Griechenland sagt Ja zu drittem Hilfspaket

14. August 2015 - 09:04 Uhr

Nach einer nächtlichen Marathonsitzung in Athens Parlament steht die Mehrheit für ein drittes Hilfspaket. Allerdings war Tsipras erneut auf die Stimmen der Opposition angewiesen. Nun will der Premier die Vertrauensfrage stellen, sollte er scheitern, könnte es Neuwahlen geben.

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Kommentare

Die waeren ja auch dumm ...

Kostenloses Geld, welches man nicht zurueck zahlen muss. Da kann man doch nur ja sagen. Haette ich auch gerne, danke.

Verräter

Tsipras lässt sich von einer Partei wählen um dann die Politik der Opposition zu betreiben. Verräter! Dann hätte man sich die Neuwahlen auch sparen können!

Unterstützung von der Opposition?

"Unterstützung bekam Ministerpräsident Alexis Tsipras von der Opposition."
-------------
Das ist ja verwunderlich, daß auch die Kommunisten und die Goldene Morgenröte zugestimmt haben!?

Das Geld ist schließlich i. W. nicht für das griechische Volk, sondern für die internationalen Geldgeber zur "Tilgung" von fälligen Schulden vorgesehen.

Verlängerungsspiel

Also wurde die Pleite um 3 Jahre wieder verschoben - Insolvenzverschleppung und nach 3 Jahren stehen wir wieder da wo wir vor paar Monaten waren. Das ganze Theater fängt dann wieder von vorne an.

Ich befürchte, daß dies schon das Schrecken ohne Ende ist.

Der Weg ist frei um weitere

Der Weg ist frei um weitere Milliarden zu verschwenden. ..prima

@blimy, 9:14 Uhr

"Die waeren ja auch dumm ...
Kostenloses Geld, welches man nicht zurueck zahlen muss. Da kann man doch nur ja sagen. Haette ich auch gerne, danke."

Vielleicht können Sie mir in der Vereinbarung den Punkt zeigen, in dem steht, dass GR das Geld nicht zurückzahlen muss? Denn muss ich nämlich überlesen haben.

Und so kostenlos ist das Geld auch nicht. Allein an Deutschland musste Griechenland schon über 360 Mio. Euro Zinsen zahlen.

Es ist ein offenes Geheimnis….

... dass auch dieses 3. Hilfspaket vergebene Liebesmüh ist, weil das Geld wiederum nur dazu dient alte Schulden mit neuen zu bedienen, damit das Schuldenperpetuum weiter am Laufen gehalten wird und das System nicht kollabiert.

Dass darüber hinaus mit dem "Reformpaket" die Austerität festgeschrieben, die Verelendung großer Teile der Bevölkerung verstetigt und mit der Privatisierung der Staat sich des letzten Pfundes erledigt und sich ganz in Abhängigkeit privater Investoren gibt, respektive auf lukrative Einnahmen (Flugplätze, Häfen) für die Zukunft verzichtet.

Woran soll die griechische Wirtschaft gesunden und der Staat seine Steuern eintreiben, wenn er weiterhin in der harten Konkurrenz der Währung steht?

Viele griechische Politiker wissen um die Dinge, darum, dass das wieder ein Maßnahme ist, die die griechische Agonie verlängert aber nicht beendet, so dass deren negatives Votum das ehrlichere Votum ist.

Der IWF weiß schon, warum er zaudert… .

Griechenland sagt Ja zu drittem Hilfspaket........

Eine irreführende Überschrift.
Wofür wurde Ja gesagt ? Die Oligarchenparteien Nea Demokratia und Pasok sowie der Ägäis-Kennedy sagten Ja zur weiteren sozialen Verschlechterungen,zur Einschränkung der Souveränität zum Ausverkauf der Volkswirtschaft durch Privatisierung an Nordeuropa.

In dem Abstimmungsverhalten zeigt sich auch,daß wohl die Oligarchie in Griechenland kaum von den Maßnahmen der EU negativ betroffen ist.

