Kommentare

Wenn Grossbritannien

eine EU nach eigenem Gusto haben möchte, sollten wir das Land nicht dabei unterstützen, sondern es mit den besten Wünschen ziehen lassen. In fast jeder Beziehung besitzt GB schon jetzt bevorzugte Behandlung. Jetzt erscheint mir die Grenze der Anständigkeit überschritten. Wollen wir tatsächlich nach der Pfeife der Rechten tanzen. Sobald Großbritannien Abschied nimmt, dürften Austrittswünsche von Schottland aus dem United Kingdom Rückendeckung bekommen. Es würde das Königreich also zerreissen. Die EU könnte gegenüber der Finanzwirtschaft endlich stärker durchgreifen, was sich auf dem Finanzplatz London auswirkt.
Und Frankreich bräuchte keine Flüchtlinge in Calais mehr stoppen.
Bye, bye, UK!

meinen segen haben die briten

am besten das ganze dieses jahr noch abstimmen!
dann verlieren wir nicht noch 1,5 jahre geld durch den britenrabat.
den haben sie ohnehin nicht verdient, da sie ja keine flüchtlinge aufnehmen und das solidaritätsprinzip der eu damit ausserkraft setzen.

geht... wir brauchen england nicht... aber england braucht die eu... und das werdet ihr merken.

den gemeinen briten trifft es allemal, egal wie, das geld wird in london gedruckt, gezockt und andere wirtschaften in den ruin getrieben...

Aufrechten Hauptes

Diese EU hat es nicht nötig, irgend jemandem nachzulaufen. Schon gar nicht den Rechtspopulisten von UKIP.

Von den Briten lernen

Zunächst vorab für alle Unwissenden: GB ist mit Sicherheit das erfolgreichste Modell einer multikulturellen Gesellschaft in Europa.

Dort tragen muslimische Polizistinnen das Kopftuch in den Polizeifarben, dort gibt es hinduistische Schulleiter mit Turban, um nur wenige Beispiele zu nennen.

In GB ist aber auch schon immer der Common Sense zuhause gewesen, der gesunde Menschenverstand, der den Deutschen fast immer abging und abgeht.

Deshalb unterscheidet man in GB sehr genau zwischen gewünschter und begrüßter Einwanderung von Qualifizierten einerseits und belastender, spannungserzeugender Armutsmigration andererseits, die in ein westliches Arbeitssystem gar nicht integrierbar sind.

Von GB könnten die Deutschen noch viel lernen, wenn sie mehrheitlich noch bei Sinnen wären und reale politische Probleme nicht immer nur "moralisch" betrachten würden.

I

EU-Referendum

Was im Moment so abgeht (Flüchtlinge)...werden die Briten zu 80% gegen die EU stimmen.

harmonie30

Zitat:
"england
Die Briten"

England ist nicht Grossbritannien. Die Briten sind selbst geteilt. Schottland wollte Teil der EU sein noch beim Volksentscheid dort. Der EU Widerstand ist hauptsächlich im wirklichen England zu finden.

Grossbritannien ist England, Schottland, Wales.

Das vereinigte Königreich ist England, Schottland, Wales und Nordirland.

Wenn Sie einen Schotten als Engländer einteilen kann es sein, dass er daran Anstoss nimmt.

Empfehlung:

Reisende soll man nicht aufhalten!

Vielleicht haben sie doch recht!

lange haben mich die Briten mit ihren ständigen Sonderwünschen genervt.
Inzwischen fange ich langsam an zu glauben, das die Briten vielleicht als einziges EU-Land in der Lage sind, diesen Verein von National-Egoisten zu reformieren. Deutschland als angeblicher Motor in der EU wird es wohl mit unserer zögerlichen Kanzlerin nicht sein.
Es ist doch beschämend, was sich in den letzten Wochen gerade in der Flüchtlingsfrage in dieser angeblichen "Werte-und Solidargemeinschaft" abspielt.
Die baltischen Staaten und einige Ostblock-Länder habe am meisten nach Solidarität gerufen, als es um die unsinnigen Sanktionen gegen Russland ging. Deutschland ist dem brav gefolgt - auch wenn es immensen Schaden für die eigene Wirtschaft bedeutet.
Wann werden wir endlich einen Politiker erleben, der wirklich das Zeug dazu hat, die EU zu reformieren und auch zu führen?

