudem sehr gut bezahlt, von daher handelt es sich hier gerade nicht um den Billiglohnbereich. Aber es sind verhältnismäßig wenige Profiteure.

Schaut man aber genauer hin, so wird man auch feststellen können, dass die deutschen Nettokapitalexporte in die Nicht-Eurozone noch höher sind als die Leistungsbilanzüberschüsse. In anderen Worten: in Deutschland wird seit Jahren gespart/nicht investiert. Stattdessen wird wie wild im Ausland investiert. Der hohe Exportüberschuss hat seine Ursache vor allem in einer langanhaltenden Investitionsschwäche in Deutschland. Und das ist Deutschlands eigentliches Problem.

@ 12:47 von Aquifex

Sie schreiben:
"Deutschland hat aufgrund der seit Jahrzehnten positiven Handelsbilanz mittlerweile ein Nettogeldvermögen von über 3 Billionen Euro angehäuft (zugegeben ungerecht verteilt). Der Rest der Welt hat folglich die selbe Summe als Schulden in den Büchern stehen."
*
Wie kommen Sie bitte zu diesem unpassenden Zusammenhang?
Wer ab und zu die Nachrichten auch in der Tagesschau verfolgt könnte festgestellt haben dass die Privatvermögen die sie hier nennen in anderen Ländern wie Frankreich, Griechenand, Italien und Spanien umgerechnet auf die Bevölkerungszahl höher sind als in Deutschland.
Allerdings auch dort ungerecht verteilt!
Nach Ihren Rechnung dürfte das ja gar nicht gehen, aber trotzdem ist es so!
Quelle:
www.welt.de/wirtschaft/article114649182/Italiener
-und-Spanier-sind-reicher-als-Deutsche.html
*
Irgendwie hat das also mit der Handelsbilanz wohl eher gar nichts zu tun!

@ 12:33 von franjo_polen

Sie schreiben:
"Das zweit ist, dass unsere Wirtschaft fast komplett Außenhandelsabhängig ist. Bricht durch eine Krise der Außenhandel ein (soll ja so nicht vorkommen, oder doch) bricht auch unsere Wirtschaft ein. Was ist mit dem Innenhandel?"
*
Das ist so nicht richtig, denn der Binnenmarkt läuft seit 5 Jahren in Deutschland prächtig und trägt laut Meldungen des Bundesamtes für Statistik erheblich zum Wachstum des BIP bei.
Bitte mal nachlesen bei
www.destatis.de

Aussenhandelsbilanz und Zahlungsbilanz

Die Aussenhandelsbilanz Deutschlands mag in diesem Jahr wohl den höchsten Überschuss ausweisen. Ob dies so bleiben wird in den kommenden Jahren ist fraglich. Dazu bedarf es einen weltweiten Aufschwung . Auch wird die Bundesrepublik in diesem Jahr mit erheblichen zusätzlichen Auslandskosten belastet die in den kommenden Jahren weiter ansteigen werden. Und die Erwartungen an der Bundesrepublik werden immer höher.

Rüstungsexporte

Während die deutsche Bevölkerung sich weiter in ungalublich hilfsbereiter Weise um die Flüchtlinge kümmert, verdienen unter anderem deutsche Exporteure von Kriegsgerät munter weiter an den in der Welt geführten Kriegen.

Wie Gregor Gysi kürzlich sehr deutlich und treffend sagte:
'Es geht nicht, dass Deutschland im Angesicht dieser Krise weiterhin Nr. 3 auf der Weltliste der Waffenexporteure ist'.

Richtig, Herr Gysi!
Diese Exporteure gehören vor ein Gericht und nicht auf die Forbes-Liste.

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