Bravo! Die athenische Demokratie meldet sich zurück

Mit seinem unbedingten Willen setzt er endlich - die von der Mehrheit der Griechen als schmerzliche, jedoch unvermeidbaren - Reformpakete durch. Denn Tsipras wird dem Wahlergebnis zum Dritten Hilfspaket gerade der griechischen Bürger damit voll Rechnung tragen. Nur auf dem ersten Blick war seine Strategie in Brüssel ein klarer Widerspruch! Er hat von Anfang an eine klare Botschaft an die Schulmeister der EU-Verhandlungsführer gesetzt: Ich lasse mein Volk nicht durch unangemessene, nicht nachhaltige Reformen weiter mit dem Rücken zur Wand drängen. Er wollte faire, vor allem wirksame, der aktuellen gesamtwirtschaftlichen sowie humanitären Situation adaptierte Reformschritte! Tsipras zelebriert den Satz: "Das Wohl des Volkes ist das höchste Gesetz!" Im Kontext unserer innenpoltischen eigenen Probleme in den Städten, Schulen und anderen Sozialbereichen kann auch unsere Regierung lernen, dass Entscheidungen nicht nur in Bezug auf die neue Bundestagswahl getroffen werden sollten.

@Orfee, 9:40 Uhr

"Also wurde die Pleite um 3 Jahre wieder verschoben - Insolvenzverschleppung und nach 3 Jahren stehen wir wieder da wo wir vor paar Monaten waren."

Bisher ist das Programm eine Insolvenzverschleppung. Denn es enthält nichts über eine Schuldenumstrukturierung.

Die Insolvenz lässt sich aber ganz einfach vermeiden: Schuldenschnitt oder eine wesentliche Umstrukturierung! Ich bin für den ehrlichen und konsequenten Schritt: ein Schuldenschnitt.

Ich glaube übrigens unseren Politikern nicht, dass es keine andere Möglichkeit außer der Laufzeitverlängerung der Kredite und Aussetzung/Reduzierung der Zinszahlungen gibt.

Varoufakis hat eine einfache Möglichkeit aufgezeigt, die nach EU-Recht völlig legal zu sein scheint.

kommt 4 hilfspaket ?

ich glaube ;bestimmt kommt viertem dann nächsten 5ten ,......,...,....,...,...,....das Geld sind
weg .

grüßen lars

Misswirtschaft geht weiter

Die EU-Misswirtschaft geht weiter ...
... die durch den Euro und die EU induzierte Misere wird weiter durch viel Geld vornehmlich nordeuropäischer Steuerzahler, Sparer, Arbeitnehmer übertüncht. Bis zum nächsten "Hilfspaket".

Kein Wunder, dass osteuropäische Länder wie Tschechien und Polen einen Teufel tun werden, dem Krebsgeschwür Euro beizutreten, von den Briten ganz zu schweigen ...

Wie entscheidet die Linke?

Werden in Deutschland die Linken diesmal ja zum Geld für die griechische Syriza sagen? Es bleibt abzuwarten.

Deutliches NEIN der deutschen Bevölkerung

zu einem weitern griechischen Hilfspaket. Hier wird von unseren Regierungen massiv gegen Gesetze verstoßen, Steuergelder auf Nimmerwiedersehen versenkt und die Bevölkerung offen angelogen.

Griechenland benötigt Hilfe zur Selbsthilfe. Und dabei sollte der Bevölkerung von Europa (also auch von uns) geholfen werden. Das alles wird aber im €, ohne Schuldenschnitt und ohne eigene Währung nicht funktionieren. So gesehen ist das neue Hilfspaket nichts weiter als ein hilfloser Versuch, das Scheitern der eigenen Politik weiter hinauszuzögern.

09:24 von elchico

"...Tsipras lässt sich von einer Partei wählen um dann die Politik der Opposition zu betreiben. (...) Dann hätte man sich die Neuwahlen auch sparen können!"

Es ist fällt schwer, die Tsipras-Politik weiter zu verteidigen. Aber was hätte er machen sollen? Die Griechen wollen in Ihrer Mehrheit den Euro behalten und lehnen mit der (Umfrage-)Mehrheit die Sparprogramme ab. Beides zur gleichen Zeit ist aber wohl nicht zu erreichen gewesen, denn Schäuble & Co. hätten das Land ziemlich eindeutig des Euroraumes verwiesen. Die Schwäche der griechischen Regierung ist nicht eine Schwäche Tsipras, sondern der Umstände, in die man ihn gewählt hat. Zumal das kleine Land tatsächlich nicht von großer Bedeutung für die EU und den Euro ist. Ein "Grexit" wäre für die Euroländer verkraftbar gewesen. Aber auch für Griechenland?
Es ist allerdings schon ein Hohn, wenn jetzt ausgerechnet die Verursacher der Katastrophe, die jetzige Opposition, den neuerlichen Sparmaßnahmen eines "Linken" zustimmen

Unzulässige Verallgemeinerung

Da nicht "Griechenland", sondern 222 Abgeordnete des griechischen Parlaments "Ja zum dritten Hilfspaket sagt", wäre es sehr informativ, wenn über die Gründe der 65 Parlamentsabgeordneten berichtet würde, die das so genannte "Hilfspaket" ablehnen.

hoffe, das wirkt auch?

vermute mal ohne Schuldenschnitt geht das nicht, die Zeitverlängerung ist auch ein Schuldenschnitt.
Allerdings bin ich gegen einen schnellen Schnitt. Griechenland muss erst zeigen, dass es anders kann als die letzten 15 Jahre?

Goldman Sachs

Es ist nicht in Worte zu fassen...Staaten nehmen eine immense Schuldenlast auf um den Banken ihre Zinsen zu zahlen. Diese Kredite hätten von den Banken nie an Griechenland gegeben werden dürfen. Kein Kleinunternehmer hätte von einer Bank nur einen Cent bekommen, wenn sein Unternehmen so führt, wie es der griechische Staat macht. Wenn ich dann lese das Goldman Sachs ein Kreditgeber ist, wird der relativ gesunde Rest noch solange bluten, bis alles den Banken gehört. Banken sind gefährlicher wie Armeen hat mal jemand gesagt und diese Aussage ist schon sehr alt!

Hatte man am Anfang so viel

Hatte man am Anfang so viel Theater sich einfach sparen können. Nach so viel Drama und Volksabstimmung wurde dennoch dem Sparpaket zugestimmt.

"Finanzieller Selbstmord" abgewendet, aber politischer möglich

Nun steht in Athen mit Stimmen der Opposition die parlamentarische Mehrheit für das 3. Hilfspaket der Gläubiger, jedoch verweigerten 43 linke Syriza-Abgeordnete ("In Griechenland gibt es keine Demokratie mehr, die Auflagen der Gläubiger werden durch Parlament gepeitscht").

Die Tsipras-Regierung tat kund, dass damit im Parlament weder eine eigene Mehrheit noch die für eine Minderheitsregierung notwendige Abgeordnetenanzahl von 120 verfügt. So wären nach einer verlorenen Vertrauensabstimmung für Tsipras im Herbst Neuwahlen in GR fällig.

Tsipras betonte im Parlament, mit der Vereinbarung über das 3. Hilfspaket ein reines Gewissen zu haben, weil er damit einen zeitweisen Grexit und eine finanzielle Katastrophe von seinem Land abwendete und die parteiinternen Kritiker keine zielorientierten Alternativvorschläge aufweisen könnten. Dennoch ist das 3. Hilfspaket noch nicht in trockenen Tüchern, zumal der IWZ vor weiteren Hilfen für GR einen Schuldenschnitt der Gläubiger verlangt.

9:24 von elchio ... Ball flach halten

"Tsipras lässt sich von einer Partei wählen um dann die Politik der Opposition zu betreiben. Verräter! Dann hätte man sich die Neuwahlen auch sparen können!"

Hallo elchio,
ich kann Ihre Enttäuschung verstehen, auch ich hätte mir einen anderen Weg gewünscht.

Niemand kann allerdings Tsipras vorwerfen, sich nicht hervorragend für die Interessen der griechischen Bevölkerung gegen die Troika gewehrt zu haben. Unter Erpressung hat Tsipras den von ihm als den am wenigsten schlechten beurteilten, aller möglichen knüppelharten Wege für Griechenland, beschritten.

Solange bei einem Mitstreiter keine Korruption oder ähnliches gegeben ist, muß man unterschiedliche Meinungen und Mehrheiten akzeptieren. Hier von Verrat zu sprechen spaltet und schwächt das eigene Lager. Eine alte Krankheit der Linken.

In der Zukunft muß man wieder um Mehrheiten ringen, da freut man sich doch auch über Verbündete mit denen man zuvor durchaus Differenzen hatte. Es ist noch lange nicht vorbei, es geht weiter.

umfrage @ 10:27 von Izmi

"Die Griechen wollen in Ihrer Mehrheit den Euro behalten und lehnen mit der (Umfrage-)Mehrheit die Sparprogramme ab. "
.
glauben sie das wirklich?

3. Hilfsprogramm

Frau Merkel ist auf 4 Jahre gewählt, sie verschuldet Deutschland auf Jahrzehnte! Damit belastet sie künftige Generationen. Woher nimmt sie sich dieses Recht?

@Izmi:"Ein "Grexit" wäre für die Euroländer verkraftbar gewesen.

... Aber auch für Griechenland?"

Ideologisch betrachtet, könnte nach Meinung der linken Syriza-Abweichler ein Grexit sehr wohl von GR verkraftet werden. Dafür müsste allerdings der Staat in die Wirtschaft und Gesellschaft investieren, um die Armut nicht auf etwa 85 % der Bevölkerung auszudehnen. Die Syriza-Abweichler beantworten allerdings die Frage nicht, woher für Investitionen nach einem Grexit das Geld kommen solle.

So zählt letztlich nur die Mehrheit der Bevölkerung, die auf keine Fall einen Grexit wolle. Dafür müssen die Auflagen der Gläubiger, denen die Tsipras-Regierung mit "gutem Gewissen" zustimmte, weil somit eine "finanzielle Katastrophe" verhindert wurde. Das Beispiel Griechenlands dürfte auch für andere Euro-Krisenländer gelten, in denen sich Regionen von der EU und dem Euro abwenden wollen. Sie können nicht damit rechnen, dabei von der EU und den Euroländern unterstützt zu werden. So müssen die Krisenländer Geduld bei der Gesundung nach Gläubiger-Medikation haben.

neuwahlen

die real-linke muss sich abspalten und das ruder übernehmen. gern mit herrn varoufakis an bord.
ich akzeptiere nicht, dass europäische mitbürger den finanz- und machtsüchtigen geopfert werden!

09.56 Uhr @von atzen

Offiziell ist es natürlich kein geschenktes Geld, doch wer glaubt schon daran, dass die GR hiervon irgendwann mal etwas zurückzahlen?
Vom IWF hören wir seit Wochen doch nichts anderes als "Schuldenschnitt" - natürlich nicht bei den eigenen sondern ausschließl. bei den €-Hilfegeldern.
Dann gibt es noch das Märchen, dass Deutschland von der GR-Krise profitiert!
1. Haben wir die historisch niedrigen Zinsen nicht ausschließl. wg. GR sondern zur Konsolidierung und Verbesserung der Exportchancen ALLER €-Länder.
2. Ist es doch eine Mogelpackung: "Ich gebe dir ein Darlehen und davon zahlst du mir morgen die vereinbarten Zinsen." Meine Bank konnte ich für so einen Deal leider noch nicht begeistern.
Man kann es drehen und wenden wie mal will: Aktuelle Verlierer sind eindeutig die europäischen Sparer. Besonders Frankreich und Italien sehen wg. der niedrigen Zinsen keinen Grund ihre Sturkturprobleme zu lösen. Bald werden sie die nächsten Problemländer sein.
Dann aber wirklich gute Nacht €.

11.16 Uhr @ von Jomeyer

Wieso Belastung der künftigen Generationen? Wir bekommen von unseren Politikern doch immer etwas von einer "Schwarzen Null" erzählt.

Offiziell mag ja der Haushalt von Schäuble ausgeglichen sein. Leider wird aber nur hinter vorgehaltener Hand zugegeben, dass wir zu viele Lasten unseren Kindern und Enkeln überlassen. Die eines Tages abzuschreibenden Mrd. für GR sind sicherlich ein "großer Rucksack". Auch unsere zunehmend marode Infrastruktur, die wir z.Z., wenn überhaupt, nur flickschustern, werden küftige Gernationen stemmen müssen.
Aber wir haben ja eine "schwarze Null" und damit einen wichtigen Grund Angela Merkel wieder zu wählen.

11:15 von NEW WORLD ORDER...

"...'Die Griechen wollen in Ihrer Mehrheit den Euro behalten und lehnen mit der (Umfrage-)Mehrheit die Sparprogramme ab. '

glauben sie das wirklich?"

Sie - die Griechen - haben es so zum Ausdruck gebracht. Per Abstimmung (Ablehnung der Gläubiger-Vorschläge) und per diverser Berichte über die Stimmungslage zum Euro allgemein. Soll ich daran zweifeln?
Sie müssten mir einen Irrtum schon irgendwie belegen...

Jeder ist seinem Gewissen unterworfen

um 10:24 von dummschwaetzer
"... und die Bevölkerung offen angelogen."

Angelogen kann man nicht sagen, denn die Abgeordneten sagen ja ganz genau, was sie tun. Möglicherweise sind die Abgeordneten nicht der gleichen Meinung, wie die Mehrheit des Volkes. Aber das kommt eben vor, es gibt ja viele Politikfelder, für die man Abgeordnete wählt. Die Meinungen von Volk und Abgeordneten können ja gar nicht immer deckungsgleich sein.

um 11:16 von Jomeyer

"Frau Merkel ist auf 4 Jahre gewählt, sie verschuldet Deutschland auf Jahrzehnte! Damit belastet sie künftige Generationen. Woher nimmt sie sich dieses Recht?"

Jede Regierung hat das Recht, nicht nur für den Tag zu regieren, sondern auch Zukunftsentscheidungen zu treffen.

Es ist noch ein weiter Weg

Soeben wurde auf Phoenix kommentiert, daß die EZB und auch die Europ. Kommission die Tragfähigkeit der Schulden bezweifelt.
Der IWF kommentiert das ja schon länger so und wird sich deswegen am 3ten Hilfspaket nicht beteiligen.

Wenn dem so ist, machen sich alle JA Sager in meinem Rechtsverständnis der Veruntreuung von Steuergeldern schuldig.

Tsipras wartet die erste Auszahlung seitens ESM ab um dann die Vertrauensfrage zu stellen.
Ist für mich verständlich, da er sein Land zuerst in ruhigem Fahrwasser haben möchte.
Ehrlich wäre es aber gewesen die Vertrauensfrage vor der Abstimmung des 3ten Hilfspakets im Parlament zu stellen.

Wird der Schuldenschnitt heute von den EU Finanzministern rhetorisch in rosa Geschenkpapier gewickelt?
Egal wie, eine Haftung für Fremde Staatsschulden wären ein Vertragsbruch.

Auf jeden Fall bin ich gespannt wie es nun weiter gehen wird.
Wie verhält sich unser Parlament?
Wann und wie wird der BGH entscheiden? Kläger wird es hoffentlich geben.

Nichts Neues, aber taugt's denn jetzt was?

Guten Tag werte Redaktion,
hier ein mal ein für sie vielleicht interessanter Gedankengang: wenn uns die letzten Monate eins gelehrt haben, dann Ungewissheit über diesen politischen Ansatz, Griechenland weiterzuhelfen. Dieser sah bisher im Grunde Folgendes vor: Strenge (Spar-)Auflagen im Gegenzug finanzieller "Unterstützung" und damit das Alles lange währt, werden strukturelle Reformen (Modernisierung) gefordert.
Nun erhalten wir vor einigen Tagen eine strittige aber durchaus vertretbare Studie, die belegt, dass Deutschland von dieser Vorgehensweise wirtschaftlich profitiert und nicht, so wie es doch oft in den Medien erschien, Schaden nimmt.
Es erübrigt sich also die Frage, ob diese Prozedur , wie schwer es der Politik dort fällt, sinnvoll ist? Das ist doch alles zu erwarten und selbstverständlich. Das, was beschlossen wird ist wichtig, aber was genau, ist doch egal.
Wäre es denn nicht eher sinnvoll und nützlich, der Frage nachzugehen, ob diese Sparpolitik der richtige Weg (für ALLE) i

Neuwahlen?

Dann haben doch die Großkopferten aus der Troika vielleicht ihr Ziel erreicht: Die widerspenstige Linksregierung könnte abgewählt werden und statt dessen wieder "Getreue" in die Regierung gewählt werden.

@ 11:44 von Izmi

"Sie müssten mir einen Irrtum schon irgendwie belegen..."
.
es geht mir nciht darum zu sagen, dass sie sich irren. ich schätze ihre beiträge. ich möchte nur darauf hinweisen, dass die umfrageerbegnisse dieser umfrage zu bezweifeln sind. es wird soviel manipuliert. und es geht um viel. es geht darum, ob der euro überlebt oder nicht. das überleben des euro ist einigen strippenziehern wirklich viel wert. denn ohne euro und ohne eu wird es keinen einfach zu lenkenden kontinent europa geben.

@ 11:16 von Jomeyer

Jomeyer:
"Frau Merkel ist auf 4 Jahre gewählt, sie verschuldet Deutschland auf Jahrzehnte! Damit belastet sie künftige Generationen. Woher nimmt sie sich dieses Recht?"

Antwort:
Sie geben die Antwort im ersten Satz.

Und somit wird sie mit Hilfe der SPD und Grünen ca. 23Mrd an weiteren Bürgschaften zustimmen.
2017, nach den Wahlen kann sie das dann wahrscheinlich auch ganz allein machen wenn das 4te Hilfspaket ansteht.
Schäuble wird ihr dann auch nicht mehr dazwischenreden.

Für unsre Rentner weniger, nun noch arbeiten f. d. anderen?

Die Fiktion des Eurokartenhaues beruht auf der Behauptung seiner hohen Werthaltigkeit, diese auf wachsender Nachfrage bei moderater Preisinflation 2% und diese auf entsprechenden inneren Einkommen und Exporten.
Dummerweise sind alle Verhältnisse gestört.

Die eigentlich begrenzten Staatsschulden sind der Produktivität enteilt,
Deflation und Inflation existieren parallel bei Einheitszinsen auf Nullniveau,
Investitionen in realwirtschaftliches Wachstum sinken und entfallen und die Spekulation auf Kredit in fiktive Aktiva steigt,
die Einkommen stagnieren und sinken regional gewaltig je nach Schuldenstand und Austeritätsprogramm,
die Exporte verlagern sich in Nichteuroregionen wegen des so zahlungsschwachen Binnenmarkts,
der seine Euro-Importe entsprechend runterfährt und
die Handelsschulden der Eurozone gegenüber China steigen beständig.
Der Gegenwert der Arbeit sinkt. Würde DE den Euro verlassen und aufwerten, könnten die anderen endlich abwerten und sich sanieren. Oder DE zahlt.

11:57 von Izmi

11:34 von OlliH

"...Nein, unsere Staatsverschuldung ist schon viel älter. Ende der 90er hat Schröders Politik dafür gesorgt, dass Firmen so gut wie keine Steuern mehr zahlen müssen. Schröder als sozialer Kanzler !!!..."

Gehen Sie mal ruhig noch weiter zurück und sehen sie, wie unter einem Kanzler Kohl ein Herr Waigel die Schulden explodieren ließ...

///
*
*
Haben Sie bewusst vergessen, das wir damals beginnend den "realen Sozialismus Ost" bezahlen mussten?

@09:24 von elchico

"Tsipras lässt sich von einer Partei wählen um dann die Politik der Opposition zu betreiben. Verräter!"
_
>> Das hat Tsipras wohl von G. Schröder gelernt...

Positve Beispiele Mangelware

Auf den ersten Blick: scheinbar ganz gut. Schön wäre ein effektives Gesetz zur Besteuerung der megareichen Griechen. Verbunden mit Rückzahlungen der Steuern der mindestens letzten 20 Jahre! Warum schreibt die Presse so wenig über wohlhabende Griechen, die versuchen ihrem Land finanzielle zu helfen? Die Millionäre aus London feiern doch nicht nur Party und kaufen reihenweise Häuser in London auf, oder? Was ist das für eine Einstellung?

@10:27 von Izmi

"Es ist allerdings schon ein Hohn, wenn jetzt ausgerechnet die Verursacher der Katastrophe, die jetzige Opposition, den neuerlichen Sparmaßnahmen eines "Linken" zustimmen..."
_
>> Ich ergänze: ... Wie schon seinerzeit in "D" bei der Einführung der "Hartz-Gesetze" und Finanzmarkt-Deregulierungen...

Sind den 90 % der Kommentatoren hier ideologisch verblendet?

Und zwar in jeder Richtung!
Fakt ist, der griechische Staat ist hochgradig verschuldet. Das haben, demokratisch gewählte, aber korrupte Regierungen zu verantworten. Diese Korruption geht in GR bis in die untersten Schichten. Insofern haben auch die davon profitiert. Die Schulden wurden, mit einem vorangegangenen Teil-Schuldenschnitt von der EURO-Gruppe und dem IWF, zu wesentlich günstigeren Konditionen übernommen. Das haben diese an Bedingungen geknüpft. Dafür werden sie von allen Seiten beschimpft. Die SYRIZA hat behauptet einen besseren Weg zu wissen. Aber der hätte Geld ohne Gegenleistung bedeutet. Ein Schuldenschnitt im klassischen Sinn ist bei IWF und EU ausgeschlossen. Dafür wurde die Tilgung soweit in die Zukunft verlegt, dass dies praktisch bereits einer ist. Das wichtigste ist jetzt die Strukturen in GR soweit zu ändern, dass das Land wieder selbst Geld verdienen kann. Das müssen die aber selber wollen.
Und nicht ins "gaunern" (Wortherkunft: Ionien = GR) zurückfallen.

@Teilzeit-Pegidist

"Jede Regierung hat das Recht, nicht nur für den Tag zu regieren, sondern auch Zukunftsentscheidungen zu treffen."

??
Jede Regierung denkt nur an die nächsten Wahlen und um mehr Stimmen.
Die Zukunftsentscheidungen? Damit meinen Sie wohl für die nächste Wahl.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß es Politiker gibt, die mehr als über diesen Tellerrand schauen.

Wo ist das "Politische"..?

Wie sagt schon Frank-Markus Barwasser (alias "Pelzig") in seinem aktuellen Bühnenprogramm so treffend: "Die weltweite, angebliche Finanzkrise - ob Staatsschuldenkrise oder Bankenkrise genannt - ist in Wahrheit nichts anderes, als der bisher größte Raubzug mächtiger Kreise zum Schaden aller normalen Steuerzahler; eine gigantische Umverteilung von unten nach oben..."
_
Wer dagegenhalten will, der könnte - aber auch bloß zur Verwirrung - nur sehr wortreich verklausuliertes Fachchinesisch anwenden. Was ja leider tagtäglich geschieht mit Schuldzuweisungen und Buchhalterdiskussionen...
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Ich persönlich vermisse in der öffentlichen Diskussion (auch hier) das Politische. Bzgl. GR z.B. das Faktum, daß Syriza eine Regierungskoalition mit einer stramm nationalistischen Partei (ANEL) einging, die ihrerseits den Verteidigungsminister stellt... (Militär, Waffenkäufe, US-Militärbasen, innere Sicherheit... usw). Welchen Einfluß hat das (und alte Seilschaften) auf heutiges Regierungshandeln..?

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