Kommentare - Fiat Chrysler kauft Hunderttausende Autos zurück

27. Juli 2015 - 02:24 Uhr

In einer bislang beispiellosen Aktion kauft der Autohersteller Fiat Chrysler Hunderttausende Autos zurück. Betroffen sind das Modell Ram sowie alte Jeeps. Der Rückkauf ist Teil einer Einigung mit US-Behörden und dürfte den Konzerne Hunderte Millionen Dollar kosten.

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Kommentare

Auf solch eine Geschäftsidee muss man erst mal kommen...

Du, lieber Kunde, darfst mein Auto ungewisse Zeit nutzen. Danach bekommst du den Kaufpreis erstattet.

Scherz beiseite! Safety first! Aber seltsam ist es dennoch und hat natürlich auch überhaupt nichts mit dem jüngst bekannt gewordenen Sicherheitsrisiken durch Hacker zu tun.
Wir werden nie erfahren, ob der hinten liegende Tank oder die dilettantische Software das eigentliche Problem sind.

@Gnom

Ja genau weil ältere Jeeps auch "gehackt" werden können. Wer kennt ihn nicht? Den trabbi der ferngesteuert wird.

Verschwörungstheorien...

@ Gnom, das Tankproblem haben alte Jeep, das Hacker- und Softwareproblem neue. Natürlich, Verschwörungstheoretiker stört der klitzekleine Unterschied nicht... ;-)

Ich finde es gut, dass in den USA der Hersteller und nicht der Käufer / Nutzer von Autos in die Pflicht genommen wird. Das fängt schon beim Einhalten der Emissionswerte an - der US-Autobauer zahlt bei "dreckigen" Autos ein Bußgeld pro Fahrzeug, der DE-Autokäufer zahlt einfach einen hohen Kfz-Steuersatz. Absolut undenkbar, dass es so einen Deal zwischen Regierungsbehörde und Autobauer bei uns gäbe. Wünschenswert wäre es allemal, dann gäbe es nicht mehr so viele Bananen-Kisten (Autos, die beim Kunden reifen).

Tankposition

Ein hinter der Hinterachse liegender Tank war doch bei vielen Autos Standard.
Man stelle sich von Suzuki würde heute sämtliche seiner weltweit ausgelieferten Geländewagen zurück kaufen ... das wäre was.
Ich habe selber noch einige davon hier in der Scheune; die meisten über 30 Jahre alt und ziemlich pflegebedürftig, aber durchaus vom Hersteller zurück zu kaufen ;-)
Ich halte die amerikanische Gesetzesphilosophie für bedenklich.

Eine Massnahme, die teuer ist...

... und die sicher erst zum Tragen kommt, wenn ein paar Menschen mehr als üblich nach einem Crash in ihrem Jeep gegrillt wurden...
Solche Massnahmen sind wohl notwendig, um die Autobauer dazu zu bringen, bei Konstruktion und Bau von Fahrzeugen mehr Sorgfalt an den Tag zu legen. Ein Tank in der Knautschzone ist nur ein Beispiel und solche Probleme betreffen nicht nur einen Hersteller aus den USA. Hier muß man mit Anerkennung sagen, das der Staat gehandelt hat... hier kann man von den Amis etwas lernen.

Grenzenloses Wachstum!

Genialer Trick! Das kurbelt den Absatz von Autos an. Und woher kommt das Geld? Na von der FED, woher denn sonst? Denn Geld kann man bekanntlich drucken. Und da Chrysler ein Unternehmen von nationaler Bedeutung ist, wird Chrysler wiederum mit gedrucktem Geld gerettet.

... Armes Italien, was hat ..

Fiat sich da nur gekauft ... hätte es keine bessere Marke gegeben, vielleicht Saab oder GAZ .. oder ging es nur um den US Markt? Große Autos könnten doch auch andere.

Aber na ja, wozu gibt es Banken und Kredite, es wird sich schon richten ...

Miese Produkte ... egal

Spätestens seit der letzten Krise 2008 sollte man wissen, dass wirklich alles getan wird, damit die Autokonzerne weiter existieren.
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Im Zweifel gibts also Kredite der Banken, die sich das Geld dann vom Staat absichern lassen.
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Ist doch ganz einfach!
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In Deutschland nennen wir sowas "Konjunkturpaket".
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Unternehmerisches Risiko scheint es nicht zu geben, damit erklärt sich auch, wie die Topmanager der US Autoindustrie jeder einzelnd damals mit dem eigenen Firmenjet zu Regierungsgesprächen bzgl. staatlicher Subventionierung gekommen ist.
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Die wissen doch genau ... die können machen, was sie wollen. Am Ende wird es Hilfe vom Staat geben. So wie in Good old Germany.