Merkel als Verbündete...?

... na, wenn das mal nicht in die Hosenanzughose geht...
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Und die Frageergänzung ... „Sollte das Vereinigte Königreich Mitglied der EU bleiben?“ ... „oder die EU verlassen?“ ist doch nur eine Mogelpackung, um die Wähler (wie in Griechenland) zu verwirren...
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Ich hoffe, die Briten bleiben realistischer und stimmen für einen EU-Austritt.

England gegen den Rest

Die Volksabstimmung wird mit einem klaren Bekenntnis Schottlands, Nordirlands und Wales zur Mitgliedschaft in der EU und mit einem Austrittsvotum des wesentlich bevölkerungsreicheren Englands enden. Ich empfehle Deutschland, der Republik Irland und allen anderen EU-Ländern sich darauf vorzubereiten, den "abtrünningen" Home-Nations von vornherein einen Verbleib in der EU als eigenständige Mitglieder anzubieten, alle drei Home-Nations haben eigene Parlamente und Regierungen. Und die über 300 Jahre alte Union zwischen England und Schottland wird an der EU-Frage endgültig zerbrechen. Dann können die Engländer allein die EU verlassen und zu dem werden, was der russische Außenminister schon vor einiger Zeit gesagt hat: "it is a tiny, unimportant island at the east coast of the Atlantic ocean".
By the way: ich lebe in Schottland und würde mich sehr über ein unabhängiges Schottland als vollwertigem EU-Mitglied freuen.

Ich kann nur raten, dass man

Ich kann nur raten, dass man sich nicht auf die Hassparolen von UKIP und der rechten Tories einlässt.

In Grossbritannien gibt es auch viele EU Befürworter. Die aktuelle Toryregierung hat ein Minderheitmandat.

Allerdings hat Frau Merkel auch nun die Linksgerichteten verschreckt, mit dem ganzen Griechenlanddebakel.

Die EU wird zB von Corbyn (linksgerichteter Labourführungskandidat) und vielen anderen Linken als Kapitalunion gesehen.

Dies ist meiner Meinung nach dass grösste Problem in Europa, dass Europa nun als Bankerclique bei den Linken verschrien ist.

Momentan läuft Europa an die Wand, Links und Rechts. Grossbritannien und Griechenland sind mehr Symptome als die Ursache.

Obwohl Europa auch als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise in den 20 des letzten Jahrhunderts und deren Auswirkungen in Europa gegründet wurde, wurde naiv angenommen, dass eine Finanzkrise nicht mehr kommt.

Und nun haben wir den Salat, Protektionismus und Überschuldung und die EU zerfällt.

Bring it on!

um 17:48 von DerRückspiegel

" In fast jeder Beziehung besitzt GB schon jetzt bevorzugte Behandlung. Jetzt erscheint mir die Grenze der Anständigkeit überschritten."

Die Grenze der Anständigkeit wurde spätesten dann übeschritten, als wir Briten unser Referendum über den Lissabonner Vertrag nicht bekommen haben.

Haben Sie damals darüber geschimpft?

Haben Sie damals verstanden, daß es mit uns danach grosse Probleme geben würde?

Die beste Bevorzugung überhaupt wäre, nicht Teil der EU sein zu müssen.

Auch ein Verhältnis wie Norwegen oder Die Schweiz es hat ist für mich nicht annehmbar.

Wenn wir nach unserem Referendum doch in der EU bleiben, dann sollte niemand glauben, daß Briten wie ich aufhören werden über die EU zu lästern. Die EU wird noch immer unter aller Kritik sein und wir werden weiterhin schimpfen.

Keine Integration, bitte! Wir sind Briten!

Freundschaft, Kooperation und Handel - JA!

Integration NEIN!

@transarena

Und die Zahl von 80% hat ihnen ihre Glaskugel erzählt?

In George Orwells Roman

In George Orwells Roman "1984" wird eine solche politische Trennung der Briten vom Kontinent beschrieben, vielleicht auch vorweggenommen.
Hoffentlich bleibt es ja diesmal bei Symbolik und innerer Repression auf der Insel.
Für ein vereinigtes Eurasien müssten wir uns sonst schnell mit Russland einigen.
Schön wäre es, das stolze Schottland in der EU zu halten.
Dem Moloch London und seiner Sonderrechtszone "City" sollte nichts zum Fraß gelassen werden.

bitte gern!

Meine Firma hat gerade den Standort in Sheffield dicht gemacht. Industrie ist nicht mehr gefragt. Finanzindustrie und Dienstleistung - das wars. Die EU sollte sich das England der Zukunft nicht leisten.... das wird irgentwann teuer.

... wenn GB z. B. das aussetzten ...

des CETA-Abkommens wirbt und TTIP und TISA eine Absage erteilt, wenn England dafür steht, eine neue Sparsamkeit in der EU einzuläuten und in den Euro drängt, dann sollten wir es uns mit deren Vorschlägen noch einmal überlegen, das eine oder Andere wäre vielleicht nützlich ...

Tschüß und rast nicht so...

Wenn die Briten aus der EU rausgehen, werde ich ihnen gewiß keine Träne nachweinen.

Gerade die Briten waren es doch, denen in der EU immer wieder Extrawürste gebraten wurden. Mit Solidarität und EU hat das nichts zu tun.

Frankreich hätte damals bei

Frankreich hätte damals bei seinem "NON" zum EU Beitritt Großbritanniens bleiben sollen. Die EU wäre schon vor dem Mauerfall soweit fortgeschritten gewesen, daß einzelne Länder nicht mehr so einfach hätten blockieren können. Die ewigen Bremser aus UK genießen alle Vorteile der EU, weigern sich aber Lasten zu tragen. Mit so einem Staat ist kein Staat zu machen. Lasst sie ziehen. In weniger als 30 Jahren sind sie denn das Armenhaus Europas.

Aus egoistischen Gründen

Aus egoistischen Gründen hoffe ich sehr, dass die Britten aus der EU rausgehen.

Warum?

Weil es danach nur noch ein: "Jetzt machen wir es richtig oder es ist vorbei" geben kann.

Die beteiligten Menschen(!) müssen alle für oder gegen EU abstimmen, dann gibt es auch ein EU Verfassung und wir können die Sache positiv gestalten.

Politik über unsere Köpfe hinweg und dazu noch undemokratisch (TTIP) kann nicht weiter funktionieren!!

Wider die Manipulation, gut so

Vorbildliche Fragestellung. Mitunter hat man zB in Umfragen aber auch Volksabstimmungen einen deutlichen Eindruck, dass die Fragestellung bereits Ängste oder Versprechungen je nach Zweck mobilisieren soll.

Kluge Briten...

...lassen sich nicht in das Brüsseler Korsett zwingen das den Mitgliedsstaaten in allen möglichen Angelegenheiten die Pistole auf die Brust setzt.
Gerade werden die osteuropäischen Staaten weichgeklopft weil sie den Flüchtlingsirrsinn nicht mitmachen wollen.
Wenn Deutschland den Spendieronkel spielen will dann ist das Deutschlands Problem.
GB hat seine eigene Flüchtlings- und Einwanderungspolitik und sie tun gut daran dies auch so fortzusetzen.
Liesse man Brüssel machen dann wäre im Handumdrehen das Schlamassel so gross wie bei der Griechenlandrettung.
Briten in Eigenverantwortung.
Am Besten Deutschland auch, aber dazu Merkeln wir zu sehr (anderes Wort für Durchwurschteln).

"in die Hände spielen"???

Doch die Flüchtlingsdebatte spielt derzeit den EU-Gegnern in die Hände.

So ein Unsinn. Das müssen die Anti-EU-Rebellen nicht erst betonen.

Jeder Brite sieht doch selbst, dass die EU unfähig ist, sich der völkerwanderungsähnlichen Zustände an den Außengrenzen zu erwehren.

Außerdem sind die Briten gebrannte Kinder, als sie anders als der Rest des Kontinents keine Karenzzeit für Osteuropäer einführten.
Statt den vorhergesagten 160.000 kamen so z.B. fast 800.000 Polen.

@DerRückspiegel

"Wenn Grossbritannien eine EU nach eigenem Gusto haben möchte, sollten wir das Land nicht dabei unterstützen, sondern es mit den besten Wünschen ziehen lassen. In fast jeder Beziehung besitzt GB schon jetzt bevorzugte Behandlung. Jetzt erscheint mir die Grenze der Anständigkeit überschritten.
"
Naja, man sollte bedenken, das die "Extrawürste" für England in Summe gar nicht so viel ausmachen- England ist einer der wenigen großen Nettozahler der EU, zahlt gar nicht mal so viel weniger als Deutschland! Ein Wegfallen dieser Summe würde für Deutschland auf jeden Fall bedeuten, dass es deutlich teurer würde...

Ich verstehe übrigens nicht, welche Probleme England mit dem Flüchtlingsthema hat: Egal ob Schengen oder nicht- England hat durch seine Insellage immer die am einfachsten zu kontrollierende Grenze- die auch niemals fallen wird...

@sepp_mairhubr

"am besten das ganze dieses jahr noch abstimmen!
dann verlieren wir nicht noch 1,5 jahre geld durch den britenrabat."

Was ist ein "britenrabat"?

Übrigens D verliert kein Geld, im Gegenteil England ist knapp hinter D einer der größten Nettozahler der EU. Ginge England aus der EU heraus, würde es für Deutschland (und die anderen Nettozahler)viele Milliarden EUR pro Jahr TEURER!

Immer nur Hass

Es ist schwierig eine konstruktive Diskussion über Sinn oder Unsinn von EU-Mitgliedschaft zu führen, wenn EU-Befürworter mangels sinnvoller, glaubhafter Argumente immer nur versuchen Andersdenkende mundtot zu machen, in dem sie ihnen "Hass" oder gar "Rassismus" vorwerfen. In Großbritannien gibt es tatsächlich EU-Befürworter, nur befürworten selbst diese nicht die aktuell, real existierende EU.

Absurd

Absurd ist die Rückkehr der Nationalstaaten englischer Art. Das vorletzte Jahrhundert hat die Saat der Großen Kriege gelegt. Nie, nie dorthin zurück!

England raus, Wales, Irland und Schottland drin? Gerne, dann haben wir ein echtes Disneyland mit langer Tradition vor der Tür.

Die Briten sind nicht für Handelsschranken

um 19:41 von Rumpelstielz:
"... wenn GB z. B. das aussetzten ... des CETA-Abkommens wirbt und TTIP und TISA eine Absage erteilt, ..."

Im Gegenteil. Die typischen Bedenkenträger gibt es eigentlich nur in Deutschland. Die meisten anderen Nationen sind für einen Abbau von Handelshemmnissen, und Großbritannien ist TTIP gegenüber sehr aufgeschlossen.

@18:55 von BritishEUvictim

Sie irren (vielleicht als "Zu-Spät-Geborene/r"?). Denn die Grenz der Anständigkeit wurde nicht erst mit dem nicht erhaltenen Referendum zu den "Lissabon-Verträgen" überschritten, sondern schon viel früher... Nämlich mit dem (leider) siegreichen Clinch von Maggie Thatcher gegen den Kontrahenten Helmut Schmidt, als die Eiserne Lady ihre Forderung "I want my Money back" als Sonderregelung in der EU durchsetzte. Das war der eigentliche Beginn von GB als Fremdkörper in der EU, der sich bis heute wie ein roter Faden durchzieht...
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Ich hätte gar nichts gegen einen Austritt von GB aus der EU, weil das für die EU auch Vorteile hätte. Z.B. hinsichtlich des Finanzplatzes "London-City". Auch ein vehementer Befürworter von TTIP fiele weg. Ganz zu schweigen von neuen, erfdorderlichen Verträgen zwischen europäischen Waffenschmieden und Luftfahrzonzernen nebst Zulieferern. Hier könnte endlich Europa (als Kontinent) mal profitieren, statt wegen GB-Verträgen ständig an die USA gebunden zu sein... u.s.w

@Indigen

"Es ist schwierig eine konstruktive Diskussion über Sinn oder Unsinn von EU-Mitgliedschaft zu führen, wenn EU-Befürworter mangels sinnvoller, glaubhafter Argumente immer nur versuchen Andersdenkende mundtot zu machen, in dem sie ihnen "Hass" oder gar "Rassismus" vorwerfen."

Ihre Aussage kann man auch umdrehen, denn es gibt für kaum ein Land sinnvolle und glaubhafte Argumente GEGEN eine EU-Mitgliedschaft...

Die Frage zur EU müssen sich alle stellen!

Offensichtlich ist ja kaum jemand in Europa happy mit der EU, nur wenn er von ihr etwas bekommt und selbst dann kommt kein Dank.

Europa ist gut und wichtig, allerdings sicher nicht in der jetzigen Form. Es ist über die letzten Jahrzehnte zu viel über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden worden.

Ziel muss auch die Verständigung der Völker bezw. ihr kleinster gemeinsame Nenner und nicht nur die Wirtschaft sein.
In jedem Verein gibt es Regeln, an die sich alle halten müssen. Das scheint in der jetzigen EU aber nicht der Fall zu sein.

@transarena

Die gesamte britische Landwirtschaft bekommt einen Haufen Geld von der EU - und braucht das auch; denn sie ist eher kleinteilig - keine großen Ländereien.
Die Unternehmen, die viel auf den Kontinent exportieren und alle die internationalen Unternehmen, die GB gerne als Einstiegstor in die EU nutzen, wollen die EU (das wird dann auch für deren Beschäftigte gelten).
Schottland will - wie ein anderer Kommentator hier schon sagte - überwiegend in der EU bleiben; ein Austritt wäre Wasser auf die Mühlen der Schottischen Separatisten und würde das Land zerreißen.
Die UKIP ist sehr laut, hat bei den Wahlen im Mai aber nur 12,6 % erreicht (und im Unterhaus nur 1 Mandat).

Also von 80 % gegen die EU kann mit Sicherheit keine Rede sein.

Und an einer Reform der EU kann uns allen nur gelegen sein. Also sollte die gesamte Führungsriege der EU auch Vorschläge der Briten anhören, sich endlich zusammensetzen und den langen Reformprozess beginnen - und das EU-Parlament mit einbeziehen.

England und Dänemark...

...hätten 1973 in der EFTA bleiben sollen. das war schon ein lustiges clübchen damals - zusammen mit der Schweiz, Liechtenstein, Norwegen, Island würden sie auch heute noch den idealen "aussteiger-verein" bilden, in dem alle ihre nationalen währungen beibehalten und am besten auch die grenzen wieder dichtmachen.

stattdessen geht die EU allmählich an ihren geburtsfehlern zugrunde...

Keine nennenswerte Vorteile!

um 19:45 von tiberius gracchus

"Die ewigen Bremser aus UK genießen alle Vorteile der EU"

Es gibt keine Vorteile oder höchstens ganz geringe. Es gibt überwiegend Nachteile.

" weigern sich aber Lasten zu tragen."

Wir haben Milliarden für einen überwiegend nützlosen Verein bezahlt.

"In weniger als 30 Jahren sind sie denn das Armenhaus Europas."

Glauben Sie wirklich, daß es uns so schlecht gehen wird wie dem armen Griechenland und den anderen Opfern der Eurozone?

Ich nehme mal an, dass die Briten vernünftig abstimmen werden:

1. Durch einen Austritt wird GB wirtschaftlich stark geschwächt. Der Finanzplatz London allein kann keinen Wohlstand erhalten
2. Viele europäische und asiatische Firmen werden ihren Firmensitz in GB aufgeben. Sie wollen bestimmt nicht mit Verlust arbeiten, denn der Zoll und die anderen Kosten
werden immens steigen
3. Die reiselustigen Briten werden durch Zollkontrollen gehen müssen - das wird sie im Vergleich mit den EU-Reisenden schwer nerven
4. Schottland wird ein neues Referendum abhalten und diesmal würden sie mit dem Austritt aus GB durchkommen
5. Wales und Nordirland sind auch Wackelkandidaten und werden mit grosser Zahl gegen einen Austritt stimmen
.....
Ich erinnere an die Zeit, als überall in GB die Parole ausgegeben wurde: buy british - das ging damals schon schief --
Ich mag England (GB), war schon ein paar mal dort und würde mich ärgern, wenn sie nicht mehr in der EU wären.
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Ansonsten: Volksabstimmungen in D über die EU müssen zukünftig stattfinden!

@traveler

"Europa ist gut und wichtig, allerdings sicher nicht in der jetzigen Form. Es ist über die letzten Jahrzehnte zu viel über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden worden."

Genau dafür gehe ich zu Wahlen, damit die gewählten Parteien dann über meinen Kopf entscheiden. ICH will nicht jede Woche irgendwelche Entscheidungen treffen müssen.

Für mich und alle über 1000 Familien meiner Kollegen hat die EU nur Vorteile...

@balinneu

Jede Volksbefragung ist gefährlich, denn sie kann sehr einfach durch die beteiligten Parteien und deren Propagandakampagnen beeinflusst werden ... und zwar NICHT in dem für die Menschen besten Wege.

Ein Beispiel hierfür ist die Befragung über die Schließung des Flughafens Tempelhof in Berlin. Da hatte sich eine Partei nicht erblödet eine pure "Neidkampagne" zu starten, ganz egal wie unsinnig das Argument war oder nicht. Das ist die große Gefahr und Illusion von Volksbefragungen.

@traveler

Eine Ausnahme gibt es da:
Die Deutschen sind erst dann zufrieden, wenn sie einen Kompromiß-Gesetz durchdrücken können UND wenn sie eine weitere "Normung" für die EU durchdrücken können.

Ein deprimierendes Beispiel hier ist die "Normung" der Bezeichnung von Fleischstücken auf dem primitiven deutschen Niveau ...
http://www.arte.tv/magazine/borgen/de/der-alltag-die-bezeichnung-der-
fleischstucke-karambolage

@BritishEUvictim

"Es gibt keine Vorteile oder höchstens ganz geringe. Es gibt überwiegend Nachteile."

Genau deswegen geht es Deutschland jetzt ja auch so schlecht, nicht wahr?

Zu DM Zeiten ging es Deutschland finanziell noch nie ansatzweise so gut wie heute in der angeblich größten Krise...

Solche Nachteile will ich persönlich auch gerne haben... (bzw. habe ich ja sogar- mein Vater durfte noch fast 11% Hypothekenzinsen zahlen, ich muss mich mit 1,88% begnügen.)

Kleingeister?

Das eigentlich Traurige sind doch die Dinge, die als Argumente für und gegen Europa ins Spiel gebracht werden. Fast ausnahmslos nennen Bürger und schüren Politiker Dinge, die uns angeblich (kurzfristig) persönlich zum Vorteil gereichen. Immer sind die Griechen, die Portugiesen (oder Briten) die - meist fehlerbehafteten Anderen. Das wir längst eine Welt brauchen, in der wir unsere Mitmenschen und Mitbürger global wahrnehmen und das wir die echten Probleme nur überleben werden, wenn wir aufhören, Deutschland den Deutschen, GB den Briten, zu denken und endlich auch Griechen, Polen und aktuell Flüchtlinge als unsere Nächsten begreifen, propagieren weder die meisten kurzsichtigen Politiker noch ist es einem Großteil unserer Mitmenschen offenbar. Das macht traurig und ich bange um unsere Zukunft. Wie wir bei allen relativen Mängeln unseren absoluten Wohlstand nicht wahrnehmen und immer noch unsere Pfründe gegen böse Ausländer sichern möchten, wirft kein gutes Bild auf unsere Intelligenz.

Eurosklerose und UK-Beitritt

1973 trat das Vereinigte Königreich der damaligen 'EWG' und heutigen 'EU' bei. Etwa zeitgleich begann in der Gemeinschaft eine lange Phase wirtschaftlicher und europapolitischer Stagnation und mit starken Auflösungserscheinungen, die später 'Eurosklerose' getauft wurde, und die auch das "Wirtschaftswunder" in Deutschland beendete. Faktoren hierfür gab es sicherlich einige mehr, Koinzidenz, doch nicht unerheblich war und ist die kontinuierliche Blockadehaltung GBs, insbesondere unter Thatcher, der Eisernen Lady. Die Grundideale bei der Entstehung des vereinigten Europas teilten die Briten scheinbar nie.

Wünschenswert wäre, dass die Abstimmung dort auch als eine über die Idee "Europa" begriffen würde, über Jahrhunderte höchstwahrscheinlich DER gewalttätigste Ort auf unserem Planeten, heute definitiv weltweit DER Ort mit der größten supranationalen Zusammenarbeit und Völkerverständigung bis hinunter zu den einzelnen Biografien...

@21:12 von Skywalker

Ach, werte/r @Skywalker, werfen Sie doch nicht Äpfel und Birnen durcheinander mit Ihrem Hypothekenzinsbeispiel. Ihr Vater hat wahrscheinlich noch in DM bezahlt, und darauf umgerechnet lägen Sie jetzt bei ca. 3,8%. Und der Vergleich zwischen früheren und heutigen Lebenshaltungs- u. Allgemeinkosten sowie Einkommensstrukturen, Sparzinsniveau, Kaufkraft und Inflation macht Ihr Beispiel vollends zur Milchmädchenrechnung.
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Das ist übrigens in GB ganz ähnlich und einer der Gründe dafür, daß zwar auch dort die Hypothekenzinsen nominell niedrig sind, aber die Immobilienkaufpreise fast überall beständig steigen. Und dafür wiederum machen nicht wenige Briten die Mitgliegschaft in der EU verantwortlich und den Zustrom von "Investorengeld" aus ganz Europa. Ähnlich wie man es im deutschen Baden-Baden und anderen bevorzugten Städten bis hin nach Berlin kennt... Da bekommen Sie auch locker unter 2% Hypothekenzinsen, wenn Ihre Bonitär dafür ausreicht, für eine 50m²-Wohnung 200Tsd-€ zu stemmen.

Austritt mit möglichem Ansteckungseffekt?

Eine weitere interessante Frage die sich stellt ist doch die, ob sich nach einem eventuellen Austritt Großbritanniens auf Druck der eigenen Bevölkerungen auch andere Mitgliedsstaaten auf einen entsprechenden Volksentscheid einlassen müssten.

Nationalorientierte und sich gegen die derzeitige Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik stellende Parteien gewinnen, wenn man den Umfragen glauben darf derzeit in vielen EU-Staaten deutlich an Zustimmung (Bspw. liegen die Schwedendemokraten bei über 25% Quelle: Tageszeitung "Metro" vom 20.08.15).

Wie groß wäre bei der Fortsetzung der aktuellen Politik wohl die Gefahr eines Ansteckungseffektes?

Darstellung: