Athen und Geldgeber einigen sich auf drittes Hilfspaket

11. August 2015 - 12:33 Uhr

Griechenland und seine Geldgeber haben sich auf konkrete Bedingungen für ein drittes Hilfspaket geeinigt. Die Vereinbarung sei aber bislang nur auf Arbeitsebene erreicht, die Zustimmung der Regierungen stehe noch aus, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission. Es seien noch Details zu klären.

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Kommentare

Die Lage bleibt angespannt, denn

mindestens einige Euro-Mitglieder schlucken die Kröte der durch weitere Kreditvergabe immer größer werdenden Haftung nur widerwillig. Mal sehen, wer als Erster vom Zug abspringt. Glaubt man den Medien, könnte demnächst Finnland den Euro-Raum verlassen. Die Solidarität mit Griechenland schwindet immer mehr, umso wichtiger sind baldige Erfolgsmeldungen aus Athen.

tsipras ist kein verräter-er setzt mehrheitswillen um

varoufakis ist zurückgetreten.das war persönlich konsequent.
birgt außerdem die chance auf rückkehr an die regierungsverantwortung,falls die bevölkerung aufwacht&doch aus dem euro aussteigen&seine würde mit der drachme wieder will.
tsipras bleibt an bord&versucht innerhalb der schlechten lösung das beste herauszuholen.
das ist aller ehren wert.
ich könnte das nicht-gg meine überzeugung arbeiten,aber darum geht es ja,zu arbeiten um trotz allem das allerschlimmste zu verhindern,auch wenn man innerlich viel mehr wollte.
die mehrheit der griechen hat den gong immer noch nicht gehört&hofft auf die "augen zu und durch" erfahrung,es werde schon irgendwie sich wieder einrenken.
das wird es nicht.
an grld"sieht man"nun,wie es einem ergeht,wenn man sich dem neoliberalen mantra wiedersetzt.
wenn jetzt spanien& oder portugal nicht dagegenhält,wird ganz europa im dominoverfahren sich gegenseitig runterkonkurrieren.
frankreich&dann uns wirds irgendwann auch erwischen.
zu wessen nutzen?
nachdenken.

Schön

ist anders.

Die gr. Gewerkschaften werden zu Massenprotesten bei privatisierungen aufrufen. Der Energiebereich und die Gr Bahn werden die Ersten sein.

Reeder anders besteuern? Also Änderung der gr. Verfassung? Wer glaubt denn an sowas?

Der IWF bekundet keine Bereitschaft sich an den Krediten zu beteiligen. Also kann ich mich Nicht darauf verlassen, das unsere Regierung das 3te Hilfspaket erst gar nicht berät.
Hier wird alles wieder so gedreht und geschoben bis es passt. Frei nach dem Motto: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!"

Höhere Besteuerung der Landwirtschaft. Der einzige Bereich in dem Gr. den eigenen Markt mit Lebensmitteln versorgen könnte. Aber jetzt noch teurer als ohnehin schon? Für mich eine Steigerung der Agrarprodukte. Mehr holländische Tomaten, spanisches Obst, italienische Oliven, deutsche Milch, ...

9:20 Jörg Hertle Primärüberschuss
2015 / -0,25%
12:11 P. Dalheimer
2015 / +0,25%
Beide
2016 / +0,50%
2017 / + 1,75%
Wer glaubt denn sowas?

Luftbuchungen...

Ich denke, dass sind wieder Luftbuchungen der Institutionen, die die weiteren Kredite rechtfertigen sollen, wohl wissend, dass nur ein Bruchteil, wenn überhaupt, der Rechnung aufgehen wird.

Allein die Position der "Privatisierung" mit 50 Mrd. € zu veranschlagen, ist deutlich realitätsfern- wenn hier 1/5 davon erreicht wird, ist das schon viel.
Und die Austerität bei den sozialen Positionen wird weiterhin die Verwerfungen u. die Verarmung großer Teile der Bevölkerung verstetigen.

Überdies ist von Ökonomen ein jährlicher Kreditbedarf von mindestens 50 Mrd € benannt worden, so dass letztendlich die 80 Mrd € bei Weitem nicht reichen werden u. nur wieder ein Tropfen auf den heißen Stein sind, der zunächst mal wieder das Schuldenperpetuum bedient- also Zinsen von alten Schulden mit neuen Schulden bedient.

Da dürfen sich die Institutionen schon mal für das 4. Hilfspaket warm laufen, denn Griechenland wird u. kann in der Währung nicht gesunden, das wissen alle, aber keiner wagt den Grexit.

Was ist mit Schuldenerleichterungen?

Kein Wort zu hören.

Nur das erste und zweite Hilfspaket laufen schon bis 2054 !!! und sollte nochmal um 20 Jahre gestreckt werden.

Wie lange soll das 3te laufen? Bis 21xx? damit selbst die heute Neugeborenen sich nicht mehr erinnern können was deren Großväter mal erzählt haben und es deren Enkeln mit auf den Weg geben können?
Also bezahlt der Bürger das wieder mit Zinsen unter der Inflationsrate?

Der IWF macht nicht mit, aber verhandelt das 3te Hilfspaket mit aus? Wozu?

Juncker telefoniert schon wieder mit Schäuble, Merkel, Hollande, Tsipras!
Das macht mir Angst.

Für mich ist das ein einziger Betrug an den Bürgern Europas.
Hier wird weiterhin lediglich das Sparguthaben (Altersvorsorge) der D-Bürger durch Zinsen unter der Inflationsrate vernichtet.

@Crefeldinjo

"Glaubt man den Medien, könnte demnächst Finnland den Euro-Raum verlassen."
Ich weiß zwar nicht, in welche Medien das geschrieben wurde. Dagegen glaube ich eher, dass Griechenland die Eurozone verlassen muss, wenn sich die anderen Eurostaaten nicht auf das neue Hilfspaket einigen können. Diese Länder können zwar auf Griechenland verzichten, aber nicht auf den EURO.

Zu 13:04 von atzen "Effizienz"

Dass Sie gerade das Finanzministerium als Beispiel nennen ist ja witzig.

Mehr als 70 Mrd.€ an Steuerschulden, also bereits veranlagt, werden vom griechischen Staat nicht eingezogen.
Geschweige die nicht veranlagten Steuern und die exklusiven steuerfreien "Einkünfte" nicht vergessen.

Da schreiben Sie von "Effizienz" des griechischen Staatsapparats. Dieser dient nicht der Effizienz sondern zum Großteil der Selbstversorgung. Bezahlt mit fremdem Geld, daher rührt ein wesentlicher Teil der Schulden.

Bisher hat sich noch nichts geändert, es sind alles Erwartungen aufgrund von Versprechungen auf dem Papier. Die Erfahrung zeigt bisher, Gesetze, Verträge sind nicht die Tinte wert.
Kein privater Gläubiger, keine seriöse Bank würde einem solchen Schuldner ohne jederzeit verwertbare Sicherheiten noch einen Cent borgen.

@Crefeldinjo, 13:08 Uhr

"Glaubt man den Medien, könnte demnächst Finnland den Euro-Raum verlassen."

Ich weiß nicht, wie das gehen soll. Der Beitritt zum Euro-Raum ist ja ein Vertrag, richtig? Gibt es in diesem Vertrag ein einseitiges Kündigungsrecht? Nach dem, was man während der Grexit-Debatte gehört hat, ist das nicht so. Es müssten angeblich alle Euro-Länder zustimmen. Und das halte ich für unwahrscheinlich.

Weiß jemand mehr?

Hilfspaket 3

Die Bevölkerung in Euro-Nord ist dagegen, ein Teil in Süd auch. Nur wo die finanzielle Lage total desastreus ist wie Italien,sind dafür. Länder wie Italien können nicht mehr finanziert werden. Wir begehen diese totlaufende Strasse nur weil die Finanzindustrie den Euro am leben halten möchte. Dies wird nicht gelingen. Die Euro-Nord Länder werden den Preis dafür bezahlen müssen. Die einzig richtige Lösung wäre der Grexit gewesen, das gesamte Preis-, Lohn- und Kostenniveau Griechenlands hätte den Nachbarländern angepasst werden müssen. Es wird kaum ein grosses serieuses Unternehmen kommen. Die geplante Massnahmen für Hilfspaket 3, insbesondere die steuerliche Massnahmen werden nichts erbringen, die "grössere Unternehmungen werden den Firmensitz verlegen, insbesondere die Schiffseigentümer, die kleinere Unternehmen und Hotels werden keine Gewinne mehr erwirtschaften. Die Korruption wird die Sparmassnahmen unterlaufen, die Schattenwirtschaft wird Hochkonjunktur habenDas ist die Realität

"Es kommt ja nicht auf die Zinsen an, sondern auf die Belastung. Wenn ich also bei dem niedrigen Zins für 10 Jahre 3% Abtrag vereinbahre und nach 10 Jahren steigt der Zins, gehe ich auf 1% Abtrag zurück und hab' u.U. die gleiche Belastung.
Natürlich muss das jeder für sich ausrechnen, aber wollen Sie die Leute bevormunden oder sind das nicht letztlich mündige Bürger, die das selber entscheiden können?"

@Hugomauser, ich bevormunde niemanden, nur entscheidet der mündige Bürger nicht alleine, er braucht den Gläubiger dazu. Griechenland ist nicht das Muster! ;) Sich mit billigem Geld hoch zu verschulden geht nicht selten schief, Griechenland ist dafür ein herausragendes Beispiel.

Lassen Sie sich mal erklären wie ein Annuitätendarlehen funktioniert und achten Sie auf die Restschuldentwicklung bei unterschiedlichen Zinssätzen. Ich kann jeder jungen Familie nur wünschen, dass sie eine seriöse Bank findet mit ordentlicher Beratung und Risikoaufklärung.

Dass der Staat Gelder

Dass der Staat Gelder einnehmen muss, um seine Aufgaben zu erfüllen, ist uns allen bekannt . Dass dies aber schelmenhaft dort so gemacht werden soll , wo Geld erwirtschaftet wird, nämlich in der griechischen Energiewirtschaft, muss zu der Annahme führen , dass dort andere Interessen als die Rettung Griechenlands im Vordergrund stehen. Eine Privatisierung spült doch nur die Gewinne in private Kassen und nicht in die Staatskasse Griechenlands.
Kurzfriestiger Gewinn für den Staat durch den Verkauf der rentablen Betriebe und langfristiger Einnahmeverlust auf der anderen Seite . Und was will die neoliberale europäische Wirtschaftsinteressenvertretung, die sich EU-Verwaltung nennt . Meiner Meinung nach ist es nur ein weiterer Versuch der Banken und der Wirtschaft Gewinne auf Kosten anderer zu generieren.

Wer kauft denn nun Griechenland und übernimmt dafür alle Schulden ?

Deutschland? Mit nichten . Wir bürgen mit Milliarden an Steuergeldern für die "Risikobereitschaft" der Aktionäre .

Günter

Ich denke Griechenland ist damit auf einen guten Weg. Die Sparauflagen sind ein gutes Stück ausgewogener. Sie tendieren dazu das wirklich alle Griechen einbezogen werden. Die Wohlhabenden werden zwar immer noch zu wenig einbezogen aber sie werden jetzt mit einbezogen. Dieser Plan könnte deutlich besser sein. Aber er ist erheblich besser als alles was die Troika und die Vorgängerregierung verzapft haben.

Griechenland

Jetzt gibt es wahrscheinlich wieder ca. drei Wochen rund um die Uhr Nachrichten zum sogenannten "Griechenlanddrama". Mir kam es schon beim letzten Mal Ende Juni/Anfang Juli so vor, dass damit von der europaweiten Flüchtlingskatastrophe abgelenkt werden soll. Geht nur mir das so?

@gman, 13:38 Uhr

"Dass Sie gerade das Finanzministerium als Beispiel nennen ist ja witzig."

Wenn es mit Fakten der Widerlegung von Vorurteilen dient, warum nicht? Es ist ja nur eine von mehreren Quellen, die das gleiche sagen!

"Bisher hat sich noch nichts geändert, es sind alles Erwartungen aufgrund von Versprechungen auf dem Papier. Die Erfahrung zeigt bisher, Gesetze, Verträge sind nicht die Tinte wert."

Vorurteil, durch Fakten widerlegt! Quelle: OECD, IWF, Bundesministerium der Finanzen

Beantworten Sie mir doch einfach folgende Fragen:
- Wie viele Beamte hatte Griechenland 2009? Und wie viele haben sie heute?
- Wie viele sonstige Bedienstete im öffentlichen Dienst hatte Griechenland 2009? Und wie viele haben sie heute?

Das dt. Finanzministerium widerlegt auch sehr schön die gern gegen die Griechen angeführten Vorurteile zu den Renten.

"Kein privater Gläubiger, keine seriöse Bank würde [...]"

Schauen Sie sich die Fakten an ...

/// 86 Milliarden Euro

/// 86 Milliarden Euro umfassenden Finanzhilfen nur gegen weitreichende Reform- und Sparzusagen ///

Geld sollte es portionsweise erst nach UMSETZUNG von Reformen geben. Zusagen gab es schon viele.....

@ 13:49 von atzen @ 13:08 Crefeldinjo

Ich weiß wohl, daß Finnland in Erwägung zieht Nein zum 3ten Hilfspaket zu sagen.
Das bedeutet dann aber nicht sehr viel, da das 3te Hilfspaket mit 80% Mehrheit beschlossen werden kann.
Finnland trägt aber nur ein kleines Risiko, das dann auf die anderen € Staaten verteilt würde. ( D ca +1Mrd)
Sollte aber D Nein sagen müsste ein großer Teil auf die anderen verteilt werden. Da wäre dann aber auch die 80% nicht mehr erreicht werden, da in diesem Fall noch andere Länder ausscheren würden.

Aber ein Austritt aus dem € wäre für Finnland nur schwer umsetzbar. Da glaube ich eher, daß Finnland bei einem EU Austritt der Engländer dem folgen würden, und somit auch den € verlassen.

4. Hilfspaket

Hallo Leute
Schon jetzt sehe ich in meiner Glaskugel (...)am 15.01.2017 braucht Griechenland das 4. Hilfspaket.
Wer WETTET dagegen ???

@Werner40, 14:18 Uhr

"Geld sollte es portionsweise erst nach UMSETZUNG von Reformen geben. Zusagen gab es schon viele....."

Umgesetzte Reformen gab es auch schon viele.

Bitte mit Fakten argumentieren oder die eigene Meinung äußern. Aber nicht mit Vorurteilen um sich werfen.

Nebelkerzen

Die Steuervorteile für die Reeder sollen beschnitten werden ?
Was für ein Witz. - Zur Erinnerung, Reeder sind laut Verfassung von Steuerzahlungen befreit. Wer das ändern möchte braucht schon eine 2/3 Mehrheit im Parlament um eben die Verfassung zu ändern.
Das Ganze kann man wohl getrost als Beruhigungspille für den europäischen Steuerzahler verbuchen. Diese Nebelkerze soll uns wohl für den den unvermeidlichen Schuldenschnitt "sensibilisieren".

@boliche

Und? Wie sieht Ihre Lösung aus? Eine neue Währung veringert ja nicht die Schulden, sondern erhäht diesedurch Abwertung.

Und: Solange der Primärhaushalt nicht ausgeglichen ist, braucht GR weiter neue Kredite, selbst beim völligen Erlassen aller Schulden.

Das hat nichts mit "Neoliberalität" zu tun, sondern ist ganz einfach: Auf Dauer können Sie nur soviel ausgeben, wie reinkommt. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

@atzen 14:12

"Kein privater Gläubiger, keine seriöse Bank würde [...]"

Schauen Sie sich die Fakten an ...

Schauen Sie sich doch bitte die Fakten an. Kein privater Gläubiger, keine seriöse Bank leiht Griechenland Geld! Deshalb muss ja über ein Rettungspaket verhandelt werden - wieder mal. Da können sie mir mit noch so vielen politisch gefärbten Papieren und "Studien" kommen, das ist und bleibt ja nun mal die harte, unbequeme Realität.

@Klaus1963

"Höhere Besteuerung der Landwirtschaft. Der einzige Bereich in dem Gr. den eigenen Markt mit Lebensmitteln versorgen könnte. Aber jetzt noch teurer als ohnehin schon? "

Unsinn. Es geht um die Abschaffung von Steuerprivilegien. Warum soll ein Einzelhändler, der 50.000 Gewinn hat mehr Steuern zahlen als ein Landwirt, der 50.000 Gewinn hat?

@Rebel-Lion, 14:53 Uhr

"Was für ein Witz. - Zur Erinnerung, Reeder sind laut Verfassung von Steuerzahlungen befreit. Wer das ändern möchte braucht schon eine 2/3 Mehrheit im Parlament um eben die Verfassung zu ändern."

Für Griechenland stimmt das. In Deutschland, wo eine ähnliche Besteuerung der Reeder angewandt wird, wie in Griechenland, könnte man ganz einfach das EStG ändern. Warum wird es bei uns nicht gemacht, obwohl wir diese Art der Besteuerung in Griechenland anprangern???

Dazu gab es einen guten Artikel im Handelsblatt, erschienen am 13.02.2015

@Klaus1963

"Also bezahlt der Bürger das wieder mit Zinsen unter der Inflationsrate? "

Für haben für dieses Jahr bisher eine Inflation von 0.28%. Bei einer einfachen Internetbank erhalten Sie bereits 2% Zinsen. Das ist oberhalb der Inflation.

Außerdem wäre das ja noch gerechter, als würde man Sozialleistungen streichen. Denn: Zahlen würden ja nur die "Besitzenden".

zu 14:12 von atzen Effizienter Beamtenapparat

"Schauen Sie sich die Fakten an ..."
@atzen, wollen Sie wirklich ernsthaft behaupten, hier hätte sich mit der neuen Regierung etwas zum Positiven verändert. Ja es gab bereits Veränderungen, das aber unter dem Einfluss der Gläubiger!
Bei 11 Mio Bürgern leistete man sich 2009, vor dem Ausbruch der Finanzkrise, rund 900 000 Staatsbedienstete. Effizienz und Motivation miserabel! Der Abbau erfolgte danach nicht aus eigenem Antrieb sondern auf Druck der Gläubiger.

Wenn da ein Antrieb vorhanden gewesen sein sollte, mit der neuen Regierung war es damit sofort vorbei. Am 11. Mai diesen Jahres wurde ein Gesetz "Demokratisierung des öffentlichen Sektors" verabschiedet. Damit wurden die 3900 Beamten wieder eingestellt, die von der Vorgängerregierung abgebaut worden waren; unter ihnen die 600 Putzfrauen der Steuerämter, die zum Symbol des "aufgedrängten Spardiktats" hochstilisiert wurden. Konsultationen mit den Gläubigern fanden laut Innenminister Voutsis nicht statt, man sei souverän!

@friedrich peter...

"Die Bevölkerung in Euro-Nord ist dagegen, ein Teil in Süd auch....Die einzig richtige Lösung wäre der Grexit gewesen, das gesamte Preis-, Lohn- und Kostenniveau Griechenlands hätte den Nachbarländern angepasst werden müssen."

Woher nehmen Sie Ihre Weisheiten?

Wenn das "Preis-, Lohn- und Kostenniveau" nach unten angepasst werden muss, dann geht das genausogut mit dem EURO: Löhne nur noch 1/4. Das wäre nämlich auch die Konsequenz aus einer eigenen Griechischen Währung.

Der Lebensstandart würde drastisch sinken.

So, so!

Also mit diesen "Reformen" soll Griechenland wieder den Anschluss an die EU und die Stabilität zurück erhalten?

Von was träumen denn die Verantwortlichen für diese neuerlich aufs Auge gedrückten Vorgaben.

Privatisierungen? Hier werden nur die Filetstücke verkauft bei denen Gewinne erwartet werden. Der Rest bleibt beim Griechischen Staat! Also die Verluste werden sozialisiert.

Mineralölsteuervorteile für die Landwirtschaft sollen abgeschafft werden? In Deutschland gibt es dies immer noch!

Mehrwertsteuererleichterungen für die Inseln abschaffen? In Deutschland gibt es diese immer noch für die Hotelbranche!

Und Reeder besteuern? Von was träumt denn die EU?

So kommt Griechenland nicht auf die Beine - so nicht!

Die "Handschrift" von Schäuble ist hier gut zu erkennen!

Ihr Griechen tut mir leid - echt!

@Klaus1963

Zitat:
"Das bedeutet dann aber nicht sehr viel, da das 3te Hilfspaket mit 80% Mehrheit beschlossen werden kann.
Finnland trägt aber nur ein kleines Risiko, das dann auf die anderen € Staaten verteilt würde".

Kommt es darauf wirklich an und ist das Zeichen, welches Helsinki mit seinem NEIN zum Ausdruck bringt, nicht sehr viel gewichtiger einzuschätzen ?

Sollen wir jetzt wirklich auch noch 27% des finnischen Anteils übernehmen ? Sehr interessant, wo doch schon der IWF ausgestiegen ist und auch die Balten bereits wanken und zweifeln !!!

Was wir gerade erleben und live beoachten dürfen, ist nichts anderes als der krachende Zerfall der griechischen Gläubigergemeinschaft.

Das wird Merkel aber nicht auch nur ansatzweise daran hindern, ihren unbezahlbaren und verantwortungslosen Rettungswahnsinn fortzusetzen, notfalls stellt die BuBa den Alleinhafter.

Da muss der Herr Kauder, ganz in Merkels Sinne, den Druck auf die wachsende Zahl der CDU-Zweifler noch einmal massiv erhöhen.

Zu 15:04 von Hugomauser -Die Schuldenrechnung auf griechisch

"@boliche
Und? Wie sieht Ihre Lösung aus? Eine neue Währung veringert ja nicht die Schulden, sondern erhäht diesedurch Abwertung."

Sorry, man kann das nicht unwidersprochen stehen lassen. Es ist Nonsens. Als der € die DM ablöste, haben sich die Schulden auch nicht halbiert. Sie wurden lediglich in € umgerechnet.

Eine eigene Währung würde abgewertet, somit entsteht Wettbewerbsfähigkeit, Arbeit, Exportmöglichkeiten etc. pp..

Die bisherigen Schulden bleiben. In der eigenen neuen Währung ergibt die Umrechnung nominell eine entsprechend höhere Summe, das ändert an den Schulden und deren Bewertung aber grundsätzlich nichts. Es besteht mit der neuen Währung aber eine Chance Geld zu verdienen, den Staatshaushalt in Ordnung zu bringen und vielleicht sogar die Schulden zu tilgen.

Mit dem € ist man weiter auf Transfer, Tarnen, Täuschen, Schuldenschnitte zur Finanzierung angewiesen. Ein Weg in den endgültigen Staatsbankrott, der den € und die EU bis zum Untergang beschädigen kann.

@meagain, 15:05 Uhr

"Kein privater Gläubiger, keine seriöse Bank leiht Griechenland Geld!"

Als gäbe es nur Schwarz-Weiß! Entweder alle oder keiner?

Ihre und gman's Behauptung, dass kein (!) privater Gläubiger und keine (!) seriöse Bank Griechenland Geld leihen würde, lässt sich schon mit einem einzigen Gegenbeispiel widerlegen.

Jetzt bin ich vielleicht nicht der sattelfesteste in diesem Bereich, ich probiere es trotzdem:
1. Gegenbeispiel: gehen Sie auf www.boerse-stuttgart.de, suchen Sie nach der WKN A1ZGWQ, und siehe da, es gibt Leute, die griechische Staatsanleihen kaufen, selbst heute. Und die Stuttgarter Börse wird gern als die Privatanleger-Börse bezeichnet.
2. Gegenbeispiel: schauen Sie im Archiv auf tagesschau.de, da gibt es einen Artikel, dass sich Griechenland am Kapitalmarkt Geld geliehen hat, um eine IWF-Rate zurückzuzahlen.

@Hugomauser

Bei welcher Internetbank sind Sie? Meine beiden haben mir die Zinsen aufs Tagesgeld gerade auf <= 0,2% gedrückt.

Folgt man dem, kann man bei D das Prädikat "Recht" und bald danach "Sozial" streichen:

"Für haben für dieses Jahr bisher eine Inflation von 0.28%. Bei einer einfachen Internetbank erhalten Sie bereits 2% Zinsen. Das ist oberhalb der Inflation.
Außerdem wäre das ja noch gerechter, als würde man Sozialleistungen streichen. Denn: Zahlen würden ja nur die "Besitzenden".

Die "einfache Internetbank". Es gibt solche, die zahlen "konventionell" nicht 2 % sondern aktuell nur 0,02%. Die Umlaufrendite, die das Zinsniveau widerspiegelt liegt bei 0,48%. Ermittelt von der Bundesbank in erster Linie aus €-Staatsanleihen. Das sind Jahreszinsen, die Jahresinflation in D wird mit c.a 0,5 % prognostiziert.

Andere zur Kasse bitten ist in Mode aber nicht gerecht!

Nicht Wohlstand sondern nichts für alle. Die Botschaft lautet, sparen und vorsorgen, macht keinen Sinn, es lohnt sich nicht und früher oder später wird das Ersparte für Dritte und deren Schulden einkassiert. Zukunft hat das keine

15.16 Hugomauser Lebensstandard würde klar

Richtig Hugomauser Das ist richtig der Lebensstandard würde deutlich sinken. Griechenland hat ja Jahrzehnte weit über seine Verhältnisse gelebt, bezahlt wurde dies aus den Milliarden Darlehen, die zu einem kleineren Teil auch der normalen Bevölkerung zu Gute gekommen ist. Hauptnutzniesser waren aber die Reichen, die das Geld statt zu investieren in Griechenland es ausser Landes geschafft haben. Basiskosten wie lebensmittel, Kleidung, Energie aber auch die Löhne usw. könnten deutlich nach unten angepasst werden, damit wäre Griechenland wettbewerbsfähiger, zum Beispiel Touristik-Industrie, Landwirtschaft, Lohnintensiver Bereich und wäre damit attraktiv für dringend notwendige Investitionen. Ohne Investitionen wird Griechenland immer am Tropf von Europa hängen. Und was glauben Sie, wie lange noch? Und danach ?

....leiht Griechenland Geld!"
Ihre und gman's Behauptung, dass kein (!) privater Gläubiger und keine (!) seriöse Bank Griechenland Geld leihen würde, lässt sich schon mit einem einzigen Gegenbeispiel widerlegen.
@atzen, warum haben denn die Griechen jede Gelegenheit genutzt, ihr Geld in Sicherheit zu bringen, entweder ins Ausland oder unters Kopfkissen?

Ihr Beispiel lässt tief blicken, es war von seriös die Rede.

Die von Ihnen ausgesuchte Anleihe wurde am 17.04.2014 emittiert und hat eine Laufzeit bis 17.04.2019. Das zuletzt am 01.07.2015 erstellte Moody's Rating der Anleihe lautet Caa3. (in Zahlungsverzug, bei
Standard & Poor’s: hohe Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls )
Sie ist damit als Investment mit sehr hohem Risiko eingestuft. Aktuell liegt der Preis bei 75, ein Zockerpapier!

Kann man der Regierung, kann

Kann man der Regierung, kann man Tsipras vertrauen ? Er/sie machen jetzt eine Kehrtwende von all dem was sie mehr als ein Halbes Jahr proklamiert haben , selbst das Referendum wird nicht umgesetzt oder beachtet.
Wie muss man das verstehen ???
Was passiert nach den Neuwahlen im Herbst ?
Man hört die Griechen und Teile der EU wollen eine erste Tranche von 40MRD auszahlen / bekommen ( vor den Neuwahlen).....was passiert wenn sich die neue Regierung im Herbst nicht mehr gebunden fühlt.
Is das verspielte Vertrauen denn schon wieder vorhanden ?
Kann man denen Trauen .....das darf bezweifelt werden

Am 11. August 2015 um 15:09 von atzen

Hier zahlen die Reeder im Gegensatz zu Griechenland normale Einkommenssteuer auf Ihre Einkünfte.

Achtung: Leichenfledderer...

Obwohl es absehbar war, erbost mich die Nachricht in gelesener Form nur doch mehr, als erwartet. Bleibt nur zu hoffen, daß Tsipras noch ein Grexit-As im Ärmel hat, um den Hyänen doch noch eine "lange Nase" zu zeigen.
_
Ja, Griechenland hat schwere Fehler gemacht und über seine Verhältnisse gelebt. Dies aber dem Alex-Normalogriechen anzulasten ist grober Unfug und vielleicht sogar bösartig. Denn profitiert haben doch nur - wie überall - die üblichen Systemgewinner. Heute werden den Normalgriechen doch längst wieder alle früheren "Geschenke" zwangsweise weggenommen, einfach so, ohne Rücksicht auf menschliche Würde.
_
Dafür kommen nun die "Privatisierungs-Leichenfledderer", z.B. Privatisierer des Energiemarktes. Wer wissen will, welche "Vorteile" das für Normalbürger bringt, kann sich gerne in Deutschland informieren...
_
Im Altertum wurden Beutemenschen versklavt (in den USA sogar noch bis ins 20.Jhdt). Heute feiern in der EU wieder Leibeigenschaft und Frondienst fröhliche Urständ...

@15:39 von atzen

1. Gegenbeispiel: gehen Sie auf www.boerse-stuttgart.de, suchen Sie nach der WKN A1ZGWQ ...
Nun, ein paar Zocker gibt es immer. Ohne die bisherigen Rettungspakete sähe das wohl anders aus. Da schwingt sicherlich die Spekulation mit, dass Deutschland am Ende schön artig zahlen wird.
2. Gegenbeispiel: schauen Sie im Archiv auf tagesschau.de, da gibt es einen Artikel, dass sich Griechenland am Kapitalmarkt Geld geliehen hat, um eine IWF-Rate zurückzuzahlen.
Einen aktuellen Artikel konnte ich auf die schnelle nicht finden. Ich erinnere mich aber an solche Meldungen. Das waren dann aber zum allergrößten Teil griechische Banken, die von den EZB-Notkrediten griechische Staatspapiere gekauft haben, um diese dann bei der EZB als Sicherheit zu hinterlegen... Seriös ist das mit Sicherheit auch nicht, sorry. Das ist letztlich auch Geld von der BRD / Eurozone gewesen - nur illegal und ohne Zustimmung der Parlamente.

tja-eingenordet und verloren-schlechter vorbote für

die europ bürger.
v&t haben alles versucht.
haben aber nicht damit gerechnet,daß die institutionen gegen jede menschlichkeit&vernunft ihre letztendlich pro anglo-amerikanisch neoliberale nummer durchziehen würden.
haben nicht damit gerechnet,daß sie als gewählte regierung keine unterlagen prüfen können bzgl der staatseinnahmen,des staatsvermögens,der bodenschätze,-nicht einsehen können,welche verträge mit wem geschlossen sind,nicht wissen wie der status eigentlich wirklich ist.
haben nicht damit gerechnet,eigentliche regierungsdaten wie steuerdaten HACKEN ZU MÜSSEN,um überhaupt einen Plan B vorbereiten zu können.
haben nicht damit gerechnet,daß die Bevölkerungsmehrheit vor allem&unbedingt den euro behalten will&nicht bereit ist,eine kurze durststrecke mit stolz zu durchkämpfen.
im endeffekt hat eine verwaltung,haben die meisten parteien,ja,hat das volk seine mutige regierung im stich gelassen.
falls das so stimmt,dann gehörts den griechen nicht besser.
machens die spanier besser?

@gman, 15:16 Uhr

"Ja es gab bereits Veränderungen, das aber unter dem Einfluss der Gläubiger!"

Komisch, zuerst behaupten Sie etwas und nachdem Ihnen jemand widerspricht, behaupten Sie es einfach noch mal, aber inbrünstiger. Und wenn Ihnen dann jemand beweist, dass Sie falsch lagen, sagen Sie plötzlich "Ja, aber nur weil..."

"Am 11. Mai diesen Jahres wurde ein Gesetz [...] verabschiedet. Damit wurden die 3900 Beamten wieder eingestellt, die von der Vorgängerregierung abgebaut worden waren ..."

Griechenland hatte vor der Krise über 950.000 Beamte, jetzt sind es ca. 574.000 Vollzeit-Beamte (630T inkl. Teilzeit). Es wurden also mind. 320.000 Stellen abgebaut, nicht nur 3900, wie Sie suggerieren wollen.

Und Sie führen als Gegenbeispiel die ca. 3.900 Beamte an, die aufgrund eines Gerichtsurteils wieder eingestellt werden mussten? Das sind weniger als 1,5% von denen, die vorher entlassen wurden.

tsipras ist kein verräter-er setzt mehrheitswillen um

varoufakis ist zurückgetreten.das war persönlich konsequent.
birgt außerdem die chance auf rückkehr an die regierungsverantwortung,falls die bevölkerung aufwacht&doch aus dem euro aussteigen&seine würde mit der drachme wieder will.
tsipras bleibt an bord&versucht innerhalb der schlechten lösung das beste herauszuholen.
das ist aller ehren wert.
ich könnte das nicht-gg meine überzeugung arbeiten,aber darum geht es ja,zu arbeiten um trotz allem das allerschlimmste zu verhindern,auch wenn man innerlich viel mehr wollte.
die mehrheit der griechen hat den gong immer noch nicht gehört&hofft auf die "augen zu und durch" erfahrung,es werde schon irgendwie sich wieder einrenken.
das wird es nicht.
an grld"sieht man"nun,wie es einem ergeht,wenn man sich dem neoliberalen mantra wiedersetzt.
wenn jetzt spanien& oder portugal nicht dagegenhält,wird ganz europa im dominoverfahren sich gegenseitig runterkonkurrieren.
frankreich&dann uns wirds irgendwann auch erwischen.
zu wessen nutzen?
nachdenken.

Was sich in GR laut "FAZ" alles ändern soll - Wichtigste Punkte

Aus einer Liste mit 35 Reform-und Sparauflagen zur sofortigen Umsetzung, denen die Regierung in Athen bereits zugestimmt haben soll, die wichtigsten Punkte:

- Frührenten werden nach und nach abgeschafft
- Die Steuern für Reeder werden erhöht
- Steuervergünstigungen für "falsche" Bauern werden
gestrichen
- GR soll MwSt-Erleichterungen für Inseln bis 12/15
streichen
- Die Ratenzahlung für Steuersünder wird geschwächt
- Die Steuerfahnder werden aus anderen Behörden
verstärkt
- Die Justizwege sollen beschleunigt werden
- Der Energiemarkt wird liberalisiert, Preise können sinken
- Ing., Notare, und weitere Berufe sollen leichter zugänglich
werden
- Nachgeahmte Medikamente sollen günstiger werden
- Reformvorschläge der OECD sollen verwirklicht werden,
sie würden das Leben weiter erleichtern
- Einigung über Haushaltsziele mit niedrigen Überschüssen
- Einige teure Maßnahmen der gr. Regierung werden
zurückgenommen.

Dies muss noch auf pol. Ebene beschlossen werden.

Lachhaft

Guten Tag,
In einem Satz:
Tsipras täuscht sich ,die Bevölkerung wird sich von Ihm abwenden,da diese Rezepte nicht funktionieren werden!
Was hat sich nur abgespielt,vor einigen Wochen macht er ein Referendum gegen die Troikapolitik,und jetzt lässt er die Infrastruktur abwickeln über ein Treuhandmodell!!
Varoufakis soll ans Ruder,so schnell wie möglich,spätestens nach der Spanienwahl,damit diesem Unsinn ein Ende gesetzt wird!

@McWade:"Kann man der Regierung, kann man Tsipras Vertrauen?"

Nachdem Schäuble vor vier Wochen den Griechen mit einem Grexit auf Zeit drohte und die Folterwerkzeuge aufzeigte, kommen die Verhandlungen über das 3. Hilfspaket voran. Tsipras und seine Regierung haben das neue Hilfsprogramm der internationalen Geldgeber bereits genehmigt. Im Parlament wird die Syriza-Regierung freilich auf die Zustimmung von Oppositionsabgeordneten angewiesen sein.

Es darf, nachdem die Vorgängerregierungen das Land an den Abgrund gebracht haben, davon ausgegangen werden, dass die Tsipras-Regierung auch nach einer Neuwahl im Herbst mit gestärkter Präsens im Parlament zu den jetzigen Vereinbarungen steht und ggf. notwendige Änderungen/Ergänzungen konstruktiv angehen wird. Das wird nach der Abwahl von linksradikalen Syriza-Gegnern eher noch stringenter möglich werden. Nach den negativen Erfahrungen mit den Vorgängerregierungen dürfte die Tsipras-Regierung die einzige in GR sein, die ein derartiges Spar- und Reformpaket realisieren kann.

@gman, 16:35 Uhr

Was wollen Sie eigentlich beweisen oder belegen?

Zuerst sagen Sie, kein privater Gläubiger und keine seriöse Bank würde Griechenland Geld leihen. Dann belege ich das Gegenteil und Sie verändern ihren Argumentationsstandpunkt und behaupten, das wäre nur ein Zockerpapier.

Also was nun, kaufen es private Gläubiger oder nicht?

Jetzt zum angeblichen Zockerpapier: Eine der Möglichkeiten, dem griechischen Staat Geld zu leihen, sind griechische Staatsanleihen. Ja, griechische Staatsanleihen sind stark risikobehaftet. Deshalb der niedrige Preis. Das Risiko wird dem Käufer aber über die Rendite oder den Zins abgegolten. Der Käufer muss also entscheiden, ober der Gewinn, den er erzielen kann, dem Risiko mindestens gleichwertig ist. Kommt er zu einer positiven Entscheidung, ist das noch lange kein Zocken!

Das Rating ist eine Hilfestellung, kein Gesetz, und definitiv nicht DIE Wahrheit (siehe Rating von CDS im Jahr 2007).

@13:13 von Klaus1963

"Reeder anders besteuern? Also Änderung der gr. Verfassung? Wer glaubt denn an sowas?"
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>> Gutes Beispiel für die Verlogenheit des "neuen" Konzepts. Denn auch die hier federführend verhandelnden "Institutionen" werden wissen, daß nach griechischem Staatsrecht eine Verfassungsänderung (z.B. Reederbesteuerung) zwar von einer amtierenden Regierung beschlossen werden kann, ABER von der Nachfolgeriegierung der nächsten Legislaturperiode abermals bestätigt werden muß, um Rechtskraft zu erlangen. Das kann bis zu acht Jahren dauern... Überdies sind erhebliche Steuervorteile auch für deutsche Reedereien üblich, die allesamt wie die Flugbranche (steuerfreies Kerosin) mit ihrem wirtschaftlichen Gesamtnutzen argumentieren. Ob zurecht oder nicht, sei dahingestellt. Die maritimen GR-Inseltransfers zu verteuern wäre so sinnvoll, wie in "D" die Sonderpreise für Strom und Diesel für die DB und andere gewerbliche Nutzer abzuschaffen und dazu Mautgebühren für Busse auf Fernstraßen zu erheben.

Zu 14:01 von Volker58 "neoliberale Privatisierung"

Eine Privatisierung spült doch nur die Gewinne in private Kassen und nicht in die Staatskasse Griechenlands.
Kurzfriestiger Gewinn für den Staat durch den Verkauf der rentablen Betriebe und langfristiger Einnahmeverlust auf der anderen Seite . Und was will die neoliberale europäische Wirtschaftsinteressenvertretung, die sich EU-Verwaltung nennt . Meiner Meinung nach ist es nur ein weiterer Versuch der Banken und der Wirtschaft Gewinne auf Kosten anderer zu generieren.
Wer kauft denn nun Griechenland und übernimmt dafür alle Schulden?

@Volker58, wer sein Auto kreditfinanziert und den Kredit nicht bedient, muss damit rechnen, dass das Auto versteigert wird. Damit wird der Kredit getilgt. Der Erlös ist i.d.R. geringer als beim Privatverkauf.
Ähnlich ist das hier. Keiner investiert, wenn er nur Verluste erwarten kann. Der Erlös dient der Schuldentilgung. Die "bösen" Gläubiger und die Banken machen keine Gewinne auf Kosten anderer, sie verlieren viele € und keiner kauft GR ..

Am 11. August 2015 um 16:52 von Klausewitz

"Euro abschaffen nicht nur in Griechenland sondern überall"

Und bitte schön, wie soll das über die Bühne gehen? Stammtischgeschwätz! Holen die alte DM wieder aus den Tresoren, bzw. aus der Verbrennungsanlage? Ach so, einfach neue drucken, bzw. prägen - gell? Ich denke, Sie haben sicherlich noch welche unter dem Kopfkissen!

Keiner weiß die Folgen, kann sie abschätzen, geschweige denn voraussehen. Wirtschaftlich wäre es ein Desaster - für alle Eurostaaten und besonders für Deutschland!

16.47 Helmut Baltrusch FAZ Änderungsliste

Herr Baltrusch, Sie beschäftigen sich täglich mit Wirtschaft und Politik. Diese Faz Liste, was halten Sie davon, weil es ohne Kommentar Ihrerseits ist ?
Nur einige Punkte daraus - Frührenten werden abgeschafft nach und nach - Klar die Leute werden älter
Die Steuern für Reeder werden erhöht - Die sizen sowieso schon im Ausland.
Falsche Bauern werden gestrichen - Da schafft er sich 10 Schafe an, brauchen keine Pflege.
Ratenzahlung für Steuersünder werden geschwächt - Bis die Inflation die Steuerschuld aufgefressen hat.
Steuerfahnder werden aus anderen Behörden verstärkt - Die sind Hungrig, haben noch kein Bakschisch bekommen.
Die Justizwege sollen beschleunigt werden - Kostet extra Bakschisch
Die ist eine Proforma Liste für die Steuerzahler in Europa, passieren tut sehr wenig. Da kann man wirklich böse werden.

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