Was für Schrott in der USA - und VW verkauft nichts

Schon erstaunlich, VW verkauft seit Jahren zuwenig Autos in der USA. Dabei bietet VW super Autos an. Und nicht nur Chrysler, sonder auch GM und Ford haben fortwährend Qualitätsproblemen. Da müsste doch VW endlich mal einen Durchbruch schaffen, die scheinen da ein echtes Marketingproblem zu haben.

Bisschen wirr...

...Ihr Post, MrEnigma.

Da geht doch einiges durcheinander und wird vermischt.
In Deutschland gabs die Abwrackprämie und kein Konjunkturpaket, und das Geld dafür kam vom Staat, also vom Steuerzahler und ist diesem zurückgeflossen, wenn er ein altes gegen ein neues Auto tauschte.
Dass das die Automobilindustrie ankurbelte, ist richtig - aber dummerweise nicht die deutsche...

Die Wirtschaftswoche schrieb dazu: [Zitate]

"Die simple Wahrheit ist: 27 Millionen Steuerpflichtige haben zwei Millionen Autokäufern 2500 Euro geschenkt."

"Anhänger der Prämie behaupten, die Milliardensubvention habe die deutsche Autoindustrie in der Krise vor dem Schlimmsten bewahrt. Tatsächlich war die Prämie aber vor allem ein Förderprogramm für ausländische Kleinwagen-Anbieter. Fiat verkaufte 2009 sensationelle 86 Prozent mehr Autos, nicht viel kleiner war das Plus etwa bei Hyundai, Kia oder Suzuki. Der Marktanteil ausländischer Autobauer stieg sprunghaft um fast elf Prozentpunkte auf rund 55 Prozent."

Na ja Fiat hat im Gegensatz zu Daimler nicht viel

für Chrysler bezahlt, Daimler hat schon einiges in den Laden investiert. Nun muss Fiat halt noch die Reste bezahlen an Pfusch die noch offen sind. Die Strategie der US Autobauer und Käufer war bis jetzt: Billig zusammengehauene Schrottkarren, mit möglichst viel Ausstattung, die leidlich laufen und es wird spätestens alle zwei Jahre ein Facelift rausgehauen. Deshalb kommt VW dort nicht klar, weil Amis immer wieder zumindest ein Optischen Update erwarten. Da Amis nur höchstens 130km/h fahren, fallen Schrottkarren nicht so auf. Aber wir brauchen gar nicht so auftrumpfen, man denke mal gerade an unsere Desaster: Airbag Pannen, kaputte Nockenwellen und Steuerketten, Rostprobleme, geplatzte Alumotoren im Winter, das sind so spontan einige Aktionen die mir hier so auffallen. Die Chefin vor GM hat bei ihrem Antritt gesagt: "Ziel ist, keine Schrottkarren mehr" Hoffentlich klappt das.

VW gute Autos?

Nein, VW baut auch keine guten Autos. Monatelanger Werkstattaufenthalt, und der Fehler wird nicht gefunden. Ich wünschte, VW würde seinen Schrott zurückkaufen. So trage ich halt Werkstattrechnung um Werkstattrechnung, und bleibe zuletzt auf einem wertlosen Auto sitzen.

Und Tank im crashgefährdeten Bereich war mal ganz normal. Da braucht man sich jetzt nicht darüber ereifern und heutige Standards für früher anwenden wollen. Vor allem, wenn Geländewagen rechtlich nicht als PKW behandelt werden, und neue Vorschriften für solche Fahrzeuge erst viel später greifen wie für PKWs. Sonst könnte es Fahrzeuge wie G-Klasse oder Land Rover schon längst nicht mehr geben.

@08:58 von friedrich peter... VW verkauft nichts

Stellen Sie doch mal einen RAM neben einen Golf oder auch neben einen Passat, dann wissen Sie warum sich der Golf nicht vekauft.

Die US-Fahrer, insbesondere die, die nicht in den großen Städten wohnen, wollen große Autos, mit denen man nach dem Jagdausflug den Hirsch abtransportieren könnte.

Das dürfte zwar bei den meisten nie vorkommen, aber man könnte, wenn man wollte.

Dass ein Golf nebenbei wesentlich umweltfreundlicher ist als ein RAM, ist den meisten Amis ziemlich egal. Ein RAM verbraucht ca. 3 mal soviel wie ein Golf, aber bei den Spritpreisen in den USA, interessiert das nicht wirklich.
Der Golf kostet in den USA ca. 18.000$, der RAM 1500 ca. 25.000$, aber für den Mehrpreis bekommt man ein einheinmisches Produkt und viel mehr Blech fürs Geld.

Pauschal amerikanische Autos

als Schrottkarren zu bezeichnen halte ich für anmaßend. Chrysler und GM bauen im Schnitt nicht weniger gute Autos als VW, Daimler oder BMW. Mit dem Unterschied, dass deutsche Marken schlicht und ergreifend zu teuer sind.
P.S.: Mein 9 Jahre alter Chrysler hat jetzt zum wieder den TÜV mit 0 Mängeln bestanden und ich bin höchst zufrieden.